Mittwoch, 25. Februar 2015

~ Die gute Nachricht ist..~

.. es ist kein Leistenbruch, um hier mal direkt mit der verdammten Tür ins Haus zu fallen.

Das heißt, keine erneute OP und darüber bin ich ehrlich gesagt recht froh. So eine Leistenbruch-OP ist zwar überhaupt nichts Schlimmes aber ich kann auch gut drauf verzichten. Außerdem wär das gerade beruflich zeitlich auch echt wieder schwer in den Kalender zu bekommen. Ich hatte mir schon wieder Harakiri-Pläne zusammen gestrickt. Aber nun muss ich ja nix stricken, zumindest keine Pläne. Vielleicht mal wieder Socken, ich hab ja Zeit übrig.

Der Arzt hatte schon beim Tasten einen erneuten Bruch abgelehnt und es auch beim Ultraschall bestätigt - war aber selbst zerknirscht, weil er mir damit ja nicht wirklich weiterhelfen konnte. Er glaubt mir bzw. kann sich gut vorstellen, dass die Schmerzen durch das veränderte Narbengewebe auftreten.

Er riet, weiter Sport zu machen und nicht in eine Schonhaltung zu gehen, damit das jetzt weich gemachte Gewebe (das fand er an sich nicht schlecht) nicht wieder hart wird. Tja... leichter gesagt als getan. Ich kann so keinen Sport machen, zumindest nicht Laufen. Selbst Walken bringt ja Schmerzen, die aber aushaltbar sind. Radfahren hab ich dann Sonntag einfach fallen gelassen.

Dä! Damit bin ich halt am Elend der Geschichte. Ich muss mal wieder Geduld haben und schauen, was jetzt passiert. Heute Abend Physio und dann werd ich mit ihm mal die weitere Vorgehensweise besprechen. Schließlich ist er ja nicht unbeteiligt.

Der Doc riet zwar, einen Orthopäden aufzusuchen aber außer der Tatsache, dass der Piriformis und Gluteus noch ursächlich sein könnten, wird da nix sein. Ich verfüge ja durchaus über ein gutes Körpergefühl. Er will halt ausschließen, dass was an der Hüfte ist. Findet der Ortho nix, soll ich noch mal wiederkommen. Es gibt wohl Möglichkeiten, solchen Schmerzen am Leistenbruch anderweitig Herr zu werden. Das heißt, es gibt einen Plan B.

Soweit die Lage der Nation. Den Groll, dass ein Bruch entstanden ist, kann ich dann mal auf Seite legen. Und den Groll, dass ich ohne jegliche Behandlung möglicherweise noch fröhlich durch die Landschaft laufen würde, muss ich aus dem Kopf bekommen. Ist ja nun mal jetzt so. Hätte, hätte...

Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer joot jejange...

Sonntag, 22. Februar 2015

~ 200 Puls ~

Datt hätt dä do flöte mösse, datt Arschloch.

Dieses ehrliche und inhaltlich auch korrekte Zitat (würde mir so auch nie über die Lippen kommen) stammt kölschen Eckkneipe anhören durfte. Bei manchen Zitaten oder Begriffen zuckte ich zusammen, weil sie politisch nicht korrekt waren. Ich geh mal davon aus, dass sie so nicht gemeint waren, wie sie bei mir rüber kamen *schönred*. Aber als dann der schwarzhäutige Spieler des 1. FC Köln, der vorher mit "Dä soh nur einmal joot uss, nämlich als er im Rusenmondachszug op dem Wage stund." das Tor schoss bzw. köpfte, da war auch die doch so hoch gepriesene Kölner Toleranz wieder im Lot. Der Schiedsrichter hat da aber auch wirklichen nen Müll zusammengepfiffen bzw. geflötet.

Aufregen, darüber kann ich mich gerade auch über so manches.

Ich kann nicht laufen - getestet letzten Sonntag. 1km, danach schluffte ich nach Hause und hatte 2 Tage üble Schmerzen. Ich bin mittlerweile sehr sicher, dass es die Leiste ist und das hat dazu geführt, dass ich mal so richtig schlechte Laune hatte. Richtig schlechte Laune ist bei mir selten und es geht jetzt auch gar nicht darum, dass ich nicht laufen kann. Ich ärgere mich und weiß nicht, über was ich mich mehr ärgern soll. Über mich, dass ich zur Therapie gegangen bin und zugelassen hab, dass an der Leiste gearbeitet wird? Über den Therapeuten, der es ausgelöst hat? Über den Arzt, der mich damals operiert hat und gesagt hat, ich werde damit nie mehr Probleme haben? Das frustriert mich wirklich. Meine OPs der letzten Jahre hab ich immer ziemlich gelassen genommen - unter dem Motto "Wird schon gutgehen." rein in den OP-Saal, raus, genesen - gut ist. Selbst die Schilddrüsen-OP, wo vieler meiner LeidensgenossInnen große Angst vor haben, hab ich recht gelassen genommen. Nun.. die Erfahrung hat gezeigt, dass OPs schief gehen können und dass ich jetzt wieder unters Messer muss (wenn sich das bestätigt), das ärgert mich einfach. Besser wird es doch nicht bei einer zweiten OP. Dienstag hab ich den Arzttermin und dann werden wir weiter sehen.

Um hier im Aufregemodus zu bleiben, rege ich mich auf, dass sich in unserem Ort eine Initiative gebildet hatte, die ein Bürgerzentrum errichten wollte. Es gab Leute, die die dafür geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung stellen wollten, schlaue Köpfe, die Fördergelder locker gemacht hatten und eine Gruppe an Menschen, die mit viel Herzblut und auch dem nötigen Verstand dies umsetzen wollten. Nachdem alle Gelder grundsätzlich genehmigt waren, hat die Stadtverwaltung nun zum Abgabetermin nicht alle Planungsunterlagen fertig gehabt. Die erste schlechte Nachricht war, dass dadurch das Projekt um fast 1 Jahr verzögert wird. In der Konsequenz aber haben die Eigentümer der Immobilie nun ihre Beteiligung am Projekt zurückgezogen (was ich durchaus nachvollziehen kann). Damit ist das Projekt gestorben und unser Ort, der ein Begegnungszentrum für Jung und Alt wirklich nötig hätte, ist darum bestohlen worden. Es ist für mich nicht begreiflich, dass die ehrenamtliche Initiative von Bürgern so zerschmettert wird. Sooo muss ich mich aufregen.

Da aber Aufregen ein schlechtes Karma mit sich bringt und überhaupt keinen Spaß macht, hab ich Kuchen gebacken... der ist dann mal gelungen und mehr dazu kann man hier lesen. Ich will mich jetzt nicht über die Tötung von Küken aufregen.

Schluss aber jetzt mit diesen negativen Gedanken. Ich werde mir gleich meine Stöcke schnappe und ein wenig durch die Landschaft walken. Vielleicht nehm ich mir das Rädchen auch noch an die Hand. Bewegung geht ja irgendwie immer.

Und zum Abschluss der ultimative Aufreger, den sicher die meisten seit vielen Jahren kennen.. 200 Puls

Samstag, 14. Februar 2015

~ Da braucht man schon ne gewisse Kondition... ~

... wenn man Karneval feiern will.

Und das will ich jedes Jahr - nicht so wie früher alle Tage durch. Aber Donnerstag und Freitag sind Pflicht und ich liebe alles daran

Muffins passend zum Kostüm
  • die Vorbereitung mit "Mett" und "Eiersalat", "Frikadellen" und Gebäck sowie Suppe für den Tag danach
  • die Kostümfinderei
  • die schon traditionelle Party in Köln mit mittlerweile vielen lieben Gesichtern, die man jedes Jahr trifft
  • die Hektik, wenn wir wieder nicht pünktlich fertig geschminkt sind
  • das Sichern des richtigen Tisches, um das Fässchen zu platzieren
  • das Tohuwabohu, das in unserer Wohnung herrscht, die sonst immer recht ordentlich daher kommt
  • das Kontrollieren nachts, ob auch alle daheim angekommen sind und auf ihren Plätzen liegen
  • das Frühstück am nächsten Morgen und das Revue passieren lassen, was man am Abend vorher erlebt hat
  • die mittagliche Suppe mit dem ersten Kölsch anbei
  • das erneute Fertigmachen, um den Zug zu schauen
  • die Beute den Kindern in die Taschen stecken
  • das Kölsch mit den Nachbarn und Freunden am Zugweg
  • das Aufwärmen und den Kaffee danach, um sich dann wieder zum Feiern aufzumachen
  • das Tanzen, bis man dann erschöpft den Heimweg antritt
  • das Brötchen mit "Mett" vor dem Zubettgehen 
  • das erneute Frühstück am nächsten Tag ... s.v.
  • das Durchfegen, um die Wohnung wieder in den Ursprungszustand zu bekommen
So ziehen wir los in diesem Jahr - einen Namen gibst für das Kostüm nicht - inspiriert war ich eigentlich durch die Backerei und im Ursprungsgedanken war das auch Thema im Kostüm - auf den Röcken sollten Keksausstechförmchen sein - und es sollten sowas wie Punkrockkecksbackmädchen werden - ok, das kommt nicht ganz rüber aber wir haben uns wohlgefühlt. Das Kostüm für Weiberdonnerstag muss immer folgende Prämisse haben: Luftig (es ist immer warm auf der Party), tauglich für derbe Schuhe (sonst aua Füße) und möglichst nichts auf dem Kopf (sonst Kopfschmerzen). Hat geklappt.

Am nächsten Morgen mit viel zu wenig Schlaf und einem Kölsch zu viel, hab ich mir dann meinen Patenhund geschnappt und bin 3km durch die kalte Morgenluft gegangen. Schön wars.



Danach war ich wieder fit fürs Frühstück und den nächste "Feiertag". Bei uns am Haus geht der Zug in unserem Ort fast direkt vorbei. Hier treffen wir Nachbarn und Freunde, sammeln fleissig für die Kids die Süssigkeiten, um die möglichst bei irgendwelchen Großeltern abzugeben und dann wieder nach Stärkung zum Feiern aufzubrechen.

So war das mal wieder in diesem Jahr. Jetzt sind alle weg, die Waschmaschine läuft und läuft und ich werde heute wohl früh in die Federn sinken.

Schön wars... auch wenn das viele meiner Leser mangels Rheinlandgen wohl nicht verstehen können... wobei ich immer Begleitung aus Hamburg hab, die Hamburger können das mit dem Feiern auch gut.

Morgen früh gibts nen Testlauf von 3-5 Kilometern. Ihr dürft Däumchen drücken.