Sonntag, 14. Oktober 2012

Challenge - Tag 9 und 10

Das werden recht bilderlose Posts hier aber eine kleine Geschichte, die mich berührt hat.

Erstmal:

Tag 9:

Es gibt am Abend eine Firmenveranstaltung mit Grillen & Co. So oder so eine Mini-Challenge für mich, die letzten Jahre hab ich dort von Krautsalat und Fladenbrot mit Tomatenketchup gelebt. Diesmal hab ich mir einfach den Salat selbst mitgebracht und ne Kanne Tee, was sehr erwärmend war, während die anderen Bier tranken.

Frühstück - Amaranth.. :-)
Mittagessen - 1 Banane, 1 Apfel, eine Kiwi
Abendessen - Feldsalat mit Birnen-Avocado-Dressing
Zwischenmahlzeit - 1 Hand voll Mandeln
Sport: 5 km Laufen

Tag 10:

Der Samstag ist terminlich eng. Erst Friseur, dann zu den Eltern Mittagessen, danach in der Stadt noch Geschenke besorgen und abends Sauna mit der liebsten Freundin. Alles für sich schön aber ein bisserl viel, zumal dazu noch ca. 150km Autofahrt kommen.

Die Hirseflocken, die ich mal gekauft und die schon 1 Jahr abgelaufen sind, könnten ja auch mal verbraucht werden - was für ein Reinfall. Die schmecken irgendwie nach Plastik und den gezauberten Hirsebrei mit Zimt und Äpfeln muss ich nach ein paar Bissen entsorgen und vergnüge mich mit 1/2 Banane.

Fürs Mittagessen hab ich meine Eltern gebeten, dass ich kochen darf. Nicht, weil sie schlecht kochen sondern weil es Challenge-tauglich sein soll. Ich brutzele in der Küche der Eltern die Champignon-Lasagne und kann sagen - echt köstlich. Ein wenig aufwändig in der Zubereitung und das Stapeln ist mir nicht gut gelungen. Aber geschmacklich wars toll - sagten auch die Eltern, die ums Rezept baten. Siehste....

Dann gings ab in die Stadt mit der großen Kirche. Ich hatte es zwar gelesen aber nicht mehr auf dem Schirm, dass dort heute die Anti-Pelz-Demo stattfand und hier kommt die Geschichte - seltsam berührt wurde ich von ihr.

Recht viel Polizei begleitete die Demonstranten, die mit ihren Rufen "Pelz ist Mord", "Leder ist Mord", "Fleisch ist Mord" durch die Straßen zogen. Ich blieb stehen und schaute mir den Zug an. Eine Mischung aus Schuldbewusstsein (eigentlich müsstest Du hier mitgehen) und Abneigung (das ist für mich nicht der richtige Weg, meine Mitmenschen als Mörder zu beschimpfen - entsprechend ablehende Kommentare kamen auch aus den Reihen der Stadtbesucher) rangen in mir. Hinzu kam noch, dass ich auf dem Weg in einen Gummibärchenladen war, um für meinen Besten eine große Tüte Leckereien zu holen und natürlich fühlte es sich nicht richtig an.

Als der Demonstrationszug an mir vorbei war, überholte ich ihn an der Seite wieder und war im Gummibärchenladen, als die Demo dort vorbei ging und wurde Zeugin des Berichtes der Eigentümern, die extrem verängstigt war, dass Demonstranten ihr im letzten Jahr den Laden gestürmt hatten. Unwissende Kunden verstanden nicht und sie erklärte, dass sie doch Gelatine und Bienenhonig in den Bärchen hätte.

Ein Wort gab das andere und Sätze wie "Die tragen doch selbst alle Lederjacken, das sind doch Heuchler." und Sprüche, die ich hier gar nicht veröffentlichen will kamen - sicherlich aus Angst getrieben.

Es war eine interessante Diskussion, die entstand aber eins ist mal ganz klar für mich:

Gewalt und Beschimpfung von in jede Richtung sind sowas von kontraproduktiv. Ich kann keine Infos im Netz finden, dass das Eindringen in den Laden stattgefunden und kann deshalb nicht beurteilen, was wirklich passiert ist. Aber es hat mich in jedem Falle betrübt - so kommt man nicht weiter, in keiner Sache.

Ich bin dann doch eher für friedliche Überzeugung - am besten durch den Magen.

So, jetzt weiter im Tagesgeschäft. Abend hab ich wohl gefailt (neudeutsch... versagt). Ich hatte keine Zeit, mir abends etwas zu Essen mitzubringen/vorzubereiten und hab nen Salat in der Sauna gegessen. Das Dressing, das der Challenge am nächsten kam, war Kartoffel-Vinaigrette. Es war wenig Kartoffel drin aber im Zweifel auch Zucker, egal - weiter gehts.

Frühstück - Mist :-)
Mittagessen - Zuchhini-Champignons-Mandel-Lasagne
Abendessen - gemischter Salat
Sport: ca. 800m Schwimmen

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