Sonntag, 9. Dezember 2012

Rotkohl wanted!

Die letzten Wochenenden sind arbeitssam. Das ist insgesamt ok bzw. bestimmte Situationen bedürfen bestimmter Maßnahmen aber das Kochen, dem ich natürlich besonders am Wochenende gerne fröne, kommt dabei echt zu kurz.

Das ist kulinarisch schade aber auch meine Haut meckert aufgrund nicht konstantem Essen und dem ein oder anderen Ausschlag (Pommes) vehement gegen diese Art der Nahrungsaufnahme.

Gestern wartete dann ein Umzugseinsatz bei einer Freundin auf mich und ich war recht dankbar, dass sich doch noch eine Gelegenheit bot, ihr zu helfen. Die Hinfahrt in die Eifel durch schneeverstöberte Landschaft beging ich kitschig mit Weihnachtsmucke aufn Ohren und amüsierte mich über "Rudolf, the red nosed reindeer" als Bambo. Bei der Ankunft wurde ich mit einer bombastischen Aussicht belohnt. Hier bin ich groß geworden und hab es nie zu schätzen gewusst.



Auch beim Kisten packen gab es Weihnachtsmusik und ich bin wirklich kein neidvoller Mensch und ich lebe mit Absicht in einer Eigentumswohnung und bin damit auch sehr zufrieden ABER, dass meine Freundin jetzt über eine Küche mit riiiiiieeesiger Kochinsel verfügt und überhaupt die Küche das Zentrum des Hauses ist, find ich total schön. Freut mich für sie ABER ICH WILL DAS AUCH. :-)))

Zwischen Kisten ein- und auspacken gabs aber auf jeden Fall noch genug Zeit, die Welt zu retten - zumindest verbal.

Nun aber zum Essen:

Es ist Rotkohlzeit und Rotkohl war schon in der Kindheit eines der wenigen Gemüse (neben Kohlrabi), das ich gerne mochte. Der Rotkohl wanderte in den Einkaufskorb ohne großen Gedanken an das "Wie" oder "Was".

Klar, hab ich schon häufig Rotkohl klassik gemacht aber als ich den mal so geschnibbelt* hab, dachte ich, ich schau doch mal in den mir vorliegenden Kochbüchern nach, ob ich da irgend etwas anderes finde. Fand ich nicht. In keinem meiner veganen Kochbücher gibt es Rotkohlrezepte - gibts das? Ich keinem, stimmt so nicht - im Ox-Kochbuch Nr. 4 fand ich Rotwein-Rotkohl mit Semmelknödeln und Rotweinsauce und das wurd es dann auch. Klassisch ist doch manchmal einfach gut.

Also, Ihr Veganköche da Draußen - widmet dem Rotkohl etwas mehr Aufmerksamkeit.

PS: Ich hab kürzlich in einem Kochkurs gelernt, den Anweisungen in den Kochbüchern, bei Kohl den Strunk herauszulösen, nicht Folge zu leisten. Man schnibbelt viel besser um den Strunk herum. Das ist ziemlich schlau - der hält nämlich den Kohl zusammen und man hat nicht mit den rumfliegenden äußeren Blättern zu kämpfen.

PPS: Das im Hintergrund stellt unsere KOMPLETTE Weihnachtsdeko dar, nicht dass hier jemand meint, bei mir wäre Weihnachtswonderland zu Hause.

Kommentare:

  1. Ich mach gern ein Rotkohlrisotto, einfach Rotkohl als Gemüse dazugeben, statt Pilzen, mit etwas Paprika abschmecken, mjamm..

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  2. Oh, das klingt gut. Das probier ich mal.

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