Sonntag, 27. September 2009

~ Kürbis in der Abendsonne ~

Na, weil ichs gerade so schön finde - Kürbis in der Abendsonne. Das Rezept findet Ihr hier: Klick.

~ Synchronbacken ~

Ich kann mir im Moment ehrlich gesagt gar nicht mehr vorstellen, ein Brot zu kaufen. Jeden Morgen hüpfe ich an den Gefrierschrank, entnehme meine Ration für den Tag und greife auf frischstes Brot zurück, bei dem ich genau weiß, was drin ist.

Das Frollein Holle pflegt jetzt auch einen Sauerteig und hat ihn Elfriede getauft. Da musste ich natürlich nachziehen - Adele heißt sie, wird von mir dieses Wochenende ausgiebig gefüttert und wurde zu einem schönen Schrotbrot gebacken. Mein erstes Brot mit selbstgemahlenem Mehl und selbstgeschroteten Schrot.

So langsam regt sich in mir der Verdacht, dass das Frollein und ich synchron backen - neue Sportart Synchron-Sauerteig-Backen, natürlich mit schicken Badehauben mit Blumen drauf und Nasenklammern an.

Samstag, 26. September 2009

~ Ungebetene Gäste ~

Kennt Ihr das? Ihr denkt an nichts auf einmal sind sie da, die ungebetenen Gäste. Man ist überhaupt nicht darauf eingerichtet, hat nix im Haus und ist auch nicht festlich angezogen.

Nun ja... geht wohl in eine andere Richtung. Wer sich noch an diesen Eintrag erinnert: Klick, der wird wissen, was passiert ist.

Ich öffne eine unangebrochene Packung 6-Korn-Flocken, um sie in den Quellteig fürs Brot zu schmeißen, und wundere mich schon, warum die Flocken so komisch an der Verpackung hängen. Da fliegt mir schon die Mehlmotte entgegen. Ausgewachsenes Viech. Ich kann sie töten, schmeiße kurzerhand alles aus diesem einen Schrank in den Müll (weiiiiit weg vom Haus), kontrolliere auf Spinnnetze (keine gesehen) und hoffe jetzt einfach mal, dass ich mit der vorbeugenden Maßnahme des Wegsperrens der Lebensmittel und der Tatsache, dass die anderen in direkter Nachbarschaft befindlichen Lebensmittel nicht sichtlich verseucht waren (wurden natürlich trotzdem entsorgt), der ganzen Pest noch aus dem Weg gehen kann. Och Mönsch... eigentlich wollte ich was über meine neue Getreidemühle schreiben aber das mach ich wohl auch besser morgen, wenn das Brot fertig und probiert ist.

Sonntag, 20. September 2009

~ "Wraps a la Blumenmond" oder "Alles muß raus"~

Ich stand so nachmittags in der Küche und überlegte, was würdig ist, an einem Samstag Abend verspeist zu werden. Irgendwann hatte ich mal Maismehl gekauft, weil ich Wraps machen wollte, das muss ja mal weg. Der Tofu ist auch gefährlich nahe an der Haltbarkeitsgrenze und der Salat hält sich nur aufgrund des Null-Grad-Fachs noch aufrecht. Auf jeden Fall hab ich mir alles mögliche zusammengesucht und entstanden sind:

Wraps ala Blumenmond:


Für den Teig (ergibt 5 Fladenbrote):
  • 70g Maismehl
  • 150g Weizenmehl
  • 1/2 TL Salz
  • 125ml Wasser
  • 1 EL Öl
Alles zu einem festen Teig kneten und ganz dünne Fladen mit dem Nudelholz ausrollen. In einer beschichteten, ungefetteten Pfanne die Fladen von jeder Seite bei 3/4 Hitze ungefähr 1 Minute backen. Handtuch drüber und wegstellen.

Bohnenpaste:
  • 1 Glas Kidney-Bohnen abgetropft und abgeduscht (bei besserer Planung Bohnen einweichen, schmeckt sicherlich noch etwas besser)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL gemischte Kräuter
  • 1 Zwiebel
  • einen Schuss Olivenöl
  • 1/4 TL Chili
  • 1/2 TL süsses Paprikapulver
  • Salz/Pfeffer
Alles in einen Zerkleinerer packen und gut durchmixen. Ab und zu mal mit einem Löffel durchrühren, damit alles regelmässig zerkleiner wird. Die Konsistenz ist damit grob und nicht so völlig püriert wie mit dem Zauberstab.

Restliche Füllung:
  • ca. 250g Tofu in kleine Stücke schneiden, 2 Stunden vorher mit Chili, Curry, süssem Paprikapulver, Pfeffer und Salz sowie Öl marinieren und dann in der Pfanne kross anbraten (für Fleischesser ist hier wohl der Part für Huhn)
  • 1/2 Paprika in dünne Streifen schneiden
  • 1/3 Gurke entkernen und in dünne Streifen schneiden
  • 1 Tomate in dünne Ecken schneiden
  • Salatblätter waschen und klein schneiden
Ein noch lauwarmes Fladenbrot mit der Paste dick bestreichen. Salatblätter als nächste Lage und an einem Ende je etwas von dem Gemüse draufpacken. 4-5 Stücke noch heißes Tofu drauf und rollen, durchschneiden - fertig ist ein total leckeres Abendessen. Ich hab 3 Wraps gegessen, was objektiv betrachtet zu viel ist. War aber halt einfach lecker.

Die Reste der Bohnenpaste können als Brotaufstrich genutzt werden.

Samstag, 19. September 2009

~ Apfel-Ingwer-Konfitüre ~

In der aktuellen Schrot und Korn sind einige Rezepte mit Ingwer. Ich liebe diese Schärfe von Ingwer im Essen und die Apfel-Ingwer-Konfitüre zog direkt meine Aufmerksam auf sich.

Also wurde sie heute gekocht und auch die kann ich - wenn jemand Schärfe im Essen mag - wirklich empfehlen. Es ist überhaupt nicht unangenehm scharf sondern schon süss wie eine Marmelade. Einen Kaffee könnte ich mir aber z.B. nicht dabei vorstellen, da die Schärfe schon im Gaumen langanhaltend spürbar ist. Am besten einfach ausprobieren:
  • 1 kg Äpfel
  • 150 g frischer Ingwer
  • Saft von 2 Zitronen
  • 500 g Gelierzucker
  • 100 ml Apfelwein (Cidre)
  • 100 ml Apfelsaft
1 Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Ingwer schälen und sehr fein würfeln.
2 Äpfel mit Ingwer, Zitronensaft, Gelierzucker, Apfelwein und Apfelsaft zum Kochen bringen. Anschließend weitere 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei öfter umrühren.
3 Topf vom Herd ziehen. Konfitüre randvoll in heiß ausgespülte Gläser füllen, verschließen und 5 Minuten auf den Deckel stellen.
Quelle: Schrot&Korn Heft 9/2009.

Dienstag, 15. September 2009

~ Für die Jungen ist es Kult, für die Älteren ist es eine Zeitreise! ~

Als ich heute Morgen übers Radio vom Tod von Patrick Swayze erfuhr, war ich - anders aber doch ähnlich - berührt wie beim Tod von Michael Jackson. Irgendwie ist es ein Stück Jugend. Natürlich hab ich Dirty Dancing geguckt. Heute kann ich den Film nicht ansehen, so schlecht finde ich ihn. Aber damals - vor allen Dingen vor dem Hintergrund, dass Tanzen mein Hobby war - hab ich ihn geliebt und natürlich haben wir versucht, den Mambo nachzutanzen. Sah wahrscheinlich fürchterlich aus aber wir fanden uns mit unseren 80er Jahren Lockenmähnen ziemlich schick und vielleicht hätte ich ja auch gerne "die Melone getragen".

Dann gibt es heute Abend den Bericht in der Aktuellen Stunde. Sie zeigen Tanzschüler heute, die immer noch die Szenen nachtanzen und dann sagt die Sprecherin eiskalt: "Für die Jungen ist es Kult, für die Älteren ist es eine Zeitreise."

Ich erstarre einen Moment vor Schreck. Wissen die denn nicht, was sie tun? Wie soll ich nun mit dieser Aussage klar kommen? Also echt.

Sonntag, 13. September 2009

~ Bauernbrot, Sonnenblumenkernpaste und Dal frei nach Schnauze! ~

Nicht, dass ich nicht zwischendurch gekocht und gebacken hätte - nur zum Bloggen fehlt Muße oder Zeit oder andere Dinge waren wichtiger.

Das Basilikum wächst und wächst und wächst. So viel kann ich gar nicht auf dem Brot essen. Was also tun? Ich stoße bei Küchengötter auf eine Art veganes Pesto, was mich mit den Inhaltsstoffen echt anspricht: Sonnenblumenkernpaste

2 Bund Basilikum
150 g Sonnenblumenkerne
75ml Sonnenblumenöl
2 TL Kapern
1 Knoblauchzehe
1/2 unbeh. Zitrone (Blumenmond: 2 Eßl. Zitronensaft)
Salz
Pfeffer, frisch gemahlen

Alle Zutaten zusammen in den Hechsler, abschmecken, fertig. Ich bin total begeistert. Auf dem frischen Bauernbrot, dass ich mir wieder bei Frau Deichrunner abgeschaut habe, schmeckt es wie Hulle. Morgen werde ich -falls überhaupt etwas überbleibt - das als Pesto mit Nudeln essen. Hmmm.... so lecker. Nachmachen lohnt sich wirklich.

Beim Brot hab ich das Salz vergessen. Nun ja, kann man im Nachhinein noch nachwürzen. Aber Brot ohne Salz schmeckt wirklich fad.


Zum Abendessen war ich nicht sicher - ich muss mal Platz machen in meinem Gemüsefach, da türmt sich doch so einiges auf. Nach längerem Überlegen, frisiere ich einfach ein Dal-Rezept um. Ich gebe zu, dass ich ob der Zutaten skeptisch bin, ob es harmonisiert. Aber jetzt nach Vertilgung zweier gefüllter Teller muss ich sagen, dass sich Fenchel und Kichererbsen sehrwohl im gleichen Linsenbad tummeln können.

Da ich noch Hefe über hatte, wurde ein normales Naan-Brot-Rezept tierfrei geputzt und ich präsentiere:

Dal "frei Schnauze" - oder Linsezupp "ens anders" und danach gleich Naan-Brot

Dal

200g rote Linsen
700 ml Wasser
70g TK-Erbsen
170g Möhren in kleine Würfel geschnitten
1 Fenchelknolle in kleine Würfel geschnitten
50g Champignons in kleine Würfel geschnitten
2/3 Glas abgetropfte Kichererbsen (besser gleiche Menge frisch eingeweicht - bei mir musste aber der Inhalt des Glases weg)
1 Zwiebel, fein gehackt
1 TL gehackter frischer Ingwer
1,5 TL Garam Masala
1/2 TL Rotes Chilipulver
1/4 TL Curcuma
1 große Gemüsetomate (Blumenmond: aus dem Garten der Eltern), alternativ 3 normale Tomaten
1/2 TL Zitronensaft
Salz

Die Linsen mit dem Wasser zum Kochen bringen und ca. 15 Minuten köcheln, bis das Wasser fast verbraucht ist (ist noch etwas zu viel Wasser da, leicht abschütten).
Das klein geschnittene Gemüse in wenig kochendem Wasser garen.
Die Zwiebeln in etwas Öl andünsten, dann Inger mit anbraten, die Hitze erhöhen und die Champignons ebenfalls mit anbraten. Die Gewürze unter dieses Gemisch geben und die klein geschnittene Tomate dazugeben. So lange garen, bis die Tomate zusammenfällt (ein paar Minuten).

Das abgegossene Gemüse, die Zwiebelmischung und die Linsen mischen. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Dazu passt am besten Brot und deshalb gab es bei mir ein veganes Naan-Brot (für 4 Brote):

75ml Sojamilch
8g frische Hefe
1 TL Zucker
250g Weizenmehl
1/2 TL Salz
1/2 TL Backpulver
1 EL Öl
75g Sojajoghurt

Milch handwarm erwärmen und die Hefe sowie den Zucker unterrühren. Im Backofen nur mit eingeschaltetem Licht (keine Temperatur wählen) ca. 15 Minuten gehen lassen. Danach alle Zutaten in einer Schüssel mischen und ein paar Minuten mit dem Knethaken bearbeiten.

Den Teig mit der Hand noch ein paar Minuten wirken und dann wieder im Backofen mit Licht und zugedeckt für eine Stunde gehen lassen.

Backofen mit Backblech vorheizen. Den Teig in 4 Stücke teilen und in längliche Brote walzen.

Mit Öl bestreichen und Sesamsaat darauf packen. Dann ca. 8-10 Minuten im Backofen (Ober- und Unterhitze) backen.

Guten Hunger!

Mittwoch, 9. September 2009

~ Ironwoman! ~

Blutwerte - ich hätte da gerne mal ein großes Labor, ich ernähre mit seit geraumer Zeit vegetarisch mit zunehmendem Verzicht auf alle tierischen Produkte und anstatt nur die Schilddrüsenwerte zu nehmen (deswegen musste ich hin), bitte ich doch um ein großes Labor.

Oh.... vegetarische Ernährung... das kann Mangelerscheinungen geben, beschwor mir die Arzthelferin ins Telefon.

Ich geb zu, dass ich ein wenig Bammel vor den Eisenwerten hatte. War ja nie wirklich gut mit Eisen bestückt. Und jetzt kommt der Knaller - neben der Tatsache, dass ich generell mal brillante Blutwerte habe (die waren aber auch vorher schon super und haben sich noch mal gesteigert), hatte ich bei allen Prüfungen in den letzten Jahren bei meinem "Dr. House" noch nie so hohe Eisenwerte, wie jetzt.

Das liegt an den Kichererbsen - ganz bestimmt.

Dienstag, 8. September 2009

~ Mehr Schein als Sein! ~

Da hechselt man nach Feierabend noch stundenlang am Essen rum, freut sich über das optische Ergebnis und ist total enttäuscht über den Geschmack.

Es war nicht schlecht aber eben auch nicht wirklich gut. Gefüllte Kohlrabi, Dich wird es in der Art nicht noch mal geben, auch wenn Du Dich noch so schön geschminkt hast.

Samstag, 5. September 2009

~ Warum ein Sauertaug auf die Löwenburg wandert und der Rheinsteig eigentlich weiblich ist! ~

Das Frollein und ich - zum Wandern passen wir einfach wie der Topf auf den Deckel, die Currypaste zur Kokosmilch und die Sojamilch zum Yogi-Tee. Auf jeden Fall ist es immer schön, wir gehen immer das richtige Tempo, wir haben viel Spaß und wir sind auch ernst. Wir machen nur einen Fehler - wir planen nicht und kommen dann immer in unangenehme oder ermüdende Situationen.

Wir starten dort, wo wir vor 2 Wochen aufgehört haben, in Königswinter am Bahnhof. Wir steigen auf den Drachenfels, bewundern den hässlichen Waschbetonbau und flüchten vor einer größeren Gruppe wandernder Männer. Insgesamt flüchten wir häufiger - auch das ist uns beiden gemein - wir mögen wenig Volk bei den Wanderungen.

In Rhöndorf beim Aufstief auf die Löwenburg kommen wir beim Waldfriedhof vorbei - dort liegt unser Konrad Adenauer begraben, genau genommen liegen dort zwei von der Sorte, wie wir beim Fotografieren der Grabsteine festgestellt haben. Das Grab ist unspektakulär und passt damit einfach gut zu unserem Adenauer. "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern." und "Nehmen Sie die Menschen wie sie sind. Andere gibts nicht." sind zwei seiner Zitate, die mir persönlich gut gefallen.

Auf der Löwenburg angekommen, gibt es erstmal Kartoffelsalat und Kuchen - wir sind ausgehungert, dabei waren das erst 10km und 11.00 Uhr in der Früh... aber wir haben Hunger, aber sowas von.

Herr Sauerteig, der seinen Weg von dem Blumenmond-Kühlschrank in den Kühlschrank ohne muh und mäh finden will, möchte auch mal gerne die Aussicht genießen. Ansonsten lässt er sich faul im Rucksack über den Rheinsteig tragen.

Bei der nächsten Rast haben wir bereits 17km in den Beinen, es gibt wieder Kuchen und Yogi-Tee und die zuschauenden Gäste kommen bedenklich nahe und lassen sich nicht verscheuchen.

Eigentlich wollen wir bei ca. 24 km Schluß machen - blöd nur, dass keiner von uns beiden geprüft hat, ob es in dem Ort auch einen Bahnhof gibt. Also Rucksack auf, weiter gelatscht und nach 30km, 1250 Höhenmeter und knapp 8 Stunden auf den Beinen (inkl. Pausen) kommen wir am Bahnhof Unkel an. Das Glück beschehrt uns einen defekten Fahrkartenautomaten und eine sofortig eintreffende Bahn. Insgesamt zeigt sich der Rheinsteig launisch - linkt uns mit plötzlich daher kommenden Steigungen, regnet vor sich hin, obwohl die Sonne scheint und schickt uns den Berg runter und wieder hoch - ohne Vorwarnung. Ich glaube, er ist eigentlich ein Mädchen. Aber ich mag ihn/sie.

Hier noch der Rest der Rheinsteig-Impressionen. Frollein, I love to hike with you!

Mittwoch, 2. September 2009

~ Noch'n Radio! ~

Heute morgen "Last Christmas" - auch in SWR 3 und in voller Länge. Warum? Die ersten Domino-Steine sind im Supermarkt entdeckt worden. Diesmal wars lustig - auch so gemeint - und ich hab volle Kanne mitgesungen.

Dienstag, 1. September 2009

~ Watt für'n Hotel? ~

Ich höre gerne SWR3 - lebe Gott sei Dank so gerade an der SWR3-Grenze. Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit höre ich dann auf einmal Kindermusik - irgendwas mit Monsun und so... ich flitsche auf meinem Autoradio rum... doch ist SWR3 drin. Da spielen die Tokio Hotel auf MEINEM Sender - das geht doch gar nicht.

So was kann einem den ganzen Tag versauen.