Mittwoch, 28. Mai 2008

Me and my Bangkirai!

Es wird Zeit, Zeit um das Bangkirai endlich mal zu ölen. Am Balkon wird gearbeitet und die ganze Pflanzerei sowieso reingeschleppt. Jetzt oder nie. Problem ist nur - ich bin diese Woche wieder super viel unterwegs, Frank sowieso - Zeit!

Gestern dann Englisch-Unterricht in der Firma sausen lassen - ich muss Prioritäten setzen. Als erstes soll der Balkon gesäubert werden. Die Idee mit dem Hochdruckreiniger war gut - allerdings fehlt der passende Wasseranschluss in der Wohnung. Handarbeit ist angesagt. Der Nachbar, bei dem ich mir den Schrubber leihe, sagt noch "Aufpassen, die ganze Brühe läuft den Nachbarn auf den Balkon". Ich entgegne "Kann mir nicht passieren, unter uns ist nur Stefan mit seinem Garten".

Ich schrubbe bei schwülen 28° das Holz und es löst sich wirklich ziemlich viel Zeugs - schwupps und schon läuft es über den Rand des Balkons, lässt sich gar nicht vermeiden. Verträumt schaue ich dem Schwall nach und erschrecke - genau dort steht Stefans wunderschöner terrakotta-farbener Sonnenschirm. Shit, schnell mit Lappen und Eimerchen nach unten geflitzt. Stefan kommt gerade nach Hause - Schirm geputzt, die Nachbarin verwirrt, warum ich mit Eimer und Putztuch aus Stefans Wohnung komme und weiter Balkon geschrubbt.

Schon lange war ich heute mit einem Kollegen (eigentlich ein Wettbewerber) zum Laufen verabredet. Eigentlich müsste ich aber heute das Öl auftragen, bis Montag finde ich sonst keine Zeit dazu und das ganze Gemüse gefällt mir im Wohnzimmer nicht so gut. OK, 7km-Runde gedreht, zwei Erdinger alkfrei im Biergarten gekippt und ab auf den Balkon. Eigentlich ist die Streicherei keine große Geschichte. Da ich als Kind im Malbuch schon über die Ränder gepinselt hab, klebe ich diese vorsichtshalber ab.

Problem ist "Isch hab Reflux". Also mein Mageneingang schließt nicht optimal. Grundsätzlich kein größeres Problem in meinem Leben, nur wenn man nach 1 Liter alkoholfreiem Gerstengetränk gebeugt - also Kopf nach unten - arbeitet, kann das seeehr - na sagen wir mal - erinnernd werden. Ich geb mir, meiner Speiseröhre und meinem Rücken einen Orden fürs Durchhalten und geh jetzt ins Bett.

Wehe, wenn das Holz morgen nicht gut aussieht!

Dienstag, 27. Mai 2008

Neben sich...

Warum bin ich eigentlich im Besitz eines Forerunners, wenn ich ihn nicht richtig nutze? Warum verlaufen wir uns bei fast jeder Wanderung (zumindest ein wenig), wenn ich das doch mit technischem SchnickSchnack verhindern kann.

Bis jetzt hab ich nur Strecken mit dem FR gemessen. Bei Läufen wie bei Wanderungen ist er dabei. Jetzt mess ich mal eine Strecke vorab aus, spiele sie auf das Gerät und lass mich navigieren. Einfach mal hier zum Test, damit ich weiß, worauf ich achten muss, bevor uns das Ding ins tiefe Moor führt.

Ich laufe vor mich hin, nur den Blick auf die Streckenführung gerichtet, wie schnell ich unterwegs bin und wie viel Kilometer schon gelaufen sind, kann ich mir zwar erklicken, ist mir aber egal.

Irgendwann kurz vor Schluss kommt die Meldung "Virtueller Partner Strecke beendet" (oder so ähnlich). Da hat sich doch glatt - ohne dass ich drum gebeten hab - ein Gast mit auf meine Strecke begeben! Frechheit - aber es ist wohl nicht das erste Mal, dass ich einen neben mir hatte.

Es soll Menschen schon geholfen haben, wenn sie sich Bedienungsanleitungen durchlesen - hab ich mal gehört.

Sonntag, 25. Mai 2008

Hohes Venn!

Orte der Muße - so heißt der Wanderführer, den wir dieses Wochenende herangezogen haben. Wir möchten durchs Hohe Venn wandern. Das tat ich zuletzt als Schülerin und damals war mein Bewegungsdrang nicht so ausgeprägt wie heute und die Erinnerungen schließen eine motzende Anja bei der Wanderung, meine ersten Ravioli aus der Dose und nächtigen mit der kompletten Klasse auf einem Art Heuboden (das war sehr unbequem) ein.

Da es im Hohen Venn immer vorkommen kann, dass man nasse Füße bekommt, kann ich heute nicht mit meinen Laufschuhen starten und hole nochmals die Wanderschuhe aus dem Keller. Einlagen rein und los. Im Laufe der Wanderung werde ich in meinen Erfahrungen bestätigt, warum ich diese Teile in den Keller verdammt habe.

Es geht los über Holzstege durch die Moorlandschaft.


Dieses Kreuz heißt "Kreuz der Verlobten" und erinnert an ein Paar, das auf dem Weg war, die Hochzeit im nahegelegenen Ort anzumelden. Sie verirrten sich im verschneiten Winter im Moor und wurden Tage später 3 Kilometer voneinander entfernt gefunden. So wurde dann nichts aus der Hochzeit.

Der Weg führt uns vorbei an einem Bach, der torfgesättigtes Wasser trägt - wunderschön ist es hier.


Mich beeindruckt dieser riesige Ameisenhaufen und beim Fotografieren werde ich direkt von den Viechern attackiert - schnell weiter.


Gesamt ist der Weg trocken, ab und zu aber kleine Moorlöcher.


Die einzige kleine Rast, die wir machen, ist an den alten 6 Buchen, die eindrucksvoll in den Himmel ragen. Das wohlweislich eingesteckte Blasenpflaster kommt zum Einsatz - wir sind jetzt bei Kilometer 8 - lt. Plan muss ich also noch 4 mit den schon gut sichtbaren Blasen an den Fersen. Der nicht operierte Fuß schmerzt im übrigen auch - jaja, so ist das mit zu stark gedämpften Schuhen.








Es blüht wenig im Moor, außer ein paar Ginsterbüschen und diesen niedlichen Dingern. Es handelt sich um Wollgras und ist deutlich kleiner, als es auf dem Foto rüberkommt.



Das sieht aus, als lägen da Steine in dem Sumpfloch, auf die man trockenen Fußes rüber kommt - sah halt nur so aus.


Der Wanderweg wird versperrt von recht frisch gefällten Bäumen - wir lassen uns nicht aufhalten und klettern drüber und schaffen es, nur mit ein paar Hautabschürfungen drüber zu kommen.



Die gesamte Wanderung ist 3 Kilometer länger als geplant (1 Kilometer geht mal wieder auf eine kleine Verirrung zurück - 2 Kilometer sind halt weniger angegeben). Also waren es 15km insgesamt, was mit einer Euro-großen Blase vor allem am rechten Fuß honoriert wird. Wer hat Interesse an ein paar gebrauchten Wanderschuhen in Größe 38,5??


Anschließend gab es noch belgische Pommes von der Bude und die kurze Stippvisite (schlammbespritzt wie wir waren) beim kleinen Outlet in der Nähe ergab ein klasse Schnäppchen einer super Laufjacke von der "Siegesgöttin".

Freitag, 23. Mai 2008

Quietschen...

... könnt ich die ganze Zeit vor lauter Freude. Mach ich aber nicht, was soll Kerstin von mir denken.

Warum?

Mal ganz von vorne:

Ich muss dienstlich in die Schweiz, was liegt näher, als auf dem Weg Kerstin in ihrem neuen Refugium im Elsaß zu besuchen. Kurz ne Mail - ja, geht klar. Fein!

Die Schweizer bringen mich mit ihren 80-100-80-120-80-Schildern auf der Autobahn nach 5 Stunden Fahrt fast zum Rasen - bzw. eben nicht, weiß ich doch, dass das in der Schweiz teuer ist. Das Hotel liegt am See und ich nutze natürlich die Gelegenheit für einen morgendlichen Lauf.


Gearbeitet und dann ab nach Colmar. Knapp 1,5 Stunden Fahrt, ein bisschen Stau um Basel herum und dann parke ich geradewegs vor der Tür zur neuen Hasensuite in der wunderschönen Colmarer Innenstadt.


Wir schlendern kurz durch die Stadt, es gibt einen Flammkuchen und 2 kleine Gläser Wein für mich und dann ist es auch schon Nachtzeit.

Natürlich ändert sich mein Schlafrhytmus auch im Elsaß nicht und ich bin früh auf den Beinen und begeb mich auf die Suche nach einer Boulangerie (Bäckerei). Fündig geworden, muss ich schon das erste Quietschen unterdrücken - urig klein, ein alter Elsässer bedient mich und ich gehe mit Baguette und Croissants zurück in die Hasensuite. Schon alleine wie die die Tüte mit den Croissants an den Ecken zu kleinen Ohren zwirbeln, ist phantastisch. Alles erinnert mich an die Urlaube in der Kindheit in Frankreich und mit Bonjour, Merci, Aurevoir ist mein französischer Wortschaft erschöpft aber auch das macht Spaß.

Auf dem anschließenden Erkundungsgang durch Colmar quietsche ich innerlich immer vor mich hin. Essen, überall sieht man hier Essen. Ob es tolle Marmeladen sind, leckere herzhafte Tartes oder Pasteten beim Metzger oder phantasie- und kunstvoll gefertigte Kuchen - hier sieht einfach alles lecker aus und das Wasser läuft mir ständig im Mund zusammen.

Wir kaufen Karottenmarmelade, Rhabarbermarmelade, Marmelade aus grünen Tomaten und entdecken eine Markthalle, in der gerade der Wochenmarkt stattfindet und dort gibt es noch für Kerstin einen Elsässer Honig. Hungrig von der Rumlauferei wird die nächste Tarte Flambé vertilgt und dann gehts auf zu den Dörfern Ribeauville und Riquewihr. Wunderschöne kleine Orte im Elsass, die allerdings nicht nur von uns entdeckt werden sondern von dem ein oder anderen zusätzlichen Tourist.

Wir werden gezwungen, unendliche viele Makronen zu probieren und Kerstin will mich schon den ganzen Tag überzeugen, einen Plüsch-Storch zu kaufen - das sei nun mal das Symbol des Elsaß.

Apropos Storch. In Ribeauville können wir ein bewohntes Storchennest mitten im Ort bewundern - aber noch bewundernswerter war der Storch, der auf dem Weg von Ribeauville nach Riquewihr unsere Flugbahn kreuzte. Also ein Storch an der Windschutzscheibe gehört nicht zu meinen bevorzugten Trophäen. Er war allerdings auch schnell genug, um nicht zum Opfer zu werden uns im Auto aber schon wieder zum quitschen zu bringen.

Zwischen all den schönen Besuchen quasseln wir ununterbrochen. Unerwähnt bis jetzt ist nämlich, dass Kerstin und ich uns schon schätzungsweise 2 Jahre kennen, aber nur virtuell über Läuferblogs und Läuferforen. Nun endlich lernen wir uns persönlich kennen und ich kann für mich nur das Fazit ziehen, dass es 2 sehr entspannte, relaxte Tage waren mit guten Gesprächen und so, als ob wir uns schon ewig kennen würden. Mein Redeanteil hat sich allerdings proportional im größeren Bereich bewegt und ich hoffe, dass Kerstin das verkraften konnte. Dafür hab ich aber eben nicht vor jedem Essensgeschäft gequietscht - oder eben nur ganz leise und innerlich.

Wer alle Bilder sehen will, klickt gleich hier - Lautsprecher an und dann auf Vollbild klicken - viel Spaß.

Sonntag, 18. Mai 2008

Sumpfland und Elfenmeer!

"Am Samstag kommt das Sams. So viel dürfte sich herumgesprochen haben. Doch der Freitag ist nur manchmal frei und heißt nach Odins Göttergattin Freya, der Dienstag ist nach Tiu oder Tyr benannt, dem Zeus der ältesten Germanen, und Donnerstag war Donars Tag. Damals hieß der Mai noch Wonnemonat oder "Winnimond", so viel wie "Weidemonat", und der Mittwoch hieß noch wie in Holland "Woensdag", nämlich "Wodanstag".
Für Herke oder Hulda aber war kein Platz mehr im Kalender. Nach ihr, die jeder als Frau Holle kennt, hieß zwischen Maas und Rur ein Busch, ein Wald, auf Niederländisch: Herkenbosch."*

Dann fahren wir doch mal nach Herkenbosch - ganz nah an Roermond und starten dort unsere heute sonntägliche Tippeltour. Es geht durch wunderschönes Weideland vorbei an kleinen Tümpeln. Die Frösche quaken ihr schönstes Konzert und als ich einen Kuckuck höre, erinnere ich mich an Lizzys Blogeintrag und zähle nach. 27 x - danach noch mal 27 x - scheint eine eingebaut Kuckucksanzahl zu sein. Lt. Lizzy soll man angeblich so viele Jahre noch leben wie der Kuckuck ruft. Ich hab mich entschieden, beide Zählungen aneinanderzureihen - dann werde ich 3 Jahre älter als meine Großmutter, damit bin ich einverstanden.

Die Pferde auf den Fotos leben frei in dem Naturschutzgebiet. Sie dienen dem Erhalt der Heide und fressen alles weg, was diese zerstören würde - klug oder?


Der fotografierte Grenzstein zeigt eine spitze Ecke Deutschlands, wie sie 1815 mit dem Lineal gezeichnet wurde - sieht man prima auf der Karte (an der man auch unseren kleinen Irrweg erkennen kann).

Als wir nur noch 3km bis zum Auto hatten, roch Frank förmlich schon das Grolsch und wir stürmten im schnellen Schritt Richtung Ende der Tour - unser Walker Martin ist nix dagegen. Gnädig durfte ich ab und zu für ein paar Fotos stehen bleiben, aber ungern. Ich geb aber zu, dass mich akuter Zuckermangel auch schnell gen Ende gehen ließ.


Es waren knapp 11km und wenn das Wetter mitspielt ist nächste Woche wieder die nächste Tippeltour dran. Wir haben im übrigen hunderte von Mistkäfern gesehen - die hatten dort scheinbar viel zu tun.

*Zitat aus dem Buch Tippeltouren Band 10 vom J.P. Bachem Verlag - Tour 23

Samstag, 17. Mai 2008

10km!

Heute - 10km, insgesamt knapp 35 Wochenkilometer und das nach 6 Wochen ernsthaftem Laufen in diesem Jahr.

Zum Vergleich - als ich am 01.01.2007 nach langer Verletzungspause gestartet bin, hab ich nach 11 Wochen den ersten 10km Lauf gemacht und 35 Wochenkilometer erst nach 27!!! Wochen. Insgesamt bin ich diese Anzahl an Kilometern sehr selten gelaufen.

Bevor jetzt alle los schreien: Ich verspreche, beim Leben meines Forerunners, ich werde nächste Woche deutlich weniger laufen und auch aufpassen!

Bevor die anderen los schreien: Nein, ich werde keinen Marathon laufen!

Schönen Sonntag!

Mittwoch, 14. Mai 2008

Der Rückweg ist immer kürzer!

Kennt Ihr das? Der Rückweg trotz gleicher Kilometerzahl ist gefühlt kürzer. Meistens ist das so. Heute hab ich den Beweis erbracht, dass der Rückweg trotz mehr Kilometer und Gegenwind immer noch gefühlt kürzer ist. Aber von vorne:

Vor 1,5 Jahren war ich schon mal hier. Damals hab ich mir geschworen, dass ich nie mehr ohne Laufschuhe hier hinreise. Nun ist die Gelegenheit gekommen, gleicher Ort, gleiches Hotel, nur dass ich heute als Kollegin komme, hier also ein bisschen zu Hause bin und sein werde.

Das Angebot einer Kollegin, am Dienstag mit mir zu laufen, schlage ich aus, da ich nach dem sportlichen Sonntag meinen Gräten doch zumindest 1 Tag Ruhe gönnen will. Heute um 5.15 Uhr geht nix mehr mit Schlafen, eigentlich wollte ich mind. bis 6.00 Uhr ruhen, damit ich fit bin aber die eine Stunde Zeitverschiebung macht meiner inneren Uhr zu schaffen.

Gut, es ist hell, dann gehts auch los. Links der Küste entlang lautet die Empfehlung der Kollegen und ich zieh los. Der Wind bläst sehr stark, im Moment von der Seite. Ich laufe immer oberhalb auf den Klippen lang, es ist wunderbar. Es ist anders, es ist britisch. Der Mix zwischen schön und hässlich. Neu und gebraucht. England halt. Nach 4km drehe ich um und entscheide mich, da der Wind nun direkt von vorne bläst, unterhalb der Klippen am Strand lang zu laufen, in der Hoffnung, dass der Wind dort nicht ganz so stark ist.

Wenn ich fremd bin, laufe ich immer ohne Musik in den Ohren. Heute rauscht das Meer ganz laut in meine Ohren. Ab und zu schreit eine Möwe auf und ich kämpfe gegen den Wind. Nach 8km piepst der FR und ich schaue verschreckt nach vorne. Wo ist das Hotel? Das liegt noch so weit weg. Ist noch zu früh, um ins Gehen überzuleiten. Ich kämpfe weiter gegen den Wind und nach exakt 9km erreiche ich mein Domizil. Wo verdammt noch mal ist der Kilometer hergekommen? Dass es ein so großer Unterschied sein soll, oben oder unten an dem Kliff langzulaufen, kann ich ja gar nicht glauben. Ist aber so. Anstrengend wars, schön wars und der Rückweg trotz Wind und +1 Kilometer gefühlt tatsächlich kürzer.

Montag, 12. Mai 2008

Bewegung in zwei Teilen!

Er: "Warst Du schon mal morgens in der Kämpe laufen?"
Ich: "Wer oder was ist die Kämpe?"
Er: "Naturschutzgebiet, ganz in der Nähe - wenn Du dort morgens läufst, dann hast Du eine fantastische Stimmung.


Noch Fragen, was mein nächster Plan war? Bei Jogmap eine Strecke rausgesucht. Es quält sich heute etwas schlechter aus dem Bett und irgendwie bin ich mit 6.00 Uhr auch ganz schön spät dran. "Erst" um 6.45 Uhr bin ich an der Strecke, früher wäre sicherlich noch besser gewesen aber auch so wird es schön.


Die Strecke ist uneben und Herr Piriformis sendet bei einem Vertreter einen netten Gruß ans linke Knie. Morgen, auch schon wach? Ey Piriformis - nicht so, nicht schon nach 1,5 km. Ich trabe weiter und es geht auch. Irgendwann überholt mich ein Radfahrer, sehr langsam - auch wegen der Strecke. Als er irgendwann an einer Kreuzung stehen bleibt, um die Kette wieder aufzuziehen, fühle ich mich etwas "bedroht". Es bleibt bei der Kette aber ich schlage einen anderen Weg ein, um schnell wieder an die Hauptstraße zu kommen. Der Radfahrer bleibt weg und ich biege in einen anderen - wunderschönen Teil der Kämpe ein. Streuobstwiesen - das Thema hatten wir in einem anderen Blog - Rapsfelder - das Thema hatten wir in einem anderen Blog - Mücken - das Thema hatten wir noch nicht!!


Da das Thema Rapsfeld in den Läuferblogs ja inflationär behandelt wird, hab ich das größte, das mir heute untergekommen ist, mal komplett fotografiert. Falls ein Mitleser mir erklären kann, wie ich ein Photomerge in Photoshop in schön hinbekomme, dann nehm ich das gerne an.

Ich irre also nun ohne Plan durch die Kämpe, freue mich und komme nach exakt 9km wieder am Auto an. Perfekt.

Schnell heim und da wartet auch schon die nächste Bewegung auf mich - wieder eine Tippeltour.

Wieder ins Bergische - 12km sollen es werden. Kurz gesagt, wir verfransen uns und es werden knapp 15km. Toll wars - wäre nur schön, wenn man irgendwo mal was zu Trinken bekäme.

Erwähnenswert ist nur noch folgende Kommunikation:

Ich: "Können Sie mir sagen, wie wir hier zum Kühlbergturm kommen?"
Er: "Das ist aber weit - sind sie mit dem Auto da?"
Ich: "Ähm, nein, wir Wandern" (sagte ich und wunderte mich, wo ich mitten in der Landschaft mein Auto angebunden hätte haben sollen). Mit insgesamt 24 Kilometern haben mir meine Gräten heute einen sehr, sehr guten Dienst erwiesen. Weiter so!

Samstag, 10. Mai 2008

Laufupdate

Ich möchte mal einen ganz nüchternen Status zur Laufentwicklung abgeben.

Heute morgen hab ich (nach 4 Stunden Schlaf und 3 Gläsern Wein am Vorabend) meinen ersten Lauf über eine Stunde absolviert. Das waren exakt 9km. Damit und meiner Wochen-KM-Zahl von 24 bin ich für die wenigen Wochen, die ich wieder laufe, sehr zufrieden.

Natürlich geht das nicht ganz beschwerdefrei - so ist das wohl bei mir. Aber alle Zipperlein halten sich in Grenzen und werden immer weniger - passen sich halt an. Komische Phänomene hab ich wieder, daran darf sich dann aber wieder der Physio auslassen, wenn er aus seinem Babyurlaub kommt.

So langsam bin ich wohl doch der Meinung, dass sich die Arbeit im Studio auszahlt. Ich werde die Läufe unter der Woche auf ca. 9-10km ausbauen (also ca. 1 Stunde) und den Lauf am Wochenende dann auch Kilometer für Kilometer nach oben schrauben. Dass es Rückschritte geben kann, bin ich ja gewohnt aber ich hoffe mal, dass sie sich etwas Zeit lassen. Im Moment macht es mir mal wieder einfach zu viel Spaß.

Dienstag, 6. Mai 2008

Laufen...

Laufen morgens um kurz nach 5.00, wenn es noch kühl ist, an einem sonnigen Tag ist einfach

Mehr brauch ich nicht sagen!

Samstag, 3. Mai 2008

Tippeln im Bergischen!

Ich hab das Gefühl, als müsste ich die Bewegung der ersten Monate nachholen. Heute ging es wieder auf Tippeltour, wieder vorsichtige 10km, diesmal ganz hier in der Nähe. Das Bergische Land hat viel zu bieten und mit knappen 20° war es auch noch nicht zu warm.

Michiiiiiiiii - diese 10km kann man auch wunderbar Laufen und am Parkplatz ist ein nettes Café, in dem man gut Frühstücken kann. Ok, es sind ein paar Höhenmeter zu bewältigen, für uns Flachländer ja schon ne Herausforderung. Blöderweise kommen die auch zum Schluss - aber man kann ja gehen, wenn es nicht mehr geht. Also, ich trainier jetzt, bis ich 10km am Stück schaffe und dann??? Einverstanden?

Dieser Fluss ist im übrigen die Düssel, nachdem das komische Dorf am Rhein benannt wurde - muss ich dazu mehr sagen?

Donnerstag, 1. Mai 2008

Fundstück

Ich sollte immer die Kamera mit mir führen, wenn ich laufen gehe - so plötzlich findet man was und möchte es der Weltöffentlichkeit präsentieren und nun bin ich auf die Wortschöpfung angewiesen.

Auf jeden Fall lag heute am See, mitten auf dem Weg, ein Fischkopf. Ok, nicht so spektakulär, wenn dieser Kopf nicht tellergroß gewesen wäre. Zum einen hätte ich nicht gedacht, dass sich in diesem Entenkackesee so große Fische tummeln, zum anderen interessiert mich, welch toller Angler sich einen Spaß daraus macht, dieses Teil mitten auf den Weg zu legen.

Ich bin froh, dass ich meinen Blick beim Laufen immer auf den Boden hefte und dass ich - auch bei nüchternem Zustand - einen guten Magen habe. Das Atmen hab ich auf der Stelle eingestellt.

Schön war auch die Blaskapelle, die um 8.30 Uhr, wenn der gemeine Dörfler noch vor sich hinschlummert, mit einem Polizeitauto vorweg durch die Straßen zieht und vor sich hin schmettert. Kein Mensch am Straßenrand aber sie ziehen hier durch die Gassen. Sieht aus als hätten wir Schützenfest im Dorf.

Schönes langes Wochenende allseits!