Sonntag, 5. Oktober 2008

50km auf den Punkt!

Ich: "Schatz, ich dreh noch ne schnelle Runde mit dem Rad - was denkst Du, wie weit es bis zur Blabla-Brücke und zurück ist?"
Er: "Och, so 20 hin, 20 zurück oder so - kommt darauf an, wie Du die Rheinbögen fährst."

Vor dem Rad fahren ist aber erst das Anlegen der richtigen Klamotten vonnöten. Ich besitze aber keine Radfahrklamotten für den Herbst/Winter und stülpe so gerne diverse Lauf-/Rad-/Wanderkleidung übereinander.

Allerdings kann ich nicht - wie beim Laufen - die richtige Lagenanzahl zum Wetter anpassen. Geht noch nicht.
Ich stelle fest, dass die Radunterhose (von der Sommerhose) unter der Laufhose dafür sorgt, dass ich am Oberschenkel irgendwelche dicken Wülste formen, die sehr sehr unschön aussehen. Neee, so kann ich nicht raus. Also Radlerhose über Laufhose - passt farblich überhaupt nicht, kommt aber der Figur mehr entgegen (apropos, die leidet gerade akut unter Laufmangel und Überernährung).

Mütze auf, Helm auf und ab gehts. Auf der Fähre bin ich froh, den ganzen Krempel anzuhaben, lässt sich der Fährmann mangels Besucher doch viel Zeit und der Wind ist kühl.

Als ich dann allerdings auf der anderen Rheinseite loslege, wird es a) schnell warm, kommen mir b) viele Rennradfahrer entgegen, die ohne Mütze fahren und überhaupt nicht so dick angezogen sind. Nach ungefähr 5km zwingt mich genau die Situation, eine Lage abzulegen. Mütze bleibt aber auf.

Ich kämpfe mit gegen den Wind, immer gegen den Wind und freue mich auf die Rückfahrt auf der anderen Seite.

Zu früh gefreut. Irgendwie hatte ich da auch Gegenwind - Michi beschreibt das ja auch schonmal bei ihren Läufen - ständig Gegenwind. Hin und zurück. Kann irgendwie nur daran liegen, dass der Wind von der Seite schräg kommt und man durch die Rheinbögen durchläuft/-fährt und irgendwie immer in diesen Wind kommt.

Ich war etwas frustriert, weil ich dadurch nur gekämpft und überhaupt keine Geschwindigkeit aufbauen konnte. "Nur" 21,5km im Schnitt und als ich vor der Haustür anhalte, springt der FR auf genau 50km um. Dafür bin ich aber ganz schön kaputt, uff.

Kommentare:

  1. Ja, ich kenne das auch, das ist wirklich ärgerlich, das mit dem permanenten Gegenwind. Als ob er sich immer dann dreht, wenn man den Rückweg einschlägt, gell?

    50 km sind doch toll.
    Mit der Garderobe gehts mir auch wie dir, ich hab auch noch keine Winter-Radausstattung. Extreme Kälte auf dem Rad ist halt schon fies. Beim Laufen wird man ja immer ganz automatisch warm.... hach, so schön das Radfahren ist, das Laufen fehlt mir ganz ganz arg. Aber wem erzähl ich das! ;-)

    Alles wird gut, Anja!

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  2. Vor 2 Jahren bin ich im Winter öfter geradelt, da hatte ich meist - auch mangels Radbekleidung - eine Winterlaufhose an, meist ein Kurzarmshirt und eine Jacke darüber. Das reichte beim zügig fahren, es wird nämlich genauso schnell warm wie beim Laufen. Man darf in dem Aufzug nur nicht länger wo stehen ;-)) Im letzten Jahr habe ich mir eine Winterradhose geholt, allerdings ließ der Winter da ja auf sich warten.

    Das mit dem Gegenwind kommt durch die Bögen die der Rhein schlägt. Teils sind die sehr extrem, wie ich gestern mal wieder gemerkt habe, mit einem Blick in die Entfernung wo ich nach Hause wollte ;-)) Teils folgen ja mehrere Knicke hintereinander, wo schon unterschiedliche Windrichtungen sind und durch das teils auch unterschiedlich offene Gelände scheint der Wind irgendwie "umgeleitet" zu werden. Es gibt dann tatsächlich Phasen wo man hin und zurück Gegenwind hat, so ungläubig das für manche auch klingen mag. Ganz schön anstrengend, und dabei 50 km, nicht schlecht! Dein Rad war eine gute Investition!

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  3. Vor 2 Jahren bin ich im Winter öfter geradelt, da hatte ich meist - auch mangels Radbekleidung - eine Winterlaufhose an, meist ein Kurzarmshirt und eine Jacke darüber. Das reichte beim zügig fahren, es wird nämlich genauso schnell warm wie beim Laufen. Man darf in dem Aufzug nur nicht länger wo stehen ;-)) Im letzten Jahr habe ich mir eine Winterradhose geholt, allerdings ließ der Winter da ja auf sich warten.

    Das mit dem Gegenwind kommt durch die Bögen die der Rhein schlägt. Teils sind die sehr extrem, wie ich gestern mal wieder gemerkt habe, mit einem Blick in die Entfernung wo ich nach Hause wollte ;-)) Teils folgen ja mehrere Knicke hintereinander, wo schon unterschiedliche Windrichtungen sind und durch das teils auch unterschiedlich offene Gelände scheint der Wind irgendwie "umgeleitet" zu werden. Es gibt dann tatsächlich Phasen wo man hin und zurück Gegenwind hat, so ungläubig das für manche auch klingen mag. Ganz schön anstrengend, und dabei 50 km, nicht schlecht! Dein Rad war eine gute Investition!

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  4. "Das reichte beim zügig fahren, es wird nämlich genauso schnell warm wie beim Laufen."

    Ehrlich, findest du? Das kann ich für mich aber gar nicht bestätigen. Ich habe auch schon festgestellt, dass ich beim Radfahren eigentlich nie schwitze, auch dann nicht, wenn ich Mörderweinberge hochradle oder mich extrem anstrenge. (Das hat aber den enormen Vorteil, dass ich unterwegs problemlos Rast machen kann in meiner Radkleidung, Schnitzel essen und so... ;-))
    Beim Laufen hingegen fange ich nach ein paar Minuten immer an, schön regelmäßig am ganzen Körper zu schwitzen, auch wenn ich ganz langsam laufe.

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  5. "Das reichte beim zügig fahren, es wird nämlich genauso schnell warm wie beim Laufen."

    Ehrlich, findest du? Das kann ich für mich aber gar nicht bestätigen. Ich habe auch schon festgestellt, dass ich beim Radfahren eigentlich nie schwitze, auch dann nicht, wenn ich Mörderweinberge hochradle oder mich extrem anstrenge. (Das hat aber den enormen Vorteil, dass ich unterwegs problemlos Rast machen kann in meiner Radkleidung, Schnitzel essen und so... ;-))
    Beim Laufen hingegen fange ich nach ein paar Minuten immer an, schön regelmäßig am ganzen Körper zu schwitzen, auch wenn ich ganz langsam laufe.

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  6. @Hase - ohm....alles wird gut. Aber es ist wirklich kein Vergleich höchstens eine schöne Abwechslung. Aber definitiv kein Ersatz.

    Ich schwitze auch nicht so stark wie beim Laufen aber wenn ich mich anstrenge, dann schon und dann sind kurze Stehpausen äußerst unangenehm. Ich muss mich noch an die richtige Bekleidungsordnung rantasten. Gestern war der Rücken auf jeden Fall zum Schluß sehr kalt, das ist bestimmt nicht gut. Beim nächsten Mal gibt es ein Sportunterhemd drunter.

    @Michi - ich glaub Dir das so, wie Du es beschreibst, so fühlte es sich gestern an. Ich werd mir wohl noch so ein Bodymapping-Zeugs zulegen;-) Ja, das Rad war ne prima Investition. Bin jetzt gesamt 560 Kilometer gefahren, leider beschränkt sich das ja meistens aufs Wochenende, ich hätt noch gerne mehr - nächste Radsaison.

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