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Dienstag, 13. März 2012

~ Bye bye Butterfly ~

Noch eine Woche und das geht die Lauferei wieder los, dann kann ich den gefühlten 375. Neustart wagen, schließlich bin ich dieses Jahr mit Kollegen schon zum Hella Halbmarathon in Hamburg gemeldet. Ich bins ja gewohnt, wie Ihr wisst. Ende des Jahres hatte mich eine Entzündung der Membran am Foramen Obturatum (ach, googelt doch selbst;-)) ausgenockt und letzten Montag hab ich mir dann nach 3 Jahren "Kampf" die Schilddrüse rausnehmen lassen. Zahlt keine Miete, macht nur Ärger, muss raus. Dieses kleine giftige Mistding war auch schuld, dass ich in diesem Jahr so gar nicht aus dem Quark kam.

Nachdem gestern die Fäden gezogen wurden, muss ich sagen, dass ich doch sehr erstaunt bin, durch welch kleine Öffnung, die so ne ganze Schilddrüse rausrupfen. Wenn die Narbe so klein bleibt, wie sie jetzt erscheint, bin ich sehr zufrieden, obwohl ich mir darum sehr wenig Sorgen gemacht habe. Die Pflasterallergie übertrumpft die Narbe im Moment noch deutlich.

Letzte Woche im Krankenhaus hatte ich schon überlegt, ob die mir das Aufreg-Gen direkt mit rausgeräumt haben. Nachdem mein Zimmer direkt an ner Baustelle und über dem Smoking Point lag und ich eben neben dem Lärm ständig vom Duft der Camel & Co und entsprechenden Geräuschen menschlicher Unterhaltung bis tief in die Nacht begleitet wurde und ich nur milde drüber gelächelt hab, fand ich das schon recht bemerkenswert.

Ich bin noch nicht 100%ig fit aber auf nem guten Weg. Wenn ich jetzt schon wieder ans Laufen denke, kanns nicht schlimm sein, oder?

Also bye bye Butterfly....

Edit: Nachdem mich ein Kommentar auf Facebook daran erinnerte.... Unangenehm an der OP war, dass ich einen Tag und eine Nacht mit Drainagen und Infusion flach liegen musste. Ich hab nicht die Stunden sondern die Minuten runtergezählt, bis ich selbstständig aufstehen, mich in normale Klamotten schmeißen und mir die Zähne putzen konnte. Ich bin sehr demütig und dankbar dafür, dass ich in einem Land wohne, in dem bei Erkrankungen eine solche Behandlung möglich ist und dass ich schon nach einem Tag aufstehen konnte. Mein Respekt gilt allen, die dies lange oder für immer erdulden müssen. Ich bin froh, nur eine Schilddrüse entfernt bekommen zu haben.

Sonntag, 15. Januar 2012

~ 2. Woche 2012 - und rechne immer mit einem Kopfbahnhof ~

Das war so... ich steig in Ulm in einen ICE ein - entweder stimmte der Wagenstandsanzeiger nicht oder ich war in der Zeile verrutscht - auf jeden Fall stand ich am ganz falschen Ende, als der Zug einfuhr und quälte mich dann samt Koffer und Co. durch sämtliche Abteile, um auf meinen reservierten Platz zu kommen (frag jetzt bloß keiner, warum ich nicht einfach irgend einen freien Platz genommen hab). Auf jeden Fall lande ich (fälschlicherweise) in dem Abteil, das genau hinter dem Lokführer ist - auch hier fand ich meinen Platz nicht, fands aber so nett, bei voller Fahrt dem Kerl über die Schulter schauen zu können und machte mich in erster Reihe breit - bereit für die Fahrt und vor allen Dingen die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Frankfurt und Köln.

Jetzt weiß man ja eigentlich durch die ganzen Stuttgart21-Diskussionen, dass man nicht so einfach durch den Bahnhof in Stuttgart durchbrettern darf. Trotzdem denke ich an einen Schichtwechsel als der Lokführer dort angekommen seinen Platz verläßt, vorher das Licht ausmacht und die Tür abschließt und geht... erst als ich rückwärts rausgefahren wurde, ging das Lämpchen an und mir war klar, wie schnell das geht, von der ersten in die letzte Reihe gerückt zu werden. Jaja...da kann man was fürs Leben lernen.

Laufen war ich nur zweimal - ich bin vorsichtig, so bald sich Schmerzen melden, setze ich lieber aus. Dafür hatte eine 1,5ständige Walking-Runde mit meiner Mutter in der alten Heimat und der heutige Lauf am Rhein Qualität. Wie schön doch die Eifel ist und das besser werdende Wetter tat seins dazu. Oben rechts ist im übrigen meine Mutter. Unten links das ist ein Wollschwein. :-) (tschulligung):-)))

Nicht zu vergessen, dass es vor der Walkingrund von meinem Vater eine Gemüsesuppe und vegane Reibekuchen gab. Das war schon das Dritte mal, das er vegan für mich gekocht hat - immer sehr lecker. Respekt.


Heute früh dann kurz schauen, was der Rhein so macht und es war ein Traum. Nicht nur, dass auf meinem Ipod mit Laufbeginn die gute-Laune-Musik Michaels Ride erklang, bei der ich immer die Bilder aus dem Film im Kopf hab sondern es war auch einfach atemberaubend schön. Der Rhein, der wieder zurück in sein Bett gekrochen ist, hat Seen hinterlassen, wo normalerweise Wiesen sind sondern es gab dort scheinbar auch Sonderessen für die Möwen, die in großen Gruppen auf- und abstiegen. Toll... so, wie ein Lauf sein soll.

Sonntag, 8. Januar 2012

~ 1. Woche 2012 - was hab ich gelernt? ~

Nicht ganz ernst zu nehmen.. was hab ich gelernt? Ich weiß jetzt, was Dennede sind. Ich war 4 Tage im Schwabenländle und bin nun um einen Begriff schlauer. Natürlich werde ich Dennede in nächster Zeit in einer veganen Variante ausprobieren.

Als ich Donnerstag Abend zurück kam, überraschte mich der Rhein, der deutlich über die Ufer getreten ist. Kein Wunder bei dem Regen aber Montag war noch alles in Ordnung. :-) Gestern früh wollte ich mir das Spektakel dann mit einem kleinen Läufchen anschauen und startete mutig im Regen. Allerdings brachten mich die vergessenen Handschuhe wieder ganz schnell zurück ins Heim - also heute erneut mit Handschuhen und Mütze, was dann viel zu warm war. Die Wege sind versperrt:


Noch sieht alles romantisch aus und so wird es wohl auch bleiben - der Rhein wird sich die nächsten Tage wieder zurückziehen und keinen weiteren Schaden anrichten. Wenn ich erneut aus dem Dennede-Land zurück bin, werden die Laufwege am Rhein wohl wieder frei sein und jede Menge Unrat zurück bleiben.






Gestern Abend gab es bei mir zum ersten mal vegane Rouladen. Hat gut geschmeckt, die Sauce war perfekt, die Konsistenz der Roulade noch nicht ganz richtig. Ich hab die SojaSteaks wohl mit zu viel Feuchtigkeit belassen, das übe ich noch mal. Aber um meinen Herzhaft-Gelüste zu befriedigen, war es auf jeden Fall perfekt.

Mal schauen, was 2012 an Lauferlebnissen für mich parat hat. Im Moment schwanke ich noch zwischen geht (ein paar Kilometer) und geht nicht, wenn die Schmerzen halt zurück kommen. Wir schauen mal und überhaupt.