Mittwoch, 23. Juli 2014

~ Von Läufern, Schnecken und Rücken ~

Beruflich geht's mal wieder in den Süden der Republik. Es gilt, zwei Fliegen mit einer Klatsche zu schlagen (keine wirklich vegane Redensart). Ich fahre sonntags schon los und besuche eine frühere Kollegin am Chiemsee. Das ist schön und praktisch. Schön, weil wir uns lange nicht gesehen haben und praktisch, weil ich am nächsten Tag schon zu Arbeitsbeginn am Ort des Geschehens bin. Zu dem Besuch am Chiemsee möchte ich nur eine Sache erwähnen.. es hat kurz gewittert und danach war ich im Garten und der komplette Garten war über und über mit Nacktschnecken bestückt. Eine Fülle, die ich im Rheinland so noch nicht gesehen hab. Ich komme später darauf zurück.

Am nächsten Tag pünktlich im Büro... den Tag lass ich aus und freute mich schon abends auf mein blind date im bodhi, einem recht neuen veganen Restaurant in München. Blind date betrifft eine hier im Blog auch immer zuverlässig vorbeikommende Lauffreundin, die ich virtuell schon seit fast 10 Jahren kenne, wir uns aber noch nie getroffen haben. Und es war ein total netter Abend. Dass das Abendessen lecker war, war ne Nebensache. Wir haben gequatscht und gequatscht, als wenns kein Morgen gäbe. :-) Danke für den schönen Abend!!!!

Trotzdem hier ein paar Impressionen des Essens im bodhi. Lecker.

Lupinenschnitzel in Senfkruste.


Roulade mit Rotkraut und Knödel


Weiße und dunkle Mousse!



Creme brulee


Nachdem sich mein blind date finanziell beim bodhi auslösen musste (warum hab ich auch immer so wenig Bargeld dabei), ich mich in den Wirren der Münchner Verkehrsbetriebe eingefunden und zurück im Hotel war, musste natürlich am nächsten Morgen die mir schon bekannte Gegend belaufen und das gute Essen wieder verarbeitet werden.

Der Regen hatte nachgelassen und mit ganz leichtem Sprühregen begrüßte ich den Morgen in Markt Schwaben. Der Weg führte schnell ins Feld und vorbei an einem Umspannungswerk. Als Kind hat mich schon immer das laute Surren von Hochspannungsleitungen beängstigt. Auch heute und hier war ich froh, als ich dran vorbei war.


Durch kleine Ortsteile und vorbei an Bächen - schön ist ist. Leider kann ich es nicht so wirklich genießen. Die Hexe hat über Nacht geschossen und meine rechte Schulter schmerzt wie blöd. Ich kenn die Stelle schon, das scheint meine Sollbruchstelle zu sein, ausgehend von der Brustwirbelsäule. Ich hoffte, durchs Laufen etwas Lockerung in den Rücken zu bekommen. Das hat leider nicht geklappt und so quält mich das Ding immer noch.


Trotzdem ein paar schöne Eindrücke noch von der Laufstrecke.



Und hier komme ich noch mal auf die Schnecken zurück. Es scheint hier in Süddeutschland wirklich deutlich mehr Nacktschnecken zu sehen. Natürlich säumen die auch bei uns den Weg, gerade, wenn es geregnet hat aber in der Fülle? Ich hab wirklich den Weg durchweg getänzelt und hoffe, kein getroffen zu haben aber versprechen kann ich das nicht.


Natürlich wieder ein Blumenfoto. :-)


Und als Abschluss einer der schönen Gärten hier im Süden.

 
8,2 schöne Dienstagskilometer.
 
Arbeitsreich aber geschmückt mit schönen Dingen, wie Treffen und Laufen aber auch Arbeitsessen geht heute der Besuch im Süden heute zu Ende. Mal schauen, ob mich die Autobahn heute einigermaßen staufrei nach Hause bringt. Ich werde sehn.
 
Auf jeden Fall komm ich wieder und freue mich auf weitere schöne Treffen und Läufe und keinen Rücken.


Kommentare:

  1. Zuverlässig vorbeikommend ein herzliches: "genau! Schön war's" abstellend, verschwinde ich vorerst rumhetzend wieder - komme dann später nochmal zum kompletten Lesen vorbei ;)

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    1. Dann bis später, liebes blind date! :-)

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  3. Hm, "Walkstraße", ist ja wohl nichts für Läufer, klar, dass es da soviel Schnecken gab, die die Straße versperrt haben ;-)
    Reale Treffen sind immer etwas sehr Angenehmes, v.a. wenn man sich schon "ewig" virtuell kennt, schön, dass es Dir nicht anders geht.

    Salut
    Christian

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    1. Ja, lieber Christian, ein ähnliche Überlegung hatte ich bei dem Straßenschild auch.

      Diese realen Treffen sind immer toll und immer treffend. Ne feine Sache.

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  4. Liebe Anja,
    oh, da warst du ja fast hier in der "Nachbarschaft" - ist es nicht schön durch das Bloggen an so vielen Orten jemanden zu kennen? :D
    Zu den Schnecken sag ich jetzt lieber nichts - in meinem Garten sah es gestern Nachmittag nämlich ganz ähnlich aus, wie auf der Straße.... :(

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    1. Wie weit es es denn von dort noch zu Dir?

      Über die Schnecken war ich echt erschrocken. Meine frühere Kollegin am Chiemsee erzählte mir aufs Nachfragen, dass sie das Gärtnern deswegen drangegeben hat. Ich konnte es verstehen.

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  5. Es macht so Spaß, deinen Blog zu lesen. Die tollen Fotos - vom Essen und der Laufstrecke! Und ein bisschen habe ich das Gefühl, als sei ich selbst mitgelaufen. Danke dafür :-)

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    1. Danke, lieber Hase... bald bist Du selbst wieder auf der Bahn, oder?

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  6. Das Essen sieht super lecker aus.
    Ich bräuchte definitiv einen Koch der mir alles zubereitet!��

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  7. Das war auch super lecker, Gerd.

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  8. Bis auf den Rücken und die Schnecken wars ja eine schöne Reise. Bei dem Essen bekomme ich gleich Appetit... und -lach- Strom haben sie also auch da unten ;-)
    Wenn Ihr Euch schon Jahre virtuell kennt, gab es ja sicher eine Menge zu bequatschen, noch eine zusätzliche schöne Prise "Salz in der Suppe" Deiner Reise.
    Liebe Grüße
    Elke

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    1. Ja, Strom haben sie auch. ;-) Es war wirklich ein ganz intensiver Abend - schon klasse.

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  9. Wo du nicht überall hinkommst, liebe Anja! Eine richtig schöne Strecke wieder einmal ... ja gut, bis auf die Hochspannungsleitung. Und wen du so alles triffst! Dass euch beiden der Gesprächsstoff nicht ausging, kann ich mir lebhaft vorstellen.
    Das Essen sieht wirklich lecker aus! So richtig verstehen kann ich allerdings nicht, warum man veganen Speisen eine Fleisch-Optik verpasst (oder niedliche kleine Schweinsköpfchen als veganen Gummibärchenersatz verkauft). Ist das eine spezielle Art von Ironie - sozusagen als kleiner witziger Seitenhieb auf die Fleischesser? ;-)

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    1. Ja, ich bin auch echt happy, dass ich durch meinen Job die Möglichkeit hab, diese Treffen zu arrangieren.

      Und zum Essen muss ich etwas ausholen. Deine Frage höre ich oft und kann sie aus meiner Sicht so beantworten: Ich esse ja kein Fleisch mehr, weil es mir nicht schmeckt sondern vornehmlich aus ökologischen Gründen, die Ethik war bei mir erst später dran. Manchmal gelüstet es aber einfach nach dem Geschmack aus der Kindheit, nach den Wohlfühlgerichten von Oma oder Papa. Und dann greife ich zu Ersatzprodukten. Es fehlt mir nicht das Fleisch, es fehlt mir der Geschmack und so ess ich halt - wenn es hoch kommt einmal im Monat - ne Wurst oder Geschnetzeltes oder eben ne Roulade. Und ich glaube, es steckt mehr Ironie im lachenden Schwein auf der Metzgerreklame als in den Gummibärchen. ;-)

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    2. Ach, im übrigen Anne, wir hätten uns ja fast am Felsentrail kennen gelernt aber ich schaff die 20km leider nicht. :-( In die Trierer Gegend verschlägt mich der Job eher nicht. Wir müssen also Laufveranstaltungen finden. .-)

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