Sonntag, 31. Juli 2011

~ Grüße nach Hamburg vom Sonntagslauf~

Hey Frank... ich bin heute früh wieder "unsere" Strecke gelaufen. Bist Du fit für die Runde im September?

Mein IPod hatte keinen Saft mehr, da muss wohl "jemand" gestern vergessen haben, das Ding nach dem Lauf auszustellen. Dann gehts halt ohne in die Botanik - ziemlich schnell gehe ich über die Wupper, was bei uns kein folgenschweres Ding ist. Im Moment fließt sie ruhig vor sich hin.

12km Steigerungslauf ist angesagt und ich kann gar nicht viel berichten, außer dass es klappt. Nach einigen Kilometern spüre ich das Übliche und ignoriere es einfach - ich bin wirklich gespannt, ob das noch mal irgendwann weggeht. Die Pferde auf der Streuobstwiese lassen mein Herz hüpfen aber auf dem Foto ist es gar nicht so schön.

Ich erwische die erste Fähre und kann noch kurz die Möwe knipsen, die sich so schön am Anleger für mich in Szene setzt. Die Überfahrt ist mal wieder ganz für mich alleine - nett von der Fähre.

Sonntag, 24. Juli 2011

~ Regentanz ~

Der Blogeintrag ist speziell für Michi, die mir gestern total liebe Glücksgrüße für den Lauf geschickt. Wir waren so gut wie für heute verabredet aber dann hat es leider doch nicht geklappt. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

 Muss das Plästern wie aus Kübeln, wenn ICH nen knappen 2-Stunden-Lauf vor mir hab? "Alte" Leser meines Blogs wundern sich über die Aussage, bin ich doch immer ausgesprochen gern im Regen gelaufen. Aber heute früh verregnet es mir schon ein bisschen die Laune als sich meine Knöppe früh wie immer öffnen.

Nach 2 8-km-Tempoläufen in der Woche ist es mir nach einem erholsamen langsamen Lauf mit Fotopäuschen. Auf meinen Ipod bei 2 Stunden zu verzichten, war mir auch nicht so wohl.

Nach dem ersten Kaffee und der Erkenntnis, dass das mit dem Regen nicht besser wird, dann die Strategie. Ich ziehe meine einzige wasserdichte Jacke an, wohlweißlich dass die nicht wirklich atmungsaktiv ist - zumindest am "Torso" - die Stoffe am Arm sind wasserdurchlässich in beide Richtungen. In die Jacke verpacke ich den Ipod. Kamera, Mobiltelefon und ne Hand voll Rosinen werden jeweils in Plastiktüten verstaut und in ne Hüfttasche verschlossen - mit dem Ding kann ich ganz gut laufen.

Die Strecke auf meinen Garmin geladen und hingefahren - ich mag es zwar nicht, zum Laufen zu fahren aber bei 16km wollte ich doch gerne mal was anderes erkunden, hier ums Haus kenn ich ja jeden Strohhalm beim Namen.

Das hier ist die Strecke und erfreut kann ich vermelden, dass es sich lohnt. Ein Loblied der Technik, die das ganz einfach möglich macht, in fremden Gefilden zu wildern.



Einigermaßen nervös starte ich und lande direkt auf einer schönen Strecke am Rande eines Naturschutzgebietes lang.


Die ersten Kilometer gehen schön im Wald lang, die Pfützen halten sich in Grenzen - die Wassertropfen auf der Kamera nicht.


Die Strecke heißt Schloß Garath, nun gut, das Schloß ist jetzt nicht sooo hübsch.


Aber der Schloßgarten, durch den erfreulicherweise die Tour führt, um so mehr.


Ich laufe an Gärten entlang und ein wenig auch durch  Wohngebiete (mach ich nicht ungerne) und steige ab in das totale soziale Elend.


Um dann irgendwann wieder im Grünen zu sein.


Bei Kilometer 8 tat mir schon die Leiste und damit auch der A...h weh - das Übliche halt. Aber mit den Worten des Hernienspezialisten im Ohr mal wieder den Kopf beruhigt und einfach durchgehalten. Nach Kilometer 10 kamen mir noch kommende 6 Kilometer unendlich viel vor. Nach Kilometer 12 gabs ne Hand voll Rosinen (ich laufe immer ohne Frühstück, das bekommt mir am besten). Und dann war der Lauf auch schon vorbei - die Schmerzen sind seit km 8 nicht schlimmer geworden und irgendwann hab ich sie gar nicht mehr wahrgenommen. Es dauert halt einfach, bis Nerven sich beruhigen und es wird ja auch immer besser.

Ich bin ein wenig stolz, hatte ich doch echten Respekt vor dem Ding heute.

16km, 1:53:16 und damit genau im Plan mit einem 7:04er Schnitt.

Michi... in 3 Wochen ist ein 18er dran. Nächsten und übernächsten Sonntag jeweils 12er ?!? :-)

Samstag, 23. Juli 2011

~ Durch den Wald und durch das Feld ~

... bin ich heute mit meiner Mutter gewalkt. Ich hatte sowohl meinen Garmin als auch meinen Fotoapparat vergessen und Letzteres ist besonders schade. Trotz angesagtem schlechten Wetter sind wir irgendwas zwischen 8 und 10km mit den Stöcken durch den Wald getrabt und haben keinen Tropfen Wasser abbekommen.

Obwohl ich dort aufgewachsen bin und 27 Jahre im Ort gewohnt hab, kannte ich den größten Teil der Strecke nicht oder nicht mehr. Wunderbar auf jeden Fall. Als junger Mensch weiß man es nicht zu schätzen, wenn man eine solche Natur vor der Tür hat. Die Eifel ist wunderbar und der "Beusch" (eifl. Wald) direkt vor der Haustür ein Traum. Da wir keine Bestzeiten aufstellen wollten, haben wir uns zwischenzeitlich an Brombeeren gestärkt. Das war ne richtig gute Tour. Vorher noch ne leckere vegane Bohnensuppe mit (Soja)Milch und ein Glas Honig aus der Blumenwiese (s.u.) abgestaubt. Die Bilder wg. der Handykamera leider mittelprächtig.

Dienstag, 19. Juli 2011

~ Dicke Bohnen mit Speck... ~

... oder Bewältigung eines Kindheitstraumas oder Klassiker vegan gemacht.

Erwähnt im Blog hier und da: Ich war als Kind so etwas, was man als schlechten Esser bezeichnen möchte oder was Eltern üblicherweise in den Wahnsinn treibt - ein Kind, das nix mag. Nix außer... na... Kartoffeln. Ok, alter Hut.

Es gab eine Sache, die noch schlimmer war als "mag ich nicht" und das waren "Dicke Bohnen mit Speck" typisch rheinische Hausmannskost. Alleine der Geruch ließ mich Reißaus nehmen.

Man muss sich solchen Sachen stellen - komischerweise hatte ich noch nie Dicke Bohnen in meiner Gemüsekiste also hab ich sie tapfer selbstständig erstanden. So richtig frisch in Hülle zum Pulen (auch das hab ich als Kind gehaßt). Meinen Vater hab ich dann nach dem Originalrezept gefragt (Bohnenkraut ist gaaanz wichtig) und dann heute zum Feierabendessen gekocht.

Dabei habe ich die Bohnen (120g gepulte Bohnen) 10 Minuten gekocht und das Kochwasser aufgefangen. 10g Margarine im Topf erhitzt und eine Frühlingszwiebel und 1/2 Räuchertofu angebrutzelt. Mit einem guten halben EL Mehl bestäubt und mit Kochwasser aufgefüllt (Mehlschwitze halt). Dann mit Bohnenkraut (Zitat Papa: Gaaaanz wichtig), Pfeffer, Salz, Muskatnuß und einem Schuß Sojamilch gemischt.

Dazu gab es Salzkartoffeln und ich muss sagen... ich hätte beim Geruch davon laufen können. Aber dann hat es mir sehr gut geschmeckt. Yeah... überwunden und jetzt kann ich mit Fug und Recht behaupten: Decke Bunne met Speck, wer datt nett mach es jeck.*

*Anm.d.R: Das bekam ich immer zu hören, wenn ich als Kind diesem Essen entfleuchte.

Sonntag, 17. Juli 2011

~ Schlafmangel, Rotwein und Tempolauf ~

Bitte markiere den Begriff, der hier nicht paßt.

Die letzte Woche inkl. Wochenende ließ zu wenig Schlaf zu. Gestern 3 Gläser Wein im Laufe des Abends getrunken und mein Plan sieht einen 8km-Tempolauf vor. Was muss, das muss und Pläne sind ja da, um sich daran zu halten, oder?

Dass ich nach Plan laufe, hatte ich ja schon mal erwähnt. Seit ich aus dem Urlaub zurück bin, halte ich mich nicht nur an die Kilometer sondern versuche auch, die Tempoeinheiten, Steigerungsläufe etc. zu berücksichtigen. Aus meiner ewigen Angst der Grätenüberforderung hab ich den Plan recht milde eingestellt.

Meine Knöppe blicken heute ungläubig in den Spiegel... ich soll laufen? Auch noch schnell? Im Plan steht "8 Kilometer schnelles Laufen 6:28 min/km–6:08 min/km. Versuchen Sie, in dieser Einheit das vorgeschriebene Tempo beizubehalten. Wenn es Ihnen zu schnell ist, laufen Sie langsamer. Laufen Sie aber ein höheres Tempo als beim lockeren Training. Sie sollten dabei etwas schneller und tiefer atmen als sonst." Ich nehme mir 6:20 vor - das soll in meinem erbärmlichen Zustand reichen.

Ich trete vor die Haustür, während mir Brian Johnson "Whiskey on the rocks" ins Ohr brüllt - wie passend. Und wer hat eigentlich den Planeten da angeknipst, es sollte doch regnen und bewölkt sein. Von Sonnenschein war da mal so gar keine Rede. Ich geb Gas und mein Garmin-Ührchen versucht mir irgendwie die Rundenzeit anzuzeigen. Warum trägt man eine solche Uhr, wenn man es nicht schafft, die Botschaft, die einem das Ding rüberbringt, in Aktionen umzusetzen. Ich mach es kurz: Ich will die ganze Zeit langsamer laufen, schaffe es aber nicht. Ledigiglich der letzte Kilometer war gewollt, um zu schauen, ob ich den Schnitt im letzten Kilometer schaffe, den ich für eine 60er Zeit auf 10km bräuchte.

Ich konnte mal wie ein Uhrwerk Runden laufen - und zwar die, die ich wollte und brauchte. Das muss ich wohl noch mal üben. Ich bin gelaufen:

5:58
6:08
6:09
6:04
6:05
6:06
6:07
5:58

= ingesamt ne knappe 6:04 - also schneller als "gesollt" und deutlich schneller als "gewollt". Das hätte ich gemütlicher haben können. Wenn ich jetzt mal davon ausgehe, dass ich zum einen in keinster Weise fit war und zum anderen nicht an die besagte K***grenze gegangen bin... also der 10er in 60 Minuten wäre gut machbar. Mehr brauch ich für mich gar nicht zu wissen, ausprobieren will ich es angsichts meines empfindlichen Körpers nicht.

"Für wen ist denn das Schwarzbrot"? ruft die Verkäuferin in der Bäckerei der jungen männlichen Aushilfe zu. "Das ist für die.."... (kleines Zögern)...."Frau mit dem Kopftuch." Wenn man mal alle Blicke auf sich haben will, reicht das Wort Kopftuch und alle sonntäglichen Brötchenholer atmen erleichtert auf, dass dem Jungen hinter dem Tresen keine Fauxpas unterlaufen ist - war nur ich. Aber Gott sei Dank hat er nicht gesagt "die Frau mit dem hochroten Kopf" oder "die Frau, die da gerade so nachschwitzt" oder "die Frau, die etwas unangenehm nach Sport riecht". Aber er hätte doch auch sagen können "die Frau, die trotz des schlechten körperlichen Zustands so schnell gelaufen ist"

Und trotz allem war noch Zeit für ein Foto. So!

Sonntag, 10. Juli 2011

~ Soll ich, soll ich nicht... ~

... soll ich, soll ich nicht... drüber schreiben?

Ich hatte nen tollen Sonntag. Ich durfte helfen bei einer Typiesierungsakion der DKMS. Das Thema liegt mir am Herzen und ich hab mit gefreut, dass über Facebook (das muss ja für irgendwas gut sein:-)) ein Aufruf kam, dass man Unterstützung benötigte.

So saß ich heute bei der Saisoneröffnung in der V**tinsarena Auf Schalke als Schreiberling und durfte neue potentielle Stammzellenspender aufnehmen (also deren Daten) und für die ein oder andere Frage Rede und Antwort stehen (man lernt ja jeden Tag dazu).

Es war ein interessanter, lustiger und auch emotionaler Tag. Am meisten berührt hat es mich, wie enttäuscht Menschen waren, wenn sie aufgrund ihres Alters (Höchstgrenze 55) oder einer Krankheit (alle Autoimmunerkrankungen, chronische Erkankungen, Diabetes etc.) nicht in Frage kamen. Am liebsten hätt ich sie dann in den Arm genommen, um sie zu trösten, so enttäuscht waren die meisten.

Und trotz der neuen Spender, es sind noch lange nicht genug und man kann sich ganz einfach mittels eines Wattestäbchens und einem Abstrich im Mund typisieren lassen. Weitere Informationen findet man hier... also los Leute, seit Helden und rettet möglicherweise Leben.

Ich werde gerne bei weiteren Aktionen dabei sein - es macht Spaß, die Menschen mit zu motivieren, etwas Gutes zu tun.

Samstag, 9. Juli 2011

~ Himbeertarte für den Herrn ~

Der Herr mag Himbeeren und zwar so gerne, dass wir fast hätten Übergepäck zahlen müssen, als wir aus Schottland zurück kamen. Die Schotten bzw. Briten können wohl eine bessere Marmelade kochen als die Deutschen.

Ich persönlich kann den Früchtchen nicht wirklich viel abgewinnen aber in der folgenden Form war es doch recht lecker.

Himbeertarte für Herrn Blumenmond:
(eine kleine Springform)


  • 180 g Mehl
  • 210 g Zucker
  • 1 TL Eiersatzpulver (optional weglassen oder 1 EL Sojamehl)
  • 100 g Alsan 
  • 400 g Himbeeren
  • 3 EL Heidelbeersaft 
  • 50 g Ahornsirup
  • Prise Zimt 
  • 2 EL gem. Haselnüsse 


Das Mehl, 190g Zucker, die Margarine und den Eiersatz mit 3 EL Wasser zu einem glatten Teig verkneten und in Frischhaltefolie verpackt kalt stellen.

Die Himbeeren auf Würmchen untersuchen (Scherz), abbrausen und mit Saft, Sirup und restlichem Zucker ca. 20 Minuten verkochen, bis eine dickliche Masse entstanden ist.

2/3 des Teiges ausrollen und damit eine kleine Springform halbhoch auslegen. Den Boden mit einer Gabel einstechen, die Himbeermasse draufgeben und mit dem restlichen Teig ein Gitter formen.

Bei 200°C im Backofen 30 Minuten einheißen und abkühlen lassen.

Schmeckt sogar Frau Blumenmond. Herr Blumenmond war entzückt und jetzt soll ich das Ganze noch mal mit herber Schokolade und/oder Pudding als Unterlage probieren. Sein Wunsch sei mir Befehl.