Donnerstag, 25. Januar 2007

Schön reden!

Wenn man so vor sich hin läuft und im Dunkeln vom Rhein aus die Erdölchemie sieht, dann mutet es an, als ob man die New Yorker Skyline vor sich hätte.

Ich hab ne weitere Runde gedreht und bin noch mal am Rhein lang gelaufen - New York ist doch näher an Leverkusen, als ich dachte!

Dienstag, 23. Januar 2007

Winter-Begrüßungslauf!

Ich kann es nicht ganz genau erklären, warum ich es seit meinem Umzug nicht mehr schaffe, morgens ganz früh vor der Arbeit zu laufen. Mit ganz früh meine ich so gegen 5.00/5.30 Uhr.

Folgende Gründe sind mir in den Sinn gekommen:

- Ich muss allerspätestens um 7.15 Uhr hier weg - ansonsten komme ich in fürchterliche Staus, die mich alles bereuen lassen - das gibt Zeitdruck.
- Ich dehne mich recht exzessiv nach dem Laufen - wichtig für mich und darauf ist nicht zu verzichten - das dehnt die Zeit nach dem Laufen zusätzlich um mind. 20 Minuten aus - das gibt noch mehr Zeitdruck.
- Ich hab eine neue Matratze und in der liegt es sich so schön. Das ist wohl der wahre Grund, ich kann mich einfach nicht früh genug aus der Matratze schälen (Kuschelmatratze nannte der Verkäufer sie - recht hat er, die kuschelt mit einem).

Aber heute, heute hab ich es geschafft. In Vorfreude auf die kühlen Temperaturen hat es mich um 4.50 Uhr aus dem Bett geschmissen und es war mal wieder wunderbar. Der Himmel war sternenklar, die Tränen liefen mir vor lauter Kälte das Gesicht herunter. Am Rhein begrüßten mich die Schiffe deutlich näher (bzw. höher) als sonst, da auch der Rhein mit viel Wasser vorwitzig aus seinem Bett lugt, um zu schauen, wo die plötzliche Kälte herkommt.

Meine vor gut einem Jahr erstandene Tchibo-Schlupfjacke erwies sich selbst bei der Frostgrenze als viel zu warm - keine Ahnung wie die Frau im Grüngürtel das letztes Jahr bei 18° überlebt hat.

Ich hab dem Winter ordentlich guten Tach gesagt und ihm mitgeteilt, dass ich mich sehr freue, ihn begrüßen zu dürfen. Ich hoffe tatsächlich, er bleibt für ne Weile - wär schon schön!

So, jetzt geh ich motiviert und gestärkt an die Arbeit.

Ich freu mich!

Sonntag, 21. Januar 2007

Besuch von einem guten Freund!

Ich bekomm Besuch von einem guten Freund. Für Dienstag ist er angekündigt und ich freu mich schon sehr.

Ein unbeliebter Gast wird gehen - ich bin sehr froh darum.

Komm Winter, Du bist mir willkommen!

Sonntag, 14. Januar 2007

Vögel!

Was ist es, was Menschen dazu bewegt, Vögel zu füttern?

Bei Kindern kann ich es nachvollziehen aber bei erwachsenen Menschen? Da ich 20 Minuten am Rhein stand, um auf meinen Spaziergang-Partner zu warten, durfte ich das Theater beobachten.

Lustig war, dass die Möwen recht gierig waren und den Enten das Brot immer abspenstig machen wollten, zur Not auch mit Gewalt, indem sie den Enten auf den Köpfen rumhackten - wahres Leben also. Dafür wurden sie dann von der brotfütternden Gemeinde abgestraft, indem die (also die Brotinhaber) andere Plätze aussuchten, um dort die armen, hilflosen Enten zu füttern. Komisch nur, dass sich dort die Möwen auch wieder schnell einfanden.

Samstag, 13. Januar 2007

Sing!

Ich laufe fast immer mit Musik im Ohr - ich mag es einfach. Die Mischung ist bunt. Ich bin - zum Leidwesen meines Besten - überhaupt kein Musikkenner. Ich hör "Mainstream", sag ich immer und find mich dabei ganz intelligent.

Die Wege hier in und ums Dorf sind - so erwähnte ich ja früher schon einmal - im Vergleich zum Kölner Grüngürtel eher einsam. Das lässt mich dazu übergehen, das ein oder andere Lied mitzusingen. Ist ja auch gut zur Pulskontrolle;-)). Ich lass meinen lieben Wearlink seit Monaten zu Hause und lauf fein nach Gefühl. Also sing ich so rum und so lang ich das kann, lauf ich nicht zu schnell. Der ein oder anderen Ente ist heute Morgen bei meinem Gesang wahrscheinlich schlecht geworden, genauso den Fußgängern im Dorf auf den letzten Metern. Vertieft ins Laufen-Glücks-Gefühl hatte ich wohl vergessen, meinen Gesang abzustellen. Macht aber nix, wenn die mich hier für ein bisschen schräg halten, von wegen Ruf ruiniert, lebt sich ungeniert.

Dienstag, 9. Januar 2007

"Vom Winde verweht" und "Einsam in Zons"

Heut morgen zwischen Regenschauer Nr. 5 und 6 packt mich die Laufwut - oder Wütchen möcht ich bei meinen 5km sagen.

Damit meine Gräten das besser ertragen, fahr ich mit dem Auto 3km bis zum Deich, dort ist ein Schotterweg der nicht, wie die Feldwege hier rund ums Dorf, in einen einzigen Morast ob des Dauerregens der letzten Tage mutiert ist. Alternativ bleibt nämlich nur Asphalt und das mögen meine Knie so gar nicht.

Frohgemut hüpf ich aus dem Auto und lauf den Deich hoch und werd fast wieder weggeweht. Mensch, war das ein "Sturm". Mir blieb phasenweise wirklich die Luft weg.

Der Mittag eines unserer letzten Urlaubstage wollten wir Zons widmen, uns wurde von einem mittelalterlichen Städtchen mit netter Atmosphäre berichtet. Stimmt auch. Es war nur nix los in Zons. Also so gar nichts. Nicht, dass ich was gegen Ruhe hätte aber es war, nachdem wir das Örtchen in ca. 30 Minuten erkundet hatten, kein Café auf, in dem wir uns hätten versündigen können. Schade eigentlich. Aber die Zonser sind noch im Winterschlaf.

Dafür ein paar Fotos von Zons. Ich freu mich schon auf den Sommer, Hin und Zurück sind das 25km, die kann man locker radeln und wenn ich irgendwann mal groß bin, dann kann ich die auch laufen - das ist doch mal ein Ziel, oder?



Freitag, 5. Januar 2007

Prisma wird 30!

Das wird dem geneigten Leser aus Süd- oder Norddeutschland nichts sagen.

Prisma ist eine Fernsehzeitschrift, die kostenlos der Freitagsausgabe der Tageszeitungen aus der DuMont-Schaumberg-Gruppe beiliegt (Stadtanzeiger, Rundschau etc.). Ich genieße es im Moment, während meines Urlaubes, die Tageszeitung von vorne bis hinten in Ruhe zu lesen und sitze dabei schön vor dem großen Fenster in der Küche. Einfach klasse.

Doch als ich heute die Zeitung aufschlage und mir die Prisma entgegen fällt, auf deren Titel "Prisma wird 30" steht, fall ich bald hinten um. Der Tag, als die Prisma zum ersten mal der Tageszeitung beigelegt wurde, war der Tag, an dem meine Eltern das Kaufen der "Hörzu" aufhörten und ich die Maus im Kinderrätsel nicht mehr suchen konnte. Sprich - irgendwas wird 30 Jahre alt und ich kann mich an die Entstehung erinnern. Unverschämtheit!

Aber noch was aus der aktuellen Tagespresse. Unser allerherzlichster Kölner Kardinal Meisner will, dass die Tätigkeit "Mutter als Beruf anerkannt wird". So weit so gut, das kann ich nachvollziehen. Ich frag mich nur, wie ein über 70jähriger Kerl, der ja - wenn er denn das Zölibat beachtet hat - keine eigenen Kinder hat, sagen kann "Es gebe für Frauen keine größere Form von Selbstverwirklichung, als Kinder zu haben". Der muss es ja wissen, oder?

Nicht, dass ich was gegen Kinder oder Mütter hätte oder das für mich im Leben nicht vorstellbar gewesen wäre. Aber ich glaube, dass sollte der Herr Meisner doch der einzelnen Frau selbst überlassen.

Donnerstag, 4. Januar 2007

Studentenrabatt!

"Haben Sie einen Studentenausweis?" fragt die Dame am Eingang des Museums.

Nein, haben wir nicht aber danke fürs Kompliment.

Dienstag, 2. Januar 2007

Das Märchen vom Auto und dem Schlamm!

Es war ein mal ein kleines japanisches Auto, das mit Allrad-Antrieb geboren wurde.

Zur absoluten Traurigkeit des kleinen Autos wurde es nach Deutschland verkauft, wo es sein Dasein auf deutschen Autobahnen, Land- und Stadtstraßen fristet, ohne, dass es zeigen kann, was es mit seinem Allrad-Antrieb alles kann.

Doch am vorletzten Tag des Jahres erfüllte sich ein Traum des kleinen Autos. Es fuhr in die Eifel ganz weit in den Wald an ein einsam gelegenes Haus. Das kleine Auto freute sich, das es an den Tagen vorher stark geregnet hatte und der Boden aufgeweicht war.

Der erste Anlauf, mitten in der Nacht, den Hügel im durchweichten Boden hoch zu fahren, scheiterte durch zu wenig Anlauf. Es mühte sich und der Dreck spritzte links und rechts hoch aber die Räder drehten durch und es musste ein anderer, längerer Weg gewählt werden. Am letzten Tag des Jahres aber, geballt mit viel Gas und ordentlich Schwung, schaffte es das kleine Allrad-Auto den Berg hoch und wirbelte ganz schön viel Dreck auf.

Es freute sich sehr über den Ausflug und wenn es nicht gestorben ist, dann lebt es noch heute.



PS: Für die Leser, die sich jetzt erschrecken:

1. Wir sind NICHT dort hoch, um mit dem Auto durch unbeleckte Natur zu fahren, der Weg führt einfach zum Haus und zurück.
2. Wir sind NICHT einfach aus Spaß hin- und hergefahren, sondern haben das Auto normal als Transportmittel genutzt.