Sonntag, 11. Dezember 2011

~ Der 1.000 Kilometer mit Begleitung und Plätzchen backen am 3. Advent ~

Wir hatten Besuch am 3. Adventswochenende. Meine Nichte und ihr Hund kamen angereist. Wir hatten uns vorgenommen, die Weihnachtsplätzchen zu backen.

Ich finde, sie (natürlich vegan und angelehnt an diese Rezepte) sind uns gut gelungen. Heute früh dann bei herrlichem Wetter ein Lauf bei Sonnenaufgang, der mir den 1.000 Laufkilometer in diesem Jahr bescherte. Nach nicht wenigen Wochen scheint mal wieder eine (Lauf)Verletzung überwunden zu sein. Jetzt muss ich nur noch den Schweinehund besiegen, der sich mit der Dunkelheit etwas quält - aber den bekomm ich auch noch in den Griff. Apropos Hund... Fidel kam heute früh mit zu meinem Jubiläums-Lauf und es war mal so ganz anders, über die Strecke einen Begleiter zu haben - der mind. die dreifache Strecke lief und den ein oder anderen Hasen aufschreckte.

Ein schönes Wochenende mit ein bisschen zu viel Essen. :-)


Sonntag, 20. November 2011

~ Und so ~

Da war doch mal ein Blog - gut, schreib ich was. Aber was?

Laufen? Geht noch immer nicht so richtig - bessert sich aber langsam.  Meine 1.000 Kilometer für 2011 werde ich schaffen - wann ich wieder richtig einsteigen kann, mag ich noch nicht wirklich absehen.

Kochen? Geht immer. 

Ich hab auch ein paar ganz nette Sachen aus den Ox-Kochbüchern gemacht - aber die sind anderweitig bestimmt. Das ist einer den meisten Blog-Lesern nicht ganz unbekannten Dame mal ein Ox-Kochbuch geschenkt hab und was daraus auch für mich entstanden ist, ist schon ne lustige Geschichte. Ich kürz es ab - auf jeden Fall hab ich dadurch ne Menge netter Leute kennen gelernt und freue mich auf weitere nette und kulinarische Treffen rund um Kochen ohne Knochen und so.

In meinem Keller stehen 12,5 kg Kartoffeln von meinem Bio-Abo-Hof. Als bekennende Kartoffelkönigin muss ich irgendwie immer genug im Haus haben. Als ich mir fürs Frühstück Kartoffeln holte, lachte mich dieses Herz an.

Aus den Kartoffeln wurde dann zusammen mit Räuchertofu und Schuhbecks Bratkartoffelgewürz ein schönes deftiges Frühstück.

Nach dem Rezept von Vegan Guerilla hab ich mir dann gestern schon Mett zubereitet, dass dann auch den Weg auf den Frühstücksteller fand. Es ist erstaunlich, wie einfach es herzustellen ist und wie nah es geschmacklich an Fleischmett kommt. Ich hab auch zu meiner omnivoren Zeit lange schon kein Mett mehr gegessen, weil es mir eklig erschien bzw. zu keimanfällig war. Von daher bin ich heute froh über diese ungefährdete und gesunde Alternative aus Reiwaffeln, Zwiebeln, Tomatenmark, Gewürzen und Wasser... und dann hat es auch noch deutlich unter der Hälfte an Kalorien - wenn das mal kein Argument ist.

Letzte Woche hatte ich das Vergnügen, in Berlin das neu aufgemachte vegane Restaurant Kopps zu besuchen. Vegan Head Chef Björn Moschinski hat da wirklich was Tolles aufgezogen. Ich hab mich direkt wohl gefühlt und fand das Publikum interessant bunt gemischt. Zur Mittagszeit war das Restaurant proppenvoll und meine Begleiterin und ich haben den Gulasch mit Serviettenknödeln und Salat sehr genossen. Das Brot mit "Eier"salat als Geste vom Haus war schnell verputzt und sehr lecker. Ich hab das Rezept, das Björn Moschinksi bereits in der Kochen ohne Knochen veröffentlicht hatte, auch schon selbst gemacht aber da muss ich noch üben. Seins schmeckte deutlich besser.

So.. das wars erstmal wieder... aber ich wollte nur mal zeigen, dass es mich noch gibt.

Montag, 31. Oktober 2011

~ Halloween kann kommen ~

Im letzten Jahr hab ich die abgehackten Finger gesehen und wollte sie nachbacken - da wir den Dresden-Urlaub einen Tag früher beendet haben als geplant, blieb mir Zeit für Einkauf und fürs Backen.

Frage nur, wie bekomm ich Farben (orange=Kürbis - rot=Blut) ohne Lebensmittelfarbe hin. Die Farben beinhalten für meinen Geschmack zu viele "E"s.

Ich hab mich dann entschieden, die Finger vor dem Backen mit Preiselbeermarmelade auszustatten. Die Kürbis-Kekse hab ich mit einem Zuckerguss aus Sanddornsaft und Puderzucker gemacht, der mir sehr gut schmeckt (ich hoffe, den Kindern auch). Der Guss für die Grabsteine wurde braun-meliert durch die Beimischung von Zuckerrübensirup.

Halloween kann kommen, bzw. die Kinder, die an der Tür klopfen werden.


PS: Ich bin nicht besonders stolz auf das Aussehen der Kekse - im filigranen Teil der Küche bin ich nicht so zu Hause.

Samstag, 29. Oktober 2011

~ Dresden - einmal sehen und möglichst nicht sterben ~

Ich musste unbedingt in Devil's Kitchen den Tofu-Tower-Burger essen. Die Auswahl war schwer, der Laden bietet 12 vegane Burger an (ist aber eigentlich ein "normaler" Imbiss). Der Tofu-Tower-Burger besteht aus paniertem und cross gebratenem Tofu und Kartoffelpuffer. Da ich ja alles aus Kartoffeln liebe, musste es das sein - ich geb zu, ich habs in Etappen gegessen.


Hier noch ein kleiner Ausflug für die Veganer zurück in die Altstadt - das Café Aha bietet eine kleine vegane Karte und sowohl die Linsensuppe als auch das afrikanische Bohnengericht waren sehr lecker - und bio noch dazu.

~ Dresden - einmal sehen und möglichst nicht sterben ~

Wenig Worte, mehr Bilder - als ich vor 1 Monat mit Freundinnen für 2 Tage in Dresden war, da wusste ich, ich wollte mehr. Gesagt, getan - anstatt an die Nordsee zu fahren (iss doch eh langweilig, nur Meer und Wind), ging es für eine Woche nach Dresden - also nicht ganz ne Woche. 5 Tage und dann bei der Rückfahrt noch Erfurt streifen.

Dresden empfing uns am Marathontag mit blauem Himmel und August der Starke ritt uns strahlend entgegen.


Am frühen Morgen noch diesig aber wunderschön - die "Skyline" von Dresden.


Es war kalt und sonnig - so richtiges Blumenmond-Wetter.


Die Semper-Oper war auch schon früh beliebt und die Menschen standen Schlange, um sich das Gebäude von Innen anzusehen - es lohnt sich.


Direkt daneben der Zwinger... hach...


Und der Zwinger von oben....


Es war Marathon-Tag und da durften auch die Samba-Gruppen nicht fehlen. Ich fands schön, ab und zu mal kurz an der Strecke zu applaudieren, um dann weiter durch die Altstadt zu schlendern.


Die Frauenkirche - schon bei der Stadtführung vor einem Monat hab ich gelernt, dass man für die Frauenkirche ein Programm erstellte, dass aufgrund der Lage der Steine in der Ruine erkennen konnte, wo sie im Original mal verbaut waren (man hatte die Ruine der Frauenkirche zu DDR-Zeiten als Mahnmal gegen den Krieg einfach da gelassen - ich behaupte mal, man war mit all den Trümmern einfach überfordert). Die Steine, die noch in Ordnung waren, wurden wieder eingebaut - man erkennt das hervorragend an den dunklen Stellen.


So schön sie von Außen ist - von Innen nochmal schöner hergerichtet.


Gewohnt haben wir in einer Ferienwohnung im Barockviertel in der Neustadt. Wir konnte so zu Fuß sowohl Alt- wie auch Neustadt erreichen und hab das zum Leidwesen unserer Füße auch fleißig genutzt. Im Hausflur stand ein SW-Foto des Zustandes des Hauses zur Wendezeit und ich hab die aktuelle Version daneben gestellt. Das hat man doch hübsch hinbekommen, oder? Und so sieht es fast komplett im Barockviertel aus. Der ein oder andere unrestaurierte Bau zeugt noch von der DDR-Zeit - aber das meiste ist schön hergerichtet.


Dresden ist aber eben nicht nur Altstadt - die Innere und Äußere Neustadt auf der anderen Seite der Elbe hat viel zu bieten. Kunst, (Sub)kultur und veganes Essen. :-))

Hier einen Ausschnit der Kunsthof-Passagen in der Neusstadt


Man  hat was zu sagen.
 
 

Ich musste unbedingt in Devil's Kitchen den Tofu-Tower-Burger essen. Die Auswahl war schwer, der Laden bietet 12 vegane Burger an (ist aber eigentlich ein "normaler" Imbiss). Der Tofu-Tower-Burger besteht aus paniertem und cross gebratenem Tofu und Kartoffelpuffer. Da ich ja alles aus Kartoffeln liebe, musste es das sein - ich geb zu, ich habs in Etappen gegessen.


Hier noch ein kleiner Ausflug für die Veganer zurück in die Altstadt - das Café Aha bietet eine kleine vegane Karte und sowohl die Linsensuppe als auch das afrikanische Bohnengericht waren sehr lecker - und bio noch dazu.



Ein einziges Mal ging es raus aus Dresden - kleiner sich lohnender Ausfluß nach Meißen.

 

Dort im Dom dann die Wahrheit des Tages.


Der letzte und etwas wolkenverhangene Tag gehörte der Staatlichen Kunstsammlung Dresden. Es war super interessant aber nach knapp 2,5 Stunden haben wir aufgegeben. Es war einfach zu viel für einen Tag. Ein Grund, wohl nochmal herzukommen.

Damit war dann auch Dresden beendet und es ging für einen Tag nach Erfurt (hier hab ich nur ein Foto von unserer Pause auf der Krämerbrücke) und Abendessen mit meiner jetzt thüringischen Schwester.


Und auf der Rückfahrt die Nichte noch an ihrem neuen Studienplatz besucht.



Es war echt schön, schöner hätten wir es uns nicht malen können.

Jetzt steht Halloween vor der Tür. Nicht, dass ich ein Partylaune wäre aber ich werde mal ein paar Plätzchen für die Kids backen.

Samstag, 8. Oktober 2011

~ Kürbis-Gnocchi - lange nicht mehr übers Essen geschrieben ~

Also, Ihr glaubt es kaum aber ich esse auch ab und zu noch was - oder vielleicht auch zu häufig.

Egal, ich hatte meinen ersten Kürbis für die Saison zu verarbeiten und da wollte ich doch endlich ...tatatataaaa... Premiere... Gnocchi selbst machen. Kürbisgnocchi (der Kölner an sich spricht das jenotschi aus... listen and repeat... jenotschi).



Ich hab mich an dieses Rezept hier angelehnt, wobei es hier nur um die Erstellung der Gnocchi ging. Dazu gab es ein Lupinen-Pilz-Geschnetzeltes (Zwiebel und Lupinengeschnetzeltes in der Pfanne anbraten, Champignons und ein klein geschnittener Portobello mit anbraten, mit Weißwein und Gemüsebrühe ablöschen und mit Sojasahne sowie Salz und Pfeffer abschmecken) sowie Feldsalat auf rheinische Art (natürlich ohne Speck).

Das war Lecker-Schmecker-Essen! Also Jenotschis gibt es bei mir jetzt öfters - auch selbstgemacht mit und ohne Kürbis.

Sonntag, 2. Oktober 2011

~ Superjeile Zick - Marathon in Köln ~

Das wünsche ich Euch... wenn Ihr jetzt denkt, es geht um Tiere mit Hörnern...nein. Ich wünsche Euch einfach eine supergeile Zeit und geht mal davon aus, dass Euch dieses Lied um die Ohren fliegt (ich hoffe es zumindest).

Listen and repeat... was wünsche ich Euch? Ne

Superjeile Zick!!!

Ohren angelegt und los gehts!!! Ich denke, Ihr seid jetzt gut auf Kölle vorbereitet und es kann nichts mehr passieren.

Samstag, 1. Oktober 2011

~ Datt Wasser vun Kölle is joot" - noch 1 Tage bis zum Marathon ~

Damit meine ich nicht das Echt Kölnisch Wasser, dem kann ich doch so gar nichts abgewinnen bzw. muss aufpassen, dass es mir nicht das Essen aus dem Gesicht schlägt, wenn ich es rieche. Wobei ich zumindest das Frollein Holle oder damals noch Greenhörnchen zum ersten Mal vor dem 4711-Haus getroffen hab... :-))

Nein, ich hab den Eindruck, dass sich die Kölner Musiker schon sehr frühzeitig Gedanken um die Getränkeversorgung der Marathonläufer gemacht haben, lange, bevor der Hype des Volkslaufes um sich griff.

So singen die Bläck Fööss in ihrem ersten Lied ever "Drink doch ene met,
stell dich nit esu ann, du stehs he die janze Zick erüm. Hässt du och kei Jeld, dat is janz ejal, drink doch met unn kümmer disch net drümm. "

Was soll uns das sagen? Bitte nehmt Euch ein Wasser und haltet Euch bloß nicht an den Getränkestellen auf, bezahlen braucht Ihr nicht und lauft gefälligst weiter. Das sangen die schon vor 40 Jahren, unglaublich, oder? Und da war Eva noch lange nicht geboren... Wahnsinn!!! Denkt also daran, die Getränkestellen nicht zu verstopfen, einen mitzutrinken und weiterzurennen.

Dann gibt es später das Lied "Datt Wasser vun Kölle iss joot". Auch hier wieder die Botschaft für den Marathonläufer, den Wasserstellen zu vertrauen, selbst wenn das Gebräu direkt aus dem Rhein eingefüllt wird. Die Zeit (Zitat aus dem Lied), dass man im Rhein Filme entwickeln konnte, ist Gott sei Dank vorbei.

Also: Listen and repeat: Drink doch ene met und datt Wasser vun Kölle is joot!

Zwei Klassiker, die Ihr bitteschön noch üben müsst:



Freitag, 30. September 2011

~ Veedel - noch 2 Tage bis zum Marathon ~

Köln ist ja nur ein Sammelbegriff - Köln lebt durch seine Veedel (Viertel/Stadtteile). Als erstes die Hymne auf die Veedel - so schön!



Ihr Startet in Düx (Deutz) um dann direkt die Seite zu wechseln. Dort lauft Ihr durch die Altstadt (Nord und auch Süd) - die Strecke durch Riehl wird jetzt (außer auf dem Weg dahin am Rhein entlang) nicht soooo entzückend sein. Wenn Ihr am Rheinauhafen vorbei seid, werdet Ihr Bayenthal streifen, leider nicht tief genug, um die alten Villen und das Viertel der Schönen, der Reichen und der ganz schön Reichen (SWR3) zu begutachten.

Bei KM 24 werdet Ihr in Sülz ankommen - das hat nichts mit tierischen Produkten zu tun und ist ein sehr begehrtes Wohnviertel für die, die nicht ganz reich sind aber etwas mehr verdienen und die Kneipen- und Einkaufskultur lieben. Sülz ist wie viele Stadtteile nicht schön aber schön. :-) Lindenthal und auch Braunsfeld werden gestreift - alles nette Wohngebiete.

Aber so die richtig "netten", die gibt es nur auf der Schäl Sick (habt Ihr ja gelernt). Dort gibt es Mülheim mit der schönen Keupstraße. Hier ist ein Besuch in den Abendstunden empfehlenwert, wenn die Straßen- und vor allen Dingen Kneipenbeleuchtungen angehen und man meint, man wäre in Klein-Istanbul.

Vingst, Kalk, Ostheim, Gremberg - so heißen u.a. die Stadtteile, die nicht zu den beliebtesten aber günstigen Wohngebieten gehören. Auch die Seite von Köln sollte man kennen (wenn man sie schon nicht erläuft). Aber wahrscheinlich wurde vorab schon für alle Marathonläufer Köln-Kalk-Verbot ausgesproche (na... woher stammt das?).

Wenn es mal gelebtes Christentum gibt, dann ist es das von Pfarrer Meurer in Vingst. Wer die Muße hat, soll den verlinkten Artikel mal lesen oder sich Interviews mit ihm im Netz anhören. So sollte Kirche wohl funktionieren.

Hmmmm... ernst gehts heute zu, was? Aber iss halt nicht nur Karneval in Köln und deshalb aber trotzdem noch mit dem Augenzwinkern ein nettes Video... mal so ganz anders.

Donnerstag, 29. September 2011

~ Düsseldorf ~

Hä?... Wer hat denn diese Überschrift gesetzt?

Wer oder was ist dieser Düsseldorf?

Blöderweise kommt das beste Lied dazu von den Toten Hosen... ich bin verwirrt.

Mittwoch, 28. September 2011

~ Die Kölner, die Liebe und die Leidensfähigkeit ~

Wer in Köln liebt, muss leidensfähig sein. Wie soll man sich sonst erklären, dass ein Fußballclub - egal ob 1. oder 2. Liga - immer das Stadion voll hat. Und zwar mit Stimmung bis unters Dach des Müngersdorfer Rhein-Engergie-Stadions.

Ach, zu dieser unendlichen Benennung von Sportstätten. Es gibt doch in Köln die schöne überdachte Konzert- und Eishockeyarena - die ehemalige Köln-Arena. Von den Kölnern liebevoll "Et Henkelmännche" genannt (Mitche sagte man auch früher für die Töpfe mit Henkel, die Arbeiter mit zur Schicht nahmen) - Ihr werdet sie wohl beim Start zu Gesicht bekommen. Auf jeden Fall wird in der Nachrichtensendung eines nicht unbekannten ansässigen öffentlich-rechtlichen Senders das Henkelmännchen nie nach dem neuen Sponsor benannt sondern immer als "Kölner Arena" bezeichent. Der Kölner an sich ist immer ein wenig aufmüpfig.

Aber zurück zum Fußball. Ich möchte hier jetzt noch mal die Durchhalteparolen an die Marathon-Läufer aussprechen. In einer Stadt, in der die Fußballfans so unendlich leiden müssen, dürft Ihr nicht aufgeben. Denkt daran "Unser Hätz schlät für d'r FC Kölle" (unser Herz schlägt für den FC Köln). Listen and repeat... "Unser Hätz schlät für d'r FC Kölle".

Auch die Wise Guys haben dazu ein Lied gesungen (ich glaube, es gibt 1.001 Lieder, die sich mit der Thematik des Kölners und seiner unendlichen Liebe zu seinem Fußballverein befassen).

Dienstag, 27. September 2011

~ Die Bausünden von Köln ~

Mit dem Post vermische ich jetzt die Marathonvorbereitung mit dem letzten Wochenende.

Wir hatten Besuch aus dem hohen Norden und dazu eine Stadtführung mit dem Titel "Die Bausünden von Köln" gebucht. Wer aus Köln stammt oder Köln kennt weiß, dass man da nicht zwingend weit für gehen muß. Aber das noch mal erörtert zu bekommen, war echt nett.

Eine Geschichte sei hier exemplarisch erzählt: Mitte der 80er Jahre wurde in Köln die Philharmonie fertiggestellt. An dem Gebäude an sich ist nichts auszusetzen, über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten und bei Musikern und Konzertbesuchen ist das Gebäude hoch angesehen.

Oberhalb des Konzertsaales ist ein Platz angelegt, der Heinrich-Böll-Platz. Irgendwie muss man beim Anlegen des Platzes die Philharmonie vergessen haben. Auf jeden Fall stören Trittgeräusche auf dem Platz (und der ist stark frequentiert) die Akustik des Saales und so ist bei jeder Orchesterprobe und jedem Konzert der Platz abgesperrt und durch Security-Personal bewacht - ich möcht nicht wissen, was das kostet.

Nun begab sich die Stadt Köln an, eine U-Bahn zu bauen, die leider durch den Einsturz des Stadtarchivs zu großer Bekanntheit gekommen ist. Diese U-Bahn führt auch an der Philharmonie vorbei und welch eine Überraschung - eine U-Bahn macht Geräusche und in der Philharmonie finden Konzerte statt. Man erzählt sich, dass fieberhaft nach einer Lösung gesucht wird. Wer also Ideen hat... aber wer weiß, ob die U-Bahn jemals fahren wird.

Liebe Marathonis... solltet Ihr die Philharmonie sehen (Ihr kommt dreimal recht nah daran vorbei), so tretet etwas weniger heftig auf - es könnte gerade ein Konzert stattfinden.

Das war ein tolles Wochenende mit bestem Wetter und lecker Kölsch. Den Rheinauhafen haben wir auch noch besichtigt (keine Fotos gemacht) und auch hier werden die Marathonläufer zumindest außen zweimal dran vorbeilaufen und die Kranhäuser sowie die sehr schön hergerichteten Gebäude des alten Hafens sehen. Hier hat Köln architektonisch wirklich mal eine Glanzleistung vollbracht.

Also, wenn in meinen Posts rüber kommt, dass ich diese Stadt liebe, dann mehr wegen der Mentalität als wegen der Architektur.... aber es wird (Beispiel Rheinauhafen)...und außerdem haben wir ja den Dom und ich bitte jeden Marathoni ehrfürchtig angesichts der angeblichen Knöchelcher der Heiligen 3 Könige und vor allen Dingen des Bauwerks daran vorbeizuziehen. Ich meine, wir haben über 600 Jahre für den Bau des Doms gebracht, der gehört nun wirklich mal bewundert.

Noch ein Lied? Du bess die Stadt....

Montag, 26. September 2011

~ Dos and Dont's ~

Wichtige Überlebenstipps hier an der Stelle für die Imis (Zugezogene, Zugereiste) und Neumarathonis in Köln - ich meine, ich will ja, dass Ihr nachher noch Berichte schreiben könnt:
  1. Wenn Ihr auf eine Horde Menschen zulauft, die augenscheinlich den Marathon nutzen, um die Zeit zwischen Aschermittwoch und 11.11. zu überbrücken, dann schreit ganz laut Alaaf! Auf gar keinen Fall Helau... nie... nimmer... Ihr werdet es nicht überleben, vertraut an dieser Stelle bitte nicht auf die ansonsten so hochgelobte Toleranz des Kölners. Am besten immer im Zusammenhang mit "Dreimohl Kölle... Alaaf, Kölle... Alaaf, Kölle... Alaaf". Also: Listen and repeat: Kölle.... Alaaf! Wenn Euch also langweilig ist, einfach mal ausprobieren - die Resonanz wird immer und spontan fröhlich erfolgen.
  2. Ein alkoholhaltiges Kaltgetränk heißt immer Kölsch - ok, das werdet Ihr wahrscheinlich hinbekommen. Also nicht Bier, nicht Pils und schon gar nicht Alt - immer Kölsch!
  3. Wenn Ihr das Wort Teddy irgendwo lest, vertraut nicht darauf, dass es sich um Spielzeug handelt. Ein Besuch im Teddy-Treff kann für mehr oder weniger behaarte Männer ein einmaliges unbeabsichtigtes Erlebnis werden. Ihr lauft durch die Regenbogenhochburg - und das ist auch gut so. :-)
  4. Solltet Ihr vor oder nach dem Lauf ein Brauhaus besuchen und der Köbes  Euch unfreundlicher behandeln, als Ihr es von der Gastronomie erwartet, so denkt nicht mal dran, Euch zu beschweren, Ihr würdet Euch lächerlich machen. Ein unfreundlicher Köbes ist ein guter Köbes.
  5. Ihr startet den Marathon von der rechtsrheinischen Seite aus - Ihr könnt Euch als Kenner zeigen, wenn Ihr sagt: "Wir starten von dä schäl Sick" (also falschen Seite). Wer "op dä schäl Sick" wohnt, wohnt überall aber auf gar keinen Fall in Köln, auch wenn das postalisch anders ist. So... wo startet Ihr? "Ob dä schäl Sick." Listen and repeat..... op dä schäl Sick
So, das reicht für heute... aber auf jeden Fall noch ein Lied zum Einstimmen. Diesmal ernst und ganz abseits vom Karneval - legendär, das Chlodwigplatzkonzert gegen Rassismus "Arsch huh, Zäng ussenander" - die Übersetzung findet man hier:

Sonntag, 25. September 2011

~ Noch 7 Tage und ein paar Grundsätze der Kölner ~

Der Kölner an sich hat ja so seine eigenen Philsophien und Menschen haben versucht, das im kölschen Grundgesetz zu verankern.

Beim Marathon kann man dieses Grundgesetz auch ziemlich gut verwenden - hier zwei Beispiele:

"Et kütt wie et kütt" und "Et hätt noch immer jot jejange"

Mit "Et kütt wie et kütt" beschreibt der Kölner dem Marathonläufer die Sinnlosigkeit vor der Angst VOR dem Marathon. Du bist trainiert, Du hast getapert und jetzt kannst Du Dich nur noch dem Lauf ergeben - es kommt sowieso wie es kommen soll. Also sei ruhig und reg Dich nicht auf. :-)

Mit "Et hätt noch immer jot jejange" wird dem Marathonläufer ein Überlebensmantra mit auf den Weg gegeben. Solltest Du zwischendurch zweifeln, dann denk dran - "Et hätt noch immer jot jejange" und so wird es auch Dir gehen. Also weiterlaufen und an Nr. 1 denken - et kütt wie et kütt.

Listen and repeat: "Et hätt noch immer jot jejange" und "Et kütt wie et kütt"!

Und da hier Karnevalslieder gewünscht sind - bitteschön - Mir Kölsche:





Samstag, 24. September 2011

~ Es wird Zeit für ein wenig Vorbereitung ~

Noch 1 Woche und 1 Tag und Eva wird ihr Debut beim Kölner Marathon geben und Martin wird ihr Hase sein.

Normalerweise dürfte ich mir dieses Ereignis nicht entgehen lassen aber ich bin verhindert - sehr schön verhindert aber ein wenig blutet mir doch das Herzchen.

Ich sehe es allerdings als meine Pflicht an, Euch Pfälzer nicht ganz unvorbereitet in die Rheinische Stadt zu lassen. Ok, eigentlich genügen folgende Wörter, um die Stimmungsmacher am Rand zu verstehen:

  • Kölle = Köln (oder auch foppen, täuschen, überlisten)
  • Rhing = Rhein 
  • Kölsch = kölnisch, Biersorte, Sprache aber auch Keuch-/Schleimhusten und Name von Auswanderern in die Pfalz
  • Dom = Dom aber immer in der Form "Dä Dom" auszusprechen
Um das zu verfeinern, bekommt Ihr ein wenig kölsches Liedgut zum Üben und was könnte da besser passen als das alte Lied von Willi Ostermann (der ist sowas wie ein Liedergott in Köln) "Heimweh noch Kölle" oder "Ich mööch zo Foß noh Kölle jon" = Ich möchte zu Fuß nach Köln gehen.

Listen and repeat "Ich mööch zo Foß noch Kölle jon", hier in einer alten Fassung:



To be continued....

Sonntag, 18. September 2011

~ Lauf im Pfälzerwald ~

Ich schreib gar nicht viel. Alles zu sehen hier: klick

Toll, Euch persönlich kennen gelernt und den Pfälzer Wald mit eigenen Augen gesehen zu haben. Es war ein toller Nachmittag - Ihr seid toll, liebe Pia, lieber Martin. Und schön auch, die zauberhafte Alisha kennnengelernt zu haben.

Seit 30 Minuten bin ich am Ziel angelangt. Jetzt gibts Abendessen.

Sonntag, 11. September 2011

~ Ein paar Nach-Halbmarathon-Gedanken ~

Die totale Euphorie stellt sich bei mir nach Wettkämpfen nicht ein. Weder im Ziel noch später. Ich freue mich eher so vor mich hin aber weder mit innerer Aufgewühltheit noch sonstwie. Wenn es so etwas wie das Runners High gibt (und daran glaube ich), dann stellt sich das bei mir eher ein, wenn ich etwas Besonderes bei einem Lauf erlebe oder sich wunderbare Landschaften auftun oder das Wetter besondere Kapriolen bereit hält.

So hab ich zwar schon dem ein oder anderen erzählt und ja auch hier kundgetan, dass ich den HM in einer für mich sehr guten Zeit geschafft hab aber jetzt nicht innerlich jubelnd. Eins ist mir aber im Laufe der Woche klar geworden - dass ich das in der Zeit geschafft hab, lässt noch eine Schlußfolgerung zu. Alle, mit denen ich gesprochen oder die ich gelesen hab, haben entweder ihre Zielzeit unterwegs korrigieren müssen oder haben den Lauf unter den schwülen Bedingungen eine Runde vorher beendet.

Was sagt mir das? Da geht noch was.
 
Trotzdem packt mich jetzt keinerlei Ehrgeiz, diese Zeit auszureizen, ich freue mich eher auf total entspannte Läufe. Meine Freundin Bine schickt mir schon nette Laufideen zu Landschaftsläufen in der Eifel zu und darauf hab ich mal so richtig Bock. Ohne Zeitziel, ganz entspannt einfach mitlaufen und die Stimmung genießen. Mal schauen, ob ich das im Herbst noch mache.

Wer aber mal was richtig Verrücktes lesen möchte, der soll sich mal das hier zu Gemüte führen. Steffen läuft 170km um Köln, während wir über die Hitze beim Halbmarathon fluchen. Einfach genial und einfach verrückt. Runningfreaks halt.

Ansonsten bleibt zu berichten, dass ich aus Sicht meiner Gräten das Ganze gut überstanden hab. Der Muskel über dem Knöchel meldet sich zwar, allerdings nicht beim Laufen und ich hege gute Hoffnung, dass sich das mit der Zeit wegläuft. Mein rechter hinterer Oberschenkel war etwas beleidigt, hat sich heute bei den 7km aber schon deutlich freundlicher gezeigt als beim ersten Lauf am Freitag, der doch ein wenig steif vonstatten ging. Die Schienbeine sind ruhig.

Heute früh beim Lauf war mir schon wieder viel zu warm und ich schickte Wetterungswünsche an den Läufergott angesichts des Pfälzerwald-Marathons, bei dem Pia und Martin heute laufen sowie zum Neuwieder Deich-Halbmarathon bei dem Christian heute sein Début hat und Eva sicherlich im Rahmen ihres Marathontrainings sich messen lassen will. Auch Bernd ist beim Alsterlauf auf der Strecke, ebenfalls Début.

Die Fotos hab ich nur gemacht, um zu sehen, ob mein neues Blackberry bessere Fotos macht als das alte und die Qualität reicht meiner Meinung nach für ein paar Schnappschüsse auf der Strecke aus. Da ich seit einiger Zeit das Telefon immer an der Frau hab, brauche ich also nicht mehr extra eine Kamera mitnehmen, wenn mir danach ist.

Und ich weiß, dass mind. mal eine Läuferin sich jetzt mit mir auf die kältere Jahreszeit freut. Ich werde wahrscheinlich das nächste Runners High vermelden, wenn es nachts friert und ich morgens am Rhein die Dunstwolken begrüßen darf. Der Herbst und der Winter sind mit Ausnahme der Dunkelheit wunderbare Begleiter beim Laufen.

Ach ja, zur Belohnung gab es heute Scrambled Tofu mit dem Zeugs, das gestern nicht mehr auf die Pizza passte und einen grünen Smoothie aus Banane, Apfel, Kiwi, Nüssen und Feldsalat zum Frühstück. Es könnte mir schlechter gehen.

Und wisst Ihr was? Ich laufe...ist das nicht schön?

Sonntag, 4. September 2011

~ Glückbringer und die Tropen in Köln ~

Teil 2: Die Umsetzung

Allerspätestens als ich meine phänomenale Startnummer 311 (mein 3. HM, der dann in 2011 stattfinden soll) an den Rock friemelte, wurd ich dann doch hibbelig. Der Anblick all der Läufer auf dem Parkplatz und dass ich ENDLICH noch mal mitspielen darf, ließen das Herzchen hüpfen.

Und als Michi mir dann ihren Glücksbringer übergab, den sie auf der Straße gefunden und mir gewidmet hatte, war ich hin und weg. Das Ding wanderte in meine Tasche, der Hibbeligkeitspegel stieg an. Dabei hatte ich dann noch meine weltbesten Groupies in Form meines Mannes, meiner Nichte und ihrem Hund - was kann da schon passieren.

Tja, viel - zum Beispiel die Schlange der Toiletten kann passieren, was Michi und ich respektiv mit der Belagerung der Herrenbehindertentoilette gemeistert haben.

Als ich Michi erzählte, dass mein Frühstück aus Brötchen mit Scrambled Tofu, Magnesiumgetränk, einer Voltaren (Arztempfehlung, ich würde nie Schmerzen wegdrücken wollen, die Schaden anrichten können) und 2 Kaffee bestand und ich das Trinken von Wasser etwas aus den Augen verloren hab, wies sie mich daraufhin, dass es unklug sei, nicht zu wissen, wovon man später ko**end an der Strecke steht. Wo sie Recht hat, hat sie Recht aber ich ging ja eh nicht davon aus, dass ich 21km am Stück schaffe.

Tja und dann kam der Lauf in feuchtwarmer Luft und die Sonne frotzelte sich durch die Wolken - war zwar nicht bestellt aber machste nix. Die Vorhersage lag bei 18° und Regen - bedacht wurden wir mit gefühlten 25° und Sonne. Als sich der Muskel am Fuß nach 7km nicht wirklich zu Wort meldete, war mir klar, dass ich es schaffen konnte.

10km laufe ich in 1:00:09 durch - 20km in 2:00:11 - die einzelnen Rundenzeiten sind nicht ganz so nach Uhrwerk gedreht. Aber ich weiß auch nicht, wie zuverlässig das Garminchen funktioniert hat, denn Gott sei Dank liefen wir sehr viel im Wald. Dort war es zwar auch schwül aber in der Sonne haute es einen fast auf den Socken. Mich nur fast, andere ganz. So viel Rettungswagen hab ich noch nie bei einem Lauf gesehen, das war nicht schön. Selbst ein Hubschrauber musste eingesetzt werden.

Meine offizielle Zeit liegt bei 2:09:09 - damit hab ich meine 4 Jahre alte Bestzeit (mein 2. und letzter HM) um ca. 9 Minuten verbessert. Nicht leicht sondern hart erarbeitet, ich war echt froh, als ich durchs Tor lief. Wer jetzt rechnet, wird eine kleine Abweichung feststellen. Lt. Garmin bin ich 21,4km gelaufen.

Und der Fuß (s. Teil 1)? Nix, ein ganz wenig war zu spüren, dass er mal vor ein paar Tagen beleidigt war aber ich verspürte keine Schmerzen und jetzt nach dem Lauf nicht und das hätte auch die Voltaren nicht verdecken können.

Ob es die Einlagen waren, ob es das Einrenken des Rückens war, ob es der Zinkleimverband war (daran glaube ich am wenigsten) weiß ich jetzt nicht aber ich soll vom Blitz erschlagen werden, wenn ich mir die Einlagen noch mal in die Schuhe packe.

Jetzt kommt der September ohne Plan als Regenerationsmonat und ich freue mich auf die (halb)langen Läufe ohne Zeitdruck und auf 2 Läufe ganz besonders.

~ Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen - Halbmarathon in zwei Teilen ~

Teil 1 - Es tut weh!

VWG = in der Sprache der Läufer Vorwettkampfgejammer. Wer sich im Läuferumfeld tummelt, kennt das. Da tun einem auf einmal Dinge weh, man hört sprichwörtlich das Gras wachsen und sieht das läuferische Ziel (Wettkampf) in weite Ferne rücken. Oft lösen sich die Zipperlein quasi mit dem Startschuß in Wohlgefallen auf.

Da ich ja scheinbar läuferisch nicht einfach mal so auf entwas hintrainieren und dann laufen kann, meldeten sich im Prinzip 2 Minuten nach Anmeldung für den Halbmarathon in Köln die Schienbeine zu Wort und wollten mitreden und zwar recht lautstark. Ok, Ihr bekommt ne Packung, ne Eispackung.

Letzten Sonntag dann im Rahmen des Taperings ein schneller aber kurzer Lauf von 8km und ich hatte das Gefühl, mir geht der Fuß mitsamt dem Bein unter dem Körper weg. Aua... was ist das? Tut weh. Es entpuppte sich als eine Verhärtung des Muskels der oberhalb das Knöchels liegt - aber warum das nun wieder und warum so heftig?

Trotzdem weiter trainiert, mal schauen was geht. Es ging so viel, dass ich meinen letzten Lauf von 5km am Freitag fast abgebrochen hätte, so schmerzte dieser Muskel. Da ich aufgrund ner Blockade im Rücken sowieso zum Orthopäden musste, hat der gleich draufgeschaut und kritisch mit dem Kopf gewippt ob meiner Aussage, dass ich doch den HM laufen wollte. Er überlegte kurz, legte mir nen Zinkleimverband an, gab mir noch ein paar Anweisungen und meinte: "Versuchen Sie es ruhig - Sie können sich nichts kaputt machen. Das Schlimmste was passieren kann ist, dass sie abbrechen müssen".

Nicht, dass die Schmerzen mit dem Verband etc. besser wurden und ich war mehr als realistisch, was meine Chancen für den Lauf angingen. Beim Spaziergang am Samstag auf einmal ein Ruck im Fuß und noch mehr aua... ok... dann ist das halt so. Ich war zu keiner Zeit irgendwie verzweifelt oder enttäuscht - was soll es denn, der nächste Halbmarathon kommt bestimmt. Trotzdem hab ich mir natürlich Gedanken gemacht, was das sein könnte. Meine Einlagen kamen mir in den Sinn - solch eine Verhärtung kommt durch eine Fehlstellung und vielleicht sorgen die Einlagen, die ich in letzter Zeit doch recht gehäuft und vor allen Dingen bei den langen Läufen genutzt hab, für diese Fehlstellung. Deswegen beschloß ich, ohne Einlagen zu laufen.


Starten wollte ich auf jeden Fall, hatte ich doch die Chance, Michi noch mal zu sehen und auch einen weiteren alten Bekannten, auf den ich mich freute.

Allerdings nahm ich die weitere Vorbereitung nicht ernst - was beinhaltete, dass ich Wein zum Abendessen trank und sich jegliche Nervosität in Grenzen hielt. Selbst das Zurechtlegen der Unterlagen etc. kam gerade kurz vor dem Schlafen gehen schnell in Gang.


Mehr folgt bei Teil 2:

Sonntag, 21. August 2011

~ Foto-Love-Story ~

Und mal wieder eine läuferische Foto-Love-Story. Diesmal aus der Eifel, meiner Heimat.

Da war schon mal wieder so ein Traum - auch schon Jahre alt. Von meinen Eltern ausgehend über Orte meiner Kindheit bis nach Bad Münstereifel zu laufen.

Es kam anders, zum einen, weil es bis dort nicht 18km sind, die heute auf dem Plan standen, zum anderen, weil ich bis zu meiner Freundin Bine laufen wollte. Das Ganze hat nur einen Haken, meine Freundin Bine wohnt in Weiler AM BERGE und ich bewege mich in der Eifel und ich soll schnell laufen (so wie letzte Woche).

Beim Start um 9.00 Uhr morgens sind es schwüle 23° - nicht mein Wetter und das merke ich auf den ersten Kilometern auch. Hier bin ich aufgewachsen und hinten am Waldrand bin ich Schlitten gefahren.


Es ist komisch, an welche Dinge man sich erinnert aber ich war total gespannt, ob diese Baumscheibe noch dort ist, wo sie mal eingebaut wurde. Als Kinder haben wir häufig davor gestanden und versucht, das Alter des Baumes  zu zählen. Welch Freude, sie war noch da. Ein Stückchen weiter ist ein gut erhaltenes Teil einer  römischen Wasserleitung, die ich auch fotografieren wollte aber an der ich dann aus Versehen vorbei gelaufen bin. Umkehren gilt nicht.


Ich laufe durch Ortschaften und vorbei an Feldern und der Erft. Ja, das hier ist ein Fluß, man soll es nicht glauben.


Das nächste Foto ist nur für meine Mädels, falls sich eins hierher verirrt. Die Treppe des Grauens. Wie oft haben wir hier nachts Kisten und Kleidersäcke nach oben getragen oder morgens früh mit kaum Schlaf in den Knochen wieder heruntergeächzt. Dazu in schwarzen Satin-Overalls und mehr Schminke im Gesicht als ich die letzten 10 Jahre getragen hab. :-)) War das ne schöne Zeit. :-))


Hier ein paar schöne typische Eifelortbilder, oder? Ich finds hübsch, zumal hier lange Zeit der Durchgangsverkehr von Bad Münstereifel Richtung Euskirchen lang fuhr und der Ortskern nach dem Einsatz einer Umgehungsstraße schön restauriert werden konnte. Sehr schön....


Bis KM 11 ging es einigermaßen flach durch die Gegend und dann kamen 200 Höhenmeter auf 1,5 Kilometer (ungefähr). Auf jeden Fall hab ich die ein oder andere Gehpause gemacht aber der Blick hat mich entlohnt. Bine hatte mir im Schweiße ihres Angesichts auf GoogleEarth eine schöne Strecke von Bad Münstereifel übers Eschweiler Tal nach Eschweiler hoch und über die Hügel bis zu ihrem Heim gezeichnet. Das war ne schöne Aktion, den Weg hätte ich auf keinen Fall gefunden. Ein wenig mit ein paar älteren Golfherren geplaudert, dabei verschnauft, mit meiner Kilometerleistung angegeben und weiter getrabt.


Weiter ging es durch Wald und jetzt immer mal wieder hoch und runter - hügelig aber nicht zu steil, das macht Spaß.

Geschafft!


Mit 18km und einer Pace von 6.32 bei 340 Höhenmetern bin ich sehr zufrieden. Der Plan sagte 6:23, die hab ich auch auf der flachen Strecke und nach den Höhenmetern im welligen wieder geschafft. Ich denke, alles ist für den HM gerüstet, ich fange nämlich jetzt das Tapern an... jaja... ich tapere... ;-)))

Bine, das hier ist nach dem Frühstück mit meinen Eltern noch vom Kuchen übrig... noch, ich starte jetzt nämlich noch mal nen Angriff. DAAAAANKE!!!



Der Abchluß war ein leckeres Spätstück bei meinen Eltern, noch frische Tomaten aus dem Garten abgestaubt und jetzt ist der Sonntag auf jeden Fall zu warm, um noch irgend etwas anderes zu machen.


Donnerstag, 18. August 2011

~ Er liebt mich... er liebt mich nicht... er liebt mich... ~

So ähnlich geht es mir morgens um 4.00 Uhr durch den Kopf. Soll ich morgens früh laufen aber dafür im Dunkeln starten oder soll ich heute Abend laufen, es hell aber dafür heiß haben? Soll ich früh laufen.. soll ich abends laufen... soll ich früh laufen.

Ok, ich hab mich entschieden und werde den sonnigen Abend, wenn denn kein Gewitter droht, auf dem Balkon genießen.


12km und heute Abend melde ich mich endlich beim Halbmarathon an.

Sonntag, 14. August 2011

~ Wie man auf den Punkt aber nicht auf dem Regenwurm landet ~

Wer hier Bilder erwartet (oder befürchtet - je nachdem), dem sei gesagt. Nüscht... nüscht... nüscht. Bei dem heutigen Regen wäre das Zücken der Kamera dem Wurf in den Rhein gleichgekommen.

Die Wetteraussichten lassen einem ja nur die Wahl zwischen ein bisschen, viel und ganz viel Regen. Meine erste Strategie war zu warten, die ich aber nach 30 Minuten wieder verworfen hab. Viel schöner ist es doch, den Rest des Sonntags sich mit leckerem Essen und nem Mittagsschlaf zu belohnen, wenn man den (für mich) langen Lauf von 18km hinter sich hat.

Also rein in die Schuhe und so wenig Textil wie möglich (und wie es sich für eine Ü40-Frau noch gehört) am Leib, damit man nicht unnötig wasserdurchtränkte Kilos mitschleppen muß. Also Laufrock und Singlet, Kappe auf, alles was mit muß in Tütchen gepackt und auf gehts.

Beim Start regnet es wenig, zwischendurch stärker und nachher wieder weniger - das ist die Zusammenfassung aber ein bisschen was kann ich schon noch dazu erzählen.

In einem kleinen Waldstück hab ich anfänglich versucht, das Eindringen von Wasser in die Schuhe zu vermeiden. Den Quatsch hab ich schnell sein gelassen und dann ging es pitsch-patsch durch knöcheltiefe Pfützen (oder waren das schon Seen?).

Auf einem Deichsstück pfiff mir ordentlich der Wind entgegen und mir tat nach 13 km schon ziemlich die alte Kriegswunde Leistenbruch weh. Mein Zeitziel war eine Pace von 6:23 und die im Kopf hab ich dann dort einen MANN beim Laufen überholt - nach 13km.... ja, ich war stolz, ein wenig. Der hatte sich mit einer Jacke gegen den Regen geschützt. Päh!

Ich kann insgesamt nicht sagen, dass mir der Lauf leicht gefallen ist. Die letzten 5km waren echter Kampf und mir sagt es, dass ich ungefähr in der Geschwindigkeit nen HM schaffen kann - mehr aber auch nicht, womit ich sehr gut leben  kann.

Schlußendlich hab ich mit der 6:23er Pace eine Punktlandung zum Plan gemacht und hoffe, dass ich keinen der vielen Regenwürmer zertreten hab. Ich hab mir echt Mühe gegeben. Aber es waren soooo viele und sooo große.

Wenn sich mein doch etwas lädierter Körper nun bis Dienstag wieder erholt hat, nehm ich das mal als Zeichen, mich beim HM für Anfang September anzumelden. Abwarten... und jetzt gehts gleich ab auf die Couch.


Donnerstag, 4. August 2011

~ Im Neandertal ~

Es geht mal wieder um nen Typen. Den Typen hier. Der ist hier in der Nähe mal ausgebuddelt worden und seitdem kennt alle Welt zumindest den Namen dieses Fleckens zwischen Mettman, Düsseldorf und Erkrath - das Neandertal, wobei ich fürchte, dass die wenigsten wissen, wo es liegt. Es gibt dort auf jeden Fall ein Museum und eben das Tal und so wurd es Zeit, dass ich das mal belaufe, ich arbeite nämlich nicht weit davon weg und mir war es nach einer neuen Laufstrecke, da bot es sich halt an, auf den Spuren des Urzeitmenschen mit GPS, Ipod und allem was das technische Herz so hergibt, rumzulaufen.

12km mit einer Pace zwischen 6:40 und 6:28 sagt mein Plan. Da hatte Herr Plan aber die Rechnung ohne das Neandertal gemacht bzw. Frau Blumenmond ohne die Hügel... das ist doch link, da steht, man läuft im Tal und dann gehts bergauf? Puhuu...


Erstmal gab es auf jeden Fall wunderbare Landschaften - im Wald, im Feld und an Bächen und Teichen vorbei. Die ersten 3 Minuten konnte ich das wohl auch noch genießen und dann gab ich mich dem Tempo, den Hügeln und der Schwüle hin.

*Bildchen anklicken, damit sie groß werden. 

Die Pfade gingen teilweise ungewohnt bergauf aber auch bergab. Ich versuchte, meine Angst beim Bergablaufen zu überwinden und Gas zu geben, um das einzuholen, was ich auf den Bergaufläufen verlor. Zweimal musste ich sogar Gehpausen einlegen (die Uhr blieb aber an).


Wilde Tiere gab es auch auf der Strecke.


Als ich mitten im Wald und keine Chance auf einen freien Blick gen Himmel hatte, fing es dann an zu gießen - Himmel auf, Wasser Marsch, Blumenmond naß. Erst als ich erkannte, dass es keinesfalls ein Gewitter war, konnte ich mich beruhigen und die Abkühlung genießen.

12,4 km mit einer Pace von 6:26 - ich hab den Plan zwar nicht eingehalten aber die für mich extrem ungewohnten 349 Höhenmeter haben mich nicht geschafft. So!

Montag, 1. August 2011

~ Pflaumentörtchen mit Knusperstreuseln ~

Kleine Törtchen mit Pflaumen, Zimtcrème und Knusperstreuseln gefälligst?


Mürbeteig:
  • 175 g Mehl
  • 75 g Haferflocken
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Eiersatzpulver (alternativ weglassen:-)
  • 2 TL Wasser
  • 125 g Margarine (hier Alsan)
Margarine, Wasser, Eiersatzpulver und Zucker schaumig rühren, dann vorab gemischtes Mehl/Haferflocken, Backpulver unterrühren und zu einem glatten Teig kneten - 1/2 Stunde in Klarsichtfolie im Kühlschrank parken.

Belag:
  • 12 Zwetchgen oder 6 Pflaumen in 4 Teile schneiden.
Zimtcrème:
  • 125 g  Sour Supreme von Tofutti (alternativ 100g Sojajoghurt plus 25g Hafersahne plus 12g Speisestärke)
  • 25 g Zucker
  • 1/2 TL Zimt
  • 2 TL Eiersatz (falls Speisestärke s.o. - weglassen)
  • 2 EL Wasser (falls Sojajoghurt weglassen)
Zusammen mit einem Schneebesen zu einer glatten Masse verrühren.

Streusel:
  • 75 g Mehl
  • 75 g Haferflocken
  • 1 TL Zimt
  • 75 Rohrzucker
  • 1 Pck. Vanillinzucker
  • 1/2 TL Backpulver
  • 85g weiche Margarine (hier Alsan)
zu Streuseln verarbeiten.

Den Teig teilen und jeweils unter einer Folie auswalzen. Dann 8x8cm große Vierecke rausschneiden und die jeweils in ein Muffinförmchen legen, so dass 4 Ecken hochstehen. An diese 4 Ecken je eine Pflaumenspalte parken.

Danach die Zimtcrème auffüllen und die Törtchen mit Streuseln anhäufen (richtig viel).

Das Ganze wird 35 Minuten bei 190° mit Ober-/Unterhitze gebacken. Dann ruhen die Törtchen außerhalb des Ofens noch 10 Minuten und werden dann auf einem Rost abgekühlt.

Sonntag, 31. Juli 2011

~ Grüße nach Hamburg vom Sonntagslauf~

Hey Frank... ich bin heute früh wieder "unsere" Strecke gelaufen. Bist Du fit für die Runde im September?

Mein IPod hatte keinen Saft mehr, da muss wohl "jemand" gestern vergessen haben, das Ding nach dem Lauf auszustellen. Dann gehts halt ohne in die Botanik - ziemlich schnell gehe ich über die Wupper, was bei uns kein folgenschweres Ding ist. Im Moment fließt sie ruhig vor sich hin.

12km Steigerungslauf ist angesagt und ich kann gar nicht viel berichten, außer dass es klappt. Nach einigen Kilometern spüre ich das Übliche und ignoriere es einfach - ich bin wirklich gespannt, ob das noch mal irgendwann weggeht. Die Pferde auf der Streuobstwiese lassen mein Herz hüpfen aber auf dem Foto ist es gar nicht so schön.

Ich erwische die erste Fähre und kann noch kurz die Möwe knipsen, die sich so schön am Anleger für mich in Szene setzt. Die Überfahrt ist mal wieder ganz für mich alleine - nett von der Fähre.