Dienstag, 19. Juli 2011

~ Dicke Bohnen mit Speck... ~

... oder Bewältigung eines Kindheitstraumas oder Klassiker vegan gemacht.

Erwähnt im Blog hier und da: Ich war als Kind so etwas, was man als schlechten Esser bezeichnen möchte oder was Eltern üblicherweise in den Wahnsinn treibt - ein Kind, das nix mag. Nix außer... na... Kartoffeln. Ok, alter Hut.

Es gab eine Sache, die noch schlimmer war als "mag ich nicht" und das waren "Dicke Bohnen mit Speck" typisch rheinische Hausmannskost. Alleine der Geruch ließ mich Reißaus nehmen.

Man muss sich solchen Sachen stellen - komischerweise hatte ich noch nie Dicke Bohnen in meiner Gemüsekiste also hab ich sie tapfer selbstständig erstanden. So richtig frisch in Hülle zum Pulen (auch das hab ich als Kind gehaßt). Meinen Vater hab ich dann nach dem Originalrezept gefragt (Bohnenkraut ist gaaanz wichtig) und dann heute zum Feierabendessen gekocht.

Dabei habe ich die Bohnen (120g gepulte Bohnen) 10 Minuten gekocht und das Kochwasser aufgefangen. 10g Margarine im Topf erhitzt und eine Frühlingszwiebel und 1/2 Räuchertofu angebrutzelt. Mit einem guten halben EL Mehl bestäubt und mit Kochwasser aufgefüllt (Mehlschwitze halt). Dann mit Bohnenkraut (Zitat Papa: Gaaaanz wichtig), Pfeffer, Salz, Muskatnuß und einem Schuß Sojamilch gemischt.

Dazu gab es Salzkartoffeln und ich muss sagen... ich hätte beim Geruch davon laufen können. Aber dann hat es mir sehr gut geschmeckt. Yeah... überwunden und jetzt kann ich mit Fug und Recht behaupten: Decke Bunne met Speck, wer datt nett mach es jeck.*

*Anm.d.R: Das bekam ich immer zu hören, wenn ich als Kind diesem Essen entfleuchte.

Kommentare:

  1. hier werden die Dinger "Saubohnen" genannt. Und ich finde: zu Recht!
    *weglauf* ;-)

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  2. Willst Du mir damit nahelegen das ich unbedingt Birnen, Bohnen und Speck kochen sollte um da etwas zu überwinden?;) *wegrenn*

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  3. Ha, ich weiß welches Wort in der Überschrift nicht passt! ;-))

    Brrrr ... mochte ich auch nicht, habe sie zwar früher gegessen, aber mit gaaaaanz langen Zähnen und dummerweise gab es das Essen in "regelmäßigen" Abständen zuhause. Lecker war anders, wenn meine Mutter schon sagte "dicke Bohnen" ... Scheint aber so wie es aussieht, Lizzy, Pienzi, Du (wer weiß, wer sich noch so alles bekennt), allgemein so ein Traumata-Schauderessen gewesen zu sein. Wir sollten eine Selbsthilfegruppe gründen.

    Birnen kannte ich bislang nur in Verbindung mit grünen Bohnen (ok, die sind alle grün, ich mein die langen dünnen ;-)Das schmeckt gut, daher könnte ich mir - unter Umständen - vorstellen, dass die Birne die dicken Bohnen etwas "aufpeppt".

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  4. Bohnenkraut finde ich übrigens total lecker, ist im Herbst/Winter mein Lieblingsgewürz.

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  5. Bohnenkraut mag ich auch. Bohnen ebenfalls: Prinzessbohnen, Wachsbohnen, Kidneybohnen ... alle möglichen. Nur eben keine Saubohnen.

    Dabei hab' ich gar kein Kindheitstrauma. Mein Vater war bei uns dafür zuständig, was im Garten angebaut wurde und der mochte sie auch nicht ;-)

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  6. Hah, ich bin/war nicht alleine.

    Ich drucke gerade die Formulare für die Selbsthilfegruppe und schicke sie Euch zu. Wir sollen wir uns nennen?

    Meine Name ist Anja und ich (hasste) Dicke Bohnen. Hallo Anja!

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  7. Mein Name ist Stefan und ich hab' als Kind auch keine dicken Bohnen gemocht.
    Darf ich in der Gruppe mitmachen? ;-)

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  8. Ich habe ja viele Kindheitstraumata überwunden aber dieses pflege ich weiter ;)
    Es gibt doch so viele leckere Bohnenarten.

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  9. Ich könnte mich reinlegen. Bitte kein Tütchen spitze Steine auf mich werfen...

    Tschö sam

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  10. Isch find' dicke Bohnen super - ich muss mal meine Mama fragen, aber ich glaube, ich mochte die auch schon als Kind.

    Yeah, dicke Bohnen für ALLE ;)

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  11. @Und jetzt alle im Chor: Hallo Stefan! Sehr gerne.

    @Jo, und jetzt wollte ich in 2 Wochen Dicke Bohnen zum Wandern einpacken.

    @Sam... Du stürzt Dich aus Flugzeugen, Du bist halt anders.

    @Frollein, Du hast das sicherlich nur verdrängt. :-)

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