Dienstag, 30. Oktober 2007

Einer dieser Tage...

... heute war mal wieder einer dieser Tage.

Logistische Gründe sprechen meiner Vernunft zu, dass es sinnvoll ist, heute früh zu laufen.

Ich wache auch von selbst um 5.00 Uhr auf... und bleibe liegen. Frank steht um 5.40 Uhr auf.... ich bleibe noch ein paar Minuten liegen. Och nö... jetzt laufen... nö... ich hab keine Lust. "Wenn ich jetzt nicht laufe, "muss" ich heute Abend laufen und dann ist mit Kochen und Turnen und was weiß ich noch, der Abend wieder so kurz" höre ich mich zu Frank sagen.

Schon alleine das Wort "muss" muss für einen Nichtläufer ziemlich bescheuert klingen - der Gesichtsausdruck von Frank sprach auch Bände.

Ich ziehe los und laufe mit meinem FR Muster ins Dorf - Straße rauf, Straße runter, kreuz und quer, um irgendwie im Dorflicht meine Stunde voll zu bekommen.

Und natürlich war es toll, hat super viel Spaß gemacht, alles hat gepasst.

Das war einer dieser Tage und wenn ich nicht schon wüsste, dass das Überwinden der inneren Abwehr (nein, ich sag nicht Schweini, das ist so ein beklopptes Wort) meistens mit einem besonders schönen Lauf belohnt würde, ich wäre liegen geblieben oder alternativ früher zur Arbeit gefahren.

Schönen Tag Euch allen!

PS: Irgendwie tue ich mich dieses Jahr mit meiner Herbstkleidung schwer, ich war schon wieder zu warm angezogen.

Sonntag, 28. Oktober 2007

Erkenntnisse des Tages!

1. Erkenntnis: Wenn Du vor dem Lauf einen Liter Tee trinkst, solltest Du nicht vergessen, vorher die Toilette aufzusuchen.

2. Erkenntnis: Nach einem üppigen Frühstück sollte man keine Kräftigungsübungen machen, bei denen der Mageninhalt nicht automatisch von der Schwerkraft unten gehalten wird.

Ansonsten merke ich so langsam, wie meine Lieblingslaufzeit kommt. Es war angenehm frisch, das Laub rieselte wie Schneeflocken langsam auf den Boden und es herrschte so früh noch eine himmlische Ruhe... ach, ich liebe es!

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt...

.... ach nee, noch ein wenig früh.

Aber wenn ich das gewusst hätte, dann hätt ich es schon längst getan.

Heute war mein erster richtiger Dunkellauf nach dem Sommer. Frank hat mir vor kurzem Bänder mit Leuchtdioden geschenkt, damit ich hier nicht von wilden Fahrradfahrern beim Laufen über den Haufen geradelt werde - hab ich zwar letztes Jahr überlebt aber es ist schon recht düster hier.

Ein Band um den Arm und ein Band um den Unterschenkel und ab gehts mit roten leutenden Pünktchen.

Eine Katze springt vom Fensterbrett, läuft neben mir her und stiert irritiert auf meinen leuchtenden Fuß. Das macht sie so lange, bis sie mit dem Kopf gegen den Holzzaun läuft. Ich entschuldige mich hiermit bei allen Tierliebhabern, dass ich laut gelacht habe - glaubt mir, sie hat es überlebt.

Das Ehepaar, das mit den Hunden spazieren geht, findet meine Leuchtbänder auch lustig und lobt mich dafür.

Die Mutter erklärt ihrem Kind, dass ich mich mit diesen Leuchtdingern doch sehr vernünftig verhalte und mich damit alle Autofahrer und Radfahrer sehen.

Ich wusste gar nicht, dass die Dinger so viel Aufsehen erregen, zumal ich nicht die einzige bin, die damit rumläuft.

Aber die Katze hatte wirklich die beste Reaktion - zumindest, was meinen Humor so anspricht. Mal schauen, was diesen Winter noch passiert. Im übrigen waren es heute wieder 11° und es war in meiner Fliesjacke viel zu warm. Irgendwie klappt das mit der Winterkleidung noch nicht.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Vertan!

Hab ich mich doch glatt vertan. Ich dachte, bei 11° funktioniert nur das langärmlige Laufshirt. Nee, ich hätte Handschuhe und ne Mütze gebraucht und auch noch meine Fliesjacke.

Lauf ich halt was schneller. So richtig warm wurde mir dabei auch nicht aber ich war schneller zu Hause. 6km in 35 Minuten ist für mich sehr schnell. Und ich hab mich nur gefragt, wie ich die 9,4 km im Mai noch "schneller" gelaufen bin - keine Ahnung!

Anschließend hätte ich beim Rote-Omme-Wettbewerb mitmachen können, endlich mal.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Wenn Engel reisen...

Wunderschönstes Wetter hatte ich für den Tussen- und Schicksentreff in Köln bestellt - hat funktioniert.

Wir wissen jetzt, dass Köln auf engstem Raum (4 Quadratkilometer) die größte Dichte an romanischen Kirchen hat (nämlich 12). Wir wissen, dass Köln als Stadt von den Römern geplant wurde und nicht aus einem Dorf entstand und die Eburonen sich lieber haben vernichten lassen, als nach Köln zu ziehen (waren das Düsseldorfer??). Wir wissen auch, dass die Ubier schlauer waren und aus ihren Wäldern kamen, um für die Römer die Stadt zu bewohnen. Wir wissen, dass die Köbese schon früher Tschechen waren.

Ich weiß jetzt, dass Abe und Uschi mittags kein Kölsch trinken.

Wir wissen, dass es auf Friedhöfen keine Toiletten gibt und ein Auto nur ein Meter vorgerollt werden muss, damit es wieder anspringt.

Wir wissen, dass es in Sülz doch manchmal gelingt, schnell einen Parkplatz zu bekommen und dass Manu die Motten bekommt und trotzdem kommt.

Wir wissen, wo das größte Kirchenfenster nördlich der Alpen ist und dass Steine, die so schwer sind wie Autos, schweben können. Wir wissen, dass wir vergessen haben, den grünen Salon zu besichtigen und dass der Weckmann, wenn er vergessen wird, nicht lange hält.

Uschi, Abe, Manu, Bonsai - es war schön mit Euch - bis zum nächsten Mal.


Montag, 15. Oktober 2007

Paul!

Berlin ist von den Städten, die ich bisher gesehen habe, wohl die, die bei mir immer die zwiespältigsten Gefühle abruft.

Von absoluter Begeisterung bis absolutem Kopfschütteln. Geld ohne Ende bis absolute Armut. Rausgeputzt und abgewrackt.

Für 2 Tage waren wir mit lieben Freunden ;-) in der Stadt und haben uns viel angesehen - sind gewandert auf den Strecken, die Frank und ich in unserer Berliner Zeit abgelaufen sind, haben in Kneipen gesessen, die wir damals ausprobiert hatten.

Ja, ich besuche Berlin gerne für ein paar Tage und ich bin immer wieder froh, wenn ich weg bin - leben möchte ich dort einfach nicht.


Und wir sitzen auf den letzten 2 Stunden bei einem Kölsch und dann verabschiedet er sich einfach von dieser Welt. Wir kannten ihn nicht aber er stirbt neben uns - der Krankenwagen benötigt 15 Minuten ("Berlin halt", so sagte der Kellner - wir waren fussläufig max. 5 Minunten von der Charité weg). Es wird sich gekümmert und gehofft, dass er es schafft aber eigentlich sah man schnell, dass das wohl nicht so sein wird.

Heute laufe ich gedankenversunken in die Morgensonne durchs Herbstlaub - seit gestern Abend habe ich/haben wir schon viel gegrübelt. In meinen Gedanken hab ich ihn jetzt Paul genannt. Ich hoffe einfach, dass er mit seinem Leben zufrieden war, dass es ihm gefallen hat.

Freitag, 12. Oktober 2007

Wieder da!

Da sind wir wieder. Die Zeit war lange und kurz - irgendwie beides.

Da ich den Schlepptop mit hatte, um im Urlaub die Bilder direkt auf die Festplatte zu speichern und mein neues Spielzeug auszuprobieren, hab ich jeden Tag ein paar Zeilen geschrieben. Damit das den Blog nicht sprengt und sich wohl keiner genötigt fühlen soll, das alles zu lesen, gibt es dazu einen extra Blog.

Wer mag, darf auch gerne eine Auswahl an Bildern schauen.

Neuer Blog - hier!

Fotos - hier!

Und dann sind wir mal wieder weg....