Mittwoch, 3. Februar 2010

~ Patriarchat im Flieger! ~

Mädels, was ist los? Immer das gleiche Bild im Flieger, die aufgrund der Uhrzeit hauptsächlich Business-Flieger sind: 98 % Männer in dunklen Anzügen und 2 % Frauen.

In meiner techniklastigen Arbeitswelt bin ich es ja schon gewohnt - aber warum eigentlich?

Nee Mädels, so wird das nix mit der Gleichberechtigung und Emanzipation - ich bin für eine 50/50-Quote im Flieger.

Kommentare:

  1. na danke - das ist einer der Punkte, in denen ich nicht die geringste Neigung verspüre, es den Männern nachzutun.

    In allen Firmen, in denen ich bisher gearbeitet habe, waren locker 98% aller Flüge total sinnlos und man hätte es auch per Telefon, Videokonferenz, Paketboten ... aushandeln können. Eine rein selbstverliebte Rumgurkerei zwecks Shakehands, Blabla ... Energie- und Zeit-vernichtend, das mehr als fragwürdige Wirtschaftswachstum ankurbeln wollend aber nie hinterfragend ...

    Vermutlich sind die einzigen, die wirklich MIT Sinn und Grund fliegen, die 2% Frauen und der Anteil der sinnhaften Insassen wäre fiffty-fiffty, wenn nicht mehr Frauen sondern alle Männer nicht fliegen würden, bei denen es überflüssig ist ;-)

    (und *schwupp* wäre Energie gespart, co2-Ausstoß verringern, Startbahnen unnötig geworden ...)

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  2. Dem Beitrag von Lizzy kann ich nur zustimmen. Full ACK.
    Cheers, sapsi

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  3. Ja....aber...meine Firma ist für mich aber echt mal viel leichter mit dem Auto als mit dem Flugzeug zu erreichen. Echt jetzt mal!

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  4. Bin ja kein Mädel..aber die 7km schaffe ich auch so zur Firma. Und leider (ich fliege gerne) kann ich meine Arbeit auch nur hier leisten.

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  5. Von mir aus können die Ladys, die, kaum dass sie den ICE betreten haben, ihre ich-bin-ja-so-eine-wichtige-Topmanagerin Telefonate beginnen, an denen das ganze Abteil ungefragt Anteil nehmen muss (nein, keine Ruhezonen), gerne alle in den Flieger steigen. Dann kann ich wenigstens in Ruhe arbeiten.

    Lizzy und Sapsi: Auch in Zeiten von Internet, Vidiokonferenzen und was auch immer ist der persönliche Kontakt zum Kunden nicht zu unterschätzen, auch und gerade wenn man das eigentlich alles auch aus der Ferne klären kann.

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  6. @Lizzy/Sapsi - das ist eine Sicht der Dinge und recht pauschal. Aber Du spricht ja auch nur von den Firmen, für die Du gearbeitet hast. ;-))

    Kommunikation in persönlicher Form ist gerade in der heutigen Zeit unerlässlich. Kunden und Mitarbeiter kannst Du phasenweise nicht mit Telefonkonferenzen bedienen. Gerade Mail- und Internetverkehr bietet bereits deutlich zu starke Mißverständnis-Angebote.

    @Frollein - wär auch echt doof anders.;-)

    @Martin - und mal ganz ehrlich: Ich bin keine begeisterte Reiserin. Es gehört zu meinem Beruf und deswegen tue ich es. Hätte ich einen anderen, wäre ich sehr zufrieden mit 7km Arbeitsweg (ein Traum). In meinen vertrieblichen Anfängen fand ich Reisen spannend und vielleicht auch ein wenig wichtig. Das verliert sich schnell und ein Hotel sieht aus wie das andere. Von den Städten sieht man reichlich wenig - also wenig Fun-Faktor dabei. Nicht mißverstehen, ich klage nicht - es ist einfach ein Teil aber völlig o.k., wenn das nicht Inhalt des Berufes ist.

    @Nordläufer - Du warst aber letztlich nicht mit mir in der Bahn, oder? *schäm* Wobei ich dieses Verhalten eher an Männern feststelle - aber da ist wahrscheinlich meine Sichtweise einseitig geprägt. ;-) und ansonsten: Genau!

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  7. Zu manchen Fragen gönne ich mir eine - nach reiflichen Abwägungen und in ausführlicher Kenntnis der von dir und Ralf genannten Argumente - pauschalisierte und einseitige Sicht der Dinge. Vermutlich hat da jeder so seine Punkte, bei denen er/sie sich das gestattet und ich gehe gerne gleich in die Vollen uns würde bei der Verkehrspolitik ansetzen. Aber SOWAS VON :-D

    Es sind ca. 1 Dutzend Firmen, für die ich bisher gearbeitet habe und von noch viel mehr bekomme ich es mit. Und mit einem beruflich Vielreisenden (letztes Jahr mehrfach USA, Australien, Irland ...) verheiratet, isses jetzt nicht nur die blanke Theorie, aus der ich meine Ansichten schöpfe ...

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  8. OK, ich ziehe schon mal zurück und fahre mit dem Rad! ;-)

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  9. Gerd, endlich einer, der versteht. ;-)

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  10. Und niemand hat Mitleid mit uns - den Dunkelanzugträgern, die ständig die ganzen anderen dummen Dunkelanzugträger auf den Provinzflughäfen dieser Republik ertragen müssen? *ABLACH*

    Also ich wäre sofort für die 50/50-Quote! Das würde das ganze Dilemma wenigstens etwas auflockern.

    Es ist nun mal so, bei manchen Leuten gehört das zum Job dazu. Ich versuche wann immer es geht, die Bahn statt dem Flieger zu benutzen und bis nach Hannover und Frankfurt funktioniert das auch ganz gut. Mit selbstverliebter Rumgurkerei hat das übrigens nichts zu tun. Allerdings gibt es zugegebenermaßen auch viele Anzugträger, bei denen das zweifelsfrei zutrifft ;-)

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  11. Gottogott, es muss natürlich "statt des Fliegers" heissen... :-)...

    Ich sollte eine Arbeitsgruppe gründen... "Deutsch für Dunkelanzugsträger"... Frauen mit Handy und wichtigen Gesprächen dürfen natürlich auch teilnehmen. Erstes Projektmeeting in einer Ruhezone im ICE :-)))))

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  12. Ich bin dabei - sag mir nur noch den Namen vom/des ICE, Uhrzeit und Reiseziel. Wir treffen uns in der Ruhezone. Ich kann ja dann auch mal den dunklen Anzug anziehen.

    Das mit dem Genitiv und so... ist ja eh alles Schweinkram.

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