Mittwoch, 14. Mai 2008

Der Rückweg ist immer kürzer!

Kennt Ihr das? Der Rückweg trotz gleicher Kilometerzahl ist gefühlt kürzer. Meistens ist das so. Heute hab ich den Beweis erbracht, dass der Rückweg trotz mehr Kilometer und Gegenwind immer noch gefühlt kürzer ist. Aber von vorne:

Vor 1,5 Jahren war ich schon mal hier. Damals hab ich mir geschworen, dass ich nie mehr ohne Laufschuhe hier hinreise. Nun ist die Gelegenheit gekommen, gleicher Ort, gleiches Hotel, nur dass ich heute als Kollegin komme, hier also ein bisschen zu Hause bin und sein werde.

Das Angebot einer Kollegin, am Dienstag mit mir zu laufen, schlage ich aus, da ich nach dem sportlichen Sonntag meinen Gräten doch zumindest 1 Tag Ruhe gönnen will. Heute um 5.15 Uhr geht nix mehr mit Schlafen, eigentlich wollte ich mind. bis 6.00 Uhr ruhen, damit ich fit bin aber die eine Stunde Zeitverschiebung macht meiner inneren Uhr zu schaffen.

Gut, es ist hell, dann gehts auch los. Links der Küste entlang lautet die Empfehlung der Kollegen und ich zieh los. Der Wind bläst sehr stark, im Moment von der Seite. Ich laufe immer oberhalb auf den Klippen lang, es ist wunderbar. Es ist anders, es ist britisch. Der Mix zwischen schön und hässlich. Neu und gebraucht. England halt. Nach 4km drehe ich um und entscheide mich, da der Wind nun direkt von vorne bläst, unterhalb der Klippen am Strand lang zu laufen, in der Hoffnung, dass der Wind dort nicht ganz so stark ist.

Wenn ich fremd bin, laufe ich immer ohne Musik in den Ohren. Heute rauscht das Meer ganz laut in meine Ohren. Ab und zu schreit eine Möwe auf und ich kämpfe gegen den Wind. Nach 8km piepst der FR und ich schaue verschreckt nach vorne. Wo ist das Hotel? Das liegt noch so weit weg. Ist noch zu früh, um ins Gehen überzuleiten. Ich kämpfe weiter gegen den Wind und nach exakt 9km erreiche ich mein Domizil. Wo verdammt noch mal ist der Kilometer hergekommen? Dass es ein so großer Unterschied sein soll, oben oder unten an dem Kliff langzulaufen, kann ich ja gar nicht glauben. Ist aber so. Anstrengend wars, schön wars und der Rückweg trotz Wind und +1 Kilometer gefühlt tatsächlich kürzer.

Kommentare:

  1. Stimmt schon, zurück geht es meistens schneller. Zumindest gefühlt. Allerdings beziehe ich das bei mir auf den Lauf an sich. Wenn ich zurück bin, wundere ich mich jedes Mal, daß es schon vorbei ist. Und fast immer denke ich, wieso bin ich nur so kurz gelaufen!? Demnächst bei heißen Temperaturen wird das wahrscheinlich nachlassen…

    AntwortenLöschen
  2. Kann schon hinkommen mit dem 1 km mehr unten oder oben. Ich habe das hier auch teilweise, auf dem oberen Deichweg oder unterer Weg oder gar unten der Wiesenweg.

    Schöne Fotos lassen auf einen schönen Lauf schließen und die km wachsen und gedeihen.

    AntwortenLöschen
  3. Wo denn nun genau in England ?

    Also deine These, dass der Rückweg meist schneller geht, kann ich leider nicht bestätigen, da ich mich bei langen Läufen schon oft gewundert habe, dass es sich gerade bei den letzten Kilometern wie Kauuuuuuuuuuuuugummmmmmmmmmmiiiiiiiiii ziehen kann.

    Und dann noch einen Tipp von einer wind-geprüften Läuferin: Möglichst immer erst gegen ihn laufen, um dann mit ihm nach Hause geschoben zu werden, macht mehr Spaß, ehrlich !

    AntwortenLöschen
  4. @Black Sensei - könntest mit den Temperaturen Recht haben, da schlepp ich mich auch nur so dahin.

    @Michi - ja der Lauf war schön. Die ersten 4 Kilometer waren sehr zäh (trotz Wind im Rücken) und ich war froh, als ich umdrehen durfte. Interessanterweise war der Rückweg leichter trotz Gegenwind - das soll ein Mensch verstehen.

    @Margitta - wenn ich mal soooo lange Strecken laufe wie Du, dann wird sich das bei mir sicherlich auch einstellen;-) Und ich "musste" in die Richtung laufen, weil mir das von mehreren Kollegen empfohlen wurde - nun ja, ich habs überlebt und was nicht unmittelbar zum Tode führt, härtet nun mal ab.

    Es ist im südöstlichen Teil - Kent.

    AntwortenLöschen
  5. @Black Sensei - könntest mit den Temperaturen Recht haben, da schlepp ich mich auch nur so dahin.

    @Michi - ja der Lauf war schön. Die ersten 4 Kilometer waren sehr zäh (trotz Wind im Rücken) und ich war froh, als ich umdrehen durfte. Interessanterweise war der Rückweg leichter trotz Gegenwind - das soll ein Mensch verstehen.

    @Margitta - wenn ich mal soooo lange Strecken laufe wie Du, dann wird sich das bei mir sicherlich auch einstellen;-) Und ich "musste" in die Richtung laufen, weil mir das von mehreren Kollegen empfohlen wurde - nun ja, ich habs überlebt und was nicht unmittelbar zum Tode führt, härtet nun mal ab.

    Es ist im südöstlichen Teil - Kent.

    AntwortenLöschen
  6. mir geht's auch bei kürzeren Strecken so, dass der Rückweg eher länger wird als der Hinweg.

    steile Klippen am Meer sind schon schön ...

    AntwortenLöschen
  7. mir geht's auch bei kürzeren Strecken so, dass der Rückweg eher länger wird als der Hinweg.

    steile Klippen am Meer sind schon schön ...

    AntwortenLöschen
  8. Ich gehöre auch zur Rückweg-ist-kürzer-Fraktion. Ganz extrem ist es bei mir, wenn ich eine vorher unbekannte Strecke in 2 Runden laufe. Die 2. ist gefühlt nur halb so lang.

    Schöne Bilder einer tollen Landschaft.

    AntwortenLöschen
  9. Bin eher ein Anhänger der "Auf dem Rückweg geht's deutlich schwerer"-Fraktion, vielleicht überziehe ich einfach immer auf dem Hinweg... und ganz wichtig - da stimme ich Margitta zu - ist der Wind.

    Ganz toll ist übrigens Gegenwind auf der zweiten Hälfte mit plötzlich aufkommendem Schneefall und Unterzucker. Ohne Streuobstwiese, weil tiefster Winter *lach*...

    Schöne Fotos übrigens, ich finde England wirklich sensationell :-)

    AntwortenLöschen
  10. Bin eher ein Anhänger der "Auf dem Rückweg geht's deutlich schwerer"-Fraktion, vielleicht überziehe ich einfach immer auf dem Hinweg... und ganz wichtig - da stimme ich Margitta zu - ist der Wind.

    Ganz toll ist übrigens Gegenwind auf der zweiten Hälfte mit plötzlich aufkommendem Schneefall und Unterzucker. Ohne Streuobstwiese, weil tiefster Winter *lach*...

    Schöne Fotos übrigens, ich finde England wirklich sensationell :-)

    AntwortenLöschen
  11. Oh, das sind immer so schöne Bilder, die Du hier von Deinen Läufen zeigst... Hast Du etwa immer Deine Kamera dabei? Stelle ich mir eher als Transportproblem vor oder wie machst Du das?

    AntwortenLöschen
  12. @Jassi - das ist überhaupt kein Problem. Die Kamera ist recht leicht (hab ich beim Kauf drauf geachtet) und ich hab mir ne vernünftig gepolsterte Transporttasche gekauft. Die mach ich entweder an einen Gürtel (wenn ich lange laufe, aber soweit bin ich ja noch nicht) oder ich ziehe die Gürtelschlaufe über meine Hand, das funktioniert super und stört gar nicht.

    AntwortenLöschen