Donnerstag, 30. August 2007

Dealer!

Sie steht an, die legendäre Gartenparty beim Chef. Seit Jahren von allen Mitarbeitern heiß geliebte Einladung und es macht uns alten Hasen immer wieder Spaß, neuen Mitarbeitern vorher irre Geschichten von diesen Partys zu erzählen - also berühmt berüchtigt.

Gestern dann im Bistro:

Ahmad: Ich hab versucht, die spezielle Tabakmischung für Freitag zu bekommen, komm ich aber irgendwie nicht dran.
Anja: Musst Du Ayman fragen, der weiß doch, wo man das herbekommt.
Ahmad: Ja, hab ich schon, der bekommt aber nix.
Anja: Na, iss doch egal, dann nehmen wir halt den normalen - ist doch auch in Ordnung.
Ahmad: Ja, aber ich wollte doch so gerne die Spezialmischung haben.

Udo (neuer Kollege) steht daneben und grinst wissend.

Ob er mir geglaubt hat, dass wir nur über Fruchttabak für die Wasserpfeife gesprochen haben, die einfach zum Ritual der Gartenparty dazugehört und wir keinesfalls an Drogen dachten?

Ich glaube nicht.

Sonntag, 26. August 2007

Wanderwege kann man nicht laufen... oder doch?

Schlaf - was ist das, braucht das wer? Mein Hirn ist nach Tagen mit wenig Schlaf doch etwas vermatscht, die Gläser Rotwein auf dem Geburtstag gestern tun wahrscheinlich ihres dazu, wobei es sich in Maßen hielt - kein Kopfweh ... alles gut.

Soll ich unter den Umständen und mit Läufen am Freitag und Samstag jetzt den 3. Tag hintereinander laufen? Aber es bietet sich doch so an, wo ich doch mein zurück gelassenes Vehikel gleich am Altenberger Dom im Bergischen Land abholen muss.

Google gibt keine sinnvollen Laufstrecken um den Altenberger Dom her - also such ich mir ne Wanderstrecke, kleine 6,5 km, nur so locker ein Ründchen laufen und die Landschaft genießen. Das Höhenprofil nehme ich wahr und verdränge es sofort wieder.

Bewaffnet mit Wanderroute, Kamera und Mobiltelefon starte ich am Dom, der am Sonntag Mittag bei schönem Wetter schon arg von Touristen frequentiert ist. Die erste Beschreibung im Wanderweg ist schon falsch, das kann ja heiter werden.

So, hier rechts rein und immer am Bach lang... meinen die jetzt den Weg da hoch oder den Weg da runter? Die Karte gibt auch nichts her, was frau im Wald gebrauchen könnte. Was machen denn die ganzen Wurzeln hier? Warum war hier seit Kyrill keiner mehr putzen und Staub wischen? Warum rutschen Laufschuhe auf Matsch nur so hin und her? Natürlich hab ich mich bei der zweitbesten Möglichkeit für den falschen Weg entschieden - Wanderwege kann man nicht laufen, ganz klar - viel zu gefährlich.

Irgendwann, nachdem ich einige Wege rauf und runter gelaufen bin, finde ich wieder zur ursprünglichen Beschreibung und dann auch zu einigermaßen belaufbaren Wanderwegen. Und ab da machts so richtig Spaß - hoffentlich nicht so viel, dass ich das wieder direkt mit einem Kauf von Trailschuhen quittiere - ich hab keinen Platz mehr für Schuhe.

Wie viel ich gelaufen bin? Keine Ahnung - ich bin ja völlig anders gelaufen als der Plan es hergab, davon abgesehen, waren die Meterangaben in der Routenbeschreibung auch sowas für die Katz.
Wie lang ich gelaufen bin? Ich hab auch nicht wirklich ne Ahnung - irgendwas über 50 Minuten reine Laufzeit, stehen, schauen, Plan lesen nicht mit eingerechnet - war wohl was von ner Stunde. Beim ganzen orientieren, lesen, prüfen hab ich ständig die falschen Knöppe auf der Uhr gedrückt.

Bergisches Land und Waldwege - macht Euch auf was gefaßt. Sollten meine Knochen jetzt nicht arg meckern, dann werdet Ihr mich wiedersehen. Wanderwege kann man nämlich doch laufen, soweit man die richtigen findet.

Donnerstag, 23. August 2007

Abgenutzt!


Ich habs gar nicht gemerkt - ich tippe halt blind. Eine neue Kollegin hat mich drauf aufmerksam gemacht - als sie ein Paßwort eingeben wollte (an ihrem ersten Arbeitstag) hat sie doch sehr gestutzt.

Beim Fotografieren ist mir dann aufgefallen, wie viel Staub drin ist - buahhhh - aber ich bekomms nicht weg. Vielleicht sollte ich mir einfach ne neue Tastatur bestellen, und zwar eine ganz leise. Die Kunden merken nämlich, wenn ich zwischendurch rumtippe, während sie mir nen Schwank aus ihrem Leben erzählen.

Sonntag, 19. August 2007

Kopfkino!

Sorry, schon wieder ein Eintrag... aber die nächsten Tage ist wahrscheinlich wieder Ruhe hier, könnt Ihr ja in Etappen lesen.

Heute mein "langer" Lauf, ich nehme keine Kamera mit. Zum ersten Mal starte ich eine längere Runde, ohne vorher genau bei Google Earth die Strecke abzumessen und ausgedruckt mitzunehmen. Ich hab grob ne Ahnung, wo ich hin will und starte freudig. Jetzt muss man dazu sagen, dass die Umgebung im Hinterland von einer vielbefahrenen Bahnstrecke und einer Autobahn durchschnitten ist - man ist also auf Brücken angewiesen.

Ich überleg noch, dass es vielleicht besser sei, wenn ich als erstes die Brücke nehme, deren Anfang ich zwar kenne aber nicht genau weiß, wo sie endet... ist leichter. Aber ich verwerfe diesen vernünftigen Gedanken und trabe auf die mir bekannte Brücke zu.

Natürlich verlaufe ich mich (mehrfach ein wenig) - nicht schlimm aber alleine traue ich mir nicht zu, die richtige Fußgängerbrücke auf dem Rückweg zu finden.

Ich sehe eine offene Bäckerei und beschließe, dort Rat zu suchen. Und jetzt fängt mein Kopfkino an, dass zeigt, was für ein schlechter Mensch (nicht in Taten aber in Gedanken) ich bin: Die Gedanken sind der Übersichtlichkeit andersfarbig markiert:

Ich: Hallo (an die Bedienung), kennen Sie sich hier aus? Ich suche die Fußgängerbrücke Richtung Hitdorf. Können Sie mir sagen, wo ich den Aufgang finde?
Bedienung schaut mich stumm an und zuckt mit den Schultern.
Ein älterer Herr Marke "Ich hab mein Leben für Bayer geopfert - abends brauch ich mein Bier - auf dem Sportplatz bin ich die Nr. 1, zumindest was die Theorie angeht - Lachen ist in meinem Leben nicht vorgesehen" wendet sich an mich und sagt: "Fußgängerbrücke? Da können Sie aber nicht mit dem Auto lang."
Ich: Hä? Meint der, ich schwitze vom Auto fahren so? Sieht man doch, dass ich laufe - auch meine Kleidung ist normalerweise ne andere. "Ähm, ich laufe doch, ich bin nicht mit dem Auto hier".
Er: "Ach so, ja dann kann ich Ihnen helfen - kommen Sie mal mit mir raus". Sie laufen hier einfach geradeaus die Straße lang, bis es nicht mehr geht und Sie an eine Kneipe kommen.
Ich: Logisch, dass der mir die Kneipe als Merkmal nennt, da war er gestern wohl auch noch ziemlich lange.
Er: "Dort gehts dann links ab Richtung der Brücke, das sehen Sie dann schon. Ist ungefähr noch ein Kilometer".
Ich schaue ihn trotz meiner blöden Gedanken freundlich und dankbar an (das bin ich auch tatsächlich). Wiederhole seine Aussage noch mal und denke: Ob das unangenehm ist, wenn die Tränensäcke von Innen gegen die Brille drücken?

Ich finde den Weg nach Hause und die Brücke nach seiner Beschreibung.

Ich bin ein böser Mensch!

Samstag, 18. August 2007

Köln!

Op dä Südbrück stonn ich off Stunde, immer widder
luhr ich dä Möve un dä Schleppkähn noh,
loss ming Jedanke frei.
Ne Jüterzoch un ungendurch dä Rhing flühß wigger,
su wie sick Johr un Daach, als ob nix wöhr,
stumm, majestetisch ahn dä Stadt vorbei.

Auf der Südbrücke stehe ich oft Stunden, immer wieder
sehe ich den Möwen und den Schleppkähnen nach,
lass meine Gedanken frei.
Ein Güterzug und unten durch der Rhein fließt weiter,
so wie seit Jahr und Tag, als ob nichts sei,
stumm, majestätisch an der Stadt vorbei.


Dä Fluss ess grau un schwer die Wolke övver Kölle.
Ming Stadt ess alt, dat heiß: nit häßlich,
nur jet zo plump jeschmink.
Die Uferstein allein künnte vill verzälle.
Womöglich dunn die dat sujar, su laut se künne,
bloß mir sinn taub un blind.

Der Fluss ist grau und schwer die Wolken über Köln.
Meine Stadt ist alt, das heißt: nicht hässlich,
nur etwas zu plump geschminkt.
Die Ufersteine alleine könnten viel erzählen.
Vielleicht tun sie das sogar, so laut sie können,
bloß wir sind taub und blind.
(Text von BAP - Met Wolke schwade) Bei 2-3 Bildern sieht man den "Witz" wohl erst, wenn man sie anklickt.

Farbe weg oder gibt/gab es in Köln nur eine zu kaufen?

Ah - Farbe gefunden... doch noch!


Aber um allen Mißverständnissen vorzubeugen - ich liebe Köln. Vielleicht auch gerade deswegen!

Eine kleine Episode des heutigen Tages.

Wir machten eine Rast auf dem Alter Markt - ok, es ist Altstadt (erster Fehler). Wir bestellten an Außen-Steh-Tischen eines Jazzlokals (das war wohl der zweite Fehler) zwei Kölsch. Wir erhalten zwei riesen Pötte (0,4ml). Jeder Kölner wird jetzt schon laut aufschreien - 0,3 ist schon schlimm genug aber 0,4 - auf dem Alter Markt??? Hier stimmt aber gewaltig was nicht. Wir prosten uns zu, nehmen den erste Schluck und schauen uns entsetzt an. Warm ist das Zeugs - also nicht handwarm aber auch nicht richtig kalt. Das geht ja gar nicht.

Wir bitten die Kellnerin um die Rechnung, die uns 7,20 Euro für die zwei nur halb getrunkenen Biere abknöpfen will. Ich sage, dass ich das reichlich viel für 2 warme Bier finde. Sie geht ins Lokal, weil sie nicht wechseln kann und ich unwillig bin, Trinkgeld zu geben. Nach 3 Minuten kommt sie raus (in der ich die Hoffnung hege, dass sie mit ihrem Chef spricht), sagt: "Tschuldigung für das warme Bier, wir hatten einen Stromausfall. Ich kann Ihnen Eiswürfel bringen." WAS???????? Eiswürfel ins Kölsch???? Wer so was vorschlägt, sollte zu 2 Jahren Sitzungskarneval am Stück verdonnert werden!

Technik!

Meine Handtasche ist zu voll.... das muss was geändert werden. Kurzer analytischer Blick in die Tiefen des schwarzen Beutels lassen erkennen, dass es heutzutage wohl nicht mehr sein muss, neben einem Mobiltelefon noch einen sog. PDA mit sich herumzuführen.

Mittlerweile sind die Geräte doch so gut, dass man das kombinieren kann, ohne das Gefühl zu haben, mit einem Waffeleisen am Ohr zu telefonieren. Ich hatte ein einschneidendes Erlebnis mit einem vorübergehenden Kollegen... das hat mich sehr geprägt ... ich NIE mit Waffeleisen am Ohr.

Für kleinen neuen Technik-SchickSchnack bin ich ja immer zu haben - allerdings bin ich (hier fehlen mir wahrscheinlich die männlichen Hormone) nicht der Mensch, der sich dann tagelang mit Internet, PC-Zeitschrift, Mobiltelefonprospekten, der letzten TEST in ein Kämmerlein einschließt. Ich will das sofort und ich such mir Empfehlungen - hab ich auch bekommen (danke Ralph).

Ich freu mich dann wie ein kleines Kind, wenn dieser SchnickSchnack dann eintrifft, um das Gerät - am besten ohne eine Zeile in der Bedienungsanleitung zu lesen - in Betrieb zu nehmen.

Mein schickes E65 ist also seit gestern mein neues Baby. Puh, hat schon mal gedauert, bis ich die SIM-Karte richtig eingesteckt habe - man sollte sich auf der Arbeit auch auf die Arbeit konzentrieren und nicht um neue Spielzeuge, hatte ich ja auch nicht wirklich Zeit zu. Aber das Akku kann ja schon mal laden. Selbstverständlich - wie könnte es auch anders sein - ist das Netzkabel nicht mit meinem Netzkabel von dem anderen Nokia-Mobiltelefon kompatibel. Ich werde also dem anderen Netzkabel schonend beibringen müssen, dass es auch in der großen Schublade mit den schätzungsweise 17 anderen Netzkabeln verschwindet - könnte man vielleicht noch mal brauchen. Braucht Frau nie mehr - aber ... für schlechte Zeiten ... vielleicht bekommt man ja noch 3,45 Cent auf dem Flohmarkt. Oder wenn ich genug zusammen hab, könnte ich die Kabel vielleicht in Socken verstricken. Oder wer weiß, die taugen ja auch als Mordinstrumente für die Erfinder von unterschiedlichen Ladekabeln....

Optimistisch wie ich bin, gehe ich davon aus, das sich sowohl die Daten vom alten Mobiltelefon als auch von meinem PDA einfach in ein neutrales Datenformat ziehen und im neuen Telefon abspeichern lassen. Pustekuchen. Natürlich hab ich bis jetzt immer noch keine Bedienungsanleitung gelesen - aber die Formate, die ich importieren kann passen halt schon nicht mit denen zusammen, die ich exportieren kann.

Wenn hier also die nächsten 5 Wochen kein Eintrag mehr erscheint, verbringe ich meine freie Zeit damit, alle Termine, die ich schon bis an mein Lebensende im Palm hinterlegt hab, ins Nokia reinzuschreiben - das gleiche gilt für die Zuordnung der Telefonnummern im Mobiltelefon.

Ich sach tschüss - laufen kann ich dann natürlich auch nicht mehr. Ich werde unfit und fett - aber Hauptsache, ich hab ein schickes Multigerät.

Machts gut!

Anja

PS: Sollte noch jemand einen Tipp haben, wie ich das fett werden umgehen kann, so darf er/sie sich gerne melden!

Mittwoch, 15. August 2007

Was ist das??

Heute mal ein Bilderrätsel.

Was ist das??


A) Das Treffen der anonymen Fettsüchtigen?
B) Das Treffen der Freunde der Mayonaise in Tüten?
C) Das Treffen der Laufgruppe Rheinland im Dorf?

Rischtisch!!! Antwort C. Warum auch nicht, oder? Wir haben es uns redlich verdient. Trotz allgemeiner "ich kann nicht so viel laufen , weil mir xy weh tut"-Stimmung waren es 9 km in exakt einer Stunde. Wenn welche in dem Laden Burger verdient hatten, dann wir (Manu, Susi, Eva und ich). Darum bestellten wir von 5 möglichen auch 4 verschiedene.

Ok, dass man Mayonaise extra bezahlen muss, find ich schon ziemlich dämlich in so nem Laden. Aber wir haben es geschafft, trotz der Lautstärke noch eine Konversation zu führen - auch mal ne Leistung.

Wieder war es schön mit Euch - diesmal zu Viert - ich freue mich auf nächste mal. Eva, sorry, Du warst auf keinem Foto - hat aber nix mit Deinem Alter zu tun;-)))

Sonntag, 12. August 2007

Kölsch-Rock vom Balkon, Firmenstaffel doppelt, Pferde und Schokoladenbrunnen

Was so ein Wochenende alles bieten kann. Irgendwie muss ich das mit dem Gott für Events noch klären, dass er das besser verteilt. Der lieben Leserschaft (und natürlich Simone) zuliebe, versuche ich mich sehr kurz zu halten.


BAP-Konzert - Dreimal 10 Jahre!

Unter diesem Motto war das letzte Konzert dieser Tour auf der Domplatte angesetzt. Dank des Einsatzes von unserem Eventmanager Thomas T. aus K. gab es Karten auf der Terrasse vom Dom-Hotel - ich muss schon sagen, eine super Sicht auf die Bühne und dem Dom - das hat schon was.

Die "alten" Herren von BAP spielten - nachdem bis 19.38 Uhr der Dom die letzten Glockengesänge von sich gegeben hatten - 3,5 Stunden quer durchs Repertoir. Meiner Meinung nach waren es zu viel ruhige, zu viele neue Stücke. So richtig gut wurde es erst bei den Zugaben, als die ganzen alten Knaller gespielt wurden. Aber zumindest hatte ich den Promi-Faktor und durfte untertänigst Cordula Stratmann erklären, wo die Käsebrötchen (Halven Hahn) zu bekommen sind.

Firmenstaffellauf in Köln-Mülheim

5 Stunden stark unterbrochenen Schlaf - beste Voraussetzungen für einen Lauf - Firmenstaffellauf in Köln-Mülheim. Die Organisation für die Staffeln war käse, alle Vorbereitung von uns falsch, aber wir sinds doch, die Meister der Improvisation. Ein paar Ausfälle ließen 3 Kollegen jeweils doppelte Staffeln laufen, so fielen für mich auch 9km ab - die letzten 9 mit Zieleinlauf. Vorher aber noch die Kollegen und Jo und Micha über die Startlinie gebrüllt.

Die beiden Herren waren mal wieder zu schnell für meine Kamera - ich glaub es gibt dort eine Sportfunktion, ich werd vor dem nächsten Lauf mal in die Bedienungsanleitung kriechen.

Zu meinem Stück sei gesagt, dass ich mit den "Bergen" in Mülheim meinen Frieden geschlossen habe. Ich bin die ersten 5km (gleiche Staffelstrecke wie letztes Jahr) zwar nicht schneller gelaufen aber deutlich entspannter (5km=28 Minuten). Den Rest der Strecke hab ich zwar angestrengt aber doch genießend hinter mich gebracht und wirklich lachen dürfen, wenn der ein oder andere über die ständigen Anstiege geschimpft hat. Die genaue Zeit weiß ich nicht, weil ich vergessen hab, meine Uhr zu drücken - muss aber mit nem Schnitt von 5:38 bei knapp 51 Minuten für die 9km liegen.

Meine grünen Staffel-Stab-Hände hab ich dann einem Nebenläufer stolz vorgezeigt, der aber wohl mehr mit den letzten 2 Kilometern kämpfte als sich für meine grünen Hände zu interessieren. Das Tier im Auge auf den letzten 500 Metern durften einen Heldentod sterben, mit den grünen Händen wollte ich das nicht rausfriemeln. Hat wie immer Spaß gemacht - nächstes Jahr wieder. Noch 2 genüssliche Kölsch und dann gings heim - ich musste mich für den nächsten Programmpunkt aufhübschen.


Pferderennen in Köln-Weidenpesch
Nun kommt man nicht immer in den Genuss, Karten geschenkt zu bekommen. Mit netter Begleitung verbrachten wir den ganzen Nachmittag dort, tranken schätzungsweise einen Kasten Wasser und schauten und schauten und schauten.

Etwas enttäuscht war ich von der Beschattung der Damen. Kaum Hüte, kaum grelle Lippenstifte, kaum botoxgeglättete Gesichter - schade eigentlich.

Aber das Kind, das aus Versehen mit dem halben Teller im Schokoladenbrunnen gelandet ist, war auch nett zu beobachten. Wir haben zwar finanziell nicht abgeräumt, sind aber um eine Erfahrung reicher und werden sicherlich noch mal zu einem Pferderennen gehen - mit oder ohne roten Bändchen am Arm.


Wer bis hierhin gekommen ist - danke fürs Zulesen! Nächstes Wochenende wird wieder ruhiger.

Und eins muss ich noch sagen - wenn mir ja sonst das Wetter egal ist - dieses Mal war es genial, für alle Veranstaltungen.

BAP-Konzert - Vorabinfo!

Da dieses Wochenende vollgepackt ist, mit wahrscheinlich berichtenswerten "Events" - hier schon mal ein Foto vom BAP-Konzert von gestern Abend - direkt vor dem Dom!

Ich muss jetzt weg - Firmenstaffellauf in Köln-Mülheim... bis später!

Donnerstag, 9. August 2007

Nur die Harten kommen in den Garten....

.... so sagte der Radfahrer heute früh als er an mir vorbei fuhr, während ich fröhlich durch die Gegend trabte. 6.00 Uhr und strömender Regen. Ich geb zu, dass ich mich mind. 30 Minuten im Bett gequält hab, ob ich nun aussteigen und vom kuscheligen Bett in den Herbstregen sollte. Ich habs getan und nicht bereut und werde damit leben, dass mein Nachbar, der mir nach dem Lauf - ich aus allen Kleiderzipfeln triefend - im Hausflur begegnete, mich nun für völlig bescheuert hält.

Sonntag, 5. August 2007

Wunsch erfüllt!

"Wenn ich wieder laufen kann, dann möchte ich eine Tour machen vom Dorf über die Rheinbrücke, auf der anderen Seite zurück und mit der Fähre wieder über den Rhein fahren", so mein frommer Wunsch, als wir im Oktober ins Dorf zogen. Wie lang die Strecke ist, versuche ich zu schätzen und mit Google Earth zu vermessen - irgendwas zwischen 11 und 14 km, je nachdem, wo man von der Autobahnbrücke runter kommt.

Gestern fahre ich die Strecke mit dem Rad ab - pfffft, geht ja auf der anderen Seite über die Autobahnbrücke, viel angenehmer, als ich gedacht hab. Man muss nicht durch die Industrie, sondern kann direkt wieder ans Rheinufer zurück, sehr schön. Insgesamt sind es ca. 12 km.

Ich tue mich schwer mit der Entscheidung, die Strecke am Sonntag morgen zu laufen. Das rechte Knie muckt ja immer mal wieder, ich will meine neuen Laufschuhe probieren, letzte Woche hatte ich wieder Rückenprobleme mit Auswirkung auf das linke Knie. Ok, no risk no fun - ich werfe alle Bedenken über Bord und möchte motiviert starten. Doch stopp... die Fähre, die fährt erst ab 9.00 Uhr morgens, vor 7.30 Uhr kann ich also nicht los - schade. Also schon mal ein bisschen Büroarbeit vorab und dann gehts los.

Ich packe die Einlagen vorsichtshalber ein, wer weiß, was die neuen Schuhe so auf Lager haben. Aber meine Füße geben ihnen erst gar keine Chance. Schon beim Aufstehen hatte ich bemerkt, dass der linke Ballen recht gereizt ist, also stopfe ich mir nach 300m die Einlagen in die neuen Schuhe und alles ist gut - es bleibt also abzuwarten, ob die Schuhe meinen Wünschen entsprechen.

Auf dem Weg am Rheinufer ist um 7.30 Uhr schon richtig was los - Angler sind in Massen unterwegs. Ich bemerke, dass meine neuen Schuhe (noch) absolut leise sind, so leise, dass es fast zu einem Auflaufunfall kommt, als der Rentner ohne Blinker und ohne Schulterblick beim Wandern auf die linke Spur wechselt. Dass ich über die Wupper gehe hat nichts mit geheimen Suizidvorstellungen zu tun - schlicht und ergreifend mündet der Fluss hier in den Rhein.

Ich nähere mit nach ca. 5 Kilometern der Rheinbrücke und das Leverkusener Panorama erschlägt mich mit voller Wucht.

Auf der anderen Seite gehts die Treppe runter und wieder zurück am Rhein lang. Meine Mops-These (alle Mops-Hundebesitzer halten sich zwei Möpse) wird mal wieder bestätigt. Das Panorama auf der anderen Seite ist einfach wunderschön. Man kann gar nicht glauben, so nah an Leverkusen und in Köln zu sein. Eine Läuferin vor mir biegt in die Botanik ab - oha, da gehts auch lang? Ich trabe hinterher und finde mich auf einem Reitweg wieder, der teils sandig, teils sehr grasig ist. Das bin ich nicht gewohnt und meine Knochen mucken etwas ob des unruhigen Untergrundes auf.

Am Fährsteg angekommen, teile ich mit mir die Einsamkeit und ein kleiner Anflug von Panik erreicht mich, dass die Fähre ihren Dienst nicht aufnehmen will - aber nachdem ich mich durchgedehnt hab, ist sie auf die andere Seite getuckert und ich freue mich, wie ein kleines Kind, als sie mich auf die andere Seite bringt - Wunsch erfüllt. Auf dem folgenden Foto sieht man im Prinzip die ganze Strecke - irgendwo da hinten ist die Rheinbrücke.


Ich mach sogar noch nen Schlenker zum Bäcker, bekomme dort in dem warmen Geschäft einen Schwitzanfall, trinke wartend nen halben Liter Wasser, den ich aus Versehen geschenkt bekomme und freue mich, mit einigermaßen heilen Knochen die knapp 13km geschafft zu haben.

Alle Bilder mit ein wenig Mucke findet Ihr hier: Klick (auf Vollbild klicken)!! Im übrigen quitschen meine neuen Schuhe, vor allen Dingen der linke. Ob es an den Einlagen liegt, muss ich noch schauen - also Auflaufunfälle werden wohl zukünftig nicht mehr passieren können.