Mittwoch, 31. Mai 2006

Da läuft nix außer Tränen!

Eine liebe Freundin von mir sagt das immer, wenn sie (zu Recht) wieder der Meinung ist, auf einen bösen Fall von Servicewüste gestoßen zu sein, wir beide können uns darüber stundenlang ergötzen und sind selbstverständlich davon überzeugt, dass wir die Göttinnen des Service und der Kundenorientierung sind.

Dieses "Da läuft nix außer Tränen" kam mir heute morgen in den Sinn, als ich mich auf meine Walkingrunde machte. Laufen tu ich nicht aber die Tränen flossen, und zwar aufgrund der Kälte. Als die ersten warmen Sonnenstrahlen rauskamen, konnte ich mir einfach nicht mehr vorstellen, dass es in diesem Jahr nochmal ernsthaft kalt werden kann. Denkste - meine warmen Laufsachen sind schon in Umzugskartons verstaut und dabei hätt ich mein Fliesjäckchen mit Handschuhen heute gut gebrauchen können. Ich brauch mit dem Walken dann doch etwas länger, um warm zu werden. Bin 7 km gewalkt und geschätzt die letzten 500m gelaufen, was mir heute etwas schwer viel - die Beine waren schwer.

Dass ich noch kein richtiger Walker bin, merkte ich daran, dass ich nach 15 Min. schon umkehren wollte, das kenn ich vom Laufen so nicht. Mal schauen, ob sich das noch ändert. Selbstverständlich hab ich diesem Impuls nicht nachgegeben. Bin heute mal mit den Hass-Einlagen gewalkt und sie haben keinen schlimmeren Schaden angerichet (außer einer Blase an der Ferse) - wollte mal schauen, was passiert und meinen Schienbeinen was Gutes tun.

Ansonsten ist meine Jammerphase vorbei - wie hat Niedecken mir heute morgen ins Ohr getrötet "Alles wird juht".

Sonntag, 28. Mai 2006

der grund war nicht die ursache sondern der auslöser

Unter diesem philosophisch hochwertigen ausgesprochenen Gedankengang unseres Kaisers Franz Beckenbauer steht meine Mutation vom Läufer zum Walker. Seit nunmehr 5 Wochen ist das Laufen wg. Knieschmerzen eingestellt worden. Ich bin dann anfangs ein paar mal gewalkt, hab wg. Wanderurlaub pausiert und ab jetzt startet meine ganz große Walker-Karriere.

Letzten Donnerstag hab ich mich also wieder in die Schuhe gesteckt und die Hälfte meines 6km-Kurses heulend vor lauter Selbstmitleid verbracht (nachdem die Orthopädin mittwochs aufgrund eines Knorpelschadens in meinem Knie mit ohoh-Lauten und Kopfschütteln den Tag versaut hatte). Naja, nix tun geht auch nicht, also walken - sehr zum Entsetzen überholte mich dann auf diesem Kurs eine Walkerin und ich konnte nicht Schritt halten. Hah, da haben wir es, mein neues Ziel: Ich will NICHT von anderen Walkern überholt werden!!!

Heute also um 7.00 Uhr auf wieder auf die Piste - blöde Strategie, um diese Zeit sind so gut wie überhaupt keine Walker unterwegs - also kaum Vergleichsmöglichkeiten.

Ich fange an, mir Gedanken zu machen, wo genau der Unterschied zwischen Walken und Laufen liegt, folgende Resultate:
  • Beim Walken werde ich nicht durch meine Konditionen sondern durch meine körperlichen Fähigkeiten begrenzt - das ist ausbaufähig (schnellere Schritte, länger geht auf jeden Fall nicht).
  • Beim Walken wandert der Schmutz nicht nur auf die Waden sondern auch auf die Schienbeine.
  • Beim Walken wird die Pomuskulatur mehr beansprucht, was möglicherweise zu einer Straffung führen könnte (frau gibt die Hoffnung ja nie auf) aber auch ganz gut am ISG zerrt.
  • Ich kann auch Walken ohne zu weinen.
  • Beim Walken bin ich einfach nicht so angenehm erschöpft, wie beim Laufen.
So vor mich hinphilosophierend vergaß ich nach sogar, dass ich nicht laufe und verpasse zum Schluß fast meinen Belohnungs-Bonus (die letzten 200m zu laufen).

Da ich meine Knie immer noch spüre, gehe ich mal von einer längeren Walkingphase aus. In 2 Wochen gibt es Kernspin und dann werd ich wohl erfahren, wie es generell mit der Lauferei aussieht.

Heute also 7,2 km mit einem 8er Schnitt - ich bin also nicht langsamer als bei meinen langsamen Läufen.

Der Grund war also nicht die Ursache sondern der Auslöser - logisch oder?

Donnerstag, 25. Mai 2006

Traum und Wirklichkeit

Träume - ich bin ein ziemlich kopfgesteuerter Mensch und glaube, fest mit beiden Beinen auf dem Boden zu stehen.

Es gibt aber einen Traum, dessen Verwirklichung entweder nur mit großen Schmerzen oder mit einem Lottogewinn zu erreichen ist. Die großen Schmerzen möcht ich nicht ertragen, dafür geht es mir in meinem jetzigen Leben zu gut. Der Lottogewinn müßt es also sein: Dann werd ich auf Vancouver Island, mit Blick auf den Pazifik, ein nettes Häuschen haben und Bed and Breakfast anbieten.

Der Blick aus meinen Wohnzimmer ist dann dieser:


Laufen geh ich dann hier:




Tja und die Wirklichkeit? Eigentumswohnung in Hitdorf! Aber auch schön.

Sollte aber mein Traum mal in Erfüllung gehen - Ihr seid herzlich eingeladen, mich auf Vancouver Island zu besuchen.

Und nun?

Da sitz ich hier am Feiertag an meinem Rechner und eröffnet hier einfach so unüberlegt meinen Blog. Es wird sicherlich eine Sammlung unterschiedlicher Themen werden. Ein bißchen übers Laufen, ein wenig zum Nestbau und andere wirre Gedanken, die sich durch mein Gehirn begeben.