Sonntag, 29. Dezember 2013

~ 991 km ~

Auch wenn es mir schwer fällt aber die Vernunft lässt die letzten 9km zum 1.000er in diesem Jahr nicht voll werden. Damit ist das Laufjahr vorbei. Die Achilles-Sehne (auf die ich gar nicht näher eingehen will) ist es und ich bin bei einem guten Arzt in Behandlung und lass jetzt erstmal das Laufen bis ich grünes Licht bekomme.

Soll ich auf 2013 zurück blicken oder einfach schnell tschüss sagen und mich unter das Mäntelchen 2014 verkriechen? Mir ist danach.

Aber vielleicht muss ich ja genau jetzt noch mal zurück blicken auf das, was auch ein Jahr mit viel Angst, schlechten Nachrichten und Herausforderungen gebracht hat. Die vielen Freunde, die sich um mich/uns gekümmert und per Mail/Telefon/persönlich einfach immer wieder die Hand gereicht haben. Der ein oder andere liest hier mit und darf sich gerne angesprochen fühlen mit all meinem Dank dazu. Das war einfach großartig von Euch!

Das Laufen - um aufs Hauptthema des Blogs zurückzukommen - war mir ein treuer Begleiter und hat mir geholfen, mich zu strukturieren, zu fokussieren und Luft zu lassen. Von daher ist mein Wunsch für 2014, das das, was der Arzt da gerade tut, sehr schnell hilft - aber ich bin nicht verzweifelt, ich kenn es ja.

Ich hatte mir tatsächlich ein paar Dinge für 2013 vorgenommen. Nicht alles hab ich umsetzen können, die Umstände haben es nicht zugelassen aber eben ein paar andere schon, der Rest bleibt dann für 2014 übrig.

Meine Wünsche für 2014 sind groß wie bescheiden - Gesundheit für das Haus Blumenmond und dann lange nichts und dann, dass ich die 1.000km in 2014 gelaufen bekomme, das wäre schön. Ich brauche keine Zeiten, ich brauche keine Wettkämpfe. Ich brauche den Genuss der regelmäßigen Läufe am Rhein und um die Seen. Die Jahreszeiten im Wechsel und frischer, nasser, kalter, warmer... welche Wind auch immer um die Nase. Aber selbst wenn das nicht gehen würde, wäre das keine Katastrophe (nur ne kleine) und mein Rädchen und ich werden im Sommer auch wieder gute Partner sein.

Allen Lesern wünsche ich ein phantastisches Jahr 2014. Auf dass wir alle gesund bleiben und/oder werden.



Sonntag, 22. Dezember 2013

~So richtig besinnlich...~

... so richtig weihnachtlich kommt die Laufstrecke mir heute nicht daher. Seht selbst:


Nachdem ich gestern 3 (in Worten: drei) fette Wheaty-Würstchen beim nachbarscharftlichen Glühweintrinken gegessen hab, muss ich heute unbedingt auf die Bahn, stöhne die Achilles-Sehne, was sie wolle! Trotz Weihnachtsmucke auf den Ohren mag mir angesichts des Matsches auf den Wegen aber nicht so wirklich besinnlich ums Herz werden. Wobei... gestern Abend, als wir Draußen standen, hatte ich kalte Füße. Kalte Füße = Winter = Weihnachten. Alles gut also.

Aber stop... wer hat denn hier den Baum frühlingshaft geschmückt? Leute, so kann ich nicht arbeiten....


Also puste mal jemand kalte Polarluft ins Land, damit die Läufe weniger regnerisch, dafür mehr mit trockener Kälte ausgestattet sind. So siehts aus!

Damit die verbrannten Kalorien direkt wieder zugeführt wurden (und damit dreht sich das Hamsterrad) gings dann zum Solinger Veganbrunch, der wieder gut gefüllt, nett bequatscht und schön war.


Die Aussage "ich esse nie mehr was" werde ich heute Abend auf der Christmas Avenue in Köln mit einem Glühwein begießen oder gibts da vielleicht noch ne gebackene Kartoffel mit Champignons für mich? Wer weiß, wer weiß.

Ich wünsch auf jeden Fall allen, die hier noch vorbei schauen, ein schönes Weihnachtsfest - bis zum guten Rutsch ist ja noch Zeit, da kommt bestimmt noch was.

Also, stresst Euch nicht, völlt Euch nicht so (wie ich es heute tue) und lasst Euch reichlich beschenken oder auch nicht.

Sonntag, 1. Dezember 2013

~ Nebel - Innen und Außen ~

Das war gestern mein Arbeitsplatz. Immer am ersten Adventswochenende stehe ich (gerne) hier in der Waffel- oder Glühweinbude. Das Buch "Fast nackt" hatte mich vor Jahren angefixt, sich in der Nachbarschaft/im Wohnort zu engagieren. Auf jeden Fall nehmen wir mit dem Weihnachtsmarkt Gelder ein, die wir für Projekte im Ort einsetzen. Ob es die Weihnachtsbeleuchtung ist, die jedes Jahr die Hauptstraße ziert oder wie in diesem Jahr, dass wir die Tafel mit Weihnachtspaketen unterstützen. Schöne Sache das!


Neben diesen schönen Zielen haben wir aber auch ne Menge Spaß und so kam es, dass der ein oder andere Glühwein den Weg in mein Inneres fand. Das musste - als dann alle Gäste weg waren - noch im kleinen Team mit einem Kölsch abgelöscht werden und da das nicht reichte, kehrten wir zu Dritt beim Nachbarn ein, um einen Schlaftrunk zu nehmen.

Puh, man bereut es immer, wenn man morgens das erste mal die Augen öffnet. Aber was hilft dann mehr, als sich die Watte im Kopf mit einem Lauf zu vertreiben. Der maunzende Kater diskutiert zwar wild, dass das ne blöde Idee ist aber das Läuferherz weiß genau, dass es danach besser wird.

Nebel in der Birne, Nebel in der Natur und so weiß ich jetzt gar nicht, warum alles so nebulös daher kommt. Ist es der sich wegschleichende Kater oder ist es der Wettergott.


Fast unheimlich, dass man Nebel vom Wasser kaum unterscheiden kann.



Irgendwo am Ende des Wege muss mein Ort sein, irgendwo da...


Jetzt spür ich nur noch die Knochen vom Weihnachtsmarktaufbau und der langen Steherei. Noch 3 Stunden dann gehts wieder los, dann bin ich wieder die Waffel... vielleicht heute ohne Glühwein, vielleicht.