Samstag, 11. November 2006

Amsterdam - ein kleiner Reisebericht!

Ich war 2 Tage in Amsterdam und wer eine Reise tut, der kann was erzählen:

Meine Highlights:

Anreise oder Köln als Verkehrskatastrophe:

Natürlich nehme ich die Bahn, um nach Amsterdam zu kommen. Aber dort muss ich erst mal hin. Ich fahre 1 Stunde vor Abfahrt der Bahn abends um 17.15 Uhr vom Büro los. Gott sei Dank! Ich stehe und stehe... dabei heißt es eigentlich Auto fahren, für mich heißt das in letzter Zeit aber nur noch Auto stehen. Angekommen am Bahnhof bemerke ich, dass das Parkhaus dicht ist. Gedreht, ab ins Maritim-Parkhaus, die Zeit wird knapp. Koffer, Tasche geschnappt und so schnell, wie es irgend geht durch die Altstadt gerast. Gott sei Dank kann ich Walken! Mit Mühe und Not hab ich also 7 km mit dem Auto und ca. 1 km zu Fuß geschafft, um den Zug zu bekommen.

Die Unterkunft:

Ich falle in Amsterdam aus dem Zug und direkt gegenüber ins Hotel. Es ist irgendwas um 21.00 Uhr und es gibt nicht nur noch ein Raucher-Zimmer sondern auch das Zimmer über der Bar. Die Musik wummert so vor sich hin - ich bin müde und schlafe trotzdem ein.

Am Morgen schaue ich auf meine Hotelreservierung und stelle fest, dass Frühstück nicht mit inbegriffen ist. Ich wage den Weg in den Frühstücksraum, werde selbstverständlich abgefangen und muss für das Frühstück sage und schreibe 24,00 Euro bezahlen. Ist das vorstellbar? Meine 2 Minibrötchen und 2 Tassen Kaffee hab ich mit 24 Euro bezahlt - Hammer.

Der Abend:

Ich verquatsche mich und bleibe bis zum Schluß in der Bar. Das ist aber dann für mich auch die Sicherheit, dass es in meinem Zimmer ruhig ist, als ich dort ankomme.

Das 2. Frühstück:

Ich bin zum Frühstück verabredet. Nicht nur mir sind 24,00 Euro (sprich: 48 Mark) zu teuer.

Da Anja aber nicht in der Lage ist 8.30 Uhr von halb Acht zu unterscheiden, steh ich eine Stunde zu früh auf und im Foyer. Macht nix, nutz ich die Zeit, mir Amsterdam am Morgen anzuschauen und schon mal einen potentiellen Frühstücksplatz auszukundschaften. Schwupps 2 x um die Ecke gegangen und schon steh ich im Rotlämpchenviertel*. Die sich dort schon drappierenden Damen, die Gerüche vom Müll, der auf die Straße geschmissen wurde, die schon geöffneten Coffeeshops mit entsprechenden Ausdünstungen sind mir und meinem Magen schon etwas zu viel.

Die Rückfahrt:

Der Zug ist brechend voll. Ich wundere mich über die vielen niederländischen Männergruppen, die teilweise schon recht angetrunken im Abteil sitzen. Die zu kurze Nacht macht sich bemerkbar und einen Teil der Fahrt verschlafe ich - nicht aber das Highlight der Zugfahrt:

Punkt 19.00 Uhr kommt folgende Durchsage:

Liebe Fahrgäste, wir möchten Ihnen mitteilen, dass ab sofort die Happy Hour in unserem BordBistro begonnen hat. Die Getränke kosten ab sofort nur noch xy Euro.
Schon mal gehört? Happy Hour im BordBistro bei der Deutschen Bahn? Nicht nur ich fand das lustig.

In Köln wieder durch die Altstadt und zurück zum Maritim. Auf dem Weg wundere ich mich mal wieder, was da so alles aufgebaut wird. Erst als vorm Maritim eine dreiköpfige Gruppe mit Kölschgläsern in der Hand steht, von denen einer einen Cowboy-Hut trägt, begreife ich, dass morgen der 11.11. ist und Köln schon in der Hand des Karnevals liegt.

Dann mal: Kölle Alaaf!

*Rotlämpchenviertel ist das Originalzitat aus einem Amsterdamer Reiseprospekt.

Kommentare:

  1. Och. Amsterdam klingt nach deinem Bericht aber nicht sehr einladend. Und 24 Euro fürs Frühstück ist echt der Hammer. Das ist ja noch mehr als damals in NY, wo wir auch am zweiten Aufenthaltstag nach einer preiswerteren Frühstücksmöglichkeit außerhalb unseres Hotels suchten...

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  2. Oh das möcht ich jetzt korrigieren. Amsterdam ist klasse. Ich hatte schon mehrere sehr schöne Touren dort. Amsterdam als Kurztrip, der wenig mit Tourismus als mehr mit Arbeit zu tun hat, kann dann anders aussehen.

    Aber es ist auf jeden Fall eine Ansammlung komischer Menschen dort.

    Andererseits tolle Gebäude, schöne Museen usw. usw. - auf jeden Fall ne Reise wert.

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  3. Naja, das war doch wohl ne Dienstreise, oder? Wenn man schon Bahn fährt, nimmt man in Kölle doch öff. Verkehrsmittel. Und wenn du so viel Geld fürs Parken am Bahnhof bzw. im Maritim ausgibst, kannst du dir auch das Frühstück in AMS noch leisten. Ich als Sparbrötchen wär in AMS im McDoof frühstücken gegangen. Aber es gibt übrigens noch eine Steigerung der Geldverschwendung: Parken in AMS - das ist teuer! Da war der Zug schon besser.

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  4. Haha, Hape - alles leichter gesagt als getan. Es gibt Gegenden (in und um Köln), da kannst Du als Frau im Dunkeln nicht mit ÖPNV durch die Gegend düsen. Alternative Taxi ist dann noch teurer als das Parken im Bahnhof oder Maritim. Wenn dann weder Lebensgefährten noch Kollegen zu den Zeiten zur Verfügung stehen, um einen abzuholen... mein Name ist nicht Rockefeller und watt meinste, was ich mich über die 24 Euro geärgert hab.

    Also keine Mißverständnisse hier über meine finanziellen Verhältnisse:-)) - ja war natürlich ne Dienstreise.

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  5. 24 € nächstes Mal Hummer statt Hammer...;-)

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