Dienstag, 30. Juni 2009

~ Nudelsalat mit Zucchini-Tomaten-Basis! ~

Weil ich ihn selbst echt lecker fand und von mehreren Seiten Lob bekam (ja, es mussten mehr als 2 Leute dran essen), hier noch das finale Rezept:
  • 2 Zucchini
  • eine Hand voll Kirschtomaten
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 100g Kichererbsen
  • 1 kleines Glas schwarze Oliven
  • 400 g Schmetterlingsnudeln
  • italienische Kräuter frisch aus dem Garten
  • 1 TL milder Senf
  • 3 EL Öl
  • 1 EL milder Essig
  • Salz
  • viel frisch gemahlener Pfeffer
  • Kreuzkümmel
  • Curry
Zucchini entkernen und in Stücke schneiden, Tomaten halbieren, Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Alles zusammen in Olivenöl anbraten, Salz und Pfeffer und Kräuter dazu. Ca. 10 Minuten dünsten.

Kichererbsen 10-12 Stunden einweichen und 1 Stunde kochen. Nudeln kochen. Alles zusammen inkl. der Oliven in eine Schüssel. Aus dem Öl, dem Essig und Senf eine Marinade herstellen und unterrühren. Mit viel Pfeffer, etwas Kreuzkümmel und Curry abschmecken und ein paar Stunden ziehen lassen. War echt nicht schlecht und ich hab jetzt 2 Tage dran gegessen.

Sonntag, 28. Juni 2009

~ Vorratsverarbeitungsstress! ~

Im Moment ist es so, dass ich während der Woche kaum dazu komme, richtig schön zu kochen. Entweder bin ich unterwegs oder so platt, dass ich nicht mehr wirklich Lust hab, nen Salat zu putzen.

Mein Gemüsekörbchen (am Mittwoch geliefert) hatte aber so einige leckere Sachen zu bieten. Gestern gab es Blumenkohl-Curry mit Mangold, was ich total lecker fand aber der Salat, der Rucola, der Kohlrabi, die Cherrytomaten, die Frühlingszwiebeln und die Zucchini schauten mich schon jedes Mal beleidigt an, wenn ich die Gemüseschublade öffnete.

Was tun? Gut vorbereiten.

Aus den Zucchini, Tomaten und Frühlingszwiebeln hab ich mit frischen Kräutern eine Basis gemacht, die ich wahlweise morgen früh zu Nudeln kippe, um einen Nudelsalat zu haben oder eben morgen Abend unter warme Nudeln schippe. Eigentlich wollte ich Pizza-Teig vorbereiten und das Zeugs darauf machen aber die Hefe war überfällig und da traute ich mich nicht mehr ran.

Der Salat liegt jetzt im Wasserbad und entlaust sich mit reichlich Salz dort - den Rucola werde ich wohl darunter mischen.

Im Backofen geht gerade ein Bananenbrot auf (hab ich mal so mitbekommen, muss ich natürlich ausprobieren) und den Kohlrabi gibts gleich noch als Rohkost.

Wenn ich jetzt noch meine Kollegin bitte, mir zu helfen, wird wohl alles bis Mittwoch weg sein, bis das neue Körbchen kommt. Und dann gehts wieder von vorne los.

So langsam brauch ich noch so ne Einkaufstafel, wie die Eltern das früher hatten. Backpulver ist aktuell aus. Neue Hefe brauch ich, Walnüsse neigen sich dem Ende zu und Mehl, obwohl gerade aufgefüllt, muss auch wieder ran. Nee, wattn Stress.

Freitag, 26. Juni 2009

~ Morgens 5.00 Uhr in Deutschland! ~

Die Kartoffeln sind aufgesetzt, die Kichererbsen, die nächtens im Wasserbad lagen, kommen auf den Herd. Es wird gekocht und das Büroessen vorbereitet.

Sagt mal, hackts eigentlich? Es ist 5.00 Uhr??

Aber spätestens heute Mittag freue ich mich, dass ich was leckeres zu Essen mit hab. Ich bin echt bescheuert.

Donnerstag, 25. Juni 2009

~ Noch was zu Fleisch! ~

Gestern Abend, Programm Hagen Rether. Das zweite mal kam ich in den Genuss und das zweite mal fühlte ich mir doch an vielen Stellen sehr den Spiegel vorgehalten.

Beim ersten mal war mir dieses Stück hier schon hängen geblieben und es passt halt gerade in meine "Lebensphase". Ich möchte vorab sagen, dass mir das damals schon gut gefallen hat - heute natürlich umso besser.

Was ist also Zynismus?



Die Blogger kommen im übrigen bei ihm auch nicht gut weg. ;-)

Sonntag, 21. Juni 2009

~ Der Blumenmond und die Katzenliebe! ~

Schon lange wollte ich diese Geschichte mal nieder schreiben. Sie ist aus dem wahren Leben gegriffen und sie findet irgendwie kein Ende. Besonders Lizzy bin ich es ja schuldig, mal zu erklären, warum ich die Katzen in ihrem Blog süss finde, sie aber nie in meiner Wohnung haben wollte.

Also "Balkon mit Aussicht" oder "Wie aus Tierliebhabern Katzenhasser wurden":

Es waren einmal zwei frisch verliebte Menschen, die sich eine gemeinsame Wohnung suchen wollten. In bzw. nah an einer großen Stadt und mit genauen Vorstellungen der Wohnung war das nicht ganz so einfach. Zwei gleichgroße Schlafzimmer (man wollte die nämlich gerne getrennt halten), nicht zu alt, Gäste-WC/Bad usw. usw. Wochen gingen ins Land und an einem Samstag, man wollte schon nicht mehr glauben, dass es gelingt, wurde man fündig. Eine wunderbare Wohnung, Zweitbezug, schön ausgestattet, großzügig geschnitten. Der Haken: Die Vermieter wohnten im Haus - die Mutter unten, die Tochter oben im Haus. Die Mutter durch einen Unfall im Rollstuhl sitzend zeigte sich als nette ältere Dame, mit ihr wird wohl auszukommen sein. Der Vertrag wurde unterschrieben und der Einzug fand statt.

Ok, beim Einzug gab es schon einige komische Ereignisse. Die Wohnung war nicht termingerecht fertig und von der Tochter dann auch in Eigenarbeit schlecht hergerichtet worden. Wir mussten reklamieren. Die Keller war nicht frei geräumt und ein Bettgestell musste wir dann irgendwann mal eigenhändig rausräumen.

Am ersten bewohnten Tag wurde Wäsche gewaschen und im Waschkeller schlug einem der Gestank von Katzenurin entgegen. Die Katzen waren uns wohl aufgefallen und "wohnten" wohl hauptsächlich bei der Tochter im 2. OG. Als es sich nicht besserte, reklamierten wir auch den Zustand, es wurde bereinigt.

Wir richteten uns schön ein und die ein oder andere Katze, die auf unseren Balkon sprang, ignorierten wir bzw. fanden wir nicht schlimm. Unschön war allerdings, dass die Katzen auch gerne mal ihre Exkremente dort hinterließen. Auch hier großzügiges Ignorieren, mal will ja keinen Krach haben. Es fiel auf, dass sich immer mehr und mehr Unrat im Keller ansammelte - im Waschkeller türmten sich Kleiderhaufen, im Flur türmten sich ausrangierte Möbel. Die gute alte Dame sah das nie, konnte ja nicht über die Treppen in den Keller.

Irgendwann verstarb die alte Dame aufgrund ihrer Unfallproblematik zu früh. Nach einiger Zeit zog die Tochter=Vermieterin ins Erdgeschoß und die 2. Etage wurde neu vermietet - wir bekamen neue Nachbarn, jung nett und aufgeschlossen. Prima. Im Erdgeschoß türmten sich erst Möbel und später Unrat, vor allen Dingen auf der Terrasse. Die Katzenanzahl nahm immer weiter zu und es dauerte nicht lange, da konnten in unserer Wohnung die Fenster nur noch geöffnet werden, wenn im Erdgeschoß die Fenster geschlossen waren - so stark war mittlerweile der Gestank nach Katzenurin. Die neuen Mieter berichteten, dass sie alle Silikonfugen neue abgedichtet haben, weil überalle der Gestank von Katzenurin in der Wohnung heraus kroch.

Man konnte sehen, dass der Briefkasten der Vermieterin nicht mehr geleert wurde. Menschen klingelten an Haustüren und wollten Wasser abstellen, weil die Nebenkosten nicht abgeführt waren. Es wurde alles in allem seltsam. Die Katzenanzahl stieg weiter. Zwischenzeitlich konnte man eine Zahl von 20 schätzen.

Dann kam der Sommer 2003 - ein Jahrhundertsommer mit anhaltend langer Trocken- und Hitzeperiode. An eine Benutzung des Balkons war schon seit zwei Jahren nicht mehr zu denken, die Fenster an zwei Wohnungsseiten konnten auch nicht mehr geöffnet werden, zu stark kam der Gestank aus der unteren Wohnung hineingeströmt. Und dann passierte es - wir saßen bei der Nachbarin zusammen und sie sagte: Ich hab gestern einen Floh bei mir in der Wohnung gesehen. Der hopste an meiner weißen Hose lang. Floh??? Ich hab noch nie einen Floh gesehen. Wie sieht sowas aus. Sie zeichnete mir einen auf und jetzt - versucht in Kurzform - die Tage darauf dargestellt:

Dienstag:
Morgens: Ich sitze mit Anzug für einen Kundentermin im Auto und sehe ihn: Den ersten Floh in meinem Leben. Er hopst an meiner Anzughose hoch. Ich versuche ihn mit meinem Mobiltelefon zu erschlagen und lerne über die nächsten Tage, dass Katzenflöhe nur mit dem Fingernagel zerquetschend zu töten sind.
Abends: Ich komme heim, schließe die Haustür auf und schaue an mir runter. Munter hopsen Flöhe um meine Beine und ich bekomme einen hysterischen Anfall.

Mittwoch:Die Flohattacken bleiben nicht ohne Folge. Zig Bisse ziehen sich über meinen Körper und das juckt. Wir klingeln Sturm bei Frau Katzenvermieterin. Sie zeigt sich uneinsichtig ob des Problems. Erkundigungen im Netz werden eingeholt, das klingt alles nicht wirklich optimistisch. Man telefoniert mit dem Ordnungsamt, die fühlen sich nicht zuständig (privatrechtliche Angelegenheit) und verweisen aufs Gesundheitsamt. Die fühlen sich nicht zuständig (Flöhe seien kein Ungeziefer sondern Lästlinge - übertragen keine Krankheiten) und verweisen ans Veterinäramt. Das Veterinäramt fühlt sich nicht zuständig und verweist ans Ordnungsamt, womit sich der Kreis schließt.

Donnerstag - Feiertag:Ich will den Tag fürs Arbeiten nutzen und fahre ins Büro - wenigstens sind hier keine Flöhe und ich kann das Fenster öffnen.

Mein Körper zählt mittlerweile 44 Flohbisse, die ich mir am Tag später vom Hautarzt attestieren lassen werde - man weiß ja nie. Man versucht, den Dingern mit Teebaumöl zu leibe zu rücken - nützt nichts. Man steig in eine Badewanne mit Wasser und Öl, um die Viecher loszuwerden. Es schwimmen mehrere Flöhe tot auf dem Badewasser. Man steigt aus mit der Gewissheit, dass dieser flohlose Zustand nicht lange anhält. Wo man einen Floh sieht, sind 100 ungesehene und der sichtbare Zustand ist schon erschreckend genug. Man telefoniert mit dem Tierschutz - ich gebe dort zu, dass es mir nicht vornehmlich um die Tiere geht aber irgendwas muss ja machbar sein.

Freitag:Wir attackieren die Vermieterin weiterhin mit Zetteln, klingeln sie raus und belatschern sie, dass sie etwas unternimmt. Sie beauftragt einen Kammerjäger, der kommt Samstag.

Samstag:
Der Kammerjäger kommt und sprüht die Wohnungen in der 1. und 2. Etage mit Nebel aus. Vorher wird aber noch klebriges Zeug in alle Fügen gesprüht, was man dann 2 Wochen lang nicht wegputzen darf (und die Sohlen von Birkenstock-Latschen zerstört). Der Nebel legt sich auf alles drauf, hinterlässt einen gelben Schmier, nimmt dem Fikus alle Lebenskraft und lässt sich an den Fenstern später nur noch mit dem Glaskratzer wegmachen. Wir dürfen 8 Stunden lang nicht in die Wohnung.

Die Lage gerät außer Kontrolle, als die Vermieterin ihre Wohnung NICHT aussprühen lässt. Das ist der Moment, in dem ich gänzlich aus der Fassung gerate und einen Menschen so angeschrien und so beleidigt hab, wie es noch nie in meinem Leben vorgekommen und hoffentlich auch nicht mehr vorkommen wird. Aber was zu viel ist, ist zu viel.

Sonntag:


Die Flöhe tanzen einem immer noch um die Beine - wir gehen zur Polizei. Die verweisen aufs Ordnungsamt und man hat das Glück, dass der Polizist nicht glauben mag, dass uns das Ordnungsamt nicht hilft und zufällig befreundet ist mit dem Ordnungsamtsleiter. Jetzt kommt Schwung in die Sache.

Ein paar Tage später: Das Veterinäramt, das Ordnungsamt und der Tierschutz kommen vorbei. Es werden 28 Katzen eingesammelt, 4 darf sie behalten und auch nicht mehr in Zukunft halten. Alles wird gereinigt und die Katzenflöhe bleiben weg.

Was bleibt, ist der Gestank und natürlich hält sie sich nicht an die 4 Katzen. Die Katzen vermehren sich munter untereinander. Bei unserem Auszug, aus diversen Gründen erst 3 Jahre nach diesem Vorfall, liegen wir mind. wieder bei über 20 Katzen.

Es gab ein Gerichtsverfahren, weil sie von uns die geminderte Miete zurück erstattet bekommen haben wollte. Das Verfahren wurde von unserer Seite her gewonnen (letztes Jahr). Die Kautionsrückzahlung steht aus - auch hier wird es wieder zu einem Prozeß kommen.

Gestern bekam ich eine Mail von einer Nachbarin (also nicht in dem Haus wohnend sondern Eigentümerin des Nachbarhauses) - die Situation verschlimmert sich wieder dramatisch. Die anliegenden Nachbarn haben große Probleme mit der Verunreinigung und den ins Gemüsebeet kackenden Katzen - selbst über 10-20 Meter weht ein Katzenuringestank je nach Windlage rüber und natürlich machen die Katzen vor den anderen Gärten auch nicht halt. Ja, wir stehen als Zeugen fürs Gericht zur Verfügung.

Ich hab versucht, die Geschichte so kurz wie möglich zu schreiben. Es gibt noch 1.000 Nebengeschichte. Ich möchte nicht unwähnt lassen, dass mir während der ganzen Jahre und heute vor allen Dingen mit Abstand die Tragik an der Person, die offensichtlich arge psychische Probleme hat, bewusst ist. Ist man selbst aber Leidtragende einer solchen Geschichte, sieht man das etwas gespalten. Da rückt das Mitleid in den Hintergrund.

Also Lizzy und alle anderen Katzenliebhaber - bitte habt Verständnis für mich.

~ Gemüse in süsser Aprikosenkerncreme! ~

1 Brokkoli
4 Stangen grüner Spargel
1 halbe Paprika
2 Möhren
1 Zucchini
1/2 Zwiebel
10 Cherrytomaten
1 halbe Dose Kokosnussmilch
1,5 Esslöffel Currypaste
1,5 Teelöffel Süsse Aprikoskerncreme
Curry, Pfeffer
Olivenöl

Zwiebel in Olivenöl andünsten. Geputztes und klein geschnittenes Gemüse dazugeben und kurz mit anbraten. Currypaste reingeben und ebenfalls kurz mit anbraten. Kokosnussmilch dazugeben und Aprikosenkerncreme einrühren. Alles gut verrühren, aufkochen und 10 Minuten mit Deckel dünsten. 3 Minuten vor Fertigstellung die halbierten Cherrytomaten dazugeben. Mit Gewürzen abschmecken.

Dazu passt Reis - wir hatten auf Wunsch des Hausherrn Nudeln, war auf jeden Fall auch gut.

Donnerstag, 18. Juni 2009

~ I make it after! ;-) ~

Oder man nennt mich auch Copycat!

Auf jeden Fall kopiere ich im Moment, was das Zeug hält. Nein, nicht in etwa illegale Dinge sondern Rezepte. Ab und zu schmeiße ich auch einfach was in die Pfanne, was noch so im Kühlschrank steht aber ich hab total viel Lust, Dinge auszuprobieren, die ich bisher noch nie so gemacht hab. Frollein Holles Pfannkuchen;-) sind ja nun nichts Neues mehr. Diese Woche gab es dann Deichrunners Foccacia mit Kirschtomaten. Weil es so schön im Rezept steht, hab ich direkt auch den Teig für 4 Pizzen gemacht und heute gab es dann einfach den Teig mit Öl, Tomaten, grünem Spargel und Brokkoli, also alles, was das Gemüsekörbchen so hergibt.

Heute Abend möchte ich dann ne Mandelcreme machen - auch vom Frollein abgeschaut. Also sowas wie Erdnusscreme nur aus Mandeln. Ich hab Mandeln bestellt und süße Aprikosenkerne geliefert bekommen. Versuch ich es halt damit. Mach ich also süße Aprikosenkerne-Creme.

Nur mein Küchenequipment scheint mir dafür nicht so brauchbar. Das wäre der Zeitpunkt, eine Kitchen Aid unbedingt haben zu müssen aber laut meinem Liebsten haben wir dafür keinen Platz in der Küche, schade eigentlich. Diese Woche hab ich bereits Brot gebacken, Pizzateig geknetet und Mandelmus versucht... da würde sich doch so ne schicke Küchenmaschine in rot echt lohnen, oder?

Als zurück zu meinem heutigen Equipment - bis diese Kerne mal zu Mus werden, dauert es schon ne ganze Weile. Da wollte ich mein Fingerchen nicht die ganze Zeit an den Knopf halten und "Faul denkt scharf", wurde ne Murmel mit Tesa befestigt. Ich hab dem Maschinchen aber ab und zu ne Pause gegönnt und den Zauberstab mal zwischendurch in den Kühlschrank gelegt. Also so richtig ist das wohl nix für die Musmacherei.

Jetzt ist es fertig und ich weiß gar nicht so recht, was ich damit anfangen soll. Schauen wir mal, mir fällt schon was ein aber Hauptsache, ich hab mal wieder was kopiert.


Mittwoch, 17. Juni 2009

Strafbar?

Ab welchem Zeitpunkt darf man eigentlich Nachbarn erschlagen? Unser Haus steht inmitten einer Reihenhausansammlung (Siedlung wäre falsch, weil eigentlich wohnen wir ja Downtown). Man muss sich also darauf einstellen - und das gelingt auch gut - dass man von seinen Nachbarn Geräusche mitbekommt (ich meine nicht die direkten Nachbarn im Haus sondern die Gartennachbarn).

Seit mehreren Wochen werkelt Bob der Baumeister (so haben wir ihn schon vor dem Einzug benannt) an irgend etwas herum. Was auch immer er da macht, er muss Steine schneiden und zwar ganz viel. Ob das Fliesen sind oder was auch immer... es ist mir egal. Ob Feiertag, Sonntag oder Feierabend. Immer kreischt dieses sch... Sägegeräusch hier über dem Wohngebiet. Nicht, dass wir mit der Baustelle vor und neben dem Haus genug hätten... nö, abends gehts dann weiter. Der Geduldsfaden ist arg dünn geworden und kurz vorm Reißen. Der direkte Nachbar hat sich aber geweigert, ihn zu schlagen... muss ich mir jemand anderen suchen.

Montag, 15. Juni 2009

Weinblütenfest!

Sterne- und sterneverdächtige Köche treffen Winzer! So lautet die Überschrift zum Weinblütenfest.

Man könnte auch meinen: Botox meets Jacobsmuschel oder Lifting meets Hummer. Es gab viel zu sehen aber nichts, was ich nun hätte fotografiert in den Blog stellen wollen. Aber das ein oder andere Knallbonbon war dabei. Und der Mann im schwarzen Anzug (es war wohl mal ein Anzug, das Jacket war weg) mit weißem Hemd und Krawatte, der sich auf allen Vieren mitten auf dem Fußgängerüberweg wieder fand (da war das letzte Glas Riesling wohl schlecht) hatte sich das Ende der Veranstaltung wohl anders vorgestellt.

Es gab genau einen Stand mit einem vegetarischen Gericht und einen Stand von Herrn Müller, bei dem ich das Currysüppchen inkl. der 2 Garnelchen vertilgt hab. Ist also nicht immer so leicht, mit dem Vegetarier-Dasein. Aber zumindest hat der eine Hummer, der da so mittig geteilt wurde von mir noch ein "Ach, das arme Tier" zum Abschied mitbekommen. Hmm... ich werde seltsam aber nicht so seltsam, wie die 60jährige blonde, schlanke Frau mit pinker Tigerhose und Hündchen mit Hundekette in gleichen Farben. Nun ja, es war halt D....dorf!

Sonntag, 14. Juni 2009

~ Sommer vorm Balkon! ~

Wer ihn nicht kennt - es ist ein klasse deutscher Film: Sommer vorm Balkon! Ähnlich wie Halbe Treppe, auch gut.

Eigentlich hat dieser Post damit gar nichts zu tun. Mir fiel der Titel gestern nur ein, als wir zum Abendessen (Spargel mit einer Sauce aus Spinat, Tomaten und Karotten - mit Dinkelbratlingen, hmmm lecker) auf dem Balkon saßen und ich diesen Blick hier "erhaschte".

Bei uns vor der Tür wird endlich die Straße fertig gestellt und neben dem daraus resultierenden Parkchaos steht halt auch sonst viel Schrott rum und die Kinder aus den Nachbarhäusern machen sich gerne den Spaß, die Toilettentür zu öffnen. Sieht halt auch so schön aus - erinnert aber dann doch zumindest mal an einen Volkslauf, oder?

Ich finde ansonsten kann der Sonntag nicht schöner anfangen als mit einem klitzekleinen Lauf durch die Morgensonne und ner ausgiebigen Zeitungslektüre mit Burger zum Frühstück. Burger aus Salat, Tofu Rosso, Tofuaufschnitt, eingelegte Tomate und Cornichons und ner großen Tasse Milchkaffee! Besser geht nicht. Allen einen schönen Sonntag

Samstag, 13. Juni 2009

~ Ökos leben in einer besseren Welt - oder einer anderen? ~

So ein bisschen genieße ich meine Einkäufe in Öko-Läden. Es geht immer etwas langsamer zu, es wird mehr miteinander geredet. Für mich Hibbelchen und Schnell-Schnell-Tante genau das Richtige. Ich gehe also gerne einkaufen, gerne in den Biosupermarkt, gerne auf den Biomarkt und gerne auch in meinen Entenschuhladen.

Heute müssen es noch mal neue Schuhe sein und so nehme ich mir viel Zeit in meinem Laden. Irgendwann sind wir 3 Frauen, die sich gegenseitig auf Entenschuhe beraten und bestätigen, dass die so schick aussehen. Auf jeden Fall ist es ein nettes Einkaufen.

Danach ist der Laden für Naturkosmetik dran. Ich schlendere einfach nur rum, hole zwei Kleinigkeiten und muss an der Kasse unverhältnismäßig lange warten, weil noch in Ruhe weiter beraten wird. Ich finds ok, ich hab ja Zeit.

Auf dem Rückweg schlendere ich noch über den Biomarkt. Eigentlich hab ich alles, was ich brauche aber so ein bisschen schauen schadet ja nicht. Und dann springt mich der Rhabarber-Kuchen an. Auch hier warte ich wieder, bis die zwei Damen vor mir gründlich beraten wurden. Man philosophiert über die Haltbarkeiten und Geschmacksrichtungen, Mehlsorten usw. usw. Ich ordere mein Stück Kuchen und schaue mich derweil in dem Verkaufswagen um, wo denn diese Bäckerei ihre Heimat hat. Das bekommt der Verkäufer, Marke Pädagogik-Student im 20. Semester - Haare sicherlich 3 Tage nicht gekämmt - mit und fängt an, mir von dem Hof zu erzählen. Es ist also nicht eine profane Bäckerei, sondern ein Hof. Soso... und es wäre dort so toll und ich soll mir das auf dem Hoffest (Zettel einsteck) unbedingt mal anschauen und würde man aus der Backstube die ganzen Tiere sehen können und dort stände eine (und dabei wackelt er mit den Armen als ober fliegen wolle) so tolle Trauerweide und überhaupt, das müsste ich mir anschauen. Gut, junger Mann, ich genieße ja so ein bisschen die andere Welt der Ökos aber egal, was Du da nimmst, nimm ein bisschen weniger davon!

Donnerstag, 11. Juni 2009

~ Couscous-Gemüse mit Nüssen ~

Inspiriert von der aktuellen "Schrot und Korn" und dem Elsaß-Besuch beim Marrokaner äh... Tunesier gab es heute Couscous-Gemüse mit Nüssen - meine abgewandelte Variante:

4 mittelgroße Möhren
1 Hand voll Buschbohnen
1 kleine Zucchini
1 Aubergine
4 Stangen weißer Spargel
6 getrocknete Aprikosen
2 EL Olivenöl
250g Couscous
1/2 TL Kurkuma
1 TL gemahlener Koriander
1/4 TL Zimt
600ml Gemüsebrühe
Salz, frischer Pfeffer
4 EL Cashewnüsse

Gemüse klein würfeln, Aprikosen klein schneiden. Öl erhitzen, Couscous, Gemüsewürfel, Kurkuma, Zimt und Koriander unter Rühren etwa eine Minute anschmoren, mit Brühe ablöschen, Aprikosen hinzugeben.
Alles aufkochen, Topf vom Herd nehmen und zugedeckt etwa 20 Minuten ziehen lassen (beim omnivoren Lebensgefährten empfiehlt es sich, jetzt das Putenschnitzel auf den Herd zu bringen).
Couscous mit einer Gabel auflockern, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten und über das Couscous-Gemüse streuen.

Lecker, aber sowatt von lecker. Das Rezept reicht für 4 Personen, das heißt meine vegetarische Arbeitskollegin und ich haben morgen noch was zu Mittag.

Ein Bild gibt es heute nur vom nachträglichen Espresso mit Schokolade.

~ Vom Winde verweht! ~

Düstere Wolken, es stürmt und es sieht nach richtig viel Regen aus und ich ab so richtig Lust, zu laufen.

Der Wind bläst von allen Seiten und nimmt mir die Luft zum Atmen, als er mir ins Gesicht weht. Es ist wunderbar und die 4km heute Morgen waren wieder sehr spürbar. Schön!

Donnerstag, 4. Juni 2009

~ Den Morgen an der Alster begrüßen! ~

Platt war ich, so richtig platt. Ich war nach dem Tag so platt, dass ich im Hotel nur noch ein paar Nüdelchen mit Gemüse gemampft hab und um 20 Uhr in den Schlaf der Gerechten fiel.

Seit langem hatte ich meine Laufklamotten noch mal mit auf Dienstreise genommen, wohl wissend, dass das Hotel ziemlich nah an der Alster liegt. Nach 10 Stunden Schlaf (hey, ICH hab 10 Stunden geschlafen) und gefühlten 10 Stunden Navi-Satelitten-Suche machte ich mich dann ab Richtung Außenalster.

Es sind immer noch nur 4km aber es waren schöne 4km. Meine Kleidung war etwas zu luftig und ich war sehr erstaunt, wie viele Läufer an der Alster schon um kurz nach 6 Uhr unterwegs sind. Eine komplette Läufergruppe ist mir begegnet und auch eine Läuferin mit Personal Trainer - das neben gaaanz vielen anderen "Joggern".

Hamburg ist so ne schöne Stadt und ich freue mich auf den Tag, an dem ich die Alster einmal komplett umrunden kann - es sind ja nur 7,x Kilometer aber für mich wäre es toll. Und ich darf davon ausgehen, meine zweite Lieblingsstadt öfters besuchen zu dürfen.

An die Freunde in HH - sorry, aber ich fürchtete, dass ich an dem Tag SO enden würde und das war auch gut so. Ich wäre keine gute Unterhaltung gewesen.

Montag, 1. Juni 2009

~ Not und Tugend ~

Erstmal muss ich erwähnen, dass ich in meiner neuen Arbeitsstelle wieder in einem Gemüse-Abo-Zugriffsgebiet bin. Das freut mich doch sehr und nun hatte ich schon zwei Mittwoche;-) mit einem Überraschungs-Gemüsekästchen belegt.

Letzten Mittwoch gabs dann Mangold. Den mag ich sehr gerne und verarbeite ihn meistens zu einer Pasta-Sauce mit Tomaten, Zwiebeln und Möhren. Diesmal wollte ich aber was anderes machen und das Frollein Holle lockte mit diesem Rezept (dann halt Mangold anstatt Spinat). Heute morgen also die Kichererbsen ihn ihr Bad geschmissen (ich hab noch nie Kichererbsen verkocht). Als ich dann heute Abend den Mangold aus dem Gemüsefach holte, roch das recht muffig. Also entweder ist mein 0-Grad-Fach nicht in Ordnung oder die Schnecke in der Tüte hat das angerichtet. Auf jeden Fall war er dahin, der schöne Mangold.

Aus der Lamäng und der Verzweiflung heraus ergab es dann folgendes Süppchen:

Italienisch-Arabische Kichererbsen-Kohlrabi-Suppe (ohne zu wissen, ob der Araber an sich den Kohlrabi kennt):

200g Kichererbsen
4 kleine Möhren
4 große Kartoffeln
1 großer Kohlrabi
1 Dose geschälte Tomaten
400g Gemüsebrühe
1 halbe Gurke
2 kleine Zweige Rosmarin
2 kleine Zweige Oregano
ein paar frische Basilikum-Blätter
Zimt
Kurkuma
Kreuzkümmel
schwarzer Pfeffer
Albaöl
(für den Herrn des Haus eines Putensteak)

Kichererbsen 12 Stunden in Wasser einweichen - 30 Minuten im Einweichwasser kochen. Gemüse in kleine Stücke schneiden. Albaöl im Topf erhitzen (wenn man vegetarisch und nicht vegetarisch kocht, dann wird das halt auf zwei Töpfe aufgeteilt). (Putenschnitzel), Möhren, Kohlrabi und Kartoffeln im Öl anbraten, abgegossene Kichererbsen hinzufügen kurz mit anbraten. Gemüsebrühe aufgießen und Tomaten mit Saft hinzugießen. Kräuter (außer Basilikum) am Stück mit reinpacken, würzen und 20 Minuten köcheln lassen. Zum Schluß mit diversen Gewürzen (Zimt nicht vergessen) abschmecken und Basilikumblätter unterheben.

Die Gurken einfach beiseite stellen, weil entschieden wurde, dass sie den Geschmack eventuell zu sehr verfälschen. Die werden dann gleich roh gemümmelt.

Guten Appetit!