Sonntag, 27. Juni 2010

~ Es gibt so viel zu erzählen.... ~

...und ich weiß schon im Ansatz, dass ich das nicht so richtig in Blogform bekomme.

Da wäre das Public Viewing im Olympiastadion in München oder die Art und Weise, wie Koreaner ein "Business Dinner" gestalten (beim nächsten Mal werde ich fahren, alles andere ist zu gefährlich). Da war die Frau an der Tankstelle mit Kehlkopfentzündung, die den totalen Spaß hatte, ihre Kunden mit liebevoll geschriebenen Kärtchen zu beglücken und zu bedienen (Darf es vielleicht noch en lecker Brötchen sein?). Da war die Bedienung beim Frühstück im Hotel, die mir anhand meiner Tartex-Töpfchen und der Sojamilch wissend entgegen blickte und "Ich auch" flüsterte.

Nach 4 Tagen Messe komme ich nach Hause und sehe, dass mich Roberta erwartet. Dass sie mir noch so viel Freude macht und blüht, hätte ich wirklich nicht gedacht. Im Herbst wieder nicht gedüngt hab ich sie irgendwann im strengen Winter, als es so gar nicht mehr wärmer werden sollte, in den Hausflur gerollt. Dort hat sie dann angesichts der Wärme erstmal kräftig ausgeschlagen. Ich bin ihr dankbar, dass sie mir den Rückschnitt verziehen hat und jetzt mit schönen Blüten aufwartet.



Der Lavendel reckt sich auch mächtig in die Höhe und duftet wunderbar.


Gestern waren wir angesichts eines runden Geburtstages im Schloß Morsbroich essen. Mein Bester hatte ein veganes Menü für mich angefragt. Reaktionen in Restaurants sind ja immer sehr unterschiedlich. Hier wurde mit Freude darauf reagiert und mir ein leckeres Menü gezaubert. Noch beseelt vom guten Essen haben wir dann auf dem Balkon noch den Vollmond besichtigen dürfen. Zu faul, das Stativ zu holen, wurde versucht, ihn einigermaßen auf den Chip zu bannen, was uns nicht wirklich gut gelungen ist. Aber es war wunderbar, noch bei einem letzten Glas Rotwein die Geburtstag-Nachfeier abzuschließen.

Sonntag, 20. Juni 2010

Rheinsteig Etappe 6 - Leutesdorf-Rengsdorf

Endlich war es mal wieder so weit - nach einem halben Jahr. Das Frollein und ich hatten uns kurzfristig für die nächsten Heldinnentat am Rheinsteig verabredet. Wir waren sehr gespannt, wie sich uns Herr Rheinsteig dieses mal verkauft, war er doch bei der letzten Dezember-Wanderung etwas zickig.

Natürlich wird vorher logistisch alles feinst abgesprochen - bloß genug zu Essen dabei haben, wir könnten verhungern. Aber Achtung, verdursten ist ärgerlicher. Das merken wir uns mal für den nächsten Rheinsteig.

Herr Rheinsteig zeigte sich nur auf dem ersten Kilometer garstig - es waren nur 200 Höhenmeter auf den einen Kilometer aber das hat mich schon ganz schön zum Keuchen gebracht. Als wir uns erst mal wieder an ihn gewöhnt hatten, schmiegte er sich voller Liebe und Schönheit an uns an. Wege durch den Wald, Wege durch Felder, Wege durch kleine Ortschaften - es war herzallerliebst und ich für meinen Teil bin wieder sehr versöhnt.

In Feldkirchen entdeckten wir dann den etwas anderen Rastplatz. Direkt vor der Haustür von Peter Kitten stehen Bank und Tisch - 2 Kühlschränke und jede Menge Kitschkram. Die Besitzer trafen wir noch kurz an, wir nahmen uns Getränke aus den Kühlschränken, legten die Spende dazu dort auch ab und saßen geschützt und glücklich bei Wasser bzw. alkoholfreiem Bier. Die Spende wird zugunsten der ortsansässigen Jugend verwendet - nette Geschichte. Und Frollein - nein, Du hattest auf keinem Bild die Augen zu. Däh!


Wahrscheinlich waren wir anhand dieses Rastplatzes so glückselig (oder war es vielleicht die angeregte Quatscherei), dass wir es schafften, dreimal den Rheinsteig zu verlieren. "Nee... doch jetzt nicht wieder den Berg hoch, ich bin doch froh, dass wir runter waren." Nützt nix.... wir müssen das "R" finden.

Das Wasser ging uns (bzw. mir) aus - Danke Daniela für Deine schwesterliche Teilung.

Insgesamt stapften wir 25 km über den Rheinsteig - 870 Höhenmeter. Dank unseres zuverlässigen Olaf-Taxis wurden wir wieder sicher heim gebracht. Meinen Respekt an Daniela, die dann noch mal flott "streaken" ging bzw. lief.



Dieser schöne Tag wurde gekrönt von einem BBQ im Monster-Heim - wir wurden verwöhnt mit Bulgur-Salat, Nudelsalat, veganer Kräuterbutter, gegrillte Champignons mit Kräuterbutter, Erdbeeren mit Balsamico und dem nach diesem Tag notwendigen Kaffee. So gerade kam ich noch müde und glücklich im Hellen nach Hause. Was für ein perfekter Tag.

Dienstag, 15. Juni 2010

~ Fast Food ~

Nicht immer hab ich Lust zu Kochen und manchmal fehlt mir auch die Zeit. Gestern gabs Blumenmonds Fastfood in vegan - 1 Packung TK-Sommergemüse gekocht, ein bisschen Distelöl, ein bisschen Salz und Pfeffer und einen halben angebratenen Tofu Rosso dazu. Es gibt besseres Essen aber auch deutlich schlechteres.

Aber heute früh hab ich schon Kartoffelsalat für mittags und Blattsalat für abends vorbereitet. Die nächsten Wochen wert hart - von der Arbeit her sehr eingebunden wird es schwer, ne kreative Küche beizubehalten. Ich bin gespannt und hab mir riesen Portionen Obst beim BioAbo bestellt.

Mittwoch, 9. Juni 2010

~ Experiment ~

Ich stehe heute morgen nach einer kurzen Nacht (weil ich gestern ein schönes kommunikatives Date mit einer Freundin hatte) vor dem Spiegel und denk, das muss ich doch jetzt endlich mach erzählen.

Es geht um das, was sich verändert hat, seitdem ich kein Fleisch mehr esse und fast auf alle tierischen Produkte verzichte. Es sind nur zwei kleine Punkte, die aber durchaus für mich wichtig sind.

Letztes Jahr im Februar hab ich aufgehört, Fleisch zu essen, wann ich genau das Experiment der veganen Ernährung begann, weiß ich gar nicht mehr. Die von Hase und dem Frollein beschriebene Energie konnte ich nicht verspüren - zu schleichend war wahrscheinlich die Umstellung, zu vegetarisch meine Ernährung vorher schon. Diesen Effekt hatte ich Jahre vorher, als ich angefangen hab, ganz bewusst auf viel Obst und Gemüse zu achten. Will jetzt nicht wieder einen Roman schreiben, darum hier die für mich wichtigen Punkte:

  • Kopfschmerzen:
    Seit einem geschätzten Jahr ist die Medikamentenkiste für mich tabu - nicht nur, dass ich nicht einmal krank war (das ist mir früher auch öfters passiert - außer meinem Seuchenjahr 2008 war ich immer wenig krank) - nein, ich hab einfach keine Kopfschmerzen mehr. Früher konnte ich die zyklische Uhr stellen, um zur Paracetamol zu greifen. Eine Nacht zu wenig geschlafen und ein Glas Wein zu viel - Kopfschmerzen, die - wenn nicht bekämpft - schnell unerträglich wurden. Weg, einfach weg. Das ist der Hammer. Selbst, wenn ich mal nen Abend "geschlumpft" hab und mein Kopf leicht brummt, nach wenigen Stunden ist das weg. Find ich phänomenal.
  • Hautbild:
    Zum ersten mal seit meinem 14. Lebensjahr verfüge ich über ein reines Hautbild. Ich hab letztlich noch mal ne Zusammenfassung an Bildern der letzten Jahre gesehen und immer sieht man unreine Haut - keine Akne aber auch nix, was mich als gut 40jährige zufrieden gestellt hätte. Alles weg - zum ersten mal seit meinem gefühlten ganzen Leben bin ich mit meinem Hautbild zufrieden.
Veganer sind bekloppt - hab ich gedacht. Was isst man denn dann nur - hab ich gedacht. Wie soll ich mich in Restaurants bewegen - hab ich gedacht.

Alles nur eine Frage der Gewohnheit und ich bin  froh, dass Experiment gewagt zu haben. Ich bin immer noch derselbe Blumenmond nur mit nem riesen Haufen Kochrezepte, immer nem Stück Tofu im Kühlschrank und weniger Kopfschmerzen. Das find ich juht.

Sonntag, 6. Juni 2010

~ Es schneit! ~

Laufen ist diese Woche nicht so prickelnd. Nach einem Versuch hat ich so Schmerzen, dass ich es besser mal wieder lasse - nächste Woche darf der Doc wieder ran - das zum aktuellen Zustand und es geht mir gut dabei. Fuck it, sag ich nur. ;-)

Also heute früh einen kleinen Spaziergang zum Rhein und was soll ich sagen, es schneit. Diesen Schnee hab ich gestern schon den ganzen Tag in der Nase gespürt - also nicht das, was Ihr jetzt denken mögt. Pollen sind mächtig viel unterwegs.



Und dann noch einen Gruß den Rhein runter an Michi - diese Stilleben hab ich extra für Dich festgehalten. ;-)


Und immer schön nach dem Motto: "Nach mir die Sintflut" - dann ist das Leben leicht und unbeschwert. Suppa!

Samstag, 5. Juni 2010

~ Die Grillsaison ist eröffnet ~

Ein Traum von Wetter - die ersten Stimmen schimpfen schon über die Hitze.

Aus einer Verabredung mit mehreren Freundinnen wird ein Duett und ich finde ein williges Opfer. Wir treffen uns bei mir anstatt in einem Lokal und ich kann die just an dem Tag gesichteten Grillrezept in der Schrot und Korn von Herrn Attila Hildmann ausprobieren. Attila ist in etwa für den Veganer was der Küchenbulle für den Omnivoren bedeutet.


Da ich die Rezepte 1:1 übernommen hab, verweise ich hier direkt auf die Schrot und Korn. In diesem Blog sind die Links farblich nicht so gut sichtbar aber hinter jeder Bezeichnung steckt ein Rezept.

Es gab
Ich freue mich bereits auf weitere Grillabende - da gibt es noch einiges zu testen.

Donnerstag, 3. Juni 2010

~ Das lange Wochenende kann kommen ... ~


Ich danke Frau Schmitt und Hase für die Büchertipps. Onkel Amazon hat sie mir zeitig zum Wochenende vorbei gebracht und jetzt gehts los.

Für meine Eltern und alle, die das falsch interpretieren können: Keine Sorge, mir gehts gut - das Buch "Fuck it" hat mir vom Titel und der Beschreibung gefallen - ein bisschen Lässigkeit kann eh nicht schaden und ich freue mich auf den nächsten Yoga-Kurs, bei dem ich anstatt ohmmm ein kräftiges "Fuck it" anstimme. Jawoll!

Und jetzt gehts ab auf den Balkon.