Sonntag, 29. April 2007

Wein, Weib und Gesang!

Spanferkel im Schwarzwald essen, das war die Einladung. Mit ein paar Kollegen plus LAGs gings in Richtung Achern. Ab Ortsende Lauf durften wir den Berg hoch latschen. Ich war natürlich sehr erfreut über den Ortsnamen. Die Wegführer nahmen den Namen auch ernst und wir sind in einem wirklich sehr zügigen Tempo hochgelatscht.



Das Ferkel wurde standesgemäß von echter deutscher Musik begleitet, was dem ein oder anderen LAG ziemlich auf die Nerven ging.



Ich nutze meistens die Gelegenheit, fremde Gegenden laufend zu erkunden. So auch hier. Nachdem wir nach dem Ferkel, 3-4 Radlern, 2 Kuttelputzern und jede Menge Spaß gegen 1.30 Uhr im Bett waren, fiel es mir nicht ganz leicht, um 7.00 Uhr die Schuhe zu schnüren. Dummerweise hatte ich mich am Vortag nicht erkundigt, wo ich am besten hinlaufen soll, so war der Lauf zwar schön aber recht unspektakulär durch angrenzende Orte. Da ich noch etwas Grün sehen wollte, hab ich den nahe gelegenen Friedhof noch erlaufen. Bevor mich die Gräber gießenden Anwohner erschlagen konnten, ergriff ich die Flucht.

Wir waren in einer Weingegend, also gabs noch eine Führung durch den Weinkeller mit anschließender Weinprobe. Ich bedauerte die Kollegen, die bis um 5.30 Uhr morgens durchgefeiert hatten - aber die sind jung, die können das noch.

Für Frank und mich gabs dann noch eine Extra-Führung durch Strasbourg mit kulinarischer Einheit - gut, dass ich morgens schon laufen war.


Schön wars!

Donnerstag, 26. April 2007

Rundum gesund!

Das ist doch einen Post wert. Immer wieder beklag ich mich über meine Beine und deren Macken. Gestern hab ich mir noch mal ein Blutbild machen lassen. Eigentlich wollt ich ja nur den Eisenwert wissen, da ich den arg im Keller fürchtete (warum muss ausgerechnet ich während der Fastenzeit kein Fleisch essen??).

Aber alles bestens, super bestens. Eisen ist knapp unter der Grenze aber nichts, wofür ich noch Medikamente nehmen müsste. Er hat dann direkt mal alles mögliche nachgeschaut, meines Erachtens nach nicht nötig, ich fühl mich ja gut - schaden kann es aber auch nicht.

Und wie gesagt, alles prima - besser gehts nicht mit meinen Blutwerten. Tja, müsst Ihr mich wohl noch etwas ertragen.....

Als letzte Patientin haben wir noch über dies und jenes geplaudert (auch übers Laufen) und ich hab ihm noch kurz bestätigt, dass ich immer noch, wenn auch deutlich vermindert, die Probs mit Knien und Schienbeinen hab.

Als ich gerade zu Hause war, rief er an. Er hat sich mit seinem Onkel, alter Heilpraktiker, beraten, der mir wiederum zu Omega-3-Fettsäuren rät. Meine Sehnen wären nicht stark genug geschmiert, was aber wiederum keinen Zusammenhang mit meinen niedrigen Cholesterinwerten hat. Außerdem soll ich trinken, trinken, trinken - und zwar am besten Fencheltee.

Versuch macht kluch. Ich probier das doch glatt mal aus. Kann ja nur verbessern, nicht schaden. Wenn es hilft, geb ich Euch Bescheid.

Vor Gesundheit strotzende Grüße

Eure Anja

Erkenntnis an einem Donnerstag Morgen!

Wenn der Föhn ständig wegen Überhitzung ausschaltet, dann sollte man mal den Luftfilter säubern.

Der arme Haarföhn hatte überhaupt keine Chance, noch irgendwie an kühle Luft zu kommen.

Fazit:

Besser mal ne Bedienungsanleitung lesen, dann wär ich vielleicht schneller auf diese logische Maßnahme gekommen.

Dienstag, 24. April 2007

Versteckte Taschen, schwarze Möpse und unsittliche Angebote!

Es gibt Läufe, über die muss man (oder ich) einfach berichten.

Die letzten Läufe waren eher davon geprägt, dass ich mein Knie im Auge behalte - wobei man sich das nicht so vorstellen darf, dass ich das ständig angestarrt hab. Mehr das innere Auge ist damit gemeint.

Außerdem hat mir erst das warme Wetter zu schaffen gemacht, dann bin ich ca. ne halbe Stunde nach ner Portion Gulasch mit Klößen gelaufen und letztendlich Sonntag morgen, nachdem ich Samstag Abend Wein getrunken hab. Trägt alles nicht dazu bei, sich beim Laufen fit zu fühlen.

Heute morgen schmeiss ich mich so früh aus dem Bett, dass ich noch einen Kaffee vor dem Laufen schaff.

Dann beim Anziehen der Laufklamotten die erste Entdeckung. Meine Lieblingslaufhose verfügt neben der Reißverschlußtasche noch über eine kleine Tasche für einen MP3-Player. Die Hose trag ich nun schon seit 1 Jahr als Lieblingshose so oft, wie sie gewaschen ist, und die Tasche hab ich noch nie entdeckt - oohps.

Ich denk mir grob meine Route aus und starte in der Morgendämmerung bei optimalen 12°. Als erstes erschreck ich mich, als ich noch eine Läuferin auf der Bahn sehe, das bin ich hier nicht gewohnt. Am Rhein angekommen steht eine Frau auf ihrem Balkon und blickt auf dem Rhein als ob sie an Deck eines großen Dampfers steht - schönen Blick hat sie hier. Die Fähre gleitet seicht über das Wasser, das heute besonders glatt aussieht. Ich genieße den Lauf, auch meine Gräten verhalten sich äußerst seicht.

Am "Hafen" begegnet mir ein Herr: Schwarze Hose, schwarzes Hemd und weißes Jacket. Ihm folgen 2 pechschwarze Möpse (also Hunde). Warum halten sich Leute eigentlich immer 2 Möpse, einfach nur für den Satz: "Guten Tag, mein Name ist Gregor und ich hab 2 Möpse". Beobachtet das mal, Leute mit Hunde-Möpsen haben immer zwei davon.

Neben dem Schild am Yacht-Club "Liegeplätze frei" hat sich eine Katze breitgemacht. Ich ärgere mich, dass ich meine Kamera nicht mit hab, das ist ein schönes Bild, die Katze hat das wörtlich genommen und sich direkt einen Liegeplatz ausgesucht.

Ich lauf weiter und singe so vor mich hin, ein Stück aus der Rocky Horror Picture Show und ich tröte "Toucha toucha toucha touch me, I wanna be dirty...." während mich ein Radfahrer überholt. Ich muss nicht extra erwähnen, dass er etwas irritiert war.

Den Rest des Laufes halt ich meinen Mund aber eher wegen der vielen Fliegen, die im Feld schwirren. Ich rede mir auf jeden Fall ein, dass es Fliegen sind und keine Mücken. Als ich um den See laufe, merk ich , dass ich mich in Zeit und Strecke etwas verschätzt hab. Ich gönne meinen Beinen einen kurzen Aufenthalt im Entenkackensee und bin nach 60 Minuten und gut 9km mit viel Spaß in den Backen und keinen Schmerzen in den Beinen wieder zu Hause.

Der attraktive Herr, der mir im Treppenhaus begegnet, haucht mir noch einen flüchtigen Kuss auf die Wange und verschwindet zur Arbeit. So können die Tage beginnen, da kann nix mehr schief gehen.

Montag, 23. April 2007

Chipsoholic!

Ich kaufe keine Chips. Wenn dieses Teufelszeug im Haus ist, dann esse ich das auch. Das hat zur Konsequenz, dass ich bei Freunden, wenn dort Chips auf den Tisch kommen, gnadenlos zulange und mich noch nicht mal oder nur wenig dafür schäme.

Frank kauft manchmal Chips, was eine extreme Herausforderung an meine mentale Härte bedeutet. Sind die Dinger im Haus, komm ich kaum drum herum.

Samstag kam Besuch und es wurden (nicht von mir) Chips gekauft. Nach dem wir aber genügend zu Abend gegessen hatten, kam keiner von uns beiden auf die Idee, das Zeugs auszupacken. Leider. Jetzt liegt es hier rum. Gestern, als ich so durch die Küche turnte, stand eine geöffnete Packung auf dem Schrank. Immer wieder verschwanden meine Hände in der Tüte, bis ich sie mehrfach mit Gummies verschnürte und wegschloss.

Heute, als ich nach dem Abendessen die Küche abwischte, kam noch ein kleiner Mini-Chips-Krümel unter dem Schneidbrett hervor und fast automatisch gingen meine Hände Richtung Schrank, in dem ich das Satanszeug gestern versteckt hatte.

Nur mit größter Mühe und eiserner Disziplin konnte ich mich selbst vom Schrank wegzerren. Vielleicht kann ich so lange widerstehen, bis Frank sie alle aufgegessen hat.

Sonntag, 22. April 2007

Ehre, wem Ehre gebührt!

Meine kleine Cyber-Shot durfte heute wieder mit laufen, weil ich endlich mal den wunderschön gelben Raps im Morgenlicht knipsen wollte. Ist mir eher schlecht als recht gelungen, das geht besser.


Dann machte ich folgende Erfahrung. Der Leverkusener an sich kann wahrscheinlich nicht so gut damit umgehen, wenn die nähere Umgebung grün und schön ist. So wird ein kleines Waldstück (von dem hier wirklich wenig existiert), mal zu einem Elektrofriedhof umfunktioniert. Damit zumindest diesen ausgedienten Elektroteilen die abschließende Ehre zuteil wird, werden sie hier auf meinem Blog verewigt.





Ehre, wem Ehre gebührt.

Ich bin im übrigen diese Woche wieder 20km gelaufen und fühl mich gut. Heute durften meine verdammten Glycerin wieder raus - schön rot sind se ja:-). Ich habs einfach mal mit den Straßenschuheinlagen probiert und die 7km liefen sich ganz gut. Ich besorg mit Pelotten, auch wenn es mir noch so widerstrebt, und dann sollen sie ihr Werk verrichten. Meine New Balance muss ich wirklich langsam mal aussortieren, fürchte ich.

Allen einen schönen sonnigen Sonntag!

Dienstag, 17. April 2007

Pssst... ganz leise....

... wollt ich Euch nur kurz sagen, dass das Knie schon wieder besser wird.

Nicht zu laut, damit es sich nicht erschreckt. Bin letzte Woche zwar 3 mal gelaufen, aber jeweils mit 2 Tagen Pause und insgesamt 16-17 km. Das hat es gut verkraftet. Es ist so, dass ich noch etwas spüre, aber die Erholungsphase schon deutlich verkürzt ist.

Jetzt bleib ich weiter vorsichtig und hoffe, dass das Knie mir das dankt.

Im übrigen war ich - nach Lizzys Tipp - nach dem Laufen Wassertreten, hier im nahgelegenen Badesee. Das Wassertreten war gut aber schwimmen würde ich hier nicht - zu viel Entenkacke im See. Sehr interessant auch, wie viel Gras man riecht, wenn man durch die Gruppen der Jugendlichen läuft, die bei dem viel zu warmen Wetter dort recht friedlich lagern. Und ich meine nicht das frisch geschnittene Gras.

Sonntag, 15. April 2007

In Norddeutschland verliert man Haare!

Wochenende in Hamburg bei lieben Freunden (Hallo :-))) ). Wir starten um 5.00 Uhr morgens, um in der ersten Etappe mitnichten bzw. mit der Nichte zu frühstücken. Lüneburg ist eine wunderschöne Stadt und ich bin neidisch. Ich möchte auch gern 24 sein und in Lüneburg studieren. Auf die Frisur bin ich auch neidisch - der Friseur hat noch einen Termin frei und ich verliere mind. 15-20 cm Haarlänge - schwupps weg.


Nichten müssen studieren, darum geht es nach dem Friseurtermin direkt weiter nach Hamburg. Ok direkt war das nicht sondern eher etwas staugequält. Wir studieren auch, nämlich den ÖPNV in Hamburg und sind rechtzeit an der Oberhafen-Kantine, um Labskaus, Schnitzel, Gnocchi und last but not least als Nachspeise noch eine von Tims Frikadellen zu lynchen.


Der Samstag wird mit Shopping ohne shoppen verbracht - oder Shopping ohne Ergebnis. Aber dafür sitzen wir schon mittags um 12.00 Uhr an der Alster und trinken ein solches. Meine dafür standesgemäße Bemerkung "Boah, was geht es uns wieder schlecht." bekomme ich von meiner Hamburger Begleiterin bestätigt.

Auf der Rückfahrt in der Kaffeerösterei vorbei. Man braucht sie nicht sehen, man riecht sie schon von der Ferne. Ich liebe solche Läden.


Abends geht zum Football. Cologne Centurions spielen gegen Hamburg Sea Devils. Die Feldherren des Football lassen die Hamburger eher wie Sea Horses aussehen und wir sind froh, dass Football-Fans so friedlich sind und uns unbehelligt von dannen ziehen lassen.


Wer denkt, man könne auf dem Bild nur ansatzweise die neue Frisur erkennen, der täuscht. So kurz sind sie auch nicht geworden.

Der Norden war wie immer eine Reise wert. Darauf ein Prost!



Donnerstag, 12. April 2007

Für Marathon-Hasen!

42 Dinge, an die Du am Sonntag denken kannst:
  1. Du bist super vorbereitet.
  2. Du hast den besten "Hasen" an Deiner Seite.
  3. Französische Marathon-Läufe sind auch 42,195 km lang - bestimmt:-)
  4. Es gibt genügend Getränkestationen.
  5. Du hast genügen Kohlehydrate zu Dir genommen.
  6. Du liebst lange Läufe.
  7. Du hast die richtige Schuhauswahl getroffen.
  8. Hasen laufen sich keine Wölfe.
  9. Du kannst Dich nicht verirren.
  10. Es gibt keine Kühe auf Marathonstrecken - auch nicht in Frankreich.
  11. Du darfst danach wieder so lange Läufe machen, wie Du willst.
  12. Das Forum wartet auf Deinen Bericht.
  13. Anja wartet insbesondere auf Deinen Bericht.
  14. In Berlin wirst Du als Profi starten.
  15. Falls die ehemalige Nachbarin mit läuft, Du wirst sie überholen.
  16. Die ganze Welt denkt an Dich, wenn Du läufst.
  17. Du wirst gut aussehen.
  18. Du wirst noch bessser aussehen.
  19. Du wirst keinen Mozarella zum Frühstück essen.
  20. Du wirst die ganze Zeit im Fettverbrennungspuls laufen.
  21. Deine neuen Laufklamotten werden Dich tragen.
  22. Semur wird Heldenfähnchen für Dich aufhängen.
  23. Ich werd ein Kölsch auf Dich trinken!
  24. Kölsch wird auch auf Dich trinken!
  25. Du hast Zeit, über Metallurgie nachzudenken.
  26. Es gibt immer noch genug Wasser auf der Strecke.
  27. Du siehst immer noch gut aus.
  28. Kannst Du noch rechnen?
  29. Du darfst Charly beschimpfen, falls Dir danach ist.
  30. Du läufst fürs Kilometerspiel
  31. Die Menschenmassen jubeln Dir zu.
  32. Du hast die Toiletten am Streckenrand gefunden.
  33. Nein, er ist nicht da.
  34. Nein, er ist immer noch nicht da.
  35. Und noch mal nein, er ist immer noch nicht da.
  36. Wenn er bis jetzt nicht da ist, braucht er auch nicht mehr kommen.
  37. Du weißt nicht, was die anderen vom Hammermann erzählen.
  38. Nur noch 4km, das ist ja wohl nix.
  39. Jetzt ... zusammenkneifen und durch.
  40. Die Euphorie wird steigen.
  41. Bald geschafft.
  42. und 195 m - Du wirst eine Heldin sein!
Ich wünsche Dir vor allen Dingen ganz viel Spaß.

Anja

Montag, 9. April 2007

Himmelhoch jauchzend...

... zu Tode betrübt.

Und ich überlegte noch, sollst Du Dich nach den 90 Tagen Selbsttest wirklich freuen und darüber berichten? Nachher kommt direkt eine Verletzung nach der Veröffentlichung und dann?

Ich berichtete und die Verletzung kam. Nennt man das selbsterfüllende Prophezeiung oder einfach nur Pech? Ist es mein Hirn, dass das auslöst oder meine Unvernunft oder beides?

Mein Knie war es, das mir auf einmal wieder übel mitspielt. Nicht das "Spüren von irgendwas" sondern das war/ist der Schmerz vom Patellaspitzensyndrom - wirklich.

Den letzten Lauf am vergangen Dienstag brach ich nach 4,4 km ab. Ich spürte das Knie die Tage danach vor allen Dingen im Sitzen, wenn das Bein angewinkelt ist - ein komisches Gefühl vom Druck hinter der Kniescheibe. Es war noch nicht so schlimm, wie letztes Frühjahr, als ich keine Treppen mehr ohne Schmerzen gehen konnte... aber es war da.

Also Laufpause, bis der Schmerz weg ist. Was für einen "normalen" Menschen nur 6 Tage sind, sind für einen Laufsüchtigen wie mich eine Ewigkeit... aber noch einen Tag rausgezögert, noch einen Tag, ach nee, heute spür ich auch noch was, ich geh nicht laufen - bloß nix falsch machen.

Heute morgen sitz ich - früh aus dem Bett gefallen wie immer - am Rechner und ertappe mich dabei, wie ich jeden noch so dusseligen Eintrag im Netz lese, nur um nicht Laufen zu gehen. Ich hab Angst, dass mein Knie sofort meckert und ich mich auf eine richtig lange Laufpause einstellen kann.

Beim Anziehen der Laufklamotten krabbelt mir die Panik den Nacken hoch. Als ich meinen MP3-Player in den Ohren hab und die Schuhe anziehe, bin ich den Tränen nahe. So Anja, jetzt reiß Dich mal heftig zusammen - raus auf die Straße und dann schaun wir mal.

Die ersten 2 Kilometer laufen ganz gut - auf jeden Fall besser als letzten Dienstag, als das Knie direkt von Anfang an weh tat. Urplötzlich erhebt sich der kleine Teufel auf die rechte Schulter und ruft "Na ja, dann kannst Du ja auch die große anstatt die kleine Seenrunde laufen, was?". "Nix da", sagt der Vernunftengel auf der anderen Schulter, "mehr als 5km läufst Du nicht". Ok, nach 35 Minuten hör ich auf zu laufen, egal wo ich bin, leg ich für mich fest. Dass das schon geschummelt ist, weiß ich selbst, aber ich kann halt auch nix für mich.

So lauf ich die 35 Minuten, also knapp 6km, vor mich hin. Der einzige Moment, an dem ich nicht in mich und mein Knie horche, ist die Situation, als ein Paar mit einem Pitbull (unangeleint) vor mir herschleicht und ich sie dann doch bitte, das Tier festzuhalten, während ich vorbei laufe.

Den letzten Kilometer nach Hause gehe ich dann, die Vernunft ist dann doch groß genug.

Jetzt sitze ich hier, Icepack auf dem Knie und bete an den großen Läufergott, dass es nur ein Schuss vor denn Bug gewesen und ich mit Vernunft und Disziplin bald wieder 3 x die Woche laufen kann.

Was hab ich falsch gemacht?

1. Ich bin 4 x die Woche gelaufen
2. Dabei bin ich an 2 Tagen hintereinander gelaufen.
3. Ich hab meine Knieübungen (Oberschenkel) vielleicht etwas zu stark intensiviert.
4. Ich bin auf Socken die Treppe fast runtergefallen und hab mich komisch abfangen müssen.

Wahrscheinlich eine Kombination aus 1-4.

Tschö, sagt eine verunsicherte Anja, die jetzt erst mal abwarten muss, ob der Lauf heute gut oder schlecht war.

Freitag, 6. April 2007

Frohe Ostern!

Ich/wir sind ja bekanntermaßen Minimalisten, was unsere Wohnungsdeko angeht.

Nun hab ich es gewagt, eine Osterdeko zu kaufen (neben ein paar Zweigen, die ich in die Vase gestellt hab) und erntete großen Protest.

Aber ich find das Huhn hübsch, es wackelt sogar, wenn man es anstupst.


Allen ein schönes Osterfest, ein paar freie Tage für die Familie, fürs Laufen, fürs Faulenzen und auf dem Balkon sitzen.

Sonntag, 1. April 2007

Hügetraining, ich will Hügeltraining!

Sonntag Morgen, der übliche Lauf. Ich nehm mir nix großes vor, das ist der 4. Lauf der Woche und ich will doch nicht übertreiben.

So düs ich ohne große Ambitionen bei schönstem Sonnenschein um die Seen. Kurz vorm Bäcker muss ich schmunzeln. Ein Vater ruft seinem Sohn ganz laut "Achtung" zu, als ich um die Ecke biege. Im Nachhinein muss ich sagen, dass er direkt erkannt hat, was heute mit mir los ist.

Beim Bäcker raus treff ich einen anderen Läufer. Nicht, dass der auch Laufklamotten an hatte aber man erkennt andere Läufer ganz genau an einer Sache: Sie schauen einem auf die Schuhe.

Ich flitze mit den Brötchentüten für uns und die Nachbarn nach Hause, gebe meine Strecke in Top 50 und anschließend in mein Lauftagebuch ein und erschrecke: Durchschnittsgeschwindigkeit von 5:48 - das ist Rekord, das ist für mich für einen ganz normalen Lauf Rekord. Ich hatte natürlich die Pulsuhr nicht an und weiß nicht, ob ich nicht viel zu schnell gelaufen bin. Aber ich hab mich gut gefühlt und bin einfach so gelaufen.

Das kommt bestimmt vom Eifel-Hügeltraining! Hammer!