Samstag, 31. März 2007

"Lassen Sie sich das wegspritzen" oder "Der 90-Tage-Selbsttest"

Kurzer Blick in die Vergangenheit:

Frühjahr 2004: Ich fange mit dem Laufen an - schön langsam, alles wunderbar. Ein wenig Disziplin benötige ich schon, damit ich das regelmäßig ein- und durchhalte.

Herbst 2004: Ich melde mich zum Halbmarathon in Hamburg für den 26.06.2005 an.

Winder 2004/2005: Ich fange an, für den Halbmarathon mein Training auszuweiten. Jetzt gehts los. Mit Übermotivation und zu schnellen Tempoläufen und nicht vorhandener Rumpfgymnastik verzieh ich mir mein ISG . Ich muss mit dem Laufen pausieren, geht gar nicht. Mit Physio und ein wenig Bauchgymnastik und viel Geduld und einer Dauer von bestimmt einem halben Jahr (in der Zeit kann ich aber wieder laufen) bekomm ich das in den Griff.

Mai/Juni 2005: Von wegen "Mehr ist Mehr" halte ich mich nicht an den Trainingsplan für den Halbmarathon und ziehe mir dadurch einen Shin Splint zu. Wieder kurze Laufpause (ich zieh den HM noch durch), Physiotherapie und langsamer Neueinstieg - diese tückische Knochenhautentzündung tritt aber immer wieder auf, so bald ich das Training intensiviere. Ende 2005 fahre ich das Laufpensum runter und starte mit Runden von 3-4 Kilometern - ganz langsam. Ich steigere mich über Monate auf 5-6 Kilometern und bekomme den Shin Splint so einigermaßen in den Griff. Gleichzeitig geb ich Geld für eine Laufbandanalyse aus. Der orthopädische Schumachermeister findet angeblich einen Fehler und will mit Einlagen korrigieren.

April 2006: Ausgelöst durch die Einlagen und unterstützt von unzureichender Oberschenkelmuskultatur ziehe ich mir eine entzündeten Patellasehne beidseitig zu - ein Patellaspitzensyndrom.

Ich höre das Laufen fast völlig auf und fange das Walken mit Mini-Laufeinheiten an und versuche diese auszubauen, was nicht gelingt.
Erneut Physiotherapie. Natürlich höre ich Stimmen von Ärzten, Freunden: Lass es doch sein, ist halt nichts für Dich.

Es gibt keine grundsätzliche Ursache aller o.g. geschilderten Probleme - das wäre für mich die einfachste Lösung gewesen :-)) . Es handelt sich um Überlastung, fehlende stützende Muskulatur, natürlich die falschen Einlagen und weiß der Himmel was noch.

Zwischendurch fange ich immer wieder mit entsprechenden Kräftigungs-Übungen an - jedes mal werden die Beschwerden schlimmer und ich höre frustriert wieder auf. Genau so verhält es sich mit den Dehnübungen. Gerade die Übungen für die Knie erscheinen mir zu schmerzhaft und lösen meines Erachtens nach zu viel Druck auf die Kniescheibe aus. Das Ganze Theater geht natürlich nicht ohne die ein oder andere Frust- und Wutträne vonstatten, wobei ich "eigentlich" nicht zu den Heulsusen gehöre.

Dezember 2006: Der Physiotherapeut/Osteopath, der meine komplett verhärteten Muskeln über ca. 40 Sitzungen weichgeklopft hat, gibt angesichts meiner immer noch vorhandenen Knie- und Schienbeinprobleme mit den Worten auf "Lassen Sie sich das wegspritzen". Und ich - Anja, bekennende Müsli-/Biozeugsesserin und Medikamentenhasserin bin bereit - ich lass mir das wegspritzen, komm her mit dem Cortison, mir doch egal.

01.01.2007: Ich geb meinem Körper eine letzte Chance - 90 Tage Testzeit. Wenn ich mich schon mit Medikamenten vollspritzen lasse, dann kann ich ja auch noch was ausprobieren. Ich ziehe in einen Discounter und kaufe eine Kniemanschette (nicht, dass ich ernsthaft glaube, dass sie hilft - aber sie hält warm) und Kühlelemente (angenehmer als mit Eis im Beutel zu kühlen). Ich bestelle mir ein Kippelbrett - und nutze es natürlich auch.

Ich starte mit 4km-Läufen und kühle anschließend, was das Zeug hält. Ich nehme mir viel Zeit für die Dehnungen nach dem Laufen - immer 6 Minuten für die Oberschenkel und die Knie. Für restliche Körperteile 3 Minuten.

Ich mache jeden 2. Tag Kräftigungsübungen - erst nur für die Oberschenkel, später weite ich das für den Rumpf aus. Dies immer mit den langwierigen Dehnübungen kombiniert - so dehne ich jeden Tag.

Ich dehne meine Waden beim Zähne putzen. Ich sitze in Konferenzen in einer seltsamen Haltung, um meine Oberschenkelaußenseiten zu dehnen - mein Chef schaut mich immer irritiert an.

Es kommt wie immer - die Beschwerden werden schlimmer - aber egal, ich kann mir das ja wegspritzen lassen, das hab ich immer im Kopf. Ich halte weiter meine Kräftigungs- und Dehnübungen durch - viel Zeit geht dabei drauf. Aber ich will einfach nichts unversucht lassen. Und siehe da, auf einmal wird es besser. Nicht nur das, meine Laufgeschwindigkeiten steigern sich auch auf einmal - ausgelöst vermutlich durch die gestärkten Oberschenkel.

Ich bewege mich auf dünnem Eis. Es ist nicht so, als wenn ich nichts spüre. Hier melden sich mal die Schienbeine, da mal das rechte Knie, auf einmal meckert das ISG wieder - aber nie so, dass es von langer Dauer ist und ich es stark im Alltag spüre. Ich muss diszipliniert meine Übungen weiter machen und aufpassen, dass ich es mit dem Laufen nicht übertreibe.

Mittlerweile laufe ich wieder 20-30 Kilometer die Woche - einmal sogar 10km am Stück. Letztes Jahr im Sommer hätte ich das nicht für möglich gehalten und ich genieße jeden Lauf, egal zu welcher Uhrzeit, egal bei welchem Wetter. Jeder Lauf ist für mich wie ein Geschenk.

Die nächsten 2-3 Monate werde ich nutzen, um diese Situation zu stabilisieren - also vorerst kein weiteres Ausbauen der Umfänge. Das nächste Ziel setze ich danach.

Ich bin so froh, es so weit geschafft zu haben und möchte denjenigen Mut machen, die auch ständig irgendwie verletzt sind. Nicht jeder ist fürs Laufen einfach so geschaffen und es ist erforderlich, mehr als die Laufzeit in seinen Körper zu investieren. Ob es für jeden die richtige Lösung ist, über den Schmerz hinweg zu laufen, was ich jetzt gemacht hab, halte ich für fragwürdig, da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es unheimlich schwierig einzuteilen ist, was jetzt wirklich schlimm ist und was nicht. Mein Indikator war immer die Tatsache, wie schnell der Schmerz nach dem Laufen wieder weg ist bzw. wie wenig ich im Alltag spüre. Spüre ich viel, mach ich einen zusätzlichen Erholungstag. Spür ich nix, kann ich wieder laufen gehen.

Natürlich bin ich nicht davor geschützt, dass ich in 2 Wochen wieder mit einer alten oder neuen Verletzung "zusammenbreche" aber ich hoffe, dass ich meinen Körper jetzt so kenne, dass ich frühzeitig die Bremse ziehe.

Und außerdem kann ich mir das ja dann immer noch wegspritzen lassen;-)) - das war ja dann bisher noch nicht nötig. Aber allein dieses Hintertürchen zu haben, hat mir geholfen, diese 3 Monate diszipliniert durchzuziehen und nicht beim ersten Wehwehchen wieder aufzugeben.

Natürlich bin ich nach dieser langen Zeit sehr sensibel. Das, was ich noch als "ich spüre das Knie" bezeichne, würde ein verletzungsunanfälliger Läufer wahrscheinlich gar nicht registrieren. Aber genau aus dem Grunde, dass ich die Verletzungen immer zu spät wahrgenommen hab, lässt mich heute sehr sensibel reagieren.

Allen Läufern verletzungsfreie Zeit und allen Verletzten gute Genesung und immer dran denken - der eigene Anteil, den man erbringen kann, ist ein nicht unerheblicher an der Besserung beteiligter. Alle, die mich moralisch unterstützt haben, nicht aufzugeben, ein dickes Danke an dieser Stelle. Hätte ich nicht die Zugang zu anderen Läufern, bei denen ich gelernt habe, dass es trotz der Widrigkeiten klappen kann, hätte ich womöglich frühzeitig aufgegeben - Danke an Euch!

Mein Support!

Schön oder schön?

Ich bin ewig nicht gelaufen, sagt Bine. Och macht nix, sag ich großkotzig, wir können langsam laufen, tut mir auch mal gut.

So düse ich Freitag von der Arbeit direkt in die Eifel. Ich bin in meiner alten Heimat mit Freundinnen verabretet und Bine und ich nutzen die Chance, einen gemeinsamen Lauf zu starten - schon länger angedacht. Bine zeigt mir ihre Haus- und Hofstrecke.

Das Schöne ist ja, dass Bine direkt in der Eifel wohnt - das ist aber auch gleichzeitig sehr tückisch. Die Eifel hat es nun mal an sich, den ein oder anderen Hügel ihr eigen zu nennen. Wir starten also und schon nach der ersten Kurve geht es für meine Verhältnisse ganz schön steil hoch. "Ich mach ein Foto", sag ich. "Ok, ich lauf dann langsam weiter", sagt Bine. Das hat zur Konsequenz, dass ich den Berg hochdüse, um Bine wieder einzubekommen und bin völlig außer Atem, als ich oben bin.

So geht das noch ein paar mal. Nix langsam, nix erholsam. Obwohl Bine Wochen nicht gelaufen ist, hält es sie nicht davon ab, es mir gleich zu tun und die 7-8 km mal so locker durchzulaufen. Unverschämtheit oder?

Aber schön war es und wiederholt wird es:




Dienstag, 27. März 2007

Schnauze halten...

... ist angesagt, wenn man bei frühlingshaften Temperaturen um die Seen läuft.

Heute bin ich noch mal nach der Arbeit gelaufen, ist ja schön lange hell. Meine Lunge ist jetzt wahrscheinlich schwarz voller Fliegen, also nicht mitsingen, Nasenatmung und ab durch die Mitte!

Sensationslustig wie ich bin, hab ich mir noch am Rhein angeschaut, wie viele Schiffe, dort jetzt tatenlos rumliegen, weil in Köln ein paar Container ins Wasser gefallen sind - sah aber eher unspektakulär aus, nur ein Schiff mit Kohle lag dort rum. Tut mir schon leid für die Schiffer - wer weiß, ob es für sie Schadenersatz gibt.

Ansonsten durfte ich mit Freude feststellen, dass der Biergarten bei dem schönen Wetter bereits geöffnet hat... uih, das wird ein feiner Sommer!

Sonntag, 25. März 2007

Hochzeit Türkisch-Deutsch!






Edit: Erkenntnis des Tages: Nach einem durchtanzten Abend und 4,5 Stunden Schlaf läuft es sich selbst bei schönstem Sonnenschein etwas verhalten - um es mal nett auszudrücken.

Samstag, 24. März 2007

Frühjahrsputz!

Ich war nie ein großer Revoluzzer, nicht in der Pubertät und auch sonst nicht. Es waren nur die kleinen Dinge, gegen die ich mich gewehrt hab.

Eines dieser Dinge ist der Frühjahrsputz. Bescheuert fand ich alle, die meinte, vor Ostern die Hütte voller Glanz haben zu müssen. Schränke wurden von Innen nach Außen gekehrt, Fenster geputzt (oh, ich kannte sogar Menschen, die putzen jede Woche Fenster... die kenn ich heute aber nicht mehr), alle noch so kleinsten Ecken gewiehnert und gewachst.

Seit Jahren beobachte ich nun an mir, dass zur Frühjahrszeit - immer kurz vor Ostern - auch in mir ein Putzinstinkt erwacht. Nicht getrieben von Außen, weil man das halt so tut - einfach so. Liegt wahrscheinlich daran, dass die Tage heller werden und einem die ein oder andere Staubecke auffällt, die man ansonsten schön und gerne übersehen hat.

Völlig unvermutet hat es mich heute wieder erwischt und ich fand mich - erschrocken über mich selbst - schon um 7.30 Uhr mit den Putzlappen bewaffnet im Bad wieder. Gerade mach ich eine Pause und gleich gehts weiter... es sind noch nicht alle Fenster, Türen und noch nicht jedes Eckchen geputzt. Aber heute Nachmittag werd ich mich in Wonne dem Strahlen meines Heims hergeben und Ostern kann kommen. Ich bin bereit!

Donnerstag, 22. März 2007

8 km in die Vergangenheit

Schon lange vorgenommen und endlich in die Tat umgesetzt. Ein Lauf um den Ort, in dem ich aufgewachsen, 26 Jahre gewohnt habe. Er liegt am Fuß der Eifel an einer der ersten Anhöhen ins Hügelige rein, umgeben von einem großen Waldgebiet. Wunderschön, was ich früher nicht zu schätzen wusste.

Ich starte bei meinen Eltern am Haus und das erste, was mir nach 2 Minuten auffällt ist die Tatsache, dass Wege, die mir als Kind unendlich lang erschienen, plötzlich so kurz sind. Der Weg führt ins Feld und leicht bergauf, das bin ich nicht gewohnt, aber es gefällt mir gut.

Die Glocken der Kirche läuten. 18.00 Uhr - das war als Kind das Signal, dass ich nach Hause muss. Ich dampfe den Feldweg Richtung Wald hoch. Der Untergrund ist unruhiger, als ich das von meinen Stadtstrecken gewohnt bin. Im Wald angekommen, staune ich darüber, dass aus meinem früheren Abenteuerwald nun ein Walking-Paradies geworden ist, so wird es dort mit Schildern angekündigt.

Der Weg durch den Wald führt mich an der Kaserne vorbei. Belgier waren dort stationiert und gehörten für uns Kinder mit dazu. Nicht dass ich das irgendwie mal hinterfragt hätte - die waren einfach da. An den Gebäuden hat der Zeit der Zahn genagt, sie sind teilweise schon eingefallen. Der Zaun steht noch, das Gelände ist nicht begehbar.

Ich laufe eine Weile - mittlerweile bergab - durch den Wald zum Ausgang und sehe, dass dort immer noch die Kneipe steht - sieht immer noch so schäbig aus wie früher. Als ich nach ca. 7 km wieder von unten ins Dorf rein laufe, staune ich über die vielen Dinge, die sicher verändert haben - ich bin doch erst seit 12 Jahren weg. Der ältere Sohn einer meiner Cousinen steht in der Tür - erwachsen mittlerweile und kennt mich natürlich nicht.

Ich laufe an meiner ersten eigenen Wohnung vorbei, dort sitzt eine Katze im Fenster! In meinem Wohnzimmer - unmöglich. Im Haus es damaligen Vermieters gegenüber ist anhand der Einrichtung und fehlenden Gardinen deutlich zu erkennen, dass dort jemand anderes wohnen muss. Keiner mehr, der morgens zu dem damaligen Ehegatten sagt: "Herr xyz, Sie waren diese Nacht aber wieder spät zu Haus, ich stand zufällig am Fenster" oder "Herr xyz, isch weiß ja jarnicht, ob se et wissen dürfen, aber ihr Frau ist heute morgen abgeholt worden, von nem jungen Mann in nem schicken Auto".

Ich laufe vorbei an dem Elternhaus einer Schulfreundin und ich erinnere mich daran, dass wir dort immer die Fransen vom Teppich kämmen mussten, wenn wir als Kinder achtlos drüber gelaufen waren.

Das Haus der nächsten und übernächsten Cousine passiert und der letzte Anstieg zurück zum Haus der Eltern wird gelaufen. Hier begegnen sich Leute auf der Straße und begrüßen sich, die ich nicht kenne - früher kannte ich jede Nase im Ort. Vieles hat sich geändert.

Ach, es war richtig schön - landschaftlich und gedanklich. Das Wetter war zu schlecht, als dass ich meine kleine Kamera hätte mitnehmen können. Aber den Lauf werde ich sicherlich wiederholen und häufiger die Chance nutzen, bei meinem Besuchen in der Eifel einen Lauf abzustatten.

Welten liegen auf jeden Fall zwischen den letzten 12 Jahren - so viel ist sicher. Ich bin nicht einfach nur dort weg gezogen, sondern habe mich auch komplett entfernt - wenn se wissen, watt ich meine.

Dienstag, 20. März 2007

Zuckerfrei!

Wenn man samstags in Törtchen Törtchen war, sollte man nicht dienstags in den Kühlschrank schauen, dort zuckerfreie Dickmanns entdecken und probieren.

Prädikat: Nicht empfehlenswert!

Sonntag, 18. März 2007

Punktlandung!

Ich starte heute morgen meinen Lauf mit Regen und starkem Wind. In etwa hab ich mir eine Strecke zurecht gesucht, die das morgendliche Brötchen holen natürlich mit einschließt.

Ich versuche, langsam zu laufen, da sonntags die längsten Läufe sind. Recht viel Kraft brauche ich, als ich zum Schluss auf einer langen Geraden gegen den heftigen Wind ankämpfen muss. Ich kann nicht sagen, dass es ein lockerer, leichter Lauf war - insgesamt fühlten sich die Beine schwer an - aber so ist das halt ab und zu mal.

Als ich mit TOP50 nachgemessen hab, sind es exakt und genau 10km. Und die in einem Schnitt von 6:48 ist für mich und für den Gegenwind absolut zufriedenstellend. Jetzt hab ich eine eigene 10km-Strecke, nur für mich alleine:-)) - schön!

Samstag, 17. März 2007

Frust und Lust!

Kann ja bekanntermaßen nah beieinander liegen.

Nachdem mir ein Laufschuhladen den Schuh nicht umtauscht, der scheinbar zu stark gedämpft ist und mein Quergewölbe im Fuß einsacken lässt und ich genau mich dort auf einen Schuh hab beraten lassen, der das NICHT tun soll, war der Samstag für mich quasi der sinnvolle Abschluss dieser Woche. Ich fang die Wochenrechnung dann einfach mal am Sonntag an.

Aber, der Tag wurde versüßt, nämlich HIER. Der Laden ist zuckersüß, und zwar nicht nur das Gebäck. Schon der Name Törtchen Törtchen lässt Gutes vermuten - wir wurden nicht enttäuscht. Frank gönnte sich eine Erdbeer-Minz-Torte und ich mir eine Torte aus Kokosboden, bedeckt mit Ananaspudding und frischer Ananas - serviert auf Tellern, die bunt gemischt vom Flohmarkt erstanden waren. Wir saßen in diesem klitzekleinen Lädchen und sahen zu, wie sympathisch unperfekt die ganzen Leckereien verpackt wurden und über die Theke gingen. Wir durften noch Schokotorte und Capresekuchen probieren. Wer in der Kölner Innenstadt unterwegs ist, sollte hier unbedingt ein Päuschen einlegen, schmeckt selbst uns "Unsüssen" schon mittags um 12.00 Uhr. Frank meint übrigens, ich soll einen falschen Straßennamen für das Geschäft angeben, damit wir auch zukünftig noch Platz finden.;-))

Um den Tag essenstechnisch weiter vernünftig anzugehen, wurden noch im Käsegeschäft leckerer Rohmilchkäse (Frankreich - hallo Hase) und entsprechendes Brot gekauft, das gibts zum Nachmittag. Abends werden es dann Kartoffel-Kürbis-Puffer.

Aber morgen geh ich wieder laufen - das muss dann wohl sein - aber nicht mit den blöden Schuhen!

Samstag, 10. März 2007

Warum ich laufe!

Für diejenigen, denen ich verbal nicht rüberbringen kann, warum ich laufe, warum ich nach nur 5 Stunden Schlaf die Schuhe schnüre, wenn es gerade hell wird. Gibt es stärkere Argumente?


Zum Thema "Selektives Fotografieren":


Happy Birthday!

Donnerstag, 8. März 2007

Das streich ich rot im Kalender an!

Ich, Anja aus H. bei L. oder K., - auch genannt Lahme Schnecke - habe heute das erste mal seit gefühlten 100 Laufjahren wieder einen anderen Läufer bzw. eine Läuferin überholt. Jawohl ja!!! Und zwar richtig zackig.

Die letzten Läufe hab ich im für mich phänomenalen Schnitt von 6.00/6.15 gelaufen. Pulsmesser hatte ich nicht an - wahrscheinlich lauf ich zu schnell, aber egal.

Der Rhein ist im übrigen wieder in sein Bett zurückgekrochen. Ich hab die Chance genutzt und bin über die Hinterlassenschaften gehüpft und hab versucht, wie damals beim Laufenden Band, mir die Dinge zu merken, die jetzt hier an der "Promenade" liegen. Wer hat also folgendes verloren?

Ca. 5 Autoreifen (eher Kleinwagen), einen lila Eimer, einen Zott-Joghurtbecher, diverse Orangensaft-Kartons, einen Schnuller, einen weißen Eimer, ein 5-Liter-Fässchen Reissdorf (das ist dann von Köln aus nicht weit geschwommen), drei Weinflaschen, 2 Sektflaschen, eine Babyflasche....

Sonntag, 4. März 2007

Erkundungstour!

Nachdem ich 6 Tage in einer Halle mit Lösemitteln, Ozon und Fingerfood gefüllt mit Geschmacksverstärkern gefangen war, war die Freude auf den sonntäglichen Lauf groß.

Die Sonne lacht schon früh am Morgen, es ist noch recht kalt, genau so, wie ich es mag. Ich starte eine kleine Erkundungstour.

See # 1:
Das ist ein Badesee, nur 8 Laufminuten von meiner Haustür entfernt. Ich werde mit absoluter Sicherheit nicht mit hunderten anderen Personen dort liegen - aber ich werde vielleicht das ein oder andere mal im Sommer nach der Arbeit ein kühles Bad nehmen.

See #2:

See # 3:
Dort entdecke ich ein kleines Waldstück - ist zwar nur minimal und nicht besonders schön, bietet aber dann doch im Sommer wenigstens für ein paar Minuten Schatten.

See #4:

Ich weiß, was das heißt, wenn man so viele Seen in unmittelbarer Nähe zur Wohnung hat:
Mücken!!!

Der Rhein fließt im Moment auch etwas üppiger am Dorf vorbei, als sonst:


Und was man sonst noch so sieht!


Insgesamt kam ich auf fast schmerzfreie 8,5km. Drückt die Daumen, dass es bleibt!

Freitag, 2. März 2007

Wenn ich mal nicht mehr laufen kann...

... dann düs ich mit diesem neuen Spielzeug durch die Gegend. Sieht bei mir zwar noch nicht so dynamisch aus, wie hier, aber Spaß hat es allemal gemacht.