Sonntag, 4. September 2011

~ Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen - Halbmarathon in zwei Teilen ~

Teil 1 - Es tut weh!

VWG = in der Sprache der Läufer Vorwettkampfgejammer. Wer sich im Läuferumfeld tummelt, kennt das. Da tun einem auf einmal Dinge weh, man hört sprichwörtlich das Gras wachsen und sieht das läuferische Ziel (Wettkampf) in weite Ferne rücken. Oft lösen sich die Zipperlein quasi mit dem Startschuß in Wohlgefallen auf.

Da ich ja scheinbar läuferisch nicht einfach mal so auf entwas hintrainieren und dann laufen kann, meldeten sich im Prinzip 2 Minuten nach Anmeldung für den Halbmarathon in Köln die Schienbeine zu Wort und wollten mitreden und zwar recht lautstark. Ok, Ihr bekommt ne Packung, ne Eispackung.

Letzten Sonntag dann im Rahmen des Taperings ein schneller aber kurzer Lauf von 8km und ich hatte das Gefühl, mir geht der Fuß mitsamt dem Bein unter dem Körper weg. Aua... was ist das? Tut weh. Es entpuppte sich als eine Verhärtung des Muskels der oberhalb das Knöchels liegt - aber warum das nun wieder und warum so heftig?

Trotzdem weiter trainiert, mal schauen was geht. Es ging so viel, dass ich meinen letzten Lauf von 5km am Freitag fast abgebrochen hätte, so schmerzte dieser Muskel. Da ich aufgrund ner Blockade im Rücken sowieso zum Orthopäden musste, hat der gleich draufgeschaut und kritisch mit dem Kopf gewippt ob meiner Aussage, dass ich doch den HM laufen wollte. Er überlegte kurz, legte mir nen Zinkleimverband an, gab mir noch ein paar Anweisungen und meinte: "Versuchen Sie es ruhig - Sie können sich nichts kaputt machen. Das Schlimmste was passieren kann ist, dass sie abbrechen müssen".

Nicht, dass die Schmerzen mit dem Verband etc. besser wurden und ich war mehr als realistisch, was meine Chancen für den Lauf angingen. Beim Spaziergang am Samstag auf einmal ein Ruck im Fuß und noch mehr aua... ok... dann ist das halt so. Ich war zu keiner Zeit irgendwie verzweifelt oder enttäuscht - was soll es denn, der nächste Halbmarathon kommt bestimmt. Trotzdem hab ich mir natürlich Gedanken gemacht, was das sein könnte. Meine Einlagen kamen mir in den Sinn - solch eine Verhärtung kommt durch eine Fehlstellung und vielleicht sorgen die Einlagen, die ich in letzter Zeit doch recht gehäuft und vor allen Dingen bei den langen Läufen genutzt hab, für diese Fehlstellung. Deswegen beschloß ich, ohne Einlagen zu laufen.


Starten wollte ich auf jeden Fall, hatte ich doch die Chance, Michi noch mal zu sehen und auch einen weiteren alten Bekannten, auf den ich mich freute.

Allerdings nahm ich die weitere Vorbereitung nicht ernst - was beinhaltete, dass ich Wein zum Abendessen trank und sich jegliche Nervosität in Grenzen hielt. Selbst das Zurechtlegen der Unterlagen etc. kam gerade kurz vor dem Schlafen gehen schnell in Gang.


Mehr folgt bei Teil 2:

Kommentare:

  1. Dann hoffe ich mal, das Du den Halbmarathon trotz alledem erfolgreich geschafft hast.

    Bei mir tut eine Woche vor dem ersten Lauf zum Glück nichts weh und ich will auch nächsten Sonntag keine unerwarteten Probleme haben.

    Freundliche Grüße
    Bernd

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  2. Los her mit Teil 2 :-)
    Bin doch schon soooo gespannt und auch wieder lesefähig ;-)

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  3. Wein zum Abendessen fällt zwar vermutlich unter Doping - aber was solls. Wolle mer ma ned päpstlicher als der Papst sein ...

    *weiterschlendernd zu Teil II*

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