Samstag, 18. August 2007

Köln!

Op dä Südbrück stonn ich off Stunde, immer widder
luhr ich dä Möve un dä Schleppkähn noh,
loss ming Jedanke frei.
Ne Jüterzoch un ungendurch dä Rhing flühß wigger,
su wie sick Johr un Daach, als ob nix wöhr,
stumm, majestetisch ahn dä Stadt vorbei.

Auf der Südbrücke stehe ich oft Stunden, immer wieder
sehe ich den Möwen und den Schleppkähnen nach,
lass meine Gedanken frei.
Ein Güterzug und unten durch der Rhein fließt weiter,
so wie seit Jahr und Tag, als ob nichts sei,
stumm, majestätisch an der Stadt vorbei.


Dä Fluss ess grau un schwer die Wolke övver Kölle.
Ming Stadt ess alt, dat heiß: nit häßlich,
nur jet zo plump jeschmink.
Die Uferstein allein künnte vill verzälle.
Womöglich dunn die dat sujar, su laut se künne,
bloß mir sinn taub un blind.

Der Fluss ist grau und schwer die Wolken über Köln.
Meine Stadt ist alt, das heißt: nicht hässlich,
nur etwas zu plump geschminkt.
Die Ufersteine alleine könnten viel erzählen.
Vielleicht tun sie das sogar, so laut sie können,
bloß wir sind taub und blind.
(Text von BAP - Met Wolke schwade) Bei 2-3 Bildern sieht man den "Witz" wohl erst, wenn man sie anklickt.

Farbe weg oder gibt/gab es in Köln nur eine zu kaufen?

Ah - Farbe gefunden... doch noch!


Aber um allen Mißverständnissen vorzubeugen - ich liebe Köln. Vielleicht auch gerade deswegen!

Eine kleine Episode des heutigen Tages.

Wir machten eine Rast auf dem Alter Markt - ok, es ist Altstadt (erster Fehler). Wir bestellten an Außen-Steh-Tischen eines Jazzlokals (das war wohl der zweite Fehler) zwei Kölsch. Wir erhalten zwei riesen Pötte (0,4ml). Jeder Kölner wird jetzt schon laut aufschreien - 0,3 ist schon schlimm genug aber 0,4 - auf dem Alter Markt??? Hier stimmt aber gewaltig was nicht. Wir prosten uns zu, nehmen den erste Schluck und schauen uns entsetzt an. Warm ist das Zeugs - also nicht handwarm aber auch nicht richtig kalt. Das geht ja gar nicht.

Wir bitten die Kellnerin um die Rechnung, die uns 7,20 Euro für die zwei nur halb getrunkenen Biere abknöpfen will. Ich sage, dass ich das reichlich viel für 2 warme Bier finde. Sie geht ins Lokal, weil sie nicht wechseln kann und ich unwillig bin, Trinkgeld zu geben. Nach 3 Minuten kommt sie raus (in der ich die Hoffnung hege, dass sie mit ihrem Chef spricht), sagt: "Tschuldigung für das warme Bier, wir hatten einen Stromausfall. Ich kann Ihnen Eiswürfel bringen." WAS???????? Eiswürfel ins Kölsch???? Wer so was vorschlägt, sollte zu 2 Jahren Sitzungskarneval am Stück verdonnert werden!

Kommentare:

  1. Und woher nimmt sie die Eiswuerfel, wenn der Kuehlschrank kaputt ist?

    Ich hab das hier auch schon mal erlebt, aber sogar die meisten Amis finden das nicht richtig. Da waren die Eiswuerfel wenigstens noch in einer Plastiktuete in der Karaffe und haben NICHT ihren Weg ins Glas gefunden.

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  2. Sind Altstadtkneipen und -restaurants in Großstädten nicht sowieso ausschließlich dazu gedacht, ahnungslose und nie wiederkehrende Touristen bestmöglich abzuzocken?

    Ich dachte das ja immer und vermeide daher gastronomische Einlagen an bzw. auf KuDamm, Alster, Marienplatz und Konsorten.

    Irgendwann hatten wir mal Betriebsversammlung in der Nähe der Theresienwiese resp. des Oktoberfestes. In einer Gaststätte, die auch einen entsprechend großen Raum zum Anmieten besaß, dort aber die ganz normale Außenkarte verwendete. Ein Nebenmann bestellte sich einen Kaffe. Es kam eine winzige häßlich weiße Kantinentasse, kein "Haferl" (andernorts auch "Pott" genannt). Der Kellner forderte direkt - es wurde ad hoc kassiert - 3 Euro und der Besteller, der nicht auf die Karte gesehen hatte, fragte entsetzt: "Ja, find' i dafier no a goldnes Ringerl am Boden?" Dass die Kaffeetrinker den schlechten Geschmack sowie eine lauwarme Labberbrühe monierten, muss eigentlich kaum dazu gesagt werden.

    Es haben sich mehrere beschwert und jetzt finden die Betriebsversammlungen abseits der üblichen Touristenwechsel statt.

    Die Fotos hast du ziemlich trostlos zusammenfotografiert so summa summarum. Offen gesagt: sie dienen kaum dazu, einem willigen Betrachter diese Stadt sonderlich schmackhaft zu machen *s*

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  3. Sind Altstadtkneipen und -restaurants in Großstädten nicht sowieso ausschließlich dazu gedacht, ahnungslose und nie wiederkehrende Touristen bestmöglich abzuzocken?

    Ich dachte das ja immer und vermeide daher gastronomische Einlagen an bzw. auf KuDamm, Alster, Marienplatz und Konsorten.

    Irgendwann hatten wir mal Betriebsversammlung in der Nähe der Theresienwiese resp. des Oktoberfestes. In einer Gaststätte, die auch einen entsprechend großen Raum zum Anmieten besaß, dort aber die ganz normale Außenkarte verwendete. Ein Nebenmann bestellte sich einen Kaffe. Es kam eine winzige häßlich weiße Kantinentasse, kein "Haferl" (andernorts auch "Pott" genannt). Der Kellner forderte direkt - es wurde ad hoc kassiert - 3 Euro und der Besteller, der nicht auf die Karte gesehen hatte, fragte entsetzt: "Ja, find' i dafier no a goldnes Ringerl am Boden?" Dass die Kaffeetrinker den schlechten Geschmack sowie eine lauwarme Labberbrühe monierten, muss eigentlich kaum dazu gesagt werden.

    Es haben sich mehrere beschwert und jetzt finden die Betriebsversammlungen abseits der üblichen Touristenwechsel statt.

    Die Fotos hast du ziemlich trostlos zusammenfotografiert so summa summarum. Offen gesagt: sie dienen kaum dazu, einem willigen Betrachter diese Stadt sonderlich schmackhaft zu machen *s*

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  4. Ja Lizzy - Du hast Recht mit den Tourifallen. Dazu hatten wir beide noch die Kamera am Gürtel und Frank eine St.-Pauli-Jacke an - wir sahen nun wirklich aus wie Touristen.

    Im übrigen ist das mit den Fotos mit Absicht trostlos - so ist Köln. Köln ist keine schöne Stadt. Außer dem Dom und ein paar wenigen alten Gemäuern sind nach dem Krieg diese Zweckbauten, die ich fotografiert habe, ohne Ende hochgezogen worden. Beim selektiven fotografieren geht das anders, aber neutral betrachtet ist das Köln.

    Ich hoffe, dass ich keiner dadurch davon abhalten lässt, Köln zu besuchen - schließlich lebt die Stadt ja durch ihre Menschen. Mal davon abgesehen glaube ich wohl nicht, dass mein Blog überhaupt so viel Einfluss hat;-)))

    Ich dachte, dass ich diese Absicht durch Markierung des Liedtextes rübergebracht habe.

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  5. Also Kölsch ist ja schon nicht so der Hit, aber mit Eis, nee da schüttelt es mich ja richtig.
    Ich finde 2 Jahre Sitzungskarneval zu wenig als Strafe. Was für eine Idee.

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  6. Ein kölscher Alptraum, hätt ja kaum noch schlimmer kommen können. Ne was war das Bier im Burgerschuppen lecker ;-)

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