Sonntag, 29. April 2012

Erdbeertörtchen und Spargel-Spinat-Quiche

Es ist Sonntag, es ist Törtchenzeit. Beim heutigen Lauf plane ich den Spargelbauern mit ein, der gnädigerweise auch Erdbeeren verkauft.

Zum Nachmittagskaffee gibt es also flinke Erdbeertörtchen. Dafür nehme ich die vor geraumer Zeit bestellten und bald abgelaufenen Dinkel-Tortenböden her und beglücke sie mit Schokoladenpudding, den ich mit Ingwer-Schoko-Zucker abrunde. Darauf gehälftete Erdbeeren... feddisch. Und dann spiel ich mit meiner Kamera rum und dann kommt sowas dabei raus. So ein Kitsch.

Meine Rezepte richten sich ja immer strickt nach dem Inhalt meines Biokörbchens. Darin war Spinat - es ist Spargelzeit, warum also nicht Spinat und Spargel kombinieren?

Herausgekommen ist eine Spargel-Spinat-Quiche und die war gar nicht so unlecker:

Also hier für 2 Personen = eine kleine Tortenform:

Spargel-Spinat-Quiche
  • 100g Mehl
  • 100g Alsan (vegane Margarine)
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL gemischte Kräuter
  • 1 TL Essig
  • 35ml Wasser
  • 250g Spargel (wer so faul ist wie ich, lässt ihn direkt beim Bauern schälen)
  • 300g Spinat
  • 1 große Kartoffel
  • 1 Zwiebel
  • 250g Hafersahne
  • 20g Speisestärke
  • 1 EL Öl
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Chili

Für den Boden:

Mehl, Alsan, Salz, Kräuter, Essig und Wasser zu einem Teig kneten und für ca. 2 Stunden in Frischhaltefolie in den Kühlschrank packen.

Für den Belag:

Spinat putzen und waschen. Zwiebel in Ringe schneiden. Etwas Öl in einem großen Topf erhitzen und darin die Zwiebel andünsten. Dann den tropfnassen Spinat in den Topf packen und zusammen fallen lassen. In ein Sieb geben und abtropfen lassen.

Teig ausrollen und in die Form geben und im Backofen (200°) 15 Minuten ohne Inhalt backen. Dann den Spargel (in 1cm breite Stücke geschnitten) in die Form geben - salzen, pfeffern, muskatieren. Dann den ausgedrückten Spinat obendrauf und Lücken für die Sauce lassen (wichtig!!) - ebenfalls würzen.


Guss:

Dann ca. 80 % des Gusses, der aus Speisestärke, Hafersahne, Salz, Pfeffer und Chili besteht über den Spinat gießen, so dass er sich gleichmässig verteilt.

Die Kartoffel schälen und in dünne Scheiben schneiden und obenauf legen und mit dem Rest des Gusses übergießen.

Die Quiche kommt jetzt für 45 Minuten in den Backofen und gedeiht dort ganz von selbst. Wenn man Geduld hat (im Gegensatz zu mir), lässt man die Quiche 10 Minuten abkühlen, dann könnte man auch Fotos im Anschnitt machen, sonst eben nicht!

Es würde auch hervorragend Räuchertofu dazu passen. Da ich aber sehr gerne den Herrn des Hauses mit beköstigen wollte und er keinen Tofu mag, hab ich es weggelassen.

~ Abgehakt ~

Vorsicht, dieser Blogeintrag könnte Depressionen auslösen oder Mitleid erregen.

Schon immer mal wollte ich den Fühlinger See erlaufen. Der Läuferin nur vom Hören-Sagen bekannt muss doch ein so naheliegendes Gewässer mal erkundet werden, das als Regatta-Strecke dient aber auch für Festivals und Naherholungsgebiet bekannt ist.

Während in ganz Deutschland den Leuten die Sonne auf den Pelz brennt, haben sich alle restlichen Wolken inklusive düsterer Stimmung über Köln zusammen gerottet. Obacht, das nehm ich persönlich.

Aber davon lasse ich mich ja nicht abschrecken und trabe los, brav der runtergeladenen Strecke auf meinem Garminchen folgend.

Nach ca. 3km vorbei an Raps- und Spargelfeldern und dem riesen Umschlaglager einer großen deutschen Supermarktkette (was für ne Aussicht) biege ich schließlich zum Fühlinger See ein und seh das:


Oh wie "hübsch". Naja... ist halt ne Regattabahn aber irgendwie hatte ich etwas mehr von dem See erwartet.

Das Strandbad ist vielleicht immer Sommer ganz nett aber auch nicht wirklich verlockend.


Ich flüchte weiter um den See rum und hoffe, dass es bald vorbei ist aber 1,5 Stunden muss ich insgesamt und will ja auch wieder zum Anfangspunkt zurück, könnte mich aber auch alternativ in der Regattabahn ertränken. Im Hintergrund die Hallen eines Automobilherstellers. Ich bin froh, dass ich Musik im Ohr hab ansonsten würden mir die Autogeräusche, die ich nur unterschwellig wahrnehme, den Rest geben


Naja, ein paar grüne Ecken gibt es schon noch am See.


Das Rapsfeld lässt mich zwar kurz aufatmen aber ....


....der Blick nach links hinten sieht so aus.


Sagen wir mal so, den Lauf zum Fühlinger See kann ich jetzt abhaken und als nicht wiederholenswert verbuchen. Ich orientiere mich wohl besser mal Richtung Bergisches Land. Aber nicht jeder Lauf kann schön sein, oder? Aber nächste Woche muss ich irgendwo ins Grüne.



~ Ich habs getan ~

Ab sofort findet man hier keine Essensfotos und andere vegane Ergüsse mehr... die sind ausgelagert: Klick

Samstag, 28. April 2012

~ Mie-Nudeln mit Grün ~

Shungiko? Schon mal gehört? Ich auf jeden Fall bis zum letzten Bio-Abo noch nicht. Aber das www hilft ja immer weiter: Klick

Nu hab ich den Salat und was fang ich damit an? Mal schauen, was mir der Supermarkt noch so in die Hände wirft. Es war mir klar, dass ich asiatische Nudeln wollte und Spargel.

Dann ging ich an dem Gemüse-Wergwerfkörbchen vorbei, das ich in letzter Zeit genauer inspiziere. Dort werden also die Lebensmittel zum günstigen Kurs angeboten, die eigentlich in der Tonne landen würden. Da lachte mich eine Packung Zuckererbsen an. Die kaufe ich eigentlich nie, da die immer von ganz weit weg kommen. Aber eigentlich ist das auch total doof. Ich kauf ja auch Kiwi, Bananen und Mangos... aber bei Zuckererbsen hört der Spaß auf, so nach dem Motto - wie betrüge ich mich selbst am besten. Aber egal, bevor die Zuckerschoten im Müll landen, nehme ich sie doch in meine Obhut. Dazu ein wenig Spargel, Frühlingszwiebeln und schon war der Einkauf getätigt. Daraus geworden sind:

Nie-Nudeln mit Wok-Grün-Gemüse (für 2 Personen):

  • 150g Mie-Nudeln
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 5 Stangen Spargel 
  • 1 Paket (250g) Zuckerschoten
  • 100g Shungiko oder Asia-Salat genannt
  • 1 Stück Ingwer (daumendick)
  • Sesamöl
  • 1 EL Sesam
  • 2 EL Sake (Reiswein)
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 TL Agavendicksaft
  • 1 Nelke, etwas Koriander, rosa Pfeffer, Kurkuma, Zimt
Zuckerschoten waschen und in Stücke schneiden, Spargel schälen und schräg in Stücke schneiden, Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe hacken. Asiasalat putzen und in Streifen schneiden.

Sesamöl im Wok erhitzen und  Frühlingszwiebeln und Spargel 5 Minuten lang anbraten. Mit Sake und Sojasauce ablöschen, Ingwer und Zuckerschoten hinzufügen und ca. 6-8 Minuten abgedeckt im Wok köcheln. Dann den Asiasalat hinzufügen und noch mal 2-3 Minuten brutzeln lassen, bis er zusammen gefallen ist.

In der Zwischenzeit auf jeden Fall schon mal die Mie-Nudeln nach Packungsanleitung zubereiten und den Sesam ohne Fett in einer Pfanne rösten, denn jetzt gehts ganz flott.

Das Gemüse mit Agavendicksaft und Gewürzen abschmecken - von allen Gewürzen nur eine leichte Prise.

Auf nem Teller anrichten mit Sesam bewerfen und wegputzen.

Sonntag, 22. April 2012

~ 3 Flüsse und viel Industrie ~

Ich schwimme weiter raus - so nenn ich das, wenn sich die langen Läufe ausdehnen und ich neue/andere/weitere Strecken erkunden kann.

Nachdem ich bis 8.00 Uhr!!!!!!!!!!!! geschlafen hab... ich.. bis 8.00 Uhr... unglaublich... ist die Welt für mich schon sowas von in Ordnung.

Nach dem Rhein statte ich der Wupper einen Besuch ab, um mir darauf auch noch die Dhünn anzusehen. Wenn man um Leverkusen läuft, was ich heute getan hab, kommt man nicht umhin, die Infrastruktur der 70er Jahre genießen zu dürfen, wie diese Fußgängerunterführungen (3. Bild) zeigen.

Aber direkt dahinter gibt es eine kleine Oase, den Neulandpark, der im Rahmen der Landesgartenschau 2005 entstanden ist. Ich denke drüber nach, dass wir viel zu wenig die Veranstaltungen im Park besuchen und "cruise" ein wenig über die Pfade.

Das richtige Leverkusen (vorletztes Bild) sieht dann so aus, hübsch oder? Aber drumherum gibts schöne Ecken und viel Grün, man sollte nicht (so wie ich es früher getan hab), ganz Leverkusen aburteilen.

Gern hätte ich nach 3/4 der Strecke am letzten Bild eine Rast gemacht aber es ist wohl noch zu früh fürs Strandgeschehen aber Vater Rhein hat mich wieder.

Nach 13,5 km und 1,5 Stunden bin ich wieder daheim. Diesmal keine besonderen Sonnenaufgänge, Nebel oder schöne Atmosphären... dunkle Wolken, Industrie und Flüsse und trotzdem ein schöner Lauf.

Samstag, 21. April 2012

~ Da haut's mich glatt um - Teil 2 ~

Zweimal schon in dieser Woche haut es mich aus den Socken. Nur dieses mal war es wenig schmerzhaft sondern eher schön.

Alles begann damit, dass mir Frollein Holle ihren Platz beim veganen Ayurvedischen Kochkurs bei Volker Mehl vermachte, der in Kooperation mit Kochen ohne Knochen gestern in Wuppertal stattfand.

Ich muss dazu sagen, dass ich gestern Nachmittag angesichts starker Müdigkeit kurz davor war, den Kurs abzusagen und mich ins Bett zu schmeißen. Was bin ich nun froh, es nicht getan zu haben. Nun freute ich mich ja schon auf Uschi von Kochen ohne Knochen. Ich hörte schon das wilde Gemurmel im Kochstudie, ging durch die Tür und sah wen? Das Tuepfel, die liebe Anne. Die wohnt nun nicht gerade in Wuppertal und näherer Umgebung und mit ihr hab ich nun wirklich nicht gerechnet, zumal wir ja "vernetzt" sind und sie nichts vorher hat verlauten lassen. Boah, was hab ich mich gefreut. Ok... gekocht hab ich an dem Abend nicht viel aber ziemlich viel geratscht, mit Anne, mit Uschi und mit den anderen Teilnehmern.

Aber natürlich noch ein paar Worte zum Kochkurs. Das Studio von Volker ist ganz hübsch, gemütlich und ansprechend eingerichtet. Er hat uns in der Kürze der Zeit ein paar Ansätze der ayurvedischen Ernährungsphilosophie rüberbringen können und 4 Gerichte wurden gekocht. Es gab:

  • Safran Reis mit Mangos, Cashewkernen und Rosinen (ayurvedisches Frühstück)
  • Paprika Creme Suppe mit Minz-Croutons
  • Griechische Krithraki Nudeln mit karamellisierten Kirschtomaten und gebratenem grünen Spargel
  • Glasierter Chicorée mit Apfelschnitten und Ingwer-Cantuccini-Bröseln
Alle Gerichte waren schnell vor- und zubereitet und extrem lecker. Und wie schnell und einfach Cantuccini selbst zu machen sind, hat mich beeindruckt... ich freue mich auf mehr. Zur ayurvedischen Lehre möchte ich nichts schreiben, nicht, dass ich da was Falsches rüber bringe. Aber so wie ich es beim Yoga gelernt hab... alles ist sehr entspannt und das gefällt mir.


Ach ja.. an jedem Donnerstag ist das Atelier geöffnet und es gibt 2 Gerichte, die Volker Mehl dort zubereitet. Für alle, die mal in Wuppertal unterwegs sind und etwas Veganes essen möchte oder einfach mal reinschnuppern wollen... schöne Idee auf jeden Fall.

Alles in allem war das gestern ein gelungener Abend - danke an KOK (auch fürs Handtuch und Messerchen), danke an Volker Mehl und danke an Anne und last but not least an Frollein Holle, Du hast gefehlt!

Dienstag, 17. April 2012

~ Da haut's mich glatt um. ~

Es ist ja immer das erste mal und ich weiß auch nicht genau, warum und wie... aber irgendwie bleibt ein Fuß hängen und es nimmt seinen Lauf.

Sehr schön, dass ich das volle Winterornat an hatte, so sind meine Handballen dank der Handschuhe heile geblieben. Das linke Knie blutet, das rechte ist nur angeschrammt. Die linke Schulter hat Haut verloren (durch Shirt und Jacke) und zum guten Schluss hab ich dann noch mit dem Gesicht gebremst. Das ist aber nur rot und nicht richtig "auf".

Damit hab ich meinen ersten richtigen Sturz beim Laufen hinter mir - nach all den Jahren wird es auch mal Zeit und das nur, weil ich nach Beendigung des Trainings noch die letzten Meter bis nach Hause weiter gelaufen bin. Hätte ich doch auf Herrn micoach gehört. Vielleicht befinde ich mich in einer Selbsgtzerstörungsphase. Gestern hab ich mir bei ner heißen Suppe dermaßen den Gaumen verbrannt, dass sich Haut gelöst hat.

Jetzt werden Kindheitserinnerungen wach... so ein aufgeschrammtes Knie hatte ich lange schon nicht mehr.

Sonntag, 15. April 2012

~ Spargel erlaufen oder laufend Spargel? ~

Ich bin ja eh ein Freund regionaler Produkte. Ganz ausgeprägt ist das aber bei Spargel. Die weißen leckeren Stangen müssen quasi direkt neben mir aus dem Boden sprießen, damit ich es als korrekt erachte, sie verspeisen zu dürfen. Klingt bescheuert, ist aber so. Mangels eines eigenen Gartens ist das vorgenannte aber nicht möglich und so müssen andere Lösungen gefunden werden.

Bekanntlich wohne ich ja nicht gerade ländlich, auch wenn die folgenden Bilder teilweise anderes vermuten lassen. Aber wer laufend seine Umgebung erkundet, findet halt auch die schönen Stellen. So ist es nun mal. Genauso fand ich im letzten Jahr laufend - also während eines Laufs - heraus, dass nur 2km von mir weg ein Spargelbauer seine Produkte direkt vermarktet. Blöd halt nur, dass so ein kleines Rinnsal namens Rhein den Weg versperrt. Das Rad hat mir im letzten Jahr ein paar schöne Spargelholausflüge beschert.

Da heute die offizielle Spargelsaisoneröffnung des Hofes ist (und damit es auch für uns den ersten Spargel des Jahres geben soll), hab ich halt das Schöne mit dem Schönen verbunden. 1:20 Std. steht im Trainingsplan. Das reicht für meine Lieblingstour der Rheinbrücke und Rheinfähre. Also faltbaren Rucksack eingepackt und los gehts. Hier hab ich schon fast die Hälfte der Strecke hinter mir und quere das kleine Flüsschen.


Dieses Idyll direkt unter der Autobahnbrücke finde ich herzallerliebst.


Und in diesem Jahr möchte ich die Bloggerin mit dem ersten Rapsfeldfoto sein.


Ja, ja, ja....!!!!!!!!!!!!


Die weitläufigen Rheinauen ziehen viele Spaziergänger mit Hunden an und bieten mir die Weite, die mein Auge braucht. Ich meine... ich befinde mich in Köln, ist jetzt nicht wirklich ersichtlich. Der Rucksack mit dem Kilo Spargel wackelt jetzt fröhlich auf meinem Rücken. Schön ist das nicht aber heute Abend werde ich belohnt.



In der kurzen Wartezeit auf die Fähre friert es mich doch ordentlich. Der Wind ist ziemlich kalt heute und ich tanze zum Aufwärmen auf die Musik aus meinen Ohrstöpseln vor mich hin - mir doch egal, was die Leute denken. Das Anlaufen von der Fähre aus ist nicht rund aber ich brauch auch laut Plan nur noch 3 Minuten und den Rest gehe ich zu Fuß. Damit sind genau 12km geschafft.


Heute Abend gibts Spargel mit Kartoffeln und Bärlauchsauce. Das Bild wird nachgereicht. So langsam fühlt es sich wieder wie Laufen an, was ich da mache.

Sonntag, 8. April 2012

~ Es grünt so grün... ~

Hey Osterhase, das find ich ja mal echt nett, dass Du mir am Ostersonntag so ein schönes Wetter schenkst. Während die süddeutschen Lauffreunde uns mit weißer Weihnacht beglücken, ist es hier zwar kalt aber sonnig schön und die Natur hat ganz schön gearbeitet die letzten Tage. Meine Güte, ist das grün geworden.

Beim ersten Foto kommt das gar nicht so raus und es gibt nur 2 Fotos auf dem Weg. Ich bin noch nicht ganz sortiert mit dem neuen (und defekten) IPhone und dem miCoach und dass ich ja auf Pause drücken muss, wenn ich ein Foto mache und so... hach..

Außerdem bin ich damit beschäftigt, mir meinen Muskelkater vom gestrigen Krafttraining schön zu reden. So richtig bin ich mit den Stabi-Übungen noch nicht in die Pötte gekommen aber gestern war ich fleissig und werde natürlich direkt abgestraft.

Aber hier kann man das Grün schön erkennen. Die Bäume haben sich für Ostern schon ein grünes Sonntagskleid angezogen und so mancher Busch sich auch mit gelben oder weißen Blüten geziert. So schön.

Nach 10,5 km und 1:10 Std. bin ich wieder daheim. Die Kondition ist überhaupt kein Problem, die Knochen melden schon, dass ich da gestern schon mal was gemacht hab.

Zu Hause rein und ab an den Herd - eigentlich sollte es das gestern zum Abendessen geben aber mein Bester hatte keinen Hunger - von daher heute zum Frühstück. Passt auch besser, ich hab ja schließlich 700 Kalorientierchen getötet sagt micoach. Da muss ich neue züchten.

Große Dinge werfen ihre Schatten voraus. Für die Zubereitung unseres Frühstücks benötige ich 5 Pfannen und einen Topf. Das englische Frühstück wird dann zur logistischen Herausforderung, wenn man in einem vegan-omnivoren Haushalt lebt.

Die Würstchen müssen in verschiedenen Pfannen gebraten werden - er will Ei, ich will Bratkartoffeln. Also noch ne Pfanne mehr. Zum ersten mal hab ich vegane Würstchen gegessen, die wirklich lecker sind und vor allen Dingen in der Konsistenz nicht an wabbelige Möhren erinnern. Sie sind von Alnatura und als ich von den begeisterten Stimmen las, musste ich das natürlich ausprobieren.

Am Ende sieht es so aus. Das war natürlich nur die Anfangsportion und wir haben beschlossen, bis heute Abend nichts mehr zu essen. Wobei... ich hatte mir gestern noch ein Stück Kuchen vom grünen Herrn mitgenommen. Das darf ich ja nicht verkommen lassen. Kalorienbilanz? Ich fürchte positiv.

Sonntag, 1. April 2012

~ Labskaus ~

Mit zurückgekehrter Energie kommt auch wieder die Experimentier-/ Kochfreude in der Küche auf. Gestern gab es bei mir Labskaus - zum ersten Mal und dann natürlich vegan. Wooooohhhoooo ich hätt mich reinlegen können. Zum Glück hab ich nur eine Portion gekocht, das wäre sonst wieder schief gegangen bzw. direkt auf die Hüften gerutscht - da setzt mir die (nicht mehr vorhandene) Schilddrüse doch noch etwas zu. Das Rezept ist wieder aus dem Ox-Kochbuch - hier Nr. 4.

Für mich experimentell ging es diese Woche auch noch ins Ecco nach Köln. Warum das experimentell ist, verrate ich im letzten Kapitel. Das Ecco bietet eine vegane Extrakarte an und das finde ich hammerhart gut. Es ist ein schönes Kneipen-Restaurant direkt an der Severinstorburg in Köln und damit in einem meiner Lieblingsviertel von Köln, dem Vringsveedel. Alle veganen Gerichte sind separat gekennzeichnet und dann gibt es eben noch diese vegane Karte zusätzlich. Außerdem findet regelmäßig ein veganes Buffett statt, zu dem ich es bisher noch nicht geschafft hab. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Gegessen hab ich diese Woche Schnitzel mit Jägersauce und das sah eben so aus und hat richtig gut geschmeckt. Meine omnivoren Begleiterinnen haben es probiert und fanden es lecker.

Ein Besuch im Bioladen meines Vertrauens hat mich dann noch über die neuen Aufstriche von Zwergenwiese herfallen lassen. Bis jetzt hab ich nur eins (Sendi - Senf/Dill) ausgetestet aber das war gar vorzüglich.

~ 19km und Völlerei... oder nicht? ~

Fangen wir mit der Lauferei an:

Laufen:

Lieber Herr micoach oder soll ich liebe Frau micoach schreiben, betrifft es doch eher eine Frau(enstimme). Also, was ich Ihnen sagen will: Ihr Gequäcke während meines Laufes nervt mich. Nicht, dass Sie nur meine Geschwindigkeiten falsch einschätzen und mich ständig von der blauen in die grüne Zone und umgekehrt schicken wollen, obwohl mein Tempogespür ein gutes ist und ich obendrein noch den Garmin zur Kontrolle hab. Nein, mit der ständigen Angabe von u.a. den verbrauchten Kalorien erzielen Sie keinen Motivationseffekt (Motivation war ja seit jeher nicht mein Problem), sondern Sie verkehren das Ganze ins Gegenteil. Jedes mal male ich mir vor meinem inneren Auge aus, was ich jetzt für diese Kalorienanzahl ZUSÄTZLICH essen kann, das ist nicht Sinn und Zweck der Geschichte und es täte mir ganz gut, den Kalorienverbrauch auch mal für mich umzusetzen. Also, ich begrenze die Ansage demnächst nur noch darauf, dass Sie mir den Wechsel der Zonen ansagen. Den Rest mach ich mit Herrn Garmin aus, der ist nämlich leise und piept nur mal ab und zu, wenn es wieder einen vollen Kilometer gibt.

Wie man meinem offenen Brief an Frau micoach entnehmen kann, trainiere ich nach einem Plan von micoach und hab den gestern einfach mal ignoriert, da Powerwolking durch Köln (es waren 7km, ich habs nachgemessen) die Trainingseinheit ersetzt hat. Dafür heute 9km mit plötzlich wieder vorhandener Sonne und die Wildkirschen blühen.

Um einen Einblick in mein Innenleben zu gewähren: Die Angst läuft ständig mit. Die Angst vor der Verletzung. Eigentlich kann ich mir das schenken. Et kütt wie et kütt. Ich kanns eh nicht großartig beeinflussen. Es zwickt halt immer und am meisten hab ich Sorge, dass die letzte Verletzung wieder kommt. Bis heute weiß ich nicht, wo sie hergerührt hat und ein wenig spüre ich immer noch, dass da mal was war. Ich dehne jetzt wieder fleissig und hab mit Stabiübungen aufgebrummt. Das ist alles, was ich tun kann. Und ob ich um 10m pro Woche steigere oder 2km... das hat es bis heute nicht wirklich ausgemacht.

Wenden wir uns anderen Gedanken zu:

Essen:

Mit zurückgekehrter Energie kommt auch wieder die Experimentier-/ Kochfreude in der Küche auf. Gestern gab es bei mir Labskaus - zum ersten Mal und dann natürlich vegan. Wooooohhhoooo ich hätt mich reinlegen können. Zum Glück hab ich nur eine Portion gekocht, das wäre sonst wieder schief gegangen bzw. direkt auf die Hüften gerutscht - da setzt mir die (nicht mehr vorhandene) Schilddrüse doch noch etwas zu. Das Rezept ist wieder aus dem Ox-Kochbuch - hier Nr. 4.

Für mich experimentell ging es diese Woche auch noch ins Ecco nach Köln. Warum das experimentell ist, verrate ich im letzten Kapitel. Das Ecco bietet eine vegane Extrakarte an und das finde ich hammerhart gut. Es ist ein schönes Kneipen-Restaurant direkt an der Severinstorburg in Köln und damit in einem meiner Lieblingsviertel von Köln, dem Vringsveedel. Alle veganen Gerichte sind separat gekennzeichnet und dann gibt es eben noch diese vegane Karte zusätzlich. Außerdem findet regelmäßig ein veganes Buffett statt, zu dem ich es bisher noch nicht geschafft hab. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Gegessen hab ich diese Woche Schnitzel mit Jägersauce und das sah eben so aus und hat richtig gut geschmeckt. Meine omnivoren Begleiterinnen haben es probiert und fanden es lecker.

Ein Besuch im Bioladen meines Vertrauens hat mich dann noch über die neuen Aufstriche von Zwergenwiese herfallen lassen. Bis jetzt hab ich nur eins (Sendi - Senf/Dill) ausgetestet aber das war gar vorzüglich.

Befinden:

Fast nicht der Rede wert aber ich geh noch mal kurz drauf ein. Meine erste Arbeitswoche hab ich gut überstanden und ich habs für meine Verhältnisse langsam angehen lassen. Das Treffen im Ecco war ein Experiment, ob ich Abendveranstaltungen verkrafte... das war nämlich lange Zeit nicht so und hat mich doch sehr eingeschränkt. Ich hatte die Wahl zwischen schlaflosen Nächten oder Treffen mit Freunden. Jetzt geht beides, noch nicht perfekt aber schon gut. Dass ich vor knapp 4 Wochen operiert wurde hab ich fast vergessen und denke nur noch dran, wenn ich morgens meine Drops einschmeiße oder wenn ich mir die Narbe eincreme. Es sieht zwar immer noch sehr komisch aus, wenn ich schlucke und das ist für mich auch deutlich spürbar. Aber sehen müssen es ja die anderen und dieses Kloßgefühl ist nicht neu und bedeutet ja nichts Schlimmes. Bzgl. Laufen/Energie/Konditionen verspüre ich keinerlei Einschränkungen, das ist wirklich toll. So kann es einfach weitergehen. Und das ist mein Wort zum Sonntag und kein Aprilscherz.