Sonntag, 30. März 2014

~ Fieber, Müll und schöne Läufe ~

Ich war gerade so schön wieder drin - Stabi-Übungen, regelmässiges Laufen und so... und dann kommt es .. das Virus. Bringt mir Fieber und elendige Magenschmerzen. Kommt und geht von selbst, so ist das ja oft. Und ich will mich auch nicht allzusehr beklagen. Häufig überfraut mich sowas ja nicht.

Hatte aber zur Folge, dass ich nicht laufen konnte/wollte.

Auf den Samstag hatte ich mich schon länger gefreut und als ich das Wetter dann sah, wurd die Vorfreude nicht weniger. Nun ja... man muss schon seltsam drauf sein, wenn man sich aufs Müll sammeln freut. War aber so. "Mein" Verein hatte sich zum alljährlichen Säubern der Rheinauen gemeldet und ich mit dabei. Erstmal hübsch ein paar Fotos für die Presse:


Ganze Wagenunterbauten findet man - den haben wir nicht rausgeschafft. Plastikflaschen über Plastikflaschen... viel Wodkaflaschen einer bestimmten Sorte, Schuhe, Kinderspielzeug usw. usw... ein Bild unsere Gesellschaft halt.


Das ist das Ergebnis nach 2-3 Stunden Sucherei (wobei die unterbrochen wurde von langen Pausen mit hopfenhaltigen Kaltgetränken - man muss sich ja auch belohnen).


Sonntag dann der Tag des ersten Laufs der Woche. Diese Woche hab ich noch meine neuen Einlagen bekommen. Angeblich sollen sie besonders gut für die Achilles-Sehne sein. Bunt sind sie auf jeden Fall und teuer.


Und das hier ist nicht kaputt sondern der Dämpfungsfaktor. Ich bin skeptisch gespannt.


Mal wieder der See mit aufgehender Sonne... immer wieder ein Traum.


 Hakan - mein frühaufstehender Nachbar - im Nebel... er bestand auf eigene Bildbearbeitung... nicht schlecht geworden, wie ich finde.


Der andere von den drei Seen, die wir in der kurzen Runde erlaufen.



Nach 5km klatschen wir ab - er geht heim, ich dreh noch ne Runde... kurz an der Kirche vorbei und noch mal den Rhein besucht.


Brötchen holen und ab nach Hause. Die Füße sind etwas irritiert von der neuen Einlage. Beim nächsten Lauf nehm ich erstmal wieder die alten. Ich bin noch unsicher, ob das alles so richtig ist. Aber meine Erfahrungen mit Einlagen sind ja auch wirklich mäßig gut.

Euch nen schönen Sonntag und allen Marathonläufern da Draußen nen tollen Tag.

Sonntag, 23. März 2014

~ Mal anders herum ~

Warum lauf ich meine Runden immer in die gleiche Richtung? Noch nie drüber nachgedacht. Der Zufall will es, dass ich es ändere und eine wohlbekannte Laufstrecke in einer anderen Perspektive wahrnehme.

Die ersten zwei Kilometer werde ich von meinem ebenfalls frühputzmunteren Laufbeginnernachbarn begleitet. Dann trennen sich unsere Wege - er zurück, ich will noch ein wenig weiter.

Die Gärten sind schon alle frühlingshaft herausgeputzt.

Die Pfützen vom gestrigen Regen spiegeln die nur leicht belaubten Bäume.


Da ich anders herum laufe, nehme ich zum ersten mal das moosbefleckte Schild wahr.


Und wie immer am Tag eines Fußballspiels rufe ich (nur mental) Herrn Kießling beim Vorbeilaufen an seiner Wohnung einen Gruß zu und dass er gut spielen soll, da sehe ich dieses Schild - auch noch nie gesehen, weil es eben anders herum ist. Da ist aber jemand gemein... so was.


So laufe ich 7km anders herum. Es läuft noch nicht fluffig leicht aber schon ganz gut für 2 Monate Pause. Mal schauen, wo es noch drauf hinausläuft.

Die Motivation reicht jetzt auch wieder für alle Drumrumgedönse wie Kniebeugen, Liegestütz und Situps... 

Samstag, 22. März 2014

~ Hola.... ~

...gesprochen Olá ist das spanische "Hallo".

Warum hab ich das Bedürfnis, an dieser Stelle sehr zu betonen, dass berufliche Auflandsaufenthalte (die bei mir äußerst selten vorkommen) auch total anstrengend sind? Muss ich mich vor mir selbst dafür entschuldigen? Diesmal war es irgendwie anders. Das hatte definitiv was damit zu tun, dass ich das Roaming vom blackberry ausschalten musste (kostet zu viel) und ich im Hotel keine Möglichkeit hatte, auf meine Mails der Firma zurückzugreifen - 3 Tage lang. Da merkt man mal, wie sehr das einen im Griff hat bzw. wie entspannter das Leben ohne diese Zugriffe ist. Ok... das holt mich jetzt wieder ein - die Arbeit bleibt ja liegen aber so kamen eben 3 relativ entspannte Tage in Barcelona zustande.

Aber von vorne.. erst gedacht, ich verpass den Flieger, weil das Streik-Verkehrschaos in Düsseldorf uns keinen Milimeter vorwärts kommen ließ, dann aber wg. Streik der Fluglotsen noch 2 Stunden gewartet - verspätete Ankunft war kein Problem. Ich war ja "nur" mit einem Kunden zum Laufen verabredet.

Der Blick auf die Alpen war schon märchenhaft.


Angekommen, eingecheckt, Kunden getroffen - ab ins Taxi und runter zum Strand und dort 7,5km entspannt  am Strand gelaufen. Mein Kunde legte ein ordentliches Tempo vor... merke, ich bin 2 Monate nicht gelaufen. Letztendlich war es "nur" eine Pace von 6:16 aber das mit Unterhalten hat mich schon ganz schön geschafft. auch die Länge der Strecke war grenzwertig aber total schön. Deshalb gibts aber auch nur ein Foto für Euch.




Abends mit großer Gruppe zum Essen (Schwieriges Thema by the way.... ich hatte mich vegan angemeldet, was geflisssentlich ignoriert wurde und ich manchmal lange warten musste, um überhaupt was Vegetarisches zu bekommen). Am nächsten Tag verbuddelten wir uns im Meetingraum, durften aber angesichts des traumhaften Wetters den Fingerfood-Lunch (ja, uns ging es total schlecht) auf der Terrasse im 8. Stock einnehmen und da sah ich sie - umrandet von Kränen - La Sagrada Familia. Schon so viele Bilder gesehen aber noch nie so nah gewesen. Deal... heute nicht so lange an der Bar bleiben (so was nennt man ja Kundenbetreuung) und morgen vor dem Frühstück hinlaufen und anschauen.

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Gesagt, getan... Barcelona wachte auf - noch wenige Fußgänger und Autos unterwegs. Es dämmert so gerade.


Die Hauseingänge, die alle beleuchtet sind, beeindrucken mich mit Marmor und den schönen Aufzügen sehr.


Und nur nach 1,5 km vom Hotel entfernt, präsentiert sie sich mir in voller Schönheit.




Danach laufe ich ohne Plan einfach weiter und lande hier, ohne wirklich zu wissen, wo ich bin. Ich könnts anhand der GPS-Aufzeichnung rausfinden aber vielleicht kann mir jemand anderes weiterhelfen?


Wunderschöne Apotheke.


Und nach 5,5 km war ich dann wieder zurück und endorphingeschwängert im Hotel.


Nach allen Meetings gabs noch Zeit zwischen Ende und Abflug und mein Kollege und ich gingen noch mal runter zum Strand... (ich kam echt nicht online;-)) und wir schauten dem bunten Treiben zu und rochen das ein oder andere Kraut, das nicht wirklich ne Zigarette war.


Homer war eine beliebtes Motiv bei den Sandburgenbauern - hier als Männeken Piss.


So war es in Barcelona - 3 Tage lang und ich muss hier unbedingt noch mal zusammen mit meinem Liebsten hin. Was für eine schöne Stadt.

Samstag, 15. März 2014

~ Wenn das Licht grün und der Nachbar zum Mitläufer wird ~

Am Mittwoch war der Tag der Lauftage. Gespräch beim Doc, ob die Eigenblutbehandlung geholfen hat. Ich war da mal sehr skeptisch, da ich die Sehne immer noch spüre. Zwar keine Anlaufschmerzen mehr und auch beim Spazieren gehen deutlich weniger Probleme aber "da ist noch was". Papperlapapp sagt der Doc, Sie waren jetzt so lange brav (den einen Lauf hatte ich gebeichtet), jetzt testen wir mal unter Realbedingungen. Also "Go" fürs Laufen - 3 Monate und dann neuer Termin.

Außerdem bekomm ich neue Einlagen. Angeblich sind die so super-duper, dass ich davon keine Knieschmerzen bekomme. Das wird sich dann wohl noch rausstellen.

Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, direkt am nächsten Morgen mit der neuen Erlaubnis loszulegen, hab ich auf den Samstag gewartet und schlage direkt zwei Fliegen mit einer Klappe.

Die Idee zur nachbarschaftlichen Laufbegleitung war schon seit Dezember da - geboren in einer Wolke von Glühwein und Bratwürstchengeruch. Dann kam meine Auszeit und damit auch kein Start in eine neue Laufkarriere. Da ich aber jede Gelegenheit beim Schopfe packe, meine Umwelt vom Laufen zu begeistern, wird der Herr Nachbar gestern per umstrittener (und sehr teuer gekaufter) Kommunikationsplattform zur Begleitung aufgefordert.

Dass ein mehr als 10 Jahre jüngerer Mann aufgeregt ist, wenn er sich mit mir trifft, geschieht mir eher selten. Aber korrekt betrachtet hatte das ja auch weniger mit mir sondern mit der 5km-Strecke zu tun. Von 0 auf 5km.. das ist schon was.

Entsprechend starten wir langsam.. Sprüche wie "Es regnet aber." gelten nicht und wir traben im Nieselregen Richtung Rhein los.

Sonst ja eher allein und meinen Gedanken folgend texte ich den armen Hakan von Anfang bis Ende zu. Schau mal hier die Schiffe... sind die Enten auf Augenhöhe nicht putzig.... die Hundehalter.... usw. usw. Das Ende vom Lied... er läuft 5km durch, was ich echt ne grandiose Leistung finde. Die Pace von 8.05 tut auch mir gut - so entschleunige ich etwas. Die Sehne an meinem Fuß schreit nach Aufmerksamkeit und zieht sich schmollend in ihr Haus zurück, weil ich durch die Quatscherei gar nicht so viel Zeit hab, mit ihr zu kommunizieren. Hey, ich kann meine Aufmerksamkeit nicht teilen.

So schaffe ich auch nur ein Foto aber das Wetter war auch nicht wirklich zum Fotografieren gedacht.

Eine neue und eine alte Laufkarriere sind zum Leben erweckt... yeah!


Sonntag, 9. März 2014

~ Wenn die Unvernunft siegt... ~

... und Walrösser über den Asphalt stampfen.

Aber von vorne. In ganz Deutschland ist schönstes Wetter angesagt - bereits gestern bei unserem mittlerweile schon rituellen Gang durch Kölns Gassen - ist es deutlich spürbar.

Seit Tagen ist mir klar, Sonntag:

  • Ich werde eine Radtour machen.
  • Ich werde die Balkonsaison eröffnen, um mir die jedes Jahr wiederkehrende Streifenhörnchenbräune zu genehmigen.
Als ich dann heute früh meinen Bürokram erledige, macht sich die Ungewissheit breit. Ist es besser, direkt früh die Radtour zu machen, damit man viel Zeit für den Balkon hat? Oder ist es besser, erst den Balkon zu betreten und später, wenn es schön warm ist, die Radtour zu machen, um sich nicht wieder wie ein Michelin-Männchen einpacken zu müssen?

Und hupss... macht sich ein Gedanke breit: Einfach Laufen gehen und die Radtour sein lassen. Ein Check auf dem Balkon gibt mir die ultimative Entscheidungshilfe. Es ist sehr windig... ich mag im Wind nicht Rad fahren. Aus die Maus.

Natürlich ist es unvernünftig, mit der immer noch nicht komplett genesenen Sehne zu laufen. Aber (Teufelchen auf der Schulter), sie hat sich total schnell vom Karneval erholt und die längeren Fußmärsche in der Mittagspause oder gestern in Köln haben auch keine Schäden hinterlassen. Versuch macht kluch!

Nun bin ich jetzt über 2 Monate nicht mehr gelaufen. Normalerweise starte ich mit 3km bei Neueinstiegen - aber das lohnt ja nicht. 5km sollen es werden, schön am Rhein lang.

Ich trabe los und es fühlt sich an wie immer... wobei, damit ist nach ungefähr 200m Schluß. Ich laufe bewusst langsam aber bin ich wirklich so schwer, wie ich mich anfühle? Mit jedem Meter sinke ich mehr in den Asphalt.

Der Rhein mit seinen Wegen am Ufer begrüsst mich wie immer.


Die Sonne lugt durch die großen Pappeln (also durch die, die noch stehen... man säbelt ja hier gerne ab).


Frachtschiffe liegen vor Anker und haben hier bei uns übernachtet.


Kleine Frühlingsboten recken neugierig ihre Köpfchen aus der Wiese.


Und die Reste vom Karneval sind immer noch zugegen.


Die 5km waren schön, wenn ich mich auch schon lang nicht mehr so schwerfällig gefühlt habe. Die Sehne hat nicht gemuckt, wobei ich sie immer unterschwellig spüre. Mal schauen, was sie morgen früh dazu sagt.

Wahrscheinlich war die Idee gar nicht so blöd. Mittwoch hab ich den nächsten Arzttermin und kann dann mal mit ihm beraten, ob vielleicht so kleine Läufchen drin sind oder wie generell die Therapie weiter geht.

Als letztes Foto den Gruß einer unbekannten Damen (ich nehme an, es war eine Dame, sieht nach einer Frauenhandschrift aus).


Sonntag, 2. März 2014

~ Spaghetti Bolognese ~

Während ich sportel, träume ich oft davon, was ich esse.

Heute hatte ich richtig Bock auf Bolognese aber... keine Sellerie im Haus, keine Möhren im Haus. Geht das denn? Ja, es geht.

Linsen-Bolognese für 2 Personen:

  • 3/4 Tasse rote Linsen
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 kleine Tose Tomaten (hier Cherry-Tomaten)
  • ca. 100ml Gemüsebrühe
  • ca. 100ml Rotwein
  • 1 EL Basilikum*
  • 1 TL Oregano
  • 1 TL Thymian
  • 1 EL Hefeflocken
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl
  • 250g Spaghetti
Zwiebel in Würfel schneiden und im Olivenöl anbraten. Rote Linsen kurz mit anbraten und mit Dosentomaten, Gemüsebrühe und Rotwein ablöschen. Kräuter (getrocknet oder frisch) hinzufügen und alles ca. 30 Minuten schmoren lassen. Achtung!!! Ggfls. noch weitere Flüssigkeit zufügen, Linsen saugen viel auf. Zeitnah die Spaghetti in Wasser schmeißen.

Mit Hefeflocken und Pfeffer und Salz abschmecken und lecker!

Wenn der Mitbewohner keine Bolognese mag, dann kann man die Hälfte für den nächsten Tag wunderbar in eine Kochen-ohne-Knochen-Tofubox in de Kühlschrank stellen (geht nur mit einer solchen Box.. andere Aufbewahrungsmittel werden nicht funktionieren;-)))

*Basilikum lässt sich super in ganzen Blättern einfrieren, wenn man mit vollem Basilikum-Topf kurz vor dem Urlaub steht, so wie bei mir geschehen.

~ Von Füßen, Karneval und Eseln ~

Kann einen Zusammenhang haben, muss aber nicht.

Ich verspreche, dass es kein Depri-Eintrag gibt, will nur vermelden, dass das mit meiner Achilles-Sehne sich scheinbar zu einem längeren Ding entwickelt. Die Behandlung bisher hat nicht geholfen und ich werd wohl um ein MRT nicht herum kommen. In zwei Wochen hab ich den nächsten Termin. Karneval war ein Test, ob die Sehne, die im Alltag weniger schmerzte, der Belastung standhalten konnte... konnte sie nicht. Also brauch ich mit dem Laufen gar nicht erst anfangen, obwohl es mir fehlt. Gerade nach einem durchfeierten Abend kann ich mir so den Müll wieder aus dem Körper laufen. Aber was solls.. Radfahren ist auch schön aber irgendwie mit dem ganzen Equipment (gerade im Winter - oder das, was davon übrig ist) immer anstrengend und kann nicht mal so dazwischen geschoben werden.

Trotz diesen und anderen Fußschmerzen hatte ich mal wieder 2 tolle Karnevalstage. Mit Freunden feiern, tanzen und das ein oder andere Kölsch trinken, ist immer wieder schön.

Diverse Selfies wurden natürlich geschossen... eins davon reicht. :-)


Und heute scheint die Sonne... ich nehm das Rädchen und dreh meine Runde. Ein Wagen voll mit Schlümpfen fährt an mir vorbei... dreimol Kölle Alaaf!!!

Analog zum Blog von Elke gibts auch auf meiner Strecke Schneeglöckchen....


... und nen Schloßpark, wenn auch nicht so hübsch.


Im Wald blüht dieser Baum - ist das ne Wildkirsche... Lizzy?


Und diese nette Tiere begrüßen mich lautstark und hören sich genau so heiser an wie ich - waren bestimmt auch Karneval feiern.


Damit ist das bunte Treiben für mich vorbei ... obwohl das Wetter ist so schön und gegenüber in Köln geht heute der Zug und die Nachbaren gehen mit Bollerwagen & Co los. Ich überlege noch. :-)