Montag, 1. September 2014

~ Festgemauert in der Erden.. ~

.. steht die Form, aus Lehm gebrannt!

Oder.. was Laufschuhe so ausmachen:

Der Dealer hatte mir bei meinem Besuch ein paar Hoka-ähnliche Laufschuhe zum Test mitgegeben. Ich werde hier Namen der Firma nicht nennen, da es zum einen kein vom Dealer arrangierter Test ist und zum anderen diese Laufschuhe wohl auch nicht in die Produktion kommen.

Heute Abend ist es so weit und schon nach 200m merke ich... DAS ist aber mal anders. Ich hab den Eindruck, die Schuhe kleben mich am Boden fest. Nichts von der Leichtigkeit der Hokas, nichts von dem Gefühl des Fliegens... alles anders.

Ich ziehe die 7km durch aber sie fallen mir schwer. Meine Knie kommen aneinander, was normalerweise nicht der Fall ist. Die ganze Statik ist anders. Meine Schwachstelle, die Achilles-Sehne, ist aber ruhig. Da dies nun kein Testfall ist, muss ich da jetzt auch nicht näher drauf eingehen aber... boah, war datt anstrengend.

HOCH LEBEN DIE HOKAS!!! Aber sowas von.

Allerdings - und das war so gar nicht mein Plan, will ich die Schuhe doch zum Dealer zurücksenden - war der Regen der letzten Tage wohl doch zu viel und ich versinke schuhtief im Matschwasser. Dass unser Heimweg (s. letzter Post) aufgebaggert ist, hatten wir auch verdrängt.

Und so waren unsere neuen Laufschühchen nass und matschig und ich durfte die Schrubbelbürste schwingen und hoffe, sie sind morgen wieder sauber und trocken.

Aber Dank an den Dealer fürs Vertrauen und das Probieren dürfen.

Jetzt fällt mir der Abschied von den ansonsten sehr hübschen Schuhen leichter, ich könnt sie auf Dauer eh nicht laufen.


Samstag, 30. August 2014

~ Frösche, Laufen und Kölsch ~

Was haben die 3 Dinge miteinander zu tun.

Ich kleide mich in grün-gelb - die neuen Hokas ebenfalls farbig inkl. Socken in schönem strahlenden Grün. Ich steige die Treppe herab, treffe meinen Laufkumpel und muss die Augen schließen, so grün strahlen neues Laufshirt und Schnürsenkel.

Macht uns das schneller? Nein! Macht uns das glücklicher? Ja, unbedingt. So machen wir zwei Frösche uns auf den Weg auf die Wochenendrunde. 14km peilen wir an und diesmal hab ich die Strecke nicht so genau aufm Schirm. Das zweite mal in einer Woche, ich werde schlampig.



Die Strecke hätte schön in die ugly destinations gehört aber die hab ich mal ausselektiert und (fast) nur die schönen Dinge festgehalten, wie dieses kurze Waldstück an der Wupper, schon oft von mir fotografiert.



7km sind rum, jetzt müssen wir langsam den Weg zurück finden... hier führt aber kein Weg links ab. Kurz vor dem Burger King, dessen Rest wir noch in der Natur finden, können wir grob Richtung Heimat den Weg einschlagen. Mein Laufkumpel schreit nach Wasser und wir überlegen, was wir für 3 Euro bei BurgerKing bekommen, wir wissen nicht genau, ob wir noch 7, 8 oder 10km laufen müssen - 3 Euro hab ich in der Tasche aber die geben wir Gott sei Dank an der Stelle nicht aus.


Denn im Nachbarort ist Bürgerfest und während die Jugendlichen des örtlichen Judoclubs ihre Künste zum Besten geben, haben wir nur Augen für den Getränkewagen. Jetzt ein Kölsch... ein Kölsch während des Laufs? Das geht doch nicht. Doch... das geht. Geht? Ja geht... so ungefähr der Dialog und die kleine Hürde des Bon-Kaufens noch hinter uns bringend, erstehen wir für meine 3 Euro 2 Kölsch und 1 Wasser. Zack... runtergekippt und weitergelaufen. Geht? Ja, geht tatsächlich.


Auf den letzten 2km noch unseren Badesee mal außerhalb der Morgenstimmung mitnehmen...


.. um zu erkennen, dass sie unseren Heimweg gerade umgegraben haben - laufen wir halt übers Feld.


Es sind tatsächlich genau 14km geworden und nun bin ich für den Abend (da gibts schon wieder Kölsch) gut eingestimmt.

Mittwoch, 27. August 2014

~ Ins Wasser gefallen und von der Sonne geküsst ~

Eigentlich (mein Vertrieblerinnenlieblingswort) wollten wir ja gestern direkt nach der Arbeit angesichts des nahenden Staffel-Marathons mal mit Kollegen gemeinsam laufen und eigentlich sollte das Meeting nur bis 17.00 Uhr dauern. Als es schlussendlich um 18.00 Uhr zu Ende war, lief nix mehr - zumindest kein Kollege mehr.

Gut, uns blieb die Rege-Dusche erspart, was mir aber ja nun nicht wirklich was ausgemacht hätte - aber so ist es eben ins Wasser gefallen ohne, dass wir nass geworden sind.

Da nun die Laufklamotten schon mal im Auto waren und es morgens so unpraktisch dunkel ist, sollte es dann heute nach der Arbeit noch mal eine Runde im benachbarten Neanderthal sein.

Alles ungeplant, hatte ich mir auch keine Strecke zurechtgelegt - zwar bin ich hier schon 2-3 mal gelaufen aber von Auskennen kann keine Rede sein. So unvorbereitet laufe ich erstmal hiervor. Ja... der Pfingststurm hat wirklich ganze Arbeit geleistet. Mal wieder kann ich mir die Ergebnisse auf der kompletten Tour anschauen.


Aber erstmal die kleine Hürde umlaufen, um dann diverse Kunstwerke im Wald betrachten zu dürfen - ich mag sowas ja. Kunst und Natur..




Das Profil wellt so vor sich hin und Frau Blumenmond keucht - aber schön das, so hoch und runter.

Mal wieder unten angekommen, gabs diesen hübschen Teich - bestimmt schon mal von mir fotografiert.


Nach 3,5 km komme ich sowohl an Blumen als auch an der Winkelsmühle an, um mit einem Gruß an die Blumenmädels da draußen ein Selfie zu schießen. Ja.. wo schaut man bei einem Selfie so hin, ich bin keine gute Selfieistin!


Und die Mühle dann auch mal ohne Selfie in ganzer Pracht.


Ab hier kenn ich keinen Rundweg und irre und wirre mich durch den Wald einen Fahrweg hinauf. Das Schild weist mir den Weg, denn dort vor der Tür des Museums steht man vierrädriges Fortbewegungsmittel und begann die Runde.


Blöd ist, dass es hier aus dem Wald geht und ich eine Weile an der Bahnstrecke langlaufen muss (vorheriges Aufladen von schönen Strecken hat Vorteile).


Aber als ich dann rasant nach rechts abbiege, bietet sich wieder dieses Panorama und "hoch" vom Berg gehts mit fliegenden Hokas runter.


Und schupps, ist die Strecke vorbei. Blöd irgendwie, 1-2 Kilometer wären noch gegangen aber ne Extrarunde wollt ich jetzt auch nicht mehr laufen.

Der gute Kerl hier begrüßt mich in der Abendsonne. Vielleicht sehen wir uns ja noch mal wieder, bevor der Herbst auch das Abendlicht für Läufe verschluckt.


7,5km wunderhübsche Kilometer. Da schon Mittwoch und das der erste Lauf war, wird wohl so viel nicht mehr kommen, fürchte ich.