Samstag, 29. Mai 2010

~ Friede, Freude, Rhabarbermarmelade ~

So ne schnöde Rhabarbermarmelade ist mir ja zu langweilig. Entzückt war und bin ich, nachdem ist das Rezept - Klick -  gefunden hab - Rhabarber-Möhren-Marmelade. Ich hab nur ca. 700g Zucker anstatt der angegebenen 1500g genommen und das reicht vollkommen. Echt mal wieder lecker, durch die Zitrusschalen und die Säfte schmeckt es auch ein wenig nach Orange. Nicht schlecht.


Und natürlich möchte ich verkünden, dass Otto den Weg heim gefunden hat, inkl. Kuckuck bzw. Ente. Die Odyssee hat ein Ende.

Freitag, 28. Mai 2010

~ I'm singin' in the rain ~

Die Welt ist grau, es nieselt am frühen Morgen. Die silbernen Puma-Schuhe schlummern noch still vor sich hin, als ich gemeinsam mit ihnen auf die Straße gehe.

Ich traue mich, mal weiter raus zu schwimmen - nicht einfach nah an zu Hause bleiben mit der Angst, es könnte ja ein prompter Abbruch kommen. Ich denk einfach nicht drüber nach.

Die letzten Kilometer öffnen sich die Schleusen und es gießt - meine Güte, hab ich das vermisst.

Es ist immer noch kein Durchbruch - das wäre es, wenn ich schmerzfrei wäre - aber ein kleiner Schritt in die richtige Richtung - 6km am frühen Morgen im Regen. Und wenn es nur diese Woche ist, wo das klappt. Das ist schon mal was.

Montag, 24. Mai 2010

~ Ziel: 33 % ~

Das Wenige, das du tun kannst, ist viel... (Albert Schweitzer- 1875 - 1965)

Und schon wieder bin ich gestolpert - über einen interessanten Bericht und Forderungen. Wer Lust hat, einfach mal drauf klicken (Klick) - dort steht sehr schön zusammen gefasst, um was es eigentlich geht. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen - für uns, für die Tiere und für unsere Kinder. Es ist ein tägliches Abwägen für mich. Warum bin ich schon wieder mit 180 über die Autobahn gedüst? Wo kauf ich meine Klamotten sinnvoll ein, ohne sowohl beim Anbau als auch bei der Verarbeitung einem Menschen oder Tier zu schaden? Ich hinterlasse mit all meinem Tun Spuren auf unserer Welt und ich versuche (entgegen meinem sonstigen Charakter;-)) immer wieder ein bisschen leiser und unauffälliger in dem Zusammenhang zu sein. Damit meine ich weniger meine Extrovertiertheit. ;-))

Es geht nicht um das eine Kotelett beim Grillen - es geht um viel mehr und ich finde, das dürfen wir nicht einfach mit "Mein Fleisch ist mir wichtig." wegputzen, oder? Eine Reduzierung des Fleischkonsums um 33 % wird gefordert - das würde uns sicherlich allen gut tun. Weg vom billigen Fleisch, hin zum Sonntagsbraten.

Und dann an der Stelle auch mal eine Antwort auf die viel gestellte Frage: "Eier? Warum denn keine Eier?":

Samstag, 22. Mai 2010

~ Sonne, Laufen, Essen ~

Was braucht man mehr zum glücklich sein, oder?

Einfach mal hier nach langem Schweigen ein Update zur Laufsituation. Es hat sich NICHTS wirklich verbessert. Ich machs kurz: Letzte Woche Orthopäde - Ischias - Spritze innen Rücken und jetzt mal schauen. Es ist auf jeden Fall weniger schmerzhaft aber es ist nicht weg (wie der Arzt vermutete). Mal schauen. Ich bin genügsam, soweit dazu. Das sind jetzt über 1,5 Jahre, das kann ja nicht von jetzt auf gleich weggehen, oder?

Auf jeden Fall führte das dazu, dass ich heute (ich muss ja üben;-)) ganze 5km im Sonnenschein gelaufen bin. War das schön. Den Rest des Tages hab ich geschützt unter der Markise verbracht und abwechselnd gelesen, geschlafen und gegessen. So ist das. Mein Bester brütet schon zwei Wochen an einer Krankheit rum, deswegen gibt es wenig Ausflüge, was das Wetter ja hergäbe. Allerdings bin ich recht zufrieden mit dem Balkontag.

Zum Abendessen hab ich dann einfach Gerichte von Alfons und Atilla gemischt. Das Ragout von grünem Spargel und Pilzen (im Original sind es Pfifferlinge) kam von Alfons - die Polenta kam von Atilla. Mir hats gut geschmeckt und ich danke Alfons wirklich für die guten Kreationen, die ich so gut umwandeln kann. Auf dem Foto ist der Spargel leider in den Schatten des Bildes gerutscht. Hm....das üben wir wohl noch mal.

Dienstag, 18. Mai 2010

Montag, 17. Mai 2010

~ Zweierlei Muffins oder Eier sind überbewertet ~

Rhabarber, Rhabarber - da müssen Muffins her. Gesagt getan:

Dinkel-Haselnuss-Rhabarber-Muffins

  • 200g Dinkelmehl
  • 100g gemahlene Haselnüsse
  • 3 TL Backpulver
  • 100 g Zucker
  • 50g Alsan oder andere vegane Margarine
  • 200 ml Dinkelmilch
  • 1/2 Stange Rhabarber
Alle Zutaten bis auf den Rhabarber zusammen in eine Schüssel (die Margarine schmelzen) und gut mit dem Mixer auf höchster Stufe durchrühren. Zum Schluß den in kleine Stücke geschnittenen Rhabarber unterheben. Die Masse in eine Muffinsform (12 Stück) in Papierchen füllen.

Bei 175°C 20 Minuten backen


Müslimuffins

  • 120g Dinkelmehl
  • 3 TL geh. Backpulver
  • 80g Agavendicksaft
  • 100g Alsan
  • 50g Haselnüsse - gehackt
  • 60g 6-Korn-Flocken
  • 20g Haferflocken
  • 40g Rosinen
  • 20g Mandelstifte
  • 20g Kürbiskerne
  • 20g Leinsaat
  • 50ml Dinkelmilch
  • 2 Eßl. Sojamehl
  • 1 Schuss Essig
Alle Zutaten zusammen in eine Schüssel (die Margarine schmelzen) und gut mit dem Mixer auf höchster Stufe durchrühren. Die Masse in eine Muffinsform (12 Stück) in Papierchen füllen. Bei 190°C 30 Minuten backen.

Die Müslimuffins sind nicht so süss wie die Kuchenmuffins und können schön als Zwischendurchmahlzeit verzehrt werden - ganz sicher nix für Süssmäulchen sondern solchen, denen vermeintlich gesundes Essen einfach schmeckt. ;-)

Da ich heute Süssdrang hatte, hab ich noch folgendes Rhabarber-Mus gemacht - als Nachtisch und für zwischen die Muffins:

Rhabarbermus:

  • 200g Rhabarber putzen und in Stücke schneiden (ca. 5cm)
  • 100g Rohrzucker
  • 1/4 Vanilleschote
  • 1 Eßl. Speisestärke
  • 5 Eßl. Wasser
Rhabarber mit Zucker in einen Topf geben und so lange dünsten, bis das Gemüse weich ist. Sobald sich die ersten Säfte bilden, das ausgekratzte Mark der Vanilleschote zugeben und die geleerte Schote ebenfalls mit beigeben. Sobald das Gemüse weich ist, mit Speisestärke und Wasser binden. Abkühlen lassen, bis es lauwarm ist und dann zwischen die Muffins füllen.

Tja, Backen ohne Eier? Das hab ich mich vor einem Jahr gefragt und hätte nie gedacht, wie leicht das geht.

Sonntag, 16. Mai 2010

~ Ja, ich koche auch noch ~


 Zugegebenermaßen ist meiner Experimentierfreude bzw. meiner Kreativität durch Zeitmangel ein wenig ne Grenze gesetzt. Wenn ich innerhalb der Woche keine Ruhe hab, um Rezepte zu wälzen und Dinge zu überlegen, dann steh ich am Wochenende ohne Vorbereitung da und dann gibts halt Standard.

Ein wenig gabs dann aber doch:

Bei Claudia hab ich mir die naheliegende Idee zum englischen Frühstück abgeschaut. Heute nach einem kurzen Lauf war das genau das Richtige für mich. Mangels den typischen Bohnen hab ich einfach Kichererbsen in eine Tomatensauce geworfen. Aufgepeppt wurde das Ganze mit Bockshornkleesprossen. Die sind recht würzig. Sprossen enthalten viel Vitamin A/B1 und C sowie Calcium, Kalium, Magnesium und Eisen. Deshalb spriessen bei mir im Sprossenglas permanent irgendwelche Sprossen vor sich hin, die meistens den Weg aufs Brot finden. Sesam enthält ebenfalls viel Eisen und Kalzium - deswegen rutscht gerne mal ne Spur davon übers Essen. Schmecken tuts ja auch gut.

Am vergangenen Feiertag war mir nach Spargel und Rhabarber. Ich muss gestehen, dass ich noch nie selbst Rhabarber verarbeitet hab.

Als erstes gabs dann den Rhabarber-Streuselkuchen (Rezept für eine kleine Form):

Teig:
150g Dinkelmehl
50g Rohrzucker
80g Alsan
1 TL Backpulver
3 Eßl. Sojamilch

Füllung:
2 Stangen Rhabarber, geschält und klein geschnitten (ca. 5cm)

Streusel:
 80g Mehl
60 Alsan
50g Rohrzucker
1 TL Zimt

Weiche Margarine mit Sojamilch und Zucker schaumig rühren, Mehl mit Backpulver mischen und nach und nach unter den Teig geben. Teig in eine kleine Springform geben. Klein geschnittenen Rhabarber auf den Teig geben und mit Streusel (einfach alle Zutaten mischen - muss krümelig sein - sollte das nicht der Fall sein, einfach Mehl hinzufügen) bedecken.

Bei 180°C 40 Minuten backen und warm essen.

Fürs Abendessen hab ich mich an einem Schichtnachtisch versucht.

Erdbeer-Rhabarber-Hochzeit - für 2 Personen

6 Erdbeeren vierteln und in Gläser füllen
20g Zartbitterkuvertüre im Wasserbad schmelzen und mich 100g Sojajoghurt vermischen. Das Ganze mit 2 TL Agavendicksaft süssen und mit einer Prise Chili würzen. Wenn fertig, auf die Erdbeeren packen.

1 Stange Rhabarber schälen und in kleine Stücke schneiden. Mit 3 TL Zucker in einem Topf geben und so lange dünsten, bis der Rhabarber weich ist. Das wiederum auf die Schokomasse füllen.

100g Sojajoghurt mit 1 Beutel Vanillezucker vermischen und auf die Rhabarbermasse füllen.

Streusel wie beim o.g. Kuchen herstellen (oder alternativ Kekse zerkleinern) und auf die Joghurtmasse geben.

Feddisch.

Heute Abend gibts wieder Spargel und ich liebäugel mit Rhabarberfmuffins - da müsste sich doch was machen lassen.

Falls Jemand ein Rezept gegen undefinierbare Gliederschmerzen hat - nehm ich gerne entgegen. Ich brüte Krankheiten oft unterschwellig aus. Also irgendwas hab ich, weiß aber nicht was. Blöd.

Samstag, 15. Mai 2010

~ Ne kleine Statistik ~

Mehr durch Zufall hab ich das heute berechnet: Seit meiner Umstellung auf vegetarisches Essen im Februar 2009 und anschließender deutlicher Tendenz zur veganen Ernährung (keine Ahnung mehr, wann ich das umgesetzt hab), hab ich statistisch gesehen

- 17 Tiere NICHT gegessen
- zusammen mit meinem Partner ca. 677 Eier NICHT gegessen - das macht 2,5 Hühner, die nicht leiden mussten
- 250kg Milchprodukte nicht verzehrt = 31 Tage, die eine Kuh für mich nicht gemolken werden musste

Ich schreib das hier nicht, weil ich mich jetzt toll und als besseren Menschen fühle, sondern weil ich erstaunlich finde, wie schnell man wie viel Auswirkung haben kann. Natürlich ist das wenig im Vergleich zu den jährlich ca. 620 Million in Deutschland geschlachteten Tieren - das ist mir auch klar. Da ich aber noch nie drauf geachtet hab, wie viel Tier ich gegessen hab, fand ich die Auswirkung in meinem kleinen Kosmos schon erstaunlich.

Jetzt muss ich nur noch ausrechnen, wie viel Tofubohnen für mich ihr Leben lassen mussten. Ufff....

*PS: Die Quellen für die Zahlen stammen von unterschiedlichen Websites und konnten von mir nicht auf Wahrhaftigkeit geprüft werden.

~ Horizontal ~

Die Horizontale ist ganz gefährlich für mich. Ich glaub, ich hab so nen Kippschalter im Kopf. Horizontal = Augen zu und schlafen. Das funktioniert besonders gut, wenn es auf dem Sofa ist. Egal, ob ich lese oder Fernseh schaue, sobald ich den Körper kippe - Augen zu und schlafen.

Das funktioniert natürlich nur dann, wenn man es nicht will und rettet nicht vor schlaflosen Nächten.

So muss ich mich also nicht wundern, wenn ich mal wieder an einem Samstag morgen um 5.00 Uhr früh die Knöppe aufhab. Schließlich hab ich ab 20.15 Uhr die meiste Zeit schon geschlafen. Und ich wette, heute Abend auf dem Sofa - Horizontal = Augen zu und schlafen.

Und kommt mir bloß nicht mit so einfachen Tipps wie... "dann bleib doch einfach sitzen".

Donnerstag, 13. Mai 2010

~ Nachwuchs ~

Irgendwas stimmt da nicht.

Sonntag, 9. Mai 2010

~ Die Gedanken sind frei. ~

Seit meinem letzten Post beschäftigen mit die Reaktionen der LeserInnen und meine eigenen recht stark. Ich bin wankelmütig in meinen Gedanken. Ja, ich hab Verständnis für Reaktionen und Argumente, warum "man" denn nicht auf tierische Produkte verzichten möchte.

Und dann lese ich Berichte, wie z.B. den hier: Klick und alle Zellen gehen auf Widerstand. Klar ist meine heutige Sichtweise anders, weil ich weiß, wie leicht und lecker es ist, ganz von tierischen Produkten Abstand zu nehmen. Ich hätte diesen Bericht früher nicht gelesen bzw. nur angelesen und dann weggeklickt - nein, ich will das nicht wissen - ganz normaler Schutzmechanismus. Lese ich das, komme ich nicht umhin, mein Verhalten zu überdenken.

Heute lese ich das, schaue Filme und möchte manchmal einfach nur hinaus schreien "Esst Salat". Dann möchte ich aber nicht diese militante Vegetarierin sein, die keinen Raum und keine Akzeptanz für andere Denkweisen lässt und dann kommen Momente, in denen ist es wirklich schwer - wenn mal wieder jemand sagt "Kein Fleisch? Das kann ich mir nicht vorstellen, ich BRAUCHE Fleisch."

Und dann denke ich an das Zitat von Paul Mc Cartney: "Wenn Schlachthäuser Wände aus Glas hätten, wäre jeder Vegetarier" und frage mich, wie ich es schaffen kann, wenigstens ein bisschen was zu erreichen - ein bisschen zum Nachdenken anzuregen.

Aus der Gedankenwelt eines manchmal verwirrten Blumenmondes.


Montag, 3. Mai 2010

~ Was brauchen wir wirklich? ~

Ein Beitrag, auf den ich heute aufmerksam gemacht wurde. Er entspricht nicht mehr meinen Einstellungen aber gerade deshalb möchte ich ihn hier posten.

Zarte Gemüter (hallo Hase), bitte nicht anklicken.

Titel - Thesen - Temperamente - Der versteckte Tod: Klick

Samstag, 1. Mai 2010

~ Highway to hell ... ~

Der Kölsche sagt ja gerne "Et jitt kein jrößer Leid, als dat der Minsch sich selvs aan deit". In dem Zusammenhang bin ich auf die Idee gekommen, meinen Besuch in der Niederlassung Süddeutschland am Freitag Nachmittag zu beenden und mit dem Auto nach Hause zu fahren. Es hat mich keiner gezwungen, ich war selbst schuld.

Bin knapp 7 Stunden inkl. 2 Pause war ich gar nicht so schlecht, kenne dann jetzt endlich mal alle Funktionen an meinem Navigationsgerät und hab die Sender rauf und runter gehört.

Ich erinnerte mich an den Vorsatz, mehr DLF zu hören und war sehr erstaunt, dass dort dieses Lied gespielt wurde. Ok, verdrückt - kann ja bei der Fahrt schon mal passieren. Nachdem ich bei DLF genug über die Not der Doktoranten gehört hatte und mich der Ausnahmejazztrompeter nicht so stark interessierte, landete ich irgendwann auf WDR5. Da blieb ich hängen und hörte mir ne ganze Weile Geschichten über die erste Liebe an. Falls Ihr den Link anklickt - Nr. 2 find ich ziemlich putzig. Die Zeit verging echt wie im Flug - zwischendurch mal SWR3 mit ihrem Konzert in Winnenden. Radio hören macht echt Spaß.

Trotzdem, den Freitag auf der Autobahn werd ich mir zukünftig schenken, bis die Erinnerungen an die gefahrenen Umwege verblasst sind.

Falls jemand Otto vermisst hat - ich hab Nachrichten und neue Bilder. Er war schon vor der Haustür aber ich nicht da. Und - oh Überraschung - es steht Nachwuchs ins Haus. Iss schon echt putzig - also Ottoline wohl. Die Reise ist noch nicht zu Ende.