Samstag, 31. Mai 2014

~ Erholsam ~

Erholsam ist so ein Lauf, wenn man am Abend vorher früh genug im Bett war und so richtig früh auf die Bahn kommt.

6.30 Uhr gings mit uns zwei Hübschen los - eine neue Strecke für meinen mittlerweile aus dem Azubi-Status herausgetretenen Laufbegleiters. 11 km.

Einfach nur Fotos heute.







Donnerstag, 29. Mai 2014

~ Der Plan war super ... ~

... es  haperte lediglich an der Umsetzung. Oder warum ein Tschechisches Fahrzeug mir alles verhagelt. Und warum das alles was mit dem Laufen zu tun hat.

Frau A. aus L. wohnt im Prinzip zwar mittendrin aber trotzdem am A der Welt, wenn es darum geht mit dem ÖhPehäNnVau - sprich Bus und Bahn - in die große Stadt mit dem Dom zu kommen. Mit dem Auto sind das max. 20 Minuten - aber ohne Bewegung der eigenen vier Räder können da Stunden draus werden.

Da ich nun mit zwei ehemaligen mir sehr lieb gewonnenen Kollegen ein Kölsch trinken wollte, sollte das Auto halt idealerweise von mir dann nicht mehr fortbewegt werden. So war der Plan, bis zu einem nahgelegenen Bahnhof zu fahren, das Auto abzustellen und dann mit dem Zug reinzufahren, um dann laufend das Auto am nächsten Morgen abzuholen. Wofür trainiert man die ganze Zeit, damit man das auch mal fürs Leben nutzen kann.

Die Realität war - zu spät von der Arbeit weggekommen, tschechisches Fahrzeug vor mir gehabt, Zug verpasst (ich hab ihn noch gesehen, konnt aber nicht mehr einsteigen). Also ab mit dem Auto in die Domstadt, fahr ich halt morgen nach dem Lauf direkt weiter mit dem Zug nach Köln.

Hier stoppt die Geschichte erstmal, weil ich kurz was von gestern Abend aufführen möchte. Es gab nämlich auf dem Alter Markt eine Liveübertragung des Raketenstarts von gestern. Zufällig hatten wir das mitbekommen und konnten teilhaben. Mit Major Tom haben wir "Völlig losgelöst" gesungen und uns in die 80er Jahre zurückversetzt. Dann gemeinsam den Countdown gezählt und die Rakete beim Aufsteigen bestaunt. Wir hatten einen rundum gelungenen Abend in der Kölner Altstadt, die ich üblicherweise nie abends besuche - man sollte öfters seine Vorurteile überprüfen.


Morgens gings dann an die weitere Umsetzung des Autologistikplans und ich machte mich auf, die 9km bis zum Bahnhof zu laufen - die Strecke kenne ich vom Radfahren und weiß, dass sie einen besonders schönen Teilabschnitt hat.

Aber erstmal bewundere ich die Vögel beim Turteln auf dem Autobahnschild. Ja Köln, da will ich auch hin aber möglichst nicht über die Autobahn.


Die Wege sind teilweise mit Stahlplatten belegt - hier ist wohl schweres Gerät unterwegs, es werden neue Spannmasten gesetzt, wie ich gesehen hab. Vorsicht ist angesagt, Füsschen anheben und nicht über die Kanten stolpern.


Hier ist das besonders nette Teilstück an der Wupper lang.


Nach 9km und deutlich zeitig, um den Zug zu bekommen, bin ich am Bahnhof und fühl mich als Siegerin - viel zu früh, wie ich später erfahre.


Mein Plan, mit dem 20-Euro-Schein ne Fahrkarte zu ziehen scheitert daran, dass der Automat max. 10er annimmt. Super - ich wollte mir mit dem Kleingeld was zu trinken aus dem Automaten schöpfen. Dann halt nicht, bis Köln halt ich das aus. Frau hat ja Apps, mit der ich das Ticket hole, sonst hätt ich noch schwarz fahren müssen (was ich mal besser gemacht hätte).

Ich steig in den Zug ein, er rollt los... sehr langsam.. sehr langsam.. und hält am nächsten Bahnhof an (an dem er lt. Schild eigentlich gar nicht halten wollte). Böses ahne ich, als der Zugführer die Stimme durchs Mikrofon erhebt. Wegen eines liegen gebliebenen Baufahrzeugs ist die Strecke auf unbestimmte Zeit gesperrt. Ein "oh scheiße" entfährt meinem Mund - ich hab Durst und das kann ja ewig dauern und wie soll ich hier weggekommen? Von hier komm ich jetzt weder nach Köln noch nach Hause - höchstens zu Fuß aber das wäre für meine Gräten zu weit. Dass da Leute mit Koffern im Zug sitzen, die sicher ein größeres Problem haben als ich lass ich mal egoistisch unbedacht.

Wir warten ca. 10 Minuten bis dann die nächste Durchsage ertönt und die Zugfahrt als beendet gemeldet wird. Gott sei Dank hat man nette Nachbarn. Da wir eh am (wie sagt man dazu) whatsappen? waren, bietet er die Abholung an, was mir erspart, meinen Liebsten aus dem Schlaf zu reißen. Die 20 Euro bekomm ich am Kiosk in ein Getränk und Restgeld gewechselt.

Nun steht mein Auto immer noch in Köln und ich hatte nen schönen Lauf und einen mißlungenen Plan. Aber kann ja nicht alles glatt gehen und es passt insgesamt sehr gut zur Woche, wie sie bisher war. Aber weder das noch die anderen Dinge können meine gute Laune trüben... ich glaube, das Eisen macht da was mit mir.

Dienstag, 27. Mai 2014

~ Here Comes the Rain Again... ~

Wahre Geschichte... es regnet Bindfäden, junge Hunde und Katzen und was man sonst noch so sagen kann.

Beim Vater würde wohl sagen: "Bei dem Wetter schickt man ja keinen Hund nach draußen." Aber wir wären ja nicht Heldinnen des Laufsports, wenn uns das von einer flotten Runde abhalten würde.

Die Überlegungen, ne Regenhose anzuziehen, verwerf ich wieder schnell. Bin ich ne Tussy oder was?

Wagemutig strecke ich meine Gräten nach draußen, schmeiß das gut eingepackte Iphone an und was tönt mir als erstes aus der Musikbox entgegen? Here Comes the Rain Again" von eurythmics.

Ich bin zutiefst amüsiert, überlege, wer im Universum da am Musikregler dreht und laufe flotte 7km in einem 6:21er Schnitt.

Damit der Post nicht unbebildert bleib, gibts ein Foto von der bedröppelten Roberta.


Sonntag, 25. Mai 2014

~ Wenn die Endorphine Tango tanzen ~

Es gibt so Tage, da fühlt sich alles einfach richtig an. Ausgeschlafen, früh auf den Beinen, die Luft ist klar, ein "längerer" Lauf steht an.

Das Bändchen noch an meinem Arm - Harley Dome Cologne gestern (dazu später mehr) - vielleicht ja heute noch mal hin, drum muss das Bändchen bleiben.


Schon auf den ersten Metern des Laufs merke ich, das wird ein guter - also die meisten sind ja gut aber das wird ein besonders guter. Ein Lauf, der der Seele gut tut, der Freude macht, der Endorphine Tango tanzen lässt. Was das ausmacht? Ich weiß es nicht genau - ich glaub, es ist die Mischung zwischen körperlicher Kraft, gutem Wetter, guter Musik und der generellen Stimmung - alles, was passt halt.

Die Schwäne haben ausgebrütet und ich will schauen, was es ergeben hat - gezählt hab ich 8 Baby-Schwäne (auf dem Foto sind nicht alle zu sehen).


Hier sieht man, wie Papa Schwan (ich glaub einfach mal, dass es der männliche Schwan ist - woran erkennt man das eigentlich?) auf mich zugeht - ich nehme auch sofort wieder reißaus.


Und den Tanz der Endorphine merke ich ausgerechnet auf dieser langen Industriestraße - komisch das.


Hier treff ich das Insektenhotel - die sind ja schwer in Mode gekommen. Interessant finde ich, dass ich noch NIE in so einem Hotel Gäste gesehen hab. Das scheint ne echt schwere Branche zu sein.


Die Rüben wachsen schön in Reih und Glied und erinnern mich, dass ich als Kind mal hab Rüben harken müssen - also die Setzlinge, die zu viel waren, mussten weggeharkt werden. Hat mir damals mal so ganz wenig Spaß gemacht.


 Und Frau läuft so vor sich hin.


Die Wildgänse begehen den Sonntag Morgen am See - wie auch ein Paar, das bereits dort lag oder wahrscheinlich immer noch - dort übernachtet.


Jetzt noch ein paar Worte/Bilder zum Harley Dome Cologne. Ich bin ja jetzt kein riesen Fan von irgendwelchen motorisierten Fahrdingern. Aber ich mag diese bunte Mischung der Menschen, die im Harley-Bereich unterwegs sind. Die echten Harley-Fans, die sich das Geld für Maschine und Kleidung zusammen sparen und wahrscheinlich jedes Wochenende mit der Zahnbürste das Motorrad putzen und dann sind da die Rechtsanwälte, Steuerberater & Co, die mit ihren gestylten Frauen auch das Lebensgefühl von Abenteuer und Freiheit genießen wollen. Dieses Sammelsorium an Menschen und Maschinen ist in Köln zu beobachten. Wir waren dort und haben stundenlang geschaut, fotografiert und geschaut und fotografiert. Ein kleine Auswahl als Film - sonst würd der Post zu lang. :-) Mit wie viel Liebe zum Detail hier die Motorräder ausgestattet sind - schon klasse.

Zu erwähnen noch, dass nicht weit vom Tanzbrunnen, wo das Harley-Treffen stattfindet, Herr Erdogan in Köln im Luxus-Hotel weilte, um sich wohl auf seinen Auftritt in der Kölner Arena vorzubereiten. Irre, was da los war. Menschen über Menschen mit roten Rosen bewaffnet feierten sie ihr Idol. Ich war froh, als wir am Hyatt vorbei waren aber interessant zu sehen.



Freitag, 23. Mai 2014

~ Vom Klatschmohn und von brüllenden Vögeln ~

Die Vögel brüllen - so hör ich meinen Besten häufig sagen.

Das stimmt... vor allen Dingen die Amsel, die sich in letzter Zeit häufiger an die Dachgaube in der Nähe unseres Schlafzimmerfensters setzt und uns mit ihren Liedern erfreuen will. Wär halt einfach schön, wenn sie das 2 Stunden später versuchen würde.

Diese Woche war Messebesuch in München angesagt. Was soll ich sagen... wie häufig hier im Blog schon erwähnt: Wenig Schlaf, aua Füße. Deshalb hab ich auch einen Tag mit dem Laufen ausgesetzt aber natürlich hatte ich mir schon eine Strecke in der Nähe des Hotels auf den Garmin geladen.

Erding zeigt am Ortseingang, wie der klassische Baustil der Bayern ist - Reetdach, sieht man nicht mehr so häufig.


Die Gärten so aufgeräumt, die Kirchen so knubbelig - auch mit der wenigen Zeit fühlt sich das wie Urlaub an.


Die (Vor)gärten werden gerne geschmückt, meist mit bunten Kugeln aber auch mit anderem Gezier.


Der Weg führt in ein kleines Waldstück und Menschen mit Phobien hätten sich hier wahrscheinlich verdrückt. Ein irres Gezeter von Krähen hüllt das ganze Waldstück ein - so laut, dass es selbst die Musik in meinen Ohren durchdringt und ich stehen bleibe, ums mir anzuhören. Also hier brüllen die Vögel deutlich mehr als die Amsel auf unserem Dach. Auf dem Video ist es leider nicht so eingefangen aber vielleicht bekommt man ne Idee. 

video

Wie immer, bin ich begeistert, wo mich die von Fremden hochgeladenen Strecken hinführen und welche schönen Dinge ich sehe, die ich ohne gpsies & Co. einfach nicht finden würde und das ganz ohne Stress, mich evtl. zu verlaufen oder zu hohe Distanzen zu bekommen.


Mitten in Erding dann die Terrassen am Fluss - erinnert mich eher ans Elsass.


Und aus der Stadtmitte wieder durch Grünflächen zurück. Großartig.


Und kurz vor dem Hotel dann dieser wunderbare Klatschmohn. Ganz einsam und alleine hat sich dieses Blümchen vor dem Getreidefeld behauptet. Großer Charakter.


Kurzes Fazit für die, die sich für das Eisen interessieren. Ich hab den Eindruck, dass es hilft. Ich bin wacher trotz wenig Schlaf, das Gehirn scheint schneller zu arbeiten. Leider stellt sich kein besserer Schlaf ein, das hatte ich ein wenig gehofft. Die 9km bin ich in einer Pace von 6:30 gelaufen und hatte das Gefühl, sehr langsam unterwegs zu sein. War es aber für meine Verhältnisse nicht - nicht schnell aber eben auch nicht langsam. Ich werde den Doc auf jeden Fall wie verabredet um Nachschub bitten und sehen, wie sich das jetzt weiter fortsetzt.

Durch Besprechungen sind wir dann gestern erst um 18.00 Uhr von der Messe losgekommen - dann noch 600km fahren mit Stau etc., das war wenig witzig. Vor allen Dingen, weil wir bei Einsatz des Regens einen sehr schweren und mehrere kleinere Unfälle auf der Autobahn haben sehen müssen. In dem Sinne: Fahrt alle vorsichtig! Ich freue mich jetzt aufs Wochenende, etwas mehr Schlaf und ein wenig durchatmen und nen schönen Wochenendlauf.

Montag, 19. Mai 2014

~ Ein Nilpferd kann nicht fliegen ~

Man kann auch sagen, ein Morgenläufer sollte nicht abends laufen und schon gar nicht, wenn es auf einmal warm geworden ist.

5km, die sich anfühlen, als ob die Gravitation stärker sei als sonst und sich die chinesischen Nudeln und die Tofubrötchen als ein Klumpen im Magen liegen. Der sicherlich liebevoll gemeinte Kommentar des Besten, dass ich mit meinen weißen Beinen in der kurzen Hose aussähe wie ein Storch hat auch nicht zum Wohlfühlen beigetragen. ;-) Mehr als eine 6:45er Pace ging nicht - normal ist irgendwas zwischen 6:10 und 6:30.

Aber die Woche, die mit Messe- und Kundenbesuchen im Freistaat daher kommt und wenig Zeit für Läufe lassen. Da muss man auch schon mal was wagen.

In dem Sinne - allen einen guten Wochenstart und schöne Läufe.


Sonntag, 18. Mai 2014

~ Laufen, Schlafen, Essen, Singen - Eisen? ~

Wenn ich unter der Woche Verabredungen/Veranstaltungen hab, die dazu führen, dass ich zu spät ins Bett komme und es mir an Schlaf mangelt, dann muss schon mal ne Laufeinheit weichen, so diese Woche geschehen. Es klafften 4 Tage zwischen den Läufen - geht gar nicht, oder? Doch ging.

Dienstag Verabredung mit einem lieben Freund - später ins Bett, schlecht geschlafen - Frau müde.

Queen Extravaganza - eine von zwei Queen-Musikern gecastete Cover-Band - spielte in Köln. Es war ein tolles Konzert, tolle Musiker. Später im Bett, schlecht geschlafen - Frau müde.


Ein Treffen mit einer lieben Freundin im Düsseldorf am Freitag Abend. Super gequatscht, lecker gegessen - spät im Bett - Frau wenig geschlafen, Frau müde.


Und dann gings Samstag früh doch mit Hakan wieder auf die Piste - irgendwann kann der wenige Schlaf kein Grund für fehlende Läufe sein - wunderbare 10,5km - nur ein Foto gemacht. Super.


Was ich eigentlich in dem ganzen Zusammenhang erzählen will ist die Tatsache, dass ich zwischen Arbeit und Queen Extravaganze noch flott beim Doc meines Vertrauens war und mir für 200 Euro!!! eine Eiseninfustion hab geben lassen. Dies ist ein Test. Ich hab zwar keine Luftprobleme oder sonstigen Anzeichen von Eisenmangel (den ich definitiv hab - so lang ich denken kann) aber ein paar Symptome sind geblieben, seit ich meine Schilddrüse dem Basedow-Gott geopfert habe und ich will schauen, ob das mit einem guten Eisenspiegel behoben werden kann.

Jetzt bin ich gespannt wie ein Flitzebogen, was mit mir passiert, konnte aber durch den Schlafmangel, der sich durch die ganze Woche gezogen hat, eben noch nichts feststellen. Da ich ja generell schon keine Schlaftablette bin, hab ich meinen Besten schon mal vorgewarnt - sollte ich noch mehr Energie haben als vorher, kann er sich schon mal warm anziehen. ;-)

Das erste, das ich jetzt bemerkt hab ist, dass ich letzte Nacht sehr tief und fest geschlafen hab - nicht so oberflächlich und unrund wie meist. Das hab ich aber auch ansonsten zwischendurch mal, wen der Schlafmangel zu stark zugesetzt hat.

Drückt mir die Daumen, dass sich die 200 Euro Invest gelohnt haben (wird noch 1 oder 2x wiederholt), ich würd es mir jetzt wünschen.

Hier im Anschluss noch ein paar Fotos unserer gestrigen mittlerweile traditionellen Köln-Expedition. War aber auch zu tolles Wetter.


Hier war ich noch nie - leider vor allen Dingen nicht zu Lebzeiten des Herrn Lommerzheim. Großartige Gaststätte. Legendär die Geschichte, dass Bill Clinton zur seiner Amtszeit in Köln war und eine echte Kölsch-Kneipe besuchen wollte. Herr Lommerzheim hat dankend abgelehnt, schließlich wolle er nicht die Türen für seine Stammgäste schließen. Mittlerweile betreibt die Brauerei Päffgen die Gaststätte, hat sich aber alle Mühe gegeben, den runtergekommenen Flair zu behalten - es ist ihnen gelungen.









Es waren Unmengen an Menschen unterwegs. Ein Junggesell(in)enabschied jagte den nächsten. Ich bin zwar kein Freund dieser Züge durch die Gemeinde - aber die Mädels und Jungs haben Spaß. Why not!

So und nun warte ich ab, was das Eisen mit mir macht und ob sich die Investition gelohnt hat. We'll see! Wobei... nächste Woche ist dienstlich so viel Programm - auch da wird es mir wieder an Schlaf mangeln aber vielleicht verkrafte ich das mit einem höheren Eisenspiegel besser.

Ob ich zum Laufen komme? Ich weiß es nicht, die Laufschuhe werden auf jeden Fall auf der Reise mit dabei sein.

Sonntag, 11. Mai 2014

~ Wegen Emil seine unanständ'ge Lust ~

"Mein" Dorfverein hatte gestern eine Veranstaltung. Das bedeutet für mich Thekeneinsatz und ne Menge Spaß. Frau Höpker bat zum Gesang und meine Punkrockfreunde werden jetzt die Hände überm Kopp zusammen schlagen - aber ich sach Euch, das hat echt Laune gemacht.

Ein Abend quer durch die Rabatten singen - und es war wieder alles dabei: Aktuelle Pop- und Rockmusik, Schlager, Evergreens, Volkslieder... nee, wattn Spaß.

Dazwischen die Leute mit Kaltgetränken beglückt aber wenn das Programm lief, lief wenig hinter der Theke und wir haben kräftig mitgesungen und getanzt. Na... wer erkennt das Lied - Männer sangen die blauen Texte, Frauen die lilafarbenen?


Interessant  war folgendes Lied, das Frau Höpker vorstelle und aus den 1920er Jahren stammt. Wer hätte gedacht, dass damals schon an sowas gedacht wurde.



Nach der Veranstaltung muss man natürlich gemeinsam noch ein Bierchen trinken und den Abend Revue passieren lassen. Und so gings irgendwann gegen 1.00 Uhr heim.

Aber nach dem Vergnügen folgt die Arbeit und 6,5 Stunden nach dem letzten Kölsch und 6 Stunden nach dem Zubettgehen ging es auf die abgesprochenen 10km mit meinem mittlerweile in der 10 Laufwoche befindlichen Laufpartner und Nachbarn.

Ok, es war etwas zäh für mich, der Körper beschwerte sich mit Seitenstichen und Kopfschmerzen, die aber nach 2km endlich nachließen.


Vom Laufen gibts gar nicht viel zu berichten - es war kurzweilig, wir waren länger nicht gemeinsam gelaufen und hatten uns viel zu erzählen.


Schön wars - sowohl der Abend als auch der Lauf. Ein Abend mit vielleicht einem Kölsch zu viel kann man mit einem frühmorgendlichen Lauf wieder in die Bahn bringen.

Donnerstag, 8. Mai 2014

~ It's just a jump to the left ~


It's just a jump to the left
and then a step to the right
with your hands on your hips
you bring your knees in tight
but it's the pelvic thrust
that really drives you insane
let's do the time warp again
let's do the time warp again 

So.. und wer jetzt nicht im Geiste getanzt hat, der ... ja der - ich weiß auch nicht.
Mir geht es auf jeden Fall immer so, dass ich speziell bei diesem Lied, wenn es mir beim Laufen in die Ohren kommt, gerne auf der Stelle tanzen würde. Im Geiste mach ich das und singe vor mich hin. Tut recht gut, wenn man erst nach 24.00 Uhr im Bett aber um 5.00 Uhr wieder wach war.
Gott sei Dank sind weit und breit und Wiese, Bäume und Wasser.


Der Duft der Pfingstrosen haut mich um - eine ganze Hecke voller Pfingstrosen. Welche ein toller Duft am frühen Morgen.


Lehrer haben mit ihren Schülern mal wieder Müllkunst gebaut - alles vom Rhein angeschwemmt. Waren wir beim Aufräumen kürzlich wohl noch nicht ordentlich genug. :-9


 Erinnert mich ein wenig an Wilson... WILSON!!!


Und nicht unbeabsichtigt lauf ich an der Stelle vorbei, wo im letzten Jahr schon ein Schwanenpaar erfolgreich gebrütet hat und siehe da, sie sind an gleicher Stelle wieder "aktiv". Ab jetzt gilt es also, die Schwäne zu beobachten und bald Fotos von kleinen Babyschwänen zu machen. Was man alles beim Laufen so "abarbeiten" kann.

Jetzt aber ab auf die Arbeit.

Und jetzt alle:


Sonntag, 4. Mai 2014

Rhabarber-Bananen-Vollkorn-Kuchen

Ein Unfall - nicht in der Fertigstellung sondern in der Planung.

Bananen mussten weg, Rhabarber musste weg und ich fang an zu backen und stelle fest: Kein Mehl im Haus. Nun gut, wird es also ein Vollkorn-Kuchen. Das Glück ist dem Hold, der eine Getreidemühle im Haus hat (und natürlich Getreide).

Für den Boden:
  • 130g Margarine
  • 50g Sojajoghurt
  • 240g VK-Weizenmehl frisch gemahlen
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Pk. Vanillezucker
  • 80g Zucker
  • 4 vollreife Bananen
  • 40g Schokoraspel
Füllung:
  • 450g geschälter und klein geschnittener Rhabarber
  • 2 EL Zucker
 Streusel:

  • 100g Margarine
  • 175g VK-Weizenmehl frisch gemahlen
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Pk. Vanille-Zucker
  • 75g Zucker
Rhabarber putzen, klein schneiden (Endergebnis 450g) und mit dem Zucker vermischen und auf Seite stellen. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

2 Bananen schälen und mit der Gabel zerdrücken - das zusammen mit dem Zucker und VZ gut mischen. Geht im übrigen super, wenn man zeitlich an der Kitchen-Aid vorne die Getreidemühle anbringt - rühren udn Getreide mahlen in einem. Dann Mehl, Backpulver, Sojajoghurt, die 2 anderen Bananen (auch zerdrückt) dazugeben und gut durchrühren. Zum Schluss die Schokoraspel unterheben.

Dann die Streusel zubereiten, indem alle Zutaten in einer Schüssel verrührt werden.

Erst dann die Springform mit Margarine und Semmelbrösel auskleiden und die Rührteig reingeben. Rhabarber draufgeben und mit Streuseln bedecken.

Das Ganze für 65 Minuten ab in den Backofen und gut auskühlen lassen.

Schmeckt Liebhabern von Bananen und Vollkornessen. Alle anderen gehen sich jetzt was aus Weißmehl in der Bäckerei kaufen.

~ Neues Equipment, erste Robertablüte und Sonntagslauf ~

Ich brauch ne neue Hüfttasche zum Laufen. Smartphone, Schlüssel, Geld, Taschentücher... alles muss untergebracht werden und im Sommer sind die Taschen der Laufkleidung einfach nicht groß genug für alles und es stört mich.

Vor Jahren hab ich mal - als ich das erste und wohl einzige mal im Leben auf einer Laufverstanstaltung auf dem Treppchen stand, eine perfekte Tasche gewonnen. Die ist aber dann irgendwann mal einer Reisetätigkeit zum Opfer gefallen (so viel Sachen wie im letzten Jahr hab ich noch nie in Hotels gelassen ... Nachthemd, Hüfttasche, Kopfhörer, Ladekabel).

Bei Wolfskin bin ich fündig geworden - erst erschien sie mir zu groß und ich wollte sie schon wieder umtauschen aber ich hab mich zum Behalten entschieden und der Praxistest zeigt auch, dass es richtig war. Nichts hüpft, rutscht oder sonstwas. Die Tasche für die Trinkflasche kann ich prima fürs Smartphone nehmen und damit ist es schnell für Fotos zur Hand. Für den Schlüssel gibts ne extra Sicherung, so dass er nicht einfach aus der Tasche fallen kann und ein extra Fach fürs Geld. Die gelbe Weste hab ich gleich mitbestellt, damit man mich mal ein bisschen besser sieht. Frühlingshaft gelb starte ich also heute meine Sonntagstour.


Der See mal von einer anderen Perspektive aus.


Die einzigen bei mir zu erlaufenden Steigungen sind Autobahnbrücken.


So früh am Morgen könnt man glatt auch über die Bahn laufen.




Dank des Regens und der Kombi mit der Sonne ist das Getreide schon richtig groß geworden.





Dieses Bild mal aufmerksamer anschauen... bei uns sitzen die Gänse auf dem Dach.


Gesamt war ich 11km unterwegs. Ob das so vernünftig war, weiß ich noch nicht. Gestern sind wir schon über 10km durch die Stadt gewandert. Da tat die Sehne schon weh - mal schauen, wie sie so mit dem Lauf heute umgeht.

Auf jeden Fall gabs gestern bei der Stadt-Foto-Wanderung ein leckeres Falaffel-Sandwich. Vegan kann so lecker sein, wenn der Gastwirt nur will. Im Rôtis ist das auf jeden Fall machbar. Die sehen uns wieder.


Last but not least - wie jedes Jahr - die erste Blüte von Robert, my love!


Edit:

Ich ergänze den Blogpost noch mal um ein Erlebnis von gestern. Wir waren in Nippes unterwegs. Unter anderem auf dem Nippeser Markt - ein Ort voller Trubel, unterschiedlichen Sprachen und kuriosen Waren. Dort bekam ich beim Fotografieren von Gemüse (nicht von Personen) schon mal eine Ermahnung eines Gemüsestandbesitzers.

Aber natürlich versuche ich auch interessante andere Dinge oder auch Menschen zu fotografieren, wie z.B. diesen ehrwürdigen alten Herrn. Er war mit seinem Rollator unterwegs und hat sich direkt vor uns platziert und seine Zigarette geraucht. Zwischendurch kam ein (ich glaube türkischer) junger Mann und begrüßte den Herrn mit Kuß der Hand, Hand gegen Stirn und Kuss links und rechts - habt Ihr sicherlich schon mal gesehen. Eine Form des Respekts, die ich sehr schön finde.

Dieses Foto wird mich immer an diese Situation erinnern. Ein Verankern von Erinnerungen im Gehirn.

Aber genauso fotografiere ich auch Kuriositäten - so sah ich ein Auto, das bis zur Unterkante mit irgendwas vollgeladen war - ich konnte nicht erkennen, um was es ging. Der Platz direkt unter der Frontscheibe war vollgeladen mit Papier und dort, wo man im Auto vorne diverse Möglichkeiten der Unterbringung von Dingen hat, steckten mind. 80-100 Kugelschreiber - der Wahnsinn. Muss ich fotografieren. Und was passiert? Die Inhaberin des Fahrzeugs kommt gerade aus dem Haus und spricht... nein, schreit mich direkt an, was ich da mache. Ich fühlte mich doch arg ertappt und entschuldigte mich kurz und erwähnte nur, dass ich die Ansammlung von Kugelschreibern klasse finde. Der Gesichtsausdruck verriet mir allerdings, dass ich mich wohl schleunigst aus dem Staub machen solle. Da sie mind. das doppelte Kampfgewicht hatte, entschied ich mich zur Flucht, nicht ohne ständig über die Schulter zu schauen, ob sie mich verfolgt. Fotografieren kann gefährlich sein, wenn man auch mal abseits des Öffentlichen Raumes Fotos schießt.