Mittwoch, 1. Mai 2013

~ Erinnerungsvermögen ~

Gestern verschränke ich die Arme und zucke zusammen. Den Knubbel, den ich da unter dem Jackenärmel spüre, ist mir nicht bekannt. Nach kurzem Schreck realisiere ich: Es scheint sich um einen Muskel zu handeln. Hey, Muskeln an den Oberarmen - sowas kennt die kleine Frau nicht. Das wird mir zwar nicht dabei helfen, Marmeladengläser ohne fremde Hilfe öffnen zu können - aber die der Schwerkraft so langsam folgenden Oberarme bekommen etwas Unterstütung. Kann ja nicht schaden, oder?

Woher kommts? Seit 7 Wochen nun lasse ich mich von den runtastic-Apps (ich schrieb es bereits) in Sachen Liegestütz, Kniebeugen und Sit ups drangsalieren. Mittlerweile hab ich 740 Liegestütz, 930 SitUps und 1.248 Kniebeugen absolviert. In der gleichen Zeit kommen noch ein paar Laufkilometer dazu aber dazu später.

Neben der Erkenntnis - ich meine, ich brauchte dazu 44 Jahre - , dass ich doch über Oberarmmuskeln verfüge, kann ich auch zugeben, dass mir das "Training" nicht schadet außer evlt. ab und zu dem Ego, wenn ich in einer Endlosschleife bei den (Damen)Liegestütz immer zum 5. mal auf den letzten Level zurückkehr, weil ich weiß, dass ich die nächste Stufe (noch) nicht schaffe.

Bei den Oberschenkeln sind das anders aus, da verhilft das Erinnerungsvermögen der Muskeln wohl, dass ich hier besser vorwärts komme. Kenn ich aus alten Fitness-Studio-Zeiten, da hat meine Tanz"karriere" wohl Spuren hinterlassen.

Tja und ich laufe auch - auch mit Erinnerungsvermögen. Dieser komische mir zugeteilte Körper erinnert sich immer wieder an alte Kriegsverletzungen und so bin ich vorsichtig ohne nicht auch mal den ein oder anderen "Schmerz" zu überlaufen, weil ich sonst nie vorwärts komme. Auch diese Erkenntnis ist wichtig. Muckt die ASehne kann es sein, dass sie nach einem Lauf deutlich geschmeidiger daher kommt. Wer heute früh den Schmerz in meinem Knie hätte fühlen können, hätte mich geschimpft, als ich die Laufschuhe anzog. Jetzt ist das Knie geschmiert und nix tut mehr weh. Aber die obigen runtastic-Quälereien helfen auf jeden Fall. Trotzdem ist und bleibt es ein Eiertanz. Ich weiß um die Gründe und ich geb mich nicht geschlagen. So siehts aus.


Und wenn man aktuell sieht, die wie Natur explodiert, dann ist es einfach ein Traum.

Ach und dann gibt es bei meinen geringen Kilometerumfängen ein Phänomen, das ich mir nur schwer erklären kann. Ich werd immer schneller - also für meine Schneckenverhältnisse. Wenn ich "früher" ohne Plan gelaufen bin, ist immer eine Pace von 6:30 rausgekommen. Einfach so...über viele Jahre gleich. In der letzten Zeit wird es immer ein Stück schneller obwohl ich mich mahne, langsamer zu laufen. Heute waren es dann schlußendlich 5:58 und ich war nicht in Eile. Da klappt was mit dem Erinnerungsvermögen nicht. Ausnahme war ein schöner Lauf mit meiner Freundin Bine vorgestern über 9 km. Da ging es auf 6:25 und es war anstrengend. Ich lauf ja eher morgens, abends scheinen die Batterien woanders zu entladen, kann aber auch an den 122 Kniebeugen liegen, die ich am Morgen absolviert hab - wenn sie mir auch leichter fallen als die anderen Übungen, so merken meine Oberschenkelmuskeln auch an, dass ich sie quäle. Mal gespann, wo das noch hinführt.

Und dann - aber das wird irgendwann mal ein separater Blogeintrag - hab ich mir nen Traum bzw. ein Vorhaben erfüllt. Ich hab mir ne schicke Spiegelreflex und entsprechende Objektive gekauft und jetzt wird sich etwas mehr der Fotografie gewidmet. Was genau das wird, weiß ich noch nicht. Ich lass es auf mich zukommen. Die ersten Versuche haben mich sehr demütig gemacht.. da gibts ziemlich viel Entwicklungspotential.Von daher gibts von der ansonsten super Tour am letzten Sonntag durch mein Köln nur ein Bild. Ich habe quasi nur ein Foto für Euch - auch keins, mit besonders künstlerischem Wert aber man muss ja mal anfangen.


Bücher werden gelesen und demnächst 1-10 Kurse besucht und so...

Mal schauen, was mein Erinnerungsvermögen ansonsten noch so zustande bringt. Danke fürs Zulesen!

Sonntag, 7. April 2013

~ Ich saug die Sonne in mir auf ~

Auch wenn der Samstag nicht erahnen ließ, was der Sonntag so zu bieten hat, so vertraute ich doch auf die Wettervorhersage.

-2° - korrekt, als ich zum Brötchenhol-Lauf auf die Piste ging. Aber wie versöhnt einen dieser Anblick am frühen Morgen mit der Kälte, der dicken Jacke, den Handschuhen und der Mütze.


Ja, das Motiv ist bekannt und es waren schon sicherlich 375 Sonnenaufgänge dabei... aber trotzdem erfreut es mich immer wieder sehr.

Frühstück, ein wenig dienstbeflissen Werkeln und dann aber raus und aufs Rad. Ich muss mich ja erstmal ranarbeiten, deshalb wurde eine Strecke von 35km augesucht - vorweg genommen, auch das ging echt gut.

Schon alleine, wenn ich mit meinem schwarzen Pfeil auf der Fähre stehe und über den Rhein schippere, setzt der Soforterholungsmodus ein. Was auch immer das mit dem Schiff fahren auf sich hat, es ist so positiv verankert, dass sofort ein Urlaubsgefühl einkehrt. IMMER.


Deswegen auch hier ein Wiederholungsfoto. Und im Hintergrund ist wohl keine Atombombe gezündet worden sondert raucht ein Kamin der Erdölchemie. Wie romantisch!

Aber davon lass ich mich nicht beirren und begeb mich mal wieder auf gpsies-neue Pfade mit dem Rad. Mal städtisch, mal ländlich. Vorbei an Baggerseen und Möhrenhügeln. Ich dachte, ich seh nicht recht, da türmt sich vor mir ein Möhrenberg auf - mitten im Nix, einfach so.


Wie ich mittlerweile gelernt hab, sind das Futterrüben und - so hatte ich es mir vor Ort auch gedacht - als Futter für die Schafe angedacht, die nebenan eingezäunt standen.

Ich wäre aber eine schlechte Veganerin, wenn ich angesichts dieses Gemüse nicht sofort die Übersetzungen "Möhrenbuletten, Möhrensuppe, Karottenkuchen etc." im Kopf hätte.

Es gab  noch viele schöne Aussichten, wie diesen angelnden Herrn (nicht vegan aber irgendwie doch romantisch) auf dem Pescher See. Wenn noch Grün drumrum wäre, wäre es schöner ab das kommt jetzt.


Ich hatte mir Wegverpflegung in Form von Nussstriezel und einem alkoholfreien Bier mitgenommen, allerdings waren immer alle Bänke besetzt, wenn es irgendwo nett aussah. Also hab ich das anschließend auf dem Balkon genossen, den ich noch lesend und schlafend belagert hab. Was für ein schöner Sonntag.

Montag, 1. April 2013

~ Ostern in Pastell gemalt ~

Schnee, Sonne, frostig, warm - alles ist gegeben an diesem Wochenende.

War es Freitag noch dick verschneit, war es heute morgen einfach frostig und die Welt schien im Morgenlicht in Pastell gemalt. Das Foto ist nicht bearbeitet, so sah es tatsächlich aus.


5km-Lauf im Licht genossen. Für Leute, die eher mal früh unterwegs ist, ist die Umstellung auf Sommerzeit ja immer ein Graus, gerade hat man mal Licht am frühen Morgen bekommen, wirds jetzt wieder dunkel. Aber auch das dauert nicht lange, bis man von der Sonne geweckt wird.

Achtung, heute ist 1. April. Lasst Euch nicht aufs Glatteis führen. Schöne Läufe, genießt den freien Tag.

Edit: Ich hab mir noch mal schnell das Rädchen geschnappt. Die letzte Tour ist fast schon 3 Monate her. Zwar in diesem Jahr aber nachdem ich mir die Finger und Füße damals abgefroren hatte, hatte ich während des Schnees keine Lust mehr. Anders heute.

Und ich hab mal wieder neue Wege rund um mein Wohngebiet gefunden und es ist beachtlich, welch schöne Dinge ich so nah an Aspirin-City finden kann. Darüber kann ich mich dann freuen wie sonstwas.

26km sollten zum Eingewöhnen reichen. Da ich über Mittag gefahren bin, drückte auch schon der Hunger und die Reste von gestern mussten schnell in die Pfanne. Puh!