Samstag, 23. Mai 2015

~ Kölnpfad ~

Als vor Jahren der Kölnpfad als Wanderweg rund um Köln eröffnet wurde, gabs den Plan, den mal komplett abzulaufen. Natürlich nicht am Stück sondern in Etappen.

Der Ultralauf "Kölnpfad" ist in Vorbereitung und ich beobachte das Treiben mit Interesse. Der Lauf geht fast an meiner Haustür vorbei und vielleicht bin ich ja mit einem privaten Versorgungsstand an der Strecke - aber das entscheid ich kurz vorher.

Als ich letzte Woche meine Wanderung angegangen bin, ging ein Teil über den Kölnpfad und mir kam das Vorhaben in Erinnerung. Kann ich doch jetzt mal machen, wenn ich eh nicht laufen kann.

Aber erstmal die 5 Tage Messe hinter mich bringen. Stimme: Geht so: Füße: Aua, Rücken: Keine Veränderung.

Heute früh dann das Auto am Endpunkt der Etappe 6 abgestellt und mit der Bahn nach Köln-Mülheim gefahren. Nur eine kurze Strecke durch die Straßen von Mülheim. Um kurz nach 8.00 Uhr noch nicht viel los aber am Kiosk schon reges Treiben.


Dann bin ich schon am Rhein und muss nur diesen Zeichen folgen. Vorab gesagt - die Ausschilderung des Weges ist perfekt, gefühlt alle 2m finden sich die Kölnpfad Zeichen, Verlaufen ausgeschlossen. Zur Sicherheit hat mein Garmin aber noch die Strecke mit.


Das Frühstück wird im Gehen eingenommen. Kann ja nicht direkt Rast machen aber der Hunger ist da, 1. Frühstück.


Ich enttferne mich von Köln Richtung Norden, die Mülheimer Brücke entfernt sich - ganz gut soweit. Schließlich schlummert da eine 20 Zentner-Bombe, die gerade gefunden wurde. Mittwoch dürfen 20.000 Menschen evakuiert werden, was für eine Leistung wird das sein. Den Zoo werden sie wohl nicht evakuieren - es ist zu hoffen, dass alles gut geht.


Ich komme vorbei am Schlosspark Flittard. Ein echtes Idyll an der Großstadt - Kunstwerke überall im Park - die Vögel zwitscher, Eichhörnchen huschen hin und her. Morgens um die Zeit so schön, nur die Sonne bleibt noch aus.









Irgendwann verlässt der Kölnpfad den Rhein, von weitem ist Musik zu hören. Was magst sein? Ein Beachvolley-Ball-Turnier. Wenn ich sehe, dass die Spieler um die Zeit schon mit Kölsch frühstücken, dann wird es wohl nicht ganz so ernst genommen.


Die Strecke auf Etappe 6 ist phasenweise wirklich idyllisch.. aber die Nähe zur Bayer-Chemie ist immer wieder sichtbar.


Tieffliegende Bälle hab ich nicht gesehen.


Dafür aber fliegende Würmer.


Pusteblume an Baggersee.


Schnecke an Pusteblume.


Und nach schönen 14 Kilometern bin ich wieder am Auto. Wandern im Bergischen ist sicherlich idyllischer aber ich glaube, ich lauf den Pfad einfach mal Stück für Stück ab. In jedem Falle hab ich Bereiche meiner Heimat gesehen, die ich noch nicht kannte.

Das Wochenende hat gerade begonnen und ich hab schon so viel gesehen... und es wird noch mehr, das weiß ich... mehr dazu dann später.

Dienstag, 19. Mai 2015

~ Rhabarber-Baiser ~

Ich finds immer mal wieder schön, wenn sich Dinge im Leben verändern. So verhält es sich auch mit Frau Blumenmond und der Backerei... ich hab nun immer die Meinung vertreten, dass Backen nichts so richtig für mich ist... Hefeteig war früher etwas, das für mich gleichermaßen schwer erschien, wie das Besteigen eines 8000ers... ohne Sauerstoffmaske geht da gar nichts.

Und nun - die fleissigen Leser können es verfolgen - backe ich fast jedes Wochenende. Vor Jahren war ich mal im Brotbackfieber und habe gesauerteigt und freigeschoben und gewirkt.. und weiß, was diese Begriffe bedeuten und wie es geht. Hefeteig mach ich heute so zwischen Zähne putzen und Bügelwäsche.

Aber Torten sind immer noch eine Herausforderung aber ich gewinne an Erfahrung.

Und wenn es dann eine positive Resonanz gibt, dann freue ich mich natürlich sehr. Und da ich um das Rezept des am letzten Wochenende im Laleli gebackenen Rhabarber-Baiser gebeten wurde, wird das hier festgehalten, wobei ich am Rezept noch feilen werde - aber dazu später:

150g Mehl
3/4 Vanilleschote
75 g Rohrzucker
1 P. Backpulver
2 TL Lupinenmehl
225 ml Sojamilch
40g Margarine
2 TL Zitronensaft

1 Pk. Vanillepudding
500g Rhabarber
4 EL Zucker

4 x MyEy-Eiweiß
100g Zucker
4 EL Mandeln

1 Packung Soyatoo Sahne
1 Päckchen Vanille Zucker
1 Päckchen Sahnesteif

Mehl, ausgekratzter Vanille aus der Vanilleschote, Zucker, Backpulver und Lupinenmehl mischen und mit leicht angeschmolzender Margarine, Sojamilch und Zitronensaft zu einem glatten Teig verrühren.

MyEy-Eweiß nach Anleitung mit Wasser mischen und aufschlagen und mit dem Zucker (am besten zu Puder zerkleinert) so lange aufschlagen, bis die Masse leicht steif wird.

Eine Hälfte des Teiges in eine gefettete Backform geben und mit der Hälfte des "Ei"schnees verzieren und 2 EL Mandeln drüber streuen. Bei 180° Ober- und Unterhitze im Backofen 40 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Dann die zweite Hälfte des Bodens mit Baiser fertigen. Auskühlen lassen.

Zwischenzeitlich den Rhabarber waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden. Mit 4 EL Zucker und 100ml Wasser zum Kochen bringen und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Das Puddingpulver mit 6 EL Wasser anrühren und unter den Rhabarber geben, noch mal 1 Minute köcheln und abkühlen lassen.

Sahne mit Vanille-Zucker und Sahnsteif aufschlagen.

Dann die Torte zusammen stellen. 1. Boden mit einem Tortenring umrunden und die Rhabarber-Masse auffüllen. Dann die Sahne oben drauf packen. Den 2. Tortenboden vorab schon in 12 Stücke schneiden und das oben auf die Torte legen (hilft später beim Schneiden).

Nun mind. 1 Stunde kühl stellen - am besten aber über Nacht, so dass die Torte durchziehen kann.

Ich bin selbst noch nicht ganz zufrieden, da die Böden aufgrund der Baiser-Masse nicht richtig aufgehen. Ich bleibe dabei, noch zu experimentieren.

Montag, 18. Mai 2015

~ Weil alles anders kam... ~

... als ich das geplant hatte, gibts das Foto vom Hund. Einmal lässig auffer Couch...


Und einmal Hund an Butterblume.


Zumindest gabs einen kurzer Spaziergang mit dem Kerl. Da meine Mutter fußlahm ist, konnten wir meinen Besuch nicht für eine Walkingrunde nutzen und fürs Rad war das Wetter auch zu schlecht. Aber wenn mein Patenhund zu Gast ist, zumindest einmal durchs Feld in der Heimat.


Zumindest ist mir der Rhabarber-Baiser gelungen, die kleine Variante gabs gemeinsam mit den Eltern, die große im Laleli.

 
Meine geplante Wanderroute Sonntag früh fiel dann dem hier zum Opfer:


Nein, das sind keine Renovierungsarbeiten sondern Messeaufbau. Aber zumindest blieb noch Zeit, um mit meinem Besten bei Mischwetter mal kurz die Beine in der Altstadt zu vertreten und am Eigelstein beim Lieblingsitaliener ne Pizza zu essen.

Jetzt gehts ab - 5 Tage Messe. Da ich ja keine Videos poste, werdet Ihr den garantiert einsetzenden Verfall meiner Stimme nicht mitbekommen... aber ich verabschiede mich schon mal vorsorglich für irgendwelche Posts oder Kommentare und begebe mich jetzt ins Messe-Zeit-Wurm-Loch.

Es war schön mit Euch. :-)