Sonntag, 1. Juli 2012

~ Vegan in der Domstadt Teil 2 ~

Dieses Foto täuscht in der Tat etwas in der Perspektive. Aber es ist auf jeden Fall äußerst ausreichend und lecker, was da als Seitan-Jägerschnitzel im Ecco serviert wird. Dass das Lokal in meinem Lieblingsviertel in Köln, dem Vringsveedel direkt am Severinstor etabliert ist, gefällt mir auch sehr gut. Aber die Tatsache, dass man sich dort mit Freunden verabreden kann und jeder das isst, was er/sie will, das gefällt mir besonders. "Normale" Restaurants mit einer großen Anzahl an ausgewiesenen veganen Gerichten gibt es nicht wirklich viel.

Der (selbstverständlich vegane) Schokoladenkuchen kommt im übrigen nicht minder groß daher.

Dann las ich die letzten Tage irgendwo im Netz, dass auf der Severinstraße eine neue Eisdiele aufgemacht hat, die eine größere Auswahl an veganen Eissorten aufweist. Da muss ich hin. Und wisst Ihr was? Ich war von verschiedensten Dingen so beeindruckt, dass ich mir weder Namen gemerkt hab noch die genaue Adresse. Ein Foto fehlt ebenfalls und es gibt noch viele andere Gründe, warum ich zurückkehren werde.

Aber ich hab es "so" gefunden - Ihr werdet es auch tun.

Ich flanierte also gestern über die Severinstraße und begaffte auf dem Weg jede Eisdiele, ob die es denn sein könne. Als ich "sie" entdeckte, wusste ich sofort: "Das ist sie." Eine neu eröffnete Bio-Eisdiele schräg gegenüber des in der Severinstraße ansässigen Biomarktes. Beim Reingehen hörte ich, dass Gast und Bedienung Englisch sprachen. Ok, kann ja passieren. Dann sah ich das Schild hinterm Tresen, das sinngemäß sagte "Wir sprechen noch nicht so gut Deutsch. Bitte haben Sie Verständnis, wir üben fleissig." Die veganen Eissorten waren mit einem "V" markiert und neben üblichen Fruchteissorten sprachen mich Hafer mit Agavendicksaft, Erdbeer mit Balsamico und Birne mit Riesling besonders an. Entscheidungsfreudig bestellte ich die Sorten aber sooooo kommt man denen nicht weg. Erst musste ich probieren und bestätigen, dass Hafer mit Agavendicksaft nicht zu süss sei. Auch die anderen wurden probiert und dann durfte ich auch bestellen. Ich hätte mich quer durchs vegane Sortiment probieren können. Wir schwadronierten über die "Sinn"haftigkeit von Sahne in Fruchteis und Ei im Pizzateig, was der Italiener an sich nicht versteht aber in Deutschland durchaus vorkommt. Das Eis wird direkt nebenan selbst hergestellt und die Probierfreudigkeit der Chefin lässt vermuten, dass sich das Angebot ständig ändert.

Die Italiener sind ja nicht wirklich berühmt für ihre englischen Sprachkenntnisse und deshalb fragte ich neugierig, woher sie kämen und warum sie so gut Englisch sprechen (vielleicht etwas direkt aber ich stieß auf Verständnis). Sie kommen aus Mailand und SIE hat 5 Jahre in London gelebt, er ein paar Monate.

Es war ein total netter Plausch, es war ein super leckeres Eis und in tiefer Bewunderung, dass man ohne die Sprache des Landes sprechen zu können, in der Fremde ein Geschäft eröffnet, hat mich - gute Wünsche fürs Geschäft gebend - glücklich mit meinem Eis über die Severinstraße ziehen lassen. Doll und dort werde ich sicherlich noch das ein oder andere probieren

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