Donnerstag, 30. November 2006

Irgendwo in England - noch ein Reisebericht!

Nein, ich werde nicht über die teuren Preise in England reden.

Und ja, es gab schlechtes, ungewürztes, verkochtes Essen für viel Geld. Das Bier hatte keinen Schaum und zum Frühstück gab es Bratwurst, Bohnen in Tomatensauce, Toast und Tomaten.

Aber es gab natürlich auch freundliche, höfliche Menschen, schöne Landschaft, ein niedliches Hotel, ein schönes Pub und verkehrt fahrende Autos.

Als ich dann zum Schluß mit meinem Kollegen noch in einem Restaurant am Flughafen saß, passierte folgendes:

Wir unterhielten uns recht angeregt über Urlaube, Familie etc, als sich auf einmal ein Herr neben uns umdrehte, uns wortlos einen gerade beschriebenen Zettel mit folgendem Inhalt hinlegte (ich schreibe es Buchstabe für Buchstabe ab - ist also nicht aus Versehen verkehrt):
THERE WERE HORSES EVERY WEAR,
GREYS, BLAKS BAYS, CHESNUTS,
HORSES, HORSES, EVERY WEAR,
WEAR ARE THE HORSE MEN,
DAS IST NICHT GOOD
Ich hab mir mal den Spaß gemacht, dieses unverständliche Kauderwelsch ins Google-Übersetzungprogramm einzugeben, dabei kommt folgendes raus:
ES GAB PFERDE JEDE ABNUTZUNG,
GRAU, BLAKS BUCHTEN, CHESNUTS,
PFERDE, PFERDE, JEDE ABNUTZUNG,
ABNUTZUNG SIND DIE PFERD MÄNNER,
DAS IST NICHT GUT
Er hat zu einem späteren Zeitpunkt noch versucht, uns das mündlich zu erklären - wir sind aber auch nicht wirklich schlau draus geworden. Vielleicht liest ja jemand meinen Blog, der darauf eine Antwort weiß.

Ansonsten noch ein paar Fotos. Diese stammen von einem 5-Minuten-Spaziergang vor dem Frühstück. Leider hatte ich keine Laufschuhe dabei und wir mussten den Rest des Tages in abgedunkelten Räumen sitzen (wirklich wahr - die Engländer halten scheinbar nichts vom Tageslicht - darum sind die wahrscheinlich auch alle so blass). Will heißen, viel mehr hab ich nicht gesehen.



Sonntag, 26. November 2006

Wenn kein Schild kommt, einfach geradeaus!

Anderer Arbeitstitel: "Lost im Sauerland" - oder "Weihnachtsfeier im tropischen Klima"

Akteure:

Ruth - the mouth
Heike B. - the brain
Birgit - I've time
Rusty - alcohol against headache
Heike V. - enjoy your live
Petra - expert for rehabilitation
Anja - technical specialist

Samstag 10.15 Uhr - Ruth und Anja setzen sich gemeinsam Richtung Sauerland in Bewegung. Anja programmiert das Navi - darauf ist Verlass. Wir fahren nicht über die A3, sondern nehmen die A1 - die A3 ist gesperrt. Alles, was jetzt kommt, würde in den Ausführungen zu lange dauern. Navi war statt auf schnellste, auf kürzeste Strecke eingestellt. Wir haben uns gewundert, viel vom Bergischen gesehen und 1 Stunde mehr benötigt, als gedacht - also, "wenn kein Schild kommt, einfach geradeaus".

Ruth und Rusty schmeißen sich im Wellness-Tempel sofort auf die Liegen, während Anja die Chance nutzt und ein paar Kilometer durch den Wald trabt. Die anderen tun das, was wir alle am besten können: Quatschen, quatschen, quatschen.

Kaffee Backes lädt mit hausgemachtem Kuchen ein, dass wir dafür 20 Minuten Fußweg auf uns nehmen müssen, stört nur Ruth. Aus den 20 Minuten werden 40 - also, "wenn kein Schild kommt, einfach geradeaus".

Da uns die Dunkelheit nun eingeholt hat und wir alles so verschreckte Hühner sind, fragen wir naiv nach einem Taxi - so mitten im Sauerland. Resultat: Der Chef vom Hotel kommt mit einem knallgelben Jeep und holt uns höchstpersönlich ab. Wieviel Mädels passen in einem Jeep? 7 - ganz genau. Wir haben Spaß, er hat Spaß - was wollen wir mehr. Das nenn ich mal Service.


Mit ein bißchen Schwimmen, Quatschen und Bunte-Lesen bereiten wir uns auf den Abend vor. Natürlich wird sich ordentlich gebretzelt und alle erscheinen schmuck und geschminkt zum Abendessen. Dem Kürbissüppchen folgt eine Dorade in Sesamsauce - darauf die Ente mit Rotkohl und Klößen und das Pirsisch-Eis (kein Schreibfehler) rundet ab - und Käse schließt den Magen.



Was uns zusammenhält, wer wir sind (nein, kein Kegelklub) und warum wir überhaupt existieren, lässt mal wieder den anderen keine Ruh. So lernen wir die Feinheiten der Tiermedizin für Kuh und Rind in Form einer 5köpfigen Geschwister-Tierarzt-Familie aus Münster kennen. Wir hätten Euch für einen gelungenen Abend zwar nicht gebraucht, aber lustig war es trotzdem. Und dass raumübergreifend Karnevalslieder gesungen wurden, war nicht unsere Schuld.


Zwischendurch wurden die Wichtelgeschenke getauscht und irgendwie hatte sich dieses Jahr niemand so recht Mühe gegeben, die Herkunft des Geschenkes zu verbergen.

Um 2.00 Uhr morgens entließen wir den letzten Kellner in die wohlverdiente Nachtruhe und uns selbst dann auch.

Heldinnententaten, wir frühmorgendliches Schwimmen, "Eintreiben" von entlaufenen Rindern, ganz extrem lange Spaziergänge und vorbildliches Herausrechnen von Anteilen an der gemeinsamen Weihnachtsfeier ließen den Sonntag entspannt ausgehen.

Um 13.45 Uhr begaben sich Ruth und Anja - geführt vom Super-Navi - wieder auf die Heimroute. Blöd nur, dass die Sauerländer an sich gerne an Sonntagen komplette Ortsdurchfahrten sperren und bebauen und die Umwege über 7 Berge langwierig und kompliziert sind. Umgehungsschilder kann der gemeine Düsseldorf/Leverkusener auch nicht lesen - aber irgendwann findet auch der Verzweifeltste wieder auf die richtige Fährte zurück - also, "wenn kein Schild kommt, einfach geradeaus".

Mädels, es war mal wieder großartig mit Euch!

Anja

PS: Simone, ich danke für die Idee mit den Bildzusammenschnitten. Ich bin in Photoshop noch etwas unbeholfen, aber das hab ich zumindest hinbekommen.
Die Bilder sind im übrigen bunt zusammengewürfelt - viel Spaß beim Sortieren!

Donnerstag, 16. November 2006

Sie sind da - ich weiß es!

Meine Heimat ist seit neuestem die A3 - zwischen Kreuz Leverkusen und Köln-Mülheim oder zwischen Dreieck Heumar und Köln-Dellbrück verbringe ich die meiste Zeit meines Tages - zumindest gefühlt.

Köln ist nicht am Rande des Verkehrskollaps - es ist so weit. Hab mir viele Gedanken dazu gemacht, was wohl die Ursache ist, möglicherweise:
  • Keiner ist um diese Jahreszeit in Urlaub - alle gehen brav arbeiten. Zusätzlich ist die Arbeitslosigkeit gesunken und der durchschnittliche Krankenstand ebenfalls = mehr Menschen auf der Straße.
  • Alle Baustellen, die zur WM schnell fertiggeschnitzt wurden, sind wieder ausgegraben worden - jetzt muss vor dem Winter noch mal ordentlich Gas gegeben werden.
  • Die Bahnlinien in der Kölner Innenstadt sind durch Baumaßnahmen an der U-Bahn unterbrochen. Menschen kommen nicht mehr mit ÖPNV zur Arbeit und quetschen sich noch zusätzlich auf die Bahn.
  • Es gibt gemeine Stauerzeuger, die mit voller Absicht morgens um 7.00 Uhr durch die Gegend rutschen und mit 33,4 km/h in Baustellen reinfahren - selbstverständlich auf der linken Spur. Ich schwöre!
Aber, jetzt kommt eigentlich das, was ich vermute. Wir werden gesteuert, und zwar von gaaanz oben.

Ich hab ein Navi in meinem Auto. Üblicherweise kann das mir auch Staus prophezeien, die ich dann geflissentlich versuche, zu umfahren.

Aber ich sag Euch - morgens werden Staus auf der A3/A1/A4 rund um Köln einfach ignoriert. Die Männchen aus dem All, die auf den Satelitten sitzen und sich das Chaos anschauen denken sich einfach - "Pöh - hat ja eh keinen Zweck, machste hier zu, fahren die anders rum - haste datt gleiche Problem".

Die Staus werden wirklich nicht angezeigt - nicht nur mal einen morgen nicht, sondern nie!

Ich stelle mir so kleine Marsmännchen vor, die sich einfach einen Spaß daraus machen, die allgemeine arbeitende Bevölkerung zu verschaukeln. Die sitzen dann da, wetten wahrscheinlich noch, wo der längste Stau entsteht und klopfen sich ihre 7fingrigen Hände auf die grünen Oberschenkel.

Sie sind da! Ich weiß es ganz genau! Morgen früh werd ich wieder wie blöd in 10km Stau fahren. Den Grashalmen auf dem Mittelstreifen hab ich mittlerweile schon Namen gegeben!

Sonntag, 12. November 2006

Die Sendung mit der Maus!

Das wollte ich - obwohl es schon einige Wochen her ist - doch noch einstellen.

Kölsch-Walk, 07.10.2006, 11,11 km - 01:26:58 h.
Ich hatte meine Mutter überzeugt, auch zu walken - das macht sie üblicherweise ohne irgendwelche Wettkampfambitionen. Sie ist mit ihrer Freundin die Strecke dann mit 01:49:51 gewalkt und hatte viel Spaß.

Kurz vorm Start fing es an zu nieseln, so dass wir in der Lage waren, die hübschen Sendung-mit-der-Maus-Überzieher zu präsentieren. Kleidet uns doch unheimlich, oder?

Samstag, 11. November 2006

Amsterdam - ein kleiner Reisebericht!

Ich war 2 Tage in Amsterdam und wer eine Reise tut, der kann was erzählen:

Meine Highlights:

Anreise oder Köln als Verkehrskatastrophe:

Natürlich nehme ich die Bahn, um nach Amsterdam zu kommen. Aber dort muss ich erst mal hin. Ich fahre 1 Stunde vor Abfahrt der Bahn abends um 17.15 Uhr vom Büro los. Gott sei Dank! Ich stehe und stehe... dabei heißt es eigentlich Auto fahren, für mich heißt das in letzter Zeit aber nur noch Auto stehen. Angekommen am Bahnhof bemerke ich, dass das Parkhaus dicht ist. Gedreht, ab ins Maritim-Parkhaus, die Zeit wird knapp. Koffer, Tasche geschnappt und so schnell, wie es irgend geht durch die Altstadt gerast. Gott sei Dank kann ich Walken! Mit Mühe und Not hab ich also 7 km mit dem Auto und ca. 1 km zu Fuß geschafft, um den Zug zu bekommen.

Die Unterkunft:

Ich falle in Amsterdam aus dem Zug und direkt gegenüber ins Hotel. Es ist irgendwas um 21.00 Uhr und es gibt nicht nur noch ein Raucher-Zimmer sondern auch das Zimmer über der Bar. Die Musik wummert so vor sich hin - ich bin müde und schlafe trotzdem ein.

Am Morgen schaue ich auf meine Hotelreservierung und stelle fest, dass Frühstück nicht mit inbegriffen ist. Ich wage den Weg in den Frühstücksraum, werde selbstverständlich abgefangen und muss für das Frühstück sage und schreibe 24,00 Euro bezahlen. Ist das vorstellbar? Meine 2 Minibrötchen und 2 Tassen Kaffee hab ich mit 24 Euro bezahlt - Hammer.

Der Abend:

Ich verquatsche mich und bleibe bis zum Schluß in der Bar. Das ist aber dann für mich auch die Sicherheit, dass es in meinem Zimmer ruhig ist, als ich dort ankomme.

Das 2. Frühstück:

Ich bin zum Frühstück verabredet. Nicht nur mir sind 24,00 Euro (sprich: 48 Mark) zu teuer.

Da Anja aber nicht in der Lage ist 8.30 Uhr von halb Acht zu unterscheiden, steh ich eine Stunde zu früh auf und im Foyer. Macht nix, nutz ich die Zeit, mir Amsterdam am Morgen anzuschauen und schon mal einen potentiellen Frühstücksplatz auszukundschaften. Schwupps 2 x um die Ecke gegangen und schon steh ich im Rotlämpchenviertel*. Die sich dort schon drappierenden Damen, die Gerüche vom Müll, der auf die Straße geschmissen wurde, die schon geöffneten Coffeeshops mit entsprechenden Ausdünstungen sind mir und meinem Magen schon etwas zu viel.

Die Rückfahrt:

Der Zug ist brechend voll. Ich wundere mich über die vielen niederländischen Männergruppen, die teilweise schon recht angetrunken im Abteil sitzen. Die zu kurze Nacht macht sich bemerkbar und einen Teil der Fahrt verschlafe ich - nicht aber das Highlight der Zugfahrt:

Punkt 19.00 Uhr kommt folgende Durchsage:

Liebe Fahrgäste, wir möchten Ihnen mitteilen, dass ab sofort die Happy Hour in unserem BordBistro begonnen hat. Die Getränke kosten ab sofort nur noch xy Euro.
Schon mal gehört? Happy Hour im BordBistro bei der Deutschen Bahn? Nicht nur ich fand das lustig.

In Köln wieder durch die Altstadt und zurück zum Maritim. Auf dem Weg wundere ich mich mal wieder, was da so alles aufgebaut wird. Erst als vorm Maritim eine dreiköpfige Gruppe mit Kölschgläsern in der Hand steht, von denen einer einen Cowboy-Hut trägt, begreife ich, dass morgen der 11.11. ist und Köln schon in der Hand des Karnevals liegt.

Dann mal: Kölle Alaaf!

*Rotlämpchenviertel ist das Originalzitat aus einem Amsterdamer Reiseprospekt.

Dienstag, 7. November 2006

Und????

Ich bin drin!!!

Die Spannung steigt!

Heut soll der große Tag der DSL-Schaltung sein. Die Hardware hab ich ja bekommen. Beim Vorabinstallieren stellte sich allerdings heraus, dass das Gehäuse der FritzBox defekt ist und mein analoges Telefon nicht mehr funktioniert, wenn ich alle Kabel zusammengefranselt hab.

Um auszuschließen, dass ich frauenmässig falsch verkabelt hab, wurde das ordnungsgemäß von einem Mann kontrolliert - scheint richtig zu sein.

Möglicherweise kann ich also heute Abend online gehen, dafür aber gleichzeitig nicht telefonieren, was nicht korrekt ist, mir aber vorübergehend ziemlich egal, da ich eh ein Außer-Dienst-Telefon-Muffel bin.

Ich meld mich!

Sonntag, 5. November 2006

Lost in Lev!

Ich bin ja neu hier und es ist eine herausragend schöne Sache, die nähere neue Umgebung zu Fuß/laufend zu erkunden.

Auf „Top 50“, mit dem ich meine LaufWalkStrecken vermesse, sah ich in nicht allzu großer Entfernung einen See (davon gibts hier ne Menge), bei dem ein Yachthafen eingezeichnet ist. Ich interpretierte das als Merkmal für einen besonders schönen Tümpel und klick mir auf der Karte ne Route zurecht, die ich abklappern will. Ausgedruckt, eingesteckt, Mobiltelefon entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten eingepackt und los.

Auf ungefähr dem ausgesuchten Weg, vorbei an diversen anderen kleinen wassergefüllten Kiesgruben bin ich nach ungefähr 30 Minunten am See. Problem ist nur, dass ich ihn nicht sehe. Ich weiß zwar, dass er da ist aber er ist eingezäunt und die Sträucher sind so hoch, dass ich kein Stück Wasser zu Gesicht bekomme. Am Ende des Sees (oder der Einzäunung) muss ich auf den Radweg einer vielbefahrenen Straße ausweichen und darf so schöne Sachen wie Lidl oder Steinzeug-Vertriebsfirmen begutachten – schön fürs Auge am Sonntag Morgen.

Irgendwann geht es Gott sei Dank wieder ab ins Feld. Nur biegt dieser blöde Feldweg irgendwann in ne ganz andere Richtung ab. Ich rette mich zu schnellstmöglicher Zeit auf eine Bundesstraße und strebe den Schornsteinen von Leverkusen zu – denk ich zumindest. Es waren die Schornsteine der Erdölchemie von Worringen – falsche Richtung. Was sind das denn da für komische 70er-Jahre-Bürobauten? Waren die eben auch schon da?

Dank meines Ausdrucks der Route finde ich wieder auf den rechten Weg zurück und werde auf dem letzten Kilometer von einer riesen Menge Vögel (Raben, schwarze Tauben, Wildgänse und einem Fasan) belohnt. Schade, dass ich die Kamera nicht mit hatte – aber es sah mir zu sehr nach Regen aus.

Schön wars, aber die Strecke wird wegen der Bundesstraße nicht zu meinen Lieblingsstrecken. GelaufWalkt bin ich knapp 12km in knapp 1,5 Stunden und meine Knie schimpfen ein wenig mit mir.

Fazit: 1. Nicht jedes Wasserloch ist interessant. 2. Orientiere Dich in Leverkusen und Umgebung nie an Schornsteinen - das kann nicht klappen. 3. Freue Dich, dass es trotz der Industrie deutlich mehr Natur zu sehen gibt, als im dichten Umkreis um Köln.

Ich werd PowerSeller!

Internetverbindung - Farce Nr. 3:

Freitag erhalte ich eine Mail, dass die Hardware, die ich zu meinem Internetpaket dazubestellt habe, vergriffen ist und ich eine Nachsendung erhalte, sobald es geht. Ich weiß ja aus Gesprächen, dass es bei 1&1 keine Menschen gibt, die "sobald es geht" näher definieren können. Meine Kollegin versucht trotzdem ihr Glück und erreicht sogar, dass sich eine Person kümmert, die Versendung meiner FritzBox vorzuziehen, damit ich - sollte am Dienstag die Leitungschaltung klappen - tatsächlich auch online gehen kann. Wär ja schön.

Abends klingelt eine Nachbarin an der Tür. Sie hat ein Paket für mich angenommen - kommt von 1&1. Wow, die können sogar zaubern. An einem Tag eine Nichtzusendung ausplaudern und trotzdem schicken - klasse.

Samstag erhalte ich mal wieder Post von 1&1. Ich möchte doch PowerSeller werden und weitere Kunden werben und dafür Provision bekommen.

Nee iss klar, mach ich glatt! Aber erst dann, wenn ich online bin und mit meinem großen Computer Mails schreiben kann.

Freitag, 3. November 2006

Und sie sind doch Helden!

"Super", denk ich, als ich diese Nacht so gegen 4.00 Uhr die Augen öffne und nichts sehe. Frank hat anscheinend irgendwas am Receiver gemacht, dass der mir nicht direkt ins Gesicht leuchtet - nett von ihm.

Um Fünfuhrirgendwas schmeißt mich meine übliche senile Bettflucht aus dem selbigen und ich watschel ins Bad. Licht an - nix! Duster. Oha - Blick aus dem Fenster, die Lampen sind an, es ist also ein selektives Ridlberg-Problem. Am Sicherungskasten sind alle Sicherungen inkl. Hauptsicherung raus. Mein 1. Versuch, diese wieder reinzudrücken, scheitert.

Ich brauch ja keinen Mann für sowas, ich kann das ja alleine. Also jede einzelne Sicherung für sich rein und irgendwann hatte ich dann den Übeltäter ausgemacht. Oben war jetzt Licht, unten war alles dunkel. Dann geh ich dem Übeltäter mal auf die Spur. Nach und nach ziehe ich jede Steckdose der Elektrogeräte und versuche so rauszufinden, wo denn der Haken ist. Nix - übrig bleibt nur noch der Kühlschrank, den schaff ich alleine nicht.

Ich schnapp mir eine Taschenlampe, um damit ein kleines Lichtchen im Bad zu machen, damit ich duschen kann. Viel Licht brauch ich nicht, nach 37 Jahren weiß ich nun, wo alles ist.

Damit der Morgen nicht ganz übel startet, ziehe ich ganz schlau eine Verlängerungsschnur von der Spülmaschine (die ist extra gesichert und funktioniert) bis zu unserem Baby, der Kaffeemaschine. Mittlerweile ist Frank auch schon aus dem Bett gehüpft und wird von mir mit "Houston, wir haben ein Problem" empfangen. Nach Kaffeestärkung zieht er den Kühlschrank aus der Küchenzeile, ausgesteckt - war auch nicht der Übeltäter. Dafür hat sich Frank aber an der Hand verletzt und blutet stark hinter den Kühlschrank. Beide freuen wir uns wie verrückt auf den 143. Handwerkerbesuch in dieser Woche und ich überleg schon, wie ich das jetzt auf der Arbeit wieder erklären soll.

Auf einmal springt Er auf, stapft auf den Balkon, zieht die Elektrokabel von der noch nicht vorhandenen Balkonlampe auseinander und zack.... alles ist gut. Die Sicherung hält und Er ist ein Held. Geht halt doch nicht ohne Männer - ich hätte wahrscheinlich den Elektromeister dafür kommen lassen.

Bleibt nur noch zu erwähnen, dass die Duschaktion mit der Taschenlampe ziemlicher Quatsch war, weil das Duschbad in einem anderen Stromkreis liegt und das Licht funktionierte, ich habs einfach nicht ausprobiert. Außerdem haben wir den Kühlschrank jetzt einfach über die Blutflecken geschoben, ohne sie vorher wegzuwischen - wer weiß, wann uns das mal zum Verhängnis wird.

So bin ich zeitig auf der Arbeit, kann noch diesen Blog schreiben und freu mich, dass ich den Handwerker nicht kommen lassen muss.

Mittwoch, 1. November 2006

Die Unterschiede zwischen H und H aus Sicht einer Möchtgern-Läuferin.

Damit das hier nicht nur in Negativgedöns in Sachen Telekommunikationsunternehmen ausartet, möchte ich doch mal ein bisschen was zur neuen Heimat berichten.

Teil 1 – merkbare Unterschiede zwischen H und H:

Also H alt liegt sehr nah an Köln, das wirkt sich im Verhalten des gemeinen H.-Bewohners und –Läufers aus.

Neu H liegt separat als Dorf in kurzer Entfernung zu der Weltstadt Leverkusen – mit entsprechendem Einfluss auf die Bewohner und Läufer.

Ich kann jetzt von meiner Haustür aus loslaufen und bin entsprechend schnell am Rhein oder in den Feldern. Die zu allen möglichen Seiten sichtbaren Immobilienverstöße der Industrie ignorier ich einfach.

Die Laufwege hab ich jetzt fast für mich alleine und im Gegensatz zu Alt-H. wird in Neu-H. gegrüßt, egal ob derjenige mit dem Hund unterwegs ist oder ebenfalls läuft (wobei das hier augenscheinlich nicht so viele tun). Nach 2 Monaten werde ich wohl alle Hundebesitzer und Läufer mit Namen, Adresse, Alter und Schuhgröße kennen.

Die Auswahlmöglichkeiten an Laufstrecken sind noch lange nicht ausgeschöpft und ich werde mehr Abwechslung haben. Ausnahme: Der Winter... das wird hart. Also Neu-H. ist so klein, dass ich wohl alle Straßen ablaufen muss, um im Winter im Dunkeln ne ordentliche Strecke zusammenzubekommen. Das wird interessant. Da ich aber schon von einem Neu-H. Bewohner Trauben beim Vorbeikommen geschenkt bekommen habe (selbst gezüchtet – die waren mal so richtig lecker), hab ich Hoffnung, dass mir die Bewohner eine Verpflegungsstrecke aufbauen, wenn sie merken, dass ich regelmäßig im Dunkeln durch die Gegend renne/walke.

Ganz wichtig für den nächsten Sommer ist der Biergarten am Rhein, der ein leckeres Kölsch, Radler, Erdinger, was auch immer verspricht, wenn man vom Laufen kommt und – und nur die Kölner werden mich jetzt wohl richtig verstehen – hier ist noch Kölsch-Gebiet (kein Alt) – puh!

Mehr irgendwann... nein ich sag jetzt nix mehr zu meinem Internetanschluß. Auf jeden Fall werd ich dann wohl mal das ein oder andere Bild einstellen.

1&1 oder Null und Nichtig?

Ähm... tja... also... ich weiß nicht...

es dauert auf jeden Fall noch mindestens bis nächste Woche. Kein tut mir leid, keine Entschuldigung, kein Verständnis sondern ein: "Wissen Sie eigentlich, was bei uns los ist?" Auf meine Aussage hin, dass ich versuchen werde, das Ganze rückgängig zu machen und dafür Sorge zu tragen, dass wir keine weiteren Anschlüsse dort buchen, kam "Wenn Sie so anfangen, dann beenden wir das Gespräch am besten."

Klasse, ich fühl mich super aufgehoben. Ach ja, da jetzt ein Durchschalttermin bei der Telekom angemeldet ist, kann ich meine Leitung auch hier nicht stornieren und dort in Auftrag geben, weil die Leitung durch Null und Nichtig reserviert ist.

Ach ja und ich hatte einen Brief gestern in der Post, dass bei mir zur Hause nicht der Arbeitgeber sondern die Anja wohnt... Ach nee, wußt ich ja noch gar nicht.

Tschüss sagt Anja - UMTS machts möglich...ich halt Euch auf dem Laufenden.