Sonntag, 23. Dezember 2012

~ Ein paar neue Schuhe müssens sein ~

Ja, es ist ziemlich bescheuert, wenn man sich neue Schuhe kauft, während man sich in einer mal wieder gesundheitsbedingten Laufpause befindet. Aber wenn ich nicht über diesen unkaputtbaren Optimismus verfügen würde (ok, man darf es auch Beklopptheit nennen), würde ich wahrscheinlich in Sportdepressionen verfallen. Und wenn ich nicht laufen kann, dann kann ich mit den Dingern noch den Mount Everest besteigen - oder zumindest den Drachenfels, jeder fäng ja mal klein an.

Ich bin ja so fürchterlich leicht anfixbar und hab von den Hoka Laufschuhen gehört, gelesen und diese Trümmer von Laufschuhen auf Bildern gesehen. Monate ist es schon her und ich konnte bis jetzt widerstehen. Ein Dealer in Bochum bietet sie an, der mir durch witziges Marketing auf Facebook irgendwie total sympathisch ist. Ökologisch völlig bescheuert, schwinge ich mich in mein pfeffergraues Auto und fahre in den Pott, genauer gesagt nach Wattenscheid.

Ich machs kurz, über Laufschuhkäufe muss man ja keine Romane schreiben: Wat läuft hält was es verspricht. Der Typ total nett und selbst sehr erfahren. Ich teste zwei Modelle und entscheide mich für das Gerät, das viel auf Asphalt gelaufen werden kann. Er prophezeit mir Muskelkater an den Oberschenkeln, weil man die Füße bei den Schuhen mehr hebt als normal - kann ja nicht schaden, so wie ich immer rumschlurfe.

Mein Test über 3 Kilometer ist nicht wirklich aussagekräftig. Meine Vorfußprobleme und die Schuhe scheinen aber schonmal miteinander zu harmonisieren, das ist immer ein großer Knackpunkt bei Laufschuhen. Es ist irre, wie federleicht man in den Dingern läuft und ich kann mir gut vorstellen, dass - hat man sich erstmal dran gewöhnt - eine Ermüdung der Beine deutlich später eintritt. Ob es mir hilft? Who knows aber Probieren kann man ja mal, wobei ich jetzt auch keine Wunder erwarte.

In dem Sinne schöne Weihnachtsläufe und auf ein laufreiches Jahr 2013.

Kommentare:

  1. Ach komm, das ist kein blinder Optimismus sondern Deine Strategie;)

    2013 ist so gut wie da und somit ein blitzblankes neues Laufjahr. Yeah!

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  2. Da wünsch ich Dir viel Spass und v.a. berichte darüber, mir widerstreben die Hokas ja, obwohl es die ja auch mit ganz wenig Sprengung geben soll, dennoch sind es absolute Monsterschuhe, erinnern irgendwie an die Moonboots der späten 70iger ;-)

    Gute Besserung wünsch ich Dir und wie schon geschrieben frohes Fest

    Salut
    Christian

    PS: Der Rolli von Wat läuft ist echt ne Marke!

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  3. @Julia, das ist aber schön ausgedrückt. Ich schau gespannt auf 2013. 2012 war gesundheitlich ja mehr als bescheiden aber eben auch ein Neuanfang, zu AI brauch ich Dir ja nix mehr sagen. ;-) Von daher dreh ich alle Rädchen und hoffe, dass es 2013 sportlich und gesundheitlich einfach gut wird. An mir solls nicht liegen. ;-)

    @Christian, genau, die sehen ja nur so dick aus, haben aber ne geringe Sprengung. Die, die ich jetzt gekauft hab, sind nicht ganz so klobig, was jetzt keine Absicht war sondern eben zu dem, was ich laufe, am besten passen. Ich werde berichten, wenn es regelmäßigere und längere Läufe gibt. Dir ebenfalls gute Restgenesung und guten Einstieg ins Läuferjahr 2013.

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  4. Schönheit wird sowieso überbewertet (boh, sind die hässsslich, ey ;) - hauptsache, sie laufen dich. Hast du eigentlich an dem operierten Fuß auch noch Probleme? Hat das überhaupt genutzt damals, viel geändert, Nebenwirkungen gehabt? erzähl doch mal so auf Langfrist-Basis ...

    Dir übrigens ebenfalls besinnliche oder von mir aus auch besinnungslose Tage. Hauptsache, es passt.

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  5. Also genutzt hat es auf jeden Fall. Ich war ja damals quasi über Nacht nicht mehr in der Lage, schmerzfrei nen Supermarkt zu durchqueren. Probleme hab ich nur noch in der Form, dass ich eben Schuhe, in denen der Fuß einsinkt, nicht gut vertrage. Schwer zu beschreiben aber ich hab fast den Eindruck, dass der Fuß nach der OP noch weniger Spannung hat, also mehr eingesunken, platter ist. Ich hab dann aber keine Schmerzen sondern nur ein dumpfes, ungutes Gefühl. Der Bereich, wo der Nerv rausoperiert wurde, ist taub bis zu den Zehenspitzen innenliegend. Das stört aber nur bei der Fußpflege ansonsten merke ich das nicht. Als Nebenwirkung hatte ich ja damals (vielleicht erinnerst Du Dich) ein taubes halbes Gesicht. Das ließ immer mehr nach und war nach einem Jahr komplett verschwunden. Das kommt aber wohl eher selten vor und würde vom operierenden Arzt nicht als Nebenwirkung anerkannt. Jedem, der solche Schmerzen im Fuß hat, würde ich sofort zu der OP raten. Aber ich zögere die OP am linken Fuß auch noch so lange raus, wie es sich aushalten lässt. Durch richtiges Schuhwerk hab ich das Neurinom dort ganz gut im Griff. Puh... ausreichend? :-)

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  6. über Geschmack kann man ja bekanntlich nicht streiten, auf dem Bild finde ich die Teile gar nicht so häßlich. Neue (schöne) Schuhe zählen zu den Seelentröstern bei mir, wie schöne Tücher oder Parfum. Ich suche zur Zeit Winterlaufschuhe und liebäugle mit dem Icebug mit Spikes, obwohl ich anerkannter Schön-Wetter-Läufer bin und bei Glatteis lieber zu Hause bleibe. Na ja, aber an Weihnachten darf frau das. Ansonsten wünsche ich friedvolle Weihnachten und Gesundheit für's kommende Jahr, damit die Schuhe regelmäßig bewegt werden können.
    viele Grüße
    Gabriele

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  7. Ohja, danke. Das mit den Gesicht hatte ich vergessen - erinnere mich jetzt aber wieder an alles.

    Vielleicht hab' ich doch sowas in der Art, wenn auch lange nicht so ausgeprägt. Denn: Schuhe, in denen ich - egal wie minimal - einsinke, gehen GAR NICHT. Und es ist genau die Stelle, an der so ein Neuriding sitzt, die dann ausstrahlt, abstirbt ... und trotz Empfehlung deinerseits bzgl. der OP hoffe ich, das weiterhin ohne gezähmt zu halten. Muckt ja auch immer erst bei ziemlich deutlicher Belastung deutlich los.

    Ganz was anderes: seit gestern kenne ich auch das MaxPett und es war rundherum ALLES lecker, das von den 4 EsserInnen bestellt wurde. Absolut - und wir haben auch ziemlich rundum probiert. Mein Sohn, dem gutes Essen erstens sehr wichtig ist und der zweitens auch recht gut kochen kann, stellte der Bedienung ständig Fragen, wie man denn dies und jenes so hinbekommen würde ohne Ei bzw. ohne Käse etc. und bekam freudig Auskunft.

    Hinterher meinte er: "wenn das immer so schmeckt, werde ich auch Veganer". Seine Freundin war nicht uneingeschränkt überzeugt davon und sie einigten sich auf: "Nachtischveganer" (weil die Nachspeisen bei allen so grandios waren ;)

    Tolles Restaurant - wird mich wiedersehen.

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  8. Naja, man macht sich ja nix kaputt, wenn man es nicht operieren lässt. Du merkst von selbst, wenn es nicht mehr gut.

    Und schön, dass Euch das Max Pett gefallen hat. Bisher hab ich noch niemanden schlecht reden gehört, der es besucht hat. Schöne Feiertage, liebe Lizzy.

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