Samstag, 28. Juni 2008

The Boss, the Dome und 35°C

Oder anders gesagt: Bruce Springsteen in Mailand

Ich meine, wenn Bruce einem zum Geburtstag spielt, dann sollte man schon hingehen, egal ob noch zigtausend andere dabei sind.

Wenn einem bei der Bahnfahrt zum Stadion von Mailand, indem sich normalerweise Fußballfans ihren Träumen hingeben, der Schweiß schon in Strömen den Körper runterkullert und man sich angesichts der Enge in der ruckeligen Bahn nichts sehnlicher wünscht, als eine Nacht im Kühlhaus des ortsansässigen Metzgers, so kann es doch ein wunderbarer Abend werden.


Nicht, dass sich der Italiener an sich durch perfekte Organisation auszeichnet. Frank und ich krabbeln den lustigen Turm hoch um oben festzustellen, dass weder Jemand da ist, der uns den Platz zeigen kann noch man irgendwie auf die anderen Tribünen kommt. Ein Sani hilft - zumindest halb aus - aha - rote Sitze. Dort müssen wir hin. Turm runter, andere Treppe rauf - yeah Plätze gefunden.

Kurz: Ich hab noch nie eine so phänomenale Stimmung bei einem Konzert erlebt - Italiener organisieren: Nein! Feiern: Ja - definitiv!!! Da wäre mir an Bruce Stelle auch egal gewesen, dass es über 30 ° sind - da hätt ich auch gespielt, was das Zeug hält. 3 Stunden nonstop und das Stadion kochte - irre!

Für die geplanten Sightseeing-Aktivitäten war es aber eindeutig zu heiß. Der Dom wurde Innen und Außen eingehend besichtigt. Wirklich, wirklich jede Minute lohnenswert. Der junge Mann (3. von rechts) ist der Apostel Bartholomäus, dem angeblich bei lebendigem Leib die Haut abgezogen worden ist. Das, was da so um seine Hüften schwingt, ist also kein schicker Schal. Das Fenster rechts stamm aus Köln und muss deshalb in den Blog. Schon im Mittelalter wusste man, wo das Gute herkommt. Konrad hieß der Glaskünstler im übrigen, der einige schicke Fenster für den Dom kreiert hat.


Trotz Hitze musste der Besuch auf dem Cimitero Monumentale (großer Mailänder Friedhof) ebenfalls sein. Das Bild in der Mitte zeigt das Grabdenkmal von Davide Campari, dem wir das rote bittere Getränk zu verdanken haben. Absolut beeindruckende Grabstätte.


Zwischendurch fanden wir immer die in oder andere Eisdiele - wer hier Tipps benötigt, ich glaube, wir haben die beste gefunden. Erwähnenswert sind auch die modernen Verkehrsmittel in der Metropole... wir haben sie gut genutzt.

Wer Lust und Zeit hat - hier alle Fotos mit "Born to run" hinterlegt - schließlich ist das doch ein Läuferblog;-) Klick (Auf Milano klicken und "Vollbild")











Heute morgen dann lang geplanter Lauf und Frühstück mit Mik - mein erster Lauf seit 2 Wochen. 9km und ein kleiner Hindernisparkour, den wir zumindest mit Humor aber nicht schwimmend genommen haben.

Und dank Mik entdecke ich dann, dass sich das Blühen des Olivenbaumes doch gelohnt hat - da wachsen doch tatsächlich kleine Olivchen auf dem Baum. Da ich dem Ganzen nicht traue, wurde das kleine Gewächs mal flott auf dem Foto festgehalten, wer weiß, wer weiß...

Samstag, 21. Juni 2008

Neue Freundin!

Alles wirkt - Sinupret, Nase duschen und Inhalieren. Heute morgen höre ich mich zwar noch an wie ein Gartenzwerg oder die Schlümpfe in ihren schlechtesten Tagen aber der Körper bekommt Kraft und jetzt kann ich von Stunde zu Stunde merken, wie es besser wird - puh. Ich bin sehr ungeduldig, wenn ich krank bin. Kann den Zustand kaum akzeptieren und mein ewiger Kampf dagegen macht es nicht besser. Aber ich lerne das wohl nicht mehr... schaun wer mal. Das nächste Mal darf sich gerne wieder Zeit lassen.

Aber wie alles im Leben, so hat das dann doch auch gute Seiten. Das von mir so beschimpfte Fernsehprogramm hat doch das ein oder andere Highlight.

So hab ich gelernt, dass es Rosen gibt, die das ganze Jahr blühen und die auch in Kübelpflanzen gehalten werden können. Entgegen meiner bisherigen Vorstellungen haben diese "modernen" Züchtungen auch noch intensive Düfte - nicht alle, aber es gibt sie. Inspiriert durch Mandy und ihre Rosenausführungen sowie die Bilder beim Nordläufer und diesem Fernsehbericht stand fest - ich brauche eine Rose auf meinem Balkon. Dringend. Ohne falle ich wahrscheinlich innerhalb der nächsten Tage tot um.

Mandys Tipps im Resthirn abgespeichert und dann auf die Suche gegangen. Und nun - ich präsentiere stolz - meine neue Freundin Heritage (das Erbe) oder Roberta Ausblush.


Sie ist von Mr. Austin (danke Mandy - so war ich nicht ganz dumm im Gartencenter) 1984 gezüchtet worden und Ihre Eltern heißen Iceberg und Wife of Bath. Sie duftet intensiv nach einer Mischung von Früchten, Honig, Nelken und ganz leicht nach Myhrre (ich sag dann noch mal Bescheid ob das stimmt, wenn ich wieder richtig riechen kann).

Sie blüht mehrfach im Jahr, so dass man wirklich immer Freude daran hat. Nachdem ich sie erstanden und in die andere Balkonbepflanzung integriert habe, stelle ich bei der Webnachforschung fest, dass ich wohl instinktiv genau die richtige gegriffen habe. Sie wird gerne mit Kräutern gemischt gepflanzt. Ich hab den Topf neben unser Olivenbäumchen gesetzt, dem ich dann heute noch einen frischen Haarschnitt verpasst habe. Davor wachsen Thymian, Rosmarin und Oregano - alles umrahmt von vielen blauen Blumen. Hübsch - auf Fotos kommt das blöderweise nicht so schön rüber, zumal ich es nicht vermeiden kann, das Nachbarhaus mit drauf zu haben.

Zum Olivenbaum noch eine kleine traurige Geschichte. Der Baum steht schon seit letztem Jahr auf dem Balkon und in diesem Jahr hat er sich mächtig ins Zeug gelegt. Er hat geblüht, was nur ging. Blöderweise steht kein anderer Olivenbaum ringsherum und alles war für die Katz. Armer Olivenbaum. Man muss sich einfach mal vorstellen, dass man sich für einen Samstag Abend rausputzt, Friseurbesuch, Kosmetikerin, neues Kleid - alles inbegriffen. Und denn steht man im Ballsaal völlig alleine da - also ich hab Mitleid.

Ich setzte mich jetzt unter die Markise und werde Roberta bewundern und den Olivenbaum tätscheln!

Freitag, 20. Juni 2008

Erholungszeit!

Zumindest für meine Sehnen. Der Grund, warum ich seit ein paar Tagen nichts schreibe, ist eine Blockade meiner Nasennebenhöhlen. Damit es auch ganz angenehm ist, gibt es Fieber dazu.

So sitze ich hier und versuche mit allen möglichen Mitteln, das Zeugs aus meinem Kopf zu bekommen. Ich erspare Euch die Details.

Sollte ich jemals in meinem Leben einem meiner Mitlebenden/Freunden/Kollegen nicht genug Verständnis bei verstopften Nebenhöhlen entgegengebracht zu haben, dann entschuldige ich mich hiermit dafür. Man stirbt nicht dran aber es ist schon unangenehm und ich würde mir am liebsten die obere Backenzähne der linken Seite einzeln raus ziehen, damit der Druck weggeht.

Außerdem protestiere ich gegen das Fernsehprogramm - ok, war mir vorher auch klar aber wenn man mal 3 Tage auf der Couch liegt, kommt das Bewußtsein der Allgemeinverdummung mittels Fernsehen noch mal mit geballter Kraft auf einen zu.

Dann noch abschließend: Boah, was hab ich gestern beim Fußballspiel mitgefiebert - im wahrsten Sinne des Wortes. Nee, war wirklich spannend und die Deutschen mussten weiterkommen. Hier zu Hause liegt nämlich ein hübsches Fahnen-Tattoo, dass ich unbedingt noch zur EM einsetzen muss. ;-)

Sonntag, 15. Juni 2008

Der frauschmitt-Geburtstagslauf!

Kurz vor meinem geplanten etwas längeren Lauf lese ich, dass frauschmitt den einjährigen Geburtstag ihrer Internetseite feiert.

Wenn das kein Grund ist, meinen Lauf frauschmitt bzw. ihren Podcasts zu widmen. Also alle noch nicht gehörten Schmitt-Potcasts runtergeladen auf den MP3-Player geschmissen.

Viel ist zu dem Lauf nicht zu sagen: Meine Beine hatten sich von dem 10-km-Lauf wohl noch nicht erholt. Es ging schwer, sehr schwer - zwar lief ich immer wieder zu schnell aber ich sehnte das Ende des Laufes herbei. Letztendlich waren es 12,5km, die mir genau so lang vorkamen, wie die 15 vom letzten Wochenende.

Aber bei der ganzen Kriecherei hatte ich die Schmitt-Podcasts im Ohr und amüsierte mich so vor mich hin. Ich glaub den Geruch der sauren Läufershirts hatte ich wirklich in der Nase - ich hoffe, das war nicht ich selbst.

Bemerkenswert war nur noch der Maulwurf, der meine Strecke kreuzte und sich im Affentempo in die Böschung grub.

Heute sind meine Beine aber nach einer Nacht schon wieder fitter und mal schauen, wo wir heute hintippeln.

Freitag, 13. Juni 2008

Da geht noch was!

So richtig wird das diese Woche nichts mit Laufen - dachte ich. Die Zeit ist knapp, das Wetter mit Wärme und Schwüle entspricht nun überhaupt nicht meinem Wohlempfinden.

Dienstag Abend probiere ich mit meinem Lieblingsspielgerät ne neue Strecke im Königsforst aus. Klappt auch grundsätzlich gut aber ich klappe dabei fast zusammen. Tropische Temperaturen in der Kölner Bucht gefallen mir und meinem Kreislauf so überhaupt nicht.

Dann wird es kühler und das Läuferinnenherz freut sich wie jeck - da kann auch das komische Deutschlandspiel von gestern nicht trüben (dessen erste Hälfte ich im übrigen im Stau auf der Autobahn erlebt hab).

Heute als wieder früh raus, 5.30 Uhr vor die Tür und ab gehts. Uih, ist das kalt. Da war ich mit Laufrock und kurzem Shirt wohl etwas optimistisch. Der Nach-Check bei Reisewetter.de ergibt 9° - da könnte man vielleicht auch schon mit langem Shirt laufen. Auf den ersten Metern verabschiedet sich dann noch der MP3-Player.

Ob Kälte und fehlende Musik jetzt ursächlich war - mir fiel auf jeden Fall irgendwann mit dem Blick auf den FR auf, dass ich etwas schneller lief als die letzten Wochen. Vor der großen Pause war ich bei normalen Läufen im 6er-Schnitt unterwegs - bisher war ich am 6.15er Schnitt hängen geblieben. Iss nicht schlimm aber meinen geplanten HM im Herbst würde ich gerne schon etwas schneller laufen als die ersten beiden.

Wie auch immer, bei den letzten Kilometern packte ich dann noch ne Schüppe drauf und landete bei knapp 59 Minuten auf 10km. Ich geb zu, dass ich die letzten beiden Kilometer auch wirklich gekämpft hab, um noch was Zeit rauszuholen (5:20er Schnitt) - aber die ersten 8 Kilometer waren nicht so mühevoll. Das bedeutet: Da geht noch was.

Jetzt schau ich erst mal, wie meine Knochen den schnellen Lauf verkraften. Wenn das in Ordnung ist, werde ich wohl 1 x die Woche ein paar Intervalle laufen - nicht geplant auf der Bahn und so - aber ein bisschen Tempotraining kann ja nicht schaden.

Da iss auf jeden Fall noch was drin!

Sonntag, 8. Juni 2008

Zu früh!


Zu früh - ruft mir der Helfer des Halbmarathons in Leverkusen lachend zu. Es war reiner Zufall, dass ich mir heute eine Strecke rausgesucht habe, die Teilbereiche des Rennens berührt. Ich hatte gar nicht mehr daran gedacht.

Erst als mich der erste Läufer auf seinem Rad in Richtung Start überholt, fällt es mir wieder ein. Ich hatte mir über GPSies eine Strecke zusammengebastelt und folgte nur der Streckenführung des Garmin. Ich sah keine Zeit, ich zählte nicht die Kilometer, ich wusste nur, dass es ca. 14 werden würden. Den Lauf empfand ich als unheimlich entspannend und wieder war mir klar, dass ich diese "langen" Läufe und die Erkundungen in die Umgebungen einfach liebe. Zum Schluss wurden die Beine schwer und ich sollte wohl zukünftig Getränke und auch was zum Essen mitnehmen, wenn ich schon vor dem Frühstück starte und die Umfänge ausweite.

Frank hatte für unsere heutige Tippeltour eine Strecke im Bergischen rausgesucht. Nur knapp 12km - ganz langsam wollten wir die gehen, weil 15km Laufen (die waren es tatsächlich) und dann noch Wandern doch etwas viel für mich sein könnte.

Auch hier wurde die Strecke vorher auf GPSies aufgezeichnet - klappt wirklich prima, muss ich sagen. Wenn ich es jetzt noch schaffe, die tatsächlich gelaufene Strecke auch wieder in GPSies hochzuladen, dann bin ich sehr zufrieden.


Es gibt eins, vor dem ich mächtig, mächtig Angst habe - Gewitter. Als wir so ungefähr die Hälfte der schönen Strecke hinter uns hatten, hörten wir es Grollen - da wir mitten im Wald steckten, konnten wir aber nicht genau sehen, woher es kam und wohin es ging. Bei Wetter.de hatten sie davon nichts gesagt.

Also Beine in die Hand genommen und im Power-Walking-Schritt ging ab Richtung Auto. Meine Armen Gräten - zur Belohnung hab ich ihnen eben ein heißes Bad gegönnt.

Wir kamen auf jeden Fall noch rechtzeitig zum Auto, bevor es wirklich richtig gut schüttete (was ja nicht schlimm gewesen wäre) und blitzte und donnerte. Auf der Rückfahrt entdeckten wir noch ein total hüsches Café in einem Blumenladen (Blumencafé), dort gab es frisch gebackenen (Rhabarber-)Kuchen und lecker Kaffee - so hatten wir uns das verdient.




Zum Schluß noch ein Bild von meinem Lieblingsblümchen von unserem Balkon, das aktuell das Gesicht immer nur dann rausstreckt, wenn die Sonne scheint - aber dann wunderhübsch und in den verschiedensten Farben.


Und Fazit für den heutigen Tag: Rechne immer - auch in der tiefsten Pampa - mit Gewitter und Personen, denen Du im Leben eigentlich nie mehr begegnen wolltest.

Nachtrag: Ich hab es geschafft, die Strecke hochzuladen - juhu: Klick!

Sonntag, 1. Juni 2008

Zeeland!

Ein Familienwochenende in den Niederlanden.

Kühl, teilweise Nieselregen - es tut gut nach der Schwüle.


Wenn Füße reden könnten, denn hätten Sie bei der Strandwanderung ab dem Moment nur noch gejubelt, als ich die Schuhe auszog. Oh, wie gut das tat.


Ein 1,5stündiger Lauf morgens um 6.30 Uhr - keine Menschenseele unterwegs, kein Auto, das stört. Digitalkamera vergessen, deswegen etwas schlechtere Qualität mit Mobiltelefon.


Heute mal ein kurzer Text.