Sonntag, 31. Januar 2010

~ Ein paar Infos aus der Versenkung ~

Nur mal so als Info - ja, ich lebe noch und ich esse auch noch. Nur bleibt im Moment wenig Zeit für ausführliche Kochorgien und auch keine, um die wenigen Ergebnisse zu posten. Aber aus der Reihe "lohnt sich", hier zumindest ein paar Eindrücke.
  1. Schwarzwurzeln mit Kichererbsen und Buchweizen
    Ja, mit den Schwarzwurzeln bin ich seit dem Zeitpunkt auf Kriegsfuß, als ich mich vor ca. 20 Jahren mal vergriffen hab - schmecken halt anders als Spargel. Aber einfach mit Zwiebeln angedünstet, mit Mehl bestäubt, mit Gemüsebrühe aufgefüllt, mit Kichererbsen beschmissen und unter den Buchweizen gemischt, war es lecker.

  2. Lauchquiche, nach einem Rezept von Attila wird mich morgen im Büro erfreuen. Ich hab ne kleine Ecke probiert und damit würde ich jeden Fleischesser überzeugen, I swear!

  3. Espresso ist wohl immer vegan aber die Schokolade hab ich für mich entdeckt. Zartbitter-Mandel von Rapunzel - yes!

  4. Nudeln mit Gemüse (Pastinaken, Kohlrabi, Lauch, Tomaten)
    yum-yum

  5. Apfel-Feigen-Tarte
    War ok, muss ich aber nicht wiederholen
Bleibt nur noch zu erwähnen, dass ich ein rasantes Immunsystem hab. Freitag über Tag merke ich Gliederschmerzen und schicke mich selbst etwas früher nach Hause. Direkt in die Wanne und ins Bett. Samstag konnte ich bereits einkaufen und hab ansonsten mal halblang gemacht. Heute war schon wieder alles fit. Dazu hab ich dreimal ins Taschentuch geschnieft - wenn das meine Erkältung für diesen Winter (bzw. fürs gesamte letzte Jahr) war, dann darf ich wohl zufrieden sein.

Dienstag geht es wieder nach Süddeutschland - dann aber mit dem Flieger. Ihr könnt also ruhig Zug fahren. ;-)

Samstag, 23. Januar 2010

~ Warnung - Bahnfahrt mit einem SAM ~

Nein, es kommt keine lustige Geschichte über stundenlange Wartezeiten an Bahnhöfen und gefrorene Weichen oder, oder. Ich bin mit der Bahn nach Süddeutschland gefahren, die war pünktlich, ich konnte die Zeit nutzen und sinnvolle Dinge tun. Ich konnte mein eigenes Essen verspeisen (nein, junger Mann mit der Brille - ich kann es nicht gewesen sein - da muss jemand anderes ein Salamibrötchen und ein hart gekochtes Ei ausgepackt haben) und hatte keine übel riechenden Mitreisenden neben mir.

Wahrscheinlich roch ich etwas übel, da ich am Vorabend beim Italiener "aus Versehen" sehr viel Knoblauch gegessen hatte - ich entschuldige mich an dieser Stelle mal bei den mir bis heute unbekannten Mitreisenden.

Ein Vorsatz in 2010 ist, so viel es geht, meine Reisen mit der Bahn zu tätigen. Es ist die umweltfreundlichste Variante, es lässt mich Dinge wegarbeiten, für die ich im Büro nie Zeit bekomme und es ist in der Regel entspannender....aber... nur...

... wenn man MICH nicht als Mitreisende hat. Uahhhh.

Meine Rückfahrt gestern von München nach Köln wurde mal flott ne Stunde vorher übers Internet gebucht - auch wenn ich die heutigen Kommunikationsmittel ja gut nutze, so begeistert mich so etwas ja wirklich stark. Jetzt weiß ich nicht, ob ich beim Anklicken einen Fehler gemacht hab oder die Bahn einen Fehler gemacht hat. Auf jeden Fall saß ich in der Ruhezone. In der Ruhezone zu sitzen ist schön, wenn man privat reist und sich entspannen will. Da es sich bei mir aber um Arbeitszeit handelt, sieht das etwas anders aus.

Anfänglich war es auch nicht wirklich schlimm. So wie ich saßen dort mehrere Leute zufällig im Ruhebereich. Dass sich das irgendwann änderte, entzog sich aber meiner Aufmerksamkeit - zu sehr war ich schon mit mir und meinen Dingen beschäftigt. Irgendwann hatte ich den kompletten Tisch vom 4er-Platz vereinnahmt und reagierte auch nur leicht, als sich mir ein Herr gegenüber setzte, der auch ein wenig Platz haben wollte. Er räumte meine Sachen von dem Müllkläppchen weg und ich schupste das gedankenverloren direkt wieder drauf.

Dann klingelte bei mir ständig das Telefon. Ich hatte den Ton zwar ausgestellt und redete leise aber in einem ICE bekommt man ja alles mit. Das machte ich genau so lange, bis ein Herr neben mir stand und wütend auf das Ruheschild zeigte. Uhpsss... ich legte sofort auf und auch alle anderen Anrufe wurden abgelehnt. ES TUT MIR LEID - ECHT JETZT. Ich war wirklich so in Gedanken und in Arbeit, ich hab echt nichts mehr mitgeschnitten.

Später fiel mir dann noch ein, wie die Leute neben mir ständig auf meine Finger schauten, wahrscheinlich war das Tippen (ich fliege ziemlich schnell mit den Fingern über die Tasten, das kann vom Geräuschpegel her ziemlich nerven) auch noch zu laut. Von ständigen Gehampel mit dem Blackberry ganz zu schweigen.

Ich werden ganz sicher nicht mehr in der Ruhezone buchen, wenn ich unterwegs bin - I'm so sorry.

Ich bin eine SAM - eine Schlechteste Anzunehmende Mitreisende.

Donnerstag, 14. Januar 2010

~ Grüne Bohnensuppe mit Milch - Kindheitslieblingsgericht ~

Ich glaube, ich erwähnte es schon - als Kind mochte ich wenig - außer Kartoffeln. Wahrscheinlich zählte diese Suppe deswegen zu meinen Lieblingsgerichten, da sie zu einem großen Teil aus Kartoffeln besteht. Meine Großmutter machte immer Pfannkuchen dazu und da freitags kein Fleisch gegessen wurde, war das ein klassisches Freitagsgericht.

So weit ich weiß, ist es ein typisch rheinisches Gericht. Manche machen es mit Buttermilch (buähhhh), manche machen Speck dran aber bei uns zu Hause gab es sie immer ohne beides (oder Mutter?) und heute natürlich bei mir mit Sojamilch.

Rezept Grüne Bohnensuppe mit Milch (vegan) für eine Person (mit gutem Hunger)
200 g grüne Bohnen
400 g Kartoffeln
60ml Sojamilch
1/2 Lorbeerblatt
1/2 kleine Zwiebel
Pfeffer, Salz
Muskat

Bohnen waschen, schnibbeln und im Topf zu 2/3 mit Wasser bedecken. Zwiebel (am Stück) rein, Lorbeerblatt rein, Gewürze rein und ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden, kochen und danach zerstampfen. Lorbeerblatt und Zwiebeln aus der Suppe nehmen, Kartoffelstampf unterrühren, Sojamilch zugeben und mit Muskat und evtl. noch Salz und Pfeffer abschmecken.

Ich könnte drin baden!

Sonntag, 10. Januar 2010

~ Ethik in der Ernährung! ~

"Warum hast Du Dich für eine vegetarische Ernährung entschieden?" werde ich oft gefragt. Mir fallen diese Diskussionen oft nicht leicht, zum einen möchte ich nicht den Moralapostel geben und bin der Meinung, dass jeder seines Glückes Schmied ist zum anderen strengen mich diese Gespräche an. Ich hab fast den Eindruck, dass ich - wenn ich das sage, was ich wirklich denke - nie an einer hitzigen Diskussion vorbei komme und oft ist mir einfach nicht danach. Meisten sag ich einfach "weil ich das so will".

Anders herum ist es aber so, dass meine Beweggründe mehr und mehr zu welchen werden, die öffentlich diskutiert gehören, weil es uns einfach alle angeht.

So freue ich mich, heute in der Süddeutschen einen Artikel zu finden, der einfach das ausspricht, um was es mir hauptsächlich geht.

"Aber nur weil Du kein Fleisch verzehrst, wird sich die Welt doch nicht ändern!" kommen dann Stimmen - unterschwellig oder direkt.

Für mich ist es halt kein Verzicht auf etwas sondern ein Gewinn in neue Küchendimensionen, die noch lange nicht ausgekundschaftet sind. Ich würde mir so wünschen, dass sich viel mehr Menschen mit diesen Alternativen mit Freude befassen und einfach jeder ein kleines Stück beiträgt - im Sinne der eigenen Gesundheit und im Sinne, vielleicht doch etwas bewegen zu können. Damit meine ich immer noch nicht, dass jeder vegetarisch/vegan leben soll - aber eine deutliche Reduktion des Fleischverzehrs wäre wirklich erstrebenswert.

Und nun ist die Diskussion freigegeben, die ich ja eigentlich immer so gerne vermeide. ;-)

Samstag, 9. Januar 2010

~ Warten auf Daisy ~

In Erwartung, nicht mehr aus dem Fenster schauen zu können, weil sich Berge von Schnee vor unserem Balkon im 2. Stück türmen, springe ich früh aus dem Bett. Nix, kein neuer Schnee, keine erwarteten Schneeverwehungen, noch nicht mal Wind.

Juhu, ich nutze die Gunst der Stunde, schnappe mir meine Stöcke, um direkt nach dem Aufgehen der Sonne noch mal die frische Luft zu genießen.

Zugegebenermaßen ist es durch dann doch leicht aufkommenden Wind etwas kälter und macht einen totalen Spaß. 75 Minuten stapfe ich durch den Schnee, um mit Brötchen und Zeitung unterm Arm wieder heimzukommen.


Nein, wir haben keine Kerzen, keine Lebensmittel und auch sonst nicht vorgesorgt. Den Edeka-Markt in 300m Entfernung werde ich wohl noch erreichen können. ;-)

Ich bin gespannt, ob und was da noch kommt. Da wir heute Richtung Eifel fahren müssen/wollen, hoffe ich, dass Daisy uns einfach in Ruhe lässt.

Donnerstag, 7. Januar 2010

~ Wunderbar ~

Die Stöcke sind wieder im Einsatz - damit ne gute Stunde durch den Schnee stapfen ist gut. Königswetter ist das. Minus 3 Grad, Sonne und Schnee.


Es dämmert schon am Schluß der Runde, noch einen kleinen Schlenker, weils ja so schön ist.



Ich bin gespannt, was da die nächsten Tage auf uns zukommt.

Mittwoch, 6. Januar 2010

~ Rosenkohl-Spaghetti ~

Angelehnt mal wieder an die aktuelle Schrot und Korn gab es heute Abend eine leichte Abwandlung des dortigen "Lauwarmer Rosenkohlsalat mit Buchweizennudeln".

Zutaten (für 1 Portion):

100g Spaghetti
1 TL Öl
100g Rosenkohl
1 mittlere Möhre
1/4 scharfe Peperoni
1/2 Zwiebel
3-4 g frischer Ingwer gehackt
30ml Sojasauce
1 Prise Zucker
10g Erdnüsse geröstet und gesalzen

Rosenkohl putzen und einmal durchschneiden. Möhre in dünne Scheiben schneiden. Zwiebel in kleine Würfel schnippeln. Peperoni klein hacken.

Alles in dem erhitzen Öl kräftig anbraten und nach ca. 1-2 Minuten mit der Sojasauce ablöschen. Ein bisschen Zucker dazu und dann für ca. 5 Minuten unterm Deckel köcheln lassen. In der Zeit die Spaghetti kochen, abtropfen lassen und unter die Sauce mischen. Auf den Teller packen, Erdnüsse drüber werfen und essen.

Ich hab es durch mehr Nudeln und heiß gegessen als Hauptmahlzeit verputzt. Mal wieder für die Rubrik schnell und lecker. Der Ingwer in Verbindung mit dem Rosenkohl ist toll.

Dienstag, 5. Januar 2010

~ 11 Tage ~

Hoppla, 11 Tage keinen Eintrag mehr! Was ist los?

Nun ja, wir sind für ein paar Tage auf die Insel verschwunden. Eine Insel, die durchaus auch im Winter ihren Reiz hat, allerdings dann deutlich weniger bevölkert ist, was einerseits sehr schön andererseits aber manchmal auch anstrengend ist, z.B. schon bei der Hotelauswahl oder wenn man etwas ländlicher ist und Essen gehen möchte. Das aber nur als Randbemerkung, es hat uns nicht wirklich gestört.

Vorab aber noch ein paar Zeilen zu der 5. Etappe unserer Rheinsteig-Wanderung vom Frollein und mir. Am 27.12. - also direkt nach den Weihnachtstagen - haben wir uns auf den Weg gemacht - von Bad Hönningen nach Leutesdorf waren es gut 21km und knapp 700 Höhenmeter. Die Strecke war uns an dem Tag irgendwie nicht angetan, dabei fing eigentlich alles gut an. Das Thermometer zeigte knappe Frosttemperaturen und als ich mich früh morgens auf den Weg machte und am Rhein lang fuhr, sah es wirklich richtig gut aus.

Wir hatten für ausreichend Verpflegung gesorgt und freuten uns auch - aber irgendwie sprang der Funke vom Herrn Rheinsteig nicht so richtig über. Die Etappe ist verhext - wir wissen das.

Zu erwähnen ist noch, dass wir uns von weitem eine Bank fürs Mittagessen (Kartoffelsalat mit Rote Bete und grünen Bohnen) ausgesucht hatten, auf dem wir beim näher kommen, den folgenden Spruch finden konnten.

Wer es nicht richtig lesen kann, dort steht "Jäger sind widerliche Lustmörder". Wir fandens lustig und genossen unser veganes Mahl. Ach ja, zum Frühstück gabs Kürbissuppe und zwischendurch Apfelbrötchen... wir waren wirklich gut versorgt. Was das Frollein da mit dem Baum macht, bleibt unser Geheimnis - nur so viel... es hat nicht geklappt. ;-)

Einen Tag später gings dann ab nach Mallorca. Hier nur ein paar Bildchen dazu:

Nach unserer Ankunft starteten wir mit einem Frühstück in Palma. Wer schon auf Mallorca war, kennt den immer wieder tollen Anblick der Kathedrale. Sie hält mich jedes mal fast so in Atem wie der Anblick des Kölner Doms - wohlgemerkt, nur fast. Der Himmel ist auf jeden Fall meistens etwas blauer.


Mallorca ist nicht ganz so weihnachtlich geschmückt, wie wir es letztes Jahr auf Madeira gesehen haben - dafür das Essen aber um Welten besser. ;-))

Auf jeden Fall gab es für mich als Rheinländer immer mal wieder diese netten Kombinationen von weihnachtlich und mediterran.

Mittags saßen wir meistens bei einem Happen und vielleicht auch einem Glas Wein lange auf irgendwelchen Plätzen und schauten dem Treiben zu - die Kinder hatten viel Spaß, ihre neuen Weihnachtsgeschenke in Form von pinken Tretrollern o.ä. auszuführen. Die beiden hier kletterten auf einen für meinen Geschmack viel zu hohe Mauer für ihr Alter. Die Südländer sehen das wohl etwas gelassener. Ist ja auch nix passiert.

Immer boten sich auf Wanderungen schöne Ein- und Ausblicke.

Und der Himmel meistens so blau.

Das folgende Kind hier brachte mir Erinnerungen an meine Kindheit (Eltern aufgepasst). Wir fuhren früher auch immer nach Spanien/Festland. Als Kind - ungefähr in dem Alter des Mädchens hier - fand ich es immer ganz toll, dass die Mädchen schon kleine Absätze an ihren Schuhen hatten. Ich kann mich an einen Spaziergang durch eine Stadt erinnern (wahrscheinlich war es Benidorm), bei dem ich die ganze Zeit auf Zehenspitzen ging, um die Schuhe zu simulieren - ich vermute, die Eltern haben nix gemerkt oder sich nur gewundert. ;-)

Das Mädchen auf dem Bild hatte Mini-Flamenco-Schuhe an und lief die ganze Zeit den Blättern hinterher, die bei dem ordentlichen Wind doch schnell und in guten Böen über den Platz fegten.

Wilde Tiere sahen wir auch. ;-)

Und nette Fischerörtchen (wobei hier das Wort Ort schon falsch ist - das waren eher Hütten, wobei die wohl mehr als Wochenendaufenthaltsorte genutzt wurden).

Und wieder der blaue Himmel.

Und natürlich Tapas - ist doch klar.
Hier in dem Lokal 13 % - sehr empfehlenswert. Es gab für mich auch ne gute Auswahl an vegetarischen bzw. veganen Tapas, insgesamt gefällt mir die spanische Küche mit viel Gemüse und Kartoffeln;-)) immer wieder gut.-


Wir sind moderat gewandert, haben uns viel Zeit für Essen und Trinken gelassen und ich hab sage und schreibe 3 Bücher in einer Woche verschlungen, das war grandios. Besonders das Buch "Der Schatten des Windes" hat mir in dem Zusammenhang gefallen, dass wir in einem kleinen Stadthotel im Norden von Mallorca untergebracht waren (Danke, Hase für die Empfehlung). Wenn ich aus dem Spanien der Nachkriegszeit las, konnte ich in dem alten Gebälk und hinter den dicken Mauern so richtig mitspüren bis auch ein wenig Angst vor der Geschichte dieser Häuser bekommen. Ja... so wars auf Mallorca zum Jahreswechsel 2009/2010.

Ach ja, Jahreswechsel. Den hab ich dann mal verschlafen. Wenn das nicht mal ein gutes Zeichen für 2010 ist.

Allen Lesern wünsche ich ein super Jahr 2010 - macht das Beste daraus, es liegt an uns.