Donnerstag, 31. August 2006

Therapeutisches Laufen!

Es gibt so Tage, die sind einfach nur "komisch".

Wie schon angekündigt, packt mich gerade die Arbeitswut. Unaufhaltsam rückt aber auch der Umzug und damit zu treffende Entscheidungen an, was mich zur Zeit öfter als ich eigentlich arbeitsmässig kann, zur Baustelle düsen läßt.

Heut morgen fang ich gaaaanz früh von zu Hause mit der Arbeit an (Internet sei Dank), da ich um 8.30 Uhr nen Physio-Termin hab und vorher schon was wegschaffen wollte.

Bei dem Physio bzw. seiner Kollegin lieg ich dann und laß mir die Schienbeine zerquetschen. Hatte ich doch gedacht, die Dinger seien fast total ok, lag ich mit dieser Vermutung sehr falsch. Mit viel Engagement konnte ich mir ne Frustträne aus dem Augenwinkel wischen, da die Erkenntnis, dass der Schrott immer noch nicht aus den Knochen ist, mich ziemlich unerwartet traf - ok, ich hab was gespürt, aber dass es noch soooo weh tut, wenn man die richtigen Stellen trifft:-(

Hin zur Arbeit. 4 Stunden Lieferantentermin mit Ergebnis weniger als Null. Keine Zeit für ne kurze Pause und ein einigermaßen ruhiges Essen und eigentlich hätt ich dringend auf die Baustelle gemußt - ging aber halt nicht. Beim Biometzger vorbei, dort hatten sie meine Gemüsetüte vergessen zu bestellen. Dort wieder unverrichteter Dinge rausgeflogen, um pünktlich bei der Leuchtenhalle zu sein, um unsere am Wochenende erstandenen Schätze zu holen (die Leuchtenhalle hatte heute ihren letzten Tag vor Schließung, ich war dann 20 Minuten vorher da).

Zu Hause erwartet mich ein ziemlich interessanter Anruf einer zukünftigen Nachbarin, die ähnlich "nette" Erfahrungen mit unserem Bauträger gemacht haben. Interessantes aber anstrengendes Telefonat.

So aufgewühlt vom Tag schmeiß ich mich in meine Laufklamotten. Mir war schon klar, dass das heute nichts mit Walken gibt. Ich lauf die 5km um den See, es ging nicht anders. Wenn ich jetzt nicht gelaufen wär, wär mir anhand des heuten Tages und der letzten Wochen wahrscheinlich der Kopf geplatzt.

Jetzt gehts wieder gut. Die Beine tun nicht mehr und nicht weniger weh und überhaupt und der Kopf ist wieder klarer. Ihr könnt jetzt alle mit mir schimpfen, aber ich werds beim nächsten mal wahrscheinlich wieder tun.

Ich verabschiede mich vom komischen Tag. Er war nicht wirklich schlimm - nur komisch!

Sonntag, 27. August 2006

Verkabelt!

Ich möchte Geld zurück - und zwar von der gesamten Elektro(nik)Industrie.

Warum? Die nehmen mir meinen gesamten Platz weg.

Zugegeben, ich mag den ganzen technischen SchnickSchnack ja. Ich hab nen Handheld (mit entsprechender Ladestation dazu). Ich verfüge selbstverständlich über ein Mobiltelefon (mit entsprechendem Ladekabel) mit BlueTooth-Headset (das braucht ein Ladekabel). Ich nenne eine DigiCam mein eigen (mit Ladekabel und Übertragungskabel). Auf Reisen hab ich nen ganz kleinen schnuckligen Sony-Laptop (mit entsprechendem Netzkabel) dabei. Darf ich noch erwähnen, dass Frank ebenfalls eine Digitalkamera und 2 Mobiltelefone besitzt. Wir haben natürlich ein schnurloses Telefon zu Hause (mit entsprechender Ladestation).

Wenn ich zu Hause die Schublade öffne, in denen wir die Ladekabel aufbewahren, muss ich erstmal ne halbe Stunde alle Anschlußstecker prüfen, welcher denn jetzt genau für mein Gerät das richtige ist. Ich werde mir für die neue Wohnung wohl ein ausgetüffteltes Schubladensystem mit schnellem Direktgriff zum richtigen Gerät ausdenken.

Wenn ich im Außendienst unterwegs bin, dann benötigt mein Elektronikequipment über 50 % meines Raumes im Fahrzeug. Gott sei Dank ist das Navi fest eingebaut, sonst müßt ich das auch noch mit Ladegerät mit ins Hotelzimmer schleppen.

Letzte Woche mußte ich die Stehlampe im Hotelzimmer aus der Steckdose ausrupfen, weil ansonsten die Steckdosenkapazitäten für meine Ladegeräte nicht ausgereicht hätten.

Ich protestiere hiermit für einheitliche Lade- und Übertragungsgeräte. Sollen die sich doch ihr Geld an anderen Sachen verdienen, ansonsten verlange ich demnächst Miete von Sony für alle Ladekabel in meinem Haushalt. Wär doch ne Idee, oder?

Samstag, 26. August 2006

DunkelBar

Felice hieß unser Kellner, der Mensch, der unser wichtigster Ansprechpartner für die nächsten Stunden ist.

Er leitet uns in die Schleuse und spricht erstmal mit uns - Beziehungsebene aufbauen nennt sich das wohl - um uns dann hintereinander, jeweils Hand auf die Schulter der Vorderfrau, in die DunkelBar zu führen. Essen hatten wir bereits vorher ausgesucht, das erste Getränk auch.

Es dauert eine Weile, bis Felice uns alle auf den Stühlen platziert hat. Dass er dabei, wie er sich selbst ausdrückte, an Ruths "Hupen" gekommen ist und sich dafür entschuldigte, ist noch erwähnenswert. Wir erfühlen unser Besteck und haben auch schon schnell das erste Getränk. Felice führt unsere Hände bei jedem neuen Getränk zum Glas, um uns zu zeigen, wo er es abgestellt hat.

Wir finden uns deutlich besser zurecht, als es sich vermuten ließ. Wir reichten sogar unsere Suppen rund, um gegenseitig probieren zu können. Das Essen funktionierte auch hervorragend (mit Messer und Gabel), ohne, dass wir uns bekleckerten. Warum das letzte Stück Brot im Körbchen aufgeweicht war, werden wir aber wohl nie erfahren.

2 Dinge sind mir/uns aufgefallen.
  1. Man nimmt als Sehender Mensch in absoluter Dunkelheit geräuschmässig nur noch den nächsten Mikrokosmos um sich um wahr. Ein Gespräch mit allen 7 Frauen war unmöglich und wir gaben das schnell auf. Die Gesprächspartnerinnen teilten sich in die 4 Mädels rechts und 3 links am Tisch ein. Wir waren nicht in der Lage, weiter zu hören.

    Felice animierte auch immer wieder alle Gäste, doch etwas leiser zu reden. Es hat den Anschein, dass alle lauter reden als sonst.
  2. Das Essen, das schon recht teuer war, schmeckte ok aber nicht brillant. Vielleicht fehlte aber auch nur die Optik, um das dem "OK"-Essen ein "Super-Essen" zu machen. Einmal hatte ich ein Ei im Mund und dachte zuerst, das wäre Schinken. Lustig oder? Vielleicht weil Ei und Schinken oft miteinander kombiniert sind. Artischocke und Bohnen hab ich dagegen sofort identifiziert. Rindfleisch schmeckt auch nach Rindfleisch (Gott sei Dank).
Nach ca. 3 Stunden war unser Menü "durch" und wir waren alle zusammen sehr ungeduldig, wieder ans Licht zu kommen, um unseren Sehsinn in unser Erleben mit einfließen lassen zu können. Wieder ab in die Schleuse. Erst Augen schließen, damit wir uns langsam wieder ans Helle gewöhnen.

Es war ein interessanter Abend, aber einer, bei dem die Erfahrung auch einmal reicht. Ich bin sehr glücklich, über alle Sinne zu verfügen.

Sonntag, 20. August 2006

Nomen est Omen!

Die Gedanken liefen selbstsständig durch meinen Kopf, als ich Chantals Wohnwagen sah!

Der Wohnwagen von Chantal steht auf der Straße, die vom Autohof "Eifelhof" nach Hürth durchs Industriegebiet führt. Neben Chantal stehen dort noch Wohnwagen von Melanie, Nicole, Stella und Bambi. Obwohl auf dieser Straße nur ein paar wenige Großlager stehen, gehen dort interessanterweise viele Männer spazieren. Ich meine, ist ja klar. Spazieren geht man ja am besten dort, wo nichts los ist, um so richtig seine Gedanken fließen zu lassen.

Aber darauf wollte ich auch eigentlich gar nicht hinaus. Ich überlegte mir, wer und oder wie festgelegt wird, was der richtige Namen für eine Prostituierte ist. Was ist an den Namen Chantal oder Stella anders als an Erika oder Adelheid? Wer oder was sagt, warum was für wen der richtige Name ist?

Damals, als meine Schwester in den 80er Jahren einen Friseursalon eröffnete, saßen wir gemeinsam im Wohnzimmer und kritzelten auf große Zettel Namen, die uns richtig erschienen. Heute heißen Friseursalons ja eher "Haarig" oder "Matahaara" oder "Zuschnitt" oder irgendwie anders kunstvoll angehaucht. Damals in den 80igern entschieden wir uns für Inges Haarstübchen - was sich heute furchtbar anhört, in den 80igern aber an sich gut aufgehoben war.

Mittlerweile ist meine Schwester Dipl-Psychologin (nur konsequent, wenn man mal hört, was Friseure neben Haare schneiden sonst noch tun). Damit man in der Linie bleibt, sollte sie dann, wenn sie sich mal selbständig machen sollte, ihre Praxis Inges Hirnstübchen nennen, oder? Ich bin dafür.

Unentschieden!

Ich gehöre zu der Spezies der Schnellentscheider. Ob es Fliesen fürs neue Badzimmer sind, eine neue Ledercouch, das Essen im Restaurant, der neue Hosenanzug... was auch immer ich mir zulegen muß, ich kann mich extrem schnell entscheiden und das spiegelt einen Teil meines Charakters wieder. Das ist oft gut, oft auch nicht und schon gar nicht an den Tagen, an denen ich auf unentschiedene Menschen treffe.

So letztlich geschehen in der Bäckerei. Ich flitze in den Laden, weiß im Auto schon, dass es ein Kürbiskernbrötchen sein wird und könnte höchstens in meiner Geschwindigkeit gestoppt werden, wenn es heute keine Kürbiskernbrötchen gibt. Das würde mir dann aber auch nicht den Tag verderben, dann wird es halt ein Mehrkorn-/Fitness-/Müslibrötchen.

Ich hatte aber nicht mit ihr gerechnet. Ich hab bis heute noch keine Idee, ob sie eine Armee zu befüttern hatte oder ob es sich um einen Frauenkaffeetratsch handelt, der bestückt werden sollte - aber nach der Wichtigkeit der Auswahl der Kaffeeteilchen, die für den nächsten Tag bestellt werden sollten, bin ich mir fast sicher, dass sich Queen Elisabeth persönlich angesagt hatte.

Die Verkäuferinnen bei dem Bäcker meines Vertrauens bestechen durch extreme Kundenfreundlichkeit. Mit sehr viel Engagement gaben sie Empfehlungen aus. "Dann nehmen Sie doch noch Bergische Apfelschnitten dazu, die werden immer gerne gegessen." "Ach, ich weiß nicht, ich hab doch schon den gedeckten Apfelkuchen genommen, dann müsste ich von 3 auf 2 Stücken dort reduzieren". "Hier die Pflaumentaschen schmecken im Moment sehr gut, die Pflaumen sind sehr aromatisch". "Wenn ich aber 3 Stücke Pflaumentaschen nehme, dann sollte ich doch von Zitronenschnitten vielleicht noch ein Fünftel weniger nehmen, sonst fällt datt Lisbeth nachher wegen zu viel Kalorien untern Tisch". "Echt, noch Mohnkuchen? Wird der heute noch gegessen? Kirschen, sind die jetzt noch frisch? Erdbeeren? Die Zeit ist doch schon längst rum......."

Mittlerweile sind bereits 2 Verkäuferinnen damit beschäftigt, der guten Dame zu raten, wie sie ihre Kaffeetafel bestücken kann. Nicht unerwähnt lassen sollte man den Ehemann, der schon völlig apathisch unterm Tresen liegt und ich glaube, dass er seine Hände zum Gebet gefaltet hatte. Auf einmal gibt er sich einen Ruck, stellt sich kernzengerade auf, nimmt die Situation in die Hand und sagt nur kurz und knapp: "So, jetzt nimmst Du hiervon, davon und hiervon noch 3 Stücke und dann ist Schluß" - wild gestikulierend zeigt er so über das Kuchenbuffet.

Vor lauter Begeisterung falle ich vor ihm auf die Knie, bedanke mich, küsse kurz seine Füße, um dann mein Kürbiskernbrötchen in Empfang zu nehmen und mit einer halben Stunde Verspätung auf die Arbeit zu kommen.

Ich bin dafür, dass im Einzelhandel für Schnellentscheider 20 % günstigere Preise gelten!

Samstag, 19. August 2006

Andere Dörfer, andere Sitten!

Schützenfest! Einmal im Jahr im August findet das hier in Hürth statt. Dieses Wochenende ist es wieder so weit.

Im Rahmen des Schützenfestes wird ein sog. Volksschießen mittels Plakaten ausgerufen.

Vor 8 Jahren, als es uns hier hin verschlug, überlegten wir uns, dass es wohl richtig sei, sich am "Dorf"leben zu beteiligen, indem wir das Volkschießen ausüben, um uns damit den richtigen Platz in der Gesellschaft zu sichern. In Ermangelung an Schußwaffen in unserem Haushalt haben wir das bis heute noch nicht getan aber auch keine anderen Mitbürger dabei "erwischt". Eigentlich ist es ja auch verboten, auf das Volk zu schießen, wobei es halt ja so in jedem Dorf seine eigenen Sitten gibt.

In dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, wurden z.B. zum Mai alle unverheirateten Frauen versteigert und frau gehörte dann den ganzem Mai dem Kerl, der am meisten Geld für sie geboten hat. Außerdem wurde im Rahmen der Kirmes einem echten Hahn von einem Junggesellen, der die Augen verbunden hatte, der Kopf abgeschlagen - derjenige, der es schaffte, war Hahnenkönig und wurde Montag Abend auf dem Ball mit seiner Frau - Hahnenkönigin - gefeiert.

Nunja, in Hürth wird halt aufs Volk geschossen, wobei dieses Ritual anscheinend in den Jahren aus der Mode gekommen ist.

Mal schauen, was Hitdorf an Sitten so zu bieten hat!

Unsere kränkelnde Kleine!

Vor Jahren wurde ich durch eine glückliche Fügung ebenso glückliche Besitzerin eines sog. Kaffeevollautomaten. Wie wild wurde jeden Morgen Milch geschäumt und Kaffee gezapft, bis es der Kleinen offensichtlich zu viel wurde und sie mit großem Tamtam, Funkenschlag und extrem viel Qualm ins Nirvana verschwand. Sie wurde nicht auf dem großen Elektrofriedhof beerdigt, sondern über ein Aktionshaus an einen Wunderheiler verkauft, der sie wieder zum Leben erwecken wollte.

Jahre vergingen, in denen der morgendliche Kaffee mit überteuerten Pads und per Hand gequirlter Milch zubereitet wurde.

Dank irgendwelcher Punktekonten und der extrem Jobvielfahrerei seitens Frank sind wir nun wieder Eltern eines Kaffeevollautomaten. Allerdings hatten wir das Pech, dass die Kleine in der ersten Woche schon einen vorübergehenden Herzstillstand hatte. Sie wurde eingeschickt, wiederbelegt und uns wieder zugestellt.

Nun stehen wir jeden Morgen mit großen Augen vor ihr und beobachten jedes aufgeregte Blinken der einzelnen Lämpchen und hören genau hin, ob sie hustet, evtl. einen Schnupfen hat oder Kopfschmerzen bekommt. Wir geben ihr alle Pflege, die nur geht in der Hoffnung, dass sie nicht wieder zu schnell krank wird und uns lange mit frisch gemahlenen und gebrühtem Kaffee versorgt.

Ist schon aufregend mit Kindern!

Freitag, 18. August 2006

Die Geister die ich rief!

Denk ich mir doch so... "och... so 10 Stunden arbeiten am Tag ist nicht ok... hey Chef, wo haste noch mehr für mich? Ich tät da noch was nehmen!"

So was ähnliches hab ich gerade gemacht. Jetzt hab ich den Salat, aber ich habs ja so gewollt. Wenn Ihr also in nächster Zeit wenig von mir hört - ich bin im Nirvana der Arbeitswelt abgetaucht.

Aber macht Euch keine Sorgen, eigentlich freu ich mich drüber - Ziel erreicht. Wichtig ist, dass ich bald wieder laufen kann, um einen klaren Kopf zu behalten!

Merkt Ihr was? Ich will hier gerade geschickt ein bißchen angeben, das ich "befördert" wurde!

Sonntag, 13. August 2006

Firmen-Staffellauf oder "Die Berge auf der rechten Rheinseite"

Vorgeplänkel:

Irgendwann entdeckte ich bei Laufen-Aktuell die Ausschreibung zum 1. GAG Erlebnis-Halbmarathon Köln rechtsrheinisch. Nicht, dass ich so bescheuert wäre, zu glauben, mit meinen ständig wechselnden Beschwerden nochmal einen Halbmarathon beschreiten zu können (zumindest nicht in diesem Jahr). Aber es wurde ein Firmenstaffellauf ausgeschrieben - pro Staffel 4 Personen. Au ja - datt isset. Wozu hat man Intranet. Es meldeten sich auch eine ungenaue Anzahl Personen, die willens waren, da mitzumachen.

Die Zeit verging, meine Laufperformance verbesserte sich nicht nachhaltig und ich hatte die Staffel nur noch halb im Blick, bis Fabian mich daran erinnert. Kurz rundgefragt, wir bekamen 2 Staffeln auf die Reihe und angemeldet. Noch ein bißchen Hin- und Hertauscherei, weil sich dann doch wieder anders entschieden wurden. Spätestens in dem Moment, als ich kundtat, dass wir uns um 8.15 Uhr treffen, gab es noch den ein oder anderen Protest.

Da ich selbst in den letzten Wochen doch mehr walkender- als laufenderweise unterwegs war, gab es Freitag einen 5km Testlauf - 31 Minuten. Damit kann ich leben. Dass ein Testlauf 2 Tage vor dem tatsächlichen Wettkampf bescheuert ist, weiß ich auch. Aber Vernunft gepaart mit Laufen hat bei mir noch nie so wirklich gut funktioniert.

Erlebnis-Halbmarathon:

4.30 Uhr - in einem erneuten Anfall von seniler Bettflucht schmeiß ich mich aus den Federn an den Rechner. Es ist kein Regen angesagt - prima. Bei LA gibts auch nichts Neues. Kaffee gekocht, Frühstück gemacht und ich war schon 1 Stunde, bevor ich überhaupt los mußte, startbereit und tippte ungeduldig mit den Fingern auf dem Tisch rum. Juhu ein Wettkampf, boah watt freu ich mich.

7.50 Uhr - 25 Minuten vor der vereinbarten Zeit bin ich an der Startnummernausgabe - noch schnell die Staffetten abholen und schon treffe ich Jo! Zu vorgenommenen und tatsächlich erreichten Zeiten soll er selbst erzählen. Hammer, sag ich nur! Miatara begrüßt - schön Dich kennengelernt zu haben und Haidée69 wiedergetroffen - auch mit ehrgeizigem und letztendlich erreichtem bzw. unterbotenem Zeitziel.

8.00 Uhr - so langsam trudeln meine Staffeln ein. Wenige mit Wettkampferfahrung, teilweise sogar ohne Lauferfahrung - eingesprungen für Kollegen, die kurzfristig absagen mußten. Dass wir nicht auf Zeit, sondern aus Spaß laufen, war spätestens zu dem Zeitpunkt klar.

8.45 Uhr - Start - wir brüllen unsere ersten Staffelies über die Startlinie und machen uns alle auf an unsere Wechselpunkte. Hechta und ich starten ab KM 12 bis KM 17. Startpunkt ist mitten in der Botanik. Wir sind früh genug da, so dass wir die Spitze der Halbmarathonis sehen können. Mit uns fiebern noch ca. 8 weitere Staffel-Läufer mit. Wir haben keinen, aber auch überhaupt keinen Plan, wann unsere Staffelläufer kommen werden, da es keine repräsentativen Bestzeiten gibt.

Jo kommt extrem dynamisch ziemlich an der Spitze der Läufergruppe um die Ecke geschossen. So schnell, dass mein Foto unscharf geworden ist. Ich stell es trotzdem ein:



Während uns ein Spaziergänger quasi ungefragt die Laufqualitäten seiner Teppichratte - ähm tschuldigung des Yorkshire-Terriers - per 10 minütigem Vortrag auftischt, warten wir auf unsere Staffeln bzw. Miatara. Miatara kommt als erstes vorbei und später auch Fabian, der mir den silbernen, kühlen Stab übergibt.

So, jetzt jeht et loss! Mist, auf den ersten Metern merke ich schon, wie die Luft eng wird, dabei geht es bergab. Uih, das kann heiter werden. Die Strecke führt laut Plan immer an der Autobahn vorbei - na super. Es entpuppt sich aber als sehr hübsche Strecke durchs Grün und vorbei am ländlichen Köln. KM 1 - ich schaue auf die Uhr - 5.30 Minuten/KM. Boah Doppelmist, das ist zu schnell für mich, das schaff ich nie auf 5km. Meine letzte schnelle Einheit liegt mehr als 1 Jahr zurück, seitdem bin ich nur noch langsam durch die Gegend geschlichen.

KM 2 - wieder 5.30er Schnitt... uihh, ob das mal gut geht. Ungefähr bei KM 2,5 (oder 14,5) treff ich einen anderen Staffelteilnehmer, über dessen Straßen-Sneakers ich vorher schon gelästert hab, gehend wieder. Ich klopf ihm auf die Schulter und motivier ihn, mit mir weiterzulaufen, was auch ne Weile klappt.

Irritierend bemerkte ich, dass ich ständig von den Halbmarathonis überholt werde - kann doch nicht sein, oder? Die laufen 21,x km und ich nur 5 - boah watt bin ich ne Schnecke! Aber auch mit noch so viel Willen, es geht einfach nicht besser.

Irgendwann überschreiten wir die Ortsgrenze zu Merheim und ich denke - Dreifachmist, ich will eigentlich mehr heim als nach Mehrheim - aber hier hört ja keiner auf mich. Kurz vor KM 16 gibts ne Kurve und ich hör mich laut fluchen "oh scheiße" - schon wieder eine Brücke, schon wieder geht es aufwärts. So langsam verkrampft meine komplette Bauchmuskulatur. Aber nützt ja nichts, Jens wartet bei KM 17 auf mich, ich kann mich ja jetzt schlecht von der Autobahnbrücke schmeißen und aufgeben.

Ich näher mich KM 17 und hänge nur noch an dem Gedanken, dass es jetzt bald vorbei ist. Lt. Uhr dürften es nur noch 1-2 Minunten sein. Ich sehe von der Ferne das KM 17-Schild, was ich aber verdammt noch mal nicht sehe, ist der Wechselpunkt für die Staffel. Hey Leute, so war das nicht verabredet. Ihr habt mir versprochen, dass ich ab KM 17 den Stab und den Löffel abgeben darf. Das könnt Ihr nicht tun.

Drecksverdammter Mist - ich laufe weiter und suche und suche. Ich überlege, ob es erlaubt ist, den Staffelstab einem anderen Läufer in die Hand zu drücken und mich meinen Schmerzen zu ergeben. Wenn die den Wechselpunkt "aus Versehen" auf KM 18 gemacht haben, dann hab ich hier ein echtes Problem. 1000 Gedanken jagen mir durch die Birne, bis ich endlich das nächste hellblaue Poloshirt erspähe, die Staffette Jens in die Finger drücke und erstmal japsend meine Arme auf die Oberschenkel stemme. Ich vergeß natürlich, meine Uhr zu stoppen, was ich aber weiß, dass ich bei KM 17 28 Minuten auf der Uhr hatte - 28 Minunten also für 5km, eine Zeit, die mich überaus zufrieden stimmt, angesichts nicht vorhandenem Trainings.

Ich warte auf Hechta, die mindestens genausoviele Tode gestorben ist wie ich. Zusammen begeben wir uns zurück zum Start/Ziel und dürfen Jaqueline, die den letzten Staffelstab über die Ziellinie bringt, noch hineinjubeln. Ich weiß nur, dass eine Staffel unter und eine über 2.00 Stunden gelaufen ist - aber das ist auch völlig egal.

Fazit 1: Wir hatten mächtig viel Spaß. Wir wollen es nächstes Jahr wieder tun und dann aber mit Training - dass wär doch was!

Fazit 2: Autobahnbrücken oder andere Fußgängerüberführungen werden von mir zukünftig als Berge bezeichnet, denn so fühlen sie sich an, wenn man untrainiert ist.



Donnerstag, 10. August 2006

Erwartungen erfüllt!

Gestern war Robbie-Tag.

Rumms, Stau auf der Autobahn. Mist, warum bin ich auch schon wieder so spät vom Büro losgefahren. Also prima, einmal durch die Innenstadt. Gott sei Dank gibt es Mobiltelefone, um meine Mit-Groupies zu benachrichtigen, dass sie ihre Unterwäsche nochmal festzurren sollen, es wird ein paar Minuten später.

Regen setzt ein - egal. Kann meine Laune nicht trüben, wofür gibt es Regenkleidung. Außerdem hat das ja was von Woodstock - Konzert bei schönem Wetter kann ja jeder. Mit 15 Minunten Verspätung jagen 3 bald mittelalterliche Robbie-Groupies auf dem Rad durch den Grüngürgel, um sich schließlich nass aber guter Laune mit dem 4. Groupie zu treffen. Es dauert noch über 2 Stunden, bis Mr. Ego die Bühne betritt und wir testen verschiedene Stehplätze aus. Wir bleiben schön weit hinten - sehen kann man die Menschen auf der Bühne eh nur im Zentimeterformat. Wichtiger ist ein guter Blick zur Leinwand.


Wir trauen uns, das erste Bier zu trinken immer mit dem Hintergedanken, ob wir es schaffen, die Dixie-Toiletten zu meiden - das ist eine sportliche Herausforderung. Die 2. Vorgruppe fängt an (die erste haben wir verpaßt) und es singen sehr wohlbeleibte farbige Röhren in sehr engen Klamotten - geil das! Was für Stimmen, was für ne Show.

Wir trauen uns ans 2. Bier... ohhhh, ob das gut geht. Der Regen nieselt so vor sich hin und wir freuen uns weiter aufs Konzert.

Pünktlich 21.00 Uhr kommt er - er liefert 2 Stunden lang die Show, die wir erwartet haben. Trällert einen Hit nach dem anderen, spielt mit dem Publikum, versucht die Fußballeuphorie noch mal hochzuziehen und hält uns die ganze Zeit gut auf Trab. Unsere extra gebuchte Robbie-Group-Brüllerin - auch Hechta genannt - tut ihr Bestes, aber auf gefühlte 2km Entfernung hört er uns nicht und außerdem ist er in Düsseldorf im Hotel, wer will denn schon da hin. Die kleine Frau neben mir murmelt immer was von arschgeile Sau... würd ich ja nie sagen, konnt ich aber immer nur wieder nickend bestätigen.


Irgendwann zwischendurch trauen wir uns ans 3. Bier..... es drückt so langsam aber vielleicht halten wir durch.

23.00 Uhr Ende des Konzerts. Mit 80.000 Menschen watscheln wir wie Pinguine von der Wiese und sind sehr froh, dass wir mit dem Rad an all den Autos vorbeiradeln können. Im wahrsten Sinne des Wortes fahren wir im Blindflug durch den dunklen Grüngürtel, kurz von Hechta verabschiedet - jetzt keine weitere Zeit vertrödeln, die Naßzelle wartet.

Puh geschafft - irgendwann gegen 24.00 Uhr bin ich erleichtert zu Hause, hab keine Dixie-Toiletten gebraucht, einen super schönen Abend mit einem klasse Konzert erlebt. Gerne wieder - vielleicht buchen wir uns dann eine eigene Dixie-Toilette, nur für uns!

Sonntag, 6. August 2006

Große Dinge werfen... oder who the Hell is Tim Toupet!

Heute morgen blättere ich in meinem "Laufen in Köln"-Buch, um mir eine Walkingstrecke rauszusuchen. Da fällt mir ein, dass Dienstag und Mittwoch ein nicht ganz unbekannter englischer Künstler den Weg nach Köln findet und ich mal nachschauen könnte, wie weit er mit seinem Bühnenaufbau gekommen ist.

Also ab ins Auto und hin zum Grüngürtel, um meine 10km-Strecke etwas auszuweiten und die Jahnwiesen in Robbie-Williams-Vorbereitungseifer zu bewundern.

An der Ampel fällt mein Blick auf ein Plakat: 05.08. Beach-Party am Otto-Maigler-See - Stargast ist Tim Toupet. Ich komme ins Grübeln - wer oder was ist Tim Toupet, was darf ich mir darunter vorstellen?

Wenn ich Beach-Party am Otto-Maigler-See höre, seh ich Gruppen von Menschen vor meinen Augen, die zu lange unterm Bergheimtoaster waren, die weibliche Spezies ihre Fingernägel in Giselas Nagel-Design-Studio mit Straßsteinchen verziert hat, die Jungs ihre Muskeln in heimischen Fitness-Studios aufgepumpt haben. Am Eingang zur Beach-Party gibt man dann das bisschen Hirn, das unter der Sonnenbank noch nicht weggebrutzelt ist, ab, um Platz zu schaffen für den gesüssten schlechten Rotwein in Form von Sangria aus Plastikeimern mit langen Strohhalmen, damit es auch richtig scheppert. Und Tim Toupet ist der Stargast dieser Festivität - na das muss ja was Tolles sein. Da ich im Auto noch keinen Webzugang hab, mußte ich also mit diesen Gedanken erstmal klarkommen.

Am Grüngürtel angekommen wurd mir schnell bewußt, dass ich - für mich recht spät - um 10.00 Uhr in die absolute LäuferRushHour gekommen bin. Macht nix, iss ja Platz für alle da. Auf halber Strecke kommt mir ein Läufer entgegen, der seinen linken Arm komplett in einer Binde trägt - und dabei joggt... neee, ich bin ja schon bekloppt, aber was soll das denn werden, wenn es fertig ist? Hochgradige Rückenverspannungen? Viel Spaß!

Meine Grüngürtel-Schafe begrüssen mich, teilweise nakt und teilweise noch angezogen. Wer macht denn sowas? Entweder alle nakt oder alle mit Kleid - aber doch nicht so gemischt.

Nach ungefähr 5km bin ich an den Jahnwiesen, an denen Dienstag und Mittwoch der kleine, behaarte Engländer singen wird - nur nebenbei erwähnt - ich hab auch ne Karte. Irgendwie erinnern mich die Aktivitäten an den Weltjugendtag, als das Marienfeld für den Papst hergerichtet wurde. Ok, es kommen ein paar weniger Leute - aber an zwei Abenden 160.000 Menschen durchzuschleusen ist schon echt ne Nummer.

Ich umwalke die kompletten Wiesen, schieße ein paar Fotos und komm mir dabei vor wie ein Teenager-Groupie. Ich höre praktisch die Gedanken der Spaziergänger "Schau mal da, die Frau mit der Kamera - schon wieder so ein bekloppter Fan."
Die Rowdies, die auf unserem Heiligenfeld rumlaufen, bedienen im übrigen exakt das Klischee.

Ich tapse wieder 5km zurück, sehe wieder den Kerl mit der Armbinde und tippe mir in Gedanken mit dem Finger an die Stirn. Zwischen meinen Walkeinheiten, bin ich ca. 4 km gelaufen, um meine Beine an die Bewegung zu erinnern. Nächste Woche Sonntag lauf ich 5km Staffel zusammen mit Kollegen und will mich nicht komplett blamieren.

Wer Lust hat, sich ein paar Fotos vom Robbie-Jahnwiesen-Marienfeld anzuschauen, kann hier klicken: "Eigentlich" wollt ich diesen Sonntag nicht wieder so ne Dia-Show machen, aber es hat sich halt so ergeben. Es ist im übrigen ein Fehler in den Fotos - wer findet ihn?

Ach ja, und zu Tim Toupet. Google gab mir Hilfestellung. Es ist so furchtbar, wie der Name vermuten läßt. Zu seinen erfolgreichen (Mallorca)Hits gehören so Titel wie „Du hast die Haare schön“ und „Eine neue Leber ist wie ein neues Leben“. Frank und ich haben uns im Nachhinein doch sehr geärgert, dass wir gestern mit Freunden ein tollen Abend in einem schönen Weinlokal mit hervorragendem Essen hatten. Hätten wir doch lieber unser Hirn am Otto-Maigler-See abgegeben und mit Tim Toupet lustige Lieder gesungen:-)!

Samstag, 5. August 2006

Von Chips, Mobiltelefonen und vom lieb sein!

Als Kind hab ich sie gemocht - die "Feten" (damals hieß es Feten, nicht Partys), die meine Eltern mit ihrem großen Bekanntenkreis in regelmässigen Abständen geschmissen haben.

Das lag zum großen Teil daran, dass meine Mutter Stunden vorher schon die Knabbereien, zusammengestellt aus Chips, Salzstangen, Kräckern und Studentenfutter, in den Keller vor den Partyraum stellte (Partykeller waren ja in den 70ern ein "Muss" und sie hießen interessanterweise Partykeller und nicht Fetenkeller). Dass die meisten dieser Sachen schon weich waren, wenn sie zum Verzehr auf die Tische gestellt wurden, hat meine Mutter wohl nicht so sehr gestört - um so besser, dass ich mich schon vorher daran gütlich getan hab, da hatte wenigstens eine frische Chips. Heute haben Onkel Chio und Tante Funny viel in ihren Chemielaboren gehext - heute bekommt man Chips noch nicht mal weich, wenn man sie 24 Stunden neben einen Luftbefeuchter stellt. Wahrscheinlich sind dort die Inhalte der kleinen Tütchen eingearbeitet, die die Feuchtigkeit aus Handtaschen rausziehen, bevor wir sie für ne Menge Geld erwerben.

Irgendwann in den 80ern verlor ich die Lust an diesen Festivitäten, die dann auch irgendwann vom Partykeller ins Wohnzimmer abwanderten. Da konnten mich selbst Chips nicht mehr locken und ich ließ mir viele Ausreden oder auch keine einfallen, um nicht teilzunehmen.

Auch noch heute bin ich keine Freundin dieser Veranstaltungen, sitz aber meistens mit Schwester und/oder Nichte in einer Ecke und bin böse... böse, weil wir lästern oder uns nur anschauen, wenn uns die Kommentare nicht passen.

Gestern war es wieder so weit. Ja echt? Ich hab mich wirklich in all den Jahren nicht verändert? Ach wirklich, bin ich wirklich noch die Zuckerschnute? Jaja, ich weiß, ich war immer die kleine liebe Anja. Und ist klar, ich bin so schlank, weil ich ja so gute Anlagen hab - könnte mal jemand auf die Idee kommen, dass ich u.a. dafür Sport mache und auf meine Ernährung achte?

Irgendwann an diesem Abend wurde aber mein Weltbild - geprägt vom Porzellan "Roter Fasan" von Villeroy und Boch und den handgeschliffenen und mundgeblasenen sauteuren Kristallglästern - jäh aus den Fugen geworfen. Da klingelten bei der Gesellschaft mit Damenüberschuß permanent irgendwelche Mobiltelefone... Ja wo simmer denn hier? Ich dachte auf ner Fete meiner Eltern und nicht irgendwo im Club bei 18jährigen. Just in dem Moment, als mein Vater seiner Gitarre rauskramte und ein paar Liedchen angestimmt wurden, rückte alles wieder in die richtige Form. Puh Glück gehabt... bleibt doch alles wie es ist.

Auf der Rückfahrt hab ich mir nochmal bestätigen lassen, dass ich ja schon immer so lieb war.... nee iss klar... und der Mann der anderen ist sauber, durfte ich mir noch anhören... hörte sich an, als ob sie über einen Hund sprache.

Ich bin nicht lieb - wirklich nicht, nicht mehr!

Mittwoch, 2. August 2006

Die letzte Sonnenblume!

Wie sagt man so, ab zweimal ist es Ritual!

So bekomm ich seit Jahren von meiner "Nachbarin" Sonnenblumen vor(auf)gezüchtet, da ich gern schonmal einen blauen aber weniger einen grünen Daumen habe. Angefangen hat es als Geburtstags-Gutschein und in diesem Folgesommer war mein Balkon erfüllt von wunderschönen Sonnenblumen. Mit den Jahren wurden es weniger aber trotzdem bekam ich treu immer meine Sonnenblumen. Dieses Jahr war es eine einzige.

Klingt traurig, liegt aber einfach auch daran, dass mein Balkon nicht nutzbar ist und auch meine "Nachbarin" weiß, dass mir die Pflege der Blumen darauf keine Freude bereitet.

Jetzt blüht also heute zum ersten Tag meine letzte Sonnenblume. OK, klingt jetzt melancholischer, als es ist. Ich bin sicher, ich werde auch dann wieder Sonnenblumen auf meinem Balkon haben, möglicherweise auch wieder von Sandra aufgezüchtet und vielleicht wachsen Sonnenblumen in Hitdorf ja noch besser als in Hürth.

Aber es ist definitiv die letzte Sonnenblume in unserem "Katzenklo". Und ich bin auf jeden Fall froh, dass es bald vorbei ist. Aber alles Schlechte hat auch was Gutes und ich bin glücklich, zwei liebe Menschen kennengelernt zu haben. Gerade die widrigen Umstände haben uns zusammengeschweißt, so manche Weinflasche mit Rachegedanken leeren lassen und als Highlight im Hitzesommer 2003 in einem mit Plastikfolie ausgeschlagenen Riesenkarton gesessen (es gab keine Kinderplanschbecken mehr zu kaufen), um uns abzukühlen.

Trotz allem war es eine schöne Zeit.

Danke für die Sonnenblumen!!