Donnerstag, 14. Dezember 2006

Parkplätze, der Deutschen höchstes Gut!

Kennt Ihr die Leute, die sich sofort darüber aufregen, wenn jemand mal für ein paar Minuten ihren Parkplatz benutzt? Die die falsch parkenden Autos dann zuparken und verschwinden, ohne zu sagen, wo man klingeln muss? Die sich sogar darüber aufregen, wenn sie selbst den Parkplatz gerade im Moment nicht benötigen? Kennt Ihr die?? Tja, dann kennt Ihr mich.

Seitdem ich Eigentümerin eines eigenen 4 x 3 m großen - mit einem hellen Stein eingerahmten - Parkplatzes bin, verhalte ich mich wie der letzte Spießer!

Ist aber auch doof, oder? Da gibt man Geld für ein eigenes Stück Land aus und andere machen sich darauf breit - Unverschämtheit. Aber glaubt mir, zur Verteidigung des eigenen Landes herrschen hier schon fast bürgerkriegsähnliche Zustände.

Da ich nicht die einzige bin, die unter diesem Problem leidet (obwohl die Parkplätze eindeutig als zum Haus zugehörig zu erkennen sind), und meine neuen Nachbarn ähnliche Methoden haben, um den unmöglichen Rüpeln und Parkplatzräubern mal Manieren beizubringen, trifft man sich allabendlich im Hausflur zum lustigen Rausklingeln.

Das ganze wird nur noch getoppt durch den ignoranten Mitbewohner Parterre Mitte, der es schafft, sein Auto (mangels eines eigenen Parkplatzes - so darf ich hier hochnäsig erwähnen) genau vor den Ein- bzw. Ausgang des Hauses zu stellen, so dass man morgens schon auf Zehenspitzen zwischen zwei Stoßstangen rumtänzeln muss, um dann festzustellen, es nicht geschafft zu haben und sich wieder umziehen zu müssen.

Und Leute, ich wohne nicht in NY Downtown, wo man nur alle Jubeljahre mal in die Lage gerät, im Abstand unter einem Kilometer einen Parkplatz in der Nähe seiner Wohnung zu bekommen. Nein, wir wohnen hier im Dorf, man müsste halt nur mal 20m gehen - aber das geht eben nicht - My Parkplatz is my castle - jawoll!

Kommentare:

  1. Böse, spießige Anja! *lach*
    Hey, ich kann mich schon dezent aufregen, wenn ich gegenüber von unserem Haus keinen Parkplatz finde, weil da einer mit Münchner Kennzeichen - wer ist das? der gehört hier nicht her? huch, ein Fremder! - steht. Und das sind, wohlgemerkt, öffentliche, ganz stinknormale Straßenparkplätze.... hihi
    Wir haben zwar auch 'nen eigenen Stellplatz und sogar noch eine Garage dazu, aber da müsste ich doch tatsächlich auch ca. 50 Meter laufen.. jaja, das Leben ist so hart! Grins.

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  2. Böse, spießige Anja! *lach*
    Hey, ich kann mich schon dezent aufregen, wenn ich gegenüber von unserem Haus keinen Parkplatz finde, weil da einer mit Münchner Kennzeichen - wer ist das? der gehört hier nicht her? huch, ein Fremder! - steht. Und das sind, wohlgemerkt, öffentliche, ganz stinknormale Straßenparkplätze.... hihi
    Wir haben zwar auch 'nen eigenen Stellplatz und sogar noch eine Garage dazu, aber da müsste ich doch tatsächlich auch ca. 50 Meter laufen.. jaja, das Leben ist so hart! Grins.

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  3. Parkplatzroman - Teil II

    Sonntag morgen: mein Telefon klingelte. Die Polizei: "Sind Sie Halterin des Fahrzeugs ... ?" Ich gleich losgelegt:" Ja, aber ich versuch' ja die ganze Zeit, das abzuholen ..." Will die ganze Misere erklären, sagt der Polizist am anderen Ende, er wolle mir nix böses, hätte vollstes Verständnis, aber sämtliche Polizeidienststellen und Abschleppdienste Münsters ein Problem: die Frau mit dem Volvo machte alle völlig irre. Bestellte sie hin, wollte mich abschleppen lassen, erfuhr, dass das so nicht geht. Da die Plätze nicht ausdrücklich gekennzeichnet seien und zudem der davon einparkende Volvo ja verhindern würde, dass BesitzerIn (also ich) das Auto wegfährt. Man hatte sie belehrt, dass sie dann zumindest die Kosten tragen müsse, sie sich außerdem durch das Einkeilen der Nötigung schuldig mache ... Nix zu machen: sie terrorisierte alle weiter und bestand auf das, was sie für Ihr Recht hielt.

    Also machte man mich als Halterin ausfindig und wies mich darauf hin, dass ich eine Nötigungsanzeige stellen und ein Abschleppen des Volvos verlangen könne. Sag' ich: "Achneee - ich hab' aber eigentlich keine Lust, keine Zeit und keine NErven für Anzeigen, Gerichtsverfahren und son Käse. Noch dazu für sonen Quatsch! Ich will eigentlich nur irgendwann mein Auto wiederhaben und gut.!"

    Also verabredeten sich zwei Polizisten mit mir, wir gingen gemeinsam zu der guten Frau xyz, die jungen Männer in Uniform klingelten und baten nochmal, den Volvo wegzufahren. Kein Erfolg außer hysterisches Beschimpfen. Sagen die - genau wie ich immer noch einigermaßen friedlich: "Frau xyz, WAS soll Frau Metz denn nun noch tun? Sie hat sich mehrfach entschuldigt dafür, dass sie - wenn es nach ihr gegangen wäre - ca. 2 Stunden ihren Parkplatz benutzt hat. Sie hatte wirklich gute Gründe, Sie haben doch selber auch Kinder und wissen, wie es Freitag auf den Straßen zuging - hier ist massenhaft freier Parkraum. Was soll denn nun noch passieren?" Null - NIX. Sie behauptet, ihr Mann hätte den Autoschlüssel und sei nicht zu Hause.

    SAgt ein Beamter: "So, jetzt reichts. Jetzt stellen wir von unserer Seite eine Anzeige wegen Nötigung, lassen ihr Auto abschleppen und DAS zahlen dann ganz sicher SIE!"

    Da schleicht - bisher völlig unsichtbar - ihr Mann mit gesenktem Kopf um die Ecke in den Flur. In der Hand einen Autoschlüssel. Der Mann war locker einen Kopf größer und sehr kräftig gegen seine zierliche kleine Frau und Giftziege. Aber sie ging ihn sofort agressivst an und ich hätte hinterher nicht in seiner Haut stecken mögen.

    Er sagte kein Wort, stieg ins Auto, fuhr es beiseite und mein Fiesta war befreit.

    Ich hab' mich bedankt und der eine Polizist konnte es sich nicht verkneifen, den beiden noch etwas süffisant ein friedliches Weihnachtsfest im neuen Heim und eine allzeit gute Nachbarschaft zu wünschen.

    Mannomann - war ich froh, nicht direkt neben denen in dieser wunderbare hübschen geschniegelten Neubauanlage zu wohnen .... Leute gibt's ...

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  4. Parkplatzroman - Teil II

    Sonntag morgen: mein Telefon klingelte. Die Polizei: "Sind Sie Halterin des Fahrzeugs ... ?" Ich gleich losgelegt:" Ja, aber ich versuch' ja die ganze Zeit, das abzuholen ..." Will die ganze Misere erklären, sagt der Polizist am anderen Ende, er wolle mir nix böses, hätte vollstes Verständnis, aber sämtliche Polizeidienststellen und Abschleppdienste Münsters ein Problem: die Frau mit dem Volvo machte alle völlig irre. Bestellte sie hin, wollte mich abschleppen lassen, erfuhr, dass das so nicht geht. Da die Plätze nicht ausdrücklich gekennzeichnet seien und zudem der davon einparkende Volvo ja verhindern würde, dass BesitzerIn (also ich) das Auto wegfährt. Man hatte sie belehrt, dass sie dann zumindest die Kosten tragen müsse, sie sich außerdem durch das Einkeilen der Nötigung schuldig mache ... Nix zu machen: sie terrorisierte alle weiter und bestand auf das, was sie für Ihr Recht hielt.

    Also machte man mich als Halterin ausfindig und wies mich darauf hin, dass ich eine Nötigungsanzeige stellen und ein Abschleppen des Volvos verlangen könne. Sag' ich: "Achneee - ich hab' aber eigentlich keine Lust, keine Zeit und keine NErven für Anzeigen, Gerichtsverfahren und son Käse. Noch dazu für sonen Quatsch! Ich will eigentlich nur irgendwann mein Auto wiederhaben und gut.!"

    Also verabredeten sich zwei Polizisten mit mir, wir gingen gemeinsam zu der guten Frau xyz, die jungen Männer in Uniform klingelten und baten nochmal, den Volvo wegzufahren. Kein Erfolg außer hysterisches Beschimpfen. Sagen die - genau wie ich immer noch einigermaßen friedlich: "Frau xyz, WAS soll Frau Metz denn nun noch tun? Sie hat sich mehrfach entschuldigt dafür, dass sie - wenn es nach ihr gegangen wäre - ca. 2 Stunden ihren Parkplatz benutzt hat. Sie hatte wirklich gute Gründe, Sie haben doch selber auch Kinder und wissen, wie es Freitag auf den Straßen zuging - hier ist massenhaft freier Parkraum. Was soll denn nun noch passieren?" Null - NIX. Sie behauptet, ihr Mann hätte den Autoschlüssel und sei nicht zu Hause.

    SAgt ein Beamter: "So, jetzt reichts. Jetzt stellen wir von unserer Seite eine Anzeige wegen Nötigung, lassen ihr Auto abschleppen und DAS zahlen dann ganz sicher SIE!"

    Da schleicht - bisher völlig unsichtbar - ihr Mann mit gesenktem Kopf um die Ecke in den Flur. In der Hand einen Autoschlüssel. Der Mann war locker einen Kopf größer und sehr kräftig gegen seine zierliche kleine Frau und Giftziege. Aber sie ging ihn sofort agressivst an und ich hätte hinterher nicht in seiner Haut stecken mögen.

    Er sagte kein Wort, stieg ins Auto, fuhr es beiseite und mein Fiesta war befreit.

    Ich hab' mich bedankt und der eine Polizist konnte es sich nicht verkneifen, den beiden noch etwas süffisant ein friedliches Weihnachtsfest im neuen Heim und eine allzeit gute Nachbarschaft zu wünschen.

    Mannomann - war ich froh, nicht direkt neben denen in dieser wunderbare hübschen geschniegelten Neubauanlage zu wohnen .... Leute gibt's ...

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  5. Na Lizzy, Du bist ja immer für einen Roman gut. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich - ärgerlich wie es manchmal auch ist - nicht über einen Parkplatz so aufregen kann, um dieses Theater zu machen. Nur ein bisschen halt:-))

    Unsere Parkplätze sind außerdem ganz eindeutig zu unserem Haus zugehörig und ich selbst käme nie auf die Idee, an einem Privathaus einfach zu parken, das verwundert mich schon ein wenig. Und das vor allen Dingen so in einer Vielzahl. Naja, jetzt weiß ich, dass ich nötige, wenn ich jemanden zuparke - hab ich ja wieder was gelernt;-))

    Danke für die Story! :-)

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  6. Auch aus der Sicht eines Fußgängers immer wieder lustig.

    Ich freu mich schon auf "Lizzy-der Schmöker"...

    Li Grü, g

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  7. Auch aus der Sicht eines Fußgängers immer wieder lustig.

    Ich freu mich schon auf "Lizzy-der Schmöker"...

    Li Grü, g

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  8. Anja, ich glaube übrigens nicht, dass du auch nur annähernd das 'Revierverhalten' dieser Furie an den Tag legen würdest oder könntest. So ein Verdacht war jedenfalls nicht der Grund für diese Anekdote *s* Das würden aber auch nicht viele schaffen - ging schon ziemlich eindeutig über die Grenze von 'krank' hinaus und fiel mir eben so dazu ein.

    Sollte sich jetzt jemand widerrechtlich auf unseren Tiefgaragenplatz stellen und ich es zufällig bemerken :o) (der ist bei uns fest in Haushaltsvorstands- Männerhand - und mein Auto fest in Sohneshand. Sprich: ich laufe oder radel sowieso meist) dann jedenfalls fände ich das sicher auch nich lustig und würde ihn oder sie an den Haaren zum Ort des Verbrechens zerren :-|

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  9. Anja, ich glaube übrigens nicht, dass du auch nur annähernd das 'Revierverhalten' dieser Furie an den Tag legen würdest oder könntest. So ein Verdacht war jedenfalls nicht der Grund für diese Anekdote *s* Das würden aber auch nicht viele schaffen - ging schon ziemlich eindeutig über die Grenze von 'krank' hinaus und fiel mir eben so dazu ein.

    Sollte sich jetzt jemand widerrechtlich auf unseren Tiefgaragenplatz stellen und ich es zufällig bemerken :o) (der ist bei uns fest in Haushaltsvorstands- Männerhand - und mein Auto fest in Sohneshand. Sprich: ich laufe oder radel sowieso meist) dann jedenfalls fände ich das sicher auch nich lustig und würde ihn oder sie an den Haaren zum Ort des Verbrechens zerren :-|

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