Samstag, 31. Januar 2009

Von Zahnärzten und vom Denken!

Ich bin in der glücklichen Lage, auch mal einen positiven Verlauf einer mir Angst machenden Arztgeschichte zu erzählen. Eine Komplettsanierung meines Mahlwerks steht an. 12 Amalgam-Füllungen raus (die meisten ca. 25 Jahre alt) und Keramik rein. Ich geb zu, dass ich etwas schissig vor der Aktion war.

Jetzt ist von einer Seite das Amalgam raus und ich laufe jetzt mit den Provisorien rum und es war noch nicht mal halb so schlimm, wie befürchtet. Yep! Das Ganze zieht sich zwar noch bis Mitte März aber ich bin dann doch mal optimistisch.

Folgendes bekam ich heute von einer Freundin geschickt und liebe männliche Leser, angesichts dieses Diagramms habt Ihr vielleicht mal eine leise Idee, was in Frauen so vorgeht. Angesichts der Tatsache, dass wir neben diesen komplexen Denkprozessen auch noch mehrere Dinge gleichzeitig tun, bin ich schon von unserer Spezies beeindruckt.

Das folgende Diagramm veranschaulicht den Prozess in einem Gehirn von Mann und Frau in der Antwort zu der einfachen Frage des Partners: Gehen wir etwas trinken?

Montag, 26. Januar 2009

Geschenke, die die Welt nicht braucht.

Hab ich das verdient? Bin ich ein so schlechter Mensch? Was hab ich nur für Freunde? Das mag man angesichts dieses Gabentisches sagen.

Nun ja, ich hatte drum gebeten. Es sollte für einen guten Zweck verlost werden und das wurde es auch. Es war doch witzig anzusehen, wie immer ein "Oh nein", "Nein, bitte nicht" oder auch gerne ein "Hilfe" gerufen wurde, wenn man das große Los gezogen hatte.

Unglaublich, was sich in manchen Kellern befindet. Das ein oder andere wurde sogar direkt aus dem Wohnzimmer mit eingepackt - eben noch Deko heute schon bei der Schrottversteigerung.

Hier ein kleiner Eindruck - man schaue sich die Reaktion des Herrn rechts auf dem Bild an - was freute er sich über dieses schöne Tablett.

Zu essen gab es auch ab und zu etwas - hier der Nachtisch.


Und hier noch ein paar Bilder zur Stimmung:

Es war so, wie ich es mir für diesen Tag gewünscht habe. Viel hatte ich überlegt, ob große Party, Wanderung oder eben ein ganz kleiner Rahmen. Es wurde nachher der kleine Rahmen und es war gut so. Ich hab mich sauwohl gefühlt und ich hoffe, meine Gäste ebenso.

Jeder hat was Hübsches mit nach Hause genommen und das Geld, was dafür ausgegeben wurde, wird sicherlich gut angelegt sein. Jetzt hab ich 10 Jahre Zeit für die nächste größere Veranstaltung.

PS: Ralph, mächtigen Dank für die Fotos!!!

Freitag, 23. Januar 2009

Ich mach den Job!

Gestern auf dem Weg zur Arbeit gehört - die Laune direkt ein paar Nuancen besser:

Klick.

Dienstag, 20. Januar 2009

Auflösung des Geheimnisses?

Nee, gibt es nicht. Keiner der Viren, die irgendwie für ein Pfannkuchengesicht in Frage kämen, sind nachweisbar. Kein Herr Pfeiffer, keine Mumps-Schlampe und nix.

Ich hab mich heute gesund schreiben lassen, weil wirklich alles wieder weg ist und ich auch fit bin. Und ich gehe davon aus, dass das, was nicht gefunden wird, auch nicht ansteckend war (ein Hallo nach Essen;-)))

Ein paar Kollegen, die ich gut kenne, hab ich heute mit meinem Bild von letzter Woche belustigt. Ich schau drauf und denke irgendwie nicht, dass ich das bin bzw. war.

Ansonsten würde ich gerne den Pokal für kuriose Erkrankungen weitergeben. Wer möchte?

Sonntag, 18. Januar 2009

Waschnüsse und gelatinefreie Gummibären!

Da hier ja das Thema Ernährung (vegan, vegetarisch oder - neues von mir gelerntes Wort: omnivorisch) in aller Munde bzw. Bloggs. Da mus sich doch auch mal meinen Senf ähhh Tofu dazu geben. Aber nein... ich bleibe Omnivorin (fast zumindest).

Total verdrängt hatte ich die Tatsache, dass Weingummi aus Gelatine gemacht ist. Nach dem BSE-Skandal wird üblicherweise nur noch Schweinegelatine eingesetzt. Nun möchte ich aber seit geraumer Zeit auf Schweinefleisch verzichten. Dort, wo es in meiner Macht steht, tue ich das. In Ausnahmefällen, wenn ich eingeladen bin, dann esse ich es trotzdem noch. Der Grund ist einfach der, dass ich so viele schlechte Berichte über Schweinefleisch gelesen hab, dass ich es doch einfach besser lasse. Ich meine, meine Kollegen Ali, Murat, Ahmad und Co. können das ja auch.

Aber ich muss die noch mal genau beobachten. Ich glaube, die essen Gummibärchen. Na warte, Euch krieg ich noch.

Aber zurück zu mir. Den Biosupermarkt eingehend unter die Lupe genommen und zwei Tüten mitgenommen. OK, die Konsistenz ist tatsächlich ne andere aber schmecken tun sie auch. Das ist gelungen. Wobei mir der Aufdruck "natürlich Aromen" als Inhaltsstoff wieder gar nicht gefällt. Aber lasst uns mal nicht kleinlich sein. Dann sind es zumindest Bio-Aromen;-))

Und dann zu den Waschnüssen. Auf die bin ich vor Ewigkeiten mal gestoßen, als ich ein Waschmittel ohne Duftstoffe suchte. Hat aber bestimmt noch ein Jahr gedauert, bis ich es vor Kurzem mal ausprobiert hab. Und was soll ich sagen - geht einwandfrei. 4-5 halbe Nüsse in ein Säckchen und ab in die Waschmaschine.

Heute habe ich im Wäbb eine Aufrechnung gefunden, dass man mit einem Kilogramm Waschnüsse für ca. 14,00 Euro bei 3 Waschladungen pro Woche ungefähr ein Jahr auskommt. Weischspüler braucht man auch nicht (hab ich aber eh nie benutzt) und nur für weiße Wäsche sollte man mangels optischer Aufheller ein Tütchen Backpulver mit dazu tun. Das heißt, diese lustigen Dinger sind nicht nur schonend für die Umwelt, schonend für die Haut sondern auch schonend für den Geldbeutel. Das ist mal was. Nur muss mir einer erklären, ob es ökologisch sinnvoll ist, die Nüsse aus Afghanistan oder China zu importieren. Keine Ahnung. Vielleicht züchte ich mir jetzt noch einen Waschnussbaum auf dem Balkon.

So, ich geh jetzt mal mit dem Nussknacker in den Keller. Ich muss Wäsche waschen!

Bleibt schön sauber und so...

Dienstag, 13. Januar 2009

Ich mal wieder!

Samstag morgen schau ich in den Spiegel und erschrecke mich, ob ich denn so zugenommen hab, das ich das so deutlich im Gesicht sehe. In dem Moment ist das allerdings nur deutlich für mich. Am Nachmittag merke ich ein Ziehen am Kiefergelenk und taste mit den Fingern auch schon irgendwelche Schwellungen. Trotzdem haben wir noch einen schönen Museumsbesuch mit anschließenden Tappas und Rotwein mit Freunden.

Am nächsten Morgen schaut mich etwas aus dem Spiegel an, das ich nicht kenne. Gesicht total geschwollen. Also nicht nur so ein bisschen sondern ganz bisschen viel. Sagen wir mal, ich sehe so aus:

Montag zum Arzt, der sehr erstaunt schaut - aber auch etwas ratlos. Rüber zu ner Kollegin von ihm. Blut abgenommen, auch etwas ratlos.

Und jetzt? Eben erfahre ich, dass ich erst Freitag das Ergebnis bekommen, ob es Mumps ist (eigentlich sollte es heute kommen, warum sich das so verzögert, weiß ich nicht). Das heißt, dass ich bis dahin nicht arbeiten gehen kann und auch nichts unternommen wird. Mal ganz davon abgesehen, dass man bei Mumps eh nichts machen kann außer abwarten. Und ich trau mich kaum, hier die Haustür raus zu gehen, weil meine Nachbarin in den letzten Wochen schwanger ist.

Ohhh, ich könnt die Wände hochgehen. Wattn Scheiß mal wieder!

Samstag, 10. Januar 2009

Blau küsst weiß!

"All summer long" - wie passend für meine heutige NW-Tour - so fängt die Musik in meinem Ohr an zu tüddeln. Die Kabel des Gerätes schockgefrieren und stippen lustig in die Gegend. Der Fotoapparat geht gar nicht erst an. Nach einem Kaffee, leichten Diskussionen mit mir selbst und einem Einpacken in Zwiebel-Outfit bin ich wieder losgestockert.

Hach, es ist einfach wunderbar. Die rote Sonne ging auf und schien mir direkt ins Gesicht. Der klare Himmel ließ den Rhein in einem herrlichen blau erstrahlen und es war einfach nur toll.

Blau küsst weiß, so sieht die Landschaft heute aus. Leute geht raus, nur noch heute und morgen und dann ist es vorbei. Wer weiß, wie lange wir wieder auf so ein Wetter warten müssen.

PS: Wir hatten Packeis hier bei uns im Hafen im Dorf - allerdings keinen Eisbrecher;-)

Donnerstag, 8. Januar 2009

Kinder!

Bevor ich morgen mich wieder in den Arbeitsalltag verabschiede und der Blog möglicherweise ein paar Tage nichts zu futtern bekommt, hier noch ein kleiner Gedankengang.

Die aktuelle Eiszeit beschert uns ja viel tolle Natur und viel "ohh" und "ahh" und ich geb zu, dass mein Herz angesichts der Natur und der Temperaturen und der Sonne und des Nebels usw. richtig aufgeht.

Natürlich ist mir klar, dass das Wetter aber auch nicht so tolle Seiten hat - Leute, deren Autos nicht anspringen oder - wie gestern gesehen - mitten auf dem Leverkusener Kreuz inkl. Lichtmaschine den Geist aufgeben. Es gibt Unfälle - auch hier direkt vor der Tür gesehen, mit Blechschäden, weil man geradeaus fahren will, das Auto aber nicht. Alles weniger lustig, wenn es einen trifft.

Trotzdem finde ich eine Sache lustig, wobei sie eigentlich nicht lustig ist, so rein vernünftig gesehen.

Die Seiten- und auch größere Hauptstraßen hier im Ort sind nicht geräumt und nicht gestreut - geht wahrscheinlich in den meisten Gemeinden so. An einer Stop-Straße hat sich eine ziemlich dicke Eisplatte gebildet. Ich selbst - obwohl ich davon weiß - bin trotzdem jetzt ein paar Mal ein paar Zentimeter in die Straße reingerutscht - wirklich glatt.

Gestern hatten sich Kinder dort versammelt, um sich das Spektakel anzuschauen und hatten sichtlich ihren Spaß. Trotzdem, dass ich ja eigentlich "Leidtragende" war, hab ich mich mit den Kindern köstlich amüsiert. Ich kann mir richtig gut vorstellen, wie die Spaß hatten, wenn die Autos ins Rutschen kamen.

Jetzt könnt Ihr mit mir schimpfen - es ist noch keiner dort zu Schaden gekommen, sonst würde ich das wohl auch nicht mehr lustig finden - aber irgendwie bin ich doch an meine Kindheit erinnert, in der man über solche Dinge lachen konnte, weil man die Möglichkeiten des Negativen nicht erahnen konnte.

Als Kind war ich immer sehr enttäuscht über den Nachbarn, der die tolle Rutschbahn, die wir mit viel Mühe geschaffen hatten, mit Salz kaputt machte - nur damit er die Auffahrt rein- und rauskam. Tsssss!

Mittwoch, 7. Januar 2009

Staunen!

"Manche kommen aus dem Staunen nicht heraus, manche nie hinein." Das steht auf einer Postkarte, die Frank heute gekauft hat.

Ich ahnte noch nichts von der Karte und begab mich nach langen innerlichen Kämpfen heute morgen wieder auf eine einstündige NW-Tour. Ich hatte gestern gesehen, dass der Rhein so viel Dunst über dem Wasser trägt und das wollte ich sehen. Der Dunst war nicht da aber es war eine tolle Stunde und ein schöner Anfang für einen Tag der viel staunen lässt.

Leider sind die Fotos so gar nichts geworden. Nur eins kann ich hier reinpacken.

Jetzt hab ich schon gestaunt und werde das wahrscheinlich heute noch ein paar mal tun. Wie auch immer, der Anfang des Tages war auf jeden Fall toll! ;-)

Montag, 5. Januar 2009

Stöcke und keine Spikes!

Es hat geschneit - welch Überraschung, denkt sich jetzt der geneigte Blogleser, hab ich ja noch nirgendwo gelesen. Aber natürlich Grund genug für mich, die Gegend mal zu erkunden, selten genug ist das hier im weißen Kleid getütet.

Ich nehm mir meine Stöckchen und meine Wanderschuhe und stapfe los. Es fühlt sich irgendwie richtig an, die Stöcke mit aller Kraft in den Schnee zu stecken. Die Dorfstraßen sind nicht geräumt und ich kann von Anfang an die Gumminoppen weglassen (Walker wissen jetzt, wovon ich spreche;-) Ich komme, noch im Wohnbereich, an einer Gruppe Kinder vorbei. Sie spielen im Schnee, ziehen sich mit Schlitten über die Straße, lachen und haben Spaß. Während ich verträumt der Szenerie zuschaue, mir der kalte Wind die Frische ins Gesicht weht, ich gedanklich mich selbst als Kind im Schnee spielen sehe, falle ich auf einmal um und sitze im Schnee. Schwupps. Aber so wie das im Schnee ist, hat das nichts von "autsch" sondern nur von "huch" und ich glaube, für meine 40 hab ich mit Hinfallen und Aufstehen insgesamt noch ne gute Figur gemacht.

Die Wege im Feld sind nicht so platt getrampelt, wie ich gedacht hab und ich hab noch nicht nen Kilometer rum, da wird es schon anstrengend, wunderbar!

Auf einem Feldweg sehe ich einen Pickup fahren, der einen Skifahrer hinter sich herzieht (jaja, mangels Berge muss man hier schon erfinderisch sein). Ich gebe zu, dass man sich drüber diskutieren kann, ob das jetzt ökologisch und politisch korrekt war, dass die da lang fahren aber mein Gott, sie hatten wirklich ne Menge Spaß.

Am See gibt es einen kleinen Mini-Hügel, im Prinzip die einzige Erhebung hier in der Gegend und die wird natürlich von den Kindern und Eltern gut genutzt. Schön zu sehen.

Laufen ist hier im Moment nicht möglich, es sei denn, man hat so schicke Spikes-Schuhe wie Margitta.

Samstag, 3. Januar 2009

Warum nur bekomm ich keine Krise!

"Vor meinem 30. Geburtstag bin ich wochenlang nicht mehr aus dem Bett gekommen." So oder so ähnlich klingen viele Leute, die übers "älter werden" sprechen. Wenn diese Krise mit 30 nicht überwunden wurde, dann kommt sie aber auf jeden Fall in aller Härte mit bzw. kurz vor der magischen 40. "Hör auf, ich will darüber nicht reden", sagt sie an Silvester zu mir - ebenfalls Jahrgang 69 und eben stramm auf die 40 zugehend. Hmm, was ist falsch an mir, dass ich mit diesen Zahlen nicht in den Krieg ziehe.

Ok, ich bemerke an mir, dass ich seit Jahren gerne das Alter in die Runde werfe - egal wofür. Aber so richtig ernst ist es mir nicht damit.

Ich sehe, dass die Haut mehr und mehr dazu neigt, sich der Schwerkraft hinzugeben und das erfreut mich keineswegs. Trotzdem laufe ich nicht nervös in die Parfümerien, um 50 % meines Monatsgehaltes für rettende Cremes auszugeben (also rettend für das Kosmetikunternehmen). Viel lieber wäre mir, wenn es irgend jemand schaffen würde, die sonst in diesem Alter nun wirklich hinter sich gelassenen Pubertätsüberbleibsel von unreiner Haut (sogenannter Mischhaut) den Garaus zu machen und überhaupt, was macht diese furchtbare Pickel da auf meiner Stirn - mit fast 40??

Auch der Sport vermeidet es nicht, dass an bestimmten Stellen des Körpers die ein oder andere Stelle wackelt, die nach meinem Dafürhalten nicht wackeln soll. Laufbandanalysen mit anschließender Betrachtung in Zeitlupe, bei der man das Fett hinten an den Knien (ja, da kann man Fett haben, mit einem BMI um die 21) schlabbern sieht ist nicht erquicklich - schon gar nicht, wenn der Typ, der einen laufbandanalysiert Ende 20 und mit Sicherheit Triathlet wenn nicht auch schon 3facher Gewinner des IronMan auf Hawaii ist.

Trotzdem kann mir auch das nur für geschätzte 5 Minuten die Laune verderben. Ich kann gut verdrängen und der Typ ist eh zu jung für mich.

Was ist falsch an mir? Ich kann jetzt nicht von mir behaupten, dass ich der absolute Sorglos- und Rundum-Sonnentyp bin. Eine mehrmonatige Laufpause kann mich aber schon eher in Depressionen stürzen als die neuerdings nicht mehr wegzuschminkende Zornesfalte, die sich da so überhalb meiner Nase eingräbt.

Da haben sich doch so zwei Flecken (sagt man nicht Altersflecken dazu?) ins Gesicht geschummelt - Frechheit! Aber auch das bringt wiederum nur 2 Minuten länger in den Spiegel schauen um dann achselzuckend von Dannen zu ziehen, wozu gibt es MakeUp?

Eine Aussage von der lieben Bloggerin fand ich aber besonders entzückend. Mit 39 soll man sich nicht über die 40 aufregen, man wäre ja eh schon alt. Den Satz find ich gut und vielleicht birgt er eben genau die Wahrheit - irgendwo zwischen 30 und 40 muss ich den Frustrationspunkt übersprungen haben und er wird mich die nächsten 20 Tage nicht noch ereilen.

Und wie sah das bei Euch aus so kurz vor der 40?