Sonntag, 8. September 2013

~ Warum Laufen in Dresden schön ist, Sitzen unterm Heizpilz an der Mosel aber nicht! ~

Das mit dem Heizpilz war mal wieder ein Erlebnis der Art, das ich nicht brauche. Aber erstmal das Schöne vorab.

Ich war in Dresden, dienstlich - es war anstrengend aber die Veranstaltung schön mit einem Rahmenprogramm, das einen den wenigen Schlaf, der damit einhergeht, verschmerzen lässt. Selten sehe ich mit Ausnahme der Läufe etwas von den besuchten Städten, hier war es mal anders. Lustige Leute getroffen, gute Gespräch gehabt und vor allen Dingen... morgens früh in Dresden gelaufen. Im Bett um 1.00 Uhr, gelaufen um 6.00 Uhr - und es hat sich gelohnt.

Es dämmert, die Sonne lässt sich noch nicht blicken aber dafür das Panorama der Dresdner Altstadt, das mir immer wieder den Atem verschlägt. 


Unverkennbar hat die DDR auch ihre Spuren hinterlassen.


Die Frauenkirche mal ohne die Massen an Menschen.


Und auf den Brühlschen Terrassen die Morgensonne im Rücken gehabt.


Und schnell noch ein Bild von der aufgehenden Sonne über der Elbe und ab ins Hotel und den Tag in Angriff nehmen.


Samstag früh den Flieger gen Heimat, umpacken und ab an die Mosel. Das letzte Wochenende der Reha meines Liebsten.

Wieder hat mich die extra hochgeladene Strecke auf dem Garmin im Stich gelassen aber da war noch was... man kann auch ohne vorgegebene Strecke laufen? Ja, geht - mimosenhaft suche ich mir Wege, die nicht direkt durch den Wald auf dem Kueser Plateau gehen - es ist mir zu früh, zu menschenleer und düster in den Wäldern. Nach 6km schaffe ich den Sprung in die Weinberge und bin entzückt. Auch wenn das Wetter  nicht so mitspielt, Weinberge gehen immer.


Ja, ich weiß - hatten wir schon...


 Und die Mosel noch dazu.


10 Kilometer mit Höhenmetern, die ich sonst nich gewohnt bin. Das soll für heute reichen.

Nun die Geschichte mit dem Heizpilz: Mein Bester und ich flanieren mittags zum Italiener, den wir schon letzte Woche für gut befunden haben. Drinnen gibts keine Plätze mehr aber Draußen auf der Terrasse sind noch alle Stühle frei und nen Heizpilz gibts dazu - ökologisch natürlich Mist aber so ein wenig Wärme ist schon schön.

Das Essen dauert lange, die erste Suppe war mit Fliegeneinlage (echt jetzt), die zweite mit fleischgefüllten Tortellini (meine Schuld, ich hatte vorab nix gesagt). Wir saßen auf jeden Fall ziemlich lange unter diesem Heizpilz.

Auf einmal sah ich eine Gruppe Menschen aus dem Restaurant gehen und staunte etwas über das verschobene Gesicht einer Dame. Es sah so aus, als ob sie nur ein Auge hätte... komisch das. Die Gruppe blieb stehen und fröhnte ihren Rauchgelüsten und jetzt sahen auch andere Personen komisch aus - ob das Glas der Terrassenumrandung so verzerrt? Als aber auch meinem Besten fehlten plötzlich Teile des Gesichts, die eben noch da waren. Nun registrierte ich, dass meine Augen Probleme machten, ich hatte Sehstörungen aber ziemlich übel. Erst wollte ich nichts sagen, weil ich ihm keine Sorgen machen wollte aber das ging gar nicht. Wir zahlten schnell und gingen zur Klinik rüber - ich konnte kaum noch etwas klar erkennen, alles war verschwommen und verzerrt und Kopfschmerzen zogen auf.

Ich kam gar nicht auf die Idee aber mein Bester tippte auf einen Sauerstoffmangel durch den gasbetriebenen Heizpilz und die Terrasse, auf der durch Schirme und Seitenteile kein Windchen wehte. Hab mich dann mal 30 Minuten ins Bett gelegt und es wurd schon besser. Irgendwann war ich in der Lage, mich wieder auf den Heimweg zu machen und jetzt sind nur noch dumpfe Kopfschmerzen geblieben. Also das brauch ich kein zweites Mal, Heizpilze sind für mich ab sofort tabu, ökologisch ja sowieso grenzwertig.

Jetzt nächste Woche noch einmal verreisen, dann meinen Besten von der Reha abholen und das nächste Wochenende wird das erste seit gut 2 Monaten, das ich normal mit meinem Liebsten zu Hause verbringen werde, was freue ich mich darauf.

Kommentare:

  1. na, du kommst ja wirklich weit rum! Sozusagen mit Themenbezug zu "Flüssen" - "das Leben im - oder neben dem? ;-) Fluss" fällt mir dazu spontan ein.

    Die Heizpilzgeschichte ist übel und gut, dass sie für dich glimpflich ausgegangen ist - vielleicht solltest du das Erlebte dem Betreiber verklickern. Der hat wahrscheinlich gar keine Ahnung, dass er seine Gäste vergiftet. Möglicherweise lässt sich die Emission drosseln, in andere Richtung lenken o.ä. Ich kenn' mich damit ja nicht aus - kommt mir aber fragwürdig vor, sowas so rumstehen lassen zu dürfen, wie es da offensichtlich rumstand.

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  2. Über die Flüsse hab ich noch gar nicht nachgedacht aber stimmt, Wasser ist immer im Spiel. Mal schauen, ob das beim nächsten Ziel auch der Fall ist. Aber das Wichtigste: Am Wochenende wird es wieder der Rhein sein....!

    Und ja, ich hab auch schon drüber nachgedacht, dem Gastwirt ne Info zu geben, das macht der ja nicht mit Absicht. Ich hab immer noch Nachwirkungen, allerdings ist es deutlich besser - Donnerstag bin ich eh beim Arzt, dann lass ich den mal "draufschauen", falls ich immer noch was merke.

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