Donnerstag, 23. Oktober 2014

~ Getting lost in the Hansestadt ~

Manchmal passieren Dinge, die kann man nicht verstehen.

Der Weg führte mich mal wieder recht kurzfristig in die schönste Stadt von Deutschland (ok, ich liebe Köln aber ich geb ja zu, dass Hamburg rein ästhetisch einfach schöner ist). Klar, dass die Alsterumrundung auf dem Plan steht. Zum mindestens 15. mal oder noch mehr.

Hotel an der Alster gebucht. Da ich das von der Company vorgeschriebene Hotel einfach unanständig teuer finde (zwar nicht mit unserem Sonderpreis aber generell), wird ein anderes gebucht aber fast daneben. Schön in Alsternähe in einem wunderbaren herrschaftlichen Hamburger Haus. Ok.. man spart hier an neuer Ausstattung und an Platz aber es war sauber. Wunderbar. Außerdem gibts hier einen sehr netten Italiener in der Nähe und nach dem Besprechungstag gibts Pasta mit Steinpilzen und nen deftigen Trockenen dazu. Ja... ich liebe guten Rotwein. Da ich allein war, war das im wahrsten Sinne des Wortes schnell gegessen und ab ins Hotel.

Den Anfang des 20:15-Uhr Abendfernsehprogramms bekomm ich nicht mehr mit, schließlich fing der Tag bei mir schon um 3.00 Uhr und mit viel Stau an. Aber ich will gar nicht jammern.

Dass ich morgens die Alster umrunde, versteht sich ja von selbst. Mach ich ja immer, wenn ich hier bin und ich möchte angesichts des Themas betonen.. schon wirklich häufig.

Um 5.30 Uhr, als ich los laufe, ist es wirklich noch düster. Sehr düster. Und die Alster nicht wirklich so frequentiert, wie ich sie im Winter in Erinnerung hatte. Vielleicht bin ich auch sonst 30-60 Minuten später gelaufen.


Ein wenig komisch ist mir schon, bei so wenig Verkehr. Aber richtig Angst hab ich nicht. Warum ich allerdings sowohl Stirnlampe als auch Blinkearmband im Hotel gelassen hab, erschließt sich mir nicht direkt.

Etwas beleuchtet sind die Wege, so dass man zumindest nicht ins Stolpern gerät.

Die Figuren sind nur mit Blitz wirklich zu fotografieren - da reicht aber das Schmartfoon für gute Fotos nicht wirklich aus (nein, Hakan... auch nicht das 6er) :-)


Ich quere diese Brücke und ich glaub, bis dahin war auch noch alles ok aber irgendwo danach, da muss es passiert sein....


 .. ich hab mich verlaufen. Hier bin ich noch nie gelaufen. War aber angesichts der Dunkelheit noch unsicher. Vielleicht sieht es ja einfach nur anders aus.


Aber als ich auf einmal an einer Bushaltestelle und an Geschäften war, wusste ich, dass das nicht die übliche Alsterumrundungsrunde ist.

Aber Gott sei Dank ist man ja mit GPS und allem gut ausgestattet und ich finde den Weg zurück. Gebracht hat es mir einen Extra-Kilometer, den ich eigentlich gar nicht wollte. Aber ich bin fassungslos. Ich hab mich bei der Umrundung der Alster verlaufen.

Aber ich fand den Weg zurück und schickte Udo Lindenberg einen Gruß zum Frühstückslikörchen ins Atlantic.

Da ich noch völlig ohne Kaffee war und damit schon seit Stunden auf Entzug und im Hotel erst um 7.00 Uhr der Frühstücksraum eröffnete (ja, ich bin selbst schuld, ich hätt ja nobler wohnen können), bin ich dann kurz an meiner Firma vorbei gelaufen, da gibts nämlich nen netten Kiosk, von dem ich ahnte, dass der früh schon auf hat.
Richtig getippt. Hier gabs neben nem frischen Kaffee auch echt Hamburger Schnack der ortsansässigen Handwerker  - love it.

Mit dem Kaffee in der Hand hab ich es tatsächlich noch geschafft, mich noch mal zu verlaufen - bzw. zu vergehen - und suchte in der falschen Straße nach dem Hotel. Aber auch das war irgendwann gelöst.

Um zu beschreiben, wie klein das Zimmer und Bad im Hotel war: Da ich meine Haare zum größten Teil über Kopf föhne, musste ich vom Bad ins Zimmer treten, damit das funktioniert. Also hier war nicht wirklich viel Platz.

So... jetzt kann die Häme über mich losbrechen. Sich bei der Alsterumrundung zu verlaufen, das ist schon echt ne Kunst. 8,5 km mit nem 6:20er Schnitt. So war das nämlich.

Sonntag, 19. Oktober 2014

~ Der Morgen so schön, die Beine so schwer ~

Endlich wieder morgens laufen, hab mich schon die ganze Woche drauf gefreut.

Da aber auch gestern so ein schöner Tag war, gibts hier erstmal kurz von Samstag ein paar Bildchen, bis ich zur Laufbeschreibung komme.

Dass ich auch "Opfer" (wobei Opfer ja immer negativ gemeint ist, das Resultat war für mich durchaus positiv) des Bahnstreiks werden würde, hätt ich nicht gedacht. Es ergab sich aber die Situation, dass ich recht spontan ohne Auto in die schönste Stadt am Rhein wollte. Die Alternative zur unsicheren S-Bahn: Mit der Fähre auf die Kölner Seite, dann mit Bus und Straßenbahn in die Stadt. Das hat mir nicht nur nette Erlebnisse sondern auch ein paar Motive vor die Linse gebracht.

Endlich zeigte sich mal der einzige schwarze Schwan, wenn ich mit Kamera bewaffnet an der Fähre stehe...voilá

Dieser nicht ganz weiße Schwan dürfte noch ein Jungtier sein, wenn ich das richtig beobachtet habe.

 

In der Stadt dann mit Nichte und tierischem Großneffen zwischen BVB und Köln-Fans in der Sonne sitzen und ein paar Kölsch auf einen persönlichen Feiertag trinken - so ist das Leben schön.
Man muss wohl dazu sagen, dass Fidel (so sein Name) ein kleines Weichei ist. Beim Essen am Eigelsteintor bei unserem Lieblingsitaliener mussten wir ihn zudecken, weil er so fror. Das war ja nun wirklich nicht kalt gestern... aber er war auch ein wenig kränklich.


Dann heute früh noch vor dem Sonnenaufgang auf den Weg gemacht, um eben diesen mal wieder live mitzuerleben.


Und trotz dieser traumhaften Motive fiel mir der Lauf schwer. Die Beine sind schwer. Vielleicht zu wenig getrunken, vielleicht die letzten Läufe allesamt zu schnell angegangen, ich weiß es nicht. Seit dem Nachtlauf ist es irgendwie schwer.


Aber trotzdem hüpft das Herzchen angesichts dieser im Sonnelicht leuchtenden Herbstbäume. Ein Träumchen! Und 12km werden es auch, meinen Laufnachbarn lass ich dann weiter ziehn, er dreht noch eine Extrarunde.


Der Florentiner Apfelkuchen wird heute Nachmittag ins LaLeLi gebracht (nur so ein wenig Werbung). Und dann gibts noch Nachmittags- und Abendprogramm mit Freunden. Ein schönes Wochenende bei bestem Wetter. Ich hoffe, das hattet/habt Ihr auch alle.

Freitag, 17. Oktober 2014

~ Es raschelt unter den Füßen ~

Jetzt ist er auch hier angekommen, der Herbst. Die Temperaturen zeigen das im Moment nicht aber dass die Blätter einem das Anheben des Fußes erleichtern oder man wahlweise die Füsse raschelnd durch das Laub schlurft... ja, das ist Herbst.

Dass Laufen gegen Aggressionen hilft, konnte dann heute bei den 7km am Feierabend mal wieder unter Beweis gestellt werden. Der Frust ist zwar nicht komplett weg aber es geht schon deutlich besser.


Nach dem Lauf dann noch schnell ein paar Spinatpfannkuchen mit Champignons und Räuchtertofu, nach dem Vorbild von diesem wahnsinnig tollen Veganblog runden das Ja-ich-fühl-mich-gut-und-ich-ärgere-mich-nicht-weiter-Gefühl ab. Jetzt kann das Wochenende kommen, das schon mit schönen Treffen und Aktivitäten winkt.


Habt Ihr auch was Schönes vor? Tolles Wochenende in die Runde und allen (Marathon)Wettkampfläufern ganz viel Spaß!