Donnerstag, 31. Juli 2008

Jenseits der A1... oder so!

Die Fahrten zwischen dem Norden oder Süden der Republik und dem Rheinland dauern ein paar Stunden. Schon seit Jahren vom Läufer-Bazillus erfasst, scanne ich nicht nur die Urlaubsorte nach guten Laufmöglichkeiten ab sondern lasse meine Blicke auch immer jenseits der Autobahnen schweifen mit den Gedanken "Och, hier könnste auch mal" oder "Boah, wär datt jetzt schön". Warum nicht auch mal tun.

Auf meiner Hinreise Richtung Bremen lege ich fest, auf der Rückfahrt an der Raststätte Münster zu halten und dort meine 45 Minuten Planrunde zu drehen (also nicht auf der Raststätte sondern im Land dahinter).

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Da wird dann mal flott die A1 bei Osnabrück gesperrt, ich biege von Hamburg kommend bei Bremen Richtung Oldenburg ab und dann machen die die Autobahn wieder auf. Also scharfte Rechtskurve auf die A29. Jetzt wirds aber Zeit, ich hab Hunger - auf Münster kann ich nicht mehr warten.

An der nächsten Raststätte umgezogen...hm..., wenn ich jetzt hier los laufe - ob ich dann mein Auto mit allem elektronischen SchnickSchnack noch geschlossen wiederfinde?

Ich fahre also lieber von der Autobahn ab, halte ich einem kleinen Dorf und renne los.

Also, es riecht streng auf dem platten Land und dass ausgerechnet ich in einem Reiterdorf mit lauter Pferdeställen halte und durchlaufe, hat auch schon was. Aber nach dem Geruch waren das nicht nur Pferde - mindestens noch Schweine...

Schön wars, ich war frisch für die Rückfahrt und es fährt sich in Laufklamotten besser als im Anzug! Das mach ich wieder.

PS: Wenn ich mir die Strecke ansehe - hätte ich wohl schön einen Rundkurs laufen können.

Montag, 28. Juli 2008

Was alles geht...

Also über 30°, schwüle Luft, das Abendessen im Bauch und dann noch Intervalle laufen! Geht nicht? Geht doch.

Ich hab nicht damit gerechnet. Meine Woche ist von einer Außendiensttour geprägt - ich kann nicht so laufen, wie mein Trainingsplan es vorsieht. Außerdem ist am Samstag der Womens Run in Köln (8 km), an dem ich teilnehme. Ob ich auf Zeit oder just for fun laufe, weiß ich noch nicht. Ich weiß aber, dass ich normalerweise Sonntag laufen sollte und überhaupt... ach, das bringt mich doch total durcheinander.

Aber Dank einer lieben Mitleserin kommt der Tipp, doch die Intervalle am ersten Trainingstag zu laufen, so dass ich ausgeruhter in den Wettkampf gehen kann, falls es denn überhaupt ein Wettkampf für mich wird. Da ich bei 32° nicht abends laufen kann (dachte ich zumindest), plane ich hin und her. Nun ja, es wird also doch ein abendlicher Lauf (obwohl ich gestern erst meinen "Langen" hatte). Natürlich kürze ich die Intervalle nicht - sorry liebe Tipp-Geberin;-). Ich nehme mir die ersten 20 Minuten normalen DL, um zu prüfen, ob alles in Ordnung ist. Es ist alles in Ordnung, also versuche ich einfach mal alle Intervalle wie vorgegeben zu rennen.

Das Ergebnis ist erschütternd aber zumindest teilweise erklärbar:

1. TL 5:31 (war ne kleine Steigung drin)
2. TL 5:14 (hätte 5:20 werden sollen)
3. TL 5:09 (war ein kleiner Bergablauf drin)
4. TL 5:22 (so hätten alle sein sollen)

Bin ich es, die gleichmäßig laufen kann?? So dachte ich zumindest bisher. Müssen wir wohl noch üben.

Den Genusslauf bringe ich mit 7.02 genau im Plan zu Ende. Diesmal war es auch ein Genuss - war ich doch dank der Temperaturen und der 4 TL ziemlich platt am Ende.

Insgesamt 9km in 57:28

Aber dass DAS geht - abends, mit Essen im Bauch und bei den Temperaturen - geht nicht, gibts nicht.

Leute, es tat heute so gut wie nichts weh. Bitte Daumen drücken, es wäre zu schön, um wahr zu sein. Es macht so irrsinnig viel Spaß!

Sonntag, 27. Juli 2008

Lauf im Nebel oder Tropen im Rheinland!

Alles trüb, als ich heute Früh aus dem Fenster schaue - die Wolken haben es vorgezogen, sich auf den Boden zu setzen - Nebel hatte ich tatsächlich nicht erwartet.

Ich nehme noch mal die Kamera mit - das könnten schöne Motive werden.

Was der Lauf verspricht, kann ich nicht einschätzen. Meine Radtour von gestern ist in den Beinen spürbar. Nicht als Schmerz sondern einfach als Betätigung. Meine Erwartungshaltung ist niedrig. Ich starte und ich bin froh, dass ich langsam laufen darf. Ich denke an Kerstin in Florida und dass es dort so ähnlich aber dann noch 10 Grad wärmer sein muss. Uff - alles klebt.

Heute muss die Klassik herhalten, die Stimmung ist nicht nach Rock und Pop. Von der Landschaft werde ich nicht enttäuscht - die Strecken sind nie absehbar, alles versinkt im Nebel. Der Apfelbaum trägt kräftig, die Gänse kann ich lange hören, bevor ich sie sehen kann.

Es war ein schöner Lauf und der Plan mit weniger Zipperlein dank kontrollierten Steigerungen scheint aufzugehen - es war schon wieder einen gewaltigen Schritt besser als letzte Woche. Ich kann fast sagen, dass nichts spürbar war.

Insgesamt waren es 12km im Schnitt von 6.57


Gleich gehts auf eine lockere sanfte Radtour. Rad fahren tut immer gut - ich freue mich drauf.

Nachtrag: Lockere 26km mit dem Rad - nach ungefähr der Hälfte kam die Sonne raus. Schön wars. Was man verbraucht muss auch wieder rein, oder? Da kamen mir die Waffeln mit Zimtpflaumen und Vanilleeis gerade recht.

Samstag, 26. Juli 2008

Schwarz und schnell!

Hier ist es - mein/unser neues Spielzeug. Gestern schon die erste Tour vom Geschäft nach Hause gemacht und heute hab ich es genutzt, um mich vor dem Studio aufzuwärmen und die sonst übliche halbe Stunde Rad dann in freier Natur zu genießen - ok, aus der halben Stunde wurd ne Stunde. Auch nicht schlimm - schön wars. Hier das Foto:


Es tat mir etwas weh, dass wir dieses Rad mit Schutzblechen, Gepäckständer, etc. noch umgestaltet haben - ohne sah es noch viel flotter aus. Aber wir möchten Touren damit machen und so ist es besser dafür. Trotzdem kann ich es ja sportlich nutzen, wie heute gemacht.

Im übrigen ist es tatsächlich Zufall, dass sich Hase in Colmar und ich uns zeitgleich solche Räder kaufen. Wobei mir die Tipps in dem Blog schon bei der Auswahl geholfen haben.

Da ja der/die ein oder andere TriathletIn hier mitliest, direkt mal ne Frage: Ich bekomme recht schnell Nackenschmerzen. Hab schon versucht, den Blick nur so hoch wie notwendig zu heben, so dass ich die Straße im Blick hab. Dann hab ich versucht, die Schultern unten zu lassen und die Arme leicht einzuknicken. Gibt es eine optimale Radhaltung oder muss man sich einfach nur daran gewöhnen?

Ich kann innerhalb von 14 Tagen noch Lenker und Sattel umtauschen. Könnte ja auch sein, dass ich einen anderen Lenker benötige, wobei ich dann automatisch aufrechter sitzen würde, hmmm. Falls jemand nen schlauen Kommentar oder Link hat, wäre ich dankbar.


Für Michi hab ich noch vom "richtigen" Weg die andere Seite fotografiert.

Wir hätten noch suchen können bis zum Umfallen - dort war kein Durchkommen. Aber tolle Strecke, sollten wir noch mal testen.


Gesamt bin ich dann mit dem neuen Flitzer knapp 30km gefahren (in 1:15 gesamt - vor und nach dem Studio) - das reicht fürs erste Mal. Morgen freue ich mich auf eine schöne Tour nach Zons und zurück - gemeinsam mit meinem Besten und möglichst früh, das ist nämlich eine stark frequentierte Radstrecke.

Anja

PS: Erst hab ich nicht verstanden, warum ich ne Klingel am Rad brauche - jetzt schon. Ich hab alle überholt - aber ich vermute mal, die "Profis" benutzen andere Strecken, so dass ich mir darauf wohl nichts einbilden sollte.

David gegen Goliath!

Eigentlich wollte ich ja was zu unseren neuen schwarzen Flitzern schreiben, die wir gestern abgeholt und deren Überführung wir direkt mal selbst übernommen haben - aber das muss warten, ich untermal das dann auch lieber mit einem Foto.

Heute möchte ich über den Kampf zwischen David und Goliath schreiben - ich bin Goliath und ergo hab ich auch verloren.

David gehört zu der Spezies der blutsaugenden Insekten bzw. Zeiflügler - es handelt sich um eine profane Mücke.

David hält mich jetzt aber schon die zweite Nacht wach. Irgendwann ergebe ich mich und ziehe mit Kopfkissen auf die Couch um und überlasse meinen Besten dem Quältier. Diese Nacht hab ich mehrfach das Licht angemacht, um David zu finden und ihm und seiner Nerverei ein Ende zu setzen - aber er ließ sich einfach nicht blicken.

Also wieder aufs Sofa. Problem ist, dass wir extrem weiche Matratzen im Bett haben. Diese neue Matratzenform gibt einen ruhigeren Schlaf mit weniger Bewegung. Scheinbar hat sich das mein Körper gemerkt und macht das gleiche auf der harten Couch. Als ich heute Morgen aufwachte und meinen Arm heben wollte, war es reine Körperbeherrschung, dass ich nicht losgeschrien hab, so tat der Arm weh - ich hab wohl stundenlang auf der rechten Seite gelegen. Im Geiste sah ich alle Aktivitäten wie Laufen, Rad fahren, Studio für dieses Wochenende ins Wasser fallen und mich mit Armbinde rumlaufen. Ich blieb einfach stumm sitzen in Erwartung, dass der Schmerz irgendwann nachlässt. Jetzt - ungefähr eine Stunde später - kann ich ihn wieder heben und auch hier tippen aber ein leichter, unterdrückter Schmerz bleibt. Ich werde alt - die 40 naht merklich.

David fliegt aber jetzt immer noch im Schlafzimmer rum. Das blaue Lämpchen, das wir mal extra für solche Fälle gekauft haben, interessiert ihn reichlich wenig.

Also - to be continued.....

PS: Die Mücken hier im Dorf haben den Vorteil, dass der Stich nur in der Nacht juckt und am nächsten Tag alles gut ist. Darin unterscheiden sie sich stark von der hinterlistigen Malta-Mücke. Die greift nämlich unhörbar an und von den Stichen hat man länger als vom Urlaub dort.

Donnerstag, 24. Juli 2008

Die verhasste Sieben!

So schreibt eine werte Blogleserin gestern in einer Mail. Ja, diese "Sieben", die sollte bei den langsamen Läufen (lt. Plan heißen die Genussläufe, wer auch immer sich das ausgedacht hat) vorne stehen - nicht immer ganz einfach, wenn man das Gefühl hat, es kann schneller gehen. Eines meiner Ziele für heute ist es, diese 7 zumindest im letzten Teil des Laufes als Schnitt zu haben.

Mein erster Lauf in dieser Woche war viel zu schnell - DL im 6:02 im Schnitt. Ich hab mir dann direkt aktiv Schimpfe bei Michi abgeholt .

Heute wollte ich dann wieder brav sein - die ersten Tempoläufe in meinem Plan stehen an und ich hab noch keine Idee, wie ich die laufen kann/soll. Ich trainiere immer noch ohne Pulsuhr.

Als ich starte, ärgere ich mich, dass ich meine Kamera nicht mit habe. Dicke Nebelschwaden hängen über den Feldern, über denen gerade die Sonne aufgeht. Es ist traumhaft. Dazu klare Luft, knapp über 10°, Läuferherz, was willst du mehr.

In Kürze meine Laufdaten:

15 min. DL - Schnitt 6:24
3 TL a 3 Minuten - Schnitt 5:15/5:22/5:25 (das geht sicherlich noch etwas regelmäßiger - aber ich bin zufrieden und war erstaunt über die machbare Geschwindigkeit)
10 min. GL (Genusslauf) - Schnitt 7:01

Die wenige Zeit, die ich mich nicht konzentrieren musste, einen Schnitt von 7.xx zu halten, hab ich darüber nachgedacht, wie sinnvoll es ist, jetzt wirklich mit Pulsuhr zu trainieren oder nicht. Ich fühle mich ohne das Ding eigentlich ganz wohl - die Tempoläufe waren so, dass ich beim dritten Lauf das noch gut durchhalten konnte aber schon Ermüdung spürte - ich denke, das ist so richtig.

Natürlich geht das Training mit Puls noch exakter aber letztendlich will ich ja nicht so hochpenibel ein Ziel erreichen sondern einfach etwas schneller werden und wenn meine Knochen durchhalten, im Herbst einen HM laufen.

Was sagen denn die Experten dazu?

Sonntag, 20. Juli 2008

All summer long!

Ich bin ja nicht so der Musik-Freak - ja, ich höre Musik aber oft kann ich nicht sagen, wer da gerade im Radio trällert, obwohl ich das Lied mitsumme.

All Summer long hörte ich im Radio und fand es auf Anhieb prima. Erstaunt war ich dann irgendwie, dass es von Kid Rock ist, mir natürlich mehr bekannt als kurzfristiger Ehemann von Pamela Anderson (ich schwöre, ich lese Yellow Press nur beim Friseur).

Jetzt hab ich mir gestern glatt ne CD von Kid Rock gekauft und finde diese zum größten Teil gut - man bemerke, ich kaufe mir allerhöchstens einmal im Jahr ne CD und profitiere ansonsten von der Musikliebe meines Besten.

Gestern dann alles auf den MP3-Player gepackt und noch einige andere flotte Songs dazu - den Ordner "Laufen schnell" genannt.

Da ich aber heute langsam laufen wollte, wurde erst der Klassik-Ordner angedrückt - ein paar nette Ouvertüren, ein paar wunderschön geträllerte Arien, das ist was für einen Sonntag Morgen.

Aber nee, Kid Rock ruft - ich schalte um und lass mich am frühen Morgen von ihm, Supertram, Van Halen, Aretha Franklin, Falco, und noch anderen netten Musikern durch den Morgen jagen - wow, so kann man sich sein Runners High auch selbst basteln.

Trotzdem bin ich in meiner Pace geblieben, hab mal wieder ne neue Strecke ausfindig gemacht und war nach 1:22 und 12 Kilometern mit einer Pace von 6:50 beim Bäcker.

Im übrigen war ich das erste Mal mit neutralisierten Einlagen unterwegs. Ich hoffe, damit ist das Thema zumindest mal durch. Ich würde gerne schreiben, dass alles komplett ohne Zipperlein war - war es aber nicht. Aber A-Sehne ist aber ruhig, ab und zu noch das Knie und auch der hintere Oberschenkel, wobei der erst später zu Wort kam, was auch eine Verbesserung ist. Dafür jammern die Adduktoren, dass ich sie ordentlich dehnen soll. Zu Befehl!

Hier für alle, die möglicherweise nicht wissen, von welchem Lied ich rede:

Samstag, 19. Juli 2008

Neugieriges Mütterchen!

Es ist ja nicht wirklich das Wetter, sich am "Garten" zu erfreuen. Trotzdem gehe ich jeden Tag zu den Blumen auf den Balkon und schaue nach dem Rechten.

In einigen Töpfen muss ich ständig Unkraut zupfen und frag mich wo das her kommt. Gester hab ich es dann begriffen. Das war kein Unkraut sondern hartnäckige Überbleibsel der im Februar gepflanzten und später entfernten Stiefmütterchen.

Einigermaßen erstaunt bin ich, da ich doch im Frühjahr alle Kübel (mit Ausnahme des Olivenbaumes) mit neuer Erde gefüllt hab. Aber in dem Rest (Blume mit Wurzelballen) muss sich noch was versteckt haben. Jetzt bin ich froh, dass ich in einem Topf das angebliche Unkraut übersehen habe. Ich erklärte ja schon mal, dass ich eine emotionale Bindung zu Stiefmütterchen hab.

Roberta hatte im übrigen - wegen Umzugsschmerzen oder zu viel Wasser -alle Blüten von sich geschmissen bzw. zwei noch nicht mal zum Blühen gebracht. Danach ist sie dann an allen Seiten ausgetrieben und ich hoffe jetzt mal auf ein paar Tage Sonne, so dass sich die Blüten wieder entwickeln können.

Tja und die Oliven sind auch noch da, aber ich fürchte, dass die wohl nicht besonders groß werden und wir unser Öl doch noch woanders kaufen müssen.

PS: Jetzt ist es nur noch ein langer Tag.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Der Plan geht auf!

Scheint auf jeden Fall so. Den Wecker hätte ich denn heute aus dem Fenster schmeißen können- aber heute Abend ist keine Zeit und mein Plan sieht HEUTE einen Lauf vor, nicht morgen.

Bevor jetzt hier Stimmen aufkommen wie "versklave Dich nicht mit Deinem Plan" oder so - mir macht das Spaß.

Gestern, als ich den 13-Wochen-Plan in meinen elektronischen Kalender eintrage wird mir erst bewusst, wie laaaaaangsam die Umfangsteigerungen sind. Genau das wird mir helfen, nicht zu schnell zu viel zu machen. Moderate Tempoeinheiten für mich - ich glaub, ich hab mir den richtigen Plan rausgesucht.

20 Dauerlauf, 15 Tempodauerlauf und 15 Genusslauf waren heute dran. Jetzt in der Auswertung sehe ich, dass es genau so geklappt hat, wie ich es mir vorgenommen hab. Da meine Polor noch in tiefem Batterie-Schlummer ist, trainiere ich nach Gefühl und nicht nach Puls. Ich wollte den DL im 6:30er, den TDL im 6er und den GL im 7er-Schnitt absolvieren. Habs fast auf den Punkt getroffen, mit mäßiger Kontrolle des FR.

Die A-Sehne verhält sich ruhig - wenn ich nicht wüsste, dass da was gewesen ist, würde ich es wahrscheinlich noch nicht mal wahrnehmen. Das Knie hat sich an die Umstellung ohne Stütze (Einlagen) gewöhnt und der hintere Oberschenkelmuskel meckert noch aber weniger.

Es war also wieder ein schöner Lauf mit tollem Sonnenaufgang, Schafen mit kleinen Lämmern am Rhein und viel Spaß.

Und jetzt darf ich erst wieder am Sonntag - uff!

Dienstag, 15. Juli 2008

Geschmack!

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Ich interessiere mich auch nur zweitrangig für den Dekowahn, der hier in den Gärten angekommen ist, auf die ich von meinem Balkon aus blicke. Jeder hat da halt eigene Vorstellungen auch wenn es für meinen Geschmack etwas zu bunt wird.

Eine Familie überschreitet jetzt meine Geschmacksgrenzen - ganz eindeutig Geschmack, es geht nicht um Unsittlichkeit.

Es fing damit an, dass ein Gartenzwerg "gehängt" an einem Fensterbrett baumelt(e). Dann kam die Zwergendame mit dem üppigen Dekolleté - oh wie lustig.

Und jetzt dieser etwas größere Zwerg auf dem Garagendach.

Muss ich das lustig oder schön finden? Ich finds nur blöd.

Wie im Rausch!

Guten Wochen, schlechte Wochen! Das gibt es wohl bei der Lauferei. Die letzte Woche war so schlecht, dass ich wirklich gezweifelt hab.

Die Achilles-Sehne schmerzte schon im Alltag, auf einmal meldete sich das rechte Knie wieder leicht und der rechte hintere Oberschenkel (alte Kriegsverletzung - dort war mal ein Muskelfaserriss) meinte auch, sich zu Wort melden zu müssen. Das gepaart mit Energielosigkeit - jeder Schritt fiel total schwer und für meine geliebten Morgenläufe kam ich nicht aus dem Bett.

Samstag war ich kurz davor, das Handtuch zu schmeißen und ne Pause einzulegen. Ich gab meinem Körper am Sonntag noch ne Chance - ich blieb beim Plan und hatte das Erfolgserlebnis, dass meine Mühen um die A-Sehne von Erfolg gekrönt wurden. Die ganzen 70 Minuten merkte ich nichts. Dafür aber noch Knie und Oberschenkel. Eine Frustmail an Michi geschickt, die mich schön moralisch wieder aufbaute (Daaanke).

Heute dann um 5.00 Uhr aus dem Bett. 6.30 Uhr auf der Bahn - volles Programm vorher, gedehnt, Eis - alles nach Empfehlung. Den rechten Oberschenkel merkte ich, das Knie schon so gut wie gar nicht mehr. Die Sehne blieb auch diesen Lauf ruhig - in unterschwelliges Ziehen aber kein Schmerz. Lohnt sich die Mühe mit der Dehnerei mal wieder.

Und es lief einfach - ich lief wie im Rausch. Der Rausch wurde mal kurzzeitig von Fußschmerzen unterbrochen. Heute war ich wieder mit/ohne Einlagen unterwegs. Die Pelotte scheint auf der einen Seite nicht richtig zu sitzen und provoziert genau das, was sie eigentlich vermeiden soll. Vorfußschmerzen. Also das Ding einfach rausgenommen und gänzlich ohne Inneneinlage gelaufen - ging prima. Im Schnitt lief ich 6:16 - und zwar locker und flockig, so mein Gefühl. Keine Schlappheit, kein Kämpfen, sondern einfach mal wieder nur Spaß. Da konnte mich auch das bisschen Oberschenkel nicht mehr ärgern. Es war einfach nur schön.

Samstag, 12. Juli 2008

Alles nur im Kopf!

Jetzt gibt es dieses schöne neue Spielzeug bei Blogger, das sich rasant auch bei ganz vielen Blogs gezeigt hat - links auf der Seite sind nun alle meine Blogger-KollegInnen zu finden - aktualisiert nach Datum des letzten Eintrages. Das ist prima, das erleichtert vor allen Dingen mir das Lesen der Einträge. Fein.

Allerdings muss man was schreiben, damit man oben steht - ok, ich schreibe eigentlich nur, weil es mir irgendwie Spaß macht und nicht um oben zu stehen, aber so ein bisschen Info muss hier rein, oder?

Beim Laufen gibt es wenig zu berichten, was irgendwie erheiternd ist - ansonsten ist auch wenig passiert, das berichtenswert ist - bis auf meinen heutigen Besuch im Fitness-Studio.

Ich hatte einen Termin mit Christopher vereinbart - der Trainer meiner Wahl - um ein neues Programm aufzusetzen, damit ich Abwechslung im Training hab und mein Körper andere Reize bekommt.

Fing damit an, dass Christopher dann noch mal ne Körpermessung bzgl. Fett/Wasserhaushalt etc. aufstellen wollte. Das Gerät hat aber nichts angezeigt, weil die Werte so komisch sind, dass sie nicht stimmen können. Hätte man schon mal, wenn man ordentlich Party gemacht hat. Also, wenn ein Glas Rotwein und das Zubettgehen um 0.30 Uhr schon Party ist, dann bin ich wirklich alt, was? Also weiß ich jetzt nicht, ob ich mehr oder weniger Fett hab, als noch vor einem halben Jahr. Ich kann aber auch ohne diese Information durchaus weiterleben.

Wir sind dann diverse Gerätschaften durchgegangen, alles wunderbar. Ich hatte mich bei ihm beklagt, dass alle Übungen für den Oberkörper bzw. alles brustaufwärts, keine Fortschritte macht. Die letzte längere Pause hat mich wieder komplett an den Anfang geschmissen, was bei Beinen/Bauch/Rücken nicht der Fall ist.

Das hat jetzt dazu geführt, dass Christopher mich an den Arm-/Brust-/oberer Rückengeräten anders eingestellt hat - weniger Wiederholungen, höhere Gewichte und teilweise 3 anstatt 2 Sätze. Dies führt jetzt gerade aktuell dazu, dass ich kaum meine Arme auf der Tastatur halten kann. Er sagt, ich müsse hier noch stärker an die Schmerzgrenze gehen, um dem Körper Signale zu geben - er ist zuversichtlich, dass ich dann auch Fortschritte mache. Ich bin da mal etwas skeptisch, aber wir werden sehen.

Das letzte Gerät aber war der Knaller. Es handelt sich um einen Seilzug. Ein Gerät mit dem ich bereits Übungen gemacht habe. Wurde jetzt anders eingestellt und andere Muskeln werden angesprochen. Ich erklärte ihm dann, dass es mir so schwer fallen würde, hier eine Steigerung reinzubringen und ich deshalb mit halben Gewichten arbeiten müsse.

Das Ding ist aber, dass das halbe Gewicht (also das zusätzliche, das man manuell draufpackt) eine Steigerung von 2,5 kg ist. Würde ich am Gerät ganz normal erhöhen, wäre es nur eine Steigerung von 1kg. Also, so blöd muss man sein, oder? Ich hätte schwören können, dass das mit dem manuellen Zusatzgewicht leichter war als die normale Steigerung am Gerät. Alles nur im Kopf. Christopher - und das muss ich ihm einfach zugestehen - konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Noch 50 Minuten Ausdauer zum Schluss - hab ich schon lange nicht mehr gemacht. Rad und Stepper haben Spaß gemacht.

Allen ein schönes Wochenende! So, und jetzt steh ich erstmal oben!

Freitag, 4. Juli 2008

Zeit!

Kinners, wie die Zeit vergeht. "Mensch", sag ich, "ich muss unbedingt ins Studio. Erst konnte ich 2 Wochen wegen der Arbeit nicht und als ich mit gepackter Tasche im Auto zur Arbeit fuhr, um danach direkt loszulegen, packte mich der grippale Infekt". Also 4 Wochen nicht beim Studio-Training gewesen.

Als ich dann gestern Abend rein kam, kam mir schon alles so fremd vor. Vor den Ausdauergeräten protzen jetzt 2 Riesenflachbildschirme anstatt der 4 alten Fernseher. Ich zücke meine Trainingskarte und halte die Luft an - 17.05. der letzte Trainingstag - uhps.

Beine und Bauch haben muskulär nicht allzu sehr gelitten, bei den Armen scheint es so, als ob ich noch nie Krafttraining gemacht hab *heul*. Ich werde heute wohl einen heftigen Muskelkater bekommen.

Dann darf ich noch berichten, dass ich mir einen Trainingsplan für einen Halbmarathon rausgekramt hab. An diesen werde ich mich halten, soweit es geht. Meine Umfänge sind dann jetzt erstmal wieder etwas weniger dafür aber ein wenig Tempotraining. Gestartet bin ich mit 8km laufen und danach 4 ömmeligen Steigerungsläufen a 80m. Hat Spaß gemacht. Sollte meine Muskeln damit klar kommen, werde ich das also weiter versuchen. Das sind die ersten geplanten Tempotrainings seit 3 Jahren oder so.

Anfang der Woche war ich noch beim Orthopädieschumachermeister, der mir die letzten Einlagen gefertigt hat, die mir anfänglich wieder Probleme bereiteten. Nach Begutachtung der alten und neuen Einlagen sind wir jetzt hingegangen und haben in einen neutralen Schuh mal einfach Pelotten eingeklebt. Das Laufgefühl gestern war ein total anderes. Direkter Kontakt zum Boden und meine Oberschenkel haben es mir gedankt - es war (fast) total klasse. Wenn das weiter so gut bleibt, werden die neuen Einlagen absolut neutralisiert, keine Stütze in keine Richtung, einfach nur die Unterstützung für die Vorfüße.

Was nicht gut läuft, ist die linke A-Sehne. Erst hatte ich den Eindruck, dass auch sie besser damit klar kommt, dass ich ohne Einlagen laufe - nach 4km fing sie aber wieder an zu mucken. Sie bekommt sehr viel Fürsorge, Dehnen, Eis, Traumeel. Mal schauen, ob ich das auch ohne Laufpause in den Griff bekomme oder eben nicht - Physio ist dran, etwas ratlos was die Ursache angeht - irgendwo wird schon wieder ein verhärteter Muskel für die Unstimmigkeiten sorgen.

Aber seit dem Lauf gestern ohne Einlagen hab ich doch den Eindruck, irgendwann mal ohne Meckern der Gräten laufen zu können. Die Hoffnung stirbt zuletzt.