Montag, 3. Mai 2010

~ Was brauchen wir wirklich? ~

Ein Beitrag, auf den ich heute aufmerksam gemacht wurde. Er entspricht nicht mehr meinen Einstellungen aber gerade deshalb möchte ich ihn hier posten.

Zarte Gemüter (hallo Hase), bitte nicht anklicken.

Titel - Thesen - Temperamente - Der versteckte Tod: Klick

Kommentare:

  1. Tja nun, jetzt traue ich mich tatsächlich nicht, mir das anzuschauen, wenn du mich schon so explizit vorwarnst.... :o/

    Verrätst du mir, worum es in dem Beitrag genau geht und was genau davon nicht mehr deiner Einstellung entspricht?
    Wie gesagt, ich habe es nicht gesehen und bin aber doch neugierig....

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  2. Am besten liest Du den folgenden Link durch: Das sagt alles aus dem Beitrag ohne die Bilder zu zeigen. http://www.daserste.de/ttt/beitrag_dyn~uid,kp87boptpazxm0mu~cm.asp

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  3. Ich habe nur den Anfang gesehen und der hat gereicht um zu wissen das ich das nicht brauche :(

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  4. Am Ende des Beitrages sagt der Fotograf, dass wir doch nur so viel Fleisch konsumieren sollen, wie wir brauchen. Daher rührt die Frage? Wer soll das beantworten? Den Ansatz unterstütz ich ja, dass weniger Fleisch gegessen werden MUSS, aber "so viel wir brauchen"? Wenn ich den ein oder anderen frage, den ich kenne, bekomme ich darauf als Antwort "morgens mittags abends". Hmmm.

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  5. Ja, guter Ansatz. Dass wir nur soviel Fleisch essen, wie wir brauchen. Unterschreib ich sofort.
    Ähm. Wir brauchen kein Fleisch :-)))

    Die Bilder sind sehr gut gemacht.
    Am meisten berührt mich das mit den Lämmern, die in das Schlachthaus gucken und ihre toten Kollegen von der Decke hängen sehen.
    Schlimm find ich das.

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  6. Danke für den Link, Anja. Jetzt habe ich es gelesen. Und ich kann dir nur zustimmen. Dieser Ausili ist ja sowas von inkonsequent, wie man überhaupt nur sein kann, ich versteh das überhaupt nicht, was der da von sich gibt. Er ist also angeblich total erschüttert von dem, was er da in den Schlachthäusern erlebt hat, es ging ihm so richtig nahe und er hat selber gespürt, in welchem Masse die Tiere leidensfähig sind - und dennoch möchte er die Menschen nicht vom Fleischessen abhalten? Jeder soll nur das an Fleisch essen, 'was er braucht'? Das ist ja nun mal so richtig der Freifahrschein für diejenigen, die sagen, ja, ok, ich brauche es nun einmal, und zwar täglich, wie du auch ganz richtig schreibst.
    Ich kann mich nur wundern.

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  7. Den Bericht finde ich sehr, sehr traurig...weniger wegen der Inkonsequenz des Protagonisten, sondern wegen der Beobachtung die er gemacht hat.
    Logisch isses inkonsequent danach weiter Fleisch zu essen, aber wer von uns war das nicht? Ich denke mal das niemand gedacht hat, das die Tiere im Schlachthof totgestreichelt werden, oder? Und Berichte über Schlachthöfe gab's ja nun auch früher schon genug im Fernsehen.
    Diese Entrüstung finde ich ziemlich scheinheilig.

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  8. ingazWenn man andere nicht versteht oder ihr Handeln inkonsequent findet hilft es ja manchmal sich zurück zu erinnern. Wie war das vor einem halben oder einem ganzen Jahr? Die Zustände in den Schlachthäusern waren damals schon genauso schlimm wie heute und denkende, gut informierte Menschen wussten das auch. Trotzdem hat das Steak geschmeckt, sehr sogar.

    Ich finde die Idee nur noch soviel Fleisch zu essen, wie man braucht sehr gut. Denn es bedeutet doch, üder das Essen nachzudenken und seine Essgewohnheiten zu hinterfragen. Nicht jeder ist bereit, einen radikalen Schnitt zu machen, kleine Schritte dagegen sind oft leichter möglich und auch besser in den Alltag zu integrieren.

    Obwohl ich mich seit nunmehr einem Monat überwiegend vegetarisch ernähre glaube ich immer noch nicht, dass ich damit aus ethischer und ökologischer Sicht ein leuchtendes Vorbild bin. Ich esse nämlich beiweitem nicht nur einheimisches Obst und Gemüse und bin mir deshalb überhaupt nicht sicher, ob ich nicht irgendeinem Hunger leidenden Volk in der dritten Welt seine letzten Nahrungsmittel wegesse und dass der Erzeugung und der Transport von Paprika, Tomaten und was weiß ich ökologisch völlig unbedenklich ist, nun ja - das kann man glauben, muss man aber nicht.

    Wohl dem, der sich den Winter über im Wesentlichen von Kohl und Kartoffeln ernährt hat.

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  9. Frollein Holle4. Mai 2010 um 13:34

    Hach Ralf, ich mag Dich ;)

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  10. Ja, Ralf, das hat wirklich Hand und Fuss, was du da sagst.

    Ich möchte jetzt aber trotzdem nochmal erklären, wie ich das meine, dass ich den Herrn Ausili nicht verstehe.

    Ja, auch ich war früher kein bisschen besser. Auch ich habe mein Schinkensandwich verzehrt und dabei die Tatsache, wie es 'entstanden' ist, erfolgreich verdrängt. Ich habe schlicht und einfach nicht darüber nachgedacht, und das finde ich heute traurig und schlimm, und ich schäme mich dafür.
    Aber (und das soll jetzt aber keinesfalls zu meiner Entschuldigung beitragen oder so!!) ich bin früher, als ich noch Fleisch gegessen habe, nicht in ein Schlachthaus gegangen, habe dort die Tiere auf ihrem Leidensweg fotografiert und dann hinterher erklärt, dass ich troztdem nach wie vor Fleisch verzehren möchte. DAS ist es, was ich nicht nachvollziehen kann. Dass er diese ganze Mühe auf sich nimmt, um das Leiden der Tiere dort zu demonstrieren, und trotzdem noch sagt, ja, er will weiterhin Fleisch essen. Das kann ich persönlich nicht nachvollziehen - nicht mehr und nicht weniger.

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  11. Puh, mir schlottern ein wenig die Knie, aber ich mag auch meinen Senf dazu lassen.
    Das Video ist mir sehr nah. Ich bin auf dem Land groß geworden und ich habe sogar schon als Kind Kühe, Schweine, Schafe, Hühner, Gänse, Enten, Hasen... sterben sehen (auch durch Bolzenschußgeräte in Schlachthöfen) und genau diese hinterher mit Genuß gegessen. Ich bin in dem (etwas theatralisch formuliert) Bewußtsein erzogen, daß auch diese Art von unfreiwilligem Sterben zur Natur gehört. Daß ich ein Kälbchen mit der Flasche großziehe, streichle, umsorge und es ein paar Jahre später auf meinem Teller landet, kann ich für mich nicht verurteilen. Was ich aktuell ganz scharf an mir kritisiere ist, daß ich mir keinerlei Gedanken um das Stück Discounterfleisch mache/gemacht habe.
    Wenn ich den Herren mal für mich interpretiere, meint er hier aber eher, daß der Tod aus unserer Gesellschaft gewichen ist und ich führe das sogar mal auf den Menschen weiter. Meine Oma lag nicht tagelang zuhause aufgebahrt. Oma, tot, Sarg, Grab. Vor gut hundert Jahren gehörte der Tod noch "in die Familie" und nicht zum Bestatter.

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  12. Um ehrlich zu sein, schließe ich mich mehr dem Herrn Nordläufer an.

    Ich finde den Beitrag interessant und trotzdem (auch wenn ich kein Fleisch konsumiere), bringe ich immer noch nicht den vollen Zusammenhang zwischen der Art des Tötens und dem Zeug, was auf dem Teller liegt (vom Verstand her natürlich aber die Gefühlswelt wird nicht so stark angesprochen). Von daher ist für mich durchaus vorstellbar (und auch von meinen früheren Argumenten her), dass man bzw. der Fotograf trotzdem noch Fleisch essen kann. Ich meine, das tuen wahrscheinlich die meisten Menschen, die Schlachthöfe besuchen und das sind ja nicht alles Monster.

    Allerdings bin ich auch sehr froh, dass ich mich der Überlegung/Entscheidung nicht mehr stellen muss. Ich ess kein Fleisch und das Einzige, was ich propagiere, ist eine deutliche Reduzierung dessen. Back to the roots quasi.

    Leider ist mein Italienisch nicht das Beste, vielleicht ist es ja auch ein Übersetzungsfehler. Aber mit der Aussage "nur so viel, wie wir brauchen" kann ich in dem Zusammenhang wenig anfangen - deshalb die Überschrift. Da sind die Anforderungen einfach sehr unterschiedlich.

    Warum ich angefangen hab aufzuhören (also mit dem Fleisch)? Weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass es für mich gut sein kann, wenn Tiere vorher und während des Sterbens so leiden. Experimentierfreude war auch dabei aber Ersteres wohl am meisten. Und damit oute ich mich als Egoisten in dem Zusammenhang.

    @Eva - yes, genau so bin ich auch aufgewachsen und das puste ich auch nicht so schnell aus meinem Hirn.

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  13. Ach @Charly, ich finde die Fotos der Augen deutlich schlimmer. Ich hab keine Vorstellung, ob die Schafe wirklich wissen, was sie sehen (ich kanns echt nicht beurteilen) aber Todesangst, das ist wohl jedem Lebewesen anheim, wenn man es manchmal auch Überlebensinstinkt nennt. Meine Wahrnehmung ist Angst und dann bin ich auch froh, um meine Entscheidung.

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  14. Frollein Holle4. Mai 2010 um 21:01

    Den Zusammenhang finde ich aber doch sehr merkwürdig, Eva. Es geht ja hier nicht um den Tod als solches, sondern um ein gewaltsames Töten aus absolut egoistischen Motiven.

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  15. @Frollein Holle: Gerade den Zusammenhang hab ich aber aus dem Video interpretiert und nicht den hier im Blog beschriebenen.

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  16. Hmm, der Diskussion kann ich nicht mehr folgen. ;-)

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  17. @Anaj: Egal. Ich diskutiere ja auch am allgemeinen Thema vorbei. Das ist mir schon mal in einer Deutscharbeit passiert und obwohl dem Lehrer mein Inhalt sehr gefiel, war es eine 5. ;-)

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  18. Also, von mir gibts keine 5 - tob Dich nur aus, ich schau mal gespannt zu.

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  19. Hallo? Das war ein 24-Zeilen-Kommentar! Ich finde, das war zumindest schon mal aufgeplustert. :-)
    Ach, ich mag mich vor den Themen nicht drücken, weil es mir zur Meinungsfindung dient, aber ich knödder da ja selbst noch dran rum, hemm hemm.

    Das sollte übrigens natürlich @Anja heißen, nicht @Aywayurwedanaj. ;-)

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  20. Willst Du denn was wissen zur Tötung von Tieren aus der Biohaltung? ;-)) Aber Du hast sicherlich auch dieses Thema verfolgt. Hach... wir kriegen Dich noch. Hihi...

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  21. Hmm, Eva, also das da:

    "Daß ich ein Kälbchen mit der Flasche großziehe, streichle, umsorge und es ein paar Jahre später auf meinem Teller landet, kann ich für mich nicht verurteilen."

    ... sehe ich für mich (!) mittlerweile auch völlig anders.

    Am besten auf den Punkt bringen meine Meinung hierzu diese beiden Zitate:

    Man is the only animal that can remain on friendly terms with the victims he intends to eat until he eats them. (Samuel Butler)

    Ein Tier halten, damit man es aufessen kann, ist ein Verrat. (Edward Carpenter)

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  22. Jetzt sagt keiner mehr was... *oops* Ich hoffe, ich bin dir nicht auf die Füsse getreten, Eva.... falls doch, war das echt nicht meine Absicht und tut mir leid, ich wollte einfach nur meine ganz persönliche Ansicht darlegen.... *blümchen schwenk*

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  23. Ich "musste" es mir anschauen, keine Ahnung was mich dazu bewegt hat und nun habe ich Bilder vor meinen Augen, die meinen erster Impuls das es jeder für sich entscheiden muss ob und wieviel er essen mag irgendwie verändern. Grundsätzlich bleibt diese Einstellung, aber sich Gedanken zu machen woher das Fleisch vielleicht kommt etc. das ist etwas was meiner Meinung nach jeder tun sollte und müsste. Aber .. hach ... ja ... ich kann nicht jeden von meiner Meinung überzeugen, leider.

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  24. Frollein Holle5. Mai 2010 um 11:12

    Mir geht's ähnlich, Julia - angesichts dieser himmelschreiend traurigen Bilder kann ich im Moment nicht sagen "Och joooo, das muss ja jeder selber wissen", deswegen halte ich mich lieber aus 'ner Diskussion raus, weil mich "Ich ess' ja nur ganz wenig Fleisch" angesichts dieses Beitrags nur wütend machen würde.
    Es ist ein Unrecht, es ist grausam, es ist barbarisch, es ist egoistisch. Und mir tun die armen Tiere so unendlich leid.

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  25. "...weil mich "Ich ess' ja nur ganz wenig Fleisch" angesichts dieses Beitrags nur wütend machen würde.
    Es ist ein Unrecht, es ist grausam, es ist barbarisch, es ist egoistisch. Und mir tun die armen Tiere so unendlich leid."


    Damit triffst du auch haargenau meine Meinung auf den Punkt, Frollein, genau dasselbe fühle ich auch.... auch ohne dass ich mir das Video angeschaut hätte (das würde ich echt nicht packen, glaube ich...).
    Danke dafür.

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  26. @Hase: Nein nein. Ich hatte dem nur nichts weiter hinzuzufügen. Ich weiß ja, wie ein Vegetarier oder Veganer darüber denkt und ich denke (bisher)anders darüber.
    Ich hab meinen Senf dazu gegeben und das muß reichen. Alles gut. :-)

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  27. Ich geb dann noch mal meinen letzten Senf dazu - wenn auch schon gesagt, ich bin froh, dass ich die Entscheidung nicht mehr treffen muss und wünsche mir weiteres Nachdenken und versuch ansonsten weiter urteilsfrei zu sein. So, glaube ich... ;-)

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