Montag, 27. August 2012

~ Schwimmen auch noch? Muss das denn sein? ~

Nö, müssen muss das nicht sein aber der Hafer hat mich gestochen oder so. Wie ich genau auf die Idee kam, weiß ich nicht mehr aber auf einmal wars da: Ich will Kraulschwimmen lernen!

Wie das so bei mir ist, muss die Idee möglichst zeitnah und planvoll umgesetzt werden. Nach der Orakel-Befragung des Herrn Google fand ich eine Schwimmtraining für Erwachsene - um 7.00 Uhr morgens. Na, kommt.. das ist doch wie für mich gemacht, oder?

Natürlich wird direkt das entsprechende Equipment gekauft - ne Schwimmbrille muss her und die netten neuen Badebekleidungen, die so schön die Problemzonen bedecken - Ganzkörperkondom oder so. Während mein Kollege mich schon gedanklich im nächsten Jahr zu Triathlon-Wettkämpfen anmeldet, hadere ich mehr mit dem Gedanken, ob ich mich überhaupt 45 Minuten (also die Zeit des Trainings) über Wasser halten kann oder auf der ersten Bahn schon untergehe wie ein Sack Kartoffeln.

Da ich hier schreibe, hab ichs überlebt aber ganz knapp. Bestimmt.

Erstens möchte ich betonen, dass mir Schwimmbäder mal so gar nicht geheuer sind - hygienisch meine ich. Aber ich verdränge todesmutig alle Gedanken, was da so im Wasser rumschwimmt, wobei wir hier schonmal bei den Nachteilen einer Schwimmbrille angekommen sind. Man SIEHT auf einmal unter Wasser und es ist nicht schön, wenn einem da ein Büschel Haare entgegenschwimmt - oder gibt es hier auch Haarbüschelschwimmkurse oder hat sich der gut behaarte Herr da vor mir mal kurz am Rücken gekratzt?

So lerne ich erstmal die Beinschlag, indem ich mich an ein Schwimmbrett klammere. Ok, ich geh nicht unter aber vorwärts komm ich auch nicht. So ab und zu schummel ich nen Froschschwimmbeinzug zwischen, damit ich nicht 45 Minuten auf einer Stelle paddel.

Dann gehts irgendwann an die Arme, die so durchs Wasser gleiten sollen. Lustig hats sicherlich ausgesehen, als ich mit Kopf über Wasser mit den Armen rumgefuchtelt hab. Nur weil die Bademeistern wusste, was ich da tat, hat sie mich nicht ihrem Instinkt folgend aus dem Wasser gezogen und vermeintlich gerettet

Und dann kams.. der Kopf sollte unter Wasser und man sollte seitlich Luft holen. Was für ein erbärmliches Bild hab ich da wohl abgegeben. Ich sah die mitleidigen Blick der Trainerin und der Schwimmkraulleidensgenossinnen und -genossen. Ja, ich ertrinke... jetzt hier sofort. Luft holen und schwimmen und Kopf unter Wasser und Haarbüschel und das morgens ohne Frühstück. Ich ertrinke..jetzt sofort.

Das Fazit ist, dass ich es mit eisernem Willen geschafft hab, in den ganzen 45 Minuten eine 25m-Bahn so zu paddeln, dass es in etwa wohl wie Kraulschwimmen aussieht und ich nicht ertrunken bin.

Aber es ist ja wohl noch kein Schwimmmeister vom Himmel gefallen und nun weiß ich, was ich üben muss. Atmen.. kann ja nicht so schwer sein, oder?

Apropos schwer... die Arme sind schwer, sehr schwer aber das ist wieder ein anderes Thema.

To be continued...




Kommentare:

  1. Mir auch, find ich toll was neues zu lernen! :-)

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  2. Du bist einfach cool (würde der kleine Ole nun sagen und ich stimme ihm voll und ganz zu;))

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  3. *neid*, aber ich bessere mich übrigens ...

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  4. weiterhin viel Spaß und Erfolg.

    Das mit der Kraulatmung hat mir ein Sportlehrer schon vor 40 Jahren vergeblich beizubringen versucht.Ständig vollgelaufene Ohren, eingeatmetes Wasser - Nä! Mach du mal gerne und gut. Aber so sehr ich Schwimmen liebe (trotz Ekeleffekten im Becken - ich finde die Gerüche der stark parfümierten und gegelten Herren besonders gruselig) damit steckt mich keiner an ;)

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  5. @Julia, cool? Naja...

    @Anne, das höre ich gerne.

    @Lizzy, ich wollte auch nur in all meiner Selbstdarstellung meine Heldentat niederschreiben, von Anstecken war "noch" nicht die Rede. :-)

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  6. Hey, wir gehen mit unserer Firma auch 2 mal die Woche ins Schwimmtraining. Das läuft bei uns unter Betriebliche Gesundheitsförderung und wir von der Firma bezahlt. Ist echt ein toller Sport. Habe seitdem kaum mehr Rückenschmerzen. Will unbedingt noch besser werden:)

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