Sonntag, 21. August 2011

~ Foto-Love-Story ~

Und mal wieder eine läuferische Foto-Love-Story. Diesmal aus der Eifel, meiner Heimat.

Da war schon mal wieder so ein Traum - auch schon Jahre alt. Von meinen Eltern ausgehend über Orte meiner Kindheit bis nach Bad Münstereifel zu laufen.

Es kam anders, zum einen, weil es bis dort nicht 18km sind, die heute auf dem Plan standen, zum anderen, weil ich bis zu meiner Freundin Bine laufen wollte. Das Ganze hat nur einen Haken, meine Freundin Bine wohnt in Weiler AM BERGE und ich bewege mich in der Eifel und ich soll schnell laufen (so wie letzte Woche).

Beim Start um 9.00 Uhr morgens sind es schwüle 23° - nicht mein Wetter und das merke ich auf den ersten Kilometern auch. Hier bin ich aufgewachsen und hinten am Waldrand bin ich Schlitten gefahren.


Es ist komisch, an welche Dinge man sich erinnert aber ich war total gespannt, ob diese Baumscheibe noch dort ist, wo sie mal eingebaut wurde. Als Kinder haben wir häufig davor gestanden und versucht, das Alter des Baumes  zu zählen. Welch Freude, sie war noch da. Ein Stückchen weiter ist ein gut erhaltenes Teil einer  römischen Wasserleitung, die ich auch fotografieren wollte aber an der ich dann aus Versehen vorbei gelaufen bin. Umkehren gilt nicht.


Ich laufe durch Ortschaften und vorbei an Feldern und der Erft. Ja, das hier ist ein Fluß, man soll es nicht glauben.


Das nächste Foto ist nur für meine Mädels, falls sich eins hierher verirrt. Die Treppe des Grauens. Wie oft haben wir hier nachts Kisten und Kleidersäcke nach oben getragen oder morgens früh mit kaum Schlaf in den Knochen wieder heruntergeächzt. Dazu in schwarzen Satin-Overalls und mehr Schminke im Gesicht als ich die letzten 10 Jahre getragen hab. :-)) War das ne schöne Zeit. :-))


Hier ein paar schöne typische Eifelortbilder, oder? Ich finds hübsch, zumal hier lange Zeit der Durchgangsverkehr von Bad Münstereifel Richtung Euskirchen lang fuhr und der Ortskern nach dem Einsatz einer Umgehungsstraße schön restauriert werden konnte. Sehr schön....


Bis KM 11 ging es einigermaßen flach durch die Gegend und dann kamen 200 Höhenmeter auf 1,5 Kilometer (ungefähr). Auf jeden Fall hab ich die ein oder andere Gehpause gemacht aber der Blick hat mich entlohnt. Bine hatte mir im Schweiße ihres Angesichts auf GoogleEarth eine schöne Strecke von Bad Münstereifel übers Eschweiler Tal nach Eschweiler hoch und über die Hügel bis zu ihrem Heim gezeichnet. Das war ne schöne Aktion, den Weg hätte ich auf keinen Fall gefunden. Ein wenig mit ein paar älteren Golfherren geplaudert, dabei verschnauft, mit meiner Kilometerleistung angegeben und weiter getrabt.


Weiter ging es durch Wald und jetzt immer mal wieder hoch und runter - hügelig aber nicht zu steil, das macht Spaß.

Geschafft!


Mit 18km und einer Pace von 6.32 bei 340 Höhenmetern bin ich sehr zufrieden. Der Plan sagte 6:23, die hab ich auch auf der flachen Strecke und nach den Höhenmetern im welligen wieder geschafft. Ich denke, alles ist für den HM gerüstet, ich fange nämlich jetzt das Tapern an... jaja... ich tapere... ;-)))

Bine, das hier ist nach dem Frühstück mit meinen Eltern noch vom Kuchen übrig... noch, ich starte jetzt nämlich noch mal nen Angriff. DAAAAANKE!!!



Der Abchluß war ein leckeres Spätstück bei meinen Eltern, noch frische Tomaten aus dem Garten abgestaubt und jetzt ist der Sonntag auf jeden Fall zu warm, um noch irgend etwas anderes zu machen.


Donnerstag, 18. August 2011

~ Er liebt mich... er liebt mich nicht... er liebt mich... ~

So ähnlich geht es mir morgens um 4.00 Uhr durch den Kopf. Soll ich morgens früh laufen aber dafür im Dunkeln starten oder soll ich heute Abend laufen, es hell aber dafür heiß haben? Soll ich früh laufen.. soll ich abends laufen... soll ich früh laufen.

Ok, ich hab mich entschieden und werde den sonnigen Abend, wenn denn kein Gewitter droht, auf dem Balkon genießen.


12km und heute Abend melde ich mich endlich beim Halbmarathon an.

Sonntag, 14. August 2011

~ Wie man auf den Punkt aber nicht auf dem Regenwurm landet ~

Wer hier Bilder erwartet (oder befürchtet - je nachdem), dem sei gesagt. Nüscht... nüscht... nüscht. Bei dem heutigen Regen wäre das Zücken der Kamera dem Wurf in den Rhein gleichgekommen.

Die Wetteraussichten lassen einem ja nur die Wahl zwischen ein bisschen, viel und ganz viel Regen. Meine erste Strategie war zu warten, die ich aber nach 30 Minuten wieder verworfen hab. Viel schöner ist es doch, den Rest des Sonntags sich mit leckerem Essen und nem Mittagsschlaf zu belohnen, wenn man den (für mich) langen Lauf von 18km hinter sich hat.

Also rein in die Schuhe und so wenig Textil wie möglich (und wie es sich für eine Ü40-Frau noch gehört) am Leib, damit man nicht unnötig wasserdurchtränkte Kilos mitschleppen muß. Also Laufrock und Singlet, Kappe auf, alles was mit muß in Tütchen gepackt und auf gehts.

Beim Start regnet es wenig, zwischendurch stärker und nachher wieder weniger - das ist die Zusammenfassung aber ein bisschen was kann ich schon noch dazu erzählen.

In einem kleinen Waldstück hab ich anfänglich versucht, das Eindringen von Wasser in die Schuhe zu vermeiden. Den Quatsch hab ich schnell sein gelassen und dann ging es pitsch-patsch durch knöcheltiefe Pfützen (oder waren das schon Seen?).

Auf einem Deichsstück pfiff mir ordentlich der Wind entgegen und mir tat nach 13 km schon ziemlich die alte Kriegswunde Leistenbruch weh. Mein Zeitziel war eine Pace von 6:23 und die im Kopf hab ich dann dort einen MANN beim Laufen überholt - nach 13km.... ja, ich war stolz, ein wenig. Der hatte sich mit einer Jacke gegen den Regen geschützt. Päh!

Ich kann insgesamt nicht sagen, dass mir der Lauf leicht gefallen ist. Die letzten 5km waren echter Kampf und mir sagt es, dass ich ungefähr in der Geschwindigkeit nen HM schaffen kann - mehr aber auch nicht, womit ich sehr gut leben  kann.

Schlußendlich hab ich mit der 6:23er Pace eine Punktlandung zum Plan gemacht und hoffe, dass ich keinen der vielen Regenwürmer zertreten hab. Ich hab mir echt Mühe gegeben. Aber es waren soooo viele und sooo große.

Wenn sich mein doch etwas lädierter Körper nun bis Dienstag wieder erholt hat, nehm ich das mal als Zeichen, mich beim HM für Anfang September anzumelden. Abwarten... und jetzt gehts gleich ab auf die Couch.


Donnerstag, 4. August 2011

~ Im Neandertal ~

Es geht mal wieder um nen Typen. Den Typen hier. Der ist hier in der Nähe mal ausgebuddelt worden und seitdem kennt alle Welt zumindest den Namen dieses Fleckens zwischen Mettman, Düsseldorf und Erkrath - das Neandertal, wobei ich fürchte, dass die wenigsten wissen, wo es liegt. Es gibt dort auf jeden Fall ein Museum und eben das Tal und so wurd es Zeit, dass ich das mal belaufe, ich arbeite nämlich nicht weit davon weg und mir war es nach einer neuen Laufstrecke, da bot es sich halt an, auf den Spuren des Urzeitmenschen mit GPS, Ipod und allem was das technische Herz so hergibt, rumzulaufen.

12km mit einer Pace zwischen 6:40 und 6:28 sagt mein Plan. Da hatte Herr Plan aber die Rechnung ohne das Neandertal gemacht bzw. Frau Blumenmond ohne die Hügel... das ist doch link, da steht, man läuft im Tal und dann gehts bergauf? Puhuu...


Erstmal gab es auf jeden Fall wunderbare Landschaften - im Wald, im Feld und an Bächen und Teichen vorbei. Die ersten 3 Minuten konnte ich das wohl auch noch genießen und dann gab ich mich dem Tempo, den Hügeln und der Schwüle hin.

*Bildchen anklicken, damit sie groß werden. 

Die Pfade gingen teilweise ungewohnt bergauf aber auch bergab. Ich versuchte, meine Angst beim Bergablaufen zu überwinden und Gas zu geben, um das einzuholen, was ich auf den Bergaufläufen verlor. Zweimal musste ich sogar Gehpausen einlegen (die Uhr blieb aber an).


Wilde Tiere gab es auch auf der Strecke.


Als ich mitten im Wald und keine Chance auf einen freien Blick gen Himmel hatte, fing es dann an zu gießen - Himmel auf, Wasser Marsch, Blumenmond naß. Erst als ich erkannte, dass es keinesfalls ein Gewitter war, konnte ich mich beruhigen und die Abkühlung genießen.

12,4 km mit einer Pace von 6:26 - ich hab den Plan zwar nicht eingehalten aber die für mich extrem ungewohnten 349 Höhenmeter haben mich nicht geschafft. So!

Montag, 1. August 2011

~ Pflaumentörtchen mit Knusperstreuseln ~

Kleine Törtchen mit Pflaumen, Zimtcrème und Knusperstreuseln gefälligst?


Mürbeteig:
  • 175 g Mehl
  • 75 g Haferflocken
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Eiersatzpulver (alternativ weglassen:-)
  • 2 TL Wasser
  • 125 g Margarine (hier Alsan)
Margarine, Wasser, Eiersatzpulver und Zucker schaumig rühren, dann vorab gemischtes Mehl/Haferflocken, Backpulver unterrühren und zu einem glatten Teig kneten - 1/2 Stunde in Klarsichtfolie im Kühlschrank parken.

Belag:
  • 12 Zwetchgen oder 6 Pflaumen in 4 Teile schneiden.
Zimtcrème:
  • 125 g  Sour Supreme von Tofutti (alternativ 100g Sojajoghurt plus 25g Hafersahne plus 12g Speisestärke)
  • 25 g Zucker
  • 1/2 TL Zimt
  • 2 TL Eiersatz (falls Speisestärke s.o. - weglassen)
  • 2 EL Wasser (falls Sojajoghurt weglassen)
Zusammen mit einem Schneebesen zu einer glatten Masse verrühren.

Streusel:
  • 75 g Mehl
  • 75 g Haferflocken
  • 1 TL Zimt
  • 75 Rohrzucker
  • 1 Pck. Vanillinzucker
  • 1/2 TL Backpulver
  • 85g weiche Margarine (hier Alsan)
zu Streuseln verarbeiten.

Den Teig teilen und jeweils unter einer Folie auswalzen. Dann 8x8cm große Vierecke rausschneiden und die jeweils in ein Muffinförmchen legen, so dass 4 Ecken hochstehen. An diese 4 Ecken je eine Pflaumenspalte parken.

Danach die Zimtcrème auffüllen und die Törtchen mit Streuseln anhäufen (richtig viel).

Das Ganze wird 35 Minuten bei 190° mit Ober-/Unterhitze gebacken. Dann ruhen die Törtchen außerhalb des Ofens noch 10 Minuten und werden dann auf einem Rost abgekühlt.