Samstag, 4. Mai 2013

Möhren-Kohlrabi in Senfsauce an/auf/unter Nudeln -wie beliebt

Raw... ich werde raw. Aber nein, nicht beim Essen. Ich bin eine Kochfrau, ich liebe gekochte Ware - aber raw sind die Fotodateien, die ich mit meiner neuen Kamera mache und die kann man irre schön bearbeiten. Ich bin erst in den Anfängen aber schon begeistert und außerdem kann ich mittlerweile ab und zu - wie bei dem Foto hier - manuelle Einstellungen an der Kamera vornehmen und es wird was. Ich lerne nicht täglich sondern stündlich dazu. Also.. ob das jetzt dem Profiauge standhält, weiß ich nicht aber mir gefällts für den Anfang.



Ach ja... da waren dann noch Kohlrabi und Möhren im Kühlschrank. Klingt langweilig, klingt nach Suppe oder nem Eintopf - wogegen mal so grundsätzlich nichts einzuwenden ist. Aber bei dem Wetter und mit neuer Kamera muss das irgendwie hübscher werden.

I proudly present:

Möhren-Kohlrabi in Senfsauce mit Nudeln für 2 Personen:
  • 2 mittelgroße Möhren
  • 2 kleine oder 1 große Kohlrabi 
  • 1/2 Zwiebel
  • 100g Räuchertofu
  • 250g Nudeln (ich hätte gerne Spaghetti genommen aber die waren heute in unserem Haushalt Mangelware)
  • 2-3 EL Mandelmus
  • 1/2 TL Zitronenpfeffer
  • 1,5 EL mittelscharfer Senf
  • Salz
  • Muskatnuss
  • 2 EL Öl
Zwiebeln in Würfel schneiden, Tofu ebenfalls. Möhren schälen und in Spiralen schneiden (wenn kein Spiralschneider zur Hand ist, ganz dünne Scheiben oder Stifte schneiden). Den Kohlrabi schälen und fein hobeln. Wasser für Nudeln aufsetzen und Nudeln/Spaghetti im offenen Topf in Salzwasser nach Packungsanleitung kochen.

Zwiebeln und Tofu in Öl in einer Pfanne cross anbraten. Nach 3-5 Minuten die Möhren und den Kohlrabi zugeben und mit anbraten. In der Zwischenzeit Mandelmus und Senf verrühren und ca. mit der doppelten Menge Wasser aufgießen. Nach weiteren 2-3 Minuten das Mandelmus-Senf-Gemisch unter das Gemüse geben. Evtl. noch etwas Wasser zugeben.

Mit Zitronenpfeffer, Salz und Muskatnuss abschmecken und fertig ist der Zauber. Aus dem Gemüse ein Nest bauen und die Nudeln reingeben. Guten Appetit.

Donnerstag, 2. Mai 2013

Bärlauch-Gnocchi mit Orangen-Lupinen-Geschnetzeltem und karamellisierten Zwiebeln

Datt passt in keine Titelzeile und genau so lange hab ich auch dran rumgewerkelt. Und was soll ich sagen? Das war genau das, was ich brauchte, um den Arbeitstag zu verarbeiten. Die Hauptmotivation kommt durch die neue Kamera aber wenn dann noch ein neues Rezept dabei rumkommt, um so besser.

Dem Nicht- oder Neuveganer, der sich evtl. (oder auch nicht) hierhin verirrt vorab ein paar Informationen zu Lupinenprodukten. Bzw. ich mach es mir einfach - bitte hier nachlesen. Klick

In der veganen Szene scheiden sich - so wie ich es mitbekomme - an Lupinenprodukten die Geister. Ich war von Anfang an begeistert. Das Endprodukte erinnert mich an sehr mürbe gekochte Geflügelprodukte und Geflügel hab ich früher ganz gerne gegessen. Manche mögen die etwas "matschige" Konsistenz nicht aber genau das sagt mir zu.

Da ich ja Bines Bärlauchpaste hab (und noch ne Weile damit zu tun hab), sollte die wieder im Abendgericht unterkommen und so hab ich im Schweiße meines Feierabendangesichts Gnocchi geformt und Lupinen gebräunt. 


Für 2 Personen das Rezept:

Bärlauch-Gnocchi:

  • 300g mehlige Kartoffeln (in der Schale gekocht und dann gestampft)
  • 2 EL Weizengrieß
  • 3 EL Mehl
  • 1,5 EL Sojamehl
  • 1 TL Bärlauch-Paste
  • ausreichend Salz und Pfeffer

Alle Zutaten zusammen vermischen, dann aus dem Teig zwei dünne Würste formen und mit einem Messer ca. 1cm abstechen. Mit einer Gabel (s. Bild) eindrücken, so dass die typische Gnocchi-Form entsteht.

Das Ganze auf einem mit Mehl bestäubten Teller beiseite stellen.


Orangen-Lupinen-Geschnetzeltes
  • 1 Packung Lupinen-Geschnetzeltes  - erhältlich z.B. bei alles-vegetarisch.de oder mittlerweile auch in gut sortierten Bioläden
  • 1 kleine Zwiebel
  • 200g braune Champignons
  • 60g Portwein
  • 80g Cashew-Kerne
  • 200ml Wasser
  • 2 TL Agavendicksaft
  • 1 Prise getrocknete Chili
  • Schale einer halben Bio-Orange
  • Pfeffer, Salz
  • 3-4 EL Öl

Champignons putzen und vierteln. Cashew-Kerne mit Wasser in einen Blender geben und zu einer Sahne mixen - kann ruhig etwas flüssiger sein, die Lupinen saugen ziemlich viel auf.

Die Hälfte der Zwiebel zu Ringen schneiden und weglegen. Den Rest in Würfel schneiden.

Lupinen, Zwiebelwürfel und Champignons in Öl kräftig anbraten. In der Zwischenzeit Wasser für die Gnocchi mit Salz aufkochen und die Pfanne für die karamellisierten Zwiebeln aufsetzen (1 EL Öl). Lupinen, wenn sie gut angebraten sind, mit Portwein ablöschen und anschließend die Cashew-Sahne zugeben.


Gnocchi ins kochende Wasser geben (4 Minuten) und Zwiebelringe in die Pfanne geben und stark bräunen.

Lupinengeschnetzeltes mit Salz, Pfeffer, Chili und Orangenschale abschmecken - falls die Sahne zu sehr einzieht, einfach etwas Wasser nachgießen.

Zwiebelringe, wenn sie braun sind, mit Agavendicksaft karamellisieren.

Gnocchi mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben und mit Lupinen anrichten. Dazu passt ein grüner Salat ganz fein, falls im Kühlschrank noch vorhanden.

So... genug von Lupinen und Gnocchi...

Mittwoch, 1. Mai 2013

Pastinaken-Bärlauch-Risotto

Meine Freundin Bine hat mich gestern besucht. Im Gepäck neben Laufschuhen und viel Gesprächsstoff war eine von ihr frisch gefertigte Bärlauch-Paste mit echtem Eifel-Bärlauch, handgepflückt.

Daraus wurde heute mit der Pastinacke aus dem Biokörbchen ein leckeres

Pastinaken-Bärlauch-Risotto:



Zutaten für 2 Personen als Vorspeise oder für eine Portion plus Büromittagessen für den nächsten Tag.

  • 200g Risotto-Reis
  • 1 große oder 2 kleine Pastinaken in Würfel geschnitten
  • 1 kleine Zwiebel in Würfel geschnitten
  • 100ml Weißwein
  • 500ml+ Gemüsebrühe
  • 1 Prise Zimt
  • Pfeffer
  • 1 Prise Ingwerpulver
  • 1 TL Bärlauch-Paste - wer keine Bine hat, muss sie sich wohl selbst machen
  • 2 EL Öl
Zwiebeln und Pastinaken in Öl anschwitzen, wenn die Zwiebeln glasig sind und die Pastinake ne leichte Bräunung hat, den Risotto-Reis hinzugeben und kurz mit anbraten. Mit Weißwein ablöschen und etwas von der Gemüsebrühe hinzutun.

Wie man das bei Risotto so macht, immer nach und nach etwas Brühe nachgießen und Rühren. Risotto ist leicht aber hält einen am Herd fest verhaftet. Nach ca. 20 Minuten 1 TL Bärlauch-Paste hinzugeben und wieder etwas Brühe aufgießen. So lange mit Brühe nachgießen, bis der Risotto-Reis weich ist (ca. 30 Minuten). Es könnte sein, dass die Brühe nicht reicht, dann eben noch etwas nachliefern.

Wenn der Reis weich ist, mit Ingwerpulver, Pfeffer und Zimt abschmecken. Dazu passen auch noch ohne Fett gebratene Pinienkerne. Die hatte ich in der Tat aber aufm Foto vergessen.

Mal ganz ab von Rezepten (wer bis hierhin überhaupt gelesen hat, falls hier überhaupt jemand liest;-)))

Meine schönste "vegane" Entdeckung ist die Tatsache, dass das Alfredo in Köln jetzt auch Sojamilch für die Kaffeespezialitäten hat. Das Alfredo war UNSERE Anlaufstelle für einen leckere Kaffee, wenn wir mal in der Stadt waren und ich war echt betrübt, dass es dort lange Zeit keine Sojamilch als Alternative gab. Das wurde geändert und Frau Blumenmond ist amused.

~ Erinnerungsvermögen ~

Gestern verschränke ich die Arme und zucke zusammen. Den Knubbel, den ich da unter dem Jackenärmel spüre, ist mir nicht bekannt. Nach kurzem Schreck realisiere ich: Es scheint sich um einen Muskel zu handeln. Hey, Muskeln an den Oberarmen - sowas kennt die kleine Frau nicht. Das wird mir zwar nicht dabei helfen, Marmeladengläser ohne fremde Hilfe öffnen zu können - aber die der Schwerkraft so langsam folgenden Oberarme bekommen etwas Unterstütung. Kann ja nicht schaden, oder?

Woher kommts? Seit 7 Wochen nun lasse ich mich von den runtastic-Apps (ich schrieb es bereits) in Sachen Liegestütz, Kniebeugen und Sit ups drangsalieren. Mittlerweile hab ich 740 Liegestütz, 930 SitUps und 1.248 Kniebeugen absolviert. In der gleichen Zeit kommen noch ein paar Laufkilometer dazu aber dazu später.

Neben der Erkenntnis - ich meine, ich brauchte dazu 44 Jahre - , dass ich doch über Oberarmmuskeln verfüge, kann ich auch zugeben, dass mir das "Training" nicht schadet außer evlt. ab und zu dem Ego, wenn ich in einer Endlosschleife bei den (Damen)Liegestütz immer zum 5. mal auf den letzten Level zurückkehr, weil ich weiß, dass ich die nächste Stufe (noch) nicht schaffe.

Bei den Oberschenkeln sind das anders aus, da verhilft das Erinnerungsvermögen der Muskeln wohl, dass ich hier besser vorwärts komme. Kenn ich aus alten Fitness-Studio-Zeiten, da hat meine Tanz"karriere" wohl Spuren hinterlassen.

Tja und ich laufe auch - auch mit Erinnerungsvermögen. Dieser komische mir zugeteilte Körper erinnert sich immer wieder an alte Kriegsverletzungen und so bin ich vorsichtig ohne nicht auch mal den ein oder anderen "Schmerz" zu überlaufen, weil ich sonst nie vorwärts komme. Auch diese Erkenntnis ist wichtig. Muckt die ASehne kann es sein, dass sie nach einem Lauf deutlich geschmeidiger daher kommt. Wer heute früh den Schmerz in meinem Knie hätte fühlen können, hätte mich geschimpft, als ich die Laufschuhe anzog. Jetzt ist das Knie geschmiert und nix tut mehr weh. Aber die obigen runtastic-Quälereien helfen auf jeden Fall. Trotzdem ist und bleibt es ein Eiertanz. Ich weiß um die Gründe und ich geb mich nicht geschlagen. So siehts aus.


Und wenn man aktuell sieht, die wie Natur explodiert, dann ist es einfach ein Traum.

Ach und dann gibt es bei meinen geringen Kilometerumfängen ein Phänomen, das ich mir nur schwer erklären kann. Ich werd immer schneller - also für meine Schneckenverhältnisse. Wenn ich "früher" ohne Plan gelaufen bin, ist immer eine Pace von 6:30 rausgekommen. Einfach so...über viele Jahre gleich. In der letzten Zeit wird es immer ein Stück schneller obwohl ich mich mahne, langsamer zu laufen. Heute waren es dann schlußendlich 5:58 und ich war nicht in Eile. Da klappt was mit dem Erinnerungsvermögen nicht. Ausnahme war ein schöner Lauf mit meiner Freundin Bine vorgestern über 9 km. Da ging es auf 6:25 und es war anstrengend. Ich lauf ja eher morgens, abends scheinen die Batterien woanders zu entladen, kann aber auch an den 122 Kniebeugen liegen, die ich am Morgen absolviert hab - wenn sie mir auch leichter fallen als die anderen Übungen, so merken meine Oberschenkelmuskeln auch an, dass ich sie quäle. Mal gespann, wo das noch hinführt.

Und dann - aber das wird irgendwann mal ein separater Blogeintrag - hab ich mir nen Traum bzw. ein Vorhaben erfüllt. Ich hab mir ne schicke Spiegelreflex und entsprechende Objektive gekauft und jetzt wird sich etwas mehr der Fotografie gewidmet. Was genau das wird, weiß ich noch nicht. Ich lass es auf mich zukommen. Die ersten Versuche haben mich sehr demütig gemacht.. da gibts ziemlich viel Entwicklungspotential.Von daher gibts von der ansonsten super Tour am letzten Sonntag durch mein Köln nur ein Bild. Ich habe quasi nur ein Foto für Euch - auch keins, mit besonders künstlerischem Wert aber man muss ja mal anfangen.


Bücher werden gelesen und demnächst 1-10 Kurse besucht und so...

Mal schauen, was mein Erinnerungsvermögen ansonsten noch so zustande bringt. Danke fürs Zulesen!