Sonntag, 18. November 2012

Frauen und ihr Schuhtick

Es gibt ja Leute, die behaupten fälschlicherweise, dass ALLE Frauen über einen Schuhtick verfügen. Dem ist nicht so. Wirklich nicht. Ok, der Umstand, dass mein Schuhschrank nicht aus allen Nähten platzt ist eher der Situation zuzuschreiben, dass meine Füße nicht alles so mitmachen, was die Mode und angeblichen Trends so hergeben. Absätze sind tabu, spitze Schuhe sind tabu, billige Schuhe ohne ordentliches Fußbett sind tabu (Chucks besitze ich zwar, kann ich aber nur tragen, wenn ich nicht lange darin laufen muss).

Wenn die Schuhauswahl schon so eingeschränkt ist (ich nutze fast ausschließlich Bequemschuhe), dann tut frau sich schwer, das Ganze noch auf vegane Schuhe einzugrenzen. Das heißt, nach Definition bin ich nicht vegan, da ich ab und zu Lederschuhe kaufe. Däh!

Aber in groben Abständen hab ich Glück und finde vegane Schuhe, die bequem sind - tatahh... und deshalb - I proudly present my ne vegan shoes:

Die sind super für den Winter und unter Jeans. Evtl. kann man die auch zu Röcken tragen aber da bevorzuge ich andere/höhere Stiefel.

Gefertig sind diese Schuhe von Vegetarian Shoes und gekauft hab ich sie bei Vegane Zeiten in Köln. Ist schon gut, wenn man ein Geschäft in der Nähe hat und probieren kann. Gerade, wenn man so empfindliche Füßchen hat.

Dies ist nun mein drittes Paar veganer Schuhe und ich kann berichten, dass die Befürchtung, die Schuhe würden nicht "atmen" nicht bestätigt wird.

Im Kopf treibt sich dann aber immer die Frage rum, was nun ökologisch/ethisch korrekter ist. Schuhe aus Kunststoff, die in der Entsorgung problematisch sind oder Schuhe aus Leder, die in der Herstellung problematisch sind. Pffft... Pest oder Cholera, ich weiß es nicht aber meine Füße werden wohl auch in meinem Leben nicht mehr zur Akzeptanz aller Dinge erzogen werden können, so dass bei Bedarf auch evtl. wieder ein Lederschuh einziehen wird.

Die hier mit Kork find ich im übrigen auch sehr witzig: Klick

Sonntag, 11. November 2012

~ Köln - der Elfte im Elften ~

Nur ein wenig Spazieren gehen und das neue Objektiv von meinem Besten ausprobieren, das hatten wir vor. Ich warnte davor, dass heute der 11.11. ist und damit Köln außer Rand und Band. Da wir uns aber vornehmlich auf der rechten Rheinseite (Schäl Sick) aufhalten wollten, war das keine Ausrede.

Das Panorama ist für mich immer wieder schön - zugegebenermaßen bin ich aber auch befangen. So ist das halt mit der Liebe.


Es war kurz vor 11.00 Uhr als wir dort vorbei gingen und die Massen strömten Richtung Altstadt. Das Rote Kreuz hatte sich schon aufgestellt und das ewig im Karneval begleitende Tatütata (nicht zu verwechseln mit Tataatataatataa) war schon in vollem Gange.



Das Wetter meinte es gut - sowohl mit den Jecken als auch mit uns und die neue Gesicht im Rheinauhafen war gut geschminkt.


Auch der alte Kran im Rheinauhafen hatte sich fein herausgeputzt.


Und je näher wir der Altstadt kamen, um so häufiger begegneten wir Relikten des Karnevalstreibens.


Hier hatte sich ein Huhn in seine Käfighaltung zurückgezogen. Es war gegen Mittag, nicht am Abend und er schien schon reichlich gefeiert zu haben. Zugegebenermaßen war die Stelle recht gefährlich - auf der falschen Seite der Brüstung Richtung Rhein - direkt hinter uns kamen Polizisten und werden ihn entfernt haben. Das THW und der Wasserschutz rasten aber sowieso die ganze Zeit den Rhein rauf und runter, um vor Ort zu sein, falls jemand Altstadt und Rhein nicht mehr auseinander halten kann. Soll ja schon vorgekommen sein.


An dieser Stelle ein kleiner Blick an den Anfang des bunten Treibens - hier sind wir auf die Brücke und haben dem Karneval wieder den Rücken zugedreht.


Vielleicht ist auf diesem Bild zu erahnen, wie viel Menschenmasse sich dort aufhielt. Es wummte nur so vom Geräuschpegel über die Seite. Verdammt gutes Wetter für die Sessioneröffnung.

11.11.2012
Es war ein schöner Spaziergang und das Karnevalsgen meldete sich ab und zu mal zu Wort. Ich hätt wohl schon auch mitfeiern können.

Mittwoch, 7. November 2012

Tofutest für KOK - alles für die Sache!

Als ich freudig die Einladung annahm, in einer kleinen Runde für Kochen ohne Knochen an einer Tofublindverkostung im Atelier von Volker Mehl teilzunehmen, wusste ich nicht, dass das ein herausfordernder Abend werden würde.

Ich bin ein wirklicher Freund von Tofu aber wenn man Tofu ungewürzt und unverarbeitet isst - oder alternativ gebraten aber ebenfalls ungewürzt - dann ist das Geschmackserlebnis - sagen wir mal - INTERESSANT.

Das Fazit und die Bewertungen sind in der nächsten Kochen ohne Knochen (hier Link zum Abo) zu sehen, deswegen gehe ich auf die Unterschiede der einzelnen Sorten nicht ein.

Es hat echt viel Spaß gemacht und richtig interessant wäre es gewesen, hätten wir die Gesichter beim Testen fotografiert.

Wir hatten viel Spaß - die Atmosphäre in dem schönen Atelier von Volker war toll und zum Abschluss gab es - um die Geschmacksknospen wieder milde zu stimmen - eine leckere Kürbissuppe von Volker.


Also, auch wenn ich gestern mich vorsichtig geäußert hab, ich stelle mich auch für weitere Tests zur Verfügung aber Message an die Welt - das ist echt harte Arbeit. Aber wie sagten wir gestern immer wieder "Es ist alles für die Sache".

Sonntag, 4. November 2012

~ Es ist vorbei ~

Eine letzte Verlinkung auf den Nachbarblog - und Klick!


30 Tage-Challenge - ein Fazit

So, 30 Tag der Challenge sind rum, heute ist Tag 1 nach der Challenge - Zeit für ein Fazit:


 Erstmal die Fakten:
  • Ich habe 4,6 kg Gewicht verloren
  • Ich habe folgendes verbraucht:
    - 750g Mandelmus
    - mind. 500g andere Nussmuse
    - 2 Liter Olivenöl
    - ca. 300ml Agavendicksaft
    - ne Menge Volumen gepoppten Amaranth (das Zeug wiegt ja nix)
    - nicht so viele Zucchini, wie die meisten Challenger
600 Kalorien nur an Ölen und Fetten pro Tag.
    Was kann ich sonst noch sagen:
    Die Challenge hat mir die Möglichkeit gegeben, mal konsequent für einen absehbaren Zeitraum ein paar Dinge zu ändern/einfach wegzulassen, damit ich das Gewicht, das mir nicht gefällt, das aber auch keinesfalls schlimm war, wieder in die richtige Bahn bekomme. Angesichts der vielen Fette, die im Buch verarbeitet sind, hab ich nicht wirklich dran geglaubt, aber es hat geklappt.

    Ich bin kein Fan von Attila Hildmann aber auch kein Feind. Wer nicht in der veganen Szene "unterwegs" ist, kennt die Kämpfe nicht, die zwischen verschiedenen Kochbuchautoren stattfinden/stattgefunden haben. Mir ist sowas ehrlich gesagt ziemlich schnuppe bzw. ich fand es stellenweise von allen Seiten mehr als albern. Trotzdem hat man ja so seine Favouriten. Aber eins ist mir ziemlich klar geworden: Wahrscheinlich schafft Attila Hildmann über diesen Challenge-Weg mehr, als es sich auf den ersten Blick vermuten lässt. Ich hab viele Leute virtuell getroffen, die ihre Ernährung umgestellt haben - nicht aus Tierrechtsgründen sondern für sich und dabei auf eine andere Art auf eine vegane Ernährung gebracht wurden. Ich kann mir gut vorstellen, dass das monetäre Ziel für Attila Hildmann im Vordergrund steht (und das finde ich alles andere als verwerflich) aber es führen eben viele Wege nach Rom und hier scheint sich ein sehr effektiver aufgetan zu haben. Go Vegan!

    Mir hat das Buch die Augen geöffnet, dass ich auch mit veganer Ernährung nicht immer so viele Kohlehydrate verspeisen muss, die letztendlich meine kläglichen Abnehmversuche scheitern ließen. Außerdem hab ich die "Angst" vor Fetten verloren. Hört sich jetzt wahrscheinlich dramatischer an als es ist. Aber lieber die Kalorien in Fette umsetzen als in zu viele Kohlehydrate.

    Ich hab mich meinem Wohlfühlgewicht genähert und war in meinem Kleiderschrank shoppen. Seit ca. 1 Jahr (oder länger?) hab ich nur noch Klamotten gekauft, die auch noch passen, wenn ich wieder abnehme. Jetzt könnte ich auch wieder enge Hosen kaufen aber muss ich gar nicht, hab ja genug im Schrank.

    Das Sportprogramm war toll und ist toll. Wer mich kennt, weiß ja, dass ich damit eh keine Mühe hab. Es macht einfach Spaß. Es passte halt gerade, dass ich mit dem Schwimmen angefangen hab und ne Menge Freude an der Radelei hab.

    Wie gehts weiter? Erstmal gehts heute zum Lieblingsitaliener und es gibt ein Glas Rotwein, das Erste nach 30 Tagen. Danach werde ich mich weiterhin noch ne Weile nach dem Buch ernähren. Zum einen schmeckt es ja super, zum anderen bin ich ja noch nicht ganz da, wo ich hinwollte. Außerdem hab ich noch immer nicht alle Rezepte probiert.

    Es sind aber schon einige Tage ersichtlich, bei denen die Challenge nicht funktionieren wird (Dienstreisen) und das kann ich ja jetzt auch mal schleifen lassen aber nicht zu dolle.

    Ach ja.. noch was ... ich hatte 30 Tage

    • keine Lust auf Süßes... die Belohnungen hab ich mir nicht für den Jieper gemacht sondern weil ich sie ausprobieren wollte.
    • keine Lust auf Alkohol
    • keine Lust auf Chips
    • keine Lust auf Kartoffeln
    • keine Lust auf Brot/Brötchen
    Es ist sicherlich eine Kopfsache aber es hat auch bestimmt was mit dem Weglassen der leeren Kohlehydrate oder Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index zu tun. Ich hab das nie glauben wollen, weil ich ja dann auf das geliebte Brot (VK) und Kartoffeln hätt verzichten müssen - und siehe da... es stimmt und es geht. Nicht für immer aber eben für ne Weile.

    Wenn man an der Kasse steht, erschlägt einen manchmal der Blitz. Dass ich meine Lebensmittel im Biomarkt kaufe, ist sowieso normal. Aber Mandelmus oder Gojibeeren schlagen schon ziemlich zu Buche. Andererseits war ich in der Zeit (bis auf die Messe) nicht im Restaurant essen. Auch die kleinen Sachen zwischendurch (Brötchen o.ä.) gab es nicht - außer im Biomarkt hab ich kein Geld für Essen ausgegeben. Wahrscheinlich kommt es aufs Gleiche raus. Da ich kein Haushaltsbuch führe, weiß ich es nicht.

    Ach ja, last but not least - ich hatte nie Hunger... nicht ganz unwichtig.

    Samstag, 3. November 2012

    Tag 29-30 - so schnell vergeht die Zeit

    Tag 29

    Auch hier nichts Neues im Challengerbereich

    Der Arbeitstag wird etwas länger als erwartet, die Motivation, nach der Arbeit ins Schwimmbad zu fahren, ist erloschen. Dafür werden aber noch Challenger-Brötchen am Abend gebacken, so auf den letzten Drücker quasi. Die soll es morgen mit Rührtofu geben und morgen oder übermorgen als Burger... ja... übermorgen ist die Challenge vorbei aber es gibt noch so viel Rezepte zum Ausprobieren, ich werde nicht direkt aufhören und überhaupt...


    Frühstück - Amaranth-Pop mit Trauben
    Mittagessen - Broccoholic
    Abendessen - Auberginen-Schiffchen
    Zwischenmahlzeit - Trauben
    Sport: :-(

    Tag 30

    Ein herrliches und sättigendes Frühstück mit Burgerbrötchen und Rührtofu. Nur das Prasseln des Regens lässt mich zweifeln, ob 60km Rad heute ne gute Idee sind. Ich versuche, vernünftig zu sein und düse mit dem Auto in die Stadt - jetzt gibt es eine Radregenjacke mehr, Stulpen für kaltes Wetter, Stulpen gegen Regen und endlich hab ich die veganen Boots, die ich schon lange im Visier hatte.

    Welches Sportprogramm also heute? Jaaa... Zumba, da hab ich doch ne CD von ner Kollegin bekommen. Ich finds zwar affig, alleine vor dem Rechner rumzuhüpfen - aber es macht trotzdem Spaß und ich hab mich 45 Minuten bewegt.

    Schnell den Burger gefertigt, der leider optisch nicht gut gelungen ist. Und das Abendessen wird höchstwahrscheinlich ausfallen. Das war schon ausreichend Essen.

    Frühstück - Burgerbrötchen mit Rührtofu
    (Nach)Mittagessen - Burger
    Abendessen - nix
    Zwischenmahlzeit - geröstete Mandeln, halbe Paprika mit Erdnussmus
    Sport: 45 Minuten Zumba




    Morgen ist dann Schluss hier mit Tagebuch - nen kleinen Endbericht und dann ist sie schon vorbei, die Challenge.

    Donnerstag, 1. November 2012

    Tag 28 - Ende in Sicht - nach der Challenge ist vor der Challenge

    Schon Tag 28 - übermorgen der letzte Tag der ersten Challenge. Heute früh war Wiegetag und ich hab das gleiche Gewicht wie letzte Woche. Ich verfalle nicht in Depressionen, was auch eindeutig Jammern auf hohem Niveau wäre. Ich denke, der wenige Sport und das viele Früchtebrote und das späte Essen haben dazu geführt. Die Sonne schien beim heutigen Lauf - wie schön mal wieder - sollte aber nicht den ganzen Tag anhalten.


    Nach einem raschen Frühstück wurde Mittagessen, Tee und Wechselkleidung eingepackt. Es ging ans Teppichreste abkratzen ich Schwiemas Ex-Wohnung. Mein Bester fuhr mit allem Gepäck mit dem Auto und ich nutzte den Weg ins Bergische für eine Radtour.

    Hin gings zum einen hoch und zum anderen gegen den Wind - alles schön. Nach 2 Stunden Abkratzen (für 2 qm!!!) führte der Weg zurück (eigentlich wollte ich den Altenberger Dom mit auf die Strecke nehmen). Da es schon ordentlich regnete, nahm ich den direkten Weg, bergab und mit Rückwind aber vorsichtig wegen nasser Straßen und ziemlich viel Laub auf dem Weg. Bis ich nach 18km zu Hause war, schwammen die Füße frei im Wasser und auch die Radklamotten haben irgendwann dem Dauerregen nachgegeben.


    Macht aber nix - ab unter die warme Dusche, Rad fahren macht auch bei Regen Spaß aber ich muss noch etwas am Equipment erweitern.

    Das wars auch schon für diesen Feiertag.

    Frühstück - Caprese Vegan
    Mittagessen - Sushi
    Abendessen - Broccoholic
    Zwischenmahlzeit - Früchtebrot
    Sport: 7km Laufen - 40km Radfahren - Teppich abkratzen (eindeutig Sport)

    Tag 25-27 - Und weiter geht der Turmbau zu Babel

    Heute war endlich wieder Schwimmtraining und das Beste - es war DIE Schwimmtrainerin. Motivierend und scheuchend und so keuchten wir strampelnd durchs Bad. Beintraining war heute angesagt.

    Mehr gibt es heute nicht zu erzählen außer, dass ich mal wieder versucht hab, irgendwelche Türmchen zu bauen - hier aus Rote Bete, Avocadocreme und angebratenem und karamellisiertem Tofu. Da sind pro Portion 50g Cashewmus und 1 Avocado verbaut. Davon kann man doch gar nicht abnehmen.



    Frühstück - Challenger-Müsli mit Apfel
    Mittagessen - Linsensuppe
    Abendessen - Rote-Bete-Avocado-Tofu-Türmchen
    Sport: ca. 1000m Schwimmen mit Drill-Instructor

    Tag 26

    Morgens regnet es, ich bekomm mich nicht zum Laufen aufgerafft. Schade irgendwie - kommt selten genug vor aber ich muss auch mal auf meinen Körper hören. Zumindest gibt es mittags einen kleinen Spaziergang, diesmal recht langsam, weil die Kollegin erkältet ist.

    Abends versuch ich mich an Sushi, oh weh, das hat ich mir irgendwie einfacher vorgestellt. Geschmeckt hats gut aber optisch ist da echt noch Verbesserungsbedarf.

    Frühstück - Challenger-Müsli mit Trauben
    Mittagessen - Rote-Bete-Avocado-Tofu-Türmchen
    Abendessen - Pastinaken-Sushi
    Zwischenmahlzeit - Trauben
    Sport: ca. 2 km Spazieren gehen.

    Tag 27

    Wieder ein Tag, der nicht unmöglich aber schwierig in der Challenge ist. Es geht ganz früh am Morgen Richtung Norden und am gleichen Tag zurück.

    Dazu wird Früchtebrot aus dem TK geholt. Es wird Müsli vorbereitet und fürs Abendessen - recht einfallslos - einfach ein Block Räuchertofu mitgenommen. Eigentlich wollte ich Sushi mitnehmen aber ich wollte nicht damit glänzend, dass mir der Kram auseinanderfällt, wenn ich vor meinen Kollegen esse.

    Frühstück - Crunchy-Müsli mit Trauben
    Mittagessen - Früchtebrot mit Erdnussmus
    Abendessen - Räuchertofu
    Zwischenmahlzeit - Früchtebrot
    Sport: Nüscht!