Freitag, 25. Dezember 2009

Stürmischer Weihnachtstag!

Nicht stürmisch im Sinne von Stress sondern stürmisch im Sinne des Wetters.

Ich Weichei- und Gelegenheitsläufer ertapp mich tatsächlich häufiger dabei, dass ich in Momenten, in denen ich laufen könnte mit dem Wetter hadere. Ich erwähnte, dass ich das früher nicht kannte, als ich regelmässig lief.

Heute Morgen das gleiche Theater. Och... das stürmt aber, da muss ich ja nicht unbedingt raus, lohnt ja für die kleine Runde kaum. Doch, das ist prima, stell Dich der Natur. Och nö... heute Nachmittag ist es vielleicht ruhiger (Anm.d.Red.: Ich gehe nie später laufen, wenn ich früh könnte).

Auf jeden Fall hab ich mich aufgerafft in der Hoffnung, auch noch ein paar Brötchen fürs Frühstück schießen zu können. Verständliche Fehlanzeige. Mangels Planung und Vergessen des Sauerteiges vorgestern müssen wir jetzt mit dem Frühstück warten, bis mein Vollkornbrot irgendwann heute Mittag fertig gegangen, gebacken und einigermaßen ausgekühlt ist. Planung ist das halbe Leben. ;-)

In dem Sinne, einen schönen ersten Weihnachtstag.

Dienstag, 22. Dezember 2009

~ Bunter Winter ~

Der Winter ist nicht fad, nicht grau und auch nicht weiß (oder aktuell schmuddelig weiß). Der Winter kann bunt sein und wenn es in der Pfanne ist.

Heute brachte mir mein Gemüsekörbchen u.a. Rote Bete und grüne Bohnen. Das Gemüse hat einen so tollen Eigengeschmack, dass es sich nicht so leicht überdecken lässt. Finde ich gut. Und außerdem gibt es eine tolle Farbe ab.

Hier meine heutige:

Nudelpfanne mit Rote Bete, grünen Bohnen und gelber Paprika!

Zutaten:

4 mittelgroße Kartoffeln
1 gelbe Paprika
2 kleine Rote Bete
eine Hand voll grüner Strauchbohnen
gemischte TK-Kräuter
1 EL Kokosöl (extra virgin)
ca. 1 Tasse Gemüsebrühe
ca. 50ml Hafersahne
1 EL rote Currypaste
1 Prise Zimt
250g Nudeln

Gemüse waschen, schälen (wenn notwenig - Handschuhe bei Rote Bete nicht vergessen) und in mundtaugliche Stücke schneiden.

Kokosöl gut erhitzen und Gemüse scharf anbraten, Currypaste unterrühren, mit Gemüsebrühe ablöschen und ca. 15 Minuten köcheln lassen. In dieser Zeit die Nudeln gar kochen.

Das Gemüse mit den TK-Kräutern bestreuen und die Prise Zimt abschmecken - noch mal ca. 5 Minuten köcheln lassen. Die gekochten Nudeln unterheben - feddisch und Essen.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Froher 4. Advent!

Es ist so schön, dass man inne halten und genießen sollte. Wann hat man hier schon mal das Glück, zur Weihnachtszeit so ein Wetter zu haben.

Gestern war ich auf einer Weihnachtsveranstaltung, die Sonne schien, es war -8° kalt und einfach ne tolle Atmosphäre. Ich hab dick eingemummelt immer kurze Tanzeinheiten vollführt, weil es einfach so gute Laune machte.

Unsere Ansammlung von Mini-Bäumen auf dem Balkon, denen ich ein paar Mini-Kügelchen verpasst hab, werden die Kälte hoffentlich überstehen - das Gleiche gilt für Roberta und den Olivenbaum. Beides hab ich diesmal nicht in die schützende Wärme geholt *hoff*.

Jetzt back ich gleich noch ein paar Weihnachtsplätzchen und denke nicht daran, dass das Schneegestöber auch schlechte Seiten hat, nämlich dann, wenn wir gleich durchs halbe Ruhrgebiet fahren müssen, um uns Night of the Proms anzuschauen.

Wünsche allen einen wunderbaren 4. Advent.

Samstag, 12. Dezember 2009

~ Mitleid ~

Ich benötige etwas Mitleid, schließlich hab ich soeben meine erste Lesebrille (und damit erste Brille überhaupt) bestellt. Kaum haben meine Augen eben beim Optiker kurzfristig Unterstützung bekommen, haben sie sich direkt mal faul im Bett rumgedreht und jetzt seh ich mal so richtig verschwommen. Aber Mitte der Woche kommt die permanente Unterstützung in Form einer roten Lesebrille, die man sich so vorne auf die Nase zieht - sieht sehr geschäftig und wichtig aus, jawoll!

Um ehrlich zu sein, find ich es jetzt nicht wirklich schlimm aber ich dramatisiere gerne mal ein bisschen.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Besuch aus der Allgäu und die Elsass!

Mittlerweile ein "rennender Scherz", wenn es um meine Bezeichnungen dazu geht - gerne vergreife ich mich im Artikel und sage "der Allgäu" und "der Elsass" anstatt DAS. Nun ja, trotzdem waren sie da - Hase und Charly.

Ich hab die Gunst der Stunde genutzt, um mit den beiden ein vegetarisches Restaurant in Köln zu testen. Zuerst wollte ich sie ins Trash Chic führen, allerdings schlug uns schon am Eingang die Rauchwolke entgegen und wir waren schneller Draußen als Drinnen . Ganz anders in der Grünlilie. Alle Gerichte in der Karte (eh schon vegetarisch) konnten in vegan bestellt werden und lecker wars und super frisch. Hmm.....


Zwei Küchenunfälle hab ich dann bei der eigenen Versorgung zu vermelden. Zum einen konnte ich einen echt schönen Brotteig in die Tonne drücken, da sich vom Knethaken ein Teil der Beschichtung gelöst hatte und spurlos verschwunden war - also musste alles weg. Sehr schade - und Kartoffelknödel muss ich auch noch mal probieren, die hatten sich mehr oder weniger in Wasser aufgelöst.

Zu den fast nicht vorhandenen Knödeln gab es Zimt-Rotkohl und einen mit Rote Bete und Tofu gefüllten Nussbraten. Dazu Pilz-Rotweinsauce - gar nicht mal so schlecht, tät ich sagen. Fotos hab ich keine gemacht - war auch nicht fotogen das Essen glaube ich und ich selbst zu gierig.

Danke für Euren Besuch und bis bald in die Allgäu oder der Elsass!

Allen Lesern einen wunderbaren Nikolaustag und 2. Advent.

Sonntag, 29. November 2009

~ Baby, was kochen wir heute? ~

Was kochen wir dieses Jahr zur Weihnachtsfeier? Vegan? Es ergab sich halt so, für meine Freundinnen ist das auch unüblich und neu und sie wollten mal sehen, was es da so gibt.

Mutig vor allen Dingen von B., dass sie uns ihre Küche zur Verfügung stellt. Wer uns und unsere nicht in den Griff zu bekommende Energie kennt, weiß, wozu das führen kann. Erstmal gemütlich mit einem Stück Apfelkuchen starten. Dann wurde die Küche innerhalb von 2 Sekunden von rechts nach links gedreht, der Pürrierstab glühte und B. ertrug stoisch die ständigen Fragen nach "Haste mal ein Messer? Haste mal dies, haste mal das..". (PS: Das Foto bitte groß klicken und die Liebesbotschaft auf dem Zettel lesen.)

Nach knapp 3 Stunden standen Feldsalat mit Linsenpüree, eine Kürbissuppe mit Kokosmilch, Rohkostsushi, ein Kastanienbraten mit Blaubeersauce und Rotkohl sowie als Nachtisch eine Kürbistarte auf dem Tisch. Dazu Kichererbsenmus, Auberginenmus und Paprika-Nuss-Mus mit reichlich verschiedenen selbst gebackenen Broten.

Irgendwie hatte ich mich beim Einkaufen/Planen doch etwas mit den Mengen vertan - wir hätten noch eine ganze Kompanie damit durchfüttern können - einzig unvegan war das Essen der Kinder.

Wie die kleinen Kinder wurde das Wichteln betrieben - es dauert mit Würfelei schon ne Weile, bis jede ihr Geschenk hat.

Und das Schrottwichteln anschließend durfte auch nicht fehlen.

Bis 3.00 Uhr morgens (das ist für mich ne ganz empfindliche Zeit) saßen wir zusammen. Es war schön und Mädels, ich danke Euch, dass Ihr das Experiment mit mir gewagt habt.

Samstag, 28. November 2009

~ Heimatklänge ~

Wie wahr, wie wahr - mein Patenonkel (oder wie man hier sagt Pättche) schickte mir heute diesen Film. Und schon bei dem ersten Zitat saß ich grinsend vor dem Rechner. Liebe Eltern, ich möchte für jedes Mal, wo ihr auf meine Aussage "Ich hab Hunger" geantwortet habt "Leck Salz, dann krieste och noch Doosch" einen Euro und ich hör sofort auf zu arbeiten.

In dem Sinne allen einen schönen Advent - ich muss mich jetzt noch ein bisschen weglachen - der Eifler an sich ist einfach ein großer Philosoph: "Chrisdaach öss wie Weihnachte"

Freitag, 27. November 2009

~ By accident! ~

Da will man eine süße Kürbistarte kreieren und verhuddelt sich im Rezept und schüttet den guten, eigens importieren Ahornsirup in den Teig (gehört in die Kürbismasse). Was macht frau dann? Packt ein wenig Backpulver und genügend Mehl bei und backt Kekse. Wäre ja zu schade gewesen, das zu entsorgen.

Ich hab das zum Anlaß genommen, unsere Weihnachtsdeko auszupacken - zwei Holzelche und einen Engel. War dann in 2 Sekunden passiert. Minimalismus hat seine Vorteile.

Montag, 23. November 2009

~ Durcheinander ~

Meine Roberta ist total durcheinander - gestern hab ich eine Knospe entdeckt, ob das man gut geht. Viel zu warm für den Herbst, ich hätt jetzt auch gerne knackige Temperaturen.

Sonntag, 22. November 2009

~ Mittelmäßige Brotzufriedenheit ~

Heute bin ich Frau Deichrunner mal fremd gegangen (tschuldigung) und hab mich auf der Seite von Ketex umgetan.

Das Nussbrot, das Bauernbrot und die Kaisersemmel sollten es werden. Vor allen Dingen das Bauernbrot ist ganz weit weg vom Original. Die Krume ist bei beiden nicht ganz so toll und vor allen Dingen fehlt mir die kräftige Kruse beim Bauernbrot - aber schmecken tuts trotzdem. Ich hab noch etwas Brotgewürz untergemischt, so schmeckt es etwas kräftiger.


Na ja, ich übe noch. Ich hab zwar keine Ahnung, woran es gelegen hat, dass die so anders sind als letzte Woche - vielleicht fehlte der Stress. ;-)

Ansonsten nur noch mal den Tipp - vom Frollein Holle abgeschaut - Nusscreme, ob selbst gemacht oder gekauft, unter Marmelade. Das ist einfach ein Traum... erwähnte ich es schon mal?

Donnerstag, 19. November 2009

~ Olivenöl-Seminar ~

Wir waren heute auf einem Olivenöl-Seminar. Was lernt man da eigentlich?
  • Hinweise, woran man von Außen ein gutes von einem schlechten Öl unterscheiden kann
  • dass es nur kaltgepresste Öle gibt (also lasst Euch nicht veräppeln, diese Aufschrift sagt mal so gar nix über die Qualität aus)
  • dass "Natives Olivenöl Extra" oder "Olivenöl extra vergine" eigentlich nur aussagt, dass das Öl aus 100% Oliven besteht und ansonsten trotzdem ziemlich schlecht sein kann
  • dass man aber die Finger von allen Olivenölen lassen soll, die o.g. Bezeichnung nicht haben - dann sind es nämlich gepanschte und recht abenteuerlich hergestellte Öle
  • dass 1. Pressung ebenfalls nix aussagt
Tja, und nun?

Wir haben leckere Öle probiert, ich hab anstatt Thunfisch-Carpaccio einen frischen Kartoffelstampf mit Kräutern und Olivenöl bekommen, von dem ich an die Thunfisch-Esser aus Futterneid auch noch was abgeben musste. Die Weine dazu waren auch nicht schlecht und ansonsten bleib ich einfach weiterhin dabei, gutes Öl zu verwenden - keine große Umstellung.

Hier noch mal der Satz an alle Zweifler gerichtet - Zitat eines Kochs, bei dem ich mal einen Kurs hatte: "Die Deutschen sind wirklich bescheuert - ins Auto kommt das teuerste Öl und in den eigenen Motor wird nur der billigste Müll geschüttet."

Montag, 16. November 2009

~ Und Brot gabs auch noch... ~

Natürlich wurde am Wochenende auch Brot gebacken und da ich ein wenig Stolz aufs Ergebnis bin (Kruste und Krume werden immer besser) und ich es Eva versprochen hab und überhaupt ich damit ja eh nicht hinterm Berg halten kann ... hier ein Foto und der direkte Link auf Evas Rezepte.

Mit dem Schwarzbrot von letzter Woche war ich durch die Verkrümelung etwas brotunterversorgt. Das soll nicht mehr passieren also wurden direkt mal zwei Brote angesetzt, die da waren:

Das Mischbrot sieht total unspektakulär aus und genau das ist es, was mir gefällt. Meine Kollegin, die ich häufiger mit Brot und meinem veganen Essen mit versorge, fragte ungläubig, da es so normal aussah, ob ich das wirklich selbst gebacken hätte. Ein richtig schönes Graubrot ist es, wie ich es einfach manchmal total liebe.

Sehr schnell komme ich dann aber wieder auf Körner- und Vollkornbrote zurück - so isset.

Davon mal abgesehen ist es schon lustig, was frau so anstellt, um die richtige Gärtemperatur für Sauerteig oder Brot zu bekommen. Mein Backofen wird genau 32,4° warm, wenn man nur das Licht anmacht - hättet Ihr das gewusst? Dafür musste ich dann das Bad nicht auf die erforderliche Temperatur aufwärmen, wass ich unter ökologischen Aspekten auch fragwürdig gefunden hätte.

Das zweite Foto zeigt die Resteverwertung ala Blumenmond. Nussbraten auf frisch gebratenem Brot mit den Resten der Möhrenschredder von den am Vortag gemachten Buchweizenbratlingen und dann einen schönen Smoothie mit Kiwi, Bananen, Orangen, Apfel und - taraaaaa Feldsalat. Datt iss wegen datt Chlorophyll.

Angeblich soll Chlorophyll krankheitsverhindernd sein. Täglich konsumiert hilft es, den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren.

Mir schmeckts (sonst würd ichs nicht trinken) und ich bin irgendwie in letzter Zeit fit wie ein Turnschuh. Muss nicht zwingend am Chlorophyll liegen aber langsam kommt mir die gute Laune und Energie schon etwas zu viel vor.

Sonntag, 15. November 2009

~ Es wird - Teil 2! ~

Ich hab eine Antwort auf meinen Blogeintrag per Mail bekommen, möchte ich gerne hier veröffentlichen:

Habe Blumenmond gelesen, Ich hoffe,daß Deine Beine bald wieder funktionieren wie damals. Alles Gute: Papa

~ Es wird! ~

Laufen! Was ist das? Mein liebstes Hobby, mein Abschalten, mein Nachdenken, meine Meditation. Am 09. September 2008 war mein letzter Lauf über knapp 7km - am 11. September dann das Aus mit sehr sehr heftigen Hüftschmerzen.

Jetzt, 14 Monate später ist wieder Land in Sicht. Alles Pausieren half nicht, die Ursache wurde nicht beseitigt und dazu einfach kurz ein paar Worte.

Mein rechter Fuß ist/war schuld. Das Fußgelenk war blockiert und hat die ganze Statik durcheinander gebracht. Nun hat sich das Problem über Jahre eingeschlichen und darum ist Geduld angesagt, wenn das Ganze wieder rückgängig gemacht werden soll. Seit April bin ich bei einer Osteopathin in Behandlung und seitdem geht es langsam aber stetig aufwärts.

Hab ich anfänglich allein durch das Tragen von schweren Gegenständen Probleme gehabt und generell meine Hüfte/die Leiste durchgängig gespürt, spüre ich heute nur noch was, wenn ich laufe. Allerdings provoziere ich mittlerweile keine Verschlechterung mehr - ich vermute eher so was wie einen Erinnerungsschmerz.

Das Fußgelenk will natürlich auch gerne wieder in seinen alten Zustand zurück, fühlt sich da wohl und muss langsam lernen, dass es anders besser ist - so die Osteopathin. Die Termine sind im Abstand von 5-6 Wochen - so lange braucht der Körper, um die Behandlung umzusetzen. Wenn ich es nicht selbst spüren würde, würde ich es gar nicht glauben. Alle Probleme, die ich bisher beim Laufen hatte (Schienbeine/Knie/Rücken/Hüfte) stammen aus dem gleichen Problem und tauchen mit Ansage auch nach Behandlungen wieder auf, um dann wieder zu verschwinden.

Ich bin noch nicht am Ziel und ich bin vorsichtig und ich kann mir vorstellen, dass auch wieder Rückschläge kommen. Aber ich hab eine Woche mit 3 Läufen (2 x 5/1 x 6km) hinter mir und alles ist gut. Wie gesagt, es ist weiterhin spürbar aber es wird besser und die machbaren Strecken werden länger.

Was die gute Frau alles so mit mir veranstaltet, will ich gar nicht im Detail erzählen, manchmal spektakulär, manchmal ruckelt sie ne 3/4 Stunde nur am Fuß rum, während wir übers Laufen und Kochen reden. Auf jeden Fall hat sie Wunderhände.

Zweimal hat sie mir mein Schambein eingerenkt, das ist schon ne lustige Aktion - also so viel dazu, was eine Fehlstellung im Fuß ausrichten kann, die komplette Hüfte war falsch auf Spannung und hat recht schmerzhaft das Schambein aus der Fuge gezogen.

Jetzt aber genug der Erklärung - ich bin einfach sehr dankbar, dass ich die Kilometer jetzt wieder laufen kann. Der Rhein hat auf mich gewartet und steht mir für die Läufe am Tage - so wie heute früh - zur Verfügung. Etwas hektisch war das Kombinieren des Laufes mit dem Brot backen - ich musste nach 3km unterbrechen, schnell den Backofen von der Temperatur reduzieren und dann die restlichen 3km laufen, um dann wieder zu Hause zu sein und das fertige Brot aus dem Rohr zu holen.


Ich freue mich einfach. Die Zeit hab ich genutzt, um mich mit Brot backen und enttieren von Rezepten zu beschäftigen - ich bin froh darum. Alles ist für irgend etwas gut, so mein Motto.

Aber zum Abschluss noch mal was zu meinem Nussbraten von gestern. Ich hab heute früh 3 halbe Brötchen damit belegt gegessen und hätt mich reinlegen können. Kalt schmeckt es auch wunderbar. Das erste Mal, dass ich etwas richtig lecker finde, was mich an frühere Fleischgerichte erinnert. Sollte ich also das Verlangen nach Fleisch haben (was eher selten vorkommt), dann weiß ich, was ich zu tun hab.

Samstag, 14. November 2009

~ Nüsse, Blumenkohl und ne Menge Phantasie! ~

Wie blöd ist das, wenn man was super leckeres gekocht hat, die Bilder vom Ergebnis aber sch... aussehen. Ich gebe zu, ich war etwas in Hektik, da ich gleichzeitig zwei verschiedene Abendessen (einmal vegan/einmal omnivor) zeitgleich auf dem Herd hatte - da ging dann schlussendlich die Hektik mit ins Bild über.

Auf jeden Fall gab es bei mir heute Abend:
Das müsst Ihr Euch jetzt einfach vorstellen. Das Rezept vom gebratenen Blumenkohl hab ich mir bei den Küchengöttern ausgeliehen. Für den Nußbraten hab ich mich aufgrund eines Rezeptes von Schrot und Korn inspirieren lassen und entsprechend verändert:

Nussbraten mit Tomatensoße (ohne Tier):
  • 180g gemischte Nüsse und 7og Sesam
  • Margarine für die Form
  • 100g Schalotten, gehackt
  • 2 Dosen Tomaten
  • 6 EL Sojamehl
  • 4 EL Hefeflocken
  • 1 TL Senf
  • 150g Seidentofu
  • 1 TL Thymian
  • 1-2 TL Salbei, gehackt
  • 1 EL Petersilie, gehackt
  • 2 TL Sojasoße
  • 1 TL Zitronensaft
  • Salz, schwarzer Pfeffer
Wie beim Originalrezept hab ich die Nüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten lassen und dann in einer Küchenmaschine ganz klein gehackt.

Die Tomaten hab ich auf einem Sieb abtropfen lassen (Reste bitte auffangen) und bis auf 2 Stück alle klein gehackt.

Alle Zutaten zusammen mischen, falls Flüssigkeit fehlt, Wasser zugeben und in eine gefettete Kastenform bringen. Im Backofen 45-60 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen, in Stücke schneiden und mit Tomatensoße servieren.

Tomatensoße:
  • Auffangsoße der Dosentomaten plus 2 Dosentomaten
  • 1 Schuß Weißwein
  • Sojasahne
  • Italienische Kräuter
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Schalotte
  • Olivenöl
Schalotte klein hacken und in Olivenöl glasig dünsten und mit Weißwein ablöschen, kurz einreduzieren lassen. Tomatensud und Tomaten, Kräuter sowie Sahne dazu geben und eine Weile köcheln lassen, bis alles eingedickt ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Montag, 9. November 2009

~ Wirsing-Nudeln mit "Schwazbrut-Stöckcher"

Ein halber Wirsing ging für "Herr Wirsing im Leckerland" drauf. Was mach ich nun mit der anderen Hälfte und was mach ich nur mit dem mißlungenen Schwarzbrot, das zwar lecker schmeckt aber in großen Teilen nur in Stücken bzw. auf kölsch "Stöckcher" zu ernten war.

Heraus kam nach Inspiration aus dem Netz das nachfolgende Rezept:

1/2 Wirsing
1 rote Paprika
2 Tomaten
1/2 Zwiebel
3 TL Tomatenmark
200ml Sojamilch (alternativ auch Hafer- oder Reismilch)
2 EL Sojasahne (alternativ auch Hafersahne)
2 EL Hefeflocken
1 TL Senf
2 TL Sojamilch
1 EL Mehl
1 TL Wasser
2 TL Paprikapulver
Salz
Pfeffer
2 EL frisches Basilikum
250g Nudeln

Gehackte Zwiebeln in Olivenöl anbraten bis sie glasig sind, dann Tomatenmark unterrühren und mit Milch-/Sahne ablöschen. Wirsing (in Streifen) und Paprika (in Streifen) dazugeben und 10-15 Minuten dünsten.

2 EL Milch, 1 EL Wasser, Hefeflocken, 1 EL Mehl, Senf zusammenrühren und übers Gemüse geben. Gewürze und Basilikum untermischen. Tomaten in Stücken dazu schmeißen und 5 Minuten weiter dünsten.

Die gekochten Nudeln unterheben und alles zusammen noch 5 Minuten ziehen lassen.

Das gebröckelte Schwarzbrot (Schwazbrut) in Öl kräftig anrösten und über das Nudel-Wirsing-Gemisch geben. Bei uns gabs früher oft Schwarzbrot geröstet auf Nudeln (ich hab gelogen, neben Kartoffeln mochte ich natürlich auch Nudeln mit Ketchup) und so konnte ich mir die Kombination auch gut vorstellen und wurde nicht enttäuscht.

Samstag, 7. November 2009

~ Nie über 42°! ~

Wenn man Fieber hat und das die 40°-Grenze überschreitet, so wird Mensch nervös. Bei 42° gerinnt das Eiweiß im Blut und das endet tödlich.

Heute gab es ein Seminar zusammen mit meiner Freundin Birgit, das uns die Geheimnisse der Rohkost näher vermitteln sollte. Was das mit dem ersten Satz zu tun hat? Ne Menge. Eben diese Grenze wird bei der Rohkost auch eingehalten, um Enzyme im Essen nicht zu zerstören und sie dem Körper unmittelbar zur Verfügung zu stellen.


Mit Skepsis und mit Freude sah ich dem Seminar entgegen. Skepsis, weil gerade ich ein großer Verfechter des gekochten Essens mit - schmeckt mir einfach besser. Freude, weil ich genau aus diesem Grund gerne mal meinen Horizont erweitern wollte.

Ich breche das Ritual schon, indem ich meinen selbst mitgebrachten Tee trinke - öhrgsss, passt ja nicht ins Konzept, ist ja heiß. Hmm, nicht aufgepasst, aber ich bin ja noch Rohkost-Lehrling, ich darf das. Ich lerne, einen Apfel inkl. Gehäuse zu zerkleinern (alles ist gut, was in so einem Obst ist - man muss halt dran glauben) und dass man Kräuter nicht waschen soll. Das bisschen Erde dient der Aufnahme von B12 - jaja, weiß ich wohl, werde ich mich aber mit Sicherheit nicht dran halten.

Ich kann gar nicht alles erzählen, was ich heute gelernt hab und es ist erstaunlich, was man ohne Kochen doch für dolle Sachen zaubern kann.

Hier kurz unsere Menüliste:

Wildkräuter-Smothie
***
Frühstücks-Obst mit Erdmandeln oder Hirse
***
Erdmandelmilch
***
Paprika-Cashew-Suppe mit Auberginen-"Speck"
***
Reibekuchen mit "Apfelmus"
***
Rohkost-Sushi
(hier wurde der Reis durch Blumenkohl ersetzt - total spannend und echt lecker)
***
Gemüse-Spaghetti mit Pilz-Ragout
***
Schokoladenpudding
***
Zimt-Apfel-Rolle

Alles hat wirklich hervorragend geschmeckt und ich hab zumindest bei dem Menü nix vermisst, was hätte gekocht sein müssen. Zur Verkostung gab es "Brot" und "Käse".

Mein Horizont ist definitiv erweitert, ich hab nette Leute kennen gelernt und lecker gegessen.

Freitag, 6. November 2009

Feldsalat mit Mus - ein Muss!

Als Kind war ich wenig experimentierfreudig, was mein Essen angeht. Kartoffeln waren mein Leibgericht, danach kamen Kartoffeln und wenn gar nix ging, mochte ich Kartoffeln. Viel mehr war in mich auch nicht reinzubekommen - wobei Kartoffeln in jeglicher Form gingen und heute noch gehen. Gott sei Dank hat sich mein Geschmacksnerv dann doch irgendwann der großen weiten Welt geöffnet.

Eine der wenigen grünen Dinge, die ich als Kind mochte, war Feldsalat (und Endiviensalat). Wahrscheinlich, weil das traditionell im Rheinland mit einer Kartoffelsauce gemacht und auch noch mal mit Kartoffeln untergemischt gegessen wird.

Sobald also Endivien- oder Feldsalat mein Biokörbchen betritt, denke ich in Kartoffelstampf mit Feld- oder Endiviensalat. Aber heute sollte es mal was anderes sein.

I proudly present - Feldsalat mit Mus aus roten Linsen und Frolleins Tempeh-Talern (zugegebenermaßen bei mir etwas mißglückt).


Der Feldsalat wurde ordnungsgemäss geputzt und gewaschen.

1 Tasse rote Linsen wurde in 2 Tassen Wasser 15 Minuten gekocht.

1 EL Öl
2 EL Sojajoghurt
1 EL Hafersahne
1/2 TL Kumin
Pfeffer/Salz
1 EL gemischte Kräuter (TK)
1/2 TL Senf

miteinander vermischen und unter die gekochten Linsen rühren. Das Mus wird dann über den Feldsalat als Sauce gegeben.

Ich liebe das Gemisch von kaltem Salat und warmen Essen, zumal die Konsistenz des Rote-Linsen-Mus arg an Kartoffelstampf erinnert. ;-)

Montag, 2. November 2009

Was isst man denn dann noch?

Also, falls in naher Zukunft mal jemand auf die Idee kommt, mir diese Frage angesichts der fast-veganen Ernährung zu stellen, dem knall ich mal all die ungekochten Rezepte um die Ohren.

Ich hab ein richtiges Problem mit all den lecker scheinenden Rezepten, die ich so sehe. Kaum ein Gericht findet sich zweimal in meiner Küche wieder und trotzdem schaff ich nicht all die Sachen nachzukochen, die in einem separaten Reiter unter "ungekocht" vor sich hinschlummern. Es ist aber auch wirklich zum Mäuse melken... ähmmm, nee, geht ja auch nicht.

Probleme hat man.....

Samstag, 31. Oktober 2009

~ Der Kampf mit Herrn Rheinsteig oder Warum auf einer Wanderung keiner verhungern wird! ~

Wird doch auch wieder Zeit für die nächste Etappe des Rheinsteigs, oder? In Unkel haben wir aufgehört, in Unkel fangen wir wieder an.

Wir lernen aus den Erfahrungen der letzten Etappen. Nicht, dass Ihr denkt, wir hätten uns jetzt besser vorbereitet, was die Planung der Strecke angeht. Nö... weit gefehlt, das machen wir sogar noch härter, indem wir das Buch "nicht finden" und gänzlich ohne Information r(h)einsteigen.

Neee, viel wichtiger ist ja die Nahrungsaufnahme. Bei der letzten Wanderung war es knapp, das passiert uns kein zweites Mal. Also fahren wir mit 2 Brötchen, 2 geschmierten Stullen, 6 megagroßen und wirklich füllenden Halloween-Kuchen sowie einem Halloween-Salat an und auf den Rheinsteig. Dazu Apfelschrole und Yogi-Tee... wir werden nicht verhungern und verdursten.

Der Herbst zeigt sich von seiner besten Seite. Es ist gelb, es ist rot, es ist viel Laub, es sind heruntergefallene Äpfel. Mal ist es kalt, mal ist es zu warm. Es ist einfach schön.

Heute bin ich wohl nicht gut in Form. Ab KM 20 wird es richtig schwer und ich bin nur noch wortkarg, während das Frollein noch fröhlich vor sich hin hüpft.

Einmal werden wir von einem Hund "angegriffen" - also in Wirklichkeit will er nur spielen und die Besitzerin sagt "der tut nix"..jaja und die bösartigste Attacke war die von einer beifahrenden Autoinsassin, die uns rügen musste, weil wir den Bürgersteig in einem Ort nicht nutzen wollten - wir sind aber auch zwei widrige Gesellinnen.


Unterwegs und angesichts zweier Bienenstöcke überlegten wir kurz, ob wir die von Menschenhand ausgebeuteten Bienen befreien, uns "keine Qual den Tieren" auf die Stirn schreiben und Flugblätter verteilen. Wir ließen dies aber angesichts der wahrscheinlichen Undankbarkeit der Tiere dann bleiben.

Als ich ziemlich kaputt nach der Wanderung im Zug saß, um zum Ausgangspunkt zurückgebracht zu werden, war ich mal wieder (wie bei den letzten Malen auch) erstaunt, welch Strecke wir da erwandert haben. Es waren 28 km und 1.050 Höhenmeter. Für heute hats mir gereicht und ich freue mich wie jeck aufs nächste Mal.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

~ Blumenmonds veganisierter Schwiema-Test-Apfelkuchen! ~

Ich will Apfelkuchen backen. Schwiema kommt zu Besuch. Ich will keinen gekauften Kuchen und ich will einen tierfreien noch dazu. Die Rezepte, die ich finde, gefallen mir aber nicht. Also muss ein "normaler" enttiert werden. Da ich das noch nie gemacht habe, hole ich mir Rat. Der Rat lautet - lieber einen anderen nehmen, in meinem ist zu viel Ei drin. Wie das so häufig bei mir ist, höre ich mir alles an und entscheide mich gegen alle Ratschläge. Ich gebe zu, dass dieser Charakterzug nicht generell immer zum Erfolg führt - heute aber zum Glück schon.

Vorher hatte ich mir aber noch ne Sammlung "Back-die-Hälfte-Backformen" gekauft - ich backe nämlich selten Kuchen, weil die Menge für uns immer zu viel ist und wir nur seltener zu diesen Süßen Dingen greifen - das wird sich ändern.

Hier also mein Schwiema-Test-Apfelkuchen (für eine normalgroße Form).

400 g Mehl
6 EL Rohrzucker
1,5 TL Zimt, gemahlen
200 g kalte Margarine (vegan von Rapunzel)
4 EL Sojamehl
16 EL Mandelmilch
1,2 kg Äpfel, (säuerlich)
Saft 1 Zitrone
150 g Rohrzucker (ich werde es beim nächsten Rezept auf 120g reduzieren)
75 g Rosinen
75 g Cranberries, getrocknete (wenn vorhanden, sonst auch Rosinen)
1 TL Zimt, gemahlen
1 Prise Muskat
1 Prise Nelke, gemahlen

Mehl, Zucker, Sojamehl und Zimt mischen. Margarine und Mandelmilch untermischen und alles zu einem glatten Teig kneten. Den Teig 1 Stunde lang in Klarsichtfolie verpackt im Kühlschrank parken.
Äpfel schälen und entkernen und die Hälfte der Äpfel in Würfel und die andere in feine Scheiben schneiden.

Die erste Hälfte der Äpfel (also die Würfel) mit dem Zitronensaft, den Rosinen und den Cranberries in einen Topf backen und so lange kochen, bis die Äpfel weich sind. Dann die restlichen Scheibchenäpfel sowie die Gewürze unterrühren und auf Seite stellen.

Zwei Drittel des Teiges wird zwischen zwei Klarsichtfolien ausgewalzt (genug Rand vorsehen). Dann alles in eine Kuchenform oder Pie-Form legen und den Rand schön gleichmäßig formen - mit einer Gabel einstechen. Die Apfelmasse draufgeben (am besten mit einem durchlässigen Löffel, damit nicht zu viel Flüssigkeit mit in den Kuchen kommt) und aus dem restliche Teig einen Deckel formen. Mit Wasser bepinseln und vorher ebenfalls mit einer Gabel einstechen.

Bei 200 Grad auf der untersten Ebene backen - ca. 40-45 Minuten und das Ganze in der Form auskühlen lassen, wenn es auch noch so schwer fällt.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

~ Und schon wieder Neuigkeiten! ~

Wir sitzen ahnungslos in der uns zugehörigen Stadt beim "besten uns bekannten Italiener" - was jetzt nicht zwingend Gourmet-Charakter haben muss.

Und dann erfahren wir das hier vom Nachbartisch... Helmut Lotti trägt ein Toupet - welch Tragödie. Das war echt abendfüllend am Nachbartisch und ich find noch nicht mal einen wirklich guten deutschen Link dazu. Und dabei hör ich guten Swing sogar manchmal gerne.

Montag, 19. Oktober 2009

~ 11 Tage Nova Scotia/Canada! ~

Wer Lust und Zeit hat, kann sich das hier anschauen und anlesen: Klick



PS: Der Kürbis ist echt!

Sonntag, 18. Oktober 2009

~ Ich bin untröstlich! ~

Was soll man dazu sagen: Klick

Ich weiß noch nicht so recht, wie ich das verkraften soll! ;-)

Freitag, 16. Oktober 2009

~ Buchtipp! ~

Ich hätt da mal nen Buchtipp, den ich selbst vor kurzem bekommen habe. Ja, es handelt sich um ein Ernährungsbuch und ja, es handelt sich um ein Buch GEGEN Milchprodukte. Bevor ein großer Anteil der Leser innerlich oder auch laut aufstöhnen... einfach weiterlesen;-)

Das Buch "Milch besser nicht" gefällt mir aus verschiedenen Dingen gut - es verdammt nicht generell den Verzehr von Milch bzw. Milchprodukten (oder Fleisch - aber das ist nicht das Thema des Buches) sondern zeigt Dinge auf, die der normale Verbraucher so nicht weiß und die aus dem Lesen des Buches sehr schlüssig erscheinen.

Bin ich selbst davon ausgegangen, dass es "normal" ist, dass sich Mensch von Milchprodukten ernährt, wird sehr glaubhaft vermittelt, dass es bis zur Industrialisierung überhaupt nicht üblich war, Milch (vor allen Dingen als Trinkmilch) zu konsumieren. Milch wurde - wenn überhaupt - für Butter und/oder Käse benutzt und galt weitläufig als nicht gesundheitsfördernd bzw. gesundheitsschädlich. Nur in Maßen (und nicht wie heute in Massen) konsumiert, war es in Ordnung.

Gab eine Kuh 1850 noch durchschnittlich 1.000 Kilo Milch pro Jahr, gibt sie heute im Schnitt bis zu 10.000 Kilo. Was genau zu diesem enormen Milch"fluss" führt, lässt sich im Buch sehr gut nachlesen.

Warum die Milch heute keine wirkliche Milch mehr ist und warum sie heute "gefährlicher" sein kann als früher, das lässt sich im Buch ganz gut rauslesen.

Dachte ich also, der Konsum von Joghurt, Milch, Käse, Butter u.ä., wie wir ihn heute betreiben, wäre unser Naturell (zumindest das der Europäer), so hab ich mich wohl arg getäuscht. Wusstet Ihr, dass ca. 50 % der Kalorien, die wir heute zu uns nehmen, aus Milchprodukten stammen? Einfach mal einen Tag versuchen, auf jegliche Milchprodukte zu verzichten, dann merkt man es schnell (aber bitte auch auf die Zutatenliste schauen - Laktose, Laktat, Milchzucker usw. usw. - man findet sie an Orten, wo man sie nie vermutet. Der Grund dafür? Auch das liest sich gut im Buch).

Also, wer Interesse hat, einfach mehr über das zu erfahren, was man täglich zu sich nimmt - das Buch lohnt sich wirklich, auch für Nicht-Vegetarier/-Veganer.

Sonntag, 4. Oktober 2009

~ Teuflische Linsen und diabolische Bete! ~

Die letzte Woche stand stark unter dem Zeichen der Arbeit. Eine Messe mit Vorbereitung und Ablauf - alles was so dazugehört: Früh raus, spät ins Bett, abends die Erfolge feiern und am nächsten Tag wieder Gas geben. Das war die erste Messe, bei der ich halbwegs vernünftig gegessen habe. Frolleins Müsli to go und ein schneller Nudelsalat halfen mir über den Tag. Finger weg von Haribo (sind eh tabu, wenn man vegetarisch lebt) und auch den Kaffee hab ich in der Kanne stehen lassen.

Konsequenz ist aber, dass Dank des Gemüse-Abos mein Gemüsefach überquillt, da ich natürlich nicht zum Kochen gekommen bin. Da die nächsten Tage auch wenig Zeit für die Küche bleibt, hab ich heute schon mal alles geschnibbelt, so dass ich abends nur noch in den Pott schmeissen muss.

Heut gab es dann, leicht abgewandelt von dieser Seite, das Rezept "Orientalisches Linsengericht" oder besser noch "Teuflische Hochzeit von schwarzen Linsen und Roter Bete":

  • 500g Rote Bete
  • 200 g Beluga-Linsen
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • 2 Limetten
  • 5 EL Olivenöl
  • 2 EL Italienische Kräuter
  • 1 TL Salz
  • 800 ml Wasser
  • 1 Zwiebel
  • 3 EL Soja-Joghurt
Zwiebeln fein hacken, in 2 EL Olivenöl anbraten. Linsen und Kreuzkümmel mit anbraten und anschließend 1 EL Limettensaft mit dem Wasser angießen - ca. 30 Minuten ohne Deckel köcheln lassen.

Rote Bete in Scheiben schneiden und im restlichen Öl anbraten. Restlicher Limettensaft zugeben, salzen und im geschlossenen Topf bei mittlerer Hitze garen.

Joghurt mit italienischen Kräutern, Salz und Pfeffer anrühren.

Alles auf dem Teller anrichten, mit Joghurt bemützen und evtl. noch Kräuter drüber streuen.

Es gab dazu noch einen kleinen gemischten Salat und 2 Scheiben frisch gebackenes Zucchini-Brot. Lecker.

Sonntag, 27. September 2009

~ Kürbis in der Abendsonne ~

Na, weil ichs gerade so schön finde - Kürbis in der Abendsonne. Das Rezept findet Ihr hier: Klick.

~ Synchronbacken ~

Ich kann mir im Moment ehrlich gesagt gar nicht mehr vorstellen, ein Brot zu kaufen. Jeden Morgen hüpfe ich an den Gefrierschrank, entnehme meine Ration für den Tag und greife auf frischstes Brot zurück, bei dem ich genau weiß, was drin ist.

Das Frollein Holle pflegt jetzt auch einen Sauerteig und hat ihn Elfriede getauft. Da musste ich natürlich nachziehen - Adele heißt sie, wird von mir dieses Wochenende ausgiebig gefüttert und wurde zu einem schönen Schrotbrot gebacken. Mein erstes Brot mit selbstgemahlenem Mehl und selbstgeschroteten Schrot.

So langsam regt sich in mir der Verdacht, dass das Frollein und ich synchron backen - neue Sportart Synchron-Sauerteig-Backen, natürlich mit schicken Badehauben mit Blumen drauf und Nasenklammern an.

Samstag, 26. September 2009

~ Ungebetene Gäste ~

Kennt Ihr das? Ihr denkt an nichts auf einmal sind sie da, die ungebetenen Gäste. Man ist überhaupt nicht darauf eingerichtet, hat nix im Haus und ist auch nicht festlich angezogen.

Nun ja... geht wohl in eine andere Richtung. Wer sich noch an diesen Eintrag erinnert: Klick, der wird wissen, was passiert ist.

Ich öffne eine unangebrochene Packung 6-Korn-Flocken, um sie in den Quellteig fürs Brot zu schmeißen, und wundere mich schon, warum die Flocken so komisch an der Verpackung hängen. Da fliegt mir schon die Mehlmotte entgegen. Ausgewachsenes Viech. Ich kann sie töten, schmeiße kurzerhand alles aus diesem einen Schrank in den Müll (weiiiiit weg vom Haus), kontrolliere auf Spinnnetze (keine gesehen) und hoffe jetzt einfach mal, dass ich mit der vorbeugenden Maßnahme des Wegsperrens der Lebensmittel und der Tatsache, dass die anderen in direkter Nachbarschaft befindlichen Lebensmittel nicht sichtlich verseucht waren (wurden natürlich trotzdem entsorgt), der ganzen Pest noch aus dem Weg gehen kann. Och Mönsch... eigentlich wollte ich was über meine neue Getreidemühle schreiben aber das mach ich wohl auch besser morgen, wenn das Brot fertig und probiert ist.

Sonntag, 20. September 2009

~ "Wraps a la Blumenmond" oder "Alles muß raus"~

Ich stand so nachmittags in der Küche und überlegte, was würdig ist, an einem Samstag Abend verspeist zu werden. Irgendwann hatte ich mal Maismehl gekauft, weil ich Wraps machen wollte, das muss ja mal weg. Der Tofu ist auch gefährlich nahe an der Haltbarkeitsgrenze und der Salat hält sich nur aufgrund des Null-Grad-Fachs noch aufrecht. Auf jeden Fall hab ich mir alles mögliche zusammengesucht und entstanden sind:

Wraps ala Blumenmond:


Für den Teig (ergibt 5 Fladenbrote):
  • 70g Maismehl
  • 150g Weizenmehl
  • 1/2 TL Salz
  • 125ml Wasser
  • 1 EL Öl
Alles zu einem festen Teig kneten und ganz dünne Fladen mit dem Nudelholz ausrollen. In einer beschichteten, ungefetteten Pfanne die Fladen von jeder Seite bei 3/4 Hitze ungefähr 1 Minute backen. Handtuch drüber und wegstellen.

Bohnenpaste:
  • 1 Glas Kidney-Bohnen abgetropft und abgeduscht (bei besserer Planung Bohnen einweichen, schmeckt sicherlich noch etwas besser)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL gemischte Kräuter
  • 1 Zwiebel
  • einen Schuss Olivenöl
  • 1/4 TL Chili
  • 1/2 TL süsses Paprikapulver
  • Salz/Pfeffer
Alles in einen Zerkleinerer packen und gut durchmixen. Ab und zu mal mit einem Löffel durchrühren, damit alles regelmässig zerkleiner wird. Die Konsistenz ist damit grob und nicht so völlig püriert wie mit dem Zauberstab.

Restliche Füllung:
  • ca. 250g Tofu in kleine Stücke schneiden, 2 Stunden vorher mit Chili, Curry, süssem Paprikapulver, Pfeffer und Salz sowie Öl marinieren und dann in der Pfanne kross anbraten (für Fleischesser ist hier wohl der Part für Huhn)
  • 1/2 Paprika in dünne Streifen schneiden
  • 1/3 Gurke entkernen und in dünne Streifen schneiden
  • 1 Tomate in dünne Ecken schneiden
  • Salatblätter waschen und klein schneiden
Ein noch lauwarmes Fladenbrot mit der Paste dick bestreichen. Salatblätter als nächste Lage und an einem Ende je etwas von dem Gemüse draufpacken. 4-5 Stücke noch heißes Tofu drauf und rollen, durchschneiden - fertig ist ein total leckeres Abendessen. Ich hab 3 Wraps gegessen, was objektiv betrachtet zu viel ist. War aber halt einfach lecker.

Die Reste der Bohnenpaste können als Brotaufstrich genutzt werden.

Samstag, 19. September 2009

~ Apfel-Ingwer-Konfitüre ~

In der aktuellen Schrot und Korn sind einige Rezepte mit Ingwer. Ich liebe diese Schärfe von Ingwer im Essen und die Apfel-Ingwer-Konfitüre zog direkt meine Aufmerksam auf sich.

Also wurde sie heute gekocht und auch die kann ich - wenn jemand Schärfe im Essen mag - wirklich empfehlen. Es ist überhaupt nicht unangenehm scharf sondern schon süss wie eine Marmelade. Einen Kaffee könnte ich mir aber z.B. nicht dabei vorstellen, da die Schärfe schon im Gaumen langanhaltend spürbar ist. Am besten einfach ausprobieren:
  • 1 kg Äpfel
  • 150 g frischer Ingwer
  • Saft von 2 Zitronen
  • 500 g Gelierzucker
  • 100 ml Apfelwein (Cidre)
  • 100 ml Apfelsaft
1 Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Ingwer schälen und sehr fein würfeln.
2 Äpfel mit Ingwer, Zitronensaft, Gelierzucker, Apfelwein und Apfelsaft zum Kochen bringen. Anschließend weitere 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei öfter umrühren.
3 Topf vom Herd ziehen. Konfitüre randvoll in heiß ausgespülte Gläser füllen, verschließen und 5 Minuten auf den Deckel stellen.
Quelle: Schrot&Korn Heft 9/2009.

Dienstag, 15. September 2009

~ Für die Jungen ist es Kult, für die Älteren ist es eine Zeitreise! ~

Als ich heute Morgen übers Radio vom Tod von Patrick Swayze erfuhr, war ich - anders aber doch ähnlich - berührt wie beim Tod von Michael Jackson. Irgendwie ist es ein Stück Jugend. Natürlich hab ich Dirty Dancing geguckt. Heute kann ich den Film nicht ansehen, so schlecht finde ich ihn. Aber damals - vor allen Dingen vor dem Hintergrund, dass Tanzen mein Hobby war - hab ich ihn geliebt und natürlich haben wir versucht, den Mambo nachzutanzen. Sah wahrscheinlich fürchterlich aus aber wir fanden uns mit unseren 80er Jahren Lockenmähnen ziemlich schick und vielleicht hätte ich ja auch gerne "die Melone getragen".

Dann gibt es heute Abend den Bericht in der Aktuellen Stunde. Sie zeigen Tanzschüler heute, die immer noch die Szenen nachtanzen und dann sagt die Sprecherin eiskalt: "Für die Jungen ist es Kult, für die Älteren ist es eine Zeitreise."

Ich erstarre einen Moment vor Schreck. Wissen die denn nicht, was sie tun? Wie soll ich nun mit dieser Aussage klar kommen? Also echt.

Sonntag, 13. September 2009

~ Bauernbrot, Sonnenblumenkernpaste und Dal frei nach Schnauze! ~

Nicht, dass ich nicht zwischendurch gekocht und gebacken hätte - nur zum Bloggen fehlt Muße oder Zeit oder andere Dinge waren wichtiger.

Das Basilikum wächst und wächst und wächst. So viel kann ich gar nicht auf dem Brot essen. Was also tun? Ich stoße bei Küchengötter auf eine Art veganes Pesto, was mich mit den Inhaltsstoffen echt anspricht: Sonnenblumenkernpaste

2 Bund Basilikum
150 g Sonnenblumenkerne
75ml Sonnenblumenöl
2 TL Kapern
1 Knoblauchzehe
1/2 unbeh. Zitrone (Blumenmond: 2 Eßl. Zitronensaft)
Salz
Pfeffer, frisch gemahlen

Alle Zutaten zusammen in den Hechsler, abschmecken, fertig. Ich bin total begeistert. Auf dem frischen Bauernbrot, dass ich mir wieder bei Frau Deichrunner abgeschaut habe, schmeckt es wie Hulle. Morgen werde ich -falls überhaupt etwas überbleibt - das als Pesto mit Nudeln essen. Hmmm.... so lecker. Nachmachen lohnt sich wirklich.

Beim Brot hab ich das Salz vergessen. Nun ja, kann man im Nachhinein noch nachwürzen. Aber Brot ohne Salz schmeckt wirklich fad.


Zum Abendessen war ich nicht sicher - ich muss mal Platz machen in meinem Gemüsefach, da türmt sich doch so einiges auf. Nach längerem Überlegen, frisiere ich einfach ein Dal-Rezept um. Ich gebe zu, dass ich ob der Zutaten skeptisch bin, ob es harmonisiert. Aber jetzt nach Vertilgung zweier gefüllter Teller muss ich sagen, dass sich Fenchel und Kichererbsen sehrwohl im gleichen Linsenbad tummeln können.

Da ich noch Hefe über hatte, wurde ein normales Naan-Brot-Rezept tierfrei geputzt und ich präsentiere:

Dal "frei Schnauze" - oder Linsezupp "ens anders" und danach gleich Naan-Brot

Dal

200g rote Linsen
700 ml Wasser
70g TK-Erbsen
170g Möhren in kleine Würfel geschnitten
1 Fenchelknolle in kleine Würfel geschnitten
50g Champignons in kleine Würfel geschnitten
2/3 Glas abgetropfte Kichererbsen (besser gleiche Menge frisch eingeweicht - bei mir musste aber der Inhalt des Glases weg)
1 Zwiebel, fein gehackt
1 TL gehackter frischer Ingwer
1,5 TL Garam Masala
1/2 TL Rotes Chilipulver
1/4 TL Curcuma
1 große Gemüsetomate (Blumenmond: aus dem Garten der Eltern), alternativ 3 normale Tomaten
1/2 TL Zitronensaft
Salz

Die Linsen mit dem Wasser zum Kochen bringen und ca. 15 Minuten köcheln, bis das Wasser fast verbraucht ist (ist noch etwas zu viel Wasser da, leicht abschütten).
Das klein geschnittene Gemüse in wenig kochendem Wasser garen.
Die Zwiebeln in etwas Öl andünsten, dann Inger mit anbraten, die Hitze erhöhen und die Champignons ebenfalls mit anbraten. Die Gewürze unter dieses Gemisch geben und die klein geschnittene Tomate dazugeben. So lange garen, bis die Tomate zusammenfällt (ein paar Minuten).

Das abgegossene Gemüse, die Zwiebelmischung und die Linsen mischen. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Dazu passt am besten Brot und deshalb gab es bei mir ein veganes Naan-Brot (für 4 Brote):

75ml Sojamilch
8g frische Hefe
1 TL Zucker
250g Weizenmehl
1/2 TL Salz
1/2 TL Backpulver
1 EL Öl
75g Sojajoghurt

Milch handwarm erwärmen und die Hefe sowie den Zucker unterrühren. Im Backofen nur mit eingeschaltetem Licht (keine Temperatur wählen) ca. 15 Minuten gehen lassen. Danach alle Zutaten in einer Schüssel mischen und ein paar Minuten mit dem Knethaken bearbeiten.

Den Teig mit der Hand noch ein paar Minuten wirken und dann wieder im Backofen mit Licht und zugedeckt für eine Stunde gehen lassen.

Backofen mit Backblech vorheizen. Den Teig in 4 Stücke teilen und in längliche Brote walzen.

Mit Öl bestreichen und Sesamsaat darauf packen. Dann ca. 8-10 Minuten im Backofen (Ober- und Unterhitze) backen.

Guten Hunger!

Mittwoch, 9. September 2009

~ Ironwoman! ~

Blutwerte - ich hätte da gerne mal ein großes Labor, ich ernähre mit seit geraumer Zeit vegetarisch mit zunehmendem Verzicht auf alle tierischen Produkte und anstatt nur die Schilddrüsenwerte zu nehmen (deswegen musste ich hin), bitte ich doch um ein großes Labor.

Oh.... vegetarische Ernährung... das kann Mangelerscheinungen geben, beschwor mir die Arzthelferin ins Telefon.

Ich geb zu, dass ich ein wenig Bammel vor den Eisenwerten hatte. War ja nie wirklich gut mit Eisen bestückt. Und jetzt kommt der Knaller - neben der Tatsache, dass ich generell mal brillante Blutwerte habe (die waren aber auch vorher schon super und haben sich noch mal gesteigert), hatte ich bei allen Prüfungen in den letzten Jahren bei meinem "Dr. House" noch nie so hohe Eisenwerte, wie jetzt.

Das liegt an den Kichererbsen - ganz bestimmt.

Dienstag, 8. September 2009

~ Mehr Schein als Sein! ~

Da hechselt man nach Feierabend noch stundenlang am Essen rum, freut sich über das optische Ergebnis und ist total enttäuscht über den Geschmack.

Es war nicht schlecht aber eben auch nicht wirklich gut. Gefüllte Kohlrabi, Dich wird es in der Art nicht noch mal geben, auch wenn Du Dich noch so schön geschminkt hast.

Samstag, 5. September 2009

~ Warum ein Sauertaug auf die Löwenburg wandert und der Rheinsteig eigentlich weiblich ist! ~

Das Frollein und ich - zum Wandern passen wir einfach wie der Topf auf den Deckel, die Currypaste zur Kokosmilch und die Sojamilch zum Yogi-Tee. Auf jeden Fall ist es immer schön, wir gehen immer das richtige Tempo, wir haben viel Spaß und wir sind auch ernst. Wir machen nur einen Fehler - wir planen nicht und kommen dann immer in unangenehme oder ermüdende Situationen.

Wir starten dort, wo wir vor 2 Wochen aufgehört haben, in Königswinter am Bahnhof. Wir steigen auf den Drachenfels, bewundern den hässlichen Waschbetonbau und flüchten vor einer größeren Gruppe wandernder Männer. Insgesamt flüchten wir häufiger - auch das ist uns beiden gemein - wir mögen wenig Volk bei den Wanderungen.

In Rhöndorf beim Aufstief auf die Löwenburg kommen wir beim Waldfriedhof vorbei - dort liegt unser Konrad Adenauer begraben, genau genommen liegen dort zwei von der Sorte, wie wir beim Fotografieren der Grabsteine festgestellt haben. Das Grab ist unspektakulär und passt damit einfach gut zu unserem Adenauer. "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern." und "Nehmen Sie die Menschen wie sie sind. Andere gibts nicht." sind zwei seiner Zitate, die mir persönlich gut gefallen.

Auf der Löwenburg angekommen, gibt es erstmal Kartoffelsalat und Kuchen - wir sind ausgehungert, dabei waren das erst 10km und 11.00 Uhr in der Früh... aber wir haben Hunger, aber sowas von.

Herr Sauerteig, der seinen Weg von dem Blumenmond-Kühlschrank in den Kühlschrank ohne muh und mäh finden will, möchte auch mal gerne die Aussicht genießen. Ansonsten lässt er sich faul im Rucksack über den Rheinsteig tragen.

Bei der nächsten Rast haben wir bereits 17km in den Beinen, es gibt wieder Kuchen und Yogi-Tee und die zuschauenden Gäste kommen bedenklich nahe und lassen sich nicht verscheuchen.

Eigentlich wollen wir bei ca. 24 km Schluß machen - blöd nur, dass keiner von uns beiden geprüft hat, ob es in dem Ort auch einen Bahnhof gibt. Also Rucksack auf, weiter gelatscht und nach 30km, 1250 Höhenmeter und knapp 8 Stunden auf den Beinen (inkl. Pausen) kommen wir am Bahnhof Unkel an. Das Glück beschehrt uns einen defekten Fahrkartenautomaten und eine sofortig eintreffende Bahn. Insgesamt zeigt sich der Rheinsteig launisch - linkt uns mit plötzlich daher kommenden Steigungen, regnet vor sich hin, obwohl die Sonne scheint und schickt uns den Berg runter und wieder hoch - ohne Vorwarnung. Ich glaube, er ist eigentlich ein Mädchen. Aber ich mag ihn/sie.

Hier noch der Rest der Rheinsteig-Impressionen. Frollein, I love to hike with you!

Mittwoch, 2. September 2009

~ Noch'n Radio! ~

Heute morgen "Last Christmas" - auch in SWR 3 und in voller Länge. Warum? Die ersten Domino-Steine sind im Supermarkt entdeckt worden. Diesmal wars lustig - auch so gemeint - und ich hab volle Kanne mitgesungen.

Dienstag, 1. September 2009

~ Watt für'n Hotel? ~

Ich höre gerne SWR3 - lebe Gott sei Dank so gerade an der SWR3-Grenze. Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit höre ich dann auf einmal Kindermusik - irgendwas mit Monsun und so... ich flitsche auf meinem Autoradio rum... doch ist SWR3 drin. Da spielen die Tokio Hotel auf MEINEM Sender - das geht doch gar nicht.

So was kann einem den ganzen Tag versauen.

Sonntag, 30. August 2009

~ Das Bergische, schwarze Bohnen und Kürbis! ~

Ins Bergische - letztendlich nur eine Armlänge von uns - gehts heute wieder zur Wanderung. Wenig Text heute von mir, lieber nur die Fotos:

Landschaft, so weit das Auge reicht!

Auf dem Bauernhof möchte ich weder Kuh noch Bauer sein - auf den Fotos ist gar nicht festzuhalten, in welch erbärmlichen Zustand dieser Hof ist. Und es standen dort ne Menge Milchkühe rum.


Und dann war es aber auch schon wieder schön!
Selbst die olle Bank ist schön.


Im Bergischen gibt es einen Ort, der Büddelhagen heißt - würde man ja eher in Friesland vermuten, oder? Büddelhagen ist hübsch, schätzungsweise 15,2 Einwohner.

Für die Statistik - 14,5 km, 270 Höhenmeter, 3,05 Stunden.

Gekocht und gebacken wurde natürlich auch wieder. Hier ein Rezept, das mir besonders gut geschmeckt hat, abgeschaut bei der Seite Fatfree Vegan Kitchen. Blöderweise war das Akku vom Fotoapparat alle aber ich hab ja eh auf die Seite gelinkt, von der ich das Rezept habe und sage, dass meins genau so übel aussah ich aber nicht hätte ansatzweise so schön fotografieren können.

Also hier das Rezept mit kleinen Abänderungen, also genau so, wie ich es gemacht habe:

Kürbis- und Schwarze-Bohnen-Auflauf

345ml (ja, ich meine wirklich ml - ich muss hier amerikanische Maße übersetzen) gekochte schwarze Bohnen (alternativ abgegossene Dosenbohnen... würde ich ja nie machen;-)))
115ml Mais - ich hab auch hier frischen genommen
1 Zwiebel, gehackt
1/2 Paprika in kleine Würfel geschnitten
1 TL Cumin
1 TL Rosenpaprika
1/2 TL Chillipulver
1 kleine Dose Tomaten - hier die Tomaten von der Sauce trennen und Sauce separat aufbewahren

1/2 Hokkaidokürbis

170ml Sojamilch
120ml Hefeflocken
3 Esslöffel Speisestärke
1/2 TL Salz
1/2 TL scharfen Senf (danke Hase)
1/2 TL Rosenpaprika
1 TL Tahin

Schwarze Bohnen und die nächsten 8 Zutaten in einer großen Schüssel mischen und beiseite stellen.

Den Kürbis waschen, Entkernen (den Hokkaido braucht man nicht schälen) und in dünne Scheiben schneiden.

Den Ofen auf 220°C vorheizen. Eine Auflaufform (ich hab ne runde genommen) mit Öl auspinseln. Ein Drittel des Kürbis auf den Boden legen und mit Salz und Pfeffer bestreuen. Die Hälfte der Bohnenmasse auf die Kürbislage packen und dann wieder 1/3 des Kürbis fein verteilen - salzen und pfeffern. Die zweite Lage Bohnenmasse drauf und mit Kürbis abschließen.

In einem Mixer den Tomatensaft (ungefähr 115ml), die Sojamilch und die restlichen Zutaten gut mischen (ich habs per Hand mit einem Schneebesen gemacht). Über die letzte Lage Kürbis geben, abdecken (ich hatte eine Auflaufform mit passendem Glasdeckel) und 30 Minuten backen. Dann den Deckel (oder die Folie) entfernen und 20-30 Minuten weiter backen, bis die Sauce dick ist und Blasen wirft.

Ich kann mir vorstellen, dass man dazu wunderbar auch Maisbrot oder/und Reis essen kann. Ich habs ohne alles gegessen und es war echt lecker.

~ Sie ist da! ~

Sie ist rot, sie ist schnell, sie ist stark - sie ist meine neue Küchenhilfe.

Dazu präsentiere ich das sonntägliche Backwerk, was ganz sicherlich besser durchgeknetet wurden denn je.

Daneben kann das gute Stück noch schnitzeln und hächseln und etwas verspätet wird meine Getreidemühle noch eintreffen.

Macht schon Spaß so ein Spielzeug!

Sonntag, 23. August 2009

~ Der Rheinsteig, mit und ohne Tier und 3 verrückte Frauen! ~

Das Frollein und ich hatten bereits 2 vermasselte Anläufe, die erste Etappe des Rheinsteigs zu bezwingen, die in Bonn startet. Jedes mal sind wir von schlechten (also richtig schlechten) Wetterverhältnissen abgehalten worden. So ein bisschen Regen hätte uns nichts ausgemacht aber es waren jedes mal Weltuntergansszenarien, die uns kurzfristig haben absagen lassen.

Also war für mich klar - da liegt ein Fluch drauf - also gar nicht mehr planen sondern einfach tun. So ergab sich eine megakurzfristige Wandervereinbarung von Freitag Abend auf Samstag früh. Hase, Frollein und Blumenmond auf der ersten Etappe des Rheinsteigs. Ich gebe zu, dass meine pedantische Ader hier wieder durchkommt. Hatte ich mir/uns vorgenommen, die erste Etappe zu laufen, wird überhaupt nicht reflektiert, dass das eigentlich die unschönste ist. Das Rheintal ist so wunderbar und Hase bekommt ständig nur die Aussicht auf den Posttower zu sehen. Wie dem auch sei, nach gefühlten 2 Stunden und 10 Kilometern (in Wahrheit war es wohl weniger) sind wir endlich im Grünen und werden nur noch ab und zu von Autobahn und Ausblicken auf den Posttower gestört.

Zur Wanderung ist insoweit nicht viel zu sagen - es ging rauf, es ging runter - es gab eine schöne ausgiebige Rast mit allerlei Leckereien und bestem Brot von Frollein Holle mitten im Wald. Es gab eine kurze ungemütliche Rast mit flockender Sojamilch auf dem Petersberg und die Vernunft von Hase ließ uns den Geisberg nicht mehr erklimmen, sondern entlang der Bundesstraße nach Königswinter zurückgehen. Das Ganze brachte uns 23,24 Kilometer und 750 Höhenmeter auf die Uhr. Dafür dass ich letzte Woche wegen 16 Kilometern so rumgejammert hab, fand ich das insgesamt sehr befriedigend. Das Aufstehen heute früh war gar nicht schlimm und auch "Es" benimmt sich ganz gut. *freu*

Am Bahnhof angekommen, nur noch folgendes Szenario, so mitten aus dem Leben im Rheinland:

Eine 4köpfige Frauengruppe im Alter Mitte 60 versuchte, an einem defekten Fahrkartenstempel auf Teufel komm raus ihre Karte abzustempeln. Die Vorstellung, von einem Kontrolleur ohne abgestempelte Fahrkarte "erwischt" zu werden, trieb ihnen förmlich die Panik in den Nacken. Daneben erwarben 6 Amis ihre Fahrkarten - es war nicht zu überhören, dass die NICHT die Landessprache redeten. Die Damen aber - trotz mit sich selbst und ihren Fahrkarten beschäftigt - dachten auch noch für diese Besucher unseres Landes mit und sprachen im breitesten Bönnsch auf die Herren ein: "Halllllo, Sie müssen Ihre Fahrkarte abschhhhtämpäln, bevor Se in den Zuch gehen, sonst sind die nischt gültisch." Was diese Information sollte, obwohl der Stempel ja augenscheinlich defekt war, erschloss sich uns jetzt nicht. Mal ganz davon abgesehen, dass die Karten von dem Automaten bereits entwertet sind, der Tipp also inhaltlich auch falsch war. Einer der Amis antwortete: "Tschuldigung, ick schräche kein Deutsch", worauf eine der Damen energisch auf den Entwerter deutete und nur noch "Dä" sagte. Echt zum Hinkugeln.

Zu erwähnen ist ansonsten noch, dass das Frollein beobachten konnte, wie ich angesichts einer sehr anhänglichen Wespe einen Wespenverteidigungstanz darbot. Hat mir nichts genützt, zu Hause angekommen und mit knurrendem Magen noch ein leckeres Kartoffel-Blumenkohl-Curry gemischt, wurde ich beim Abräumen von einer Wespe gelinkt, indem ich sie nicht gesehen und auch nicht gespürt hatte. Sie hatte sich wohl am Oberarm (Innenseite) niedergelassen und als ich dann die Spülmaschine bestücken wollte, fühlte sie sich wohl etwas gestört und stach zu. Und dann weiß man wieder, wozu man Blogs liest. Ich erinnerte mich an Lizzys Beschreibungen, griff direkt zum Kühlschrank, Zwiebel raus, durchgeschnitten, auf den Stich gepackt und letztendlich hat es zwar ziemlich weh getan (das war mein erster Stich einer Wespe/Biene) aber es ist nichts angeschwollen und ich reagiere offensichtlich nicht allergisch, was ich als schöne Erkenntnis empfinde. Lediglich der Arm fühlt sich etwas anders an, was aber bestimmt bald verschwindet. Wieder eine Erfahrung reicher.

Es war ne tolle Wanderung in wirklich total angenehmer Begleitung und ich möchte Etappe für Etappe den Rheinsteig kennen lernen. Es ist wunderbar, etwas so schönes vor der Haustür zu haben.

Donnerstag, 20. August 2009

~ Vegan in der Eifel - ein echtes Abenteuer! ~

Also, anhängend an Hases Bericht, muss ich hier mal alles widerlegen - in der Eifel ist halt alles anders.

Also, Frau Hase ist zu Besuch, darauf freue ich mich schon seit Wochen. Leider hab ich nur nach der Arbeit Zeit aber diese Zeit möchte ich halt gerne so gut wie möglich nutzen. Gestern einfach zu Hause gekocht und einen Spaziergang um den Entenkackesee und zum Rhein gemacht - schon war der Abend vorbei.

Heute gings ab in die Eifel, Kindheitsspuren zeigen. Als Essensort hatte ich mir ein Restaurant ausgesucht, in dem der Freund einer Freundin kocht. Ich war dort schon essen und es gab viele vegetarische Gerichte und auch asiatische Gerichte mit Kokosmilch etc. "Eigentlich" wollte ich dort vorher anrufen und nach veganen Möglichkeiten fragen - natürlich hab ich das tagsüber total vergessen und war völlig unbesorgt ob meiner früheren Erfahrung im Restaurant.

Wir kurven also durch die Eifeldörfchen und landen irgendwann in Bad Münstereifel und schlendern durch das Städtchen. Am Restaurant angekommen schauen wir auf die Karte und ich seh nur ein vegetarisches Gericht - Nudeln mit Gemüse. Wir gehen rein und fragen nach:

Hase und Blumenmond: Haben Sie auch veganes Essen?
Kellner: Ja, wir haben vegetarisches Essen.
Hase und Blumenmond: Ist das auch wirklich vegan?
Kellner: Jaja, das vegetarische Gericht mit den Nudeln.
Hase und Blumenmond: Nein, wir meinen ohne tierische Produkte. Sind die Nudeln ohne Ei?
Kellner: Jaja, das ist vegetarisch.
Hase und Blumenmond: Wirklich ohne Ei?
Kellner: Ok, ich frag den Koch (hier sei erwähnt, dass der Freund meiner Freundin heute den freien Tag hat - der Azubi wird rangerufen)
Hase und Blumenmond: Sind die Nudeln ohne Ei?
Koch: Ähm.... muss ich mal schauen - kommt wieder - nein.
Hase: Ok, haben Sie Kartoffeln und einfach ein bisschen Gemüse?
Koch: Ja, Kartoffeln dauern, die muss ich frisch machen.
Hase: Ist an dem Gemüse wirklich keine Butter?
Koch stutzt: Ähm... doch, müsste ich dann auch frisch machen.
Hase und Blumenmond: Wären Sie denn so freundlich, das zu tun?
Koch/Kellner: Ja, machen wir gerne.

20 Minuten später kommen 4 halbe kleine Kartöffelchen und für jeden eine viertel Paprika und vielleicht 1/3 Zucchini ohne Öl und ohne Gewürze auf den Tisch.

Soviel zu "Vegan in der Eifel" - das ist aber mal nichts für hungrige Personen.

Zurück im Blumenmond-Heim wird Lauch, Brokkoli, Möhre und Nudeln in die Pfanne gehauen und noch mal richtig zugelangt.

Was haben wir bezahlt? 7,50 Euro für das o.g. kulinarische Highlight... ok, ein Versuch war es wert.

Samstag, 15. August 2009

~ Der Karl will keine Mütze! ~

Endlich noch mal Wandertag in unserem Haushalt. Das Hohe Venn lockt noch mal, hat es uns doch letztes Jahr dort so gut gefallen.

Wir starten in Mützenich, auf dessen Ortsnamen ich im Titel hinaus will, aber die Erklärung folgt später. Zuerst begrüßen uns die Braungefleckten - als mein Bester laut in die Hände klatscht, kommen sie alle auf uns zugelaufen und begrüßen uns mit großem Muh, stellen sich als Fotoobjekte willig zur Verfügung und ich flüstere noch ein "Ich ess Euch nicht" hinüber und wir gehen weiter.


Nicht lange und wir dürfen auf die üblichen Stege gehen - immer mal wieder schön.


Die Landschaft verändert sich immer wieder sehr interessant - aber immer irgendwie etwas karg.


Es gibt wunderbare Bäume zu sehen und zu fotografieren.


Wir laufen ca. 3,5 Stunden und 16km durchs Hohe Venn, um uns dann in Monschau ist Touristengetümmel zu stürzen. Erwartungsgemäß ist das Essen schlecht - wie immer in touristischen Gegenden - aber wir erstehen ein Sauerteig-Steinofenbrot und einen Monschauer Ananas-Ingwer-Senf, der sicherlich gut zu Gemüse und als Beigabe in die Salatsauce passt.

Es war ein schöner Tag und ich merke doch arg, dass ich nicht mehr so fit bin. Die 16km stecken ganz ordentlich in den Knochen aber schönes Gefühl.

Ach ja und noch zu Karl und der Mütze. Dort oben im Hohen Venn gibt es einen Platz, der sich Karls Bettstatt nennt. Der Sage nach hat Karl der Große dort, als man von einer Jagd nicht heim fand, auf einem großen Stein genächtigt. Die Abdrücke des Kopfes und der Füße sind noch zu sehen - ich schwöre;-) Vor diesem Stein hat ein Bediensteter Wache gehalten und bot Karl dem Großen seine Mütze an, weil es kalt war. Karl der Große muss dann im Dialekt die Annahme der Mütze mit den Worten "Mütze nich" verweigert haben, worauf der anliegende Ort nun Mützenich heißt. Jaja, so war es bestimmt. Auf Wikipedia gibt es eine andere Erklärung, die mir vielleicht etwas plausibler klingt: Klick