Sonntag, 31. Mai 2009

~ Die Schöne und das Biest! ~

Die Schöne:

Im Moment fehlt mir etwas die Muße und Zeit, mich so richtig um meinen Balkon zu kümmern. Ich hab in diesem Jahr nichts Neues gepflanzt sondern erfreue mich an den Dingen, die überwintert haben und jetzt sprießen.

Wie im letzten Jahr auch, so schmuggeln sich doch einfach wieder Stiefmütterchen in die Pflanztöpfe, die ich nie gesetzt habe. Ich finde es immer wunderbar, wenn sie so vorwitzig aus den Töpfen schauen - hier aus dem Lavendel, der auch wieder nach dem Rückschnitt super gewachsen ist.

Natürlich darf Roberta nicht fehlen, sie blüht vor sich hin und wenn sie am schönsten ist, dann schmeisst sie tatsächlich sofort auch die Blätter wieder ab (Foto Blüte gestern früh und heute morgen lag dann alles am Boden). Könnte aber auch daran liegen, dass ihr Fußballverein (s. links) gestern nicht gewonnen hat und sie aus lauter Verzweiflung alles von sich geschmissen hat.


Das Biest:

Und hier möchte ich auf einen Link verweisen, den auch der vegane Hase schon online gestellt hat:

Klick

Wer wissen will, warum ich mich gegen Fleischkonsum entschieden hab, der findet hier die Antwort - das gibt es einfach am besten wieder. Ich werde doch von erstaunlich mehr Menschen kritisch hinterfragt und so richtig gut kann ich das immer nicht beantworten, ich hab auch gar keine Lust, so viele Diskussionen zu führen - ein bißchen Ethik hier, ein bißchen Ekel da...

Meine Botschaft: Esst weniger Fleisch und wenn, versucht herauszufinden, woher Euer Fleisch kommt - es gibt Bio-Metzgereien, die darauf achten, woher das Tier stammt und wie es gelebt hat. Aber esst nicht so einen Müll - das kann nicht gut sein.

Sonntag, 24. Mai 2009

~ Wundersame Weiler ~

Eine kleine Wanderung soll es dann doch an diesem sonnigen Sonntag sein - nicht zu weit weg, die Pflicht ruft ja doch noch.

Orte wie Kuckelberg, Oberholz, Unterholz, Herrenstrunden Grünenbäumchen, Altehufe klingen wie Orte fern der Heimat und nicht wie etwas, das 20 Fahrtminuten von Köln weg ist.

An einer Stelle hatte man einen wahrhaft tollen Blick auf die Kölner Bucht und man konnte Stadt und Land so dicht beeinander sehen. Das Foto ist leider nichts geworden.

Der große Fehler war, dass wir nichts zu Essen mitgenommen hatten - das passiert mir nicht mehr. Zu Hause direkt ein paar Pfannkuchen in die Pfanne, Erdbeeren dazu püriert und lecker wars.

~ Das nennt man wohl Arroganz! ~

"Das ist aber früh zum Joggen.", sagt der Nachbar sehr freundlich, den ich öfters beobachte, wenn er mit seinem Hund im stinkenden VW-Bus den 1km vom Haus bis zum Feld fährt, um ihn dort "Gassi" zu führen und während dessen ne Zigarette zu rauchen. Er bezahlt seine 10 weißen Brötchen und seine Express*.

"Nee", sag ich, "es ist die beste Zeit dafür", bezahle meine Welt am Sonntag und meine Körnerbrötchen und versuche das Gefühl zu unterdrücken, dass ich mich für was Besseres halte.

Ich bin ein schlechter Mensch.

*Das ist die "Bild" des Rheinlandes!

Donnerstag, 21. Mai 2009

~ Grüner Spargel gebettet in Tomaten und Rucola! ~

Für 2 Personen:

250 g (Trüffel)Bandnudeln
1 Bund Rucola
5 kleine Tomaten
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
250 g grüner Spargel
Salz und Pfeffer
frische Italienische Kräuter
Olivenöl

Zwiebeln und Knoblauch anbraten, dann grünen Spargel (an den Enden geschält und in kleine Stücke geschnitten) hinzufügen.
Tomaten einschneiden und mit heißem Wasser übergießen. Haut abschneiden, Tomaten in kleine Stücke schneiden. Nach 5 Minuten zu dem Spargel hinzugeben. Italienische Kräuter hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen.
Nudeln nach Packungsangabe kochen, abgießen und zu dem Tomaten-Spargel-Sugo fügen. Rucola unterheben und sofort, kommunizierend mit einem schönen kräftigen Rotwein servieren. Nach Geschmack noch mit Parmesan überstreuen - fettisch!

~ Roberta im Regen! ~

Es gibt Augenblicke, in denen eine Rose wichtiger ist als ein Stück Brot. (Rainer Maria Rilke)

Roberta blüht wieder. Wer Roberta nicht kennt, sie stammt von Herrn Austin und heißt mit vollem Namen Roberta Ausblush oder Heritage. Im letzten Jahr fand sie den Weg auf meinen Balkon, bescherte mir schöne Blüten und wurde dann im Herbst von mir vergessen.

Nach dem kalten Winter und dem fehlenden Dünger im Herbst hatte ich schon Bedenken, ob sie sich noch mal erholt - aber sie hat. Die erste Blüte ist nicht unbedingt schön aber sie hat ganz viele Knospen und wird sicherlich einen stark duftenden und zartrosa Sommer erleben.

Sonntag, 17. Mai 2009

~ Fliegende Störche, Rhabarber-Marmelade unterm Tisch und die verlorenen Jeans! ~

Wer eine Reise tut, der hat was zu erzählen. Vorher, währenddessen und auch nachher. Über die verstopfte, verregnete Autobahn am Freitag Nachmittag, das Hörnchen mitsamt (ganz kursiv wichtig) den Pfannekuchen und den veganen Broten ins Auto gepackt und ab zum Hasenschloss und ab in die Nachtruhe. Für mich gabs die Futon-Matratze und das Hörnchen durfte auf der von ihr genannten Hundedecke auf dem nackten Fußboden schlafen, was es aber gut verkraftet hat.

Um 6.00 Uhr war das Hasenschloss schon wieder auf den Beinen, so dass wir früh unsere Wanderung starten konnten. Vorher Berge von Obst und Müsli mit Hafermilch verdrückt und bewaffnet mit Bananen und Studenfutter gings auf den Berg. Ich glaube, dass ich in jedem zweiten Satz (zumindest gedanklich) geäußert habe, dass ich es nicht für möglich halte, dass der Hase hier nicht nur wandert sondern auch läuft. Es war soooo steil und soooo schön. Das Frollein wollte dem Hasen dafür immer Prügel geben und trotzdem verlief alles sehr friedlich. Ich habe gelernt, dass es Urköstler gibt und überhaupt war das Hauptthema doch sehr auf Nahrung bedacht. Kein Wunder, dass ich im Wechsel Banane und Studentenfutter verspeisen muste. 8 (in Worten: acht) Störche flogen zum Schluß der Wanderung über unsere Köpfe hinweg - der Hammer. Nach den 18km und der Hasen-Suppe fielen wir alle drei wie Steine auf unsere Bettlager und schliefen den Nachmittagsschlaf der Gerechten.



Der Abend wurde mit Couscous und einer supersüssen Französin mit schweizerischem Akzent in Colmar verbracht. Wir konnte uns Gott sei Dank die Horden von Junggesell(inn)en-Abschieden vom Leib halten und haben vollstes Verständnis, dass der Hase Gröhlmar verlassen hat, obwohl die Stadt wunderschön ist.

Auch am nächsten Morgen früh aus dem Bett gehüpft. Das Frollein und ich ab nach Colmar zur Foto-Session. Ich darf mich jetzt Polaris-Objektiv-Halterin nennen und hab mich kaum getraut, mit meiner bescheidenen Knipse neben ihr ein paar Touri-Fotos zu schießen. Gott sei Dank hat sie nicht ihre komplette Serie veröffentlicht.

Natürlich klebten wir an allen Essen-Schaufenstern, auch wenn sie noch so unvegan waren.

Es war einfach phantastisch, so früh am Morgen mit wenig Touristen die Stadt zu teilen. Der Cafè von einer entzückenden Französin serviert, war auch einfach toll. Was kann ich mich über so Dinge freuen.


Zum Abschluß einen Riesen-Salat beim Hasen und ein fliegendes Glas Rhabarber-Marmelade, dessen Bestandteile auf meinem Haupt aber auch unter dem Eßtisch ihre Bleibe fanden, ließen uns die Heimfahrt antreten. Nun warten zwei vergessene Paar Jeans auf den ein oder anderen Besitzer. Ich fürchte, wir müssen uns noch mal ins Auto setzen.

Schön wars! Kursiv geschrieben.
Wer noch nicht genug hat, hier gibt es noch mehr Fotos: Klick!

Dienstag, 12. Mai 2009

~ Einfach vergessen! ~

Tja, ich sag es ja, ich habs verlernt. Ich wollte heute eigentlich meine 3km-Runde nach Feierabend drehen. Und was ist passiert? Ich habs vergessen. Noch das Telefon am Ohr mit dem Spargel in der Hand in die Wohnung. Während des Telefonierens den Spargel geschält - schwupps war alles im Ofen, auf dem Herd, in der Pfanne und danach in meinem Bauch. Das wars dann wohl. Mit Laufen ist heute nix. Morgen den ganzen Tag von gaaanz früh bis gaaanz spät unterwegs - also frühestens Donnerstag. Ich sag ja, das wäre mir früher nicht passiert. Tssss...

Sonntag, 10. Mai 2009

~ Mit Jeanny durch den Nebel! ~

Als ich mich heute morgen auf meine kleine Runde mache (also, die wirklich einzige, die ich diese Woche gedreht habe), liegt dichter Nebel überm Dorf. Er ist so dicht, dass ich die Schiffe auf dem Rhein vom Ufer aus nicht sehen sondern nur tuckern hören kann.

Mein IPod schmettert mir als erstes Jeanny entgegen - die englische Vollversion. Wie immer, wenn ich das Lied höre, kommt kurz die Erinnerung auf, welche Wellen das Lied damals - 1985 - geschlagen hat. Heute - zu Zeiten von Gangster- und Porno-Rap kann man wirklich nur müde drüber lächeln. Damals wie heute packt mich das Lied emotional zum Mitschmettern an und ich konnte nur mühsam ein lautes Singen unterdrücken. Falls mich jemand durch den Nebel sehen konnte, war es sicherlich ein lustiges Bild, wie ich so mundbewegend durch die Landschaft zockelte. Der Nebel und Jeanny waren auf jeden Fall ne tolle Kombination.

Später folgte noch "Jump" von van Halen, dann "Der Kommissar" von Falco, dann "Livin' On The Edge" von Aerosmith, "Maneater" von Hall & Oates, an der Bäckertheke hörte ich "Maschine Brennt" von Falco und ging den Rest unter "Mercy" von Duffy nach Hause - das war ne schöne Playlist für einen Sonntag Morgen.

Nur der guten Ordnung halber sei erwähnt, dass ES nicht besser ist, dass ich immer nur noch wenig laufen kann (heute 4km). Ich verspreche hoch und heilig, dass ich es hier verlauten lasse, wenn es weg oder besser ist. Ansonsten muss ich nicht zwingend drüber sprechen.

Ach ja, schönen Muttertag an alle Mütter da draußen, die das feiern und was den Spargel angeht - es gab Spargel mit Nudeln in einer Walnuß-Möhrensauce - sehr empfehlenswert.

Mittwoch, 6. Mai 2009

~ Wo ist die Läuferin hin? ~

DAS wäre mir früher nicht passiert.

Was ist das für ein Wind? Was ist das für ein Regen? Nein, dann bleibe ich doch lieber im Bett. Jetzt laufen? Och nöööööö!

Montag, 4. Mai 2009

~ Bandnudeln mit Spargel und Möhrensauce ~

Angelehnt an ein Rezept von www.chefkoch.de gab es das heute bei mir:


Sonntag, 3. Mai 2009

~ Spargelzeit, 3km und neue Herausforderungen! ~

S Spargelzeit, was liebe ich die Spargelzeit. Dumm nur, dass ich durch einen Umzug vor 2,5 Jahren weit weg von dem Spargelhof inkl. Spargelschälmaschine gezogen bin. Supermarktspargel mag ich nicht kaufen, meistens sind die Enden schon trocken wie Stroh, selbst im Biosupermarkt. Aber die ersten 3kg sind schon gekauft und auch schon fast verdrückt. Dieses Jahr wird der meiste Spargel wohl im Backofen garen - die Aromastoffe bleiben besser enthalten, außerdem hab ich gelernt, dass der Spargel mit den leicht rosa Köpfchen, der hierzulande gerne etwas günstiger verkauft wird, der aromatischere Spargel sein soll. Mal schauen, ob ich das ein oder andere Spargelrezept hier poste, ich hab mir doch einiges schon rausgesucht. Heute gab es also Spargel klassisch. Eine Portion mit Butter und eine Portion mit Albaöl, das ich noch als Geburtstagsgeschenk hier habe. Beides schmeckt gut. Bei mir gab es leckere vegane Bratlinge dazu - nein, ich ernähre mich nicht vegan aber nach der Fastenzeit immer noch vegetarisch und ich mag die Dinger einfach immer total gerne an der Stelle, an der ich möglicherweise sonst Fleisch gegessen hätte.

3km, das ist die Distanz, die ich aktuell laufen kann - 2 mal die Woche allerhöchstens. ES ist einfach noch da - seit jetzt über 7 Monaten - und es kommt und geht (es ist angeblich eine Distorsion im rechten Fuß, die zu einer falschen Statik des rechten Beines geführt hat und es ist auch noch eine Verkrampfung der Beckenbodenmuskulatur - nicht lachen, ich hab keinen Schimmer, wie es dazu kommt). Mal denke ich, eine Erklärung dafür zu haben und dann ist auch wieder alles anders. Ab Juni gibt es Sitzungen bei einer Osteopathin, die mir viel Hoffnung gab, dass sie das hinbekommt. Ich bin geduldig, mehr als das. Ich würde schon gerne wieder laufen und generell Sport machen - ist alles zum Erliegen gekommen aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und davon bin ich noch weit weg. Manchmal können die 3km auch wirklich schon schön sein. Ich hoffe, dass ich mich daran erinnere, wenn ich mal wieder längere Distanzen laufen kann.

Neue Herausforderung - eine neue Herausforderung wartet ab morgen auf mich - die alte Firma, die mein Ein und Alles war, war auf einmal nicht mehr die alte und nun kommt eine neue und neue Kollegen, neue Aufgaben aber im bekannten Bereich. Es wird sicherlich stressig, was da auf mich zukommt aber ich hoffe, dass es in den meisten Fällen ein positiver Stress sein wird.

So sitze ich hier und beginne einfach mal einen neuen Blog - Blumenmond, so bezeichnet man auch den Mai. Im Mai beginnt ein neuer Abschnitt für mich, im Mai blühen die meisten Pflanzen und im Mai blühe auch ich wieder - neee, eigentlich hab ich im April schon wieder geblüht aber es liest sich halt so besser.