Freitag, 28. Dezember 2012

~ Und was sagt der Vater Rhein? ~

Nur das schlechte Wetter hält die Massen davon ab, in unser Dorf den Hochwassertourismus ausarten zu lassen. Aber ich geb ja zu, dass ich auch mal gerne nachschaue, was der Herr da so treibt.

Es ist nicht so hoch gekommen, wie erst angekündigt aber am Wochenende soll ja noch was dazu kommen.


Meine kleine Laufstrecke ist durch diese Aluminiumtore versperrt und ist gleich mein Aufreger des Tages. Warum? Schon über die Weihnachtstage und auch heute früh ist ein Wachmann an den Hochwasserschutztoren unterwegs, damit das Aluminium nicht geklaut wird. Unfassbar.


Und Müll wird schon ordentlich angespült. Das wird wieder ein großes Aufräumen erfordern.


Nicht nur ich wäre wohl froh, wenn das Regenwetter mal ein Ende hat. So ganz sportiv wie ich sein wollte, war ich bisher im Weihnachtsurlaub nicht. Das Rädchen hat noch keinen Einsatz im Außenbereich gefunden. Da ich gestern beim Resteverwerten einen dicken Kratzer in den Zeigefinger gesägt hab, wird es wohl auch die nächsten Tage noch nix mit dem Schwimmbad. Dafür hab ich gestern noch mal die Stöcke ausgepackt und muss sagen, dass NW echt unterschätzt wird. Immer, wenn ich mich mal dazu aufraffe, machts echt Spaß und gibt Muskelkater. Meine Hokas sind dank des Regenwetters schon ganz schön eingesaut. Sie machen immer noch nen guten Eindruck und haben durch die Höhe auch den Vorteil, dass kein Wasser reinschwappt, wenns mal ziemlich nass aufm Boden ist.

So und jetzt hoffe ich, dass ich irgendwie die Plätzchen bald weg hab - am liebsten auf den Hüften von anderen Leuten. :-)


Montag, 24. Dezember 2012

Frohe Weihnachten!


Lasst es Euch schmecken!

Sonntag, 23. Dezember 2012

Essen in Essen...

Damit mein Ausflug in den Pott, wie im Nachbarblog beschrieben, nicht ganz so ökologisch mistig ausfällt, fahr ich auf dem Rückweg noch in Essen vorbei. Könnte auch daran liegen, dass es dort einen Laden mit skandinavischen Kleidern gibt, auf die ich so stehe. Könnte auch daran liegen, dass ich (bzw. mein Bester) ein Café entdeckt hat, das auch vegane Sachen anbietet.

Über mein Shopping im Kleiderladen schweige ich an der Stelle mal aber danach gings dann in Sweet Coffee Pirates. Der Laden liegt auf der sagenumwobenen Rüttenscheider (man sagt nicht Rüttenscheider Straße, das heißt Rüttenscheider, verstehste?) aber etwas abseits von dem Getummel. So bekomm ich also um die Mittagszeit noch ein Plätzchen im nett eingerichteten kleinen Laden.

Ich bestelle nen Sojacappuccino und den veganen Bagel. Kaffee ist lecker (hab ich für ne Rösterei auch nicht anders erwartet) und der mit einem Aufstrich und diversen Gemüsen belegter Bagel ist auch nach meinem Geschmack. Die Vernunft hält mich davon ab, den veganen Kirschstreusel oder Marmorkuchen zu probieren. Ich hab die letzten Tage genug ungesundes Zeugs gegessen und das wird auch die nächsten Tage nicht besser.

Auf jeden Fall fühl ich mich wohl im Sweet Coffee Pirates und komm gerne noch mal an nem Samstag wieder, dann gibt es nämlich veganes Frühstück mit Rührtofu, baked beans etc. Das muss ich mal probieren und außerdem muss man solche Aktivitäten ja unterstützen. Nicht, dass sie mangels Nachfrage wieder eingestellt werden. Das muss unter allen Umständen verhindert werden.

Ich freue mich über jedes Café, jedes Restaurant, das gemischte Karten hat - für jeden etwas dabei. Das find ich gut.

Heute werden endlich (ist ja auch bald Weihnachten) Kekse gebacken. Eine Vorschau gibt es hier schon mit meinen Mühen, mittels einer Flasche leckeren Astra Bieres das total widerspenstige Berliner Brot auf mein Backbleck zu bekommen. Das war vielleicht ne Arbeit und das Zerschneiden war auch kein Kinderspiel. Ein Wunder, dass ich mir nicht wieder größere Verletzungen zugezogen hab.

4 weitere vegane Keksteige liegen seit gestern im Kühlschrank und harren der Dinge, die da kommen (bzw. der Nichte, die mich tatkräftig unterstützen möchte). Und wenn das Ergebnis schön ist, dann gibts auch nen Post dazu.

Falls sich Leser hierhin verirren, dann wünsch ich denen (aber auch allen anderen) ein schönes, friedliches Weihnachtsfest. 


~ Ein paar neue Schuhe müssens sein ~

Ja, es ist ziemlich bescheuert, wenn man sich neue Schuhe kauft, während man sich in einer mal wieder gesundheitsbedingten Laufpause befindet. Aber wenn ich nicht über diesen unkaputtbaren Optimismus verfügen würde (ok, man darf es auch Beklopptheit nennen), würde ich wahrscheinlich in Sportdepressionen verfallen. Und wenn ich nicht laufen kann, dann kann ich mit den Dingern noch den Mount Everest besteigen - oder zumindest den Drachenfels, jeder fäng ja mal klein an.

Ich bin ja so fürchterlich leicht anfixbar und hab von den Hoka Laufschuhen gehört, gelesen und diese Trümmer von Laufschuhen auf Bildern gesehen. Monate ist es schon her und ich konnte bis jetzt widerstehen. Ein Dealer in Bochum bietet sie an, der mir durch witziges Marketing auf Facebook irgendwie total sympathisch ist. Ökologisch völlig bescheuert, schwinge ich mich in mein pfeffergraues Auto und fahre in den Pott, genauer gesagt nach Wattenscheid.

Ich machs kurz, über Laufschuhkäufe muss man ja keine Romane schreiben: Wat läuft hält was es verspricht. Der Typ total nett und selbst sehr erfahren. Ich teste zwei Modelle und entscheide mich für das Gerät, das viel auf Asphalt gelaufen werden kann. Er prophezeit mir Muskelkater an den Oberschenkeln, weil man die Füße bei den Schuhen mehr hebt als normal - kann ja nicht schaden, so wie ich immer rumschlurfe.

Mein Test über 3 Kilometer ist nicht wirklich aussagekräftig. Meine Vorfußprobleme und die Schuhe scheinen aber schonmal miteinander zu harmonisieren, das ist immer ein großer Knackpunkt bei Laufschuhen. Es ist irre, wie federleicht man in den Dingern läuft und ich kann mir gut vorstellen, dass - hat man sich erstmal dran gewöhnt - eine Ermüdung der Beine deutlich später eintritt. Ob es mir hilft? Who knows aber Probieren kann man ja mal, wobei ich jetzt auch keine Wunder erwarte.

In dem Sinne schöne Weihnachtsläufe und auf ein laufreiches Jahr 2013.

Sonntag, 16. Dezember 2012

Mal wieder was Neues

Ich bin ja ein neugieriger Mensch und wenn ich lese, dass es in Köln einen neuen Laden gibt, der auch veganes Frühstück und vegane Torten anbietet, dann muss der getestet werden. Während mein Bester sich noch beim Friseur aufhübschen lässt, platziere ich mich schonmal im cafecafe, und zwar in der Filiale in Ehrenfeld. Es gibt leckeren Soja-Cappucchino und das vegane Frühstück entpuppt sich nicht wirklich als solches aber man hat 3 verschiedene vegane Aufstriche, die mit einem Brotkorb gereicht werden. Dass dazu noch 2 Päckchen Butter und Nutella geliefert wird, lässt darauf schließen, dass es zwar möglich aber nicht durchdrungen ist. Hier gibt es noch kreatives und inhaltliches Verbesserungspotential.


Dagegen verheißt die Kuchenauswahl Großes. Auch wenn ich eher der Streuselkuchenfraktion angehöre, so lacht mich der Baumkuchen mit weißer Schokolade an und den erstehe ich auch, auch wenn der ebenfalls hübsch anzusehende Weihnachtskuchen lockt. Sieht großartig aus, oder? Schmeckt auch gut, wobei er extrem mächtig ist und ein halbes Stück zum Kaffee mehr als genug ist. Apropos Kaffee.

Nicht weit vom cafecafe weg ist eine Kafferösterei ansässig. Bei van Dyck gibt es fair gehandelten Biokaffee frisch in Ehrenfeld geröstet. Während der Barista wunderbare Milchkaffees zaubert, hat er uns super beraten und ich freue mich schon auf den ersten Ehrenfelder Kaffee bei uns zu Hause. So schön werde ich das aber mit der Deko nicht hinbekommen.


Und wir kommen die nächsten Tage wieder - es gab so viele schöne kleine Läden in den Seitenstraßen, die wir noch mal genau unter die Lupe nehmen müssen und wir wissen ja, wo wir dann einen guten Kaffee (auch mit Sojamilch) bekommen können. Es gab auch leckere kleine Häppchen, ich konnte aber nicht entdecken, ob da was Veganes dabei war.

Am Abend hab ich mich dann erstmalig in meine neue Kochschürze geschmissen. Mein Bester meinte wohl, dass das gut als Ergänzung zum Ox-Kochbuch Nr. 5 passt und ich find sie echt total hübsch.

Eine Schürze war auch ratsam, stand Rotkohlsalat für den KOK-Brunch und Rote-Bete Spaghetti aus dem o.g. Buch auf dem Plan. Beides war lecker, da ich ja eher der "gekochte" Typ bin, sind mir die roten Spaghetti glatt lieber als der Salat, wobei der mit den Zutaten sicherlich äußerst gesund ist und auch geschmacklich gut war.

Aber sind die Spaghetti hier nicht optisch auch nett. :-) Und lecker wars.

Da ich wegen diverser Zipperlein mal wieder komplett sportuntauglich bin, ist die ganze Esserei natürlich recht kontraproduktiv zu den bisherigen Challenge-Bemühungen aber jetzt bringen wir doch erstmal die Feiertag hinter uns, oder?

Vor dem Hintergrund hab ich mich dann auch einmal durchs Buffett beim 4. KOK-Veganbrunch in Solingen gefuttert.

Highlights waren für mich

- Weihnachtsessen auf einem Happen (s. Foto)
- Berliner Brot
- Donauwellen - aber nur, weil ich die soooo lange nicht gegessen hab
- Joachims Tsatsiki, vor allen Dingen, nachdem ich wusste, wie kreativ er das zusammengesetzt hat

Aber seht selbst - es ist der 3. Brunch, bei dem ich zugegen war und jedes mal verändert sich das Buffet. Dank an Uschi und Joachim, die sich mit Orga und Aufräumen etc. so viel Mühe geben.


Jetzt werden ich den Rest des Sonntags wohl nicht mehr Piep sagen können. Der halbe Restkuchen von gestern wird auf morgen warten müssen aber sowie ich mich kenne, werde ich heute Abend noch die 2. Hälfte der Rote-Bete-Spaghetti vertilgen können.

Und nächste Woche gibts "Plätzchen backen" auf den letzten Drücker!

Sonntag, 9. Dezember 2012

Rotkohl wanted!

Die letzten Wochenenden sind arbeitssam. Das ist insgesamt ok bzw. bestimmte Situationen bedürfen bestimmter Maßnahmen aber das Kochen, dem ich natürlich besonders am Wochenende gerne fröne, kommt dabei echt zu kurz.

Das ist kulinarisch schade aber auch meine Haut meckert aufgrund nicht konstantem Essen und dem ein oder anderen Ausschlag (Pommes) vehement gegen diese Art der Nahrungsaufnahme.

Gestern wartete dann ein Umzugseinsatz bei einer Freundin auf mich und ich war recht dankbar, dass sich doch noch eine Gelegenheit bot, ihr zu helfen. Die Hinfahrt in die Eifel durch schneeverstöberte Landschaft beging ich kitschig mit Weihnachtsmucke aufn Ohren und amüsierte mich über "Rudolf, the red nosed reindeer" als Bambo. Bei der Ankunft wurde ich mit einer bombastischen Aussicht belohnt. Hier bin ich groß geworden und hab es nie zu schätzen gewusst.



Auch beim Kisten packen gab es Weihnachtsmusik und ich bin wirklich kein neidvoller Mensch und ich lebe mit Absicht in einer Eigentumswohnung und bin damit auch sehr zufrieden ABER, dass meine Freundin jetzt über eine Küche mit riiiiiieeesiger Kochinsel verfügt und überhaupt die Küche das Zentrum des Hauses ist, find ich total schön. Freut mich für sie ABER ICH WILL DAS AUCH. :-)))

Zwischen Kisten ein- und auspacken gabs aber auf jeden Fall noch genug Zeit, die Welt zu retten - zumindest verbal.

Nun aber zum Essen:

Es ist Rotkohlzeit und Rotkohl war schon in der Kindheit eines der wenigen Gemüse (neben Kohlrabi), das ich gerne mochte. Der Rotkohl wanderte in den Einkaufskorb ohne großen Gedanken an das "Wie" oder "Was".

Klar, hab ich schon häufig Rotkohl klassik gemacht aber als ich den mal so geschnibbelt* hab, dachte ich, ich schau doch mal in den mir vorliegenden Kochbüchern nach, ob ich da irgend etwas anderes finde. Fand ich nicht. In keinem meiner veganen Kochbücher gibt es Rotkohlrezepte - gibts das? Ich keinem, stimmt so nicht - im Ox-Kochbuch Nr. 4 fand ich Rotwein-Rotkohl mit Semmelknödeln und Rotweinsauce und das wurd es dann auch. Klassisch ist doch manchmal einfach gut.

Also, Ihr Veganköche da Draußen - widmet dem Rotkohl etwas mehr Aufmerksamkeit.

PS: Ich hab kürzlich in einem Kochkurs gelernt, den Anweisungen in den Kochbüchern, bei Kohl den Strunk herauszulösen, nicht Folge zu leisten. Man schnibbelt viel besser um den Strunk herum. Das ist ziemlich schlau - der hält nämlich den Kohl zusammen und man hat nicht mit den rumfliegenden äußeren Blättern zu kämpfen.

PPS: Das im Hintergrund stellt unsere KOMPLETTE Weihnachtsdeko dar, nicht dass hier jemand meint, bei mir wäre Weihnachtswonderland zu Hause.

Samstag, 1. Dezember 2012

Kochbücher und Emotionen

Es ist da, das neue Ox-Kochbuch Nr. 5.

Im Gegensatz zu meinen veganen Anfängen vor jetzt bald vier Jahren, als in Buchhandlungen KEINE veganen Kochbücher zu finden waren, hat man heute eine schon beachtliche Auswahl. Wenn man dann die online zur kaufenden Kochbücher sieht, dann hab ich schon den Überblick verloren - eine irre Entwicklung in so kurzer Zeit.

Aber das Ox-Kochbuch Nr. 5 ist für mich nicht irgend ein Kochbuch - in dem Buch versteckt sich für meine m(eine) kleine Geschichte und ich hatte gestern ein kleines Tränchen im linken Auge als ich das Buch in den Händen hielt und mir das auf einmal bewusst wurde.

Achtung, jetzt wirds melancholisch:

Ich kenne einen Menschen, der sagt, es gibt keine Zufälle im Leben. Und ich geb ihm Recht - ganz unvermutet entscheidet man sich für eine vermeintliche Kleinigkeit und es wendet sich zu etwas Tollem.

Als ich vor 9 Jahren (uih, so lange ist das her) mit der Lauferei anfing, durchforstete ich das Internet nach einem Lauftagebuch, um die Läufe besser als in meiner Excel-Liste zu dokumentieren (so bin ich halt - die meisten Läufer werden das verstehen). Heute weiß ich schon gar nicht mehr, wie das Programm, das ein begeisterter Läufer geschrieben hatte, hieß aber auf jeden Fall fand ich auf seiner Website einen Link auf seine Lieblingslaufberichtsschreiberin - das grüne Hörnchen. Nee, was hab ich gelacht, als ich die Geschichten rund ums Laufen las, welch tolle Schreibe, welch toller Humor. Ich fand einen Verweis auf ein Laufforum namens "Laufen Aktuell" und meldete mich dort an - mein erstes Internetforum und ich war total nervös beim ersten Post.

Es kam eins zum anderen und irgendwann stand dann die Verabredung mit dem grünen Hörnchen vor dem legendären 4711-Haus in Köln. Wer jetzt nicht aus der Laufecke kommt, der soll wissen, dass das die Dame (höhö) ist, mit der ich den Rheinsteig erwandere. Der meiste Kontakt ist online - es gehen viele manchmal amüsierte, manchmal ernste und manchmal wütende Autausche per Mail, in Foren, bei Facebook einher. Dabei - und das möchte ich auf gar keinen Fall unerwähnt lassen - kamen über Laufen Aktuell noch viele weitere tolle Bekanntschaften zusammen. Viele hab ich in "Natura" kennen gelernt und meist so angetroffen, wie sie mir online über den Weg gelaufen sind. Man entwickelt schnell ein Gespür dafür, wer trollt und wer so ist, wie er schreibt.

So verging die virtuelle und reelle Zeit und zwei Personen aus diesem virtuellen/persönlichen Bekanntenkreis animierten mich zur veganen Lebensweise - meinen Bloglesern ja allseits bekannt. In diesem Zusammenhang jährte sich der Geburtstag des grünen Hörnchens und ich (als ein total schlecher Geschenkekäufer) googelte mich so durchs Netz und stieß auf ein Ox-Kochbuch (vegetarisches Punk-Rock-Kochbuch - wenn das mal nicht passt), das so seinen Weg den Rhein rauf ins Hörnchen-Regal fand.

Uih.. ich merke, die Geschichte wird echt lang... aber weiter gehts.

Es kam wie es kommen musste, es fand zusammen, was zusammen gehört - das grüne Horn, mittlerweile leidenschaftliche Veganköchin mit tollem Blog und die Zeitschrift Kochen ohne Knochen. Und schwups, saßen irgendwann mal ne Fülle von tollen Frauen (vegan-nicht-vegan-egal) zusammen im veganen Wohnzimmer von Köln - beim Signor Verde.

Bei jeder KOK darf ich nun ein klein wenig mitwirken - hier mal ne Buchbesprechung, da mal ein Produkttest oder auch mal ein Interview oder Rezepte kochen und das Ergebnis fotografieren. Etwas, das mir echt Freude bereitet. Aber vor allen Dingen hab ich Spaß am Austausch, der folgt, am Kennenlernen der Menschen drumrum. Das findet nicht häufig statt aber wenn es so ist, ist es immer toll.

So kommt es nach noch vielen kleinen Schritten, dass ich dieses schöne Kochbuch von Uschi Herzer und Joachim Hiller in der Hand halte, indem auch Gastrezepte von Björn Moschinski oder Volker Mehl enthalten sind - aber eben auch ein paar Fotos und/ Rezepte vom grünen Hörnchen und mir. Toll oder?

Dass mein Name in einem Kochbuch steht, das mit "vegane Punk-Rezepte" beschrieben wird, ist schon lustig. Wenn ich in eine Schublade nicht passe, dann in die Punkschublade. Aber was sind Schubladen, ich mag sie nicht und ich öffne gerne viele Schubladen, um reinzuschauen und hüpfe irrsinnig gerne von einer zur anderen.

So ist aus einem Lauftagebuch ein Kochbuch geworden und in diesen 9 Jahren hab ich auf dem Weg ne Menge toller Leute kennen gelernt und einige bleiben treu - wenn auch eben oft nur virtuell und ab und zu persönlich - dabei. Danke dafür. Das ist toll.

Jeder wird verstehen, dass eine neutrale Buchbesprechung des Ox-Kochbuch Nr 5 für mich unmöglich ist. Es ist natürlich das beste vegane Kochbuch, das überhaupt zu finden ist - klar oder? Und es wird ne Weile dauern, bis ich alle der 200 Rezepte gekocht hab - das ist nämlich eine große Unterscheidung zu den Hochglanz-Kochbüchern (und trifft auf all Ox-Kochbücher zu). Hier findet man für kleines Geld ne Menge Rezepte und auch immer die passende Musik dazu. Also schlagt zu und bestellt es online oder holt es Euch im Buchhandel, dort sind die Kochbücher von Uschi und Joachim nämlich meist auch zu erstehen.

Und ich geh jetzt wieder los und wisch mir das Tränchen der Rührung aus dem Auge.

~ Kochbücher und Emotionen ~

Es ist da, das neue Ox-Kochbuch Nr. 5.

Im Gegensatz zu meinen veganen Anfängen vor jetzt bald vier Jahren, als in Buchhandlungen KEINE veganen Kochbücher zu finden waren, hat man heute eine schon beachtliche Auswahl. Wenn man dann die online zur kaufenden Kochbücher sieht, dann hab ich schon den Überblick verloren - eine irre Entwicklung in so kurzer Zeit.

Aber das Ox-Kochbuch Nr. 5 ist für mich nicht irgend ein Kochbuch - in dem Buch versteckt sich für meine m(eine) kleine Geschichte und ich hatte gestern ein kleines Tränchen im linken Auge als ich das Buch in den Händen hielt und mir das auf einmal bewusst wurde.

Achtung, jetzt wirds melancholisch:

Ich kenne einen Menschen, der sagt, es gibt keine Zufälle im Leben. Und ich geb ihm Recht - ganz unvermutet entscheidet man sich für eine vermeintliche Kleinigkeit und es wendet sich zu etwas Tollem.

Als ich vor 9 Jahren (uih, so lange ist das her) mit der Lauferei anfing, durchforstete ich das Internet nach einem Lauftagebuch, um die Läufe besser als in meiner Excel-Liste zu dokumentieren (so bin ich halt - die meisten Läufer werden das verstehen). Heute weiß ich schon gar nicht mehr, wie das Programm, das ein begeisterter Läufer geschrieben hatte, hieß aber auf jeden Fall fand ich auf seiner Website einen Link auf seine Lieblingslaufberichtsschreiberin - das grüne Hörnchen. Nee, was hab ich gelacht, als ich die Geschichten rund ums Laufen las, welch tolle Schreibe, welch toller Humor. Ich fand einen Verweis auf ein Laufforum namens "Laufen Aktuell" und meldete mich dort an - mein erstes Internetforum und ich war total nervös beim ersten Post.

Es kam eins zum anderen und irgendwann stand dann die Verabredung mit dem grünen Hörnchen vor dem legendären 4711-Haus in Köln. Wer jetzt nicht aus der Laufecke kommt, der soll wissen, dass das die Dame (höhö) ist, mit der ich den Rheinsteig erwandere. Der meiste Kontakt ist online - es gehen viele manchmal amüsierte, manchmal ernste und manchmal wütende Autausche per Mail, in Foren, bei Facebook einher. Dabei - und das möchte ich auf gar keinen Fall unerwähnt lassen - kamen über Laufen Aktuell noch viele weitere tolle Bekanntschaften zusammen. Viele hab ich in "Natura" kennen gelernt und meist so angetroffen, wie sie mir online über den Weg gelaufen sind. Man entwickelt schnell ein Gespür dafür, wer trollt und wer so ist, wie er schreibt.

So verging die virtuelle und reelle Zeit und zwei Personen aus diesem virtuellen/persönlichen Bekanntenkreis animierten mich zur veganen Lebensweise - meinen Bloglesern ja allseits bekannt. In diesem Zusammenhang jährte sich der Geburtstag des grünen Hörnchens und ich (als ein total schlecher Geschenkekäufer) googelte mich so durchs Netz und stieß auf ein Ox-Kochbuch (vegetarisches Punk-Rock-Kochbuch - wenn das mal nicht passt), das so seinen Weg den Rhein rauf ins Hörnchen-Regal fand.

Uih.. ich merke, die Geschichte wird echt lang... aber weiter gehts.

Es kam wie es kommen musste, es fand zusammen, was zusammen gehört - das grüne Horn, mittlerweile leidenschaftliche Veganköchin mit tollem Blog und die Zeitschrift Kochen ohne Knochen. Und schwups, saßen irgendwann mal ne Fülle von tollen Frauen (vegan-nicht-vegan-egal) zusammen im veganen Wohnzimmer von Köln - beim Signor Verde.

Bei jeder KOK darf ich nun ein klein wenig mitwirken - hier mal ne Buchbesprechung, da mal ein Produkttest oder auch mal ein Interview oder Rezepte kochen und das Ergebnis fotografieren. Etwas, das mir echt Freude bereitet. Aber vor allen Dingen hab ich Spaß am Austausch, der folgt, am Kennenlernen der Menschen drumrum. Das findet nicht häufig statt aber wenn es so ist, ist es immer toll.

So kommt es nach noch vielen kleinen Schritten, dass ich dieses schöne Kochbuch von Uschi Herzer und Joachim Hiller in der Hand halte, indem auch Gastrezepte von Björn Moschinski oder Volker Mehl enthalten sind - aber eben auch ein paar Fotos und/ Rezepte vom grünen Hörnchen und mir. Toll oder?

Dass mein Name in einem Kochbuch steht, das mit "vegane Punk-Rezepte" beschrieben wird, ist schon lustig. Wenn ich in eine Schublade nicht passe, dann in die Punkschublade. Aber was sind Schubladen, ich mag sie nicht und ich öffne gerne viele Schubladen, um reinzuschauen und hüpfe irrsinnig gerne von einer zur anderen.

So ist aus einem Lauftagebuch ein Kochbuch geworden und in diesen 9 Jahren hab ich auf dem Weg ne Menge toller Leute kennen gelernt und einige bleiben treu - wenn auch eben oft nur virtuell und ab und zu persönlich - dabei. Danke dafür. Das ist toll.

Jeder wird verstehen, dass eine neutrale Buchbesprechung des Ox-Kochbuch Nr 5 für mich unmöglich ist. Es ist natürlich das beste vegane Kochbuch, das überhaupt zu finden ist - klar oder? Und es wird ne Weile dauern, bis ich alle der 200 Rezepte gekocht hab - das ist nämlich eine große Unterscheidung zu den Hochglanz-Kochbüchern (und trifft auf all Ox-Kochbücher zu). Hier findet man für kleines Geld ne Menge Rezepte und auch immer die passende Musik dazu. Also schlagt zu und bestellt es online oder holt es Euch im Buchhandel, dort sind die Kochbücher von Uschi und Joachim nämlich meist auch zu erstehen.

Und ich geh jetzt wieder los und wisch mir das Tränchen der Rührung aus dem Auge.