Samstag, 31. Oktober 2009

~ Der Kampf mit Herrn Rheinsteig oder Warum auf einer Wanderung keiner verhungern wird! ~

Wird doch auch wieder Zeit für die nächste Etappe des Rheinsteigs, oder? In Unkel haben wir aufgehört, in Unkel fangen wir wieder an.

Wir lernen aus den Erfahrungen der letzten Etappen. Nicht, dass Ihr denkt, wir hätten uns jetzt besser vorbereitet, was die Planung der Strecke angeht. Nö... weit gefehlt, das machen wir sogar noch härter, indem wir das Buch "nicht finden" und gänzlich ohne Information r(h)einsteigen.

Neee, viel wichtiger ist ja die Nahrungsaufnahme. Bei der letzten Wanderung war es knapp, das passiert uns kein zweites Mal. Also fahren wir mit 2 Brötchen, 2 geschmierten Stullen, 6 megagroßen und wirklich füllenden Halloween-Kuchen sowie einem Halloween-Salat an und auf den Rheinsteig. Dazu Apfelschrole und Yogi-Tee... wir werden nicht verhungern und verdursten.

Der Herbst zeigt sich von seiner besten Seite. Es ist gelb, es ist rot, es ist viel Laub, es sind heruntergefallene Äpfel. Mal ist es kalt, mal ist es zu warm. Es ist einfach schön.

Heute bin ich wohl nicht gut in Form. Ab KM 20 wird es richtig schwer und ich bin nur noch wortkarg, während das Frollein noch fröhlich vor sich hin hüpft.

Einmal werden wir von einem Hund "angegriffen" - also in Wirklichkeit will er nur spielen und die Besitzerin sagt "der tut nix"..jaja und die bösartigste Attacke war die von einer beifahrenden Autoinsassin, die uns rügen musste, weil wir den Bürgersteig in einem Ort nicht nutzen wollten - wir sind aber auch zwei widrige Gesellinnen.


Unterwegs und angesichts zweier Bienenstöcke überlegten wir kurz, ob wir die von Menschenhand ausgebeuteten Bienen befreien, uns "keine Qual den Tieren" auf die Stirn schreiben und Flugblätter verteilen. Wir ließen dies aber angesichts der wahrscheinlichen Undankbarkeit der Tiere dann bleiben.

Als ich ziemlich kaputt nach der Wanderung im Zug saß, um zum Ausgangspunkt zurückgebracht zu werden, war ich mal wieder (wie bei den letzten Malen auch) erstaunt, welch Strecke wir da erwandert haben. Es waren 28 km und 1.050 Höhenmeter. Für heute hats mir gereicht und ich freue mich wie jeck aufs nächste Mal.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

~ Blumenmonds veganisierter Schwiema-Test-Apfelkuchen! ~

Ich will Apfelkuchen backen. Schwiema kommt zu Besuch. Ich will keinen gekauften Kuchen und ich will einen tierfreien noch dazu. Die Rezepte, die ich finde, gefallen mir aber nicht. Also muss ein "normaler" enttiert werden. Da ich das noch nie gemacht habe, hole ich mir Rat. Der Rat lautet - lieber einen anderen nehmen, in meinem ist zu viel Ei drin. Wie das so häufig bei mir ist, höre ich mir alles an und entscheide mich gegen alle Ratschläge. Ich gebe zu, dass dieser Charakterzug nicht generell immer zum Erfolg führt - heute aber zum Glück schon.

Vorher hatte ich mir aber noch ne Sammlung "Back-die-Hälfte-Backformen" gekauft - ich backe nämlich selten Kuchen, weil die Menge für uns immer zu viel ist und wir nur seltener zu diesen Süßen Dingen greifen - das wird sich ändern.

Hier also mein Schwiema-Test-Apfelkuchen (für eine normalgroße Form).

400 g Mehl
6 EL Rohrzucker
1,5 TL Zimt, gemahlen
200 g kalte Margarine (vegan von Rapunzel)
4 EL Sojamehl
16 EL Mandelmilch
1,2 kg Äpfel, (säuerlich)
Saft 1 Zitrone
150 g Rohrzucker (ich werde es beim nächsten Rezept auf 120g reduzieren)
75 g Rosinen
75 g Cranberries, getrocknete (wenn vorhanden, sonst auch Rosinen)
1 TL Zimt, gemahlen
1 Prise Muskat
1 Prise Nelke, gemahlen

Mehl, Zucker, Sojamehl und Zimt mischen. Margarine und Mandelmilch untermischen und alles zu einem glatten Teig kneten. Den Teig 1 Stunde lang in Klarsichtfolie verpackt im Kühlschrank parken.
Äpfel schälen und entkernen und die Hälfte der Äpfel in Würfel und die andere in feine Scheiben schneiden.

Die erste Hälfte der Äpfel (also die Würfel) mit dem Zitronensaft, den Rosinen und den Cranberries in einen Topf backen und so lange kochen, bis die Äpfel weich sind. Dann die restlichen Scheibchenäpfel sowie die Gewürze unterrühren und auf Seite stellen.

Zwei Drittel des Teiges wird zwischen zwei Klarsichtfolien ausgewalzt (genug Rand vorsehen). Dann alles in eine Kuchenform oder Pie-Form legen und den Rand schön gleichmäßig formen - mit einer Gabel einstechen. Die Apfelmasse draufgeben (am besten mit einem durchlässigen Löffel, damit nicht zu viel Flüssigkeit mit in den Kuchen kommt) und aus dem restliche Teig einen Deckel formen. Mit Wasser bepinseln und vorher ebenfalls mit einer Gabel einstechen.

Bei 200 Grad auf der untersten Ebene backen - ca. 40-45 Minuten und das Ganze in der Form auskühlen lassen, wenn es auch noch so schwer fällt.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

~ Und schon wieder Neuigkeiten! ~

Wir sitzen ahnungslos in der uns zugehörigen Stadt beim "besten uns bekannten Italiener" - was jetzt nicht zwingend Gourmet-Charakter haben muss.

Und dann erfahren wir das hier vom Nachbartisch... Helmut Lotti trägt ein Toupet - welch Tragödie. Das war echt abendfüllend am Nachbartisch und ich find noch nicht mal einen wirklich guten deutschen Link dazu. Und dabei hör ich guten Swing sogar manchmal gerne.

Montag, 19. Oktober 2009

~ 11 Tage Nova Scotia/Canada! ~

Wer Lust und Zeit hat, kann sich das hier anschauen und anlesen: Klick



PS: Der Kürbis ist echt!

Sonntag, 18. Oktober 2009

~ Ich bin untröstlich! ~

Was soll man dazu sagen: Klick

Ich weiß noch nicht so recht, wie ich das verkraften soll! ;-)

Freitag, 16. Oktober 2009

~ Buchtipp! ~

Ich hätt da mal nen Buchtipp, den ich selbst vor kurzem bekommen habe. Ja, es handelt sich um ein Ernährungsbuch und ja, es handelt sich um ein Buch GEGEN Milchprodukte. Bevor ein großer Anteil der Leser innerlich oder auch laut aufstöhnen... einfach weiterlesen;-)

Das Buch "Milch besser nicht" gefällt mir aus verschiedenen Dingen gut - es verdammt nicht generell den Verzehr von Milch bzw. Milchprodukten (oder Fleisch - aber das ist nicht das Thema des Buches) sondern zeigt Dinge auf, die der normale Verbraucher so nicht weiß und die aus dem Lesen des Buches sehr schlüssig erscheinen.

Bin ich selbst davon ausgegangen, dass es "normal" ist, dass sich Mensch von Milchprodukten ernährt, wird sehr glaubhaft vermittelt, dass es bis zur Industrialisierung überhaupt nicht üblich war, Milch (vor allen Dingen als Trinkmilch) zu konsumieren. Milch wurde - wenn überhaupt - für Butter und/oder Käse benutzt und galt weitläufig als nicht gesundheitsfördernd bzw. gesundheitsschädlich. Nur in Maßen (und nicht wie heute in Massen) konsumiert, war es in Ordnung.

Gab eine Kuh 1850 noch durchschnittlich 1.000 Kilo Milch pro Jahr, gibt sie heute im Schnitt bis zu 10.000 Kilo. Was genau zu diesem enormen Milch"fluss" führt, lässt sich im Buch sehr gut nachlesen.

Warum die Milch heute keine wirkliche Milch mehr ist und warum sie heute "gefährlicher" sein kann als früher, das lässt sich im Buch ganz gut rauslesen.

Dachte ich also, der Konsum von Joghurt, Milch, Käse, Butter u.ä., wie wir ihn heute betreiben, wäre unser Naturell (zumindest das der Europäer), so hab ich mich wohl arg getäuscht. Wusstet Ihr, dass ca. 50 % der Kalorien, die wir heute zu uns nehmen, aus Milchprodukten stammen? Einfach mal einen Tag versuchen, auf jegliche Milchprodukte zu verzichten, dann merkt man es schnell (aber bitte auch auf die Zutatenliste schauen - Laktose, Laktat, Milchzucker usw. usw. - man findet sie an Orten, wo man sie nie vermutet. Der Grund dafür? Auch das liest sich gut im Buch).

Also, wer Interesse hat, einfach mehr über das zu erfahren, was man täglich zu sich nimmt - das Buch lohnt sich wirklich, auch für Nicht-Vegetarier/-Veganer.

Sonntag, 4. Oktober 2009

~ Teuflische Linsen und diabolische Bete! ~

Die letzte Woche stand stark unter dem Zeichen der Arbeit. Eine Messe mit Vorbereitung und Ablauf - alles was so dazugehört: Früh raus, spät ins Bett, abends die Erfolge feiern und am nächsten Tag wieder Gas geben. Das war die erste Messe, bei der ich halbwegs vernünftig gegessen habe. Frolleins Müsli to go und ein schneller Nudelsalat halfen mir über den Tag. Finger weg von Haribo (sind eh tabu, wenn man vegetarisch lebt) und auch den Kaffee hab ich in der Kanne stehen lassen.

Konsequenz ist aber, dass Dank des Gemüse-Abos mein Gemüsefach überquillt, da ich natürlich nicht zum Kochen gekommen bin. Da die nächsten Tage auch wenig Zeit für die Küche bleibt, hab ich heute schon mal alles geschnibbelt, so dass ich abends nur noch in den Pott schmeissen muss.

Heut gab es dann, leicht abgewandelt von dieser Seite, das Rezept "Orientalisches Linsengericht" oder besser noch "Teuflische Hochzeit von schwarzen Linsen und Roter Bete":

  • 500g Rote Bete
  • 200 g Beluga-Linsen
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • 2 Limetten
  • 5 EL Olivenöl
  • 2 EL Italienische Kräuter
  • 1 TL Salz
  • 800 ml Wasser
  • 1 Zwiebel
  • 3 EL Soja-Joghurt
Zwiebeln fein hacken, in 2 EL Olivenöl anbraten. Linsen und Kreuzkümmel mit anbraten und anschließend 1 EL Limettensaft mit dem Wasser angießen - ca. 30 Minuten ohne Deckel köcheln lassen.

Rote Bete in Scheiben schneiden und im restlichen Öl anbraten. Restlicher Limettensaft zugeben, salzen und im geschlossenen Topf bei mittlerer Hitze garen.

Joghurt mit italienischen Kräutern, Salz und Pfeffer anrühren.

Alles auf dem Teller anrichten, mit Joghurt bemützen und evtl. noch Kräuter drüber streuen.

Es gab dazu noch einen kleinen gemischten Salat und 2 Scheiben frisch gebackenes Zucchini-Brot. Lecker.