Donnerstag, 27. Dezember 2007

Die Füße, so weit sie uns tragen!

Meine versagen mir gerade den Dienst. Bzw. korrekt ausgedrückt ist es der rechte. Er hat sich entschieden - schon beim vorletzten Lauf - doch mal das Gewölbe etwas näher an den Boden zu drücken. Die Sehne, die da drunter liegt, findet das gar nicht witzig und beantwortet das mit Schmerz, vor allen Dingen, wenn ich in Schuhe schlüpfe.

Heute morgen dann vorsichtig in die Laufschuhe - 1m gegangen - geht nicht. Einlagen rein, getestet, hmmm könnte klappen.

Dann auf in die Morgendämmerung - die 6km gingen ganz gut, ab km 4 tat es weh aber aushaltbar. Jetzt werde ich wohl mal brav Einlagen tragen und hoffe, dass ich es wieder in den Griff bekomme. Probleme mit meinem verhunsten Senk-/Spreiz-und-was-weiß-ich-noch-Füße hab ich mein Leben lang, aber jetzt tuts schon arg weh.

Im übrigen kam am Anfang des Laufes ein Hund auf mich zu, der in seinem normalen Stand mir schon auf gleicher Ebene ins Gesicht schauen konnte. Der Hundebesitzer, der diesen Riesenvieh nicht angeleint hatte, konnte meine Reaktion in Form von starr stehen bleiben nicht verstehen - er wäre noch nie auf Menschen losgegangen. Mag sein, aber ich hab Angst vor allem Getier, was sich - wenn es sich auf die Hinterbeine stellt - größer ist als ich.

Sonntag, 23. Dezember 2007

I did it!

So kurz vor Weihnachten möchte ich mich dann doch gerne als Heldin feiern lassen.

Nach meinem Lauf war ich Wassertreten im Entenkackesee! Autsch, was kann Kälte weh tun. Jetzt hab ich ein neues Ziel. Sollte es bzw. der See so kalt bleiben, dann muss ich drei mal Wassertreten schaffen. Mehr als zweimal ging heute nicht.

Und das Gefühl ist so schön, wenn der Schmerz nachlässt. Meine neue Narbe war im übrigen beleidigt und ist mal ordentlich blau angelaufen. Das Handtuch war auf dem Kilometer, bis ich beim Bäcker war, steif gefroren.

Insgesamt waren es dann knapp 9km, obwohl ich nur 7 laufen wollte (ich will ja langsam und vernünftig einsteigen) - aber irgendwie hab ich die Strecken mal wieder falsch eingeschätzt, so langsam sollte ich es besser wissen.

Freitag, 21. Dezember 2007

Morgens 8.30 Uhr irgendwo am Rhein!




Falls ich nichts mehr schreibe: Allen ein schönes Weihnachtsfest, besinnlich oder voller Trubel, mit Braten oder Kartoffelsalat, mit Familie oder ohne - auf dass jeder seines so feiern kann wie er/sie will!

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Es blinkt und glitzert überall...

.... oder mit anderen Worten - Weihnachtsalarm im Dorf.

Auf meiner kleinen Laufrunde gestern Abend hab ich versucht, ein paar von den Prachtstücken festzuhalten.

Als ich dann bei uns am Haus ankam, hats mich fast zerrissen. Thront doch ein 2m Weihnachtsbaum mit bunten Lämpchen bei einem der Nachbarn auf dem Balkon. Ein anderer hat den Balkon mit rotem Leuchtband verziert.

Ich geb zu, dass ich auch weiße Lämpchen am Balkon hab.... weiße... aber rot - na ja, über Geschmack kann man ja nicht streiten und unser Haus sieht dann halt aus wie ein knallbuntes Weihnachtspäckchen.

Sonntag, 16. Dezember 2007

Erster Lauf!

Das müssen glatt mal 2 Einträge an einem Tag in den Blog - der Tag verlangt es so, und dabei ist er erst knapp 11 Stunden alt.

Mein erster Lauf nach gut 3,5 Wochen Pause. Mein Wetter, mein Wetter, mein absolutes Lieblings-Lauf-Wetter.

5km waren es. Mein Piriformis hat mir die Pause eher übel genommen, als dass es ihm was genützt hätte - aber sei es drum. 5km gingen trotzdem gut und jetzt wird wieder fleißig gedehnt und geturnt, ich war nämlich faul die letzten Wochen (nicht generell aber was die Übungen anging).

Aber ansonsten war es wunderschön.

Weihnachtsfeier Laufen Aktuell, äh... Runner's World oder so!

Nein, es gibt keine Identifikationsprobleme, ob unter LA oder RW oder was auch immer, wir treffen uns zur Weihnachtsfeier. Warum? Weil wir Geschenke wollen. Warum? Weil das der einzige Anlass ist, bei dem man beim Auspacken eines Geschenkes in ihhh-bähhh-Rufe verfallen darf - Schrottwichteln halt.

Nachdem wir dreimal die Lokalität und die Uhrzeit verschoben haben, mache ich mich auf den Weg. Aber so einfach soll es nicht sein. Ich hole Jo ab - wegen des Weltfriedens und der globalen Erwärmung. Die Adresse im Mobiltelefon abgespeichert, ist sie als Zwischenpunkt zum Ziel schnell im Navi abgespeichert.

Pünktlich, wie ich halt so bin, fahre ich in die besagte Straße ein. Das Navi sagt mir, dass ich mein Ziel erreicht habe, um mich herum gehen die Straßen mit dem gleichen Namen sternförmig ab. Wie war noch mal die Hausnummer? Wo ist mein Telefon? Ich finde es nicht und damit auch nicht die Hausnummer... ich bastle mein ganzes Auto auseinander. Ab jetzt erzähle ich nicht mehr detailliert die Irrfahrten durch die Straßen, nur soweit - es dauert 15 Minuten, bis mein Mobiltelefon anfängt zu summen (Erinnerungsfunktion) und ich es so orten kann.

Jo angerufen, gehetzt in die Straße gefahren, man identifizierte mich dort schon als verwirrt, orientierungslos umherirrende Jeep-Fahrerin und ich wollte nur noch peinlichst berührt weg. So viel zur Vorgeschichte.

Sabine, Micha, Jo, Karl-Heinz, Susi und ich trafen im Bahnhöfchen in Beuel zusammen. Ob unserer Gespräche über Alkohol und Zigaretten und der Bestellung von Pommes und Schnitzel (ach, lass doch den Salat weg), könnte man eher meinen, einer Weihnachtsfeier des Eckkneipen-Forums als eines Laufforums beizuwohnen - boah hat datt lecker geschmeckt.

Mit meinem Geschenk war ich im übrigen absolut sicher, den Vogel abzuschießen - hatte aber nicht mit Michas Tombola-Ergebnissen gerechnet, die nach dem Losverfahren auf mich trafen - noch nie hatte ich eine solche Freude... Ergebnisse sind hier zu betrachten und ich gebe mich geschlagen.

Die braune Weinumpackung auf dem Foto war schon schrecklich genug, aber für den Knaller gibt es ein extra Foto und Micha ist der eindeutige Sieger - er hatte nun wirklich das schrecklichste Geschenk mitgebracht. Ich glaube, ich muss für die nächsten Tage noch ein Schrottwichteln anzetteln, damit ich das wieder aus dem Haus bekomme.



Es war lustig, unterhaltsam und einfach schön! Im übrigen beißen wir nicht und es sind beim nächsten Mal auch gerne neue Leute aus dem Forum Willkommen! Alle Fotos kann man sich hier anschauen.

Mittwoch, 12. Dezember 2007

In this Togetherhanging!

Friseurbesuch - da gibt es tatsächlich was zu berichten. Mein Friseur hat umgebaut, beim letzten Mal wurde ich in einem mobilen pinken Friseurcontainer zurecht geschnibbelt.

Gestern gab es dann den neuen Salon. Zum Waschen wird man jetzt in ein extra Zimmer geführt, dort gibts Pling-Plang-Musik und gedämpften Licht mit Kerzenschimmer erfüllt. Aus dem Stuhl fährt per Knopfdruck die Fußstütze und - für mich gut erreichbar - gibt es einen weiteren Knopf, der eine 3-minütige Rückenmassage des Sessels startet. Nach der Anzahl meiner Knopfdrücke hab ich dann wohl 15 Minuten Haare waschend im Sessel verbracht.

Nicht, dass das ein Mensch bräuchte und letztendlich muss ich es auch bezahlen - ich fands aber lustig.

Auf dem Rückweg musste ich dann noch in einem "Das kauf ich Euch ab"-Laden anhalten - weil ich zwingend für den neuen Look ein Glätteisen brauche. Ich vertraue dann mal meiner Friseurin, dass meine Haare davon nicht mehr in Mitleidenschaft gezogen werden, als von der Föhnerei und nein, ich stelle keine Fotos ein - aber mir gefällt es. :-))

Auf der weiteren Rückfahrt hörte ich dann das englische Interview von Helge Schneider - nicht dass in ein großer Fan wäre aber bei dem Satz "In this Togetherhanging" musste ich doch laut lachen. Leute - I brake together.

Bis die Tage, vielleicht gibts dann wieder was übers Laufen zu berichten.

Montag, 10. Dezember 2007

Auszeit verlängert!

Da Hase fragt, erzähl ich es auch kurz.

Mir gehts gut und das, obwohl ich nun schon seit 3 Wochen nicht mehr gelaufen bin. Ist also überlebbar;-))

Die Zeit verging wie im Flug und es gab höchstens 2-3 Momente, in denen ich gerne gelaufen wäre. In der meisten Zeit hatte ich keine - ich war beruflich so eingespannt, dass es mir schwer gefallen wäre, noch früher aufzustehen, um laufen zu können - fast jeden Abend war ich irgendwo verplant, vermeetet oder so etwas in der Art.

Morgen sind 3 Wochen rum und ich werde die Auszeit wohl noch etwas verlängern. Seit ungefähr ner guten Woche hat mich auch die Erkältungswelle erwischt, die gerade mit einem unnetten Husten einhergeht. Das ist schon wieder auf dem Weg der Besserung, wenn ich aber schätzungsweise Donnerstag wieder laufen könnte, fehlt schlicht und ergreifend die Zeit - also frühestens Samstag/Sonntag werde ich wieder starten, und zwar gaaanz vorsichtig.

Aber ich weiß schon, dass ich mich danach sehr gut fühlen werde.

Im übrigen hab ich jetzt ne wunderschöne 5,5 cm lange Narbe am linken Unterschenkel - Wade Innen. Mein neues unverkennbares Merkmal. Hat der Doc schön hinbekommen. Ein gerade Strich ohne ZickZack und so. Ich hoffe, dass sie jetzt auch so bleibt und sich nicht weiter auseinander zieht. Können die doch was, diese Chirurgen. Und er hatte Recht als er sagte "Alles besser, als DAS".

Samstag, 8. Dezember 2007

Nix im Kleiderschrank!

Welche Frau kennt das nicht? Nix im Kleiderschrank und dabei steht eine nette Einladung ins Haus, bei der es etwas schicker zugeht und Silvester ist auch nicht mehr ganz fern und auch hier fürchte ich in diesem Jahr, dass Jeans und Turnschuhe unangebracht sind.

Wer mich kennt, weiß, dass meine Gene - bezogen aufs Klamotten kaufen - eindeutig männlich sind. Ich erwähnte es wohl auch schon einmal in irgendeinem Beitrag. Wenn ich dann darüber nachdenke, an einem Samstag vor Weihnachten in die Stadt fahren zu müssen, dann sträuben sich mir die Nacken- und alle anderen verfügbaren Haare noch dazu.

Punkt 10.00 Uhr stand ich vor meinem Lieblingsgeschäft, 10.30 stand ich mit der Tüte unterm Arm wieder vor dem Geschäft. Wenn das nicht mal effektiv ist. Noch nen leckeren Kaffee getrunken, bei TörtchenTörtchen was für den Nachmittag gekauft und dann gings auch schon wieder nach Hause.

Ich bin sehr zufrieden mit mir und meinem Einkaufsverhalten.

Sonntag, 2. Dezember 2007

"Für 29,00 Euro in Schloss" oder "Petershagen ist nicht Bad Oeynhausen"

"Wo fährts Du denn hin?" fragt man mich. "Keine Ahnung, ich glaube nach Bad Oeynhausen - aber auf jeden Fall irgendwo in die Nähe." So viel zu meiner Vorplanung zu der jährlichen Weihnachtsfeier mit meinen Mädels. Ich musste mich um nichts kümmern und ich hab es dann auch wirklich nicht getan.

Mit dem NRW-Ticket geht es für 29,00 Euro (wohlgemerkt für mind. 5 Personen) mit dem RegionalExpress Richtung Bad Oeynhausen - Richtung stimmte also. Ich höre dann aber im Zug, dass wir im Hotel in Petershagen sind - auch schön! Alleine über das Erlebnis, an einem Freitag Nachmittag mit großem Gepäck in dem dafür nicht vorgesehenen aber um so mehr gefüllten RegionalExpress zu sitzen und viele Dinge mitzubekommen, die man von fremden Leuten nicht bekommen will, würde schon einen Blog füllen. Die Verzweiflung führt uns beim Umsteigen in das Fahrradabteil, in dem wir Freundschaft mit der hydraulischen Tür der Behinderten-Toilette schließen.


Wir werden mit reichlich Essen und schon vorgelustigten weiteren Mädels in Petershagen empfangen, Kinder und Schlösser werden besichtigt und es geht früh ins Bett.


Nach üppigem Frühstück im Schloss wollen wir uns "etwas die Füße vertreten". Dass daraus eine ca. 13km lange Wanderung entlang der Weser von Petershagen bis nach Minden wird, war den meisten wohl nicht bewusst. Ich befürchtete, zwischenzeitlich von Luzia und Ruth erschlagen zu werden und ich verrate Euch nicht, dass wir nur weiter gegangen sind, weil ich nach 5km ne Schnute gezogen hab, als Heike vorschlug, ins Lokal zu gehen.

Wir belohnten uns reichlich auf dem Mindener Weihnachtsmarkt mit Eierpunsch, Kirschglühwein, Feuerzangenbowle und was man sich auch sonst nicht wirklich in den Rachen schütten sollte. So gerade noch eine Prügelei um das Taxi verhindert, zogen wir Richtung Schloss zurück, um uns fürs Weihnachtsessen aufzuhübschen.


Fast schon nicht erwähnenswert, dass wir mal wieder die Truppe mit der höchsten Lautstärke waren - bis mal die Geschenke dort waren, wo sie hingehörten, verging das ein oder andere Glas Wein und selbst nach dem Auspacken wurde noch getauscht.


Das opulente Frühstück ("Fürstliches Frühstück) am nächsten Morgen ließen wir nicht links liegen, um uns dann doch etwas müde und abgeschlagen für 14,40 Euro/Person mit Taxi und Bahn zurück ins Rheinland bringen zu lassen. Wir konnten Birgit so gerade noch abhalten, sich mit den Fußballfans im Zug zu prügeln, die es nicht lassen konnten, irgendwelche netten Liedchen zu grölen - da reagieren wir empfindlich, wenn wir bei der "politischen" Lektüre gestört werden. Heike hatte uns für den Weg noch genug Kuchen (mit Liebe) eingepackt - wir hatten ja noch nicht genug Kalorien am Wochenende.


Und wie immer - et war schön. Heut gehts früh ins Bett.

Sonntag, 25. November 2007

Lauffreier Sonntag!

Dazu ist nichts zu sagen, oder? Mein erster lauffreier Sonntag - wahrscheinlich der erste im Jahr.

So, da hab ich den Salat. Am Bein tut nix mehr weh, ich fühl mit fit und darf trotzdem nicht.

Vorgestern hab ich schon den Läufer beneidet, den ich vorbeifahrend am Rhein sah. Allerdings hab ich den Läufer nicht beneidet, der die ca. 3km lange Industriestraße in Köln-Niehl entlang lief. Hab mich wirklich gefragt, was der da macht. Auf der einen Seite übelstes Industriegebiet, auf der anderen Seite eine 6spurige Bundesstraße. Vielleicht war das ja ein besonderes mentales Training.

Wünsche allen Läufern einen schönen Laufsonntag - lauft den ein oder anderen Kilometer für mich mit.

Dienstag, 20. November 2007

Machen wir doch mal aus der Mücke einen Elefanten!

Jetzt ist er weg, der Mückenstich - ungefähr 7 Jahr hatte er sich an meinem Bein festgesetzt.

Natürlich hab ich heute Morgen noch die Zeit genutzt, einen letzten Lauf zu machen und harre jetzt der Dinge, die da kommen. Schlechte Laune? Plötzliche Gewichtszunahme in zweistelliger prozentualer Höhe? Muskelkater, weil ich so komisch vor mich hinhinke?

Jaaa.... ich kann sogar aus nem Mückenstich noch nen Blogeintrag machen.

Bis die Tage!

Anja

Sonntag, 18. November 2007

1. Mützenlauf, 1. Abschiedslauf und Raubbau am Körper

"Autsch", denke ich, als ich heute morgen nach einer unruhigen Nacht mit Bettenwechsel wg. krankem nach Luft schnappendem Bettgefährten und ein paar Stunden Gedankenrotation, aufwache. Boah, tun mir die Knochen weh - jetzt erst mal einen Kaffee trinken und langsam weich werden.

Ich schlüpfe in die immer noch von Schlamm ummantelten Heldenschuhe aus Troisdorf (selbst zum Säubern dieser hatte ich keine Zeit) und mache mich auf den Weg. Es ist kalt, die Luft ist klar und ich liebe es.

Auf dem Feld pflückt ein Bauer die Zuckerrüben. Der süßliche Duft erinnert mich stark an die Kindheit. Der Weg geht Richtung Rheinbogen, dort bin ich schon ewig nicht gelaufen. Ich merke, dass die Knochen, Gelenke und vor allen Dingen Muskeln mir das Pensum der letzten 3 Wochen (nicht Lauf- sondern Arbeitspensum) nicht verziehen haben. Gegipfelt in 3 Tagen Hausmesse mit Abendveranstaltungen, mal wieder ungesunder Lebensweise (ohne Alkohol) und deutlich zu wenig Schlaf. Es gab keine Möglichkeit für meine Dehn- und Kräftigungsübungen und gerne gibt mein Körper mir die Quittung dafür.

Erst aber wird mein Deichrundenweg von einer im Bau befindlichen "Pipeline" behindert - ich ignoriere die Verbotsschilder und krabble unter dem Zeugs hindurch - so geht das ja nicht hier. Ich laufe vor mich hin, wundere mich über den Jogger in Steppjacke, während ich mich gerade aus meiner Fleecejacke pelle - ist doch ordentlich warm in der Sonne.

Nach 10 km kommt es wieder wie ein Stromstoß - zack linkes Knie und das Bein rutscht weg. Da ist es wieder, mein Rücken-Knie-Problem. Jetzt hab ich wirklich den Beweis. Immer, wenn ich mehrere Tage auf Messen war, viel gestanden hab, wenig geschlafen und unregelmässig gegessen hab, dann hauts mir das Knie weg. Diesmal hab ich nichts schweres geschleppt, daran kann es nicht liegen. Es scheint einfach eine Form der starken Muskelanspannung zu sein.

Ich schaffe mit ein paar mal wegknicken noch die restlichen 3 Kilometer. Natürlich hat es Spaß gemacht, auch wenn sich die Beschreibung vielleicht anders anhört.

Warum ist es ein Abschiedslauf? Am Dienstag wird mir ein verkapselter Mückenstich weggeschnibbelt. Der sitzt so blöd auf dem Wadenmuskel, dass ich 4 Tage nicht gehen und 3 Wochen nicht laufen darf, damit sich keine Riesennarbe bildet. Also werde ich für 3 Wochen pauseren. Ich vermute aber mal, dass es am Dienstag Morgen, also kurz vor der OP, noch einen zweiten Abschiedslauf gibt - das sind dann die ersten 3 Wochen in diesem Jahr, in denen ich nicht laufen werde. Stellt Euch also auf viele Jammergeschichten in meinem Blog ein.

Sonntag, 11. November 2007

Wir müssen alle sterben!

Nein, das ist kein Ausruf eines panischen Fluggastes sondern die Überzeugung vieler Mitläufer, die sich auf das Erlebnis 6-Stunden-Lauf in Troisdorf einlassen.

Da sich 6 Stunden ununterbrochenen Laufens jenseits meines Vorstellungsvermögens befindet, melde ich mich für die Staffel an und gehöre damit zur leicht ansterbenden Gemeinschaft.

Wenn man sicher allerdings vorstellt, mind. 6 Stunden in einem Stadion zu sitzen und anderen Leuten dabei zuzuschauen, wie sie genau so viele Stunden im Kreis (2,5 km) rennen, dann gehört dazu eine gewisse Planung. Allem voraus natürlich die Nahrungszufuhr: Kartoffelsalat, Frikadellen, Würstchen, Muffins, Kaffee, Tee, Schokolade, alkoholfreies Bier - da kam bei 5 Staffelläufern so einiges zusammen.

So gut gerüstet, warteten wir im Troisdorfer Station auf den Start - Micha, Susi, Sarah, Regina und ich. Wir warteten und warteten und warteten - die Leute von Mika hatten es vorgezogen, ihre Zeitmessmatten erst dann fertig hinzulegen, bis es wieder regnet. So starteten die Läufer im richtig dicken Schauer.

Die Zeig verging wie im Flug, bis ich als 3. den Staffelstab in die Hand gedrückt bekam. 5 Runden sollten es werden und die möglichst in 1:10 Std. Für mich schon eine Herausforderung, wenn ich 12,5 Kilometer in einem Schnitt deutlich unter 6 laufen muss.

Ich starte und es fühlt sich gut an - es regnet gerade nicht, es läuft gut und ich bin zu schnell. Ich begegne Miatara, der einen extrem entspannten Eindruck macht - er fordert noch mind. 2 Überrundungen von mir, die ich ihm natürlich nicht versprechen kann.

Die Streckenposten in Troisdorf geben sich viel Mühe und applaudieren jedem Läufer, der vorbei kommt - schon eine extreme Leistung bei dem Wetter und der Dauer der Veranstaltung. Sie versuchen das Wasser vom Deich zu fegen, was bei dem Wechselwetter ein unglaubliches Unterfangen ist.

Dann nach 4km dann - ein großer Schritt für Anja, ein kleiner Schritt für die Menschheit: Ich erlaufe mir den 1.000 Kilometer in diesem Jahr. Das ist mein Lauf-Jahresziel für 2007 und ich hielt es für sehr gewagt. Jetzt, am 11.11. - also noch einige Wochen vor Ende des Jahres - ist es für mich erreicht.

Ich überlege kurz, ob ich einen der Ultraläufer anquatsche und ihm/ihr davon erzähle, glaube aber, dass ich aufgrund deren Kilometerleistungen auf unglaubliches Kopfschütteln stoße und erspare mir diese Begegnung. Still freue ich mich also vor mich hin.

Jedes Mal, wenn ich in Stadion-Nähe bin, höre ich, wie der Sprecher be- und verwundert von einer kleinen Frau spricht. Sie ist schnell, sie ist ihm unbekannt - mir aber nicht. Ich freue mich so riesig über diese Leistung. Nach der dritten Runde überholt sie mich. Vorstellbar? Ich werde von Läufern überholt, die 6 Stunden laufen - ich nur 12,5! Innerlich verbeuge ich mich tief vor ihr. Da das aber beim Laufen stört, rufe ich ihr lieber zu, dass sie die Größte sei!

Es fängt so richtig an zu schütten - aber das ist sowas von egal!

Nach ca. 8 Kilometern wird es hart, den Schnitt von ca. 5:30 zu halten. Das Atmen wird laut, der Druck auf der Lunge merklich - die Beine sind kein Problem, nur die Luft. Käme mir doch jemand von der Staffel entgegen, ich würde nach 4 Runden Schluss machen. 10km erlaufe ich in ziemlich genau 56 Minuten und denke, dass ich doch sterbe, so richtig.

Ich will unter 1:10 bleiben, ich will den anderen Läufern meiner Staffel keine Zeit klauen. Also halte ich irgendwie das Tempo - aber wirklich 500m vor dem Stadion muss ich ein wenig runter. Ich kann einfach nicht mehr. Natürlich wird die Haltung bewahrt und beim Einlauf und der Staffelübergabe noch gelächelt - was muss, das muss. Danach huste ich mir erst mal die Seele aus dem Leib und sehr bald danach gibts Kartoffelsalat und die Welt ist wieder in Ordnung.

Es wird angefeuert, es wird gestaunt, es hagelt, wir haben Decken und Kaffee und Tee!

Es hat mich so gefreut, bei dieser Veranstaltung angestorben zu sein und die anderen ansterbenden und wirklich sterbenden getroffen zu haben. Ihr seid alle Helden - aber davon dürft Ihr selbst berichten.

Alle Bilder sind hier zu sehen.

Mittwoch, 7. November 2007

Mag nicht!

So kurz vor dem Ziel, 996km in diesem Jahr - und ich laufe heute den 3. Tag in Folge nicht. Morgen werde ich nicht können, also Freitag vielleicht.

Es war mir zu dunkel, ich war zu kaputt, das Knie schmerzt ein wenig und es fing an zu regnen - hält mich normalerweise nicht vom Laufen ab, zumal das Ziel so nah ist.

Aber dann feier ich vorab und vielleicht lauf ich ja auch beim Staffellauf am Sonntag (Troisdorfer 6-Stunden-Lauf) meinen 1.000 Kilometer in diesem Jahr - wär ja auch nett!

@Martin - ich will nix von schlauen Sprüchen bzgl. dem komischen Viech lesen;-)!

Samstag, 3. November 2007

Auf die Reise geschickt - Rückkehr ungewiss!

Zwei meiner Kinder musste ich heute schweren Herzens auf die Reise schicken - wenn sie krank sind, müssen sie wohl dorthin, wo ihnen geholfen werden kann.

Ein Kind ging zum Online-Versand von Digitalkameras zur Reparatur. Das andere Kind muss ich wahrscheinlich wg. eines Akku-Defektes gänzlich umtauschen.

Wie soll ich nur ohne Kamera und MP3-Player zurecht kommen? Muss ich ja all meine Liebe auf den FR ergießen, hoffentlich bleibt der mir erhalten.

Für tröstende Worte bin ich empfänglich.

Dienstag, 30. Oktober 2007

Einer dieser Tage...

... heute war mal wieder einer dieser Tage.

Logistische Gründe sprechen meiner Vernunft zu, dass es sinnvoll ist, heute früh zu laufen.

Ich wache auch von selbst um 5.00 Uhr auf... und bleibe liegen. Frank steht um 5.40 Uhr auf.... ich bleibe noch ein paar Minuten liegen. Och nö... jetzt laufen... nö... ich hab keine Lust. "Wenn ich jetzt nicht laufe, "muss" ich heute Abend laufen und dann ist mit Kochen und Turnen und was weiß ich noch, der Abend wieder so kurz" höre ich mich zu Frank sagen.

Schon alleine das Wort "muss" muss für einen Nichtläufer ziemlich bescheuert klingen - der Gesichtsausdruck von Frank sprach auch Bände.

Ich ziehe los und laufe mit meinem FR Muster ins Dorf - Straße rauf, Straße runter, kreuz und quer, um irgendwie im Dorflicht meine Stunde voll zu bekommen.

Und natürlich war es toll, hat super viel Spaß gemacht, alles hat gepasst.

Das war einer dieser Tage und wenn ich nicht schon wüsste, dass das Überwinden der inneren Abwehr (nein, ich sag nicht Schweini, das ist so ein beklopptes Wort) meistens mit einem besonders schönen Lauf belohnt würde, ich wäre liegen geblieben oder alternativ früher zur Arbeit gefahren.

Schönen Tag Euch allen!

PS: Irgendwie tue ich mich dieses Jahr mit meiner Herbstkleidung schwer, ich war schon wieder zu warm angezogen.

Sonntag, 28. Oktober 2007

Erkenntnisse des Tages!

1. Erkenntnis: Wenn Du vor dem Lauf einen Liter Tee trinkst, solltest Du nicht vergessen, vorher die Toilette aufzusuchen.

2. Erkenntnis: Nach einem üppigen Frühstück sollte man keine Kräftigungsübungen machen, bei denen der Mageninhalt nicht automatisch von der Schwerkraft unten gehalten wird.

Ansonsten merke ich so langsam, wie meine Lieblingslaufzeit kommt. Es war angenehm frisch, das Laub rieselte wie Schneeflocken langsam auf den Boden und es herrschte so früh noch eine himmlische Ruhe... ach, ich liebe es!

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt...

.... ach nee, noch ein wenig früh.

Aber wenn ich das gewusst hätte, dann hätt ich es schon längst getan.

Heute war mein erster richtiger Dunkellauf nach dem Sommer. Frank hat mir vor kurzem Bänder mit Leuchtdioden geschenkt, damit ich hier nicht von wilden Fahrradfahrern beim Laufen über den Haufen geradelt werde - hab ich zwar letztes Jahr überlebt aber es ist schon recht düster hier.

Ein Band um den Arm und ein Band um den Unterschenkel und ab gehts mit roten leutenden Pünktchen.

Eine Katze springt vom Fensterbrett, läuft neben mir her und stiert irritiert auf meinen leuchtenden Fuß. Das macht sie so lange, bis sie mit dem Kopf gegen den Holzzaun läuft. Ich entschuldige mich hiermit bei allen Tierliebhabern, dass ich laut gelacht habe - glaubt mir, sie hat es überlebt.

Das Ehepaar, das mit den Hunden spazieren geht, findet meine Leuchtbänder auch lustig und lobt mich dafür.

Die Mutter erklärt ihrem Kind, dass ich mich mit diesen Leuchtdingern doch sehr vernünftig verhalte und mich damit alle Autofahrer und Radfahrer sehen.

Ich wusste gar nicht, dass die Dinger so viel Aufsehen erregen, zumal ich nicht die einzige bin, die damit rumläuft.

Aber die Katze hatte wirklich die beste Reaktion - zumindest, was meinen Humor so anspricht. Mal schauen, was diesen Winter noch passiert. Im übrigen waren es heute wieder 11° und es war in meiner Fliesjacke viel zu warm. Irgendwie klappt das mit der Winterkleidung noch nicht.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Vertan!

Hab ich mich doch glatt vertan. Ich dachte, bei 11° funktioniert nur das langärmlige Laufshirt. Nee, ich hätte Handschuhe und ne Mütze gebraucht und auch noch meine Fliesjacke.

Lauf ich halt was schneller. So richtig warm wurde mir dabei auch nicht aber ich war schneller zu Hause. 6km in 35 Minuten ist für mich sehr schnell. Und ich hab mich nur gefragt, wie ich die 9,4 km im Mai noch "schneller" gelaufen bin - keine Ahnung!

Anschließend hätte ich beim Rote-Omme-Wettbewerb mitmachen können, endlich mal.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Wenn Engel reisen...

Wunderschönstes Wetter hatte ich für den Tussen- und Schicksentreff in Köln bestellt - hat funktioniert.

Wir wissen jetzt, dass Köln auf engstem Raum (4 Quadratkilometer) die größte Dichte an romanischen Kirchen hat (nämlich 12). Wir wissen, dass Köln als Stadt von den Römern geplant wurde und nicht aus einem Dorf entstand und die Eburonen sich lieber haben vernichten lassen, als nach Köln zu ziehen (waren das Düsseldorfer??). Wir wissen auch, dass die Ubier schlauer waren und aus ihren Wäldern kamen, um für die Römer die Stadt zu bewohnen. Wir wissen, dass die Köbese schon früher Tschechen waren.

Ich weiß jetzt, dass Abe und Uschi mittags kein Kölsch trinken.

Wir wissen, dass es auf Friedhöfen keine Toiletten gibt und ein Auto nur ein Meter vorgerollt werden muss, damit es wieder anspringt.

Wir wissen, dass es in Sülz doch manchmal gelingt, schnell einen Parkplatz zu bekommen und dass Manu die Motten bekommt und trotzdem kommt.

Wir wissen, wo das größte Kirchenfenster nördlich der Alpen ist und dass Steine, die so schwer sind wie Autos, schweben können. Wir wissen, dass wir vergessen haben, den grünen Salon zu besichtigen und dass der Weckmann, wenn er vergessen wird, nicht lange hält.

Uschi, Abe, Manu, Bonsai - es war schön mit Euch - bis zum nächsten Mal.


Montag, 15. Oktober 2007

Paul!

Berlin ist von den Städten, die ich bisher gesehen habe, wohl die, die bei mir immer die zwiespältigsten Gefühle abruft.

Von absoluter Begeisterung bis absolutem Kopfschütteln. Geld ohne Ende bis absolute Armut. Rausgeputzt und abgewrackt.

Für 2 Tage waren wir mit lieben Freunden ;-) in der Stadt und haben uns viel angesehen - sind gewandert auf den Strecken, die Frank und ich in unserer Berliner Zeit abgelaufen sind, haben in Kneipen gesessen, die wir damals ausprobiert hatten.

Ja, ich besuche Berlin gerne für ein paar Tage und ich bin immer wieder froh, wenn ich weg bin - leben möchte ich dort einfach nicht.


Und wir sitzen auf den letzten 2 Stunden bei einem Kölsch und dann verabschiedet er sich einfach von dieser Welt. Wir kannten ihn nicht aber er stirbt neben uns - der Krankenwagen benötigt 15 Minuten ("Berlin halt", so sagte der Kellner - wir waren fussläufig max. 5 Minunten von der Charité weg). Es wird sich gekümmert und gehofft, dass er es schafft aber eigentlich sah man schnell, dass das wohl nicht so sein wird.

Heute laufe ich gedankenversunken in die Morgensonne durchs Herbstlaub - seit gestern Abend habe ich/haben wir schon viel gegrübelt. In meinen Gedanken hab ich ihn jetzt Paul genannt. Ich hoffe einfach, dass er mit seinem Leben zufrieden war, dass es ihm gefallen hat.

Freitag, 12. Oktober 2007

Wieder da!

Da sind wir wieder. Die Zeit war lange und kurz - irgendwie beides.

Da ich den Schlepptop mit hatte, um im Urlaub die Bilder direkt auf die Festplatte zu speichern und mein neues Spielzeug auszuprobieren, hab ich jeden Tag ein paar Zeilen geschrieben. Damit das den Blog nicht sprengt und sich wohl keiner genötigt fühlen soll, das alles zu lesen, gibt es dazu einen extra Blog.

Wer mag, darf auch gerne eine Auswahl an Bildern schauen.

Neuer Blog - hier!

Fotos - hier!

Und dann sind wir mal wieder weg....

Sonntag, 23. September 2007

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!

Letzte Woche machte sich mein rechts Knie (Patellaspitzen) bemerkbar - ok, nutze ich halt den Stress um die Messeteilnahme meiner Firma, mal ein paar Tage auszusetzen. So richtig Zeit hätte ich wohl nicht gehabt.

Donnerstag Abend kam dann mein allerneustes Spielzeug..... und so zwischen "Messekoma" und "wie viel Schminke passt in mein Gesicht, dass man den Schlafmangel nicht mehr sieht" richte ich meinen kleinen Laufcomputer mit den wichtigsten Daten ein.

Samstag letzter Messetag, der Abbau geht recht zügig vonstatten. Sonntag früh, ich freue mich auf den ersten Lauf der Woche und mir den ganzen Müll, den ich meinem Körper die letzten Tage angetan hab, aus den Poren zu schwitzen.

Ich finde, der Forerunner lässt mich extrem sportlich aussehen und ich trabe los. Häh?? Warum lege ich denn so schnell so viel Meter zurück? Ah, ich muss noch aufs metrische System umstellen. Auch geschafft und los gehts wieder.

Dann, nach 20 Minuten passiert es wieder: Scheinbar hab ich mir beim Messeauf-/abbau irgendwas wieder am Rücken verrenkt - ich kann mich dunkel erinnern, dass es mir an der Brustwirbelsäule weh tat. Auf jeden Fall versagte das linke Knie mal wieder den Dienst. Ich hab mich noch zurückgeschleppt und so gerade 6km auf die Uhr bekommen, bis es dann gar nicht mehr ging. Gott sei Dank verschlimmere ich damit nichts, es tut einfach nur weh und verschwindet nach dem Lauf wieder.

Hoffentlich bekommen der Physio und ich das vor dem Urlaub noch hin. Ich will auf jeden Fall in der Toskana laufen können... aber ich denke schon, dass es klappt. Verrückt ist es auf jeden Fall - vor 3 Wochen lauf ich mal flott 21km - einfach so. Und jetzt gehen realistisch noch nicht mal 6... es bleibt spannend.

Samstag, 15. September 2007

Münchner in der verbotenen Stadt!

Wenn Münchner in der verbotenen Stadt fragen, ob sie - wie es zu Haus auch ist - nach 10 Bieren ein Freibier bekommen, dann schüttelt der Kellner mim' Kopf.

Wenn Münchner in einem Kölschen Brauhaus in Düsseldorf nach Alt fragen, dann schüttelt der Kellner mim' Kopf.

Wenn Münchner im Kölschen Brauhaus in Düsseldorf Schnupftabak schnupfen, dann schüttelt der Kellner mim' Kopf.

Wenn Münchner vergessen, den Bierdeckel aufs Glas zu legen und Mann oder Frau noch ein Kölsch bekommt, dann schüttelt der Münchner mim' Kopf.

Es klappt bei uns mit der Völkerverständigung.

Montag, 10. September 2007

Neues Baby!

Teil 2:

Mensch Mädels, watt seid Ihr neugierig. Ich muss tagsüber meine Brötchen verdienen und kann nicht bloggen wie wild :-))

Also, ich hab ein paar Bildchen gemacht - einmal mit und einmal ohne Kondom - und das noch im Größenvergleich zu einer kleinen Streichholzschachtel. Süß oder - passen ganze 2 GB drauf, das ist das 66fache, das mein erster PC schaffte, der über 3.000 Mark damals gekostet hat - die Kleine ist dann doch deutlich günstiger.

Und nun hab ich wieder Musik beim Laufen, und zwar unbegrenzt - vorher bin ich mit 256 Megabyte und ohne jeglichen Komfort rumgelaufen - ok, hat nicht weh getan. Aber nun iss der alte kaputt und was neues musste her.

Dank Internet bin ich auf dieses schicke und finanzierbare Ding gestoßen, das vor allen Dingen Läufer als besonders gut gelobt haben - hat sogar ne Stoppuhr!

Ist das nicht ein schönes, neues Spielzeug?




****************
Teil 1:

Andere Leute sagen SchnickSchnack - für mich ist es ein neues Baby...

Eigentlich hatte ich mir selbst versprochen, dass ich mir für den Fall des Durchlaufens meines 2. Halbmarathon einen Garmin Forerunner 305 - Laufcomputer mit GPS - gönne. Da aber jetzt noch die Markise aussteht (klasse - im Winter, oder?) - klemme ich mir das vorerst.

Aber ein andere Baby hat den Geist aufgegeben - ständiger Laufbegleiter... ok, das Kind war irgendwie veraltet. Zu klein, zu wenig Möglichkeiten... aber morgen, da kommt das das neue Baby. Und das WörldWeidWäb hat mir gesagt, dass es speziell für Läufer optimal ist.

Und es ist viel kleiner aber gleichzeitig auch viel größer und viel besser und ich werde damit nicht nur schneller sein sondern auch noch extrem schick aussehen. Bestimmt!!!!

Freitag, 7. September 2007

Scheiß Romantik!

Und das meine ich wörtlich - aber dazu später.

Treu nach dem Motto "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern." laufe ich doch wieder durch die Gegend. Kurzer Status: Es ist eine gereizte Plantarsehne und gereizte Achillessehnenansätze und der Zauberphysio massiert mir das mal auf eine neutrale Basis, mit der ich laufen kann - sorry für die Aufregung aber das ist halt so, wenn frau so lange nicht laufen konnte. Ich hör halt alle Flöhe husten.

Hat aber noch nix mit Romantik zu tun.

Generell gehts mir nach dem HM ganz gut. Die Muskeln sind allerdings heftigst verhärtet (vor allen Dingen die Waden), was mir am Dienstag bei den ersten 5 km doch zu schaffen machte. Teils wird es mit dem Halbmarathon zu tun haben ganz sicher aber auch mit den Treppenstufenübungen gegen A-Sehen-Beschwerden, ich muss es halt langsamer angehen.

Hat immer noch nix mit Romantik zu tun.

Heute traue ich mich noch mal - Ziel sind lockere 7km, wirklich langsam. Ich dümpel so vor mich hin, sehe die Wildgänse auf dem Feld (och schön, wie romantisch) und schleiche weiter. Auf dem Feldweg kommt mir ein älteres Ehepaar entgegen. Während mir Springsteen "All I'm thinkin' about" ins Ohr trötet, sehe ich beim älteren Herren Lippenbewegungen. Ich schaue noch mal hin und registriere, dass er mit mir spricht. Ich nehme die Stöpsel aus den Ohren und er fragt mich: "Haben Se irjendwo Jänse jesehen". "Ja, hab ich - direkt hinterm Sonnenblumenfeld sitzen sie". "Ach super, Frau, da müssen wir noch hin." während sein Fernglas euphorisch auf seinem gut genährten Bauch wackelt. Och, wie romantisch, denke ich noch, manchmal sitzen sie ja auch am Entenkackesee, aber das verrate ich nicht.

Schlappend schleiche ich mich Richtung See, um dort zum einen barfuß zu laufen und zum anderen Wassertreten zu spielen. Ich ziehe meine Schuhe aus und starte und sehe... ja watt denn, nix Romantik, nur Gänsekacke. Die ganze Wiese ist voller Gänsekacke. Ok, war schon immer etwas da ... aber soo?? Trotzdem wage ich die Barfuß-Runde - kühle im See ab, nehme die Schuhe in die Hand, um den Rest noch über die Wiesen zu laufen und "bratsch", die Gänsekacke quillt mir zwischen den Zehen durch die Füße.

Scheiß Romantik, und das meine ich wörtlich - die sollen sich doch woanders treffen und nicht auf der einzigen Zone, auf der ich barfuß laufen kann. Hoffentlich übertragen die keine Vogelgrippe...

Donnerstag, 6. September 2007

Auto kaputt!

Ich fahre die Auto-Marke, die angeblich nie kaputt geht und bei der nix unmöglich ist... alles ist unmöglich. Steig ich doch morgens ins Auto und will (oder muss) zur Arbeit fahren und das Ding zieht keine Wurst vom Brot. Es fährt - aber auch nicht wirklich. Ich muss Angst haben, von einem Läufer beim Tempotraining überholt zu werden.

Ich entscheide mich dafür, über Landstraße bis nach Köln zu fahren. Wenn das Ding komplett liegen bleibt, dann möchte ich ungern auf der A3/Kölner Ring in der Baustelle auf dem Seitenstreifen stehen - wobei ich ansonsten ja auch auf der A3/Kölner Ring in der Baustelle stehe - aber eben nicht auf dem Seitenstreifen.

Ein Lämpchen geht an und ein schlauer Blick ins Bedienerhandbuch sagt nur "Störung". Ok, soweit war ich wohl auch schon. Ich fahre weiter.

Irgendwelche Filter waren verrußt - getauscht und jetzt gehts wieder - alles auf Garantie.

Aber jetzt muss ich mich aufgrund der Werbeversprechen doch mal richtig aufregen, nicht wahr? Jetzt fahre ich ERST 8 Jahre lang die gleiche Marke und SCHON geht was kaputt - geht ja gar nicht, ich werde mich beschweren. :-))

Sonntag, 2. September 2007

14 geteilt durch 2 mal 3!

Meine Mitläuferin kann ihren Mund so zu einer Schnute formen, dass sie damit ihre Nase verschließen kann. Das ist vorteilhaft, wenn man Toiletten vor einer Laufveranstaltung besucht - auch der Hinweis einer Mitläuferin, dass das alles besser als Dixies ist, ließ den Geruch nicht erträglicher werden. Leider hab ich nicht diese Fähigkeiten, und mein empfindliches Geruchsorgan nimmt alles wahr. Meine Mitläuferin ist eine Arbeitskollegin und möchte heute ihren ersten Halbmarathon laufen. Angefixt durch unsere Firmenstaffel vor 3 Wochen und meinen Hinweis auf diese Laufveranstaltung hat dazu geführt, dass sie sich angemeldet hat und ich mir die 14km und damit die kürzeste Strecke auf die Fahne geschrieben hab. Irgendwann hab ich mal festgestellt, dass ich gut Geschwindigkeiten konstant laufen kann und werde für die ersten 2 Runden den Hasen spielen (in umgekehrtem Sinne) und dann aussteigen.

14km sind für mich machbar - 13km bin ich vor 2 Wochen mal sonntags gelaufen, das fühlte sich in Ordnung an - für mehr reicht es wohl nicht.

Wir stellen uns ganz weit hinten auf, um niemanden zu behindern und ich werde meiner verantwortungsvollen Hasen-Aufgabe schon mal direkt gerecht, dass ich meine Mitläuferin bremse. "Woher weißt Du denn jetzt, dass wir zu schnell sind?" " Das hab ich im Gefühl." bemerke ich profihaft. Wir werden überholt, überholt, überholt - aber wir sind Profis... davon lassen wir uns nicht beeindrucken.

Die erste Sambatruppe Marke "Selbstfindungsgruppe alleinstehender alternativer Frauen" steht am Weg. Nach dem ersten Kilometer prüfe ich mein Tempogefühl - stimmt alles. Wir wollen einen 7er Schnitt laufen, damit müsste der erste HM für sie drin sein.

Noch nicht eine ganze Runde gelaufen, kommt schon der Spitzenläufer und überrundet uns - uff kann der rennen.

Die Runden betragen 7km und man läuft nach dieser Zeit wieder durchs Stadion durch - ganz nett, da sich doch die Groupies am Rand der Strecke nicht besonders klatschfreudig zeigen. Außer einer Truppe älterer Herrschaften, die es sich mit Kaffee und Kuchen im Grüngürtel bequem gemacht haben und deren Takt des Klatschens den langsamen Takt unserer aufschlagenden Laufschuhe noch unterbietet.

Wir starten freudig in die 2. Runde - wir unterhalten uns zwischendurch und schweigen dann wieder. Meine Kollegin outet sich als extrem angenehme Mitläuferin. Da wir beide etwas Schwierigkeiten mit den Pomuskeln haben, die Schmerzen in der Hüfte verursachen, quietscht jede von uns in der Kurvenlage - sie rechts, ich links rum. Das gleicht sich aus.

Mittlerweile werden wir immer wieder überrundet. Die Geräusche, die diese schnellen Läufer teilweise so von sich geben, lassen wenig Spaß und viel Kampf vermuten. Bei KM 10,5 sage ich "Hälfte geschafft". Willst Du etwa doch den Halben laufen?" fragt sie mich? Und tatsächlich trötet mir seit geraumer Zeit ein kleines Männchen ins Ohr, dass sich doch alles soweit gut anfühlt und die läppschen 7km mehr wohl auch zu schaffen sind. "Och, keine Ahnung", entgegne ich lässig, das entscheide ich kurz vorm Stadion."

Zwischenzeitlich bedauern wir den Läufer, der sich eindeutig zu wenig Vaseline auf die Beininnenseiten gerieben hat - autsch... Wir bewundern die eigenartigsten Laufstile und schrecken immer wieder zur Seite, wenn ein heftig atmender Überrunder vorbei zieht.

Das Stadion rückt näher und damit auch meine Entscheidung, die 3. Runde zu versuchen. Ich will ja eh wg. der Achilles-Sehne pausieren, dann nehm ich die 7km noch mit. Spätestens jetzt wird sich der ein oder andere Leser gepeinigt an die Stirn packen. Aber ich erwähne gerne, dass Vernunft und Laufen bei mir seltenst einen Zusammenhang findet.

Wir starten in die 3. Runde. Ungefähr nach 1km fange ich hysterisch an zu lachen. Der besorgte Blick meinter Mitläuferin zeigt mir, dass sie eine Erklärung erwartet. Ich erinnere mich an meinen ersten Halbmarathon 2005. Genau vorbereit mit Laufplan - 8 Wochen keinen Alkohol - absolut perfekte Ernährung. Jetzt, gut 2 Jahre später, laufe ich meinen 2. Halbmarathon - völlig ungeplant. Ich hab die ganze Woche aus diversen Gründen mehr als schlecht geschlafen. Wir waren gestern auf der Gartenparty vom Chef, dort hab ich Bier getrunken und (Wasserpfeife) geraucht - Apfeltabak möchte ich erwähnen. Ich war spät im Bett und Dank der wiederkehrenden Erkältung meines Besten und des daraus folgenden Umzuges in das Gästebett war die Nacht mehr als unruhig. Beste Voraussetzungen für einen Halbmarathon, oder nicht?

Die 3. Runde geht flott rum, ich merke die Sehne, ich merke die Hüfte, ich merke überhaupt so einiges... aber alles noch im grünen Bereich. Wir überholen viele Läufer, die entweder gehen oder deutlich langsamer geworden ist... ja so ist das, wenn man anfänglich zu flott los läuft.

Mit 2:18:37 kommen wir - 9 Sekunden "schneller" - aber deutlich entspannter und leichter - als bei meinem ersten Halbmarathon - ins Ziel. Meinen Job als Hasen hab ich insoweit nicht ganz eingehalten, dass wir von einem 7er Schnitt auf einen 6:30 Schnitt gewechselt haben.

Hat Spaß gemacht!

2 Anmerkungen zu den Fotos:

1. Finde ich, sieht man mir die "schlechten Nächte" auf Foto 1 gut an.
2. Bin ich sicher, dass ich laufe auch wenn die Fotos immer nach Walken aussehen.

Samstag, 1. September 2007

Gartenparty!

Bionade - Kölsch - Grillen - Salat - Käse - Kuchen - Musik - Wasserpfeife - Gregor im Schwimmbad - Lagerfeuer - Spaß - Frischlinge und Alte - Interne und Externe - Nachbarn - diesmal keine Polizei - Trampolin - Volleyball (oder auch nicht) - Paletten mit Schaumstoff - Turnschuhe und vieles mehr - und immer nur toll - Gartenparty beim Chef!

Jetzt gleich gehts laufenderweise auf die Piste - 14km bei der Generalprobe - ganz entspannt mit einer Kollegin ohne Zeitambitionen. Ich vermute mal, dass es der letzte Lauf vor einer Pause ist - meine Achilles-Sehne ist es diesmal, die Schwierigkeiten macht. Bahnt sich schon länger an aber jetzt muss ich es wohl ernst nehmen. Tja, die hatten wir noch nicht, mal schauen was sie mir bringt. Ich bin aber noch entspannt, wenn ich mal 1-2 Wochen pausieren muss, werde ich wohl nicht direkt tot umfallen.

Donnerstag, 30. August 2007

Dealer!

Sie steht an, die legendäre Gartenparty beim Chef. Seit Jahren von allen Mitarbeitern heiß geliebte Einladung und es macht uns alten Hasen immer wieder Spaß, neuen Mitarbeitern vorher irre Geschichten von diesen Partys zu erzählen - also berühmt berüchtigt.

Gestern dann im Bistro:

Ahmad: Ich hab versucht, die spezielle Tabakmischung für Freitag zu bekommen, komm ich aber irgendwie nicht dran.
Anja: Musst Du Ayman fragen, der weiß doch, wo man das herbekommt.
Ahmad: Ja, hab ich schon, der bekommt aber nix.
Anja: Na, iss doch egal, dann nehmen wir halt den normalen - ist doch auch in Ordnung.
Ahmad: Ja, aber ich wollte doch so gerne die Spezialmischung haben.

Udo (neuer Kollege) steht daneben und grinst wissend.

Ob er mir geglaubt hat, dass wir nur über Fruchttabak für die Wasserpfeife gesprochen haben, die einfach zum Ritual der Gartenparty dazugehört und wir keinesfalls an Drogen dachten?

Ich glaube nicht.

Sonntag, 26. August 2007

Wanderwege kann man nicht laufen... oder doch?

Schlaf - was ist das, braucht das wer? Mein Hirn ist nach Tagen mit wenig Schlaf doch etwas vermatscht, die Gläser Rotwein auf dem Geburtstag gestern tun wahrscheinlich ihres dazu, wobei es sich in Maßen hielt - kein Kopfweh ... alles gut.

Soll ich unter den Umständen und mit Läufen am Freitag und Samstag jetzt den 3. Tag hintereinander laufen? Aber es bietet sich doch so an, wo ich doch mein zurück gelassenes Vehikel gleich am Altenberger Dom im Bergischen Land abholen muss.

Google gibt keine sinnvollen Laufstrecken um den Altenberger Dom her - also such ich mir ne Wanderstrecke, kleine 6,5 km, nur so locker ein Ründchen laufen und die Landschaft genießen. Das Höhenprofil nehme ich wahr und verdränge es sofort wieder.

Bewaffnet mit Wanderroute, Kamera und Mobiltelefon starte ich am Dom, der am Sonntag Mittag bei schönem Wetter schon arg von Touristen frequentiert ist. Die erste Beschreibung im Wanderweg ist schon falsch, das kann ja heiter werden.

So, hier rechts rein und immer am Bach lang... meinen die jetzt den Weg da hoch oder den Weg da runter? Die Karte gibt auch nichts her, was frau im Wald gebrauchen könnte. Was machen denn die ganzen Wurzeln hier? Warum war hier seit Kyrill keiner mehr putzen und Staub wischen? Warum rutschen Laufschuhe auf Matsch nur so hin und her? Natürlich hab ich mich bei der zweitbesten Möglichkeit für den falschen Weg entschieden - Wanderwege kann man nicht laufen, ganz klar - viel zu gefährlich.

Irgendwann, nachdem ich einige Wege rauf und runter gelaufen bin, finde ich wieder zur ursprünglichen Beschreibung und dann auch zu einigermaßen belaufbaren Wanderwegen. Und ab da machts so richtig Spaß - hoffentlich nicht so viel, dass ich das wieder direkt mit einem Kauf von Trailschuhen quittiere - ich hab keinen Platz mehr für Schuhe.

Wie viel ich gelaufen bin? Keine Ahnung - ich bin ja völlig anders gelaufen als der Plan es hergab, davon abgesehen, waren die Meterangaben in der Routenbeschreibung auch sowas für die Katz.
Wie lang ich gelaufen bin? Ich hab auch nicht wirklich ne Ahnung - irgendwas über 50 Minuten reine Laufzeit, stehen, schauen, Plan lesen nicht mit eingerechnet - war wohl was von ner Stunde. Beim ganzen orientieren, lesen, prüfen hab ich ständig die falschen Knöppe auf der Uhr gedrückt.

Bergisches Land und Waldwege - macht Euch auf was gefaßt. Sollten meine Knochen jetzt nicht arg meckern, dann werdet Ihr mich wiedersehen. Wanderwege kann man nämlich doch laufen, soweit man die richtigen findet.

Donnerstag, 23. August 2007

Abgenutzt!


Ich habs gar nicht gemerkt - ich tippe halt blind. Eine neue Kollegin hat mich drauf aufmerksam gemacht - als sie ein Paßwort eingeben wollte (an ihrem ersten Arbeitstag) hat sie doch sehr gestutzt.

Beim Fotografieren ist mir dann aufgefallen, wie viel Staub drin ist - buahhhh - aber ich bekomms nicht weg. Vielleicht sollte ich mir einfach ne neue Tastatur bestellen, und zwar eine ganz leise. Die Kunden merken nämlich, wenn ich zwischendurch rumtippe, während sie mir nen Schwank aus ihrem Leben erzählen.

Sonntag, 19. August 2007

Kopfkino!

Sorry, schon wieder ein Eintrag... aber die nächsten Tage ist wahrscheinlich wieder Ruhe hier, könnt Ihr ja in Etappen lesen.

Heute mein "langer" Lauf, ich nehme keine Kamera mit. Zum ersten Mal starte ich eine längere Runde, ohne vorher genau bei Google Earth die Strecke abzumessen und ausgedruckt mitzunehmen. Ich hab grob ne Ahnung, wo ich hin will und starte freudig. Jetzt muss man dazu sagen, dass die Umgebung im Hinterland von einer vielbefahrenen Bahnstrecke und einer Autobahn durchschnitten ist - man ist also auf Brücken angewiesen.

Ich überleg noch, dass es vielleicht besser sei, wenn ich als erstes die Brücke nehme, deren Anfang ich zwar kenne aber nicht genau weiß, wo sie endet... ist leichter. Aber ich verwerfe diesen vernünftigen Gedanken und trabe auf die mir bekannte Brücke zu.

Natürlich verlaufe ich mich (mehrfach ein wenig) - nicht schlimm aber alleine traue ich mir nicht zu, die richtige Fußgängerbrücke auf dem Rückweg zu finden.

Ich sehe eine offene Bäckerei und beschließe, dort Rat zu suchen. Und jetzt fängt mein Kopfkino an, dass zeigt, was für ein schlechter Mensch (nicht in Taten aber in Gedanken) ich bin: Die Gedanken sind der Übersichtlichkeit andersfarbig markiert:

Ich: Hallo (an die Bedienung), kennen Sie sich hier aus? Ich suche die Fußgängerbrücke Richtung Hitdorf. Können Sie mir sagen, wo ich den Aufgang finde?
Bedienung schaut mich stumm an und zuckt mit den Schultern.
Ein älterer Herr Marke "Ich hab mein Leben für Bayer geopfert - abends brauch ich mein Bier - auf dem Sportplatz bin ich die Nr. 1, zumindest was die Theorie angeht - Lachen ist in meinem Leben nicht vorgesehen" wendet sich an mich und sagt: "Fußgängerbrücke? Da können Sie aber nicht mit dem Auto lang."
Ich: Hä? Meint der, ich schwitze vom Auto fahren so? Sieht man doch, dass ich laufe - auch meine Kleidung ist normalerweise ne andere. "Ähm, ich laufe doch, ich bin nicht mit dem Auto hier".
Er: "Ach so, ja dann kann ich Ihnen helfen - kommen Sie mal mit mir raus". Sie laufen hier einfach geradeaus die Straße lang, bis es nicht mehr geht und Sie an eine Kneipe kommen.
Ich: Logisch, dass der mir die Kneipe als Merkmal nennt, da war er gestern wohl auch noch ziemlich lange.
Er: "Dort gehts dann links ab Richtung der Brücke, das sehen Sie dann schon. Ist ungefähr noch ein Kilometer".
Ich schaue ihn trotz meiner blöden Gedanken freundlich und dankbar an (das bin ich auch tatsächlich). Wiederhole seine Aussage noch mal und denke: Ob das unangenehm ist, wenn die Tränensäcke von Innen gegen die Brille drücken?

Ich finde den Weg nach Hause und die Brücke nach seiner Beschreibung.

Ich bin ein böser Mensch!

Samstag, 18. August 2007

Köln!

Op dä Südbrück stonn ich off Stunde, immer widder
luhr ich dä Möve un dä Schleppkähn noh,
loss ming Jedanke frei.
Ne Jüterzoch un ungendurch dä Rhing flühß wigger,
su wie sick Johr un Daach, als ob nix wöhr,
stumm, majestetisch ahn dä Stadt vorbei.

Auf der Südbrücke stehe ich oft Stunden, immer wieder
sehe ich den Möwen und den Schleppkähnen nach,
lass meine Gedanken frei.
Ein Güterzug und unten durch der Rhein fließt weiter,
so wie seit Jahr und Tag, als ob nichts sei,
stumm, majestätisch an der Stadt vorbei.


Dä Fluss ess grau un schwer die Wolke övver Kölle.
Ming Stadt ess alt, dat heiß: nit häßlich,
nur jet zo plump jeschmink.
Die Uferstein allein künnte vill verzälle.
Womöglich dunn die dat sujar, su laut se künne,
bloß mir sinn taub un blind.

Der Fluss ist grau und schwer die Wolken über Köln.
Meine Stadt ist alt, das heißt: nicht hässlich,
nur etwas zu plump geschminkt.
Die Ufersteine alleine könnten viel erzählen.
Vielleicht tun sie das sogar, so laut sie können,
bloß wir sind taub und blind.
(Text von BAP - Met Wolke schwade) Bei 2-3 Bildern sieht man den "Witz" wohl erst, wenn man sie anklickt.

Farbe weg oder gibt/gab es in Köln nur eine zu kaufen?

Ah - Farbe gefunden... doch noch!


Aber um allen Mißverständnissen vorzubeugen - ich liebe Köln. Vielleicht auch gerade deswegen!

Eine kleine Episode des heutigen Tages.

Wir machten eine Rast auf dem Alter Markt - ok, es ist Altstadt (erster Fehler). Wir bestellten an Außen-Steh-Tischen eines Jazzlokals (das war wohl der zweite Fehler) zwei Kölsch. Wir erhalten zwei riesen Pötte (0,4ml). Jeder Kölner wird jetzt schon laut aufschreien - 0,3 ist schon schlimm genug aber 0,4 - auf dem Alter Markt??? Hier stimmt aber gewaltig was nicht. Wir prosten uns zu, nehmen den erste Schluck und schauen uns entsetzt an. Warm ist das Zeugs - also nicht handwarm aber auch nicht richtig kalt. Das geht ja gar nicht.

Wir bitten die Kellnerin um die Rechnung, die uns 7,20 Euro für die zwei nur halb getrunkenen Biere abknöpfen will. Ich sage, dass ich das reichlich viel für 2 warme Bier finde. Sie geht ins Lokal, weil sie nicht wechseln kann und ich unwillig bin, Trinkgeld zu geben. Nach 3 Minuten kommt sie raus (in der ich die Hoffnung hege, dass sie mit ihrem Chef spricht), sagt: "Tschuldigung für das warme Bier, wir hatten einen Stromausfall. Ich kann Ihnen Eiswürfel bringen." WAS???????? Eiswürfel ins Kölsch???? Wer so was vorschlägt, sollte zu 2 Jahren Sitzungskarneval am Stück verdonnert werden!

Technik!

Meine Handtasche ist zu voll.... das muss was geändert werden. Kurzer analytischer Blick in die Tiefen des schwarzen Beutels lassen erkennen, dass es heutzutage wohl nicht mehr sein muss, neben einem Mobiltelefon noch einen sog. PDA mit sich herumzuführen.

Mittlerweile sind die Geräte doch so gut, dass man das kombinieren kann, ohne das Gefühl zu haben, mit einem Waffeleisen am Ohr zu telefonieren. Ich hatte ein einschneidendes Erlebnis mit einem vorübergehenden Kollegen... das hat mich sehr geprägt ... ich NIE mit Waffeleisen am Ohr.

Für kleinen neuen Technik-SchickSchnack bin ich ja immer zu haben - allerdings bin ich (hier fehlen mir wahrscheinlich die männlichen Hormone) nicht der Mensch, der sich dann tagelang mit Internet, PC-Zeitschrift, Mobiltelefonprospekten, der letzten TEST in ein Kämmerlein einschließt. Ich will das sofort und ich such mir Empfehlungen - hab ich auch bekommen (danke Ralph).

Ich freu mich dann wie ein kleines Kind, wenn dieser SchnickSchnack dann eintrifft, um das Gerät - am besten ohne eine Zeile in der Bedienungsanleitung zu lesen - in Betrieb zu nehmen.

Mein schickes E65 ist also seit gestern mein neues Baby. Puh, hat schon mal gedauert, bis ich die SIM-Karte richtig eingesteckt habe - man sollte sich auf der Arbeit auch auf die Arbeit konzentrieren und nicht um neue Spielzeuge, hatte ich ja auch nicht wirklich Zeit zu. Aber das Akku kann ja schon mal laden. Selbstverständlich - wie könnte es auch anders sein - ist das Netzkabel nicht mit meinem Netzkabel von dem anderen Nokia-Mobiltelefon kompatibel. Ich werde also dem anderen Netzkabel schonend beibringen müssen, dass es auch in der großen Schublade mit den schätzungsweise 17 anderen Netzkabeln verschwindet - könnte man vielleicht noch mal brauchen. Braucht Frau nie mehr - aber ... für schlechte Zeiten ... vielleicht bekommt man ja noch 3,45 Cent auf dem Flohmarkt. Oder wenn ich genug zusammen hab, könnte ich die Kabel vielleicht in Socken verstricken. Oder wer weiß, die taugen ja auch als Mordinstrumente für die Erfinder von unterschiedlichen Ladekabeln....

Optimistisch wie ich bin, gehe ich davon aus, das sich sowohl die Daten vom alten Mobiltelefon als auch von meinem PDA einfach in ein neutrales Datenformat ziehen und im neuen Telefon abspeichern lassen. Pustekuchen. Natürlich hab ich bis jetzt immer noch keine Bedienungsanleitung gelesen - aber die Formate, die ich importieren kann passen halt schon nicht mit denen zusammen, die ich exportieren kann.

Wenn hier also die nächsten 5 Wochen kein Eintrag mehr erscheint, verbringe ich meine freie Zeit damit, alle Termine, die ich schon bis an mein Lebensende im Palm hinterlegt hab, ins Nokia reinzuschreiben - das gleiche gilt für die Zuordnung der Telefonnummern im Mobiltelefon.

Ich sach tschüss - laufen kann ich dann natürlich auch nicht mehr. Ich werde unfit und fett - aber Hauptsache, ich hab ein schickes Multigerät.

Machts gut!

Anja

PS: Sollte noch jemand einen Tipp haben, wie ich das fett werden umgehen kann, so darf er/sie sich gerne melden!

Mittwoch, 15. August 2007

Was ist das??

Heute mal ein Bilderrätsel.

Was ist das??


A) Das Treffen der anonymen Fettsüchtigen?
B) Das Treffen der Freunde der Mayonaise in Tüten?
C) Das Treffen der Laufgruppe Rheinland im Dorf?

Rischtisch!!! Antwort C. Warum auch nicht, oder? Wir haben es uns redlich verdient. Trotz allgemeiner "ich kann nicht so viel laufen , weil mir xy weh tut"-Stimmung waren es 9 km in exakt einer Stunde. Wenn welche in dem Laden Burger verdient hatten, dann wir (Manu, Susi, Eva und ich). Darum bestellten wir von 5 möglichen auch 4 verschiedene.

Ok, dass man Mayonaise extra bezahlen muss, find ich schon ziemlich dämlich in so nem Laden. Aber wir haben es geschafft, trotz der Lautstärke noch eine Konversation zu führen - auch mal ne Leistung.

Wieder war es schön mit Euch - diesmal zu Viert - ich freue mich auf nächste mal. Eva, sorry, Du warst auf keinem Foto - hat aber nix mit Deinem Alter zu tun;-)))

Sonntag, 12. August 2007

Kölsch-Rock vom Balkon, Firmenstaffel doppelt, Pferde und Schokoladenbrunnen

Was so ein Wochenende alles bieten kann. Irgendwie muss ich das mit dem Gott für Events noch klären, dass er das besser verteilt. Der lieben Leserschaft (und natürlich Simone) zuliebe, versuche ich mich sehr kurz zu halten.


BAP-Konzert - Dreimal 10 Jahre!

Unter diesem Motto war das letzte Konzert dieser Tour auf der Domplatte angesetzt. Dank des Einsatzes von unserem Eventmanager Thomas T. aus K. gab es Karten auf der Terrasse vom Dom-Hotel - ich muss schon sagen, eine super Sicht auf die Bühne und dem Dom - das hat schon was.

Die "alten" Herren von BAP spielten - nachdem bis 19.38 Uhr der Dom die letzten Glockengesänge von sich gegeben hatten - 3,5 Stunden quer durchs Repertoir. Meiner Meinung nach waren es zu viel ruhige, zu viele neue Stücke. So richtig gut wurde es erst bei den Zugaben, als die ganzen alten Knaller gespielt wurden. Aber zumindest hatte ich den Promi-Faktor und durfte untertänigst Cordula Stratmann erklären, wo die Käsebrötchen (Halven Hahn) zu bekommen sind.

Firmenstaffellauf in Köln-Mülheim

5 Stunden stark unterbrochenen Schlaf - beste Voraussetzungen für einen Lauf - Firmenstaffellauf in Köln-Mülheim. Die Organisation für die Staffeln war käse, alle Vorbereitung von uns falsch, aber wir sinds doch, die Meister der Improvisation. Ein paar Ausfälle ließen 3 Kollegen jeweils doppelte Staffeln laufen, so fielen für mich auch 9km ab - die letzten 9 mit Zieleinlauf. Vorher aber noch die Kollegen und Jo und Micha über die Startlinie gebrüllt.

Die beiden Herren waren mal wieder zu schnell für meine Kamera - ich glaub es gibt dort eine Sportfunktion, ich werd vor dem nächsten Lauf mal in die Bedienungsanleitung kriechen.

Zu meinem Stück sei gesagt, dass ich mit den "Bergen" in Mülheim meinen Frieden geschlossen habe. Ich bin die ersten 5km (gleiche Staffelstrecke wie letztes Jahr) zwar nicht schneller gelaufen aber deutlich entspannter (5km=28 Minuten). Den Rest der Strecke hab ich zwar angestrengt aber doch genießend hinter mich gebracht und wirklich lachen dürfen, wenn der ein oder andere über die ständigen Anstiege geschimpft hat. Die genaue Zeit weiß ich nicht, weil ich vergessen hab, meine Uhr zu drücken - muss aber mit nem Schnitt von 5:38 bei knapp 51 Minuten für die 9km liegen.

Meine grünen Staffel-Stab-Hände hab ich dann einem Nebenläufer stolz vorgezeigt, der aber wohl mehr mit den letzten 2 Kilometern kämpfte als sich für meine grünen Hände zu interessieren. Das Tier im Auge auf den letzten 500 Metern durften einen Heldentod sterben, mit den grünen Händen wollte ich das nicht rausfriemeln. Hat wie immer Spaß gemacht - nächstes Jahr wieder. Noch 2 genüssliche Kölsch und dann gings heim - ich musste mich für den nächsten Programmpunkt aufhübschen.


Pferderennen in Köln-Weidenpesch
Nun kommt man nicht immer in den Genuss, Karten geschenkt zu bekommen. Mit netter Begleitung verbrachten wir den ganzen Nachmittag dort, tranken schätzungsweise einen Kasten Wasser und schauten und schauten und schauten.

Etwas enttäuscht war ich von der Beschattung der Damen. Kaum Hüte, kaum grelle Lippenstifte, kaum botoxgeglättete Gesichter - schade eigentlich.

Aber das Kind, das aus Versehen mit dem halben Teller im Schokoladenbrunnen gelandet ist, war auch nett zu beobachten. Wir haben zwar finanziell nicht abgeräumt, sind aber um eine Erfahrung reicher und werden sicherlich noch mal zu einem Pferderennen gehen - mit oder ohne roten Bändchen am Arm.


Wer bis hierhin gekommen ist - danke fürs Zulesen! Nächstes Wochenende wird wieder ruhiger.

Und eins muss ich noch sagen - wenn mir ja sonst das Wetter egal ist - dieses Mal war es genial, für alle Veranstaltungen.

BAP-Konzert - Vorabinfo!

Da dieses Wochenende vollgepackt ist, mit wahrscheinlich berichtenswerten "Events" - hier schon mal ein Foto vom BAP-Konzert von gestern Abend - direkt vor dem Dom!

Ich muss jetzt weg - Firmenstaffellauf in Köln-Mülheim... bis später!

Donnerstag, 9. August 2007

Nur die Harten kommen in den Garten....

.... so sagte der Radfahrer heute früh als er an mir vorbei fuhr, während ich fröhlich durch die Gegend trabte. 6.00 Uhr und strömender Regen. Ich geb zu, dass ich mich mind. 30 Minuten im Bett gequält hab, ob ich nun aussteigen und vom kuscheligen Bett in den Herbstregen sollte. Ich habs getan und nicht bereut und werde damit leben, dass mein Nachbar, der mir nach dem Lauf - ich aus allen Kleiderzipfeln triefend - im Hausflur begegnete, mich nun für völlig bescheuert hält.

Sonntag, 5. August 2007

Wunsch erfüllt!

"Wenn ich wieder laufen kann, dann möchte ich eine Tour machen vom Dorf über die Rheinbrücke, auf der anderen Seite zurück und mit der Fähre wieder über den Rhein fahren", so mein frommer Wunsch, als wir im Oktober ins Dorf zogen. Wie lang die Strecke ist, versuche ich zu schätzen und mit Google Earth zu vermessen - irgendwas zwischen 11 und 14 km, je nachdem, wo man von der Autobahnbrücke runter kommt.

Gestern fahre ich die Strecke mit dem Rad ab - pfffft, geht ja auf der anderen Seite über die Autobahnbrücke, viel angenehmer, als ich gedacht hab. Man muss nicht durch die Industrie, sondern kann direkt wieder ans Rheinufer zurück, sehr schön. Insgesamt sind es ca. 12 km.

Ich tue mich schwer mit der Entscheidung, die Strecke am Sonntag morgen zu laufen. Das rechte Knie muckt ja immer mal wieder, ich will meine neuen Laufschuhe probieren, letzte Woche hatte ich wieder Rückenprobleme mit Auswirkung auf das linke Knie. Ok, no risk no fun - ich werfe alle Bedenken über Bord und möchte motiviert starten. Doch stopp... die Fähre, die fährt erst ab 9.00 Uhr morgens, vor 7.30 Uhr kann ich also nicht los - schade. Also schon mal ein bisschen Büroarbeit vorab und dann gehts los.

Ich packe die Einlagen vorsichtshalber ein, wer weiß, was die neuen Schuhe so auf Lager haben. Aber meine Füße geben ihnen erst gar keine Chance. Schon beim Aufstehen hatte ich bemerkt, dass der linke Ballen recht gereizt ist, also stopfe ich mir nach 300m die Einlagen in die neuen Schuhe und alles ist gut - es bleibt also abzuwarten, ob die Schuhe meinen Wünschen entsprechen.

Auf dem Weg am Rheinufer ist um 7.30 Uhr schon richtig was los - Angler sind in Massen unterwegs. Ich bemerke, dass meine neuen Schuhe (noch) absolut leise sind, so leise, dass es fast zu einem Auflaufunfall kommt, als der Rentner ohne Blinker und ohne Schulterblick beim Wandern auf die linke Spur wechselt. Dass ich über die Wupper gehe hat nichts mit geheimen Suizidvorstellungen zu tun - schlicht und ergreifend mündet der Fluss hier in den Rhein.

Ich nähere mit nach ca. 5 Kilometern der Rheinbrücke und das Leverkusener Panorama erschlägt mich mit voller Wucht.

Auf der anderen Seite gehts die Treppe runter und wieder zurück am Rhein lang. Meine Mops-These (alle Mops-Hundebesitzer halten sich zwei Möpse) wird mal wieder bestätigt. Das Panorama auf der anderen Seite ist einfach wunderschön. Man kann gar nicht glauben, so nah an Leverkusen und in Köln zu sein. Eine Läuferin vor mir biegt in die Botanik ab - oha, da gehts auch lang? Ich trabe hinterher und finde mich auf einem Reitweg wieder, der teils sandig, teils sehr grasig ist. Das bin ich nicht gewohnt und meine Knochen mucken etwas ob des unruhigen Untergrundes auf.

Am Fährsteg angekommen, teile ich mit mir die Einsamkeit und ein kleiner Anflug von Panik erreicht mich, dass die Fähre ihren Dienst nicht aufnehmen will - aber nachdem ich mich durchgedehnt hab, ist sie auf die andere Seite getuckert und ich freue mich, wie ein kleines Kind, als sie mich auf die andere Seite bringt - Wunsch erfüllt. Auf dem folgenden Foto sieht man im Prinzip die ganze Strecke - irgendwo da hinten ist die Rheinbrücke.


Ich mach sogar noch nen Schlenker zum Bäcker, bekomme dort in dem warmen Geschäft einen Schwitzanfall, trinke wartend nen halben Liter Wasser, den ich aus Versehen geschenkt bekomme und freue mich, mit einigermaßen heilen Knochen die knapp 13km geschafft zu haben.

Alle Bilder mit ein wenig Mucke findet Ihr hier: Klick (auf Vollbild klicken)!! Im übrigen quitschen meine neuen Schuhe, vor allen Dingen der linke. Ob es an den Einlagen liegt, muss ich noch schauen - also Auflaufunfälle werden wohl zukünftig nicht mehr passieren können.

Samstag, 28. Juli 2007

Englischer Garten, Blitze, Schnupftabak und ein Star!

Passau ist das Ziel der dienstlichen Reise. München für Freitag Abend als Privatziel. Ein paar Mails geschickt und schon ist ein Läufertreffen festgemacht - klasse. Ausnahmsweise hatte ich auch mal Zeit, eine Stadt, in der ich dienstlich bin, zu besichtigen - 45 Minuten haben wir uns genommen, um uns in Passau die Altstadt und dem Dom anzuschauen.


Mein mich begleitender Kollege zieht es auch vor, mit in München zu bleiben, was er nicht bereut.

In München angekommen, nehmen wir die 2,5 Strecke bis zur Verabredung im Biergarten schon laufend auf uns. Als uns ein roter Blitz blendet, ist uns klar, dass wir gerade einen Polizisten geärgert und einen Autofahrer gerettet haben. Wir stehen mitten im Bild, als die mobile Radaranlage auslöst. Der Polizist reagiert auf unsere Entschuldigungen, dass wir zu schnell gelaufen sind, nicht besonders freundlich.

Im Biergarten gehts schnell weiter in den Englischen Garten - meine Premiere dort. Es ist schön, es gibt Baustellen mit Wegsperrungen und Umleitungen - aber Abe findet trotzdem den Weg und wir freuen uns auf das erlösende Getränk.


Mein von mir favorisierter Schweinsbraten schmeckt vorzüglich, das Helle auch und so sitzen wir dort fröhlich plaudernd in einer schönen Runde zusammen. Uschi und Stephan sind zweisitzig unterwegs, Anke und Peter genießen 2 Tage in München. Christiane kann wg. plötzlicher Kinderbetreuung mit laufen, Abe hat den Plan, Helmut kommt im Anzug und fixt mich mit Schnupftabak an, Christine zeigt uns ihre Medaille und wer war das zwischen Christine und Helmut???


Als mein Kollege und ich nach dem letzten Hellen zu Fuß wieder ins Hotel gehen (das Relikte aus den 70er Jahren beinhaltete), sind wir uns einig, dass es ein schöner Abend war und wir uns freuen, wenn der ein oder andere demnächst im Rheinland weilt.

Die Rückfahrt war ähnlich zähfließend wie die Hinfahrt aber für ein Foto hat es sich gelohnt. Wenn Ihr es groß klickt (sorry für die fehlende Schärfe - ich war wohl zu aufgeregt), werdet Ihr eine Internetseite erkennen - einfach mal dort vorbeischauen. Wir haben Sie live gesehen (nicht singend aber in Person), irgendwo in der Nähe von Würzburg auf dem Rastplatz. Wir hätten uns ein Autogramm holen sollen, wir hätten vor ihr auf den schmutzigen Asphalt auf die Knie fallen sollen, wir hätten mit den Goldringen-verkaufenden Sinti-Frauen eine Laola-Welle machen sollen... wenn man einem solchen Star und Multitalent begegnet - mein Begleiter wollte fast nicht mehr mit mir nach Hause fahren.