Samstag, 30. Dezember 2006

Zwischen den Jahren!

Zur Zeit befindet sich alle Welt (zumindest der Teil mit unserer Zeitrechnung - und das ist ja die einzig wahre) im Nirvana. Zwischen den Jahren. Ich weiß, dass es zu dieser Aussage eine kirchengeschichtliche Erklärung gibt, die darin beruht, dass die Protestanten und die Katholiken in Süddeutschland eine andere Zeitrechnung hatten, die 11 Tage auseinander lag. Aus dieser Zeit stammt die Aussage "Zwischen den Jahren".

Ich finds trotzdem immer wieder lustig.

Das Jahr 2006 war für mich ein eher unruhiges und ich freue mich auf 2007. Gute Vorsätze hab ich keine, es ist ja mitnichten so, dass am 31.12. das Leben aufhört und neu beginnt, oder?

Ich danke allen Lesern, die vorbeigeschaut haben. Wünsche ein glückliches neues Jahr und das mit der Gesundheit ist kein Spruch, das mein ich ernst. Und außerdem wünsch ich allen Menschen Zufriedenheit und dass sie ihr Leben in die Hand nehmen, genommen haben, nehmen werden.

Zwei Menschen wünsch ich einen besonderen Start in 2007. Auch wenn ich morgen nicht dabei sein kann, weil Kapstadt einfach zu weit weg ist, um mal gerade vorbei zu schauen. Ich wünsche Euch alles Glück dieser Erde, dass Ihr viele gemeinsame, glückliche Jahre haben werdet. Wir werden auf Euch anstoßen und in Gedanken mit dabei sein. Und wenn Ihr zurück seid, wird gefeiert - aber heftig!

Dienstag, 26. Dezember 2006

Schwerer Lauf!

Nachdem ich gestern noch vernünftig war, hat es mich heute Morgen gepackt. Ich hab mich auf ein kleines 4,5 km-Ründchen aufgemacht. Vernünftig, dachte ich, "nur" ne halbe Stunde laufen.

Da hat mir mein Körper aber was anderes erzählt. Nach 20 Minuten und etwa gut 3 km taten mir dermaßen die Beine weh, das hat mich überrascht. Ich hatte eher damit gerechnet, dass ich nach 2 Wochen Laufpause und Kehlkopf und Nebenhöhlen und so nen Quatsch Luftprobleme bekäme, aber nee, die Beine waren es.

Übermorgen geh ich dann vorsichtig mit einem 20 Minuten-Läufchen ran und steigere von dort aus vorsichtig.

Aber trotzdem hat es Spaß gemacht, wie immer - und es war mein erster Mützenlauf in diesem Jahr. Ich liebe dieses Wetter, ich liebe dieses Wetter, ich liebe dieses Wetter.

Montag, 25. Dezember 2006

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ...

So, Antibiotika bzw. Penicillin ist link. Weiß ich seit heute. Ich hab vorgestern die letzte genommen und heut sehe ich aus wie ein Rotfleckenzackenbarsch. Die Ärztin, die sich freute, am 1. Weihnachtstag arbeiten zu dürfen, hat mir das Cortison verpasst und die nächsten Drops, die ich nehmen darf, machen müde.

Das wird ein lustiges, weiteres Weihnachtsfest. Ich kämpfe mit den Nebenwirkungen der Nebenwirkungen der Nebenwirkungen. Vielleicht hätt ich doch besser nur heiße Umschläge machen sollen, als sich mein Kehlkopf entzündete.

Die Flecken tun im übrigen nicht weh, juckt nur und sieht so richtig scheiße aus! Ich werd dann heut mal als Zombie durch die Landschaft laufen.

Frohe fleckige Weihnachten wünscht Euch

Anja

Sonntag, 24. Dezember 2006

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Näschen.

Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.

Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihre Naseweise, ihr Schelmenpack -
denkt ihr, er wäre offen der Sack?

Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!

Anna Ritter (1865-1921)


Dieses Gedicht hab ich als Kind immer aufgesagt und erinnere mich noch gerne, wie ich als 8jährige, schlotternd vor Nervosität, in Urlaub in Bayern, umgeben von richtig viel Schnee, dieses Gedicht dem Weihnachtsmann am Feuer auf dem Campingplatz vorgetragen habe.

Kommentar eines weiteren Gastes: "Das hört man aber, dass dieses Kind aus dem Rheinland kommt."

Mittlerweile hab ich den "Slang" einigermaßen im Griff, wobei Begriffe wie Tisch und Fisch für mich als Rheinländerin fast unaussprechbare Worte sind (wenn frau es richtig machen will).

Ich wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest! Maht et joot!

Anja aus dem Rheinland

Montag, 18. Dezember 2006

Selbst schuld!

Tja, ich bin selbst schuld. Ganz bestimmt. Ich werde die nächsten Jahre kein Glück haben, erkranken, arm werden.

Und warum?

Jetzt - so auf die Lebensmitte zugehend - weigere ich mich immer noch standhaft, Kettenbriefe zu versenden.

Hat es nicht ausgereicht, dass man als Jugendliche ständig mit irgendwelchen Unglücksdrohungen behelligt wurde, um der Deutschen Post Umsatz zu machen.

Nein, im Zeitalter von EMails ist das Ganze ja noch viel komfortabler.

Früher, also als ich so richtig jung war, da war ich schlichtweg zu bequem, um irgendwelche Briefe fünf mal abzuschreiben (ja, selbst Kopierer waren zu dem Zeitpunkt rar) und dann auch noch zu schorrig, um fünf Briefmarken zu bezahlen. Und so insgeheim hab ich schon immer darauf gewartet, welches Unheil nun folgt.

Und heute find ichs einfach nur blöd. Und trotzdem komm ich immer wieder nicht umhin, solche Kettenbriefe zu erhalten mit anliegender Aufforderung, diese an mind. 12.358 Menschen im engsten Umfeld innerhalb der nächsten 3 Sekunden weiterzusenden. Geschieht dies nicht, drohen mir Pickel, Haarausfall, Krätze und sonstiges übles Zeugs - ein Wunder, dass ich das bis heute überlebt hab.

Vielleicht hätt ich aber mal den ein oder anderen Kettenbrief versenden sollen. Vielleicht hätten die ShinSplint- und Kniegötter dann nicht zugeschlagen. Seht Ihr! Ich bin selbst schuld... hätt ich doch mal....

Donnerstag, 14. Dezember 2006

Parkplätze, der Deutschen höchstes Gut!

Kennt Ihr die Leute, die sich sofort darüber aufregen, wenn jemand mal für ein paar Minuten ihren Parkplatz benutzt? Die die falsch parkenden Autos dann zuparken und verschwinden, ohne zu sagen, wo man klingeln muss? Die sich sogar darüber aufregen, wenn sie selbst den Parkplatz gerade im Moment nicht benötigen? Kennt Ihr die?? Tja, dann kennt Ihr mich.

Seitdem ich Eigentümerin eines eigenen 4 x 3 m großen - mit einem hellen Stein eingerahmten - Parkplatzes bin, verhalte ich mich wie der letzte Spießer!

Ist aber auch doof, oder? Da gibt man Geld für ein eigenes Stück Land aus und andere machen sich darauf breit - Unverschämtheit. Aber glaubt mir, zur Verteidigung des eigenen Landes herrschen hier schon fast bürgerkriegsähnliche Zustände.

Da ich nicht die einzige bin, die unter diesem Problem leidet (obwohl die Parkplätze eindeutig als zum Haus zugehörig zu erkennen sind), und meine neuen Nachbarn ähnliche Methoden haben, um den unmöglichen Rüpeln und Parkplatzräubern mal Manieren beizubringen, trifft man sich allabendlich im Hausflur zum lustigen Rausklingeln.

Das ganze wird nur noch getoppt durch den ignoranten Mitbewohner Parterre Mitte, der es schafft, sein Auto (mangels eines eigenen Parkplatzes - so darf ich hier hochnäsig erwähnen) genau vor den Ein- bzw. Ausgang des Hauses zu stellen, so dass man morgens schon auf Zehenspitzen zwischen zwei Stoßstangen rumtänzeln muss, um dann festzustellen, es nicht geschafft zu haben und sich wieder umziehen zu müssen.

Und Leute, ich wohne nicht in NY Downtown, wo man nur alle Jubeljahre mal in die Lage gerät, im Abstand unter einem Kilometer einen Parkplatz in der Nähe seiner Wohnung zu bekommen. Nein, wir wohnen hier im Dorf, man müsste halt nur mal 20m gehen - aber das geht eben nicht - My Parkplatz is my castle - jawoll!

Sonntag, 10. Dezember 2006

Schutzengel - jetzt kann nichts mehr passieren!

Dieser Schutzengel hängt jetzt in meinem Auto.

Danke an meine liebste Nichte :-)), die uns diese schönen Dinger mitgebracht hat.

Morgenstund hat Gold im Mund!

Oder so!

Heute morgen wurde mir aber mal wieder klar, warum dieses uralte Sprichwort doch irgendwas Wahres hat.

Mein sonntäglicher Frühlauf startet bei klarem Wetter und schönen 3°C. Hab ich schon mal gesagt, dass ich dieses Wetter liebe? Das ist wirklich meins - kalt und klar. Wer behauptet, es gäbe irgend etwas schöneres, als an einem solchen Morgen eine Runde zu laufen, der lügt oder hat das noch nie getan.

Ich geb zu, dass die 6,6 km körperlich für mich nicht ganz einfach waren. Die Weihnachtsfeier Nr. 3 am vergangenen Freitag, auf deren Erläuterung ich hier im Blog mal verzichte, hat doch meinen armen kleinen Körper kräftig geschunden (aber schön war es auf jeden Fall).

Doch auch trotz der Anstrengung war es schön heute morgen. Ein paar Gedanken gehörten meinem kürzlich verstorbenen Chef, der heute 42 Jahre alt geworden wäre.

Wenn ich hier so durch die Gegend laufe, freue ich mich immer wieder über die vielen Leute (heute waren recht viele Menschen mit Hunden unterwegs), die freundlich grüßen - das hat doch was. Als mein MP3-Player das Dudeln aufhörte, weil das Akku alle ist, wurde ich von dem Geräusch der den Rhein lang tuckernden Schiffe unterhalten - auch sehr nett.

Hässlich sind wie immer die Chemiewerke, die sich einfach nicht ausblenden lassen. Den Kontrast zeig ich mal hier:

Schön!


Sehr schön!


Sehr hässlich!


PS: Ich bin kein Profi in Photoshop - passt also nicht 100 %

Montag, 4. Dezember 2006

70 Jahre!

70 Jahre jung zu sein, ist zuweilen heiterer und hoffnungsvoller, als 40 Jahre alt zu sein. (Oliver Wendell Homes)

Alles Gute zum Geburtstag - Dad!



Samstag, 2. Dezember 2006

Weihnachtsfeier #2 - Laufgruppe Rheinland von LA

"Wo sind sie denn nur?" frag ich mich, als ich so vor der Rheinlust in Bonn stehe. Komisch, Rheinlust hatten wir auch gar nicht verabredet, sondern Bahnhöfchen - hieß das hier mal Bahnhöfchen? Wir waren doch immer hier (immer heißt für mich 2 mal).

Hmm, noch drei mal hin- und hergelaufen, in die Gaststätte geschaut, keiner drin. Wär auch komisch, die wollten doch laufen.

Ach, ich geh mal ein paar Meter weiter, vielleicht kommt da ja noch ne Gaststätte (Bahnhöfchen hatte ich nämlich im Navi eingegeben und das hatte mich auch zur Rheinlust geführt). Da standen sie, die Topathleten von Laufen Aktuell, startbereit für ihre 9- bzw. 14km-Runde.

Daniela und ich wollten am Rheinufer spazieren gehen und Fotos machen. Den Vorschlag, doch direkt in der Rheinlust einen Kaffee zu trinken, schließe ich mich allerdings gerne an. Immerhin sind es 200m vom Bahnhöfchen bis zur Rheinlust - ist ja auch schon mal was.

Ich lasse mir von den Heldentaten einer Ultraläuferin berichten:-)) und nicke fachmännisch - immerhin das kann ich. Außerdem können wir Baufrauen uns hervorragend über den Stress der Bauphasen und unseren inneren Einstellungen dazu unterhalten. Dabei vergeht die Zeit wie im Fluge.

Regina steht schon schlotternd auf dem Parkplatz und wartet auf ihre trockenen Sachen, die sich im gelben Blitzmobil von Greenhörnchen befinden. So langsam trudeln alle aktiven Läufer ein - als sich dann auch Michael von seiner Privatdusche einfindet, können wir endlich Essen bestellen.

Das Essen an sich ist ja nicht wichtig, aber wir (oder ich) warten dringend aufs Wichteln - ICH WILL GESCHENKE!!! Davon mal ganz abgesehen, bin ich neidisch auf Bratkartoffeln und Pommes meiner Nachbarn. Aber ich bin ja nicht gelaufen, ich darf das nicht.

Ob Jo es verdient hat, das größte Paket mit dem meisten Inhalt zu bekommen, lass ich hier mal so im virtuellen Raum stehen. Schließlich hat er sein Geschenk zu Hause vergessen und Heike muss sich noch etwas gedulden.

Reichlich beschenkt und voll von Mutter-Regina-Original-Neuwieder-Spritzgebäck gehts für alle zurück in die Heimat.

War schön - wie seht Ihr hier:

Mein Geschenk +++ Regina mit Geschenk +++ aufgehängtes Geschenk



Anja mit Geschenk +++ Jos Geschenkesammlung +++ glücklicher Michael

Lars hat auch was +++ Daniela ist farbangepaßt


Und damit Ihr nicht sagt, ich sei feige:


Junggesellinnenabschied - ein bescheuertes Wort!

Aber egal, wir wollten einfach ihren "letzten Abend in Freiheit" feiern.

Nein, ich erzähl Euch jetzt keine Geschichten über eine verkleidete Frau, die Kondome an wildfremde Menschen verkauften musste. Wir finden so was blöd! Früher gab es das nicht und früher war eh alles besser, nicht wahr?

Eine glückliche Fügung - nämlich dass aus Versehen und bis Dienstag anhaltende Nichtfunktionieren meines Mobiltelefones - ließ mich mit dem Auto anstatt mit ÖPNV nach Köln fahren - hatte was mit Zeitmanagement zu tun... keine weiteren Erklärungen dazu. Aber - Gott sei Dank. Die Mädels haben den Schritt ins Eheleben mit Tequila und Kölsch gefeiert, das hätt ich wahrscheinlich nicht überlebt.


Ein Spruch, der das alles beschreibt, war der ernsthaft gemeinte Kommentar des Kellners "Wissen Sie, dass da kein Alkohol drin ist?", als sich drei von uns einen Ipanema (alkoholfreier Caipirinha) bestellten. Die Kellner hatten uns wohl gut im Blick.

Der Abend endete in einer Mädchenkneipe mit guter Musik und wenig Männern.

War ein schöner Abend und gebührender Abschied des Junggesellinnendaseins!