Dienstag, 27. September 2011

~ Die Bausünden von Köln ~

Mit dem Post vermische ich jetzt die Marathonvorbereitung mit dem letzten Wochenende.

Wir hatten Besuch aus dem hohen Norden und dazu eine Stadtführung mit dem Titel "Die Bausünden von Köln" gebucht. Wer aus Köln stammt oder Köln kennt weiß, dass man da nicht zwingend weit für gehen muß. Aber das noch mal erörtert zu bekommen, war echt nett.

Eine Geschichte sei hier exemplarisch erzählt: Mitte der 80er Jahre wurde in Köln die Philharmonie fertiggestellt. An dem Gebäude an sich ist nichts auszusetzen, über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten und bei Musikern und Konzertbesuchen ist das Gebäude hoch angesehen.

Oberhalb des Konzertsaales ist ein Platz angelegt, der Heinrich-Böll-Platz. Irgendwie muss man beim Anlegen des Platzes die Philharmonie vergessen haben. Auf jeden Fall stören Trittgeräusche auf dem Platz (und der ist stark frequentiert) die Akustik des Saales und so ist bei jeder Orchesterprobe und jedem Konzert der Platz abgesperrt und durch Security-Personal bewacht - ich möcht nicht wissen, was das kostet.

Nun begab sich die Stadt Köln an, eine U-Bahn zu bauen, die leider durch den Einsturz des Stadtarchivs zu großer Bekanntheit gekommen ist. Diese U-Bahn führt auch an der Philharmonie vorbei und welch eine Überraschung - eine U-Bahn macht Geräusche und in der Philharmonie finden Konzerte statt. Man erzählt sich, dass fieberhaft nach einer Lösung gesucht wird. Wer also Ideen hat... aber wer weiß, ob die U-Bahn jemals fahren wird.

Liebe Marathonis... solltet Ihr die Philharmonie sehen (Ihr kommt dreimal recht nah daran vorbei), so tretet etwas weniger heftig auf - es könnte gerade ein Konzert stattfinden.

Das war ein tolles Wochenende mit bestem Wetter und lecker Kölsch. Den Rheinauhafen haben wir auch noch besichtigt (keine Fotos gemacht) und auch hier werden die Marathonläufer zumindest außen zweimal dran vorbeilaufen und die Kranhäuser sowie die sehr schön hergerichteten Gebäude des alten Hafens sehen. Hier hat Köln architektonisch wirklich mal eine Glanzleistung vollbracht.

Also, wenn in meinen Posts rüber kommt, dass ich diese Stadt liebe, dann mehr wegen der Mentalität als wegen der Architektur.... aber es wird (Beispiel Rheinauhafen)...und außerdem haben wir ja den Dom und ich bitte jeden Marathoni ehrfürchtig angesichts der angeblichen Knöchelcher der Heiligen 3 Könige und vor allen Dingen des Bauwerks daran vorbeizuziehen. Ich meine, wir haben über 600 Jahre für den Bau des Doms gebracht, der gehört nun wirklich mal bewundert.

Noch ein Lied? Du bess die Stadt....

Kommentare:

  1. Naja, nenne mir eine Stadt in der es keine Bausünden gibt??
    Und was den Dom betrifft, ist das für mich kein Bauwerk, sondern ein Kunstwerk!

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  2. Sagen wir mal so, ich kann mir vorstellen, dass Köln da besonders heraussticht. Stichwort Klüngel... vielleicht sollte ich das nochmal näher erläutern. :-))

    Und Deine Aussage zum Dom! Da hast Du wohl Recht. Jedes mal, wirklich jedes mal, wenn ich vorbei komme, schaue ich hoch und sage "wow". Vor Jahren hab ich mal vom gegenüberliegenden Hotel ein Bap-Konzert erleben dürfen, den ganzen Abend den Dom im Hintergrund - das war traumhaft.

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  3. ich bin sehr begeistert von der kleinen köln-serie hier. eigentlich bin ich eine stille leserin, aber die einträge sind so großartig, dass ich mich zum kommentieren verpflichtet fühle :)
    obwohl ich vom niederrhein komme, der ja keinesfalls mit dem rheinland verwechselt werden sollte, war köln im letzten jahr auf jeden fall die beste wahl für mein marathondebüt. mit deinen empfehlung kann aber eigentlich gar nichts mehr schief gehen und ich bin gespannt, was du noch über köln zu erzählen hast :)

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  4. Uff-hoffentlich kann ich mir das alles auch behalten ! Ich meine wie wäre es mit einem Podcast oder ähnlichem für unterwegs, dann könnte ich zwischen Anfeuern für Eva auch mal was über die geschichet Kolns erfahren-und ein bisschen mit angeben :-)
    Aber das mit dem Kölle Allaf hat nicht so wirklich egstern in der Firma funktioniert, aber ich bin jetzt wieder aus dem weisen Zimmer mit den weichen Wänden heraus und bald, so sagen die Wärter, bekomme ich auch mein Jäckchen (ist total falsch vernäht-da muss man die Arme nach hinten um den Körper schlingen, damit es passt) wieder aus.

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  5. @Caro - willkommen aufm Blog. Danke für Deinen netten Kommentar. Sollte ich mal Marathon laufen können (man soll die Hoffnung ja nie aufgeben), dann definitiv in Köln.

    @Martin - wetten, Du hast das "dreimol" davor vergessen? Das kann ja nicht klappen. Nix kann man Euch alleine machen lassen. Was soll das Sonntag noch werden. Oh...Mann!!!!

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  6. Obwohl ich da nicht "Helau" schreien darf, der Dom ist wirklich ein Kunstwerk.

    Nicht, dass die Philharmonie auf Deinen Blog stösst und nachher noch die Marathonstrecke umleiten lässt, hihi.
    Es gibt schon Bausünden, da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Dachte gestern schon, dass so eine Führung sicher interessant ist. Wobei manchmal ist es echt besser, man weiß sowas gar nicht so ausführlich, Stichwort: Die Kosten für die Absperrung des Platzes, die Du auch lieber nicht wissen möchtest.

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  7. Vielen Dank, dank Dir bin ich nun Köln fit;)

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